DE3311095C2 - Breitstreckwalze ohne elastischen Überzug - Google Patents
Breitstreckwalze ohne elastischen ÜberzugInfo
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Abstract
Die auf einer gebogenen Achse angeordneten Rohrabschnitte lagern auf flexiblen Stützringen, die aus jeweils zwei im Abstand voneinander angeordneten Metallbuchsen bestehen, die über eine zwischengefügte flexible Masse zu einer Einheit verbunden sind, wobei die Metallbuchsen in die Wandungen der Rohrabschnitte eingelassen sind. Die flexible Masse ist an die Metallbuchsen anvulkanisiert und endet unterhalb der Oberfläche der Metallbuchsen. Zur Montage einer Breitstreckwalze werden zunächst zwei lose Rohrabschnitte auf einem losen Stützring aufgebracht und mit ihm fest verbunden, anschließend ein loses Wälzlager mit daran befestigter Lagerbuchse in die Stirnseite eines der beiden Rohrabschnitte zur Hälfte eingeschoben und danach das so gebildete Fertigteil mit der freien Stirnseite des anderen Rohrabschnitts an ein bereits auf der Achse befestigtes Wälzlager angeschlossen.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Breitstreckwalze ohne elastischen Überzug mit feststehender bzw. einstellbarer Krümmung für biegsame Textil-, Papier- oder Kunststoffbahnen, bestehend aus einer gebogenen Achse und auf dieser Achse in geringem Abstand angeordneten Rohrabschnitten, wobei die Rohrabschnitte auf flexiblen Stützringen lagern und über zwischen den Stützringen angeordnete, auf der Achse fixierbare Wälzlager auf der Achse abgestützt sind und zwischen den Rohrabschnitten und den Stützringen eine feste Verbindung durch Kleben oder Pressen besteht.
- Aus der DE-PS 16 35 360 ist eine Breitstreckwalze der aufgezeigten Gattung bekannt, bei der die Stützringe aus einem elastischen Material bestehen. Diese Stützringe verbinden die einzelnen Rohrabschnitte zu einer Einheit unter Wahrung der Winkelbeweglichkeit. Die Rohrabschnitte lagern hierbei unmittelbar auf dem elastischen Material der Stützringe.
- Diese Art der Ausbildung hat sich dem Grunde nach bewährt. Die flexiblen Stützringe dichten den Walzeninnenraum gegen schädliche äußere Einflüsse ab und ermöglichen gleichzeitig eine nicht unterbrochene, feste Mitnahme zwischen den einzelnen Rohrabschnitten bei Vermeidung eines Taumelns bei hohen Drehzahlen.
- Durch Schrumpfen des elastischen Materials der Stützringe kann jedoch im Betrieb ein Abrieb entstehen, wodurch die volle Funktionsfähigkeit der Breitstreckwalze beeinträchtigt wird.
- Bei einer aus mehreren Rohrabschnitten bestehenden Führungsrolle nach der US-PS 39 61 737 werden die Stützringe aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Metallbuchsen gebildet, die durch ein zusammendrückbares Glied verbunden sind. Die Stützringe stützen sich dabei über Kugellager auf der Achse ab. Das zusammendrückbare Glied besitzt eine nach außen weisende mittige Umfangsnut. Da alle Punkte elastisch gelagert sind, müssen zur Begrenzung der Durchbiegung besondere konstruktive Maßnahmen getroffen werden. Hierdurch ergibt sich eine aufwendige Lösung, die keine ökonomische Herstellung ermöglicht.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Breitstreckwalze der aufgezeigten Gattung so auszubilden, daß eine schnelle und wirtschaftliche Herstellung gewährleistet ist und die Funktionsfähigkeit nicht durch das Materialverhalten der flexiblen Masse beeinflußt wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine aus zwei Rohrabschnitten, einem Stützring und einem Wälzlager bestehende vormontierte Einheit gelöst, wobei der Stützring zwei im Abstand voneinander angeordnete Metallbuchsen aufweist, die an ihren zueinanderweisenden Stirnseiten durch eine flexible Masse miteinander verbunden sind, die unterhalb der Umfangsflächen der Metallbuchsen endet, und daß jeder Rohrabschnitt über dem oder in unmittelbarer Nähe des Wälzlager(s) einen Montagestoß aufweist.
