DE31900C - Apparat zur Extraktion von Erzen, namentlich der Edelmetalle, mittelst Amalgamation - Google Patents

Apparat zur Extraktion von Erzen, namentlich der Edelmetalle, mittelst Amalgamation

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DE31900C
DE31900C DENDAT31900D DE31900DA DE31900C DE 31900 C DE31900 C DE 31900C DE NDAT31900 D DENDAT31900 D DE NDAT31900D DE 31900D A DE31900D A DE 31900DA DE 31900 C DE31900 C DE 31900C
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TH. R. JORDAN in London
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/10Obtaining noble metals by amalgamating

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen,
Patentirt im !Deutschen Reiche vom 3. Februar 1884 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat, um gold- und silberhaltige Erze trocken fein zu zertheilen, um dieselben in solchem Zustande durch Quecksilber zu treiben und den ' Rückstand zu concentriren, und combinire ich hierzu einen Apparat zur trockenen Zerkleinerung der Erze mit einem Amalgamirapparat, in welchem das Erzpulver von unten nach . oben durch Quecksilber geführt wird.
Zum groben Zerkleinern der' Erze benutze ich einen Brecher von bekannter zweckentsprechender Construction. Aus demselben fallen die Erzbrocken über den Sturz in den Pulverisirer, wo sie zu äufserst fein zertheiltem Zustande reducirt werden. Ich benutze hierzu vorzugsweise »Jordan's Patent - Pulverizer«. Von diesem aus wird der Erzstaub mittelst eines Luftstromes durch Röhren nach Sammelkammern transportirt, woselbst er sich je nach dem specifischen Gewichte seiner Partikel sortirt und nöthigenfalls concentrirt werden kann. Jede Sorte wird durch eine Schnecke oder andere zweckentsprechende Transportvorrichtung über einen Sturz in einen wie nachbeschrieben construirten Amalgamirapparat übergeführt.
Die bei der Amalgamation verbleibenden Rückstände werden mittelst eines über die Quecksilberoberfläche geführten Luftstromes nach einer Concentrations- (oder Separations-) Kammer geblasen, woselbst sie sich je nach ihrem specifischen Gewicht in verschiedenen Abtheilungen ansammeln, während der leichte nutzlose Staub gänzlich aus dem Apparat geführt wird.
Die specielle Construction des Apparates zum Passiren des Erzstaubes durch das Amalgamationsmittel bezweckt, ersteren unter einer gewissen Schicht des letzteren einzuführen und in demselben in fein vertheiltem Zustande so lange, als zur Extraction benöthigt, zurückzuhalten.
Fig. ι und 2 zeigen bezw. in Oberansicht und in centralem Verticalschnitt (zum Theil als Ansicht) die eine Modification dieses Apparates.
α ist ein cylindrischer Trog von beliebigen Dimensionen mit konischem Boden a1 und Deckel α2. Innerhalb des Troges α ist mittelst der Scheiben d beweglich ein verticales, centrales Rohr b mit Einfülltrichter c am oberen Ende angeordnet. Der Einfülltrichter kann mit einer darin rotirenden kleinen Rührvorrichtung versehen werden, welche dem Zusammenballen des Erzstaubes entgegenwirkt. Am unteren Ende von b (oder an einer anderen Stelle desselben genügend tief unter dem Quecksilberniveau) und mit demselben rotirend, ist eine von mir »Injector« genannte Vorrichtung e angebracht. Fig. 3 und 4 zeigen diesen Injector bezw. in horizontalem und centralem Verticalschnitt nach gröfserem Mafsstabe. Er besteht aus zwei kreisrunden Platten oder Scheiben e1, welche von hölzernen oder metallenen Stücken e2 aus einander gehalten werden. Letztere sind vom Mittelpunkte nach der Peripherie hin gekrümmt und lassen zwischen sich Gänge e3, die von der unteren Mündung des Rohres b nach aufsen führen.
Bei der Modification Fig. 2 a findet die Einführung des Erzstaubes in den Amalgamator durch ein konisches Rohr bl statt.
Der Injector e kann auch dahin modificirt werden, dafs die untere Scheibe ganz wegfällt und die Blöcke e2 bei e*, Fig. 5, ca. 5 bis 7 cm stark gemacht und nach e5 verjüngt werden,
unter Beibehaltung der gekrümmten Form und der Gänge e3. .Weitere Modificationen sind noch in den Fig. 5 a, 5 b und 5 c dargestellt.
Der in das Quecksilber eintauchende Theil vom Rohr b ist von einer Trommel / umgeben, welche aufsen Flügel g trägt. Letztere reichen bis nahe an die Trogwandung a, und sind Vorkehrungen getroffen, um dieselben unter jedem gewünschten Winkel einstellen zu können. Die Scheibe h, Schnecke h1 und das Schneckenrad h2 oder andere passende Mechanismen drehen die Trommel/" langsam in entgegengesetzter Richtung zum Rohr b.
