DE334996C - Sicherheitsverschluss fuer Drehtueren - Google Patents
Sicherheitsverschluss fuer DrehtuerenInfo
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- DE334996C DE334996C DE1920334996D DE334996DD DE334996C DE 334996 C DE334996 C DE 334996C DE 1920334996 D DE1920334996 D DE 1920334996D DE 334996D D DE334996D D DE 334996DD DE 334996 C DE334996 C DE 334996C
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- revolving doors
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- Expired
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B65/00—Locks or fastenings for special use
Landscapes
- Gates (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 24. MÄRZ 1921
Gegenstand der Erfindung ist ein Sicherheitsverschluß für Drehtüren zur Sicherung
von Hauseingängen für Finanzinstitute • u. dgl.
Bei solchen Hauseingängen stellt sich die Aufgabe, dieselben bei Gefahr, z. B. bei verbrecherischen
Überfällen, gegen augenblickliches Eindringen turbulenter Elemente usw. rasch und sicher schließen zu können. Die
bisher bekannten Projekte erwiesen sich als dem Zweck nicht entsprechend. Alle hatten
zunächst den großen Nachteil, daß ein soforti-· ges Schließen leicht verhindert werden konnte.
Teilweise hatten diese Konstruktionen, z. B.
fallende Türen, auch direkt lebensgefährliche Eigenschaften.
Bei vorliegender Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, die bekannten Drehtüren
als Sicherheitsobjekte für Hauseingänge zu verwenden, wozu dieselben zweckmäßigerweise
in Eisenkonstruktion herzustellen sind. Eine Drehtür ist an sich schon ein erschwerendes
Hindernis gegen überraschendes Eindringen turbulenter Elemente. Wird nun
eine derartige Tür mit einem Verschluß gemäß vorliegender Erfindung versehen, welcher
von beliebig viel Stellen des Hauses in Wirkung gesetzt werden kann, dann ist eine
derart ausgestattete Drehtür ein geeignetes Objekt für die Sicherung von Hauseingängen.
Die Funktion des Verschlusses kann nicht verhindert werden, auch wenn sich, die
Tür in drehender Bewegung befindet. Die Auslösung kann so angeordnet werden, daß
der Verschluß nur nach Öffnung eines eisernen, innen angebrachten, mit Sicherheitsschloß
versehenen Türchens gelöst werden kann. Die Funktion des Verschlusses erfolgt zunächst durch Auslösung einer Sperreinrichtung,
ζ. B. mittels eines Abziehgriffes. Die weitere Funktion des eigentlichen Schließens
erfolgt sodann automatisch.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst einer
Einzelabänderung dargestellt. Es zeigen:
Fig. ι einen Längsschnitt durch die Tür,
Fig. 2 die Oberansicht,
Fig. 3 die Verbindung der Türflügel mit der Drehsäule der Tür,
Fig. 4 ein Stück der Drehsäule im Aufriß,
Fig. 5 und 6 Querschnitte nach den Linien A-A bzw. B-B' von Fig. 4,
Fig. 7 eine Einzelheit der Verschlußeinrichtung und
Fig. S eine Einzelabänderung.
Die gezeichnete Tür hat zunächst dieselbe äußere Form wie die bekannten hölzernen
Drehtüren, mit vier an einer Drehsäule 2 angeordneten Flügeln 1. Das Zusammenklappen
der Flügel 1 (behufs Wegnahme oder Bei-Seiteschiebens
der Tür) erfolgt jedoch in der. Weise, daß die mittlere, die einzelnen Flügel τ
tragende Drehsäule 2 aus Rundeisen hergestellt, in mehrere Teile zerlegt und durch in
deren Mitte gelagerte Drehzapfen 3 wieder scharnierartig gekuppelt ist. Die Drehbewegung
des Zusammenkläppens der Flügel liegt demgemäß im Mittelpunkt der Drehsäule,
welcher Umstand für die weitere Konstruktion von Wichtigkeit ist.
