DE320282C - Verfahren und Vorrichtung zum Brennen in OEfen mit wagerechtem Brennkanal - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Brennen in OEfen mit wagerechtem BrennkanalInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B13/00—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
- F27B13/04—Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge of single-chamber type with temporary partitions
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Brennen in Öfen mit wagerechtem Brennkanal. Der unter den Öfen mit wagerechtem Brennkanal am häufigsten vorkommende, ist cler Ringofen. Der Brennkanal ist bei diesem ringförmig in sich geschlossen. Die Erfindung ist nachstehend im allgemeinen und in beigefügter Zeichnung in ihrer Anwendung auf das Brennen von Kalk in einem Ring-Ofen mit Bodenentleerung nach der deutschen Patentschrift 276245 beispielsweise erläutert.
- Däs zu brennende Gut wird bei dem in Fig. i und 2 in Quer- und Längsschnitt dargestellten Ofen in bekannter Weise unter Freilassung von Kanälen K für den Brennstoff und für den Durchgang der Heizgase in den Brennkanal ß eingebracht. Das Einfüllen des Brennstoffes geschieht durch verschließbare Heizlöcher H in der Wölbung des Brennkanals. Die Verbrennungsluft gelangt durch und über das gebrannte Gut G (Fig. z) in die Brennone Z. Die von hier abziehenden Gase streichen durch den noch nicht gebrannten Einsatz E und wärmen ihn vor. Das Abziehen des gebrannten Gutes erfolgt durch Abwurföffnungien A in einem unter dem Brennkanal befindlichen Transportkanal T.
- Bisher lag der Brennkanalinhalt beim Ringofenbetriebe bewegungslos im Feuer. Die Erfindung besteht darin, daß der Inhalt des Brennkanals während des Brennvorganges durch eine mechanisch betriebene Vorrichtung regelbar aufgelockert wird. Im Boden des Brennkanals befinden sich, durch Steine und Kalkabfälle luftdicht abgedeckte Öffnungen 0 (Fig. 2 und 3). Unter jede dieser Öffnungen kann eine am Boden des Transportkanals verschiebbare, auf und ab bewegliche Stütze gebracht werden. Dieselbe besteht aus dem hydraulisch betriebenen Preßkolben C und zwei kleinen, elektrisch betriebenen Preßpumpen P' und P=. Der Kolben C wird beim Leergang bis zum Angriff an die Abdeckung der Öffnung 0, behufs rascher Bewegung während der Leerlaufarbeit durch den im Durchmesser stärkeren Preßpumpenkolben P1 betätigt. Darauf erfolgt die Betätigung durch den im Durchmesser schwächeren Preßpumpenkolben P°. Durch Einschaltung einer motorisch betriebenen Steuerung des Preßwassers wird der Preßkolben C in sich wiederholenden Bewegungen auf- und abwärts bewegt, so lange, bis die Steuerung ausgeschaltet wird. Die Auf- und Abwärtsbewegung des Preßkolbens C wird auf den Brennkanalinhalt übertragen und lockert ihn auf. Hub und Geschwindigkeit des Preßkolbens C können innerhalb weiter Grenzen beliebig eingestellt und nach Bedarf geändert werden. Anzahl und Anordnung der Öffnungen 0 sind abhängig von der Art der Befeuerung des Ofens, der Größe desselben und von der Art des Brenngutes. Bei Öfen mit unmittelbarer Feuerung für Brenngut mit ungenügendem Durchzug, desgleichen bei Öfen, in denen das Brenngut gemischt mit Brennstoff gebrannt wird, ist Brennstoff und Brenngut aufzulockern. Bei Öfen mit unmittelbarer Feuerung für Brenngut mit genügendem Durchzug, z. B. Öfen für Bauziegel, ist hauptsächlich nur Brennstoff aufzulockern.