In der Trommel / und dem Rohr b können, wie in Fig. 1 in gestrichelten Linien angedeutet, Gänge fl angeordnet werden, um eine Circulation des Amalgamirmittels während der Rotation der Trommel und des Rohres nach letzterem zu bewirken, und besitzt jeder solcher Gang aufsen einen Vorsprung/1, um den Eintritt der Flüssigkeit in das Rohr b sicher zu stellen.
Am oberen Theil des Bottichs a, und zwar nahe über dem Quecksilberniveau, mündet ein Rohr i mit flacher und enger Mündung ein, durch welches ein Luftstrom über das Quecksilber hingeführt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite und in der gleichen Ebene mit i liegt ein Rohr j, durch welches die von der Oberfläche des Quecksilbers abgeblasenen Rückstände nach dem Concentrator k geführt werden. Letzterer besteht aus Schmiedeisen und ist in seinem unteren Theil durch verticale Scheidewände in eine Anzahl von Kammern k\ Fig. 2, getheilt. Die Scheidewände bestehen je aus einer festen Platte / und einer mit Längsschlitz versehenen Platte I1, welche mittelst Schrauben Z'2 an ersterer der Höhe nach adjustirbar befestigt werden kann. Jede Kammer besitzt einen konischen Boden k2 und eine Schiebethür ks. m ist das Abführrohr für den Wegwurf.
Bei Anwendung des oben beschriebenen Apparates wird der Erzstaub durch den Trichter c in das Rohr b eingeführt, fällt auf den Injector e und wird von demselben in das Quecksilber abgeschleudert, in welchem sich auf Grund der besonderen Form und der Wirkung des Injectors ein hohler Raum zur Aufnahme des Staubes bildet. Letzterer äufsert sofort die Tendenz, an die Oberfläche des Quecksilbers zu steigen (wodurch dessen Einwirkungsdauer schädlich verkürzt würde), wird aber hieran durch die rotirenden Flügel g gehindert, und reguliren diese somit die Dauer des Contactes zwischen Erzstaub und Amalgamirmittel. Die Flügel können in Bezug auf Zahl, Schnelligkeit und Stellungswinkel dem Bedürfnifs entsprechend variirt werden. Sobald der Staub an die Oberfläche des Quecksilbers gelangt, geräth er unter den Einflufs des durch i . eingeblasenen Windes, wird in und durch das Rohr j und über die Abtheilungen des Concentrators k getrieben, in welchem er sich je nach dem specifischen Gewicht seiner Theilchen niederschlägt; die leichtesten, also werthlosen derselben aber werden durch m ausgeblasen. Das im Troge α gebildete Amalgam setzt sich an dessen konischem Boden a1 ab und wird in passenden Zwischenräumen durch ein Ventil oder einen Hahn α* abgezogen, α4 ist ein Rohr zum Entleeren des überschüssigen Qμecksilbers.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Apparat zur Extraction von Erzen mittelst Amalgamation, in welchem ein rotirendes Rohr mit Auswurfsvorrichtung zur Einführung des Erzstaubes durch Centrifugalkraft unterhalb einer Quecksilbersäule combinirt ist mit in dem Amalgamirmittel rotirenden Flügeln oder Bürsten zur Verzögerung des Aufsteigens des Erzstaubes an die Oberfläche und um denselben innerhalb des Amalgamirmittels zu vertheilen.
  2. 2. In einem Amalgamirapparate die Combination einer Amalgamirpfanne α und einer Concentrationskammer k mit einem Gebläse i zwecks Abblasens der Rückstände von der Oberfläche des Amalgamirmittels nach der Kammer k.
  3. 3. In einem Amalgamirapparate die Trommel/ und das zur Unterhaltung einer langsamen Circulation des Amalgamirmittels mit einem oder mehreren Wegen versehene Rohr b, um den Erzstaub von unten durch das Amalgamirmittel zu führen.
  4. 4. In einem Amalgamirapparate in Combination mit dem rotirenden Einfüllrohr b und einer damit verbundenen, durch Centrifugalkraft wirkenden Auswurfsvorrichtung e (Fig. 3, 4, 5, 5a, 5 b, 5c) eine im Rohr b arbeitende Rührvorrichtung zur Verhinderung des Zusammenballens von Erzstaub.
  5. 5. In einem Amalgamirapparate die Combination eines rotirenden konischen Rohres b1 mit einer Auswurfvorrichtung e (Fig. 2 a).
  6. 6. Die Combination der mit Deckel a2 und sich verjüngendem Boden a1 versehenen Amalgamirpfanne a, des am oberen Ende mit Einfülltrichter c, am unteren Ende mit der Auswurfvorrichtung e ausgerüsteten Einfüllrohres b für den Erzstaub , der das Rohr b umgebenden rotirenden Trommel / mit Flügeln g, einer mit dem oberen Theil von a communicirenden Concentrationskammer A-, sowie eines in den oberen Theil der Pfanne α der Kammer k gegenüber einmündenden Gebläserohres i.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31900D Apparat zur Extraktion von Erzen, namentlich der Edelmetalle, mittelst Amalgamation Expired - Lifetime DE31900C (de)

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