DE3222980C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Schären von FädenInfo
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Abstract
Die Fäden werden von einem Fadenvorrat auf eine Konusschärmaschine geschärt, die die Fäden von dem Fadenvorrat abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt. Dabei durchlaufen beim Wickeln jedes Fadenbandes die vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung, die unter Berücksichtigung des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtrommel seitlich verschoben wird. Um insbesondere kurze Webketten wirtschaftlich herstellen zu können, werden die bandweise auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden von einem auf einen Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrat abgezogen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schären von Fäden von einem Fadenvorrat auf eine
Konusschärmaschine, die die Fäden von dem Fadenvorrat
abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt, indem beim Wickeln jedes Fadenbandes die
vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung durchlaufen, die unter Berücksichtigung
des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden Wickeldicke relativ zur Schärtrommcl
seitlich verschoben wird.
Mit einem derartigen Verfahren, das aus der DE-PS 25 10 517oderderDE-AS26 3l 573 bekannt ist. können
Garnfäden gleichmäßig auf der Schärtrommel geschärt werden, so daß sich nach dem Umwickeln von der
Schärtrommel auf einen Kettbaum eine gleichmäßige
ίο Webkette ergibt. Auf dem Kettbaum liegen die Kettfaden
der Webkette in der erforderlichen Anzahl dicht nebeneinander. Infolgedessen ist das Abweben insbesondere
dann erschwert, wenn es sich um feine Garne aus Polyamid, Polyester, ungedreht oder texturiert handelt,
sowie um feine Einfachbaumwollgarne. Diese würden beim Abweben aneinanderkleben, so daß das
Schlichten entwickelt wurde. Ein Schlichten mit der hohen Fadendecke des fertigen Kettbaums läßt sich jedoch
nur schlecht oder überhaupt nicht durchführen, da sich die Fäden nach dem Schlichten schlecht oder gar
nicht teilen lassen. Infolgedessen wird das Schlichten mit einem Fadenabstand durchgeführt, bei dem ein Berühren
und Verkleben der Fäden miteinander vermieden wird. Die Fäden werden scharwe«e ab Gatter oder von
einem Zettelbaum geschlichtet und auf einen Zettelbaum aufgewickelt, vgl. Textüpraxis international, 1980,
Heft 9, S. 1042—1051. Mehrere mit geschlichteten Fäden
bewickelte Zettelbäume werden in einem Assembliergestell angeordnet und ihre Fäden auf einem Kettbaum
zu einer Webkette zusammengeführt. Der Arbeitseinsatz beim Einlegen und Auslegen der Zettelbäume
an der Zettelmaschine und an der Schlichtmaschine sowie das Einlegen der Zettelbäume im Assembliergestell
sind groß und auch das Einziehen der Fäden im Hakenriet und im Scherenriet sind aufwendig. Infolgedessen
ist dieses Zettelschlichtverfahren nur bei großen Kettlängen wirtschaftlich.
Zur Steuerung der Drehzahl des Wickelbaumes bei Wickelmaschinen auf gleichbleibenden Fadenzug ist die
Verwendung von Tänzerwalzen aus der DE-PS 7 03 893 bekannt. Die teilweise fadenumschlungene Tänzerwalze
ist dem Fadenzug entgegenwirkend belastet, wird also bei wachsender Fadenspannung angehoben, bei nachlassender
Fadenspannung abgesenkt. Diese Lageveränderungen werden dazu benutzt, um die Fadenspannung
wieder auf den gewünschten Wert zurückzuführen. Die bekannte Tänzerwalze wirkt mit einer am Umfang des
Wickelbaumes anliegenden Fühlwalze zusammen. Letztere führt die Grobregelung durch, während die Tänzerwalze
die Feinregelung durchführt. Das Zusammenwirken beider Walzen erfolgt mit einem Differentialgetriebe,
welches auf den Aufwickelmotor einwirkt. Aus der DE-OS 28 12 100 ist aber auch bereits eine Tänzervorrichtung
bekannt, die mit elektrischen Mitteln auf den Motor eines Lieferwerks einwirkt. Die Tänzereinrichtung
mißt an einem Einzelstrang und beeinflußt außerdem zusammen mit einer Meßvorrichtung eines zweiten
Stranges eine Aufwickeleinrichtung zum gemeinsamen Aufwickeln beider Stränge. Die Mehrfachverknüpfung
der bekannten Tänzervorrichtung bedeutet aber auch einen entsprechend großen apparativen Aufwand sowie
eine entsprechende Störanfälligkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wikkelverfahren zum Herstellen von Kettbäumen für Webketten
anzugeben, mit dem insbesondere kurze Webketten wirtschaftlich hergestellt werden können.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die bandweise
auf die Schärtrommcl aufzuwickelnden Fäden von einem
auf einen Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrat abgezogen werden.
