DE3200218C2 - Isolierblock aus Lagen einer feuerfesten Mineralfasermatte - Google Patents
Isolierblock aus Lagen einer feuerfesten MineralfasermatteInfo
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Abstract
Isolierblock für die Auskleidung von Öfen mit einem Kern aus durch Faltung von Mineralfasermatte gebildeten Lagen, die überwiegend parallel zur feuerseitigen Oberfläche verlaufen, einer Hülle aus Mineralfasermatte und metallische Befestigungsanker.
Description
Die Erfindung betrifft einen Isolierblock aus Lagen einer feuerfesten Mineralfasermatte für die Auskleidung
von öfen mit einem Kern aus durch Faltung eines Teils der Matte gebildeten Lagen und mit einer Hülle
aus dem weiteren Teil dieser Matte an der feuerseitigen Oberfläche und zwei gegenüberliegenden Seitenflächen
und mit metallischen Befestigungsankern.
Ein derartiger Isolierblock mit einer einzigen Mivieralfasermatte
ist aus der DE-OS 26 35 623 bekannt. Diese Matte bildet durch eine Vielzahl von Falten benachbarte
und senkrecht zur Ofenwand ausgerichtete Lagen. Ein Teil der Matte erstreckt sich als Hüllschicht über
einen ersten Seitenabschnitt, einen Innenabschnitt an der feuerseitigen Oberfläche und einen zweiten, gegenüberliegenden
Seitenabschnitt Der Isolierblock besitzt demnach einen Kern aus durch Faltung der Matte gebildeten
Lagen und eine Hülle aus einer einzigen durchgehenden Mattenbahn, wobei die Hülle an der feuerseitigen
Oberfläche und an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen verläuft An der der feuerseitigen Oberfläche
abgewandten Rückseite ist der Isolierblock mit einem Befestigungsmittel in Form einer Schiene versehen, die
sich über den gesamten Isolierblock erstreckt und über Anker in die Matte eingreift.
Bei Isolierblöcken, die senkrecht zur Ofenwand angeordnete Matten aus Isolierfasern enthalten, ist die erzielte
Wärmeisolation in der Praxis relativ gering, da insbesondere parallel der feuerfesten Mineralfasern der
Anteil des Wärmeverlustes durch Strahlung hoch ist. Hieran wird auch durch den teilweisen Verlauf von Fasern
parallel zu der Ofenwand in einer Decklage und in den Falten bzw. den Knickstellen der Falter, des Isolierblocks
im wesentlichen nichts geändert. Ein weiterer Nachteil bei den bekannten Isolierblöcken besteht darin,
daß für ihren Zusammenhalt und auch zur Befestigung an der Ofenwand metallische Haltestäbe, Grundplatten
oder Halteschienen benötigt werden, die eine sorgfältige Anpassung an den eigentlichen Faserisolierkörper
erfordern, zu einer vorgegebenen einseitiger. und hauptsächlich auf die Rückseite des Blocks beschränkten
Einspannung des Fasermaterials führen und einer dichten Anlage des Fasermaterials des Blocks an
ίο der Ofenwand im Wege stehen. Schließlich werden bei Isolierblöcken mit einer Grundplatte oder Halteschiene
auf der Rückseite die Ansatzsteilen zur Verankerung an der Ofenwand und die Abstände zwischen den Ansatzstellen
vorgegeben, wodurch nach erfolgtem Einbau ts zwischen den Isolierblöcken leicht offene Fugen verbleiben.
In der GB-A-2 040415 ist ein Isolierblock beschrieben,
bei dem ein Kern aus einer Isoliermatte und eine Hülle aus einer zweiten Isoliermatte vorgesehen sind.
