DE3222980C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden

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Abstract

Die Fäden werden von einem Fadenvorrat auf eine Konusschärmaschine geschärt, die die Fäden von dem Fadenvorrat abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt. Dabei durchlaufen beim Wickeln jedes Fadenbandes die vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung, die unter Berücksichtigung des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtrommel seitlich verschoben wird. Um insbesondere kurze Webketten wirtschaftlich herstellen zu können, werden die bandweise auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden von einem auf einen Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrat abgezogen.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schären von Fäden von einem Fadenvorrat auf eine Konusschärmaschine, die die Fäden von dem Fadenvorrat abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt, indem beim Wickeln jedes Fadenbandes die vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung durchlaufen, die unter Berücksichtigung des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtrommcl seitlich verschoben wird.
Mit einem derartigen Verfahren, das aus der DE-PS 25 10 517oderderDE-AS26 3l 573 bekannt ist. können Garnfäden gleichmäßig auf der Schärtrommel geschärt werden, so daß sich nach dem Umwickeln von der Schärtrommel auf einen Kettbaum eine gleichmäßige
ίο Webkette ergibt. Auf dem Kettbaum liegen die Kettfaden der Webkette in der erforderlichen Anzahl dicht nebeneinander. Infolgedessen ist das Abweben insbesondere dann erschwert, wenn es sich um feine Garne aus Polyamid, Polyester, ungedreht oder texturiert handelt, sowie um feine Einfachbaumwollgarne. Diese würden beim Abweben aneinanderkleben, so daß das Schlichten entwickelt wurde. Ein Schlichten mit der hohen Fadendecke des fertigen Kettbaums läßt sich jedoch nur schlecht oder überhaupt nicht durchführen, da sich die Fäden nach dem Schlichten schlecht oder gar nicht teilen lassen. Infolgedessen wird das Schlichten mit einem Fadenabstand durchgeführt, bei dem ein Berühren und Verkleben der Fäden miteinander vermieden wird. Die Fäden werden scharwe«e ab Gatter oder von einem Zettelbaum geschlichtet und auf einen Zettelbaum aufgewickelt, vgl. Textüpraxis international, 1980, Heft 9, S. 1042—1051. Mehrere mit geschlichteten Fäden bewickelte Zettelbäume werden in einem Assembliergestell angeordnet und ihre Fäden auf einem Kettbaum zu einer Webkette zusammengeführt. Der Arbeitseinsatz beim Einlegen und Auslegen der Zettelbäume an der Zettelmaschine und an der Schlichtmaschine sowie das Einlegen der Zettelbäume im Assembliergestell sind groß und auch das Einziehen der Fäden im Hakenriet und im Scherenriet sind aufwendig. Infolgedessen ist dieses Zettelschlichtverfahren nur bei großen Kettlängen wirtschaftlich.
Zur Steuerung der Drehzahl des Wickelbaumes bei Wickelmaschinen auf gleichbleibenden Fadenzug ist die Verwendung von Tänzerwalzen aus der DE-PS 7 03 893 bekannt. Die teilweise fadenumschlungene Tänzerwalze ist dem Fadenzug entgegenwirkend belastet, wird also bei wachsender Fadenspannung angehoben, bei nachlassender Fadenspannung abgesenkt. Diese Lageveränderungen werden dazu benutzt, um die Fadenspannung wieder auf den gewünschten Wert zurückzuführen. Die bekannte Tänzerwalze wirkt mit einer am Umfang des Wickelbaumes anliegenden Fühlwalze zusammen. Letztere führt die Grobregelung durch, während die Tänzerwalze die Feinregelung durchführt. Das Zusammenwirken beider Walzen erfolgt mit einem Differentialgetriebe, welches auf den Aufwickelmotor einwirkt. Aus der DE-OS 28 12 100 ist aber auch bereits eine Tänzervorrichtung bekannt, die mit elektrischen Mitteln auf den Motor eines Lieferwerks einwirkt. Die Tänzereinrichtung mißt an einem Einzelstrang und beeinflußt außerdem zusammen mit einer Meßvorrichtung eines zweiten Stranges eine Aufwickeleinrichtung zum gemeinsamen Aufwickeln beider Stränge. Die Mehrfachverknüpfung der bekannten Tänzervorrichtung bedeutet aber auch einen entsprechend großen apparativen Aufwand sowie eine entsprechende Störanfälligkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wikkelverfahren zum Herstellen von Kettbäumen für Webketten anzugeben, mit dem insbesondere kurze Webketten wirtschaftlich hergestellt werden können.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die bandweise
auf die Schärtrommcl aufzuwickelnden Fäden von einem auf einen Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrat abgezogen werden.
