DE3225029C2 - Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten KohlenwasserstoffproduktenInfo
- Publication number
- DE3225029C2 DE3225029C2 DE19823225029 DE3225029A DE3225029C2 DE 3225029 C2 DE3225029 C2 DE 3225029C2 DE 19823225029 DE19823225029 DE 19823225029 DE 3225029 A DE3225029 A DE 3225029A DE 3225029 C2 DE3225029 C2 DE 3225029C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coal
- liquid
- hydrogen
- oil
- heavy
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G1/00—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
- C10G1/08—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts
- C10G1/083—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts in the presence of a solvent
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G1/00—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
- C10G1/002—Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal in combination with oil conversion- or refining processes
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G45/00—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds
- C10G45/02—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing
- C10G45/14—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing with moving solid particles
- C10G45/16—Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds to eliminate hetero atoms without changing the skeleton of the hydrocarbon involved and without cracking into lower boiling hydrocarbons; Hydrofinishing with moving solid particles suspended in the oil, e.g. slurries
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Abstract
Beschrieben wird die Umwandlung eines festen kohlenstoffhaltigen Materials, wie Kohle, in flüssige Produkte und die Verringerung des Asphaltengehalts einer schweren kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkeit bei einem Verfahren, bei dem der Feststoff einer Lösungsmittelextraktion mit der schweren kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkeit und einem kohlenwasserstoffhaltigen Recyclisatstrom mit einem fein verteilten Metallkatalysator ohne Träger unterzogen wird und das resultierende Flüssigkeitsgemisch als Produkt gewonnen wird.
Description
(1) das Erhitzen einer Mischung eines schweren Kohlenwasserstofföls
und teiichenförmlger Kohle unter Aufschluß-VIsbreaklng-Bedingungen, wobei die
durchschnittliche Teilchengröße der Kohle weniger als 2000 um beträgtß
(2) das Kühlen der wärmebehandelten Mischung In einer Absetzzone auf eine Temperatur im Bereich
zwischen 204 bis 370° C, um eine ölfraktlon und
eine Fraktion von ausgeflockten feinen Asphalten-Feststoffen zu erhaltenß
(3) das Abtrennen der Ölfraktlon und der Feststofffraktion. Die Hauptaufgabe dieses Verfahrens besteht
darin, ein Verfahren zur Aufarbeitung schwerer
Kohlenwasserstofföle zur Verwendung als flüssige Heizöle oder als entmetallisierte Ausgangsmaterialien
für Raffinatlons-Crackverfahren bereitzustellen.
Es sind mehrere Verfahren zur Umwandlung von Kohle in wertvolle flüssige Produkte bekannt. In der letzten
Zelt wurden Hochdruck-Hydrierungs- und Lösungsmittelextraktionstechniken
entwickelt. Bei den bekannten Lösungsmittelextraktionsverfahren wird gebrochene,
fein verteilte Kohle oder ein anderes kohlenstoffhaltiges Material in Kontakt mit einem flüssigen Lösungsmittel
gebracht, das einen teil des Feststoffs auflöst, wobwl gewöhnlich In Anwesenheit von Wasserstoffgas gearbeitet
wird. Anschließend an den Kontakt werden das flüssige Lösungsmittel und der verflüssigte Teil des Feststoffs
von dem verbleibenden festen Material durch Filtrieren, Zentrifugieren oder einen ähnlichen Arbeitsgang
getrennt. Bei den anderen bekannten Verfahren wird das vorher feste Material von dem Lösungsmittel, typischerweise
durch fraktionierte Destillation, abgetrennt und wird weiter in üblichen Koh'cnwassersioffverarbeitur.gstechnlklen,
wie Verkoken, Vracken oder Hydrieren, verarbeitet» um das lösungsmittelextrahierte Material
Inbrauchbare Produkte umzuwandeln.
Die US-Ps 37 05 092 lehrt ein Verfahren zur Extraktion
von Kohle mit schweren Kohlenwasserstoff-Flüssigkeiten unter gleichzeitiger Verbesserung der Qualität der
kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkelten.
Ein weiteres Beispiel füi die Kohle-Hydroumwandlung
wird In der US-PS 40 77 867 beschrieben.
Eines der Probleme, -las bei der Lösungsmittelextraktionsmethode
auftritt, Ist die Nicht-Selektivität der SoI-vatisierung.
Die Extraktion der wertvollsten wasserstoffreichen Fraktion des Feststoffs ist erstrebenswert.
Jedoch verflüssigen Lösungsmittel, die bii der Extraktion
dieser wasserstoffreichen Fraktion wirksam sind, auch eine unerwünschte Fraktion, die Asphaltene enthält.
