DE320994C - Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn - Google Patents

Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn

Info

Publication number
DE320994C
DE320994C DE1914320994D DE320994DD DE320994C DE 320994 C DE320994 C DE 320994C DE 1914320994 D DE1914320994 D DE 1914320994D DE 320994D D DE320994D D DE 320994DD DE 320994 C DE320994 C DE 320994C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
backing
mass
web
fabric web
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1914320994D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALBERT STEINHAUS
Original Assignee
ALBERT STEINHAUS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALBERT STEINHAUS filed Critical ALBERT STEINHAUS
Application granted granted Critical
Publication of DE320994C publication Critical patent/DE320994C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/0086Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof characterised by the application technique

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn. Es ist schon auf die verschiedenste Weise versucht worden, Walz-, Preß- und Streicherzeugnisse, deren Träger ein Unterlagsgewebe ist, möglichst homogen zu gestalten. Das Ziel ist die denkbar weitestgehende Ausschaltung der sich widerstrebenden besonderen Eigenschaften des Unterlagsgewebes und der Masseschicht. Ein Versuch, dieses Ziel zu erreichen, bestand darin, daß ein möglichst leichtes Unterlagsgewebe zur Anwendung kam. Da dieses aber den während des Walzo. dgl. Vorganges auftretenden Beanspruchungen nicht den genügenden Widerstand bietet, so wurde noch ein zweites Gewebe gleichzeitig benutzt, das zusammen mit dem eigentlichen Unterlagsgewebe die Zugfestigkeit der üblichen einzelnen Gewebe besitzt. Beide Gewebebahnen wurden dann durch den Kalander geführt, das obere mit der Walz- o. dgl. Schicht bedeckt und das untere Gewebe nach dem Austritt aus dem Kalander wieder abgezogen, aufgerollt und später in einem nachfolgenden -Arbeitsgang gemeinsam mit -einem neuen Unterlagsgewebe bewalzt bzw. bestrichen. Vor dem Kalander befanden sich hierbei zwei Rollen Gewebe und hinter dem Kalander eine Rolle des fertigen Erzeugnisses, welches aus der Walzschicht und einem Unterlagsgewebe bestand, und eine zweite Rolle des wieder aufgewickelten Mitläufergewebes. Eine andere Ausführungsform zur Erreichung des angegebenen Zieles war, daß auf ein Gewebe in geeigneter Zurichtung eine Art Fadengelege, also Kettenfäden ohne Schuß, aufgebracht wurde, das dann zusammen mit dem ersteren Gewebe den Kalander durchlief und die Walzschicht aufgepreßt erhielt.
  • Beide Verfahren haben sich nicht bewährt. Im ersteren Falle ist es schon störend, wenn mit vier Rollen gearbeitet werden muß, die für das Ab- und Aufwickeln beider Stoffbahneci benötigt werden. Weiterhin ist es unmöglich, beide Stoffbahnen zweimal durch den Kalander laufen zu lassen, ohne daß die Gewebe Verletzungen und Verdehnungen erhalten.
  • Da jedes Gewebe zweimal durch den Kalander gehen mußte, so zeigten sich namentlich infolge von Verzerrungen so große Ungleichförmigkeiten, daß ein einwandfreies Erzeugnis nicht erhalten werden konnte. Die Gewebe zerreißen stellenweise, es entstehen Blasen, und wenn im günstigsten Fall auch nicht gerade Ausschuß mit sichtbaren Mängeln erhalten wird, so bleiben zum mindesten infolge der Verdehnungen. und Verzerrungen die Mängel in dem Fertigerzeugnis. In dem zweiten Fall, wo ein Gewebe ein lediglich loses Fadengebilde zu tragen hat, war es Überhaupt nicht möglich, ein brauchbares Erzeugnis zu erzielen, weil sich die ungebundenen Fäden nicht in der gewünschten Weise durch den Arbeitsgang führen ließen.
  • Das vorliegende Verfahren soll die geschilderten Mängel beseitigen und ein Erzeugnis, z. B. eine Linoleumschicht, von höchster Gleichförmigkeit ergeben. Das Verfahren besteht darin, daß auf einer geeigneten Vorrichtung eine Art Doppelgewebe durch leichte Verklebung von zwei Gewebeschichten hergestellt wird, die infolge der gewählten Anzahl von Ketten- und Schußfäden auf die Einheit durch nachfolgendes Pressen so in eine Ebene gebracht und durch den leichten Klebverband darin erhalten werden, daß sich beide Gewebe als ein einheitliches auf eine Rolle wickeln lassen. Bei der Auf- und Abrollung entstehen daher. keine verschiedenen Umfangslängen, und es läßt sich so bewalzen, wie wenn es nur ein einschichtiges Unterlagsgewebe wäre.
  • Die in der angegebenen Weise vorbereitete Gewebebahn wird dann durch die für den beabsichtigten Arbeitsgang erforderlichen Maschinen, hier z. B. Kalanderwalzen, geführt. Es ist in seiner Gesamtheit so zugkräftig, daß es die Spannung in der Maschine überwindet. Nach dem Austritt der bewalzten Bahn wird die untere Gewebeschicht hinter den Kalandern abgelöst und für sich aufgerollt. Dem Ablösen setzt der leichte Klebverband keinen nennenswerten Widerstand entgegen. jede der beiden Gewebeschichten bildet für sich ein verhältnismäßig loses Gebilde, dagegen sind beide zusammen ein vollständiges Ganzes. Es ist einleuchtend, daß für beide Gewebebahnen meist nur weitmaschige Gebilde in Frage kommen, bei denen nach der Trennung etwaige Verzerrungen und Klebspuren keine nachteiligen Folgen hinterlassen.
  • Gegen das ältere Verfahren hat man bei dem vorliegenden nur mit drei Rollen zu rechnen, da nur hinter dem Kalander zwei Rollen für das Aufwickeln der die Masseschicht tragenden Bahn und der von dieser getrennten Bahn erforderlich sind, wogegen vor dem Kalander nur eine einzige Rolle erforderlich ist, die die verklebten Gewebeschichten als eine einheitliche Bahn aufgewickelt trägt. Die abgezogene Gewebebahn wird dann für einen folgenden Arbeitsgang selbst als Unterlage benutzt.
  • Die Bindung der in verschiedener Lage zueinander verlegten Fadenschichten kann auf verschiedene Weise unterstützt und verstärkt werden. Ist ein größerer Widerstand des Stoffes in der Ouerrichtung erwünscht, dann wird eine größere Schußzahl auf die Längeneinheit gewählt. Ist beabsichtigt, für jeden folgenden Arbeitsgang ein neues Unterlagsgewebe anzuwenden, dann braucht die untere Stoffschicht nur aus Kettenfäden zu bestehen, die auf irgendeine Weise einen leichten Verband durchKlebstoff, gegebenenfalls mit querverlegten Fäden, erhalten haben. Die einzelnen Fäden werden dann nach dem Arbeitsgang aufgespult und beliebig anderweitig verwertet und selbst zur Herstellung eines ganz anderen Weberzeugnisses verwendet. Der Klebstoff ist dabei durchaus unschädlich, weil er numnehr als Schlichte für die Fäden wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn unter Benutzung zweier mit der Deckmasse durch eine Walzenpresse hindurchgeführter Gewebebahnen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei weitmaschige Gewebebahnen in ineinander zusammengepreßtem und miteinander leicht verklebtem Zustande der Deckmassebahn auf derselben Seite zugeführt und in an sich bekannter Weise nach dem Durchführen durch die Walzen wieder voneinander getrennt werden.
DE1914320994D 1914-02-15 1914-02-15 Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn Expired DE320994C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE320994T 1914-02-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE320994C true DE320994C (de) 1921-06-10