Für die Erfindung isi von Bedeutung, daß nach der
Erfindung zum Herstellen geschlichteter Webketten das bekannte Zettelschlichtverfahren beibehalten werden
kann. Es können also die Fäden ab Gatter oder von einem mit einer Zettelmaschine hergestellten Zettelbaum
aufgewickelt werden, der dann der Schärmaschine vorgelegt wird.
Mit dieser wird die Webkette wie beim Schären ab Galter hergestellt. Die Fadenlänge auf dem Zettelbaum
hat dabei der Fadenlänge der fertigen Webkette mal Anzahl der Bänder zu entsprechen. Es können aber auch
ungeschlichtete Fäden geschärt werden.
Zweckmäßigerweise werden als Fäden des auf den Wickelbaum aufgewickelten Fadenvorrats geschlichtete
Fäden und/oder im Rapport angeordnete Fäden verwendet. Ein derartiges Verfahren ist nicht nur bei der
Herstellung von kurzen Webketten aus geschlichteten Fäden vorteilhaft, sondern auch bei solchen kurzen Ketten
von nur wenigen 100 bis 1000 Metern, deren Fäden bunt und in einem Rapport angeordnet sind. Ein Rapport
oder mehrere Rapporte eines Zettelbaums können dann zur Herstellung einer Webkette mit einer Vielzahl
nebeneinander liegender Rapporte eines Kettbaums aufgewickelt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung erfolgen beim Aufwickeln der Fäden auf die Schärtrommel ein geregelter
Antrieb des Wickelbaums und beim Stillsetzen der Schärtrommel ein geregeltes Abbremsen des Wickelbaums.
Während die Konusschärmaschine beim bekannten Schären ab Gatter die Fäden von den den Fadenvorrat
bildenden Spulen ohne weiteres abzuziehen vermag, ist ein Antrieb des schweren Wickel- bzw. Zettelbaums
durch die feinen Fäden nicht möglich, da diese die zum schnellen Beschleunigen erforderlichen Kräfte
nicht ausholten. Das geregelte Antreiben und Abbremsen des Wickelbaums ermöglicht also einen üblichen mit
kurzen Hochlaufzeiten und mit hohen Fadenlaufgeschwindigkeiten erfolgenden Schärbetrieb.
Vorteilhafterweise wird die Schärtrommel zu ihrem Stillsetzen über ihren Antriebsmotor heruntergeregelt,
also nicht abgebremst, da sonst der Antrieb des Wickelbaums diesen nicht so schnell Abbremsen könnte. Ein
derartiges heruntergeregeltes Stillsetzen der Schärtrommel ist auch möglich, da der Wickelbaum ohne Fadenbrüche
ist, die beim vorherigen Aufwickeln bzw. Zetteln behoben wurden.
Die im Band der auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden wirkenden Zugkräfte und/oder Fadenlaufgeschwindigkeitesdifferenzen
wird zur Regelung des Antriebs des Wickelbaums und/oder des Antriebsmotors der Schärtrommel verwendet. Auf diese Weise werden
durch die großen Massen des Wickelbaums bzw. der Schärtrommel auf die Fäden einwirkende übermäßige
Kräfte vermieden, die zu einem Fadenbruch führen könnten.