Für die Erfindung isi von Bedeutung, daß nach der Erfindung zum Herstellen geschlichteter Webketten das bekannte Zettelschlichtverfahren beibehalten werden kann. Es können also die Fäden ab Gatter oder von einem mit einer Zettelmaschine hergestellten Zettelbaum aufgewickelt werden, der dann der Schärmaschine vorgelegt wird.
Mit dieser wird die Webkette wie beim Schären ab Galter hergestellt. Die Fadenlänge auf dem Zettelbaum hat dabei der Fadenlänge der fertigen Webkette mal Anzahl der Bänder zu entsprechen. Es können aber auch ungeschlichtete Fäden geschärt werden.
Zweckmäßigerweise werden als Fäden des auf den Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrats geschlichtete Fäden und/oder im Rapport angeordnete Fäden verwendet. Ein derartiges Verfahren ist nicht nur bei der Herstellung von kurzen Webketten aus geschlichteten Fäden vorteilhaft, sondern auch bei solchen kurzen Ketten von nur wenigen 100 bis 1000 Metern, deren Fäden bunt und in einem Rapport angeordnet sind. Ein Rapport oder mehrere Rapporte eines Zettelbaums können dann zur Herstellung einer Webkette mit einer Vielzahl nebeneinander liegender Rapporte eines Kettbaums aufgewickelt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung erfolgen beim Aufwickeln der Fäden auf die Schärtrommel ein geregelter Antrieb des Wickelbaums und beim Stillsetzen der Schärtrommel ein geregeltes Abbremsen des Wickelbaums. Während die Konusschärmaschine beim bekannten Schären ab Gatter die Fäden von den den Fadenvorrat bildenden Spulen ohne weiteres abzuziehen vermag, ist ein Antrieb des schweren Wickel- bzw. Zettelbaums durch die feinen Fäden nicht möglich, da diese die zum schnellen Beschleunigen erforderlichen Kräfte nicht ausholten. Das geregelte Antreiben und Abbremsen des Wickelbaums ermöglicht also einen üblichen mit kurzen Hochlaufzeiten und mit hohen Fadenlaufgeschwindigkeiten erfolgenden Schärbetrieb.
Vorteilhafterweise wird die Schärtrommel zu ihrem Stillsetzen über ihren Antriebsmotor heruntergeregelt, also nicht abgebremst, da sonst der Antrieb des Wickelbaums diesen nicht so schnell Abbremsen könnte. Ein derartiges heruntergeregeltes Stillsetzen der Schärtrommel ist auch möglich, da der Wickelbaum ohne Fadenbrüche ist, die beim vorherigen Aufwickeln bzw. Zetteln behoben wurden.
Die im Band der auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden wirkenden Zugkräfte und/oder Fadenlaufgeschwindigkeitesdifferenzen wird zur Regelung des Antriebs des Wickelbaums und/oder des Antriebsmotors der Schärtrommel verwendet. Auf diese Weise werden durch die großen Massen des Wickelbaums bzw. der Schärtrommel auf die Fäden einwirkende übermäßige Kräfte vermieden, die zu einem Fadenbruch führen könnten.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des eingangs genannten Verfahrens ist eine Konusschärmaschine mit einer Fadenzuführungseinrichtung vorhanden, auf dessen Fadenzulaufseite eine Wickelbaumablaufvorrichtung angeordnet ist. Diese hat eine regelbare Antriebseinrichtung und zwischen der Wickelbaumablaufeinrichtung und der Konusschärmaschine ist eine von dem Band der auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden durchlaufene Tänzerwalzeneinrichtung angeordnet. Die Tänzerwalzeneinrichtung weist eine druckzylinderbeaufschlagic Tänzerwalze zwischen zwei lachometrisch überwachten Umlenkwalzcn auf. so daß mit einer üblichen Regeleinrichtung sowohl der Antrieb als auch das Abbremsen des Wickelbaums geregelt werden kön.icn. Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. F.s zeigt
Fig.) eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schärvorrichtung,
in F i g. 2 eine Aufsicht der Schärvorrichtung der F i g. 1 und
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer Regeleinrichtung zum Regeln des Antriebs und des Abbremsens des Wickelbaums.
