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Vorrichtung zur Umwandlung der Schwingbewegung eines Hebels in die
Drehbewegung eines in einer Ebene drehbaren Körpers. Die Erfindung bezieht sich
auf eine Vorrichtting zur Umwandlung der Schwirigbewegung eines Hebels in die Drehbewegung
eines in einer Ebene drehbaren, z. B. als Verschluß dienenden Körpers, der mit dem
im Winkel zu dessen Bewegungsebene scb-,vingbaren Hebel o. dgl. durch ein Gelenkstück
verbunden ist. Das neue Merkmal der Erfindung besteht darin, daß das Gelenkstück
mit d-rei zylindrischen Gelenken versehen ist, welche eine Drehung des Gelenkstückes
um seine Längsachse in den Lagern gestatten, so daß das Gelenkstück eine größere
Neigung zu dem durch dasselbe verbundenen Körper und Hebel einnehmen kann.
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Einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind auf der Zeichnung
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i die Seitenansicht des Mundstückes
eines Gefäßes irgendwelcher Art, welches mit einem in der geschlossenen Stellung
dargestellten Verschluß nach der Erfindung versehen ist, Fig. 2 eine ähnliche Ansicht,
welche aber die Teile in *der Stellung veranschaulicht, in welcher der Hebel durch
-seine Teildrehung die Entriegelung des Verschlußstückes bewirkt hat, wobei das
den Hebel mit dem Verschlußstück verbindende Gelenkstück durch eine strichpunktierte
Li-nie daTgestellt ist, Fig- 3 eine ähnliche Ansicht, welche die Teile in
der Stellung veranschaulicht, in welcher das Verschlußstück durch weiteres Umlegen
-des Hebels bis zu einem Winkel von go' geöffnet worden ist, Fig. 4 die Oberansicht
von Fig. i, b Fig. 5 einen Querschnitt nach 5-5 in Fig.:2, wobei'
die über der Sch#nittlinie befindlichen' Teile punktiert dargestellt sind, Fig.
6 einen Querschnitt nach 6-6 in Fig..4, Fig. 7 eine ähnliche
Ansicht wie Fig. I, aber von der anderen Seite des Gefäßes gesehen, Fig.
8 die Oberansicht der Öffnung des Gefäß-es unter Veranschaulichung des unterbrochenen
Gewindes bekanrtter Konstruktion, Fig. 9 einen nach 9-9 in Fig.
5 genommenen Schnitt durch, einen Anschlag, der zum Verbinden des Scharniers
und des Verschlußstückes dient, nachdem dieses entriegelt worden ist, Fig. io die
Hinteransicht eines mit einem Verschluß nach der Erfindung versehenen Geschützes,
wobei einige Teile im Schnitt dargestellt sind, Fig. i i die Oberansicht des Verschlusses
und einen teilweisen Schnitt nach ii-ii in Fig. i o, Fig. 1.2 eine Ansicht des in
Fig. io da!rgestellten Gelenks, mittels dessen das Gelenkstück mit dem Verschlußstück
verbunden wird, in einem größeren Maßstabe, Fig. 13 die Oberansicht dieses Gelenkes,
Fig. 14 einen Querschnitt nach 14-14 in Fig. 12, Fig. 15 die Innenansicht einer
mit dem Verschluß versehenen Schiffsluke in der geschlossenen Stellung, und Fig.
16 einen Schnitt nach 16-16 in Fig. 15. a stellt die Mündung eines Körpers beliebiger
Art,
z. 13. des Hinterendes eines Geschützes, einer Schiffsluke oder anderen Vorrichtung
dar.
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An demselben ist ein Scharnierstück b mit Drebachse bl so angebracht,
daß es sich in einer Ebene dreht, welche die Ebene der öffnung schneidet. Das zum
Überdecken der Öffnung dienende Verschlußstück c ist mit dem Scharnierstück
b durch eine Achse bl verbunden, die so liegt, daß sich ersteres in einer
Ebene winklig zu der Drehebene des Scharnibrstückes dreht. Das Verschlußstück kann
mit einem Flansch cli versehen werden, dessen Innenfläche c2 sich gegen die entsprechend
bearbeitete Außenfläcbe al der Vorrichtung a dicht anschließt.
