DE320994C - Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn - Google Patents
Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer GewebebahnInfo
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- D06N3/00—Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
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Description
- Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn. Es ist schon auf die verschiedenste Weise versucht worden, Walz-, Preß- und Streicherzeugnisse, deren Träger ein Unterlagsgewebe ist, möglichst homogen zu gestalten. Das Ziel ist die denkbar weitestgehende Ausschaltung der sich widerstrebenden besonderen Eigenschaften des Unterlagsgewebes und der Masseschicht. Ein Versuch, dieses Ziel zu erreichen, bestand darin, daß ein möglichst leichtes Unterlagsgewebe zur Anwendung kam. Da dieses aber den während des Walzo. dgl. Vorganges auftretenden Beanspruchungen nicht den genügenden Widerstand bietet, so wurde noch ein zweites Gewebe gleichzeitig benutzt, das zusammen mit dem eigentlichen Unterlagsgewebe die Zugfestigkeit der üblichen einzelnen Gewebe besitzt. Beide Gewebebahnen wurden dann durch den Kalander geführt, das obere mit der Walz- o. dgl. Schicht bedeckt und das untere Gewebe nach dem Austritt aus dem Kalander wieder abgezogen, aufgerollt und später in einem nachfolgenden -Arbeitsgang gemeinsam mit -einem neuen Unterlagsgewebe bewalzt bzw. bestrichen. Vor dem Kalander befanden sich hierbei zwei Rollen Gewebe und hinter dem Kalander eine Rolle des fertigen Erzeugnisses, welches aus der Walzschicht und einem Unterlagsgewebe bestand, und eine zweite Rolle des wieder aufgewickelten Mitläufergewebes. Eine andere Ausführungsform zur Erreichung des angegebenen Zieles war, daß auf ein Gewebe in geeigneter Zurichtung eine Art Fadengelege, also Kettenfäden ohne Schuß, aufgebracht wurde, das dann zusammen mit dem ersteren Gewebe den Kalander durchlief und die Walzschicht aufgepreßt erhielt.
- Beide Verfahren haben sich nicht bewährt. Im ersteren Falle ist es schon störend, wenn mit vier Rollen gearbeitet werden muß, die für das Ab- und Aufwickeln beider Stoffbahneci benötigt werden. Weiterhin ist es unmöglich, beide Stoffbahnen zweimal durch den Kalander laufen zu lassen, ohne daß die Gewebe Verletzungen und Verdehnungen erhalten.
- Da jedes Gewebe zweimal durch den Kalander gehen mußte, so zeigten sich namentlich infolge von Verzerrungen so große Ungleichförmigkeiten, daß ein einwandfreies Erzeugnis nicht erhalten werden konnte. Die Gewebe zerreißen stellenweise, es entstehen Blasen, und wenn im günstigsten Fall auch nicht gerade Ausschuß mit sichtbaren Mängeln erhalten wird, so bleiben zum mindesten infolge der Verdehnungen. und Verzerrungen die Mängel in dem Fertigerzeugnis. In dem zweiten Fall, wo ein Gewebe ein lediglich loses Fadengebilde zu tragen hat, war es Überhaupt nicht möglich, ein brauchbares Erzeugnis zu erzielen, weil sich die ungebundenen Fäden nicht in der gewünschten Weise durch den Arbeitsgang führen ließen.
- Das vorliegende Verfahren soll die geschilderten Mängel beseitigen und ein Erzeugnis, z. B. eine Linoleumschicht, von höchster Gleichförmigkeit ergeben. Das Verfahren besteht darin, daß auf einer geeigneten Vorrichtung eine Art Doppelgewebe durch leichte Verklebung von zwei Gewebeschichten hergestellt wird, die infolge der gewählten Anzahl von Ketten- und Schußfäden auf die Einheit durch nachfolgendes Pressen so in eine Ebene gebracht und durch den leichten Klebverband darin erhalten werden, daß sich beide Gewebe als ein einheitliches auf eine Rolle wickeln lassen. Bei der Auf- und Abrollung entstehen daher. keine verschiedenen Umfangslängen, und es läßt sich so bewalzen, wie wenn es nur ein einschichtiges Unterlagsgewebe wäre.
- Die in der angegebenen Weise vorbereitete Gewebebahn wird dann durch die für den beabsichtigten Arbeitsgang erforderlichen Maschinen, hier z. B. Kalanderwalzen, geführt. Es ist in seiner Gesamtheit so zugkräftig, daß es die Spannung in der Maschine überwindet. Nach dem Austritt der bewalzten Bahn wird die untere Gewebeschicht hinter den Kalandern abgelöst und für sich aufgerollt. Dem Ablösen setzt der leichte Klebverband keinen nennenswerten Widerstand entgegen. jede der beiden Gewebeschichten bildet für sich ein verhältnismäßig loses Gebilde, dagegen sind beide zusammen ein vollständiges Ganzes. Es ist einleuchtend, daß für beide Gewebebahnen meist nur weitmaschige Gebilde in Frage kommen, bei denen nach der Trennung etwaige Verzerrungen und Klebspuren keine nachteiligen Folgen hinterlassen.
- Gegen das ältere Verfahren hat man bei dem vorliegenden nur mit drei Rollen zu rechnen, da nur hinter dem Kalander zwei Rollen für das Aufwickeln der die Masseschicht tragenden Bahn und der von dieser getrennten Bahn erforderlich sind, wogegen vor dem Kalander nur eine einzige Rolle erforderlich ist, die die verklebten Gewebeschichten als eine einheitliche Bahn aufgewickelt trägt. Die abgezogene Gewebebahn wird dann für einen folgenden Arbeitsgang selbst als Unterlage benutzt.
- Die Bindung der in verschiedener Lage zueinander verlegten Fadenschichten kann auf verschiedene Weise unterstützt und verstärkt werden. Ist ein größerer Widerstand des Stoffes in der Ouerrichtung erwünscht, dann wird eine größere Schußzahl auf die Längeneinheit gewählt. Ist beabsichtigt, für jeden folgenden Arbeitsgang ein neues Unterlagsgewebe anzuwenden, dann braucht die untere Stoffschicht nur aus Kettenfäden zu bestehen, die auf irgendeine Weise einen leichten Verband durchKlebstoff, gegebenenfalls mit querverlegten Fäden, erhalten haben. Die einzelnen Fäden werden dann nach dem Arbeitsgang aufgespult und beliebig anderweitig verwertet und selbst zur Herstellung eines ganz anderen Weberzeugnisses verwendet. Der Klebstoff ist dabei durchaus unschädlich, weil er numnehr als Schlichte für die Fäden wirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn unter Benutzung zweier mit der Deckmasse durch eine Walzenpresse hindurchgeführter Gewebebahnen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei weitmaschige Gewebebahnen in ineinander zusammengepreßtem und miteinander leicht verklebtem Zustande der Deckmassebahn auf derselben Seite zugeführt und in an sich bekannter Weise nach dem Durchführen durch die Walzen wieder voneinander getrennt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320994T | 1914-02-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE320994C true DE320994C (de) | 1921-06-10 |
Family
ID=6158639
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|---|---|---|---|
| DE1914320994D Expired DE320994C (de) | 1914-02-15 | 1914-02-15 | Verfahren zum Hinterlegen von Linoleummasse mit einer Gewebebahn |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE320994C (de) |
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1914
- 1914-02-15 DE DE1914320994D patent/DE320994C/de not_active Expired
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