Asphaltene sind in n-Heptan unlösliche, nichtdestlllierbare
Verbindungen von Kohlenstoff mit hohem Molekulargewicht, und enthalten weniger als etwa
7 Gew.-*. Wasserstoff. Sie sind nicht nur in den Produkten
der Lösungsmittelextraktion von kohlenstoffhaltigen Materialien, wie Kohle, sondern auch in rohem Erdöl
und In Fraktionen davon, wie getoppten oder reduzierten Rohölen, in flüssigen Abströmen, die beim Thermocrakken
von Schwerölen unter milden Bedingungen und gewöhnlicherweise in Abwesenheit von Wasserstoff
erhalten werden und den Bodenprodukten von unter atmosphärischem Druck betriebenen Rohöldestillationstürmen
enthalten. Die Asphaltenfraktionen aller dieser flüssigen Kohlenwasserstoffe besitzen einen geringen
Eigenwert und beeinflussen die Verarbeitung der wertvolleren Schwerölfraktionen, mit denen sie vermischt
werden. Daher ist man bestrebt, den Asphaltengehalt In jeglicher verarbeitbarer Kohlenwasserstoff-Flüssigkeit zu
verringern. "'
Der vorliegenden Erfindung Hegt somit die Aufgabe
zugrunde, ein wirksames Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten
bei gleichzeitiger Verringerung der In einer schweren kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkeit enthaltenen
Asphaltene, wobei diese kohlenwasserstoffhaltige Flüssigkeit In ein wertvolleres Material umgewandelt
wird, zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemüß dadurch gelöst, daß
a) Kohle und ein rohes Erdöl vermischt, das Asphaltene und Schweröle in einer derartigen Menge enthält,
daß mindestens 80* des Rohmaterials über
3433° C siedet;
-. b) das resultierende Gemisch zusammen mit einem nachstehend beschriebenen flüssigen Recyciisatstrom
der fein verteilten Metallkatalysaior ohne Träger enthält, bei dem das Metall ausgewählt ist aus
der Gruppe der Elemente aus den Gruppen IV, Vb,
hi VIb, VIIb und VIII des Perlodensystems der El>
mente und Gemischen davon, einer Umwandlung in einer Reaktionszone bei einer Temperatur von etwa
12,8° C bis etwa 510° C und bei einem Wasserstoffüberdruck von etwa 3450 kPa bis etwa 68950 kPa
i> zur Verflüssigung von mindestens einem Teil der
Kwhle und zur Verringerung des Asphaltengehalts
des Öls, unterzieht,
c) Gas aus dem resultierenden Abstrom der Reaktionszone abtrennt,
-" d) anschließend mindestens einen Teil des Abstroms
der Reaktionszone einer Lösungsmittel-Entaschung unterzieht mittels eines Kohlenwasserstofflösungsmittels
mit einem relativ niedrigen Molekulargewicht, um daraus eine schwere flüssige Phase abzu-
-· trennen, die im wesentlichen die gesamte Asche, nicht umgewandelte Kohle, Asphaltene, Kohlenwasserstoffe
mit relativ hohem Molekulargewicht und fein verteilten Metalliatalysator ohne Träger enthält,
und
«> e) mindestens einen Teil der schweren flüssigen Phase
zur Reaktion zur Anwendung als flüssigen Recyclisatsirom
für die vorstehende Stufe b) führt.
Das als Lösungsmittel verwendete Rohöl enthält aus-
3) reichend Schweröle, derart, daß mindestens 80% des
Rohmaterials über etwa 343,3° C und vorzugsweise 50% über etwa 538° C sieden.
Gemäß einer allgemeinen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden das gemischte
schwere kohlenwasserstoffhaltige flüssige lösungsmittel, die Kohle, der flüssige Recycllsatstrom und der fein verteilte
Metallkatalysator ohne Träger einer ausreichenden Temperatur und ausreichendem Druck In Anwesenheit
von Wasserstoffgas unterzogen, um die gewünschte
•r> Fraktion des Feststoffs zu verflüssigen. Das Lösungsmittelextraktions-
und Kohlenwasserstoffumwandlungsverfahren kann entweder In einem Gefäß zum ansatzweisen
Arbeiten oder in einem kontinuierlichen Reaktionsgefäß durchgeführt werden.
">(> Das erfindungsgemäßc- Verfahren ist allgemein anwendbar auf die Hydroumwandlung von Kohle und
schweren kohlenwasserstoffhaltigen flüssigkeiten in wertvollere kohlenwasserstoffhaltlge Produkte. Der hler
verwendete Ausdruck Kohle bezeichnet ein normales
'Vi festes kohlenstoffhaltiges Material, einschließlich aller
Sorten von Kohle, wie Lignit, Anthracltkohle, bituminöse
Kohle, semibituminöse Kohle und Gemische davon.
Die bei der Lösungsmittelextraktion verwendete
w) schwere kohlenwasserstoffhaltige Flüssigkeit kann jegliche
schwere Kohlenwasserstoffsubstanz sein, die bei den Lösungsmittelextraktlonsbedingungen flüssig Ist. Die
schwere kohlenwasserstoffhaltlge Flüssigkeit und die Kohle können In jeglichem Gewichtsverhältnis ver-
h' mischt werden, jedoch lsi ein Gewichtsverhältnis von
etwa 1 Teil Flüssigkeit zu etwa 1 Teil Kohle bis zu etwa 5 Teile Flüssigkeit zu 1 Teil Kohle bevorzugt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist die Kohle eine bituminöse Kohle mit einem hohen Gehalt an flftchtigem Material. Typischerweise liegt ein
hoher Gehalt an flüchtigem Material bei etwa 2OK oder
mehr flüchtige Anteile In der feuchtlgkeits- und aschefreien
Kohle. Die Kohle wird der Extraktion und den Umwandlungsbedingungen in fein verteiltem Zustand
unterzogen. Der fein verteilte Zustand umfaßt beispielsweise Kohleteilchen, die durch ein Sieb mit einer lichten
Maschenweite von etwa 0,074 mm oder feiner laufen.
