DE323596C - Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidalloeslichen Kieselsaeure-Amylodextrinpraeparats - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidalloeslichen Kieselsaeure-Amylodextrinpraeparats

Info

Publication number
DE323596C
DE323596C DE1919323596D DE323596DD DE323596C DE 323596 C DE323596 C DE 323596C DE 1919323596 D DE1919323596 D DE 1919323596D DE 323596D D DE323596D D DE 323596DD DE 323596 C DE323596 C DE 323596C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amylodextrin
durable
silica
preparation
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919323596D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LECINWERK DR E LAVES
Original Assignee
LECINWERK DR E LAVES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LECINWERK DR E LAVES filed Critical LECINWERK DR E LAVES
Application granted granted Critical
Publication of DE323596C publication Critical patent/DE323596C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/34Silicon-containing compounds
    • C08K3/36Silica

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidallöslichen Kieselsäure-' Amylodextrinpräparats. Es ist bekannt, daß kolloidale Lösungen von Kieselsäure nur eine geringe Haltbarkeit aufweisen. Derartige Lösungen durch Zusatz von Eiweißkörpern oder abgebauten Eiweißverbindungen zu stabilisieren, gelingt nicht, weil diese mit der löslichen Kieselsäure teils unlösliche, teils schwerlösiiche Verbindungen eingehen. Dies gilt z. B. für Gelatine, Wittes Pepton, Fibrin, Hühnereiweiß, Albumose, Jodalbumin und andere mehr, die sonst in den meisten Fällen als Schutzkolloide Anwendung finden können. Überraschenderweise gelingt es jedoch, lösliche Kieselsäure mittels Amylodextrins zu- stabilisieren; es läßt sich sogar lösliche Kieselsäure mittels Amylodextrins, in fester Form gewinnen. Dies war um so weniger zu erwarten, als Stärke und der Stärkeabkömmling, das DeY-trin, die dem Amylodextrin sehr nahe stehen, im allgemeinen bezüglich ihrer Schutzwirkung gegenüber Kolloiden weit hinter den Eiweißkörpern zurückstehen. Dies geht auch aus den Ziamondischen Goldzahlen hervor, bei denen Stärke und Dextrin an letzter Stelle stehen.
  • Die aus Siliciumhalogeniden und Orthokieselsäureestern hergestellten Kieselsäure-Hydrosole (vgl. G m e 1 i n - K r a u t, Handbuch der anorganischen Chemie, Bd.3, 1, 1g12, S. 146 "bis 147) zeigen keine dauernde Haltbarkeit; vor allem koagulieren sie bei längerem Erhitzen und beim Sterilisieren. Auch das nach dem Verfahren der Berichte der deutschen, chemischen Gesellschaft, Bd. qq., S. 1g15 bis 1g18, -aus Siliciumtetrachlorid dargestellte Hy drosöl koaguliert beim längeren Sterilisieren, wenn er-auch haltbarer ist, als die nach .anderen Methoden erhaltenen Hydrosole. Durch die Verwedung des Amylodextrins . als Schutzkolloid- läßt sich dagegen ein Hydrosol -darstellen, das beim Sterilisieren nicht koaguliert und- dauernd haltbar ist.
  • Die kolloidale Kieselsäure wird auf den bekannten Wegen aus löslichen Silikaten mittels Säuren, durch Verseifen von Kieselsäureestern oder Siliciumhalogeniden unter Zusatz einer Amylodextrinlösung hergestellt. In . fester Form läßt sich die Verbindung mittels Alkohols oder Acetons aus der kolloidalen Lösung ausfällen- und nach dem Entwässern mittels des Fällungsmittels bei niedriger Temperatur trocknen. Es ist zu beachten, daß die Konzentration der Lösung keine zu große ist und daß- bei der Herstellung aus Silikaten größere Temperaturerhöhungen vermieden werden. Bei Verwendung von Kieselsäureestern und Amylodextrinlösungen als Ausgangsmaterial werden nach dem Abdestillieren des entstandenen Alkohols elektrolytfreie haltbare Lösungen des Kieselsäure-Amylodextrins erhalten. Aus den Alkalisilikaten und Säuren können mittels Dialyse nahezu elektrolytfreie und haltbare Kieselsäure-Amylodextrinlösungen gewonnen werden. Die Schutzwirkung des Amylodextrins gegenüber kolloidaler Kieselsäure ist eine derartige, daß Lösungen mit einem Gehalte von weniger als i Prozent Kieselsäure selbst mehrere Stuhdert in strömendem Dampfe sterilisiert werden können, ohne daß Gelatinieren `-eintritt. - -°Da Amylodextrinlösungen, in die Blutbahn gebracht, reaktionslos vertragen werden, läßt sich mit Hilfe des Kieselsäure-Amylodextrins oder aber dessen haltbarer sterilisierter Lösung dem Organismus auf intravenösen Wegen Kieselsäure einverleiben, was bisher infolge der geringen Haltbarkeit der kolloidalen Kieselsäurelösungen nicht sicher erreicht werden konnte.
  • B e i s p i e 1 i. 1o g Kieselsäuremethylester werden mit i 1 einer 1/2-prozentigen Amylodextrinlösung unter Abdestillieren von o,21 Flüssigkeit verseift. Man erhält so eine klare Lösung von o,5 Prozent Kieselsäure-Behalt, die nach Filtration in Ampullen gefüllt wird. Die gefüllten Ampullen werden in strömendem Dampfe sterilisiert. Dabei bleibt die Lösung des Kieselsäure-Amylodextrins klar. Die kolloidale Lösung kann, ohne daß Gelatinieren eintritt, zur Injektion mit physiologischer Kochsalzlösung gemischt werden.
  • B e i s p i e 1 2. 25 g reines Wasserglas werden in einer Lösung von i oo g Amylodextrin mit verdünnter Salzsäure in 21/2 1 Wasser gelöst und genau neutralisiert. Es wird mit Alkohol gefällt, mit Alkohol und dann mit Xther entwässert und bei niedriger Temperatur getrocknet. Man erhält so ein feines weißes Pulver, was in heißem Wasser löslich ist, und ein Kieselsäure-Amylodextrin mit einem Gehalte von etwa 2 Prozent Kieselsäure darstellt.
  • Das Kieselsäure-Amylodextrin -soll in sterilisierter Lösung und in fester Form therapeutischen Zwecken dienen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUc,H: Verfahren zur Herstellung eines haltbaren kolloidal-löslichen Kieselsäure-Amylodextrinpräparats, dadurch gekennzeichnet, daß man Kieselsäure in Amylodextrinlösungen aus Silikaten mittels Säuren oder durch Verseifung von Kieselsäureestern oder von Siliciumhalogeniden erzeugt.
DE1919323596D 1919-03-12 1919-03-12 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidalloeslichen Kieselsaeure-Amylodextrinpraeparats Expired DE323596C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE323596T 1919-03-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE323596C true DE323596C (de) 1920-07-29

Family

ID=6174387

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919323596D Expired DE323596C (de) 1919-03-12 1919-03-12 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidalloeslichen Kieselsaeure-Amylodextrinpraeparats

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE323596C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69902154T2 (de) Eisen-dextran verbindung zur verwendung als komponente in einer therapeutischen zusammensetzung zur behandlung oder prophylaxe von eisenmangel, sowie verfahren zur herstellung der eisen-dextran verbindung und ihre anwendung zur herstellung einer parenteral anwendbaren therapeutischen zubereitung.
WO2004037865A1 (de) Wasserlösliche eisen-kohlenhydrat-komplexe, deren herstellung und diese enthaltende arzneimittel
CH414063A (de) Röntgenkontrastmittel
DE68904617T2 (de) Jodhaltige polymere mit skeletten von dextran, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendungen als kontrastmittel.
DE323596C (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren, kolloidalloeslichen Kieselsaeure-Amylodextrinpraeparats
DE1793136A1 (de) Den Blutfettspiegel senkendes,oral wirksames sulfatiertes Polysaccharid und Verfahren zu dessen Herstellung
US3234209A (en) Process for making iron hydrogenated dextran
DE918532C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerhomologen von Dextran
DE2124904C3 (de) Hydroxy- und Alkoxyacetamido-trijodbenzoesäuren, deren Salze mit physiologisch verträglichen Basen, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Röntgenkontrastmittel
DE337796C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer kolloidaler Kieselsaeure-bzw. Kieselsaeureamylodextrinloesungen
DE1954960A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Eisen-Dextran-Praeparaten
DE568339C (de) Verfahren zur Herstellung eines silberhaltigen Praeparates aus AEthylendiamin
DE748840C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen von Superpolyamiden
DE837384C (de) Herstellungsverfahren fuer kieselsaeurehaltige Koppelsubstanzen zur Schall- oder Ultraschallenergieuebermittlung
DE876570C (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Kolloidloesungen
DE504922C (de) Herstellung eines hochaktiven Kautschukfuellstoffes
DE433732C (de) Herstellung von Loesungen oder Emulsionen
DE738994C (de) Verfahren zur Herstellung von als Blutfluessigkeitsersatz brauchbaren Infusionsloesungen
DE469395C (de) Verfahren zur Darstellung haltbarer Loesungen von Alkalisalzen substituierter Barbitursaeuren
DE519531C (de) Verfahren zur Herstellung einer leicht wasserloeslichen, kolloidalen Silber-Tannin-Eiweissverbindung
DE1165606B (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten
DE2036678A1 (de) Antibiotika
AT142713B (de) Verfahren zur Herstellung von in Lösungen haltbaren Präparaten, die anaesthesierend wirkende und gefäßverengende Mittel enthalten.
DE672018C (de) Verfahren zur Verhinderung der Zersetzung hitzeempfindlicher Loesungen
US1612598A (en) Benzene