- Durch die Erfindung wird folgendes erreicht: Dem Brennstoff wird durch das Auflockern selbsttätig und nach Bedarf regelbar in alle aufgelockerten, weit verzweigten Teile Verbrennungsluft zugeführt. Die Folge ist eine Verbrennung von beliebig hoher Stärke, hohem Nutzeffekt und die Verwendbarkeit auch billiger Brennstoffe, z. D. hohlenlösche, Koksstaub, Torfabfälle u. dgl. Die Brennkosten werden dadurch herabgesetzt.
- Auch eine regelbare Verteilung der Heizgase auf das Brenngut in die verschiedenen Teile des Brennkanalquerschnitteswird durch das Auflockern des Brenngutes erzielt, und zwar, was von besonderem @-orteil ist, während des Brennens. Bisher war es nur möglich, durch Anlage der Durchzugskanäle im Brenngut beim Einsetzen Einfluß auf die Verteilung der Heizgase zu nehmen. Dieses Mittel ist unvollkommen, weil es sich erst während des Brandes zeigt, wie die Heizgase im Brenngut zu verteilen sind. Bei vorliegendem Verfahren kann nach Bedarf an verschiedenen Stellen Brenngut und Brennstoff stärker oder schwächer aufgelockert werden. Wo mehr aufgelockert wird, streichen die Heizgase stärker, wo dies weniger geschieht, schwächer. Hieraus ergibt sich die regelbare Heizgasverteilung während des Brennens. Das Brenngut kann in den verschiedenen Teilen des Brennkanals nach Bedarf gebrannt werden. Die Folge davon ist ein besser und gleichmäßiger gebranntes und daher wertvolleres Brennerzeugnis.
- Die mechanische Auflockerung des Brenngutes und die regelbar, beliebige Steigerung der Stärke des Feuers ermöglichen einen raschen Feuerfortschritt, daher eine hohe Leistung auf den nuadratineler Bremikanal-(luerschnitt. Die leicht zu regelnde Verteilung der Heizgase und die beliebige Steigerung des Feuers an verschiedenen Stellen des Brennkanals gestatten überdies die AnwerrIuii- sehr großer Brennkanalquerschnitte und künstlicher Zuganlagen mit sehr holen Druckunterschieden. Hieraus ergibt sich die 1'.i-zielung einer hohen Leistungsfähigkeit.
- i>islier konnte im Ringofen lkleinstückiges tut nicht gebrannt werden, weil die Heizgase verhindert waren, durch das Drenn ut zii ziehen. Bei Anwendung des beschriebenen Verfahrens kann auch kleinstückiges, j a so- gar fein gemahlenes Gut im Ringüfen gebrannt werden. Beim Brennen von geiiia@ilenem Gut, z. B. Zementrohmehl, empfiehlt es sich, (las mit Brennstoff vermischte uriverziegelte Brenngut durch verschließbare Offnungen von oben in den Brennofen zwischen Kanälen einzuschütten, die vorher aus verziegeltemBrenngut ohne Brennstoff eingesetzt wurden. Beim Brennen von Kalk z. B. kann (ler ganze im Steinbruch sich ergebende kleinstiickige Kalksteinabfall, der einen erheblichen Teil (ler Steinproduktion . ausmacht, mit zu gutem Kalk erbrannt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Brennverfahren in Öfen mit wagerechtem Brennkanal, dadurch gekennzeichnet, daß das Brenngut oder der Brennstoff oder beides gemeinsam während des Brennvorganges von der Unterseite des Brennkanals aus aufgelockert wird. a. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch z mit heb- und senkbarer, durch verschließbare Bodenöffnungen des Brennkanals angreifender Stütze, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze auf die Dauer der Einschaltung einer motorisch betriebenen Steuerung auf- und niedergehende Bewegungen ausführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320282T | 1918-03-31 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE320282C true DE320282C (de) | 1920-04-16 |
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ID=6154185
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|---|---|---|---|
| DE1918320282D Expired DE320282C (de) | 1918-03-31 | 1918-03-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Brennen in OEfen mit wagerechtem Brennkanal |
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- 1918-03-31 DE DE1918320282D patent/DE320282C/de not_active Expired
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