Bei einer Vorrichtung zur Durchführung des eingangs genannten Verfahrens ist eine Konusschärmaschine mit
einer Fadenzuführungseinrichtung vorhanden, auf dessen Fadenzulaufseite eine Wickelbaumablaufvorrichtung
angeordnet ist. Diese hat eine regelbare Antriebseinrichtung und zwischen der Wickelbaumablaufeinrichtung
und der Konusschärmaschine ist eine von dem Band der auf die Schärtrommel aufzuwickelnden Fäden
durchlaufene Tänzerwalzeneinrichtung angeordnet. Die Tänzerwalzeneinrichtung weist eine druckzylinderbeaufschlagic
Tänzerwalze zwischen zwei lachometrisch überwachten Umlenkwalzcn auf. so daß mit einer üblichen
Regeleinrichtung sowohl der Antrieb als auch das Abbremsen des Wickelbaums geregelt werden kön.icn.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. F.s
zeigt
Fig.) eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schärvorrichtung,
in F i g. 2 eine Aufsicht der Schärvorrichtung der F i g. 1
und
F i g. 3 eine schematische Darstellung einer Regeleinrichtung zum Regeln des Antriebs und des Abbremsens
des Wickelbaums.
Die in den Fig. 1.2dargestellte Konusschärmaschine
10 besitzt eine Schärtrommel 11 mit einem Konus 12. der nicht verstellbar ist. Die Schärtrommel 12 ist in einem
Maschinengestell 13 drehbar gelagert. Das Maschinengestell 13 ist mit nicht dargestellten Rädern versehen,
so daß es in Richtung der Längsachse der Schärtrommel 12 verschoben werden kann. Die Verschiebung
erfolgt relativ zu einer Fadenzuführungseinrichtung 14. die von einem Fadenvorrat 15 zulaufende Fäden 16 als
geordnetes Band der Schärtrommel 11 zuzuführen gestattet. Um die geordnete Fadenzuführung besser
durchführen zu können, ist die Fadenzuführungseinrichtung 14 feststehend angeordnet, so daß sich die Auflaufwinkel
der Fäden 16 in der Ebene des Fadenbandes am Auflaufpunkt und kurz davor nicht ändern, wenn ein
zweites Fadenband auf die Schärtrommel 11 aufgewikkelt wird. Falls jedoch derartiges in Kauf genommen
werden kann, ist es auch möglich, die Schärtrommel 11 fest anzuordnen, und die Fadenzuführungseinrichtung
14 relativ zur Schärtrommel 11 zu bewegen.
Die Fadenzuführungseinrichtung 14 ist z. B. entsprechend der DE-OS 25 10 517 ausgebildet, oder entsprechend
der DE OS 26 31 573, so daß die Konusschärmaschine eine von einem Support 17 getragene Fühlwalze
18 hat, welche die Vorschubbewegungen der Schärtrommel 11 steuert sowie eine Fadenleitwalze 19. die in
Verbindung mit einem nicht dargestellten Fadenleitriet dafür sorgt, daß die zulaufenden Fäden 16 in einem
durch das Fadenleitriet vorgegebenen Abstand voneinander ungespreizt auf die Schärtrommel 11 auflaufen.
Das Verfahren beim Schären kann ebenso erfolgen, wie in der DE-OS 26 31 573 beschrieben. Dabei wird mit
einem Steuerpult 20 gesteuert, von dem aus.auch eine Bäummaschine 21 gesteuert wird, wenn die auf die
Schärtrommel 11 geschärte vollständige Kette 23 von der Schärtrommel 11 auf einen Kettbaum 22 umgewikkelt
werden muß. Dieses Umwickeln erfolgt mit an sich bekannten Mitteln, wie sie beispielsweise in der DE-OS
25 10 517 beschrieben sind, z. B. mit Steuerwalzen 24.