Die in den Fig. 1.2dargestellte Konusschärmaschine 10 besitzt eine Schärtrommel 11 mit einem Konus 12. der nicht verstellbar ist. Die Schärtrommel 12 ist in einem Maschinengestell 13 drehbar gelagert. Das Maschinengestell 13 ist mit nicht dargestellten Rädern versehen, so daß es in Richtung der Längsachse der Schärtrommel 12 verschoben werden kann. Die Verschiebung erfolgt relativ zu einer Fadenzuführungseinrichtung 14. die von einem Fadenvorrat 15 zulaufende Fäden 16 als geordnetes Band der Schärtrommel 11 zuzuführen gestattet. Um die geordnete Fadenzuführung besser durchführen zu können, ist die Fadenzuführungseinrichtung 14 feststehend angeordnet, so daß sich die Auflaufwinkel der Fäden 16 in der Ebene des Fadenbandes am Auflaufpunkt und kurz davor nicht ändern, wenn ein zweites Fadenband auf die Schärtrommel 11 aufgewikkelt wird. Falls jedoch derartiges in Kauf genommen werden kann, ist es auch möglich, die Schärtrommel 11 fest anzuordnen, und die Fadenzuführungseinrichtung 14 relativ zur Schärtrommel 11 zu bewegen.
Die Fadenzuführungseinrichtung 14 ist z. B. entsprechend der DE-OS 25 10 517 ausgebildet, oder entsprechend der DE OS 26 31 573, so daß die Konusschärmaschine eine von einem Support 17 getragene Fühlwalze 18 hat, welche die Vorschubbewegungen der Schärtrommel 11 steuert sowie eine Fadenleitwalze 19. die in Verbindung mit einem nicht dargestellten Fadenleitriet dafür sorgt, daß die zulaufenden Fäden 16 in einem durch das Fadenleitriet vorgegebenen Abstand voneinander ungespreizt auf die Schärtrommel 11 auflaufen.
Das Verfahren beim Schären kann ebenso erfolgen, wie in der DE-OS 26 31 573 beschrieben. Dabei wird mit einem Steuerpult 20 gesteuert, von dem aus.auch eine Bäummaschine 21 gesteuert wird, wenn die auf die Schärtrommel 11 geschärte vollständige Kette 23 von der Schärtrommel 11 auf einen Kettbaum 22 umgewikkelt werden muß. Dieses Umwickeln erfolgt mit an sich bekannten Mitteln, wie sie beispielsweise in der DE-OS 25 10 517 beschrieben sind, z. B. mit Steuerwalzen 24.
Der Fadenvorrat 15 ist auf einen Wickelbaum 25 aufgewickelt, der in einer Wickelbaumablaufvorrichtung 26 gelagert ist. Diese hat eine Antriebseinrichtung 27 mit einem Antriebsmotor M1, der eine Antriebswelle 29 dreht, von der aus der Antrieb des Wickelbaums 25 erfolgt. Der Wickelbaum 25 ist entnehmbar in Spannpratzen 28 der Ablaufvorrichtung 26 gelagert, die den Wickelbaum 25 zwischen sich einspannen und von denen die der Antriebseinrichtung 27 benachbarte Spannpratze 28 von der Antriebswelle 29 angetrieben wird. Außerdem ist eine Bremse 30 zum Abbremsen des Wik-
b5 kelbaums 25 vorgesehen.
Zwischen der Wickelbaumablaufvorrichtung 26 und der Konusschärmaschine 10 ist eine Tänzerwalzeneinrichtung 31 vorhanden, die eine vor tika !bewegliche Ta η -
zerw alze 32 atifweisl. Die Tanzerw alz.e 32 isl von einem Druckzünder 33 beaufschlagt. In Laufrichtung der Fäden 16 vom Fadenvorrat 15 zur Konusschärmaschine 10 vor und hinter der Tänzerwalze 32 sind eine Umlenkwalze 3-4 und eine Umlenkwalze 35 so angeordnet, daß sie sich stets oberhalb der Tänzerwalze 32 befinden, unabhängig von deren relativ er vertikaler Lage. Dementsprechend verläuft die von den Fäden 16 gebildete Fadenschar gemäß F i g. I über die Umlenkwalzen 34,
35 und unter Umschlingung der unterhalb davon angeordneten Tänzerwalze 32 um etwa 180 .