Beide Isoliermatten verlaufen überwiegend parallel zur feuerseitigen Oberfläche. Der Kern ist einlagig um eine
Trägerplatte gelegt Mit einer Klemmeinrichtung sind der Kern und die Hülle aneinander befestigt Die
Klemmeinrichtung führt dazu, daß feuerseitig Fugen zwischen der Matte des Kerns und der Matte der Hülle
entstehen können. Dies ist für die Wärmeisolation ungünstig. Die Trägerplatte beansprucht einen Teil der
Dicke des Isolierblocks, trägt jedoch zur Wärmeisolation kaum bei. Sie vergrößert also die notwendige Bautiefe
des Isolierblocks. Da die Klemmeinrichtung an der Rückseite des Is»>iierblocks diesen überragt, behindert
sie ein dichtes Anliegen der Rückseite an der Ofenwand. Aufgabe der Erfindung ist es, einen Isolierblock der
eingangs genannten Art vozuschlagen, der eine gegenüber des Wärmeverlustes durch Strahlung verbesserte
Wärmeisolation und einen auf der Spannung der Mineralfasermatte beruhenden Zusammenbau besitzt sowie
im unmittelbaren Kontakt mit der Ofenwand angeordnet werden kann.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einem Isolierblock der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß
der Kern zumindest überwiegend Lagen parallel zur feuerseitigen Oberfläche enthält und daß die Matte den
Kern vierseitig abschließt, indem die zur feuerseitigen Oberfläche parallele, dieser abgewandte Lage in die
Hülle übergeht und das Mattenende der Hülle an der Falte dieser Lage liegt und daß die Befestigungsanker
zur feuerseitigen Oberfläche parallel verlaufende, in die Seitenflächen (6) ragende runde Haltestäbe haben, deren
Länge das 2- bis 5fache der Dicke einer Lage beträgt.
Durch die überwiegend parallel zur feuerseitigen Oberfläche verlaufenden Lagen der Mineralfasermatte
wird eine verbesserte Wärmeisolation erzielt. Ferner erhält der Isolierblock infolge der Hülle aus der durchgehenden
Mineralfasermatte auf der feuerseitigen Oberfläche und zwei gegenüberliegenden Seitenflächen
insgesamt einen vierseitigen Abschluß, wobei bei nur leichter Haftung oder Klebung des äußeren Mattenendes
auf dem Kern ein gleichmäßig in sich vorgespannter Block erhalten wird. Ein sich öffnen von Falten oder
klaffende Falten des Blocks werden vermieden. Der Einsatz von aufwendigen Mitteln für den Zusammenhalt ist
nicht erforderlich. Der aus einer durchgehenden Mineralfasermatte hergestellte Isolierblock kann anstelle
oder zusätzlich zur leichten Klebung des äußeren Matte-endes zur Sicherung des Zusammenhalts bis zum
Einsatzort mit verbrennbarem Band aus Kunststoff
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oder Textilmaterial umgeben werden. Für die Zustellung mit dem Isolierblock werden metallische Befestigungsanker
mit zur feuerseitigen Oberfläche parallel verlaufenden runden Haltestäben vorgesehen, deren
Länge mit Bezug auf eine Seitenfläche des Isolierblocks das 2- bis 5fache der Dicke einer Lage beträgt. Im Gegensatz
zu bereits bekannten Befestigungsankern mit keilförmigen Spitzen wird durch die runden und verhältnismäßig
langen Haltestäbe nach der Erfindung insbesondere die Halterung der Lagen im Kern des Isolierblocks
erreicht Die Isolierblöcke werden bei der Zustellung mit ihren Seitenflächen unter leichtem Andruck
und unter dem Andruck der Befestigungsanker aneinandergesetzt und mit Hilfe der in üblicher Weise am metallischen
Ofenmantel befestigten Ankern in ihrer Lage gehalten.
Da die Ansatzstellen für die Anker nicht an vorgegebene Abstände gebunden sind, werden zwischen den
Seitenflächen der aneinandergesetzten Blöcke dichte Fugen erreicht
Durch die stets vorhandene Minerslfasermatte an der
rückseitigen Oberfläche des Isolierblocks wird am metallischen Ofenmantel auch eine dichte Anlage der Isolierblöcke
erreicht und die Ausbildung von Konvektionsströmung entlang des Ofenmantels wird praktisch
vermieden.
