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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Haltern eines langgestreckten Leuchtenunterteils, das aus einem die Leuchtenseitenwände bildenden, lichtundurchlässigen Rahmen mit einer in diesen eingesetzten lichtdurchlässigen Abdeckung besteht, an einem langgestreckten Leuchtenoberteil mit Hilfe von an der Innenseite der Längswände des Rahmens angebrachten und mit ihrem anderen Ende am Leuchtenoberteil angelenkten Tragelementen.
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Bei einer aus der GB-PS 10 16 256 bekannten Leuchte dieser Art ist das Leuchtenunterteil mit dem Leuchtenoberteil mit Hilfe von mehrteiligen Kniehebelverschlüssen verbunden. Diese Kniehebelverschlüsse haben nur zwei mögliche Stellungen: entweder ist die Leuchte geschlossen, wobei sich das wannenartige Leuchtenunterteil in seiner einzigen Betriebsstellung befindet, oder das Leuchtenunterteil wird zum Säubern oder Lampenwechsel abgehängt, was keine eigentliche Betriebsstellung ist.
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Aus der US-PS 23 64 992 ist eine Leuchte bekannt, bei der ein Abdeckgitter in am Leuchtenoberteil gelagerte Bügel eingehängt ist, und zwar in einem einzigen definierten Abstand zwischen Abdeckgitter und Lampen. Eine Höhenverstellung des Abdeckgitters ist hierbei nicht möglich.
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Bei ferner bekannten, im Handel befindlichen Leuchten ist der lichtundurchlässige Rahmen mit dem Leuchtenoberteil entweder einstückig ausgebildet oder auf seitlich am Leuchtenoberteil befestigte Blechbügel aufgesetzt. In beiden Fällen ist der Abstand zwischen der bzw. den in der Leuchte befindlichen Lampe bzw. Lampen und in der in den Rahmen eingesetzten lichtdurchlässigen Abdeckung, z. B. einem Raster oder einer profilierten Scheibe, konstant. Dieser Abstand beeinflußt die Lichtverteilungskurve der Leuchte und damit die von ihr erzeugte Blendung und Reflexblendung. Aus diesem Grund ist es wünschenswert, diesen Abstand verändern und den jeweils räumlichen Verhältnissen anpassen zu können. Es sind daher bereits Leuchten im Handel, bei denen die Lampenfassungen in zwei Lagen in der Höhe verstellbar sind. Unabhängig davon, daß zwei Höhenlagen nicht immer ausreichen, die günstigste Lichtverteilungskurve zu erhalten, lassen sich die Fassungen praktisch nur bei abgenommener Leuchte versetzen, was umständlich und aufwendig ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Haltern eines Leuchtenunterteils an einem Leuchtenoberteil zu schaffen, mit der der Abstand zwischen den Lampen und der in den Rahmen eingesetzten lichtdurchlässigen Abdeckung in mehr als zwei Betriebsstellungen in einfacher Weise einstellbar ist. Unter Betriebsstellungen werden Stellungen des Leuchtenunterteils gegenüber dem Leuchtenoberteil verstanden, wie sie im Betrieb der Leuchte möglich sind.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung eingangs erwähnter Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß jedes der einteiligen Tragelemente sich von der Rahmenlängswand aus quer in Richtung Leuchtenmitte erstreckt und an seinem rahmenseitigen Ende einen parallel zu den Längswänden des Rahmens verlaufenden, im Querschnitt profilierten Verbindungsschenkel aufweist, der in ein am Rahmen befestigtes und mit einer entsprechenden Gegenprofilierung versehenes Aufnahmeglied in verschiedenen Winkellagen zur Horizontalen ein- bzw. aufsteckbar ist.
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Die Tragelemente lassen sich hierbei in verschiedenen Winkellagen zur Horizontalen am Leuchtenrahmen befestigen, wodurch sich entsprechend viele unterschiedliche Abstände zwischen Lampe(n) und der im Rahmen sitzenden Abdeckung erreichen lassen. Dies kann auch bei bereits montierter Leuchte geschehen. Ist der Abstand zwischen Lampe(n) und Abdeckung minimal, so erreicht man eine praktisch vollständige Abdeckung des Leuchtenoberteils, das dann von unten nicht mehr sichtbar ist. Mit größer werdendem Abstand zwischen Lampe(n) und Abdeckung tritt zwischen Leuchtenoberteil und lichtundurchlässigem Rahmen ein Spalt auf, der sich rings um die gesamte Leuchte erstreckt und eine Deckenaufhellung bewirkt. Diese Deckenaufhellung ist von der Spaltgröße abhängig und läßt sich somit ebenfalls durch die Tragelemente einstellen.
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Vorzugsweise erstrecken sich die einstellbaren Winkellagen über einen Winkelbereich von etwa ±20° zur Horizontalen.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung ergibt sich, wenn als Profilierung jeder Verbindungsschenkel auf seiner Unter- oder Oberseite mit mehreren Längsnuten und auf der dazu entsprechenden Rückseite mit wenigstens einer Führungsnut versehen und mit diesen Führungsnuten in mehreren, der Anzahl seiner Längsnuten entsprechenden Winkellagen auf am Rahmen befestigte Führungsschienen aufschiebbar ist.
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Zur Vermeidung von Schattenbildung bestehen die Tragelemente vorzugsweise aus transparentem Kunststoff.
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Ein Ausführungsbeispiel einer Leuchte mit einer Haltevorrichtung nach der Erfindung wird nunmehr anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
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Fig. 1 die perspektivische Ansicht einer Rasterleuchte mit einseitig abgeklapptem Rahmen, der mit Hilfe von Tragelementen gehaltert ist;
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Fig. 2 einen Querschnitt durch die Leuchte nach Fig. 1;
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Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Leuchte mit einer prismatischen Abdeckscheibe, wobei die Tragelemente in einem Winkel zur Horizontalen angeordnet sind;
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Fig. 4 die perspektivische Darstellung eines Tragelementes in vergrößerter Darstellung;
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Fig. 5 die Ansicht von oben auf das Tragelement nach Fig. 4;
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Fig. 6 die Ansicht von vorne auf das Tragelement nach Fig. 5;
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Fig. 7 die perspektivische Ansicht auf einen Ausschnitt des Leuchtenrahmens mit einem Aufnahmeglied für ein Tragelement;
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Fig. 8 die Draufsicht auf das Aufnahmeglied der Fig. 7 in vergrößerter Darstellung und
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Fig. 9 die Seitenansicht des Aufnahmegliedes nach Fig. 8.
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Die Leuchte nach den Fig. 1 und 2 besitzt ein aus Blech bestehendes Leuchtenoberteil 1, das als Träger für nicht dargestellte Fassungen zur Aufnahme von zwei langgestreckten Niederdruck-Quecksilberdampfentladungslampen 2 (Leuchtstofflampen) dient. Ferner sind am Leuchtenoberteil 1 gleichfalls nicht dargestellte Vorschaltgeräte und Starter zum Betrieb der Lampen 2 angebracht. An den Längsrändern des Leuchtenoberteils 1 befinden sich zwei oder mehr über seine Länge verteilte Drehriegelverschlüsse 3, die jeweils einen Drehriegel 4 mit einem halbkreisförmig gebogenen Haltearm 5 und einen mit einem Griff versehenen Betätigungshebel 6 aufweisen.
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Am Leuchtenoberteil 1 ist ein aus lichtundurchlässigem Material, z. B. Blech, bestehender Rahmen 7 gehaltert, in welchen bei der Leuchte nach den Fig. 1 und 2 ein Raster 8 und bei der Leuchte nach Fig. 3 eine lichtdurchlässige Prismenscheibe 9 eingesetzt ist. Die Halterung des Rahmens 7 am Leuchtenoberteil 1 erfolgt mit Hilfe von aus lichtdurchlässigem Kunststoff bestehenden Tragelementen 10, die an der Innenseite der Längswände 11 des Rahmens 7 derart angebracht sind, daß sie sich auslegeartig ins Leuchteninnere erstrecken. Hierfür weist jedes Tragelement 10 an seinem rahmenseitigen Ende einen parallel zu den Längswänden 11 des Rahmens 7 verlaufenden Verbindungsschenkel 12 auf, der auf seiner Unterseite mit mehreren Längsnuten 13 und auf seiner Oberseite mit einer Führungsnut 14 versehen ist. Am Rahmen 7 sind entsprechende Aufnahmeglieder 15 zum Ein- bzw. Aufstecken dieser Verbindungsschenkel 12 angebracht. Die Aufnahmeglieder 15 bestehen aus einem mehrfach abgewinkelten Blech und können durch Punktschweißen mit dem Rahmen 7 verbunden sein. Im oberen, ins Leuchteninnere vorstehenden Bereich jedes Aufnahmegliedes 15 befindet sich eine einschnittartige Gegenprofilierung 16, wodurch Führungsschienen 17 und 18 gebildet werden, von denen die untere (18) mit einer Auflaufschräge 19 versehen ist. Auf diese Führungsschienen 17 und 18 wird ein Tragelement 10 mit seinem Verbindungsschenkel 12 bis zur hinteren Kante 20 aufgeschoben, indem die obere Führungsschiene 17 in die Führungsnut 14 und die untere Führungsschiene 18 in eine der Längsnuten 13 eingreift. Je nachdem, mit welcher Längsnut 13 das Tragelement 10 auf die Führungsschiene 18 aufgeschoben wird, erstreckt sich das Tragelement 10 in einem unterschiedlichen Winkel zur Horizontalen. Zum festeren Sitz des Verbindungsschenkels 12 des Tragelementes 10 im Aufnahmeglied 15 weist dessen Verbindungsschenkel 12 eine sich in Längsrichtung erstreckende federnde Lippe 21 auf, welche sich beim Aufschieben des Verbindungsschenkels 12 auf die Führungsschienen 17 und 18 an der Innenseite des Rahmens 7 federnd abstützt.