Zwischen der Tänzerwalzeneinrichtung 31 und der Konusschärmaschine 10 ist eine Fadenkreuz.einrichtung
36 vorgesehen, wie sie beispielsweise aus der DF-OS 27 57 56°) bekannt ist. Diese Ridenkreuzvorrichmng 36 teilt die Schar der von der Tänzerwalzeneinrichtung 31 zulaufenden Fäden 16 unter Bildung eines Faches 36'. in d.is Kreuzfäden in bekannter Weise eingezogen werden, so daß nach dem Kreuzschlagen ein Abschneiden des von der Wickelbaumablaufvorriehtung 26 zur Konusschärmaschine 10 verlaufenden Fadenbandes möglich ist. Die Fadenkreuzeinrichtung 36 ermöglicht es auch, die Schar der Fäden 16 von der dem Wickelbaum 15 entsprechenden Breite auf die geringere Bandbreite zum Konusschären zusammenzuführen. Das in Fadenlaufrichtung hinter der Fadenkreuzeinrichtung 36 gelegene und üblicherweise verwendete Fadenleiiriet ist nicht dargestellt.
Die Konusschärmaschine 10 kann die Fäden 16 von dem Fadenvorrat 15 des Wickelbaums 25 nicht ohne Fadenbruchgefahr abziehen. Der Antriebsmotor M 1 der Antriebseinrichtung 27 der Wickelbaumablaufvorriehtung 26 muß daher in geeigneter Weise geregelt werden. Bei dem Antriebsmotor M 1 handelt es sich um einen Gleichstromnebenschlußmotor mit einem angepaßten Getriebe. Dieser Antriebsmotor M 1 wird von einem Mehrquadranten-Thyristorregelgerät UX gespeist, und zwar in Abhängigkeit von der Tänzerwalzeneinrichtung 31. Deren Tänzerwalze 32 wi.kt mit einem Endlagenschalter 41 zusammen, der die Wickelbaumablaufvorriehtung 26 elektrisch abschaltet, wenn die Tänzerwalze 32 eine oberste oder eine unterste Lage zu überschreiten droht. Die Kontaktgabe erfolgt dabei durch zwei mit der Tänzerwalze 32 höhenverstellbare Kontaktgeber 37,38.
Außerdem steht die Tänzerwalze 32 in Wirkverbindung mit einem Abgriff 39 eines Widerstandsteilers R 1. der von der Tachomaschine 7"1 gespeist wird, die ihrerseits von der Umlenkwalze 35 angetrieben wird. Dem Widerstandsteiler R 1 ist ein Widerstandsteiler R 2 nachgeschaltet, mit dem eine Widerstandsjustierung zur Anpassung an den Regelkreis vorgenommen werden kann.
Die Umlenkwalze 34 ist mit einer Tachomaschine T2 verbunden, die ihre Spannung einem Vergleicher 40 zuführt, der aus den Spannungen UKI der Tachomaschine 72 und Usoii des Abgriffs 39 die erforderliche Regelspannung für das Thyristorregelgerät U1 bildet.
Die Funktion der Fadenschärvorrichtung ist wie folgt:
Zunächst wird der Wickelbaum 25 mit dem Fadenvorrat 15 eingelegt Die Fäden 16 des Fadenvorrats 15 werden in der in den F i g. 1,3 dargestellten Weise durch die Tänzerwalzeneinrichtung 31, die Fadenkreuzeinrichtung 36 und die Fadenzuführungseinrichtung 14 geführt und an der Schärtrommel 11 befestigt. In der Tänzerwalzeneinrichtung 31 wird die Tänzerwalze 32 mit dem Druckzylinder in eine bestimmte Lage gebracht, in der die Zugkraft des Bandes der Fäden 16 einen bestimmten gewünschten Wert hat. Danach wird die Schärtrommel 11 der Konusschärmaschine 10 mit ihrem Antriebsmotor in Umdrehungen versetzt. Infolgedessen
"i steigt die Zugkraft im Band der Fäden 16 an und die Tänzerwalze 32 wird unter Drehung der Umlenkwalze 35 angehoben. Infolgedessen wächst die Spannung (Λ,./.-schnell an, während die Spannung L'„, der Tachomaschine T2 null ist. Daher wird der Antriebsmotor A·/1 angeln steuert und dreht den Wickelbaum 25. Infolge dieser Drehung des Wickelbaums 25 wird über die von den Fäden 16 gedrehte Umlenkwalze 34 auch die Tachomaschine 7~2 angetrieben, so daß die Spannung (7,,, anwächst. Dieses Anwachsen der Spannung {/,„ erfolgt
π solange, wie die Differenzspannung größer als null ist. Erst wenn die Drehgeschwindigkeit der beiden Umlenk walzen 34, 35 gleich groß ist und die Tänzerwalze 32 wieder eine Ausgangslage eingenommen hat. da sie ja durch den Druckzylinder 33 beaufschlagt ist. wird das
2(i Thyristorregelgerät U1 nicht mehr angesteuert und dementsprechend der Antriebsmotor M I nicht mehr beaufschlagt.