Der Fadenvorrat 15 ist auf einen Wickelbaum 25 aufgewickelt, der in einer Wickelbaumablaufvorrichtung 26
gelagert ist. Diese hat eine Antriebseinrichtung 27 mit einem Antriebsmotor M1, der eine Antriebswelle 29
dreht, von der aus der Antrieb des Wickelbaums 25 erfolgt. Der Wickelbaum 25 ist entnehmbar in Spannpratzen
28 der Ablaufvorrichtung 26 gelagert, die den Wickelbaum 25 zwischen sich einspannen und von denen
die der Antriebseinrichtung 27 benachbarte Spannpratze 28 von der Antriebswelle 29 angetrieben wird.
Außerdem ist eine Bremse 30 zum Abbremsen des Wik-
b5 kelbaums 25 vorgesehen.
Zwischen der Wickelbaumablaufvorrichtung 26 und der Konusschärmaschine 10 ist eine Tänzerwalzeneinrichtung
31 vorhanden, die eine vor tika !bewegliche Ta η -
zerw alze 32 atifweisl. Die Tanzerw alz.e 32 isl von einem
Druckzünder 33 beaufschlagt. In Laufrichtung der Fäden
16 vom Fadenvorrat 15 zur Konusschärmaschine 10 vor und hinter der Tänzerwalze 32 sind eine Umlenkwalze
3-4 und eine Umlenkwalze 35 so angeordnet, daß sie sich stets oberhalb der Tänzerwalze 32 befinden,
unabhängig von deren relativ er vertikaler Lage. Dementsprechend verläuft die von den Fäden 16 gebildete
Fadenschar gemäß F i g. I über die Umlenkwalzen 34,
35 und unter Umschlingung der unterhalb davon angeordneten Tänzerwalze 32 um etwa 180 .
Zwischen der Tänzerwalzeneinrichtung 31 und der Konusschärmaschine 10 ist eine Fadenkreuz.einrichtung
36 vorgesehen, wie sie beispielsweise aus der DF-OS
27 57 56°) bekannt ist. Diese Ridenkreuzvorrichmng 36
teilt die Schar der von der Tänzerwalzeneinrichtung 31 zulaufenden Fäden 16 unter Bildung eines Faches 36'. in
d.is Kreuzfäden in bekannter Weise eingezogen werden,
so daß nach dem Kreuzschlagen ein Abschneiden des von der Wickelbaumablaufvorriehtung 26 zur Konusschärmaschine
10 verlaufenden Fadenbandes möglich ist. Die Fadenkreuzeinrichtung 36 ermöglicht es
auch, die Schar der Fäden 16 von der dem Wickelbaum
15 entsprechenden Breite auf die geringere Bandbreite zum Konusschären zusammenzuführen. Das in Fadenlaufrichtung
hinter der Fadenkreuzeinrichtung 36 gelegene und üblicherweise verwendete Fadenleiiriet ist
nicht dargestellt.
Die Konusschärmaschine 10 kann die Fäden 16 von dem Fadenvorrat 15 des Wickelbaums 25 nicht ohne
Fadenbruchgefahr abziehen. Der Antriebsmotor M 1 der Antriebseinrichtung 27 der Wickelbaumablaufvorriehtung
26 muß daher in geeigneter Weise geregelt werden. Bei dem Antriebsmotor M 1 handelt es sich um
einen Gleichstromnebenschlußmotor mit einem angepaßten Getriebe. Dieser Antriebsmotor M 1 wird von
einem Mehrquadranten-Thyristorregelgerät UX gespeist,
und zwar in Abhängigkeit von der Tänzerwalzeneinrichtung 31. Deren Tänzerwalze 32 wi.kt mit einem
Endlagenschalter 41 zusammen, der die Wickelbaumablaufvorriehtung 26 elektrisch abschaltet, wenn die Tänzerwalze
32 eine oberste oder eine unterste Lage zu überschreiten droht. Die Kontaktgabe erfolgt dabei
durch zwei mit der Tänzerwalze 32 höhenverstellbare Kontaktgeber 37,38.