Erfindungsgcaiäß wird als schwere kohlenwasserstoffhaitige
Flüssigkeit ein rohes Erdöl verwendet. Ein Beispiel für ein bevorzugtes Erdöl ist ein »Cold Lake«-Rohöl
mit einem API-spezifischen Gewicht von etwa 10 und einem Gehalt einer Fraktion von Materialien, die in
n-Heptan unlöslich sind, von etwa 8%.
Vorzugsweise wird das Gemisch von rohem Erdöl, Kohle und flüssigem Recyclisatsirom in einem kontinuierlichen
Reakiionsgefäß bei einer Strömungsgeschwindigkeit verarbeitet, die zu einer stündlichen Flüssigkeitsraum-Durchsatzgeschwindigkeit
von etwa 0,5 bis etwa 10 führt, wobei die stündliche Flüssigkeitsraum-Durchsatzgeschwindigkeit
ais der volumetrische Strom der Beschlckung pro Stunde, dividiert durch dai Volumen
des Reaktors, definiert ist. Das Wasserstoffga!? wird vorzugsweise
aus dem Reaktorabstrom zu der Reaktionszone in einem Ausmaß von etwa 888,8 bis etwa 3555 Std.
mVm3, bezogen auf die Reaktionszonenbeschickung, recyclisiert, um die vorstehenden Dmckbereiche aufrechtzuerhalten.
Nachdem die Reaktionskomponente während ausreichender
Zeit den Lösungsmittelextraktionsbedingungen unterworfen wurden, um die gewünschte Fraktion des
Feststoffs zu verflüssigen, wird der Inhalt aus der Reaktionszone entnommen. Das Gas wird von dem Abstrom
der Reaktionszone abgetrennt. Die Aufschlämmung wird mit einem Kohlenwasserstofflösungsmittel unter ausgewählten
Verfahrensbedingungen entascht, um eine Abtrennung zu bewirken, die eine hochwertige synthetische
rohe und eine schwere flüssige Phase ergibt. Die schwere flüssige Phase enthält hochsiedendes Material
mit hohem Molakulargewicht, nicht umgewandelte Kohle, Katalysator und Im wesentlichen das gesamte
mineralische Material. Ein Teil der schweren flüssigen Phase wird zum Einlaß der Reaktionszone recyclisiert.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die vorstehend beschriebene fein verteilte
feste bituminöse Kohle mit dem vorstehend beschriebenen schweren rohen Erdöllösungsmittel in einem
Gewichtsverhältnis von 2 Teilen Rohöl zu 1 Teil feste Kohle vermischt. Ein Teil des anschließend erhaltenen
flüssigen Stroms wird zum Einlaß der Extraktionszone in einem Gewichtsverhältnis von 1 Teil Extraktlonszonenabstrom
zu 1 Teil feste Kohle recyclisiert. Dieses Gemisch von Kohle, Rohöl und flüssigem Recyciisatstrom
bildet die Beschickung zur Reaktlons- oder Extraktionszone,
in der die Lösungsmittelextraktion aufrechterhalten wird. Die Lösungsmittelextraktionsbedingungen
der bevorzugten Ausführungsform umfassen eine Temperatur von etwa 454° C und einen Wasserstoffgasüberdruck
von etwa 20 680 kPa. Die Beschickung zur Reaktionszone wird kontinuierlich durch die Reaktionszone in
ausreichender Geschwindigkeit geleitet, um eine stündliche Flüssigkettsraum-Durchsatzgeschwlndlgkelt von
etwa 0,5, basierend auf dem Volumen der frischen Beschickung, aufrechtzuerhalten. Wasserstoffgas wird zu
der Reaktionszone aus dem Abstrom der Reaktionszone In einem Ausmaß von etwa 2666 Std. mVm1 der
Beschickung zur Reaktionszone recyclisiert. Die Lösungsmlttelextraktionsbedlng^ngen sollten derart aufrechterhalten
werden, daß eine Umwandlung der festen Kohle in einen flüssigen Extrakt von etwa 70 Gev/.-% der
von Feuchtigkeit und Asche freien Kohle erzeugt wird. Wenn die Beschickung zur Reaktionszone diesen
Lösungsmittelextraktionsbedingungen unterzogen wurde, so wird sie als Abstrom aus der Reaktionszone gewonnen.
Während des Zeltraums, In dem die Beschickung
den Lösungsmittelextraktionsbedingungen unterworfen ίο wird, werden etwa 70% der festen Kohle verflüssigt,
unter Bildung von wertvollen Kohlenwasserstoffprodukten und ein Teil des Rohöl-Lösungsmittels, das in
n-Heptan unlöüch war, wird in ein Material umgewandelt,
das In n-Heptan löslich ist.
Der Abstrom der Reaktionszone wird nach der Entfernung
der normalerweise gasförmigen Komponenten durch Lösungsmittelabtrennung abgetrennt unter Bewirkung
einer Abtrennung der Feststoffe von dem flüssigen Produkt. Ein Teil des Feststoff enthaltenden flüssigen
Stroms wird unter Vereinigung mit der frischen Beschikkung zu dem Reaktionszoneneinlaß -scyclislert.
