DE3341876C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kupplung zur Verbindung eines
optischen Gerätes wie einer Fernsehkamera mit einem anderen
optischen Gerät, insbesondere einem medizinischen Endoskop,
das eine Augenmuschel aufweist.
Es gibt bereits eine Anzahl derartiger Kupplungen, die jedoch
alle schwere Nachteile aufweisen, welche die Einsatzfähigkeit
und Vielseitigkeit beeinträchtigen. Zum Beispiel
gibt es Kupplungen mit einer Kugelarretierung, wobei
Lagerkugeln in eine Fassung gedrückt werden, um die Geräte
zusammen zu halten. Hierbei müssen die Kugeln in ihrer inneren
Stellung gehalten werden. Die Kupplung wird gelöst, indem
die die Kugeln haltenden Teile zurückgezogen werden. Hierdurch
wird aber Verschleiß verursacht. Es kann auch ein Verklemmen
auftreten, weil die Kugel nur gegen die Bewegung nach außen
zwangsweise gehalten werden, und ihre Stellung ist sowohl im
eingekuppelten als auch im entkuppelten Zustand nicht immer
kraftschlüssig gehalten.
Eine andere Art der Kupplung verwendet Stifte oder Greifer,
die in Vertiefungen anderer Teile eingreifen. Diese Ausführungsform
hält zwar die Seile recht sicher zusammen, aber
sie ermöglicht nicht eine Relativdrehung der Teile gegeneinander.
Deshalb muß hier eine besondere Lagerung nur für
diesen Zweck des Verdrehens vorgesehen werden. Außerdem können
die Stifte auch in die Augenmuschel einschneiden, was
unerwünscht ist.
Eine andere bekannte Art von Kupplung wird durch eine Klemme
gebildet, die einer herkömmlichen Schlauchklemme ähnlich ist.
Eine solche Klemme ermöglicht nicht ein genaues Zentrieren
und Ausrichten der optischen Geräte miteinander. Eine Relativdrehung
der Teile gegeneinander ist schwierig, und der zum
Festziehen und Lösen der Klemme verwendete Knopf befindet
in einer Lage, wo eer von dem Benutzer nicht leicht erreichbar
ist.
Bei der Kupplung der im Oberbegriff genannten Art ist eine
Vielzahl von Haltezapfen vorgesehen, von denen jeder einen
Stiel hat. An jedem Stiel befindet sich eine Schulter. Der
Hauptteil der Kupplung hat eine zentrale Achse und eine zentrale
Fassung. Diese Fassung hat auch eine Seitenwand mit
einer Vielzahl von Öffnungen. Es ist auch eine Vielzahl von
sich im wesentlichen radial erstreckenden Führungsschlitzen
in dem Hauptteil angeordnet, die mit einer entsprechenden
Öffnung in der Seitenwand ausgerichtet sind. Jeweils
ein Stiel der Haltezapfen greift gleitend in je einen Führungsschlitz
ein. Dabei ist ein Betätigungsring drehbar an
dem Hauptteil gelagert und bewirkt, daß die Stiele in radialer
Richtung bewegt werden. Zur Halterung sind Spannfedern
vorgesehen, die den Betätigungsring vorspannen. Damit ist
der Spanndruck von der Stärke der Federn abhängig, die im
Laufe der Zeit erlahmen. Deshalb ist der Spanndruck nicht
definiert, auch besteht nicht die Möglichkeit, die Drehlage
der Geräte zueinander in einem bestimmten Winkel zu arretieren.
Insgesamt ist diese Kupplung durch eine Vielzahl von
Teilen aufwendig und störanfällig. Durch die Vielzahl der
Toleranzen ist ferner die sehr genaue Feststellung in eine
bestimmte Lage nicht möglich (DE-OS 27 23 652.8). Außerdem
ist diese Kupplung nicht geeignet, eine Vorsatzoptik für
Kameras aufzunehmen.
Schließlich ist auch schon eine Vorsatzoptik für Kameras bekannt,
die mindestens eine Einrichtung zur Umlenkung des Strahlenganges
des aufzunehmenden Bildes in einem Strahlentubus enthält.