Die Drehsäule besitzt oben einen Drehzapfen 4, welcher in einem Kugellager 5
radial und achsial gelagert ist. Der untere Drehzapfen 6 bewegt sich ebenfalls in einem
Kugellager. Damit die zusammengeklappten Flügel seitlich verschoben werden können, ist
ig der untere Zapfen hochzuziehen. Auf die Drehsäule ist oben ein als Muffe ausgebildeter
Ring 7 aufgesteckt, in welchem sich die Drehsäule drehen kann und der achsial auf
und ab bewegt werden kann. Dieser .Ring ist außen mit einer Ringnut 8 versehen, in die
von jedem Flügel die Enden von Hebeln 9 . eingreifen, die um einen Bolzen 10 schwingbar
innerhalb des Türfrieses gelagert sind. Da der Ring senkrecht bewegt werden kann,
wird diese Bewegung auf die schwingenden Hebel 9 übertragen. Die Hebel stehen nun in
Verbindung mit einem Baskül 11, 12, welches
in jedem Flügel im Fries 13 untergebracht ist. Wird nun der Ring in Bewegung gesetzt,
so überträgt sich dieselbe auf die Basküle, deren" Stangen π an ihren Enden' oben und
unten mit runden Bolzen 14 versehen sind, die im gegebenen Falle in die in dem Radius
der Tür entsprechendem Abstand von der Achse angeordneten Riegellöcher 15 sowohl
der Decke als auch des Bodens in dem Augenblick eingreifen, wo die Riegelbolzen 14 beim
Drehen der Tür die Riegllöcher 15 korrespondierend treffen, wodurch die gesamte Tür sofort
festgestellt wird.
Der oben erwähnte Ring 7 besitzt nun zwei Bolzen 16, die oberhalb des Lagers durch ein
Querstück 17 verbunden sind. Dieses Querstück besitzt eine gabelförmige Fortsetzung
18, an der mittels eines Bolzens 19 ein um i
einen Bolzen 20 schwingender Hebel 21 mit | Läufgewicht 22 angreift. Dieser Hebel ist !
durch ein mittels eines Drahtseils 23 abziehbares Nasenschloß 24 in seiner Höhenstellung
festgehalten. Wird dieses Schloß durch Abzug des Drahtseils gelöst, dann fällt der Hebel
durch sein Eigengewicht nach abwärts, gleichzeitig durch die oben angeführten Verbindungsstücke
den Ring 7 der Drehsäule 2 nach abwärts drückend, welche Bewegung auf die schwingenden Hebel 9 sowie in weiterer Fortsetzung
auf die Basküle n, 12 der einzelnen
Flügel übertragen wird. Da der durch den Gewichtshebel ausgeübte Druck nach abwärts
ein dauernder ist, erfolgt der Verschluß der Tür automatisch in dem Augenblick, woselbst
durch Drehen der Tür Riegelbolzen und Riegellöcher aufeinander treffen. Da die Riegellöcher
in beliebiger Anzahl angeordnet werden können, liegt es in der Hand des Konstrukteurs,
die nach Auslösen des Gewichtshebels noch mögliche Bewegung der Tür auf einen gegebenen Teil des Umfangs zu beschränken.
Der oben erwähnte Ring 7 könnte nun dazu benützt werden, den Abschluß in der Weise
zu lösen, daß derselbe von außen hinaufgedrückt wird. Um dies zu verhindern, ist folgende
Einrichtung getroffen: Es ist über dem langen Hebelarm des Gewichtshebels 21
ein Pendel 25 aufgehängt, welches nach der Abwärtsbewegung des Gewichtshebels eine
senkrechte Stellung einnimmt (s. strichpunktierte Lage) und sich über einen Bolzen 26
des Gewichtshebels legt. In dieser Stellung verhindert das Pendel die Aufwärtsbewegung
und mithin das öffnen des Verschlusses, indem sich das Pendel gegen den Gewichtshebel
stemmt und erst zur Seite gedrückt werden muß, um die Aufwärtsbewegnug des Gewichtshebels
zu ermöglichen.
Nach der Abänderung gemäß Fig. 8 kann das unbefugte Öffnen des Verschlusses auch
in folgender Weise verhindert werden: Der Gewichtshebel 21' ist mit einem- Segment 27 90 ■■
versehen, mit zum Drehzapfen 28 des Hebels 21' exzentrisch angeordnetem Schlitz 29,
in welchem der Zapfen 19 des Querstücks 17''
eingreift, an dem der Ring 7 hängt. Dieser Schlitz endet in einem wagerechten Teilstück
30, so daß eine Aufwäftsbewegung des Ringes 7 durch Druck von außen auf denselben,
nicht möglich ist, wenn sich der Druckhebel in der unteren Schließstellung befindet.
Durch manuelles Heben des Druckhebels 21'
wird der Ring gehoben und so im gegebenen Falle der Verschluß geöffnet.
Da in beiden Fällen durch Aufwärtsbewegung des Gewichtshebels der Abschluß geöffnet
werden kann, ist derselbe in einem eisernen Kasten (nicht gezeichnet) eingebaut,
und er wird nur zugänglich, wenn eine von innen sperrbäre eiserne Türe mit Sicherheitsschloß
geöffnet ist Der Ring 7 ist nach unten noch' durch eine Schale 31 verdeckt.
Die Konstruktion der Drehsäule als Scharnier mit in der Drehachse der Säule liegender
Scharnierachse ermöglicht, daß die wagerechten Hebel 9 auch bei zusammengeklappten
Flügeln in die Nut 8 eingreifend bleiben (s. Fig. 7), im Gegensatz zu den üblichen
Vierkantdrehsäulen, an denen die Flügel mit außerhalb der Drehachse' der Tür liegenden
Gelenkächsen angelenkt sind. Die verschiebbare Muffe (Ring 7) könnte auch an einer
anderen Stelle der Drehachse, ζ. Β. unten, sitzen. - " '"■"."
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:ι. Sicherheitsverschluß für Drehtüren, gekennzeichnet durch ein Riegelwerk, das unter dem Einfluß einer Sperreinrichtung steht, welche von der Ferne her ausgelöst werden kann und nach deren Auslösung das Riegelwerk beim Drehen der Tür von selbst in Tätigkeit tritt und das Weiterdrehen hindert.
- 2. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Drehachse der Drehtür eine verschiebbare Muffe (7) angeordnet ist, die mit einer Ringnut (8) versehen ist, in welche in den Türflügeln angeordnete Hebel (9) eingreifen, die mit Riegeln (14) in Verbindung stehen, welche in der Sperrlage der Tür in Löcher (15) der Türöffnung eintreten, wobei die Muffe unter der Wirkung der Sperreinrichtung (24) in einer Stellung gehalten werden kann, in welcher die Riegel außer Eingriff mit den erwähnten Löchern sind.
- 3. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (7) unter der Wirkung eines Fallgewichtes (22) steht, das von der Sperreinrichtung(24) in angehobener Lage gehalten wird und nach seiner Freigabe das Vorschieben der Riegel (14) bewirkt.
- 4. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch je ein in jedem Türflügel angeordnetes Baskülriegelwerk (9, 10, 11, 12), dessen Riegelstangen (11, 14) durch die in die Nut (8) der Muffe (7) eingreifenden Hebel (9) beim Verschieben der Muffe in je eines der Löcher (15) von oben und unten im Türrahmen angeordneten festen Lochkränzen eingeschoben werden, sobald sie beim Drehen der Türflügel diesen Löchern gegenübertreten.
- 5. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen federnden Sperrriegel (24) für das Fallgewicht (22), der durch ein biegsames Zugorgan (23) ausgelöst werden kann und beim Wiederanheben des Fallgewichtes in seinen Sperrzustand selbsttätig in Wirkung tritt.
- 6. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fallgewicht (22) an einem Hebel (21) angeordnet ist, an welchem "'die verschiebbare Muffe (7) hängt und eine Einrichtung (31) vorhanhanden ist, um das Verschieben der Muffe durch einen Druck auf dieselbe von unten in deren Sperrstellung zu verhindern.
- 7. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffe (7) senkrecht unterhalb des Drehzapfens (28) des Gewichtshebels (21') an diesem, aufgehängt und} der Gewichtshebel mit einem exzentrisch zu seinem Drehpunkt verlaufenden Schlitz (29) mit wagerechtem Teilstück (30) versehen ist, in welches ein Aufhängezapfen (19) der Muffe eingreift.
- 8. Sicherheitsverschluß für Drehtüren nach den Patentansprüchen 1 und 6, gekennzeichnet durch ein über dem Gewichtshebel (21) aufgehängtes Pendel (25), das sich beim Fallen des Gewichtsnebels von" selbst senkrecht über demselben einstellt, so daß es das Anheben des Hebels durch Druck auf denselben von unten verhindert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH334996X | 1920-01-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE334996C true DE334996C (de) | 1921-03-24 |
Family
ID=4503392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920334996D Expired DE334996C (de) | 1920-01-24 | 1920-03-03 | Sicherheitsverschluss fuer Drehtueren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE334996C (de) |
-
1920
- 1920-03-03 DE DE1920334996D patent/DE334996C/de not_active Expired
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