In weiterer Ausgestaltung des Isolierblocks sind die
zur feuerseitigen Oberfläche parallelen Lagen des Kerns durch eine zu ihnen senkrechte Lage der Matte
unterbrochen. Diese Ausbildung trägt zusätzlich zur Vorspannung durch die Hülle aus der durchgehenden
Matte zum Zusammenhalt und erhöhten Widerstand des Kerns gegen eine Trennung der aneinanderliegenden,
parallel zur feuerseitigen Oberfläche ausgerichteten Lagen im Betrieb bei. Beim Isolierblock soll^der
Kern, bezogen auf seine Länge parallel zur Ofenwand, die senkrecht zur Ofenwand verlaufenden Lagen nur in
einem Anteil bis zu etwa 20% enthalten.
Der Kern des Isolierblocks kann ferner in seinem von der feuerseitigen Oberfläche entfernten, rückseitigen
Teil zwischen zwei parallelen Lagen der Matte eine Einlage aus einer weiteren Mineralfasermatte oder aus einem
isolierenden Block enthalten. Da in dem rückwärtigen Teil infolge des Temperaturabfalls niedrigere Temperaturen
als an der feuerseitigen Oberfläche des Isolierblocks herrschen, lassen sich für die Einlage vorteilhaft
Isoliermaterialien mit einer entsprechend niedrigeren Anwendungsgrenztemperatur verwenden. Die Vorteile
des vierseitigen Abschlusses des Isolierblocks durch Mineralfasermatie nach der Erfindung bleiben
auch bei der Ausführung mit der Einlage bestehen.
Der Isolierblock nach d^r Erfindung wird anhand der
Zeichnungen und der Beispiele näher erläutert. Es zeigt die
F i g. 1 Isolierblcck mit Seitenansicht auf die gefaltete Mineralfasermatte,
F i g. 2 Isolierblock wie bei F i g. 1 mit der im Kern die zur feuerseitigen Oberfläche parallelen Lagen unterbrechenden
senkrechten Lage Mineralfasermatte,
F i g. 3 Isolierblock wie bei F i g. 1 mit einer Einlage zwischen zwei Lagen des Kerns.
Der Isolierblock aus Lagen feuerfester Mineralfasermatie
besitzt einen von einer Hülle 2 aus einer durchgehenden Mattenbahn umgebenen Kern, der durch Faltung
(Falte 3) der Matte gebildete und zur feuerseitigen Oberfläche 4 parallc-le Lagen 5 enthält. Die Hülle 2 auf
der ieuerseitigen Oberfläche 4 und zwei gegenüberlie-Kcnden
Seitenflächen 6 und die Lage 7 an der rückseiti-
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50 gen Oberfläche 8 führen zu einem gleichmäßig in sich vorgespannten und vierseitig abgeschlossenen Isolierblock.
Das äußere Mattenende 9 kann auf dem Kein
bzw. der Falte 10 an der rückseitigen Oberfläche 8 durch eine nicht dargestellte Klebung mit einem organischem
Kleber gehalten werden. Der Isolierblock kann ferner auf den durch die Hülle 2 gebildeten Oberflächen und
der rückseitigen Oberfläche 8 von nicht gezeigtem Kunststoffklebeband, das senkrecht zur Richtung der
Falten 3 verläuft, umgeben sein.
Der Isolierblock nach F i g. 2 hat eine senkrechte Lage 11, die die zur feuerseitigen Oberfläche 4 parallel
liegenden Lagen 5 unterbricht, und mit welcher der Kern des Isolierblocks verfestigt wird. Der Anteil der
senkrechten Lage 11 beträgt 10% bezogen auf die Länge
des Kerns parallel zur Ofenwand nach F i g. 2.