Dadurch besteht die Möglichkeit, bei räumlich eng begrenzten
Operationsgebieten ein großes Blickfeld zu übertragen,
ohne daß der Operateur behindert wird. Hierbei sind auch
zwei Kupplungen zur Verbindung der Vorsatzoptik einmal mit
der Kamera und zum anderen zur Aufnahme von Endoskopen und/oder
Operationsinstrumenten vorgesehen. Hierbei handelt es
sich aber lediglich um einfache Schraub-Ringe, wozu erforderlich
ist, daß nicht nur an der Kamera, sondern auch an
der anderen Einrichtung ein Gewinde angeordnet ist, auf das
das Gewinde des Kupplungsringes paßt (DE-OS 28 19 357).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kupplung der
nach dem Oberbegriff erwähnten Art so zu verbessern, daß
eine kraft- und formschlüssige Verbindung und vor allem eine
Sicherung gegen das Verdrehen vorhanden ist, damit zum Beispiel
die Kamera fest bleibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1 vorgesehen. Dadurch ist eine Kupplung geschaffen,
die eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Spannzange aufweist,
die zur Aufnahme von Werkzeugen bei Werkzeugmaschinen
bekannt ist.
Besonders vorteilhaft ist hierbei, daß die Spannhülse ohne
irgendein Gewinde axial sehr leicht verschiebbar ist, so daß
zur Feststellung der Kupplung irgendein Schraubvorgang nicht
benötigt wird. Die Spannhülse wird lediglich axial über das
Spannelement von Hand geschoben. Bevor dies geschieht, ist
die Augenmuschel mit dem Spannelement leicht drehbar. Somit
besteht auch die Möglichkeit, die Drehlage sehr leicht und
schnell ohne großen Kraftaufwand im Bedarfsfall zu ändern.
Besonders vorteilhaft sind in weiterer Ausgestaltung der
Erfindung die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 3. Hierdurch
ist nämlich die Kupplung gleichzeitig zur Aufnahme des
zum Beispiel bei einer Fernsehkamera erforderlichen Objektives
geeignet.
Durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 4 ist ferner
möglich, das Objektiv zu fokussieren.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
aus der nun folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht auf den Erfindungsgegenstand in
montierter Dreh-Lage, wobei die rechte Hälfte teilweise
geschnitten dargestellt ist;
Fig. 2 das Gleiche wie Fig. 1, jedoch in der arretierten
Stellung und
Fig. 3 das Gleiche wie Figur, jedoch in anderer Lage und
Fig. 4 eine auseinandergezogene Darstellung der wichtigsten
Einzelteile des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt oben die Augenmuschel 8 eines herkömmlichen
Endoskopes, die von den Spannfingern 9 des Spannelementes
1 umgriffen wird. Darunter sieht man den Justierring 6 mit
den Bohrungen 6a, 6b für einen Stirnlochschüssel. Weiter
innen sieht man schraffiert im rechten Teil der Darstellung
die Aufnahmehülse 10, die weiter unten mit einem Schlitz 12
versehen ist, in dem der Mitnehmerstift 4a liegt, der von
dem Fokusring 5 umgriffen wird. Im unteren Bereich sieht man
zwei Dichtringe 2b und 4b. Im untersten Bereich ist schließlich
ein Standardgewinde 2a sichtbar, das zur Verschraubung
dieser Kupplung mit einer Kamera oder dergleichen dient.
Diese Kamera ist nicht sichtbar. Es handelt sich hierbei um
das Gehäuse einer außerordentlich kleinen Kamera für wissenschaftliche
Zwecke, wie sie dem Fachmann bekannt ist.
Schließlich sieht man im Innern das Objektiv 7, das von der
Objektivhülse 4 gehalten ist.
Im mittleren Bereich wird das Ganze von einer Spannhülse 3
umgeben, die in ihrer untersten Lage dargestellt ist. Sie
läßt sich mittels eines Gleitsitzes auf dem Fokusring 5
und dem Spannelement 1 leicht nach oben von Hand verschieben,
die oberste Stellung ist in Fig. 2 dargestellt.
In Fig. 3 ist auch erkennbar, daß die Spannfinger 9 mit einer
leichten Schräge, jedenfalls bei der Umfassung der Augenmuschel
8 nach oben ausgebildet sind, damit bei der Bewegung
der Spannhülse 3 nach oben ein Spanndruck auf die Finger
9 radial nach innen auf die Augenmuschel 8 des Endoskopes
ausgeübt wird.