Family

ID=6158639

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1914320994D Expired DE320994C (de) 1914-02-15 1914-02-15 Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE320994C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1560684C2 (de) Vorrichtung zur Herstellung eines Textilverbundstoffes
DE69400178T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Wegwerfreinigungstüchern und so hergestellte Reinigungstücher
DE1292549B (de) Verfahren zur Herstellung von Faservliesen sowie Flortaefler zum Durchfuehren des Verfahrens
DE896291C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausbreiten von fortlaufenden Faser- oder Fadengebildenin willkuerlichen Mustern auf eine sich bewegende Oberflaeche, insbesondere Papierbahn, zum Verstaerken derselben
DE1913128C3 (de) Verfahren zum Mustern einer ungewebten Texülstoffbahn. Ausscheidung in: 1966624
DE2260716C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer textilen Materialbahn oder dgl.
DE1560758A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Stoffes,der in der Textilindustrie vielseitig verwendbar ist
DE2528874A1 (de) Verfahren zum zusammenkaschieren zweier bahnen
DE2613822A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum strekken von vliesstoffbahnen aus orientierbarem, polymerem material
DE1560759A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines band- oder bahnfoermigen Werkstoffs
DE320994C (de) Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn
DE2314889A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer nur aus kettfaeden bestehenden beschichteten gewebebahn
DE60006592T2 (de) Wellpappenmaschine
DE2139674A1 (de) Gewebter Gegenstand, z B Teppich grobgewebe und Verfahren zu dessen Her stellung
DE2328470C2 (de) Verfahren zum Herstellen von spleißnetz-verstärktemTextilfaservliesstoff
DE315552C (de)
DE1809856A1 (de) Aus Fasern zusammengeklebter Stoff und Verfahren zu seiner Herstellung
AT128052B (de) Verfahren zur Herstellung von profilierten oder glatten Gummifabrikaten, insbesondere Fußbodenbelägen.
DE2343357C3 (de) Verstärktes Papier-Schichtmaterial
DE2124139B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE540117C (de) Verfahren zum Besticken von mehrschichtigen Langwaren auf der Gatterstickmaschine
DE1596658B1 (de) Nichtstarres formrohr fuer glasfasern und verfahren zu seiner herstellung
DE1182571B (de) Vorrichtung zum Herstellen von Tabakwarenfiltern
DE536141C (de) Einrichtung zum Herstellen einseitiger und doppelseitiger Wellpappe
AT340233B (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer mehrlagigen papier- oder kartonbahn oder eines -bogens