Außerdem steht die Tänzerwalze 32 in Wirkverbindung mit einem Abgriff 39 eines Widerstandsteilers R 1.
der von der Tachomaschine 7"1 gespeist wird, die ihrerseits
von der Umlenkwalze 35 angetrieben wird. Dem Widerstandsteiler R 1 ist ein Widerstandsteiler R 2
nachgeschaltet, mit dem eine Widerstandsjustierung zur Anpassung an den Regelkreis vorgenommen werden
kann.
Die Umlenkwalze 34 ist mit einer Tachomaschine T2 verbunden, die ihre Spannung einem Vergleicher 40 zuführt, der aus den Spannungen UKI der Tachomaschine
72 und Usoii des Abgriffs 39 die erforderliche Regelspannung für das Thyristorregelgerät U1 bildet.
Die Funktion der Fadenschärvorrichtung ist wie folgt:
Zunächst wird der Wickelbaum 25 mit dem Fadenvorrat 15 eingelegt Die Fäden 16 des Fadenvorrats 15
werden in der in den F i g. 1,3 dargestellten Weise durch die Tänzerwalzeneinrichtung 31, die Fadenkreuzeinrichtung 36 und die Fadenzuführungseinrichtung 14 geführt und an der Schärtrommel 11 befestigt. In der Tänzerwalzeneinrichtung 31 wird die Tänzerwalze 32 mit
dem Druckzylinder in eine bestimmte Lage gebracht, in der die Zugkraft des Bandes der Fäden 16 einen bestimmten
gewünschten Wert hat. Danach wird die Schärtrommel 11 der Konusschärmaschine 10 mit ihrem
Antriebsmotor in Umdrehungen versetzt. Infolgedessen
"i steigt die Zugkraft im Band der Fäden 16 an und die
Tänzerwalze 32 wird unter Drehung der Umlenkwalze 35 angehoben. Infolgedessen wächst die Spannung (Λ,./.-schnell
an, während die Spannung L'„, der Tachomaschine
T2 null ist. Daher wird der Antriebsmotor A·/1 angeln
steuert und dreht den Wickelbaum 25. Infolge dieser Drehung des Wickelbaums 25 wird über die von den
Fäden 16 gedrehte Umlenkwalze 34 auch die Tachomaschine 7~2 angetrieben, so daß die Spannung (7,,, anwächst.
Dieses Anwachsen der Spannung {/,„ erfolgt
π solange, wie die Differenzspannung größer als null ist.
Erst wenn die Drehgeschwindigkeit der beiden Umlenk walzen 34, 35 gleich groß ist und die Tänzerwalze 32
wieder eine Ausgangslage eingenommen hat. da sie ja durch den Druckzylinder 33 beaufschlagt ist. wird das
2(i Thyristorregelgerät U1 nicht mehr angesteuert und
dementsprechend der Antriebsmotor M I nicht mehr beaufschlagt.