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Im unteren Bereich weist das Aufnahmeglied 15 einige ausgestanzte Blechzungen 22 auf, die zur Festsetzung der in den Rahmen 7 eingesetzten Abdeckung 8 bzw. 9 dienen, indem je nach Dicke der Abdeckung eine der Blechzungen 22 einwärts gebogen wird.
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An seinem freien Ende besitzt jedes Tragelement 10 einen Aufhängezapfen 23 mit rundem Querschnitt, der sich parallel zu den Rahmenlängswänden 11 und damit auch parallel zum Verbindungsschenkel 12 erstreckt. Auf seiner Unterseite hat der Aufhängezapfen 23 zwei nasenartige Führungsschrägen 24. Ferner ist jedes Tragelement 10 mit einer sich über den Aufhängezapfen 23 ins Leuchteninnere hinein erstreckenden Anschlagplatte 25 versehen.
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Nach dem Einsetzen von mindestens vier Tragelementen 10 in vier Aufnahmeglieder 15 im gleichen Abstand voneinander wie die Drehriegelverschlüsse 3 im Leuchtenoberteil 1 werden zunächst die an einer Rahmenlängswand angebrachten Tragelemente 10 mit ihren Aufhängezapfen 23 in die Haltearme 5 der Drehriegelverschlüsse 3 eingehängt (Fig. 1). Hierbei wird durch die Führungsschrägen 24 an den Aufhängezapfen 23 erreicht, daß diese immer zentriert auf den Haltearm 5 der Drehriegel 4 zu liegen kommen. Anschließend wird der Rahmen 7 auf der gegenüberliegenden Seite hochgeschwenkt, wobei die Anschlagplatten 25 der Tragelemente 10 gegen die Unterkante der Haltearme 5 der noch geöffneten Drehriegelverschlüsse 3 stoßen. Durch Schließen der Drehriegelverschlüsse 3, d. h. durch Drehen der Drehriegel 4 um 90° greifen deren Haltearme 5 unter die Aufhängezapfen 23 und kommen dabei wieder zwischen die Führungsschrägen 24 zu liegen. Hierdurch wird sowohl eine Zentrierung des Rahmens 7 gegenüber dem Leuchtenoberteil 1 erreicht als auch eine Sicherung der Drehriegelverschlüsse 3 gegen unbeabsichtigtes Verdrehen gewährleistet.
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Wie bereits ausgeführt, läßt sich durch unterschiedliches Aufstecken der Tragelemente 10 mit ihren Verbindungsschenkeln 12 auf die am Rahmen 7 befestigten Führungsschienen 17, 18 eine unterschiedliche Winkelstellung der Tragelemente 10 gegenüber der Horizontalen erreichen. In Fig. 2 erstrecken sich die Tragelemente 10 etwa in horizontaler Richtung, so daß zwischen Rahmenoberkante und Leuchtenoberteil 1 nur ein sehr kleiner Abstand A vorhanden ist. Bringt man die Tragelemente 10 so am Rahmen 7 an, daß sie sich schräg nach oben ins Leuchteninnere erstrecken, d. h. daß sie einen Winkel von z. B. +10° mit der Horizontalen bilden (Fig. 3), so entsteht zwischen Leuchtenoberteil 1 und Rahmen 7 ein relativ großer Spalt B, der zur Deckenaufhellung beiträgt. Durch Veränderung des Winkels zwischen den Tragelementen 10 und der Horizontalen wird gleichzeitig der Abstand zwischen den Lampen 2 und der lichtdurchlässigen Abdeckung (Raster 8 bzw. Prismenscheibe 9) geändert, wodurch sich die Direkt- und Reflexblendung sowie der Leuchtenwirkungsgrad einstellen lassen. Zum Auswechseln der Lampen 2 kann der Rahmen 7 wiederum einseitig abgeklappt werden, wie anhand von Fig. 1 bereits beschrieben wurde.
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Da der Haltearm 5 Teil des Drehriegels 4 eines im Leuchtenoberteil 1 gelagerten Drehriegelverschlusses 3 ist, wie er an sich zur Halterung von Abdeckwannen, z. B. aus der DE-PS 30 47 213 bekannt ist, liegt der Aufhängezapfen 23 des Tragelementes 10 auf dem untersten Punkt des halbkreisförmig gebogenen Haltearmes 5 auf. Daher ist der Hebelarm zwischen Aufhängezapfen 23 und Drehriegelachse nur praktisch halb so lang wie z. B. bei der Halterung einer Abdeckwanne durch den äußersten Punkt des Haltearmes des Drehriegels. Hierdurch wird erreicht, daß man für die Halterung des relativ schweren Leuchtenrahmens 7 z. B. mit vier Drehriegelverschlüssen 3 auskommt, während man für die Halterung einer demgegenüber sehr viel leichteren Abdeckwanne sechs Drehriegelverschlüsse benötigt.