Die aus dem erfindungsgcmüßen Verfahren gewonnenen
mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukte bilden ein synthetisches Rohöl, das in der gleichen
Welse wie jegliches übliches Roh-Erdöl verarbeitet werden kann. Sowohl der Bestandteil, der sich von dem
Feststoff ableitet, als auch der Bestandteil, der von dem Lösungsmittel stammt, werden durch das erfindungsgemäße
Verfahren dadurch verbessert, daß der Gehalt an Asphaltenen in beiden verringert wird. Diese Verringerung
an Asphaltenen in dem synthetischen Rohöl, Insbesondere im Hinblick auf die von dem Feststoff stammende
Komponente, macht die resultierenden Kohlenwasserstoffprodukte leichter verarbeitbar als Kohlen-Wasserstoffprodukte,
die nach dem bekannten Lösungsmittelextraktionsverfahren erhalten werden.
Ein geeigneter flüssiger Recyclisatstrom kann hergestellt
werden aus dem gesamten Abstrom der Extraktionszone oder aus einer Fraktion davon. Ein bevorzugter
flüssiger Recyclisatstrom wird daduich hergestellt, daß man zuerst die normalerweise gasförmigen Komponenten
au., dem Abstrom der Extraktionszone entfernt und anschließend das gewünschte kohlenwasserstoffhaltlge
Produkt mit einem Kohlenwasserstcfflösu-igsmittel mit
relativ niedrigem Molekulargewicht in einem Lösungsmlttel-Trennverfahren
entfernt, wobei eine Komponente zurückbleibt, die gut geeignet ist für den gewünschten
Recyclisatstrom, und die Im wesentlichen die gesamte Asche, die nicht umgewandelte Kohle, Asphaltene, Kohlenwasserstoffe
mit relativ hohem Molekulargewicht und einen fein verteilten Metallkatalysator ohne Träger, enthält.
Das vorstehend erwähnte Lösungsmlttel-Trennverfahren entspricht bekannten und- Im Stand der Technik
beschriebenen Lösungsmlttel-Entasphaltlerverfahren. Geeignete selektiv^ Kohlenwasserstofflösuriesmittel 3lnd
leichte Kohlenwasserstoffe einschließlich Äthan, Propan, Butan, Isobutan, Pentan, Isopentan, Neopentan, Hexan,
Isoheptan, Heptan oder monooleflnlsche Gegenstücke
davon. Aus dem Stand der Technik Ist es bekannt, daß
aromatische Kohlenwasserstoffe zugesetzt werden können, um das Lösungsmittel zu verbessern.
Der fein verteilte Metallkatalysator ohne Träger wird ausgewählt aus den Gruppen IVB, VB, VIB, VIIB und
VIII des Perlodensystems der Elemente und Gemischen davon. Der fein verteilte Metallkatalysator ohne Träger
kann nach jeder zweckmäßigen Methode hergestellt v/erden.
Vorzugswelse enthält der fein verteilte Katalysator
ohne Träger Molybdän oder Vanadium.
Der Katalysator oder Katalysatorvorläufer kann eine öllösliche Metallverbindung, ein fein verteiltes Metall
oder eine ölunlösliche Metallverbindung sein, die nur in
dem Kohlenwasserstofföl suspendiert 1st.
Der fein verteilte Metallkatalysator ohne Träger ist Im
allgemeinen In einer Menge von etwa 10 ppm Gewicht bis etwa 4 Gew.-%, berechnet als elementares Metall,
basierend auf dem Gewicht der Kohle In dem Gemisch, vorhanden.
Geeignete Metallverbindungen, die In aktiven Katalysator
unter Verfahrensbedingungen umwandelbar sind, sind anorganische Metallverbindungen, wie Oxide,
hydratlslerte Oxide, Sulfide, Thlosalze, Heteropolysäuren,
Isopolysauren, Halogenide, Oxyhalogenide, Metallsalze von organischen Säuren, Metallsalze von organischen
Aminen; anorganische und organische Metallkomplexe und organometallische Verbindungen.
Es können verschiedene Methoden zur Herstellung eines fein verteilten Katalysators angewandt werden,
jedoch besieht eine bevorzugte Methode zur Bildung des fein verteilten Katalysators aus der Metallverbindung
darin, das Gemisch von Metallverbindung, Kohle und Erdöl auf eine Temperatur Im Bereich von etwa 315,6° C
bis etwa 426,7° C und bei einem Überdruck Im Bereich von etwa 3447 bis etwa 34 470 kPa in Anwesenheit eines
Wasserstoff enthaltenden Gases zu erhitzen. Vorzugsweise enthält das Wasserstoff enthaltende Gas auch
Schwefelwasserstoff. Der Schwefelwasserstoff kann etwa 1 bis etwa 90Mol-% und vorzugsweise etwa 1 bis 30
Mol-% des Wasserstoff enthaltenden Gasgemischs betragen.
Die Umwandlung der Metaliverbindung in einen fein verteilten Metallkatalysator gemäß der vorstehend
beschriebenen Methode kann In einer getrennten Katalysatorherstellungsstufe
oder -verfahren oder In situ bei der Hydroumwandiung oder in der Reaktionszone durchgeführt
werden.