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Unterbrochene Schraubengewinde c` (Fig. 3, 6 und i i) oder
Daumen c4 (Fig. 15 und 16)
sind an dem Verschlußstück zwecks Eingriffs
in entsprechende Schraubenge-,vinde al oder unter Daumen a? an dein Körper a angebracht,
so daß, wenn das Verschlußstück auf seiner Achse b4 genügend gedreht wird, es entriegelt
und aufgeklappt werden kann.
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Das Verschlußstück b ist bei der Ausführungsform mit Schraubengewinden
zur Bewi,rkung der Verriegelung auf Achse b' so angebracht, daß es sich auch
achsial bewegen kann. Dies kann dadurch erzielt werden, daß das Verschlußstück auf
einer glatten, am Scharnier befestigten Achse b' (Fig. 6) oder auf einer
Schraubenachse bl (Fig. i i) angebracht wird. Es kann aber das Verschlußstück an
achsialer Bewegung in bezug auf das Scharnier gehindert werden, was z. B. durch
Anordnung des Verschlußstückes zwischen zwei Ringen bl am Scharnier (Fig. 16) erzielt
werden kann.
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Durch Anschläge cc, b' (Fig. i bis 6 und 15)
o.
dgl., die zweckmäßig auf dem Verschlußstück und dem Scharnierstück vorgesehen werden,
kann man das Zurückschrauben des Verschlußstückes in bezug auf das Scharnierstück
begrenzen. Ein Anschlag b3 (Fig. 9)
o. dgl. ist zweckmäßig auf dem
Scharnierstück vorgesehen, der mit* einer schiefen Ebene c7 (Fig. 4) zusammenwirkt,
welche in einer Vertiefung c11 im Flansche cl endet. Dieser Anschlag kann aber mit
dem Verschlußstück auch in anderer Weise verbunden werden, um dieses in der zurückgeschraubten
Stellung am Scharnierstück zu verriegeln (Fig. 4 und 9)-In Fig. ii sorgt die Schraubenachse
b4 dafür, daß das Verschlußstück c gegen das in diesem Falle als Anschlag dienende
Schamierstück bei b2 gedrückt wird, wenn das Verschlußstück zurückgeschraubt
wird.
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d ist der mit einem Griff d' versehene Hebel, welcher an dem
Körper a oder an dem Scharnierstück b arehbar angebracht, und zwar zweckmäßig
in der Achse des Scharnierstückes (Fig. , bis 8) oder auf einer Achse
d,
die parallel mit der Achse bl (Fig. io, ii und 15) liegt, so daß er sich
in einer Ebene dreht, die winklig zu der Drehebene des Versclilußstückes
b liegt.
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Um den Hebel d besser zu führen, können noch Leistenh (Fig.
5) in einem Stück mit dem Scharnierstück c oder mit diesem verbunden vorgesehen
werden. Durch einen Flansch am Hebel d kann verhindert werden, (laß Schmutzteile
usw. zwischen die Flanschen und den Hebel in der geschlossenen Stellung gelangen.
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Das Gelenkstücke ist durch geeignete Gelenke, wie z. B, bei f, mit
dem Hebel d in einiger Entfernung von seinem Drehpunkt bl (Fig. i bis
7) oder d' (Fig. io bis i i und 15)
und bei g (Fig. 4,
7, io, 12 bis 14 und 15) mit dem Verschlußstück in einiger Entfernung von
sein-er Achse bl verbunden.
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Das Gelenk an dem einen Ende, wie bei gestattet zweckmäßig lediglich
eine doppelte achsiale Bewegung, wobei fl- die eine Achse und fl die andere darstellt.