Wenn der Schärvorgang angehalten w erden soll, w ird
die Schärtrommel 11 stillgesetzt. Infolgedessen sinkt die
2ϊ Zugkraft der Fäden 16 ab. die Umlenkwalze 35 dreht
sich langsamer und die von der Tachomaschine T\ an den Widerstandsteiler R 1 angegebene Spannung ist
kleinen Daher wandert die druckzylinderbeaufschlagtc Tänzerwalze 32 nach unten aus und die Spannung Uu„,
verkleinert sich gegenüber der Spannung Um. Als Folge
davon w ird der Antriebsmotor M 1 durch das Thyristorregelgerät U 1 nicht mehr treibend, also im motorischen
Betrieb gesteuert, sondern in eirren generatorischen Bremsbetrieb. Die Fadenlaufgeschwindigkeit der Fäden
16 wird also durch Abbremsen des Wickelbaums 25 herabgesetzt, bis die Tänzerwalze 32 wieder ihre Ausgangslage
eingenommen hat bzw. bis die Schärtrommel 11 stillsteht. Dabei wird der Antriebsmotor der Schärtrommel
11 derart heruntergeregelt, daß die Abregelung des Antriebsmotor Ml stets ausreichend ist. um
ein Nachschieben des Materials durch die Wickelbaumablaufvorrichtung 26 zu verhindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum Schären von Faden von einem
Fadenvorrat auf eine Konusschärmaschine, die die
Fäden von dem Fadenvorrat abzieht und bandweise auf eine Schärtrommel aufwickelt, indem beim Wikkeln
jedes Fadenbandes die vom Fadenvorrat abgezogenen Fäden eine Fadenführungseinrichtung
durchlaufen, die unter Berücksichtigung des Konuswinkels und proportional der beim Aufwickeln anwachsenden
Wickeldicke relativ zur Schärtromme! seitlich verschoben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die bandweise auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden Fäden (16) von einem auf
einen Wickelbaum (25) aufgewickelten Fadenvorrat (15) abgezogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Fäden (16) des auf den Wickelbaum
(25) aufgewickelten Fadenvorrats (15) geschlichtete Fäden und/oder im Rapport angeordnete Fäden
verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufwickeln der Fäden (16)
auf die Schärtrommel (11) ein geregelter Antrieb des
Wickelbaums (25) und beim Stillsetzen der Schärtrommel (11) ein geregeltes Abbremsen des Wickelbaums
(25) erfolgen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schärtrommel (11) zu ihrem Stillsetzen über ihren Antriebsmotor heruntergeregelt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die im Band der auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden Fäden (16) wirkenden
Zugkräfte und/oder Fadenlaufgeschwindigkeitsdifferenzen zur Regelung des Antriebs des Wikkelbaums
(25) und/oder des Antriebsmotors der Schärtrommel (11) verwendet werden.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Konusschärmaschine (10) mit einer Fadenzuführungseinrichtung (14) vorhanden ist, auf deren Fadenzulaufseite
eine Wickelbaumablaufvorrichtung
(26) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelbaumablaufvorrichtung (26)
eine regelbare Antriebseinrichtung (27) hat und daß zwischen der Wickelbaumablaufvorrichtung (26)
und der Konusschärmaschine (19) eine von dem Band der auf die Schärtrommel (11) aufzuwickelnden
Fäden (16) durchlaufene Tänzerwalzeneinrichtung (31) angeordnet ist
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tänzerwalzeneinrichtung (31) eine
druckzylinderbeaufschlagte Tänzerwalze (32) zwischen zwei tachometrisch überwachten Umlenkwalzen
(34,35) aufweist.
Priority Applications (3)
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| DE3222980A DE3222980C2 (de) | 1982-06-19 | 1982-06-19 | Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden |
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| US2343181A (en) * | 1940-04-03 | 1944-02-29 | Winfield B Heinz | Automatic tension control |
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| DE2510517C3 (de) * | 1975-03-11 | 1979-06-13 | Hacoba Textilmaschinen Gmbh & Co Kg, 5600 Wuppertal | Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden |
| DE2631573C3 (de) * | 1976-07-14 | 1986-07-10 | Hacoba Textilmaschinen Gmbh & Co Kg, 5600 Wuppertal | Verfahren und Vorrichtung zum Schären von Fäden |
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1982
- 1982-06-19 DE DE3222980A patent/DE3222980C2/de not_active Expired - Lifetime
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1983
- 1983-05-03 CH CH2392/83A patent/CH659496A5/de not_active IP Right Cessation
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| IT1159412B (it) | 1987-02-25 |
| DE3222980A1 (de) | 1983-12-22 |
| CH659496A5 (de) | 1987-01-30 |
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