Das folgende Beispiel dient zur Erläuterung des erflndungsgemäßen
Verfahrens und seiner Wirksamkeit zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten kohienwasserstoffhaltlgen
Produkten aus Kohle und Asphalten enthaltendem Erdöl.
In diesem Beispiel wurden die Versuche ansatzweise In
einem Kipp-Autoklaven mit einem Fassungsvermögen von 1800 cm3 durchgeführt. Dieses Beispiel zeigt die
Ergebnisse, die bei der Umwandlung von Kohle und Erdöl in Anwesenheit: eines fein verteilten Metallkatalysators
ohne Träger erzielt werden.
Eelspiel
Eine Probe von lOOg fein verteilter handelsüblicher
Kohle mit den in der Tabelle I angegebenen Charaktertstika
wurde In den Autoklaven zusammen mit 200 g getopptem Rohöi (Boscan) mit den In der Tabelle Π
angegebenen Charakteristika und mit 22,1 g Molybdänhexacarbonyl
in dec Autoklaven eingebracht. Der Autoklav wurde anschließend mit einem 10/90 Schwefelwasserstoff-Wasserstoff-Gemisch
auf einen Überdruck Μ von etwa 7583 kPa und anschließend mit reinem Wasserstoff
auf einen Überdruck von etwa 10 341 kPa gebracht. Der beschickte Autoklav wurde anschließend auf eine
Temperatur von etwa 390° C gebracht und während 1 Stunde bei einem Überdruck von etwa 17 235 kPa gehalten.
Der gekohlte Inhalt des Autoklaven wurde durch eine ToluolspOlung gewonnen. Nach dem Fiashen (Entspannungsverdampfen)
des Toluols wurde das Produkt
10
15
20
25
30
35
50
55 einer Lösungsmittelabtrennung mit Isopentan unterzogen
mit vier Volumen Isopentan je Volumen des Autoklavenprodukts. Die In Isopentan lösliche Fraktion wurde
gewonnen und das Isopentan wurde durch Flash-Behandlung entfernt. Das lösungsmlttelfrele, In Isopentan
lösliche Produkt wog 185,8 g. Die In Isopentan unlösliche
Fraktion, die 56,3 g wog und den fein verteilten Metallkatalysator ohne Träger enthielt, wurde mit 100 g
Kohle und 200,7 g getopptem Rohöl (Boscan) In den Autoklaven recycllslert. Der Autoklav wurde wieder In
gleicher Welse wie vorstehend beschrieben erwärmt und unter Druck gesetzt. Auch hler wurde wieder der
gekühlte Inhalt des Autoklaven mit einer Toluolspülung gewonnen. Nach der Flash-Behandlung des Toluols
wurde das Produkt einer Lösungsmitteltrennung mit Isopentan unterzogen, wobei vier Volumen Isopentan je
Volumen des Autoklavenprodukts verwendet wurden. Die In Isopentan lösliche Fraktion wurde gewonnen und
das Isopentan wurde durch Flash-Behandlung entfernt. Das lösungsmittelfreie In Isopentan lösliche Produkt wog
98,4 g. Die in Isopentan unlösliche Fraktion, die 118,4 g
wog und den fein verteilten Metallkatalysator ohne Träger enthielt, wurde mit 100 g Kohle und 198,1 g getopptem
Rohöl (Boscan) zum Autoklaven recyclislert. Es wurde erneut wie vorstehend beschrieben In gleicher
Welse erwärmt, unter Druck gesetzt und anschließend getrennt. Das lösungsmlttelfrele In Isopentan lösliche
Produkt wog 189,7 g und die In Isopentan unlösliche Fraktion wog 178,7 g. Die zuletzt erhaltene In Isopentan
unlösliche Fraktion mit einem Gewicht von 178,7 g wurde In den Autoklaven mit 100 g Kohle und 188,1 g
reduziertem Rohöl (Boscan) beschickt. Das vorstehend beschriebene Autoklavenverfahren wurde erneut durchgeführt
unter Bildung eines In Isopentan löslichen Produkts von 164,1 g und eines In Isopentan unlöslichen
Produkts von 186,7 g Das resultierende In Isopentan unlösliche Produkt wurde einer Lösungsmittelextraktion
mit Toiuoi unterzogen unter Bildung von i3ö,7 g in Toluol löslichem Material, das als schweres Heizöl
brauchbar Ist und von 51,1 g In Toluol unlöslichem Material, das nicht umgewandelte Kohle, mineralisches
Material und Katalysator enthielt.
Die vier Autoklavenansätze sind in der Tabelle III
summarisch zusammengestellt und die Toluolextraktion der unlöslichen Anteile in Isopentan ist In der Tabelle IV
zusammengestellt.