In dieser Lage nach Fig. 3 ist das ringförmige Spannelement 1
mit den Spannfingern 9 leicht drehbar, weil die Spannhülse 3
sich in ihrer untersten Lage befindet, so daß sie das Spannelement
1 mit den Fingern 9 gar nicht berührt.
Dagegen zeigt die Fig. 2 die Spannlage, bei der die Spannhülse
3 vollständig nach oben geschoben ist und die Spannfinger
9 gegen die Augenmuschel 8 drückt. Dadurch ist eine ganz
feste, nicht drehbare Verbindung zwischen der Kupplung und
der Augenmuschel 8 mit einer genauen Zentrierung gegeben.
Dadurch liegt auch der Fokusring 5 frei, so daß er jetzt von
Hand betätigbar ist.
Darüberhinaus erkennt man, daß die Augenmuschel 8 zuvor weiter
nach unten in axialer Richtung bis zum Anschlag an den
Justierring 6 gebracht worden ist. Erst hierdurch umgreifen
die Spannfinger 9 des Spannelementes 1 die Augenmuschel 8
des Endoskopes vollständig.
Dadurch ist vor allem irgendeine Beschädigung der Augenmuschel
8 nicht zu befürchten, weil die Spannfinger 9 in großer
Zahl allseitig auf die Augenmuschel 8 einwirken. Infolge
der großen Zahl der Spannfinger 9 kann der Druck des einzelnen
Spannfingers gering sein.
Die außenliegende Schräge 13 der Spannfinger 9 ist sehr klein,
so daß hier die Selbsthemmung zwischen den Spannfinger 9 und
der Spannhülse 3 eintritt. In Fig. 1 erscheint die Schräge 13
übertrieben stark, weil die Augenmuschel 8 sich hier noch
nicht auf ihrem endgültigen in Fig. 2 dargestellten Sitz befindet.
Indessen kann man der Fig. 2 entnehmen, daß die Schräge
13 in dieser Stellung so gering ist, daß sie mit bloßem
Auge gar nicht erkennbar ist.
Der Fokusring 5 ist mit einem Wendelnut 14, siehe Fig. 4,
versehen, in die der Mitnehmerstift 4a eingreift. Die Objektivhülse
4 sitzt fest auf dem Objektiv 7. Auf diese Weise
besteht die
Möglichkeit der Fokussierung mittels des Fokussierringes 5.
Fig. 3 zeigt die erwähnten Einzelteile in auseinandergezogener
Darstellung, und zwar ist zunächst oben der Justierring
6 mit den Bohrungen 6a und 6b für einen Stirnlochschlüssel
sichtbar. Man erkennt hier auch das Innengewinde
11, mit dem der Justierring auf die Aufnahmehülse 10 aufgeschraubt
ist. Je weiter der Ring eingeschraubt wird, desto
stärker werden die Spannfinger 9 nach außen gedrückt, so daß
hierdurch die Justierung der Spannung mittels der Spannhülse
3 durchgeführt werden kann.
Darunter sieht man das Spannelement 1, wobei es sich um einen
Ring handelt, der nach oben mit den Spannfingern 9a bis 9h
versehen ist. Das gesamte Spannelement ist somit einschließlich
der Spannfinger völlig einstückig ausgebildet.
Weiter unten ist die Spannhülse 3 zu sehen, die im unteren Bereich,
wie schon erwähnt, einen leichten Schiebesitz aufweist.
Darunter sieht man den Fokusring 5, dessen radial nach außen
vorstehende Teile für den erwähnten Gleitsitz zur Gleitbewegung
der Spannhülse 3 ausgebildet sind, wie man auch der
Fig. 1 entnehmen kann. Es ist auch die Wendelnut 14
sichtbar, in das der Mitnehmerstift 4a eingreifbar ist.
Darunter erkennt man die Aufnahmehülse 10, deren oberes Gewinde
15 zur Verschraubung mit dem Gewinde 11 des Justierringes
3 bestimmt ist. Darunter sieht man den Schlitz 12,
durch den der Mitnehmerstift 4a ragt, der im Innern mit der
Objektivhülse 4 verbunden ist, welche nicht dargestellt ist.