Wenn der Schärvorgang angehalten w erden soll, w ird die Schärtrommel 11 stillgesetzt. Infolgedessen sinkt die
2ϊ Zugkraft der Fäden 16 ab. die Umlenkwalze 35 dreht sich langsamer und die von der Tachomaschine T\ an den Widerstandsteiler R 1 angegebene Spannung ist kleinen Daher wandert die druckzylinderbeaufschlagtc Tänzerwalze 32 nach unten aus und die Spannung Uu„, verkleinert sich gegenüber der Spannung Um. Als Folge davon w ird der Antriebsmotor M 1 durch das Thyristorregelgerät U 1 nicht mehr treibend, also im motorischen Betrieb gesteuert, sondern in eirren generatorischen Bremsbetrieb. Die Fadenlaufgeschwindigkeit der Fäden 16 wird also durch Abbremsen des Wickelbaums 25 herabgesetzt, bis die Tänzerwalze 32 wieder ihre Ausgangslage eingenommen hat bzw. bis die Schärtrommel 11 stillsteht. Dabei wird der Antriebsmotor der Schärtrommel 11 derart heruntergeregelt, daß die Abregelung des Antriebsmotor Ml stets ausreichend ist. um ein Nachschieben des Materials durch die Wickelbaumablaufvorrichtung 26 zu verhindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patcniansprüchc:
1. Verfahren zum Schären von Faden von einem Fadenvorrat auf eine Konusschärmaschine, die die Fäden von dem Fadenvorrat abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt, indem beim Wikkeln jedes Fadenbandes die vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung durchlaufen, die unter Berücksichtigung des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtromme! seitlich verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die bandweise auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden Fäden (16) von einem auf einen Wickelbaum (25) aufgewickelten Fadenvorrat (15) abgezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Fäden (16) des auf den Wickelbaum
(25) aufgewickelten Fadenvorrats (15) geschlichtete Fäden und/oder im Rapport angeordnete Fäden verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufwickeln der Fäden (16) auf die Schärtrommel (11) ein geregelter Antrieb des Wickelbaums (25) und beim Stillsetzen der Schärtrommel (11) ein geregeltes Abbremsen des Wickelbaums (25) erfolgen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schärtrommel (11) zu ihrem Stillsetzen über ihren Antriebsmotor heruntergeregelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die im Band der auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden Fäden (16) wirkenden Zugkräfte und/oder Fadenlaufgeschwindigkeitsdifferenzen zur Regelung des Antriebs des Wikkelbaums (25) und/oder des Antriebsmotors der Schärtrommel (11) verwendet werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konusschärmaschine (10) mit einer Fadenzuführungseinrichtung (14) vorhanden ist, auf deren Fadenzulaufseite eine Wickelbaumablaufvorrichtung
(26) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelbaumablaufvorrichtung (26) eine regelbare Antriebseinrichtung (27) hat und daß zwischen der Wickelbaumablaufvorrichtung (26) und der Konusschärmaschine (19) eine von dem Band der auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden Fäden (16) durchlaufene Tänzerwalzeneinrichtung (31) angeordnet ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tänzerwalzeneinrichtung (31) eine druckzylinderbeaufschlagte Tänzerwalze (32) zwischen zwei tachometrisch überwachten Umlenkwalzen (34,35) aufweist.
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