Analyse der eingesetzten handelsüblichen Kohle
Gew.-%
| Kohlenstoff | 70,05 | !a |
| Wasserstoff | 5,88 | |
| Sauerstoff | 9,01 | |
| Schwefel | 2,68 | |
| Stickstoff | 1,20 | |
| Asche | 9,02 | il |
| Feuchtigkeit (Wasser) | 2,15 | I |
| Tabelle II | I | |
| Analyse des Boscan-Rohöls | I | |
| spez. Gewicht, 0API bei 15,5 °C | 5,5 | |
| Destillation | i | |
| IBP, *C | 367 | I |
| 5% | 409 | |
| 10% | 429 | |
ÖL·
\J£.O
| Fortsetzung | 525 |
| Destillation | 525 |
| 30% | 30,5 |
| EP | 82,8 |
| % darüber (Volumen) | 10,6 |
| Kohlenstoff, Gew.-% | 0,8 |
| Wasserski, Gew.-% | 5,6 |
| Stickstoff, Gew.-% | ,"9,04 |
| Schwefel, Gew.-% | 1500 |
| unlöslich in Heptan, Gew.-1*, | 130 |
| Vanadium, ppm | |
| Nickel, ppm | |
Aus der vorstehenden Beschreibung und dem Beispiel ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße Verfahren eine
überlegene Methode zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten kohlenwasserstoffhaltlgen Produkten aus
Kohle und Asphalten enthaltendem Erdöl darstellt.
| Tabelle III | 1 | Recyclisat-Auto- |
| Zusammenstellung der ansatzweisen | 100 | |
| klavenbehandlungen | 200 | 2 3 4 |
| Ansatz | ||
| Nr. | 22,1 | 100 100 100 |
| Beschickung | - | 200,7 198,1 188,1 |
| Kohle, g | ||
| getopptes | 261,1 | _ |
| Boscanöl, g | 185,8 | 56,3 117,3 177,9 |
| Mo(CO)6, g | 86,22 | |
| Recyclbat, g | 11,44 | 221,5 381,1 422,0 |
| Produktgewinnung | 0,17 | 98,4 189,7 164,1 |
| toluolfrel, g | 2,77 | 84,03 |
| isopentanlösllch, g | 0,43 | 10,78 |
| Kohlenstoff, Gew.-* | 2,7 | 0,10 |
| Wasserstoff, Gew.-% | <1 | 3,17 |
| Sauerstoff, Gew.-% | <0,01 | 0,56 |
| Schwefel, Gew.-* | 56,3 | 1,8 |
| Stickstoff, Gew.-* | 18 | |
| Nickel, ppm | 0,3 | |
| Vanadium, ppm | 118,4 178,7 186,7 | |
| Heptan unlöslich, Gew.-% | ||
| Isopentanunlösllch. g | ||
Toluolextraklion der in Isopentan unlöslichen Anteile
Beschickung, g 186,7
| toluol- | toluol- | |
| lösllch | iinlöslich | |
| gewonnenes Gewicht, g | 130,7 | 51,1 |
| Kohlenstoff, Gew.-% | 84,74 | 31,60 |
| Wasserstoff, Gew.-% | 7,66 | 3,04 |
| Sauerstoff, Gew.-% | 2,73 | - |
| Schwefel, Gew.-% | 2,36 | 14,1 |
| Stickstoff, Gew.-% | 1,43 | - |
| Molybdän, Gew.-% | 6,70 | |
| Vanadium, Gew.-% | 1,73 | |
| Nickel, Gew.-% | 0,15 | |
| Elsen, Gew.-"% | 6,8 |
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten durch
Extraktion von kohlenstoffhaltigen Feststoffen mit einer schweren kohlenwasserstoffhaltlgen Flüssigkeit,
dadurch gekennzeichnet, daß man
a) Kohle und ein rohes Erdöl vermischt, das Asphaltene
und Schweröle in einer derartigen Menge enthält, daß mindestens 80* des Rohmaterials
über 343,3° C siedet;
b) das resultierende Gemisch zusammen mit einem nachstehend beschriebenen flüssigen Recycllsatstrom,
der fein verteilten Metallkatalysator ohne Träger enthält, bei dem das Metall ausgewählt ist
aus der Gruppe der Elemente aus den Gruppen IV, Vb, VIb, VIIb und VIII des Periodensystems
der Elemente und Gemischen davon, einer Umwandlung in einer Reaktionszone bei einer
Temperatur von etwa 12,8° C bis etwa 510° C und bei einem Wasserstoffüberdruck von etwa 3450
kPa bis etwa 68950 kPa zur Verflüssigung von mindestens einem Teil der Kohle und zur Verringerung
des Asphaltengehalts dus Öls, unterzieht,
c) Gas aus dem resultierenden Abstrom der Reaktionszone abtrennt,
d) anschließend mindestens einen Teil des Abstroms der Reaktionszone einer Lösungsmittel-Entaschung
unterzieht mittels eines Kohlenwasserstcfflösungsmittels
mit einem relativ niedrigen Molekulargewicht, um daraus eine schwere P.üssige Phase abzutrennen, die im wesentlichen
die gesamte Asche, nicht umgewandelte Kohle, Asphaltene, Kohlenwasserstoffe mit relativhohem
Molekulargewicht und fein verteilten Meiailkatalysator ohne Träger enthält, und
e) mindestens einen Teil der schweren flüssigen Phase zur Reaktion zur Anwendung als flüssigen
Recycllsatstrom für die vorstehende Stufe b) führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Asphalten enthaltendes Erdöl
verwendet, von dem 50% über etwa 538° C sieden.
3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der fein verteilte Metallkatalysator
ohne Träger Molybdän enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der fein verteilte Metallkatalysator
ohne Träger Vanadium enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis des Asphalten
enthaltendes Erdöls zur Kohle etwa 1:1 bis
etwa 5 : 1 beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch i, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausmaß der Flüssigkeitsströmung
in der Reaktionszone zu einer stündlichen Flüsslgkeits-Raumdurchsatzgeschwlndlgkelt
von etwa 0,5 bis etwa 10 führt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasserstoff-Zlrkulatlonsausmaß
In der Reaktionszone etwa 888,8 bis etwa 3555 Std. mVm\ bezogen auf die Reaktionszonenbeschickung,
beträgt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten durch Extraktion von kohlenstoffhaltigen
Feststoffen mit einer schweren kohlenwasserstoffhaltigen Flüssigkeit.
Feste kohlenstoffhaltige Substanzen, wie Kohle, Lignit
oder Ölschiefer, stellen eine wertvolle Quelle für Rohmaterialien zur Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffprodukte
dar, die man gewöhnlich aus Erdöl erhält. Das
to relativ häufige Vorkommen von Quellen für feste kohlenstoffhaltige
Materialien im Hinblick auf solche für Erdöl, macht die Verwendung dieser Feststoffe zu einer
Ergänzung und einem Ersatz für Erdöl als Energiequelle, die wirtschaftlich günstig 1st.
Die Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten durch Extraktion von Kohle
mit einem Heizöl aus der Erdölverarbeitung wird In
Erdöl und Kohle-Erdgas-Petrochemie vereinigt mit Brennstoff-Chemie, Band 33, Seiten 526 bis 528 (1980),
beschrieben. Insbesondere wird darin die katalytische Verflüssigung von Kohle zusammen mit Erdö'.rückständen
beschrieben. Zu diesem Zweck wird zerkleinerte und getrocknete Kohle nach Vermischung mit Masut auf 420
bis 444° C erhitzt. Die gleichzeitige thermische Crackung und Polymerisation führt zur Aromatisierung des
Masuts. Das aromatisierte Masut reagiert mit der Kohle. Hierbei erfolgt eine spezifische Extraktion der Kohle
durch die aromatischen Produkte des Masuts. Gemäß dem beschriebenen Verfahren wird die erste Reaktionsstufe
in einem Pufferbehälter ausgeführt, in dem sich die auf etwa 420° C erhitzte Suspension befindet. Anschließend
erfolgt die Hydrierung im Reaktor. Da diese Reaktion exotherm ist, wird der untere Teil des Reaktors mit
kaltem Wasserstoff gekühlt und im oberen Teil wird die Kühlung durch das Einspritzen der Suspension erzielt.
Frischer Wasserstoff wird dem Kreislaufgas vor Eintritt In den Reaktor beigemischt. Das Gas aus dem Reaktor
wird mit Öl und Diethanolamin gereinigt, wobei H2S und NH] als Nebenprodukte anfallen. Das bei der anschließenden
Filtration erhaltene Filtrat wird zur Destillation weitergeleitet. Das schwere öl mit dem Katalysator und
den Kohlerückständen wird nach bekannter Technologie mit Sauerstoff und Wasserdampf vergast. Das flüssige
Produkt wird nach Abscheidung der Gase In einem NIederdruckseparator
fraktioniert In Flüssiggas, Rohbenzin und Treiböl. Das Benzin wird reformiert und das Treiböl
der Hydrorafflnatlon zugeleitet. Ein wesentliches Ziel dieses Verfahrens besteht darin, mit geringstmöglichem
apparativen Aufwand sowohl die gerneinsame Hydrierung als auch im Bedarfsfall die alleinige Entschwefelung
von Masut In derselben Anlage durchführen zu können.
Die EP-O048098-A2 beschreibt ein Verfahren zur
Umwandlung eines schweren Kohlenwasserstofföls, umfassend
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8211642A FR2529565B1 (fr) | 1982-07-02 | 1982-07-02 | Procede perfectionne pour l'extraction au solvant de charbon par une huile lourde |
| GB08219275A GB2123025B (en) | 1982-07-02 | 1982-07-02 | Solvent extraction of coal by a heavy oil |
| DE19823225029 DE3225029C2 (de) | 1982-07-02 | 1982-07-05 | Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR8211642A FR2529565B1 (fr) | 1982-07-02 | 1982-07-02 | Procede perfectionne pour l'extraction au solvant de charbon par une huile lourde |
| GB08219275A GB2123025B (en) | 1982-07-02 | 1982-07-02 | Solvent extraction of coal by a heavy oil |
| DE19823225029 DE3225029C2 (de) | 1982-07-02 | 1982-07-05 | Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3225029A1 DE3225029A1 (de) | 1984-01-05 |
| DE3225029C2 true DE3225029C2 (de) | 1984-06-07 |
Family
ID=27190212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823225029 Expired DE3225029C2 (de) | 1982-07-02 | 1982-07-05 | Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3225029C2 (de) |
| FR (1) | FR2529565B1 (de) |
