DE32693C - Verfahren und Apparat zur Gewinnung von Tanninextiakt - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Gewinnung von Tanninextiakt

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DE32693C
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Germany
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centrifuge
chips
tannin extract
liquid
obtaining
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Expired - Lifetime
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DENDAT32693D
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English (en)
Original Assignee
LA SOCIETE civile d'etudes SUR LES PROCEDES nouveaux du fabr1cation PERFECTIONEE D'EXTRAITS tanniques in Paris
Publication of DE32693C publication Critical patent/DE32693C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0269Solid material in other moving receptacles
    • B01D11/0273Solid material in other moving receptacles in rotating drums

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
in PARIS.
Verfahren und Apparat zur Gewinnung von Tanninextract.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom l. October 1884 ab.
Das Holz wird gegen die Richtung seines Wachsthums gehobelt, wodurch man schwache Späne erhält, deren Zellen gut geöffnet sind, so dafs man die darin enthaltenen Bestandtheile leicht extrahiren kann.
Die Späne werden in Bottiche gebracht, in welchen man mit Dampf den Absud macht; dieselben können offen sein, wir ziehen jedoch Kupferbottiche vor, in welchen die Hobelspäne aufgehäuft und dann luftleer gemacht werden. Hierauf läfst man warmes Wasser ein, welchem eine sehr schwache Quantität Schwefelsäure beigegeben ist, und kocht den Inhalt durch Einlassen von Dampf.
Nachdem die Extraction beendet, öffnet man einen Lufthahn und läfst die Flüssigkeit in ein Reservoir abfliefsen; die Späne werden noch einmal mit Wasser bis zur völligen Erschöpfung behandelt.
Im Grofsen kann man eine Anzahl Bottiche aufstellen und die Späne nach einem methodischen System auslaugen.
Die durch das Absieden erhaltene Flüssigkeit enthält stärkeartige Bestandtheile, Gummi, Harze, färbende Stoffe und Tannin.
Um ein gutes Product zu bekommen, mufs man alle ' die Bestandtheile und Stoffe absondern, welche sich zum Lohen nicht eignen; zu diesem Zweck filtriren wir die Flüssigkeit durch grobe Filztücher oder bequemer und besser durch Filterpressen und scheiden alle schädlichen Beimischungen, wie fein sie auch sein mögen, vermittelst der Centrifugalkraft aus. Zu diesem Zwecke bedienen wir uns der unten näher beschriebenen Centrifuge,
Die in die Centrifuge gebrachten Materien separiren sich von einander, ihrer gegenseitigen Dichtigkeit folgend. Der gröfste Theil der Beimischungen belegt die Wand des Apparates und bildet eine Schicht, die je nach der Quantität der verarbeiteten Flüssigkeit entsprechend dick ist.
Von Zeit zu Zeit wird die Centrifuge angehalten und die an der Wand zurückgehaltene festere Schicht entfernt.
Durch die Anwendung der Centrifuge hat man die Beimischungen aus der Flüssigkeit ausgeschieden und nur Tannin ist in Lösung geblieben.
Diese Beimischungen enthalten den gröfsten Theil der färbenden Stoffe, so dafs die Flüssigkeit entfärbt und klar ist; letztere kann man in einem annähernd luftleeren Raum bis zu einem gewünschten Grad concentriren und in den Handel bringen.
Die Centrifuge befindet sich in dem Gehäuse A, welches auf der Grundplatte B ruht. Die Stahlwelle C hat unten ein Fufslager D und oben ein Halslager E. Am oberen Ende der Welle C sitzt der Konus F, welcher durch die Scheibe G angetrieben wird. Der Centrifugenkorb H ist mit seiner Nabe H1 auf der Welle C befestigt.
Der Korb ist aus Kupfer und vollständig geschlossen; zu seiner Sicherung sind die Reifen hhh angebracht.
Auf der Centrifuge ist ein ringförmiger, offener Raum K geschaffen, welcher durch das Rohr K1 mit der Centrifuge H communicirt. L ist das Zuflufsrohr und L1 das Abflufsrohr.
Eine Scheidewand M ist in den Korb H gestellt; dieselbe ist herausnehmbar und wird zwischen die Zapfen m m geschoben und von denselben an ihrem Platz gehalten; sie hat zum Zweck, die Flüssigkeit zu zwingen, sich mit derselben Geschwindigkeit wie die Centrifuge zu drehen.
Unterhalb der Centrifuge auf der Platte B ist ein Behälter N angebracht, in welchem die klare Flüssigkeit aus der Centrifuge durch das Rohr L1 abläuft. Durch das Rohr N1 kann man diesen Behälter nach Belieben entleeren.
Das Fufslager ist von einer Oelkammer O umschlossen.
Der Hahn R am Rohr L dient zur Regulirung des Zuflusses der Flüssigkeit.
Bei Benutzung der Centrifuge verfährt man wie folgt:
Man nimmt die Scheidewand M heraus und legt dicht an die innere Wand der Centrifuge eine Art Sack aus undurchdringlichem Gewebe an, schiebt alsdann die Scheidewand M wieder an ihren Platz und läfst die Centrifuge rotiren. Nachdem die-nöthige Geschwindigkeit erreicht ist, öffnet man den Hahn R, die Flüssigkeit füllt den ringförmigen Raum K und gelangt durch das Rohr K1 in die Centrifuge H.
Die schweren Bestandtheile werden an die innere Wand getrieben, während die leichteren sich mehr der Achse C nähern. Mit zunehmender Quantität der Flüssigkeit in der Centrifuge ordnen sich senkrechte Schichten an, eine Art Cylinder bildend, die immer dicker und dicker werden, bis die leichtere Schicht auf die Röhre L1 trifft und durch dieselbe abfliefst. Die Beimischungen setzen sich an den Sack an.
Nach einiger Zeit haben diese Ansätze eine solche Dicke angenommen, dafs man den Apparat abstellen mufs, um den Sack mit den inneren Ansätzen herauszuschaffen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei dem beschriebenen Verfahren zur Gewinnung von Tanninextract aus Holz die Verbindung der folgenden Operationen:
a) Herstellung der Späne durch Hobeln gegen die Richtung des Wachsthums der zur Extraction bestimmten Hölzer;
b) Behandlung des gewonnenen und filtrirten Absuds dieser Späne in einer geschlossenen Centrifuge behufs Abscheidung schädlicher Substanzen.
2. Zur Ausführung des unter i. geschützten Verfahrens eine Centrifuge, die von dem Gehäuse A mit Grundplatte B umschlossen ist und aus dem ringförmigen Räume K mit dem Communicationsrohr K1, dem grofsen Centrifugenkorb H mit auf der Welle C befestigtem Stabe H\ der Scheidewand M, dem Ablaufrohr L1 und Recipienten N besteht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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