DE326587C - Verfahren zum Entschwefeln von Erzen u. dgl., bei dem der ganze Schwefelgehalt in Form freien Schwefels erhalten wird - Google Patents

Verfahren zum Entschwefeln von Erzen u. dgl., bei dem der ganze Schwefelgehalt in Form freien Schwefels erhalten wird

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DE326587C
DE326587C DE1913326587D DE326587DD DE326587C DE 326587 C DE326587 C DE 326587C DE 1913326587 D DE1913326587 D DE 1913326587D DE 326587D D DE326587D D DE 326587DD DE 326587 C DE326587 C DE 326587C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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Description

  • Verfahren zum Entschwefeln von Erzen u. dgl., bei dem der ganze Schwefelgehalt in Form freien Schwefels erhalten .wird. Es ist bereits vorgeschlagen worden, aus Schwefelerzen den gesamten Schwefelgehalt als freien Schwefel dadurch zu gewinnen, daß das in einem abgeschlossenen Destillationsraum (Retorte) gelagerte Erz erst durch einfache Außenbeheizung von dem dabei überd'estillierend'en sogenannten flüchtigen Schwefel befreit und: dann --unter Fortsetzung der Außenbeheizung .der Einwirkung indifferenter Gase (Kohlensäure, Stickstoff) mit einem Zusatz von Sauerstoff (Luft) ausgesetzt wird, der dabei unter Bindung an das Eisen den fixen Schwefel als- solchen in Freiheit setzen soll.
  • In Wirklichkeit verbindet sich dabei der Sauerstoff hauptsächlich - und, seiner größeren Affinität zum Schwefel folgend - mit letzterem -zu schwefliger Säure. Eine vollkommene Freimachung des Schwefels als solcher findet also nicht statt.
  • .Dies Ziel wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Erz der unmittelbaren Einwirkung einer stark wasserstoffhaltigen, reduzierend wirkenden Flamme ausgesetzt wind, die jedoch so viel - und' nicht mehr -Sauerstoff enthält, alsi nötig ist, um den Wasserstoff zu verbrennen sowie etwa gebild'eten Schwefelwasserstoff in Wasser und freien SchwBfel überzuführen. Dabei ist zufolge der reduzierenden (nicht nur indifferenten) Eigenschaft der Heizflamme, die von auf das Erz oxydierend einwirkendem Sauerstoff frei ist, die Bildung von schwefliger Säure ausgeschlossen, und es ergibt sich zufolge der unmittelbaren Beheizung eine raschere und bessere Umsetzung.
  • Der Schwefel wird dem zur Ausführung des Verfahrens dienenden Ofen an einer oberhalb der Sauerstoffzufuhrstelle gelegenen Stelle entzogen, wohin er zufolge der Ausdehnung der heißen Gase getrieben wird, die im unteren Teil ,des Ofens, an der Stelle der Zuführung des eigentlichen Reduktionsgases, entstehen.
  • Bei der Ausführung des Verfahrens kann als ein geeignetes wasserstoffreiches Gas beispielsweise eines mit ungefähr 45 Prozent Wasserstoff verwendet werden, das im übrigen aus Kohlenoxyd und Kohlenwasserstoff besteht mit beispielsweise 3o bis 40 Prozent CO. Der Rest kann auch aus einem natürlichen oder künstlichen Gemisch von Methan und Äthylen bestehen.
  • Die Menge des zugesetzten Sauerstoffes hängt von verschiedenen Umständen ab, so beispielsweise von dem Grad der Reduzierfähigkeit des verwendeten Reduktionsgases, den Druckverhältnissen, der Bauart des Brenners usw: Befriedigende Ergebnisse erzielt man, wenn. man Luft und Reduktionsgas im Verhältnis 1:2 (dem Volumen nach) wählt. Das Verfahren, das hauptsächlich zur Zersetzung von Schwefelkies und ähnlichen Erzen bestimmt ist, ist natürlich auch für die Entschwefelung anderer Metallsulfide bzw, schwefelhaltiger- Mischungen verwendbar.

Claims (1)

  1. Pg.@ rr:Ti- @sa s 9u:4x: Verfahren zum Entschwefeln von Erzen u. dgl., bei dem der ganze Schwefelgehalt in Form freien Schwefels erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, dafi das Erz der unmittelbaren Einwirkung einer stark wasserstoffhaltigen, reduzierend wirkenden Flamme ausgesetzt wird, die jedoch so viel - und nicht mehr - Sauerstoff enthält, als nötig ist, um .den Wasserstoff zu verbrennen sowie etwa gebildeten Schwefelwasserstoff in Wasser und freien Schwefel überzuführen.
DE1913326587D 1913-04-08 1913-08-12 Verfahren zum Entschwefeln von Erzen u. dgl., bei dem der ganze Schwefelgehalt in Form freien Schwefels erhalten wird Expired DE326587C (de)

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