An dem anderen Ende bei g muß in diesem Falle das Gelenk eine dreifache achsiale
Bewegung zulassen, wobei gl die eine, g2 die zweite und g-' die dritte Achse
darstellt.
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Die beschriebenen Konstruktionen der gelenkartigen Verbindungen sind
insofern vom Vorteil, als sie eine größere relative Beweg#-lichkeit der Teile ermöglichen
und praktisch sowie widerstandsfähig hergestellt werden können.
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Die Wirkungsw-eise der'Vorrichtung ist wie folgt: Um das Verschlußstück
c zu öffnen, wird der Hebel d um seinen Drehpunkt von der Vorrichtung fortgedreht.
Hierbei wirkt das Gelenkstück e so auf das Verschlußstück c ein, daß dieses zurückgedreht
wird. Sobald das Verschlußstück genügend zurückgedreht worden ist, um die SchraubengeWinde
c- oder Daumen cl außer Eingriff mit einander zu bringen, verhindern die Anschläge
c6, b2 o. dgl., daß das Verschlußstück weiter gedreht wird (Fig. :2). Eine
fortgesetzte Drehung des Hebels d um seinen Drehpunkt hat die Wirkung, daß
das Scharnierstück durch Vermittlung des Gelenkstückes e um die Achse bl gedreht
wird, wobei das Verschlußstück c aufgeklappt wird (Fig. 3). Durch eine entgegengesetzt
gerichtete Bewegung des Hebels d
wird das Verschlußstück c ohne weiteres in
die geschlossene Stellung wieder zurückgebracht.
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In der verriegelten Stellung, d. h., wenn das Verschlußstück
hineingeschraubt ist, sollten der Hebel - und das Verschlußstück zweckmäßig
in derselben Ebene 'bzw. im Totpunkt (Strecklage) liegen (Fig. 7), SO daß
ein
sicherer Verschluß wie bei einem vollständig gestreckten Kniehebel
erzielt wird. In einigen Fällen kann die Anordnung getroffen werden, daß der Hebel
und das Gelenkstück in der verriegelten Stellung ger - ade über den Totpunkt
hinausragen, so daß jede andere als die zur richtigen Bewegung der Vorrichtung angewandte
Kraft die Neigung zum Zurückschrauben des Verschlußstückes hat; diese Anordnung
bewirkt, daß das Gelenkstück den 1-Iebel in der geschlossenen Stellung gegen 23
die Vorrichtung a zurückhält.
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Die Ent " fernung zwischen den Gelenken an den Enden des Gelenkstückes
o ist zweckmäßig geringer als die Entfernung zwischen der ge-
lenkigen
Verbindung des Gelenkstückes mit dein Hebel und dem Drellpunkt des Hebels.
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In einigen Fällen kann der Hebel oder das Gelenkstück oder beide Teile
leicht von den anderen Teilen des Verschlusses ahnehmbar angeordnet werden, um diesen
außer Betrieb zu setzen oder zu verhindern, daß Unbefugte ihn bewegen.
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Ein -Flansch al (Fig. 6), der zweckmäßig eine Vertiefung a4
besitzt, kann in der Öff-
nung vorgesehen werden, uni eine Packung oder, z.
B. bei Geschützen, einen Liderungsring aufzunehmen, der beim Hineinschrauben des
Verschlußstückes oder der Verschlußschraube c zusammengedrückt wird.
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In einigen Fällen können Stifte oder andere Verschlußmittel vorgesehen
werden, um die Teile in der geschlossenen Stellung zu halten. Z. B. können die Gelenkteile
g und c Löcher j
(Fig. 12,) erhalten, die in der geschlossenen
Stellung des Verschlusses übereinanderliegen, so daß ein Verschlußstift o. dgl.
hineingesteckt werden kann.
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In einigen Fällen kann die Drehbewegung des Verschlußstückes c dazu
benutzt werden, um Ventilationsöffnungen in einem nebenliegenden Rost zu öffnen
bzw. zu schließen, -,vie z. B. bei einer Hochofentür.