- Zweckmäßigerweise sind die Metallbuchsen in die Wandungen der Rohrabschnitte eingelassen. Die flexible Masse kann an die Metallbuchsen anvulkanisiert sein. Es ist vorteilhaft, wenn die Metallbuchsen an den zueinanderweisenden Stirnseiten eine konkav verlaufende Fläche zur Aufnahme der flexiblen Masse aufweisen. In Ausgestaltung der Erfindung sind die Rohrabschnitte auf den Wälzlagern unter Zwischenschaltung einer die Auflagerfläche der Rohrabschnittsenden vergrößernden Buchse angeordnet. Der Montagestoß der Rohrabschnitte kann durch Überlappung der Rohrabschnittsenden hergestellt werden, wobei die Überlappung der Rohrabschnitte ganz oder teilweise über dem Wälzlager oder seitlich der Wälzlager angeordnet ist. Vorzugsweise sind die Rohrabschnitte am Montagestoß miteinander und mit dem Wälzlager, vorzugsweise durch Kleben fest verbindbar.
- Durch die Erfindung wird eine äußerst kostengünstige Breitstreckwalze geschaffen. Die Verbindung zwischen den Rohrabschnitten und den flexiblen Stützringen unterliegt keinem Verschleiß, da die flexible Masse nicht mit den Rohrabschnitten in Berührung kommt und sich daher Schrumpfungen der flexiblen Masse nicht negativ auf die Verbindung und damit auf die Funktionsfähigkeit auswirkt. Die Verbindung zweier benachbarter Rohrabschnitte erfolgt über die in die Wandungen der Rohrabschnitte eingelassenen Metallbuchsen. Diese Metall- Metallverbindung unterliegt praktisch keinem Verschleiß und ist durch die anvulkanisierte flexible Masse trotzdem flexibel, d. h. trotz der Metall-Metallverbindung ist die zur Erfüllung der der Breitstreckwalze zugedachten Aufgabe erforderliche Winkelbeweglichkeit der einzelnen Rohrabschnitte gewährleistet.
- Nach der Erfindung wird das aus zwei Rohrabschnitten, einem Stützring und einem Wälzlager bestehende Fertigteil zuerst mit der freien Stirnseite eines Rohrabschnittes auf die Achse aufgebracht und bis zum Anschlag an ein bereits auf der Achse befestigtes Wälzlager verschoben.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 einen Teil-Längsschnitt durch eine Breitstreckwalze;
- Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung einer Variante gemäß Punkt A der Fig. 1;
- Fig. 3 und 4 vergrößerte Darstellungen von weiteren Varianten gemäß Punkt A der Fig. 1;
- Fig. 5 eine gebogene Breitstreckwalze in der Ansicht mit angedeuteter Winkelbeweglichkeit der Rohrabschnitte und
- Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung einer vormontierten Einheit, bestehend aus zwei Rohrabschnitten, einem Stützring und einem Wälzlager.
- Auf einer gebogenen Achse 9 sind im geringen Abstand Rohrabschnitte 1 angeordnet, die auf flexiblen Stützringen lagern. Die Stützringe bestehen aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Metallbuchsen 3, die über eine anvulkanisierte flexible Masse 2 zu einer Einheit verbunden sind. Wie Fig. 1 zeigt, endet die flexible Masse 2 unterhalb der Oberfläche der Metallbuchsen 3, so daß zwischen der flexiblen Masse 2 und den Wandungen der Rohrabschnitte 1 keine Verbindung besteht. Die Metallbuchsen 3 sind in die Wandungen der Rohrabschnitte 1 eingelassen, zweckmäßigerweise eingepreßt und/oder eingeklebt. Dadurch ist eine feste und dichte Verbindung zwischen den Metallbuchsen 3 und den Rohrabschnitten 1 hergestellt, wobei über die anvulkanisierte flexible Masse 2 der so gebildete Stützring flexibel ist und die Winkelbeweglichkeit der einzelnen Rohrabschnitte 1 gewährleistet ist.
- Die Rohrabschnitte 1 sind über Wälzlager 6 auf der Achse 9 abgestützt. Jeder Rohrabschnitt besitzt einen Montagestoß 7, der aus herstellungstechnischen Gründen erforderlich ist. In den Fig. 1 und 2 ist der Montagestoß 7 direkt über einem Wälzlager 6 angeordnet. Zur Vergrößerung der Auflagerfläche auf dem Wälzlager 6 ist nach Fig. 2 eine Buchse 8 zwischengefügt.
- In den Fig. 3 und 4 sind Varianten des Montagestoßes 7 durch Überlappung dargestellt, wobei nach Fig. 3 die Überlappung überwiegend über dem Wälzlager 6 und nach Fig. 4 neben dem Wälzlager 6 vorgesehen ist. Die Montagestoßausbildung 7 nach den Fig. 2 und 3 erfordern eine Vergrößerung des Durchmessers des Walzenmantels, damit ausreichend Futter zur Verbindung an der Stoßstelle 7 zur Verfügung steht. Bei den Ausführungen nach den Fig. 1 und 4 ist keine Vergrößerung des Walzendurchmessers zur Herstellung des Montagestoßes erforderlich. Die Rohrabschnitte 1 sind an den Montagestoßstellen 7 durch Kleben fest miteinander verbunden.
- Die Wälzlager 6 werden durch Nilosringe 4 bzw. durch serienmäßige Deck- oder Dichtscheiben gegen äußere Einflüsse abgedichtet.
Claims (9)
1. Breitstreckwalze ohne elastischen Überzug mit feststehender bzw. einstellbarer Krümmung für biegsame Textil-, Papier- oder Kunststoffbahnen, bestehend aus einer gebogenen Achse und auf dieser Achse in geringem Abstand angeordneten Rohrabschnitten, wobei die Rohrabschnitte auf flexiblen Stützringen lagern und über zwischen den Stützringen angeordnete, auf der Achse fixierbare Wälzlager auf der Achse abgestützt sind und zwischen den Rohrabschnitten und den Stützringen eine feste Verbindung durch Kleben oder Pressen besteht, gekennzeichnet durch eine aus zwei Rohrabschnitten (1), einem Stützring (2 + 3) und einem Wälzlager (6) bestehende vormontierte Einheit, wobei der Stützring zwei im Abstand voneinander angeordnete Metallbuchsen (3) aufweist, die an ihren zueinanderweisenden Stirnseiten durch eine flexible Masse (2) miteinander verbunden sind, die unterhalb der Umfangsflächen der Metallbuchsen (3) endet, und daß jeder Rohrabschnitt (1) über dem oder in unmittelbarer Nähe des Wälzlager(s) (6) einen Montagestoß (7) aufweist.
2. Breitstreckwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallbuchsen (3) in die Wandungen der Rohrabschnitte (1) eingelassen sind.
3. Breitstreckwalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die flexible Masse (2) an die Metallbuchsen (3) anvulkanisiert ist.
4. Breitstreckwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallbuchsen (3) an den zueinanderweisenden Stirnseiten eine konkav verlaufende Fläche zur Aufnahme der flexiblen Masse (2) aufweisen.
5. Breitstreckwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrabschnitte (1) auf den Wälzlagern (6) unter Zwischenschaltung einer die Auflagerfläche der Rohrabschnittsenden vergrößernden Buchse (8) angeordnet sind.
6. Breitstreckwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Montagestoß (7) der Rohrabschnitte (1) durch Überlappung der Rohrabschnittsenden hergestellt ist.
7. Breitstreckwalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung der Rohrabschnitte (1) ganz oder teilweise über dem Wälzlager (6) angeordnet ist.
8. Breitstreckwalze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlappung der Rohrabschnitte (1) seitlich der Wälzlager (6) angeordnet ist.
9. Breitstreckwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrabschnitte (1) am Montagestoß (7) miteinander und mit dem Wälzlager (6), vorzugsweise durch Kleben fest verbindbar sind.
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