| GB (1) | GB2123025B (de) |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2114895C1 (ru) * | 1997-06-23 | 1998-07-10 | Евгений Григорьевич Горлов | Способ получения жидких продуктов из нефтяных остатков |
| RU2182923C1 (ru) * | 2000-12-25 | 2002-05-27 | ЗАО Каспийская нефтеперерабатывающая компания | Способ получения жидких продуктов из нефтяных остатков |
| RU2198199C1 (ru) * | 2001-09-21 | 2003-02-10 | Закрытое акционерное общество научно-производственная компания "Панджшер-Холдинг" | Способ получения топливных дистиллятов |
| RU2285716C2 (ru) * | 2004-07-26 | 2006-10-20 | Государственное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Санкт-Петербургский государственный технологический институт (технический университет)" | Способ комплексной термохимической переработки тяжелых нефтяных остатков и гумитов |
| FR2875509B1 (fr) * | 2004-09-20 | 2006-11-24 | Inst Francais Du Petrole | Procede d'hydroconversion d'une charge lourde avec un catalyseur disperse |
| RU2305698C1 (ru) * | 2006-05-31 | 2007-09-10 | Общество С Ограниченной Ответственностью "Научно-Производственная Компания "Нефтехим" (Ооо "Нпк "Нефтехим") | Способ получения топливных дистиллятов |
| RU2317314C1 (ru) * | 2006-11-15 | 2008-02-20 | Федеральное государственное унитарное предприятие "Институт горючих ископаемых-научно-технический центр по комплексной переработке твердых горючих ископаемых" (ФГУП ИГИ) | Способ получения жидких продуктов |
| RU2398812C2 (ru) * | 2008-11-11 | 2010-09-10 | Закрытое акционерное общество "БугурусланНефтеПереработка" (ЗАО "БНП") | Способ получения топливных дистиллятов |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE720825C (de) * | 1937-01-10 | 1942-05-20 | Ig Farbenindustrie Ag | Verfahren zur Druckhydrierung fester Brennstoffe |
| US3519553A (en) * | 1968-04-08 | 1970-07-07 | Hydrocarbon Research Inc | Coal conversion process |
| CA1079665A (en) * | 1976-07-02 | 1980-06-17 | Clyde L. Aldridge | Hydroconversion of an oil-coal mixture |
| US4334976A (en) * | 1980-09-12 | 1982-06-15 | Mobil Oil Corporation | Upgrading of residual oil |
-
1982
- 1982-07-02 GB GB08219275A patent/GB2123025B/en not_active Expired
- 1982-07-02 FR FR8211642A patent/FR2529565B1/fr not_active Expired
- 1982-07-05 DE DE19823225029 patent/DE3225029C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3225029A1 (de) | 1984-01-05 |
| GB2123025A (en) | 1984-01-25 |
| FR2529565A1 (fr) | 1984-01-06 |
| FR2529565B1 (fr) | 1986-11-14 |
| GB2123025B (en) | 1986-07-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| US4338183A (en) | Method of solvent extraction of coal by a heavy oil | |
| DE2729533C2 (de) | ||
| DE1768566A1 (de) | Kohlehydrierverfahren | |
| DE2363064C3 (de) | Verfahren zur Kohleverflüssigung durch Hydrierung von Kohle | |
| DE2457256A1 (de) | Verfahren zur herstellung von synthetischem rohoel aus kohle | |
| DE3414788A1 (de) | Katalytisches kohleverfluessigungsverfahren | |
| US3813329A (en) | Solvent extraction of coal utilizing a heteropoly acid catalyst | |
| DE3903144A1 (de) | Hydrocracken von schweroelen in gegenwart einer eisen-kohle-aufschlaemmung | |
| DE2733186A1 (de) | Kohleverfluessigungsverfahren | |
| DE2733185A1 (de) | Verfahren zur verfluessigung von kohle | |
| DE3201118A1 (de) | Verfahren zum verfluessigen festen kohlenstoffhaltigen materials | |
| DE2635388A1 (de) | Kohleverfluessigungsverfahren | |
| DE3225029C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Wasserstoff angereicherten Kohlenwasserstoffprodukten | |
| DE3835495A1 (de) | Zweistufiges katalytisches kohlehydrierungsverfahren unter extinktionsrueckfuehrung von fraktionen schwerer fluessigkeit | |
| DE2735609A1 (de) | Verfahren zur verfluessigung von kohle | |
| DE2824062A1 (de) | Kohleverfluessigungsverfahren | |
| DE3111763A1 (de) | Verfahren zum hydrocracken von schweren kohlenwasserstoffen unter verwendung von synthesegas | |
| DE3038951C2 (de) | ||
| DE3529795A1 (de) | Verfahren zur verfluessigung von kohle | |
| DE2344251C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Hydrokrackung einer Schwefel, Asche und Asphaltene enthaltenden Kohlenwasserstoffbeschickung | |
| DE2711105C2 (de) | Verfahren zur Umwandlung von Kohle in unter Normalbedingungen flüssige Kohlenwasserstoffe | |
| DE3243143A1 (de) | Verfahren zur umwandlung von kohle in ethylacetatloesliche produkte bei einem kohleverfluessigungsverfahren | |
| DE1212662B (de) | Verfahren zum Entfernen metallischer und stickstoffhaltiger Verunreinigungen aus Kohlenwasserstoffoelen | |
| EP0161290B1 (de) | Verfahren zum verflüssigen von kohle | |
| EP0027962B1 (de) | Verfahren zur Herstellung flüssiger Kohlenwasserstoffe aus Kohle |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8365 | Fully valid after opposition proceedings | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |