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Vorrichtung zum Zeichnen mit einer Hand. Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf solche besonders für Einarmige geeignete Vorrichtungen zum Zeichnen
(Reißschiene und Winkel), bei denen die Zeichengeräte an Reißbrettern zwangläufig
geführt und mittels Federn derart festgehalten «erden, daß sie zwar verschoben werden
können, aber doch dem beim Zeichnen ausgeübten Druck standhalten. Die Neuerung besteht
im wesentlichen darin, daß an der ve;sdhiebbaren Reißschiene bzw. den damit verbundenen
Teilen Zugorgane befestigt sind, die über Laufrollen zu einem zwischen den Rollen
befindlichen, veränderlichen Gewicht führen und längs der Reißschienen ein drehbarer,
unter Federwirkung stehender, mit einer gelenkig befestigten Auflageplatte versehener
Haltearm verschiebbar ist, der auf den Winkel aufgelegt wird und diesen festhält.
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Auf der Zeichnung ist eine Zeichenvorrichtung gemäß der Erfindung
in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigen Fig. x und
2 Querschnitt und Seitenansicht der mit der Vorrichtung versehenen Reißschiene,
Fig. 3, q. und 5 Seitenansicht, Vorderansicht und Grundriß der Haltevorrichtung
für Winkel u. dgl.
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An der Seite des Reißbrettes a, an welcher die Reißschiene b angelegt
wird, oder auch an beiden gegenüberliegenden Seiten, ist längs der ganzen Seite
eine mit einem durchgehenden Führungsschlitz c versehene Führungsleiste d angeordnet,
die, mittels Holzschrauben e oder auf sonst geeignete Art und Weise am Reißbrett
a befestigt wird. Im Fül_rungsschlitz c gleitet ein leichtgehender Schlitten oder
Schieber f, an dem ein Konsol oder Bügel g angebracht ist, der oben unter Vemittlung
einer Befestigungsplatte 1i die Reißschiene b trägt. Dam.:t die Reißschiene b in
jeder Lage von selbst ohne; weiteres stehenbleibt, auch bei dem durch Anlegen von
Bleistift und Ziehfeder ausgeübtefi Druck nicht nachgibt und verrutscht, gleichwohl
aber die erforderliche Bewegung von Hand zur genauen Einstellung ermöglicht, steht
die Reißschiene b unter Einwirkung eines Gewichts i, das mittels daran befindlicher
Ösen an einem Zugorgan k (Drahtseil, Schnur, Kette o. dgl.) aufgehängt ist. Dieses
Zugorgan k ist über Laufrollen l geleitet, die an den Enden Ges Reißbrettes lose
drehbar in angeschraubten Böckchen zra gelagert sind, und andererseits an den -am
Bügel g angebrachten Ringösen n befestigt, Bei einer Verschiebung der Reißschiene
b ist demnach eine gewisse Kraft aufzuwenden, um das Gewicht i zu bewegen. Durch
die Aufhängung des Gewichts bleibt die Reißschiene in jeder Lage sofort stehen,
weil die durch die Schwere des Gewichts bedingte Bewegung eliminiert ist und das
Gewicht nicht wie sonst bewegungsfördernd, sondern bewegungshemmend wirkt. Wird
die Reißschiene b verschoben, so bewegt sich das Gewicht hie--bei in entgegengesetzter
Richtung. Selbstverständlich
kann man auch das Gewicht von Hand
bewegen, um ein Verschieben der Reißschiene zu erzielen.
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Es ist vorgesehen, das Gewicht i veränderlich einzurichten, um die
Kraft, mit welcher die Reißschiene festgehalten wird, bzw. um den Hemmungswiderstand
verändern zu können. In diesem Falle kann das Gewicht aus einem Hohlraum oder offenen
Behälter bestehen, der mit einer wählbaren Menge geeigneten Füllmaterials versehen
wird.
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Die Haltevorrichtung für Winkel, Kurvenliniale, Schablonen u. dgl.
ist wie folgt beschaffen Mit der Reißschiene b ist durch Schrauben o oder auf sonst
geeignete Art eine Führungsleiste :ü verbunden, die sich auf die ganze Länge der
Reißschiene erstreckt. und in deren durchgehenden Schlitz q wieder ein Schlitten
oder Schieber y leicht verschiebbar ist. Auf dem etwas aus der Leiste P vorstehenden
Schieber r ist mittels Schrauben s ein Bügel t
befestigt, in dessen
Seitenwänden ein Bolzen u gelagert ist, der einen gabelförmigen Haltearm v trägt.
Das freie Ende des Armes ist verjüngt nach unten gebogen und mit einer durch Stift
w gelenkig angeordneten Auflageplatte x versehen, die -an ihrer unteren Fläche einen
Belag aus Tuch, Gummi oder sonstigem weichen Material besitzt, um ein besseres Festhalten
des Winkels y o. dgl., auf den der Arm v aufgelegt wird, zu erreichen. Zur Erzielung
eines genügend starken Druckes auf den Winkel y ist auf der Bügelplatte eine Feder
x aufgeschraubt, deren freie Ende auf dem Haltearm v aufliegt. Diese Feder kann
auch als Spirale lose um den Bolzen is@ gelegt sein, wobei sich das eine Ende gegen
die feste Seitenwand des Bügels, das andere Ende gegen den beweglichen Halte. arm
spreizt.
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Beim Verschieben des Bügels u wird der Haltea:-m gleichzeitig angehoben
und auf den Winkel o. dgl. niedergelassen, den man an die erforderliche Stelle gebracht
hat, wobei geringe Verschiebungen zwecks genauer Einstellung dann noch korregiert
werden können. Beim Anheben des Armes v kann natürlich auch gleichzeitig ein Verschieben
des Bügels durch den Arm v selbst erfolgen.
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Bei stehenden Reißbrettern mit Schienenführung ist die vorstehend
erläuterte Einrichtung für die Reißschiene natürlich nicht erforderlich.