Darunter sieht man die Objektivfassung 2 und darunter das
Standardgewinde 2a zum Anschluß an die Kamera.
Schließlich ist auch noch der Dichtring 2b sichtbar, der zur
Abdichtung zwischen der erfindungsgemäßen Kupplung und der
nicht dargestellten Kamera dient.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform
beschränkt, sondern der Fachmann ist in der Lage, im Rahmen
der Ansprüche eine große Anzahl von Abwandlungen hiervon zu
schaffen. Insbesondere besteht auch die Möglichkeit, einen
abgezweigten Strahlengang für die Mitbeobachtung in bekannter
Weise anzuordnen. Beim Anschluß an eine Fernsehkamera ist
dies allerdings nicht nötig, weil auf dem Fernsehbildschirm
das Bild erscheint und dort einwandfrei auch von einer größeren
Anzahl von Personen beobachtet werden kann.
Ein besonderer Vorteil der Erfindungsgegenstandes besteht
darin, daß er ebenso wie die erwähnte außerordentlich kleine
Fernsehkamera sehr klein ist. Die Zeichnung ist demgegenüber
der Klarheit wegen stark vergrößert. Der maximale Außendurchmesser
der Kupplung beträgt nämlich nur etwa 35 mm. Dadurch
besteht die Möglichkeit, die erfindungsgemäße Kupplung zusammen
mit der Fernsehkamera steril einzuwickeln, und mit nur
einer Hand leicht zu bedienen. Das wird unter anderem dadurch
erreicht, daß die Spannhülse 3 ohne ein Gewinde leicht verschiebbar
ist.
Claims (10)
1. Kupplung zur Verbindung eines optischen Gerätes wie
einer Kamera mit einem anderen optischen Gerät, das
eine Augenmuschel aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplung ein Spannelement enthält, das aus
einem Ring (1) mit sich axial daran schließenden
Spannfinger (9a-9h) besteht, die radial nach außen
federnd die Augenmuschel (8) des anderen optischen
Gerätes umgreifbar ausgebildet sind und durch eine
axial auf dem Spannelement leicht verschiebbare Spannhülse
(3) in radialer und axialer Richtung form- und
kraftschlüssig spannbar sind.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
durch einen axial einstellbaren Justierring (6) der
durch das Spannelement (1) umfaßte Raum vergrößert bzw.
verkleinert werden kann.
3. Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
durch Einsetzen einer Augenmuschel (8)
in das Spannelement die Spannfinger (9a-9h) des Spannelementes
(1) entsprechend der Einstellung des Justierringes
(6) verschieden stark radial nach außen gedrückt
werden und daß dadurch eine verschieden große Neigung
der Schräge (13) der Spannfinger (9a-9h) entsteht.
4. Kupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch
die variable Neigung der Schräge (13) der Spannfinger
(9a-9h) durch Überschieben der Spannhülse (3) ein Einstelldruck
auf eine Augenmuschel (8) entsteht.
5. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannfinger (9) des Spannelementes (1) der Form der
Augenmuschel (8) so angepaßt sind, daß beim Einsetzen
einer Augenmuschel in das Spannelement bereits ein formschlüssiges
Umgreifen der Augenmuschel erfolgt (Fig. 3).
6. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Aufnahmehülse (10) mit einem Gewinde (11) zum Anschrauben
des anderen optischen Gerätes angeordnet ist.
7. Kupplung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufnahmehülse (10) eine Objektivhülse (4) zur Aufnahme
eines Objektives (7) enthält.
8. Kupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Objektivhülse (4) zusammen mit dem Objektiv (7)
durch einen Fokusring (5) über mindestens einen mit
der Objektivhülse fest verbundenen Mitnehmerstift (4a)
verschiebbar ist, der in einem Schlitz (12) der Aufnahmehülse
(10) axial beweglich ist.
9. Kupplung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fokusring (5) eine Wendelnut (14) aufweist, die
den Mitnehmerstift (4a) umgreift.
10. Kupplung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannhülse (3) auch über den Fokusring (5) schiebbar
ist.
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |