DE323014C - Getriebe zur Umwandlung einer hin und her gehenden Bewegung in eine drehende, insbesondere fuer Kraftmaschinen o. dgl. - Google Patents

Getriebe zur Umwandlung einer hin und her gehenden Bewegung in eine drehende, insbesondere fuer Kraftmaschinen o. dgl.

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DE323014C
DE323014C DE1918323014D DE323014DD DE323014C DE 323014 C DE323014 C DE 323014C DE 1918323014 D DE1918323014 D DE 1918323014D DE 323014D D DE323014D D DE 323014DD DE 323014 C DE323014 C DE 323014C
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DE1918323014D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H25/00Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms
    • F16H25/08Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms for interconverting rotary motion and reciprocating motion
    • F16H25/14Gearings comprising primarily only cams, cam-followers and screw-and-nut mechanisms for interconverting rotary motion and reciprocating motion with reciprocation perpendicular to the axis of rotation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

  • Getriebe zur Umwandlung einer hin und her gehenden Bewegung in eine drehende, . insbesondere für Kraftmaschinen o. dgl. Es wurde bereits wiederholt versucht, das Kurbelgetriebe von Kraftmaschinen durch andere Anordnungen zu ersetzen, namentlich durch unrunde Führungen in Verbindung mit umlaufenden Zylindern oder ähnliche Ausgestaltungen. Damit wird jedoch der Vorteil des festen Zylinders aufgegeben. Der Erfindung gemäß wird ein Zwischengetriebe verwendet, das den Druck unmittelbar in drehende Bewegung umzusetzen gestattet, und zwar erfolgt dies durch zwei , Wälzkörper, von denen der eine stetig zu- oder abnehmenden Querschnitt, der andere schräg verlaufende Führungsleisten an seinem Umfang aufweist. Durch den Druck der Kanten des Profils gegen die Führungsleisten wird eine Komponente in der Umfangsrichtung erzeugt; die die Drehung des gedrückten Wälzkörpers herbeiführt.
  • Bei Kraftmaschinen, insbesondere bei Heißluft- und Verbrennungskraftmaschinen,-weist die Anordnung des Zwischengetriebes den wesentlichen Vorteil auf, daß die Länge der Periode der Kraftaufnahme und -abgabe beliebig je nach Ausbildung der Leitflächen verlängert oder verkürzt werden kann, so daß ein weit gleichmäßigerer Antrieb mit hohem Gleichförmigkeitsgrad erreicht wird, «-as eine Herabminderung der Kraftverluste und eine Verminderung des Gewichts der Schwungmassen bewirkt. Dieser höhere Gleichförmigkeitsgrad kann dazu ausgenutzt werden, um hinter den Arbeitstakt mehrere Spültakte einzuschalten, welche eine starke Kühlung des Zylinders bewirken, so daß eine besondere Wasserkühlung unter' Umständen entfallen kann. -Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes in Fig. i und 2 in Seiten- bzw. Vorderansicht, während in Fig. 3 eine Draufsicht auf den in Drehung versetzbaren, mit Führungsleisten versehenen Wälzkörper dargestellt ist. Fig. 4 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Vorderansicht. Fig. 5 stellt eine mit dem Getriebe verbundene Verbrennungskraftmaschine dar, ' welche zum Antrieb eines Kompressors dient.
  • Das den Arbeitsdruck in drehende Bewegung umsetzende Getriebe besteht aus dem vermittels der Pleuelstange v von einer Kraftmaschine angetriebenen Wälzkörper a, welcher an dem Hebel b drehbar im Rahmen c gelagert ist und sich gegen den auf der 14Zaschinenwelle g sitzenden zweiten Wälzkörper d legt. Dieser ist trommelförmig und trägt an der Mantelfläche die mit Leitflächen versehenen Führungsleisten f, die am Trommelumfang derart schräg verlaufen, daß sie sich von den Rändern her allmählich der Mitte nähern; die Steigung ist so bemessen, claß zwischen der Stelle des größten Leistenabstandes und der der größten Annäherung der Leisten etwa 5/a oder mehr des ;frommelunifangs liegen, worauf vermittels kurzer Übergangsstücke f1 der Leitkurven diese wieder zu den Trommelrändern zurückführen und auf diese Weise in sich geschlossene Führungskurven bilden. Der auf diesen Leitkurven aufliegende, mit der Kraftmaschine verbundene Wälzkörper a, welcher zweckmäßig die Form eines Doppelkegels oder eines sonstigen - geeigneten - Umdrehungskörpers erhält, bewirkt durch den von der Kraftmaschine auf. ihn übertragenen Druck eine Drehung des Wälzkörpers d, da vermöge der Neigung der Fülirungskurv en f eine Komponente in der Umfangsrichtung entsteht, welche eine Drehung -hervorruft. Diese Kraft entsteht bei Ausübung eines Druckes auf den N`Tälzkörper d so lange, als die Führungskurven ihre Neigung beibehalten, somit -während 5/B oder mehr der Umdrehung des Wälzkörpers d. Während des Übergangsstücks f1 der Leitkurven, wobei die Neigung der Kurven sich ändert, wird der mit der Kraftmaschine verbundene Wälzkörper zweckmäßig abgehoben, wobei gleichzeitig der mit ihm verbundene Kolben der Kraftmaschine seinen Rückhub erfährt, und zwar erfolgt dies beispielsweise vermittels des \Vinkelliebelmechanismus hl, /i , i sowie, wermittels einer auf der Arbeitswelle g sitzenden Unrundscheibe, eines Zahnbogens o. dgl., welche den Winkelhebel hl, /i verschwenkt und hierdurch den Wälzkörper a, die Pleuelstange v und den damit verbundenen Kolben der Kraftmaschine vermittels des Lenkers i hebt, so daß der Wälzkörper mit den Leitkurven -während des Durchgangs der Übergangsstücke "l unter- ihm außer Eingriff gebracht wird.
  • Die Form des Wälzkörpers a kann zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses in mannigfacher Weise abgeändert werden, doch ist naturgemäß die Neigung der Leitkurven dieser Form anzupassen. So zeigt Fig.:l eine abgeänderte Ausführungsform des Wälzkörpers, bei welcher ein als Doppelkegel ausgebildeter Wälzkörper mit auswärts geneigten Flächen zur Anwendung gelangt. Bei dieser Ausführungsform verlaufen die Leitkurven des Wälzkörpers d ebenfalls von innen nach außen, da der drückende Wälzkörper nunmehr auf ihrer Innenseite aufliegt.
  • Die Verbindung des Getriebes mit einer Kraftmaschine ist in Fig. 5 dargestellt. Wie aus derselben ersichtlich, ist der drückende Wälzkörper a wieder mit der Pleuelstange v des Arbeitskolbens einer Kraftmaschine ic verbunden, während die anzutreibende Maschine, beispielsweise ein Kompressor q, mit der Arbeitswelle g verbunden wird. Die Annrdnung hat dann besondere Vorteile, wenn als Kraftmaschine eine Heißluft- oder eine Verbrennungskraftinaschine Verwendung findet. In diesem Falle wird die Kraftmaschine ir durch eine Rohrleitung t mit dein vom Kompressor q mittels der Rohrleitung j- gespeisten Drückluftbehälter s verbunden, so daß als Verbrennungs- und Spülluft ein Bruchteil der erzeugten Druckluft Verwendung finden kann.
  • Das Getriebe a, d ist dann so ausgebildet, daß der Wälzkörper d gleichzeitig die Scliivungznasse bildet, und diese wird dann nicht -nur während der Hälfte, sondern während mehr als 5/" einer Umdrehung angetrieben, so daß sie mit viel geringerem Gewicht ausgeführt «-erden kann, wodurch sich die Kraftverluste erheblich verringern. Überdies ist der Gleichförmigkeitsgrad vermöge der Ausdehnung der Beschleunigungsperiode auf den größeren Teil einer Umdrehung höher, und es können daher auch mehrere Spültakte nach dem Arbeitstakt eingeschaltet werden, ohne daß die Schwungmassen allzu große Gewichte zu erhalten brauchen.
  • Die Wirkungsweise der Gesamtanordnung gemäß Fig. 5 ist dann die folgende: Aus dein Druckluftbehälter s wird Verbrennungsluft in den Arbeitszylinder eingelassen und gleichzeitig Brennstoff eingespritzt oder in sonst üblicher Weise durch einen Vergaser zugeführt. Bei dem nunmehr folgender Arbeitstakt drückt der Kolben vermittels der Pleuelstange auf den Wälzkörper a und versetzt dadurch den Wälzkörper d in Umdrehung, wobei die die Drehung hervorrufende Druckkraft während eines sehr erheblichen Teils der Umdrehung wirkt. Damit wird auch gleichzeitig der finit der Welle g verbundene Kompressor q angetrieben, der durch die Rohrleitung r Druckluft in den Behälter speist. Nach dem Rückgang des Kolbens und dem Hinausschieben der Verbrennungsprodukte, wobei gleichzeitig der Wälzkörper a von dem Wälzkörper d abgehoben wird und den Übergaugsfübrungsleisten f1 den Durchgang'-gestattet, geht der Kolben im Arbeitszylinder wieder nach vorn, wobei gleichzeitig Druckluft aus dem Behälter s eingelassen wird. Diese tritt in den Zylinder ein und erwärmt sich daselbst, kühlt dabei den Zvlinder wirksam ab und bewirkt überdies durch ihre Spannung sowie durch die C.rivärinung einen neuerlichen, wenn auch geringeren Druck auf den Wälzkörper a. Dieser Spültakt kann sich einige Male wiederholen, so daß der Zylinder wirksam gekühlt wird und daher ohne Wasserkühlung gebaut werden kann; während dieser Zeit arbeitet der Kompressor ebenfalls, wobei er die nötige Kraft den Schwungmassen entnimmt, welche durch den Druck und die Expansion der im Zylinder erwärmten Spülluft auch während der Spültakte eine gewisse Beschleunigung erhalten.
  • Das Spiel wiederholt sich hierauf von neuem, indem Luft neuerlich in den Arbeitszylinder eingelassen und mit Brennstoff gemischt wird, .worauf das Gemisch zur Entzündung gelangt. Selbstverständlich ist die vom Kompressor geförderte I_uftm3nge weit größer als die zur Verbrennung und zum Spülen fies Zylinders nötige Menge, so daß der Haupteil der komprimierten Luft anderen gewünschten Verbrauchszwecken zugeführt werden kann.
  • Das Getriebe läßt sich naturgemäß auch bei anderen Kraftmaschinen und anderer Anordnung mit ähnlichen Vorteilen verwenden, da es eine geeignete Anordnung der Leitkurven überall gestattet, die Beschleunigungsperiode für die Schwungmasse auf einen beliebig großen Teil einer Umdrehung ztt erstrecken.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: r. Getriebe zur Umwandlung einer hin und her gehenden Bewegung in eine dreltende, insbesondere für Kraftmaschinen o. d'-,I., dadurch gekennzeichnet, daß ein Wälzkörper (a) von stetig zu- oder abnehmendem Profil gegen Führungsleisten . gedrückt- wird, die auf dem Umfang einer zylindrischen Trommel (d) schräg gegen die Symmetrieachse der Trommel angeordnet sind und auf dein größeren Teil des Trommelumiangs ihren Abstand verringern oder vergrößern, um von der Stelle größter Annäherung mittels kurzer Übergangsstücke (fl) wieder auf den ursprünglichen Abstand zurückzugehen. z. Getriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückführung der Wälzkörper in die Arbeitslage durch Ahheben des oberen, frei beweglich aufliegenden Wälzkörpers (a) von den Führungsleisten (f) mittels einer von der 111aschinenwelle (g)_.,gesteuerten Abhebevorrichtung (hl, !i, i) während des Durchgangs der Übergangsstücke (f') unter dem drückenden Wälzkörper (a) erfolgt. 3. Getriebe nach Anspruch i und ? für Heißluft- und Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Etraftüberträgung auf den gleichzeitig die Schwungmasse bildenden Wälzkörper (d) während einer den größten Teil einer ganzen Umdrehung umfassenden Periode erfolgt, so daß die lebendige Kraft kleiner Schwungmassen ausreicht, um auf einen Arbeitstakt mehrere Spültakte .folgen zu lassen, welche vermöge der von ihnen herbeigeführten Kühlung eine besondere Wasserkühlung entbehrlich machen.
DE1918323014D 1917-12-12 1918-11-23 Getriebe zur Umwandlung einer hin und her gehenden Bewegung in eine drehende, insbesondere fuer Kraftmaschinen o. dgl. Expired DE323014C (de)

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