Beim Isolierblock nach F i g. 3 ist im von der feuerseitigen Oberfläche 4 entfernten rückseitigen Teil des
Kerns zwischen zwei Lagen 5 eine Einlage 12 in der Dicke von zwei Lagen angeordnet
Die mögliche niedrige Anwendui^sgrenziemperatur
der Einlage kann z.B. 750°C gegenübe· 12600C beim
Isoliermaterial des Kerns und der Hülle betragen.
Nach einem Beispiel enthält der Isolierblock eine in Lagen gefaltete Minerallasermatte auf der Grundlage
von Alr.-miniumsilikatfasern mit etwa 47 Gew.-% Al2O3
und einer Anwendungsgrenztemperatur von 126O0C. Die Matte hat eine Rohdichte von 130 kg/m3, eine Dicke
von 25 mm und ist in sich vernadelt Bei insgesamt 8 zur feuerseitigen Oberfläche parallelen Lagen von Kern
und Hülle hat der Isolierblock eine Dicke von rund 200 mm. Seine Länge in Richtung der Falten beträgt
300—600 mm und seine Breite 300 mm. Für die Sicherung des Zusammenhalts ist er mit ein bis vier, über die
Länge verteilten und senkrecht zur Richtung der Falten verlaufenden verbrennbaren Kunststoffklebebändern
umgeben. Für den Aufbau der Isuiierbiöcke können
auch Mineralfasermatten mit z. B. 62 Gew.-% AI2O3 einer
Anwendungstemperatur von 14000C und mli Rohdichten
im Bereich von 100—160 kg/m2 eingesetzt werden.
t-ür die Zustellung der Ofentür in den Abmessungen
von rund 5,5 χ 3,8 m eines Herdwagen-Schmiedeofens mit der Betriebstemperatur von 1250" C wurden die Isolierblöcke
nach der Erfindung in den Abmessungen 300 χ 600 mm und mit einer Dicke von 200 mm bei
einer Dicke der Mattenlage von 25 mm verwendet. Die Blöcke wurden mit jeweils zwei metallischen Befestigungsankern
an ihren Längsseiten gehalten. Die Haltestäbe der Anker lagen in einem Abstand von 90 mm von
der metallischen Oienwand entfernt, sie hatten einen Durchmesser von 4 mm und eine Länge von 160 mm.
Diese Länge entspricht mit Bezug auf eine Seitenfläche c";r Lolrerblöcke 80 mm oder dem 3,2fachen einer Lage
der Mineralfasermatte.
60
65 Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Iso'iierblock aus Lagen einer feuerfesten Mineralfasermatte
für die Auskleidung von Öfen mit einem Kern aus durch Faltung eines Teils der Matte
gebildeten Lagen und mit einer Hülle aus dem weiteren Teil dieser Matte an der feuerseitigen Oberfläche
und zwei gegenüberliegenden Seitenflächen und mit metallischen Befestigungsankern, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kern zumindest überwiegend Lagen (5) parallel zur feuerseitigen
Oberfläche (4) enthält,"daß die Matte den Kern vierseitig
abschließt, indem die zur feuerseitigen Oberfläche (4) parallele, dieser abgewandte Lage (7) in die
Hülle (2) übergeht und das Mattenende (9) der Hülle (2) an der Falte (10) dieser Lage (7) liegt und daß die
Befestigungsanker zur feuerseitigen Oberfläche (4) parallel verlaufende, in die Seitenflächen (6) ragende
runde Hatt.:stäbe haben, deren Länge das 2- bis 5fache
der Dkfec einer Lage beträgt.
2. Isolierblock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur feuerseitigen Oberfläche (4) parallelen Lagen des Kerns durch eine zu ihnen
senkrechte Lage (11) der Matte unterbrochen sind.
3. Isolierblock nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern in seinem von der
feuerseitigen Oberfläche (4) entfernten, rückseitigen Teil zwischen zwei parallelen Lagen (5) der Matte
eine Einlage (12) aus einer weiteren Mineralfasermatte (12)' der aus einem isolierenden Block enthält
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