DE3145244C2 - Steuervorrichtung an Gas- oder Ölbrennern für Heizanlagen - Google Patents
Steuervorrichtung an Gas- oder Ölbrennern für HeizanlagenInfo
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Abstract
Für die Flammenüberwachung und Zündung, zur Kontrolle des Betriebs bei kohlenwasserstoffbeheizten Heizanlagen, ja sogar für die automatisierte Betriebsführung sind zahlreiche technische Lösungen bekannt. Diese sind meistens komplizierte Automatiken, die aus wärmeempfindlichen diskreten Elementen verfertigt eine sorgfältige Anordnung, Wärmeabschirmung und Kühlung oder Belüftung, den häufigen Austausch der Bestandteile beanspruchen oder infolge der höheren Spannungen (Photozelle, Ionisationsflammenwächter) mit Berühungsgefahr verbunden sind. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, die zur Zündung, Flammenüberwachung solcher Heizanlagen, sogar bei einer lockeren Aufsicht auch zur Betriebsführung geeignet ist; in der Vorrichtung werden auch bei einer höheren Betriebstemperatur funktionierende Elemente verwendet; als Fühler ist eine aus Siliziumgrundstoff mit Planartechnologie verfertigte photoelektrische Zelle vorgesehen, wobei zur Änderung deren Charakteristik Bestandteile vorhanden sind, unter Zuhilfenahme deren der Empfindungsbereich in der Abhängigkeit der Wellenlänge der wahrgenommenen Strahlung eingestellt werden kann. Die Empfindlichkeit der Vorrichtung kann gleicherweise eingestellt werden, auf diese Weise können durch die Beseitigung der sich aus den sekundären Erscheinungen der Heizung ergebenden Strahlwirkungen die Ausschaltgeschwindigkeit der Flammenüberwachung und dadurch die Betriebssicherheit bedeutend erhöht werden.
Description
Die Erfindung geht aus von einer Steuervorrichtung an Gas- oder Ölbrennern für Heizanlagen gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Für die Zündung und Flammenüberwachung von entweder Gas oder öl beheizten Heizanlagen sind zahlreiche
technische Lösungen bekannt, durch die aus sicherheitstechnischen Gründen ein Abreißen oder Erlöschen
der Flamme und damit eine Unterbrechung der kontinuierlichen Feuerung vermieden werden soll und für den
Fall, daß ein solches unbeabsichtigtes Erlöschen der Flamme auftritt, verhindert werden soll, daß sich explosive
Gasgemische bilden. Zu diesem Zweck arbeiten die verwendeten lichtempfindlichen Flammendetektoren
mit Thermoelementen oder Fotozellen, Fotowiderständen, Fototransistoren u. dgl., die jedoch oftmals nicht
nur eine geringe Lebensdauer besitzen, da sie zumindest teilweise bei ihrer Überwaehungsfunktion ständig der
Flamme ausgesetzt sind, sondern auch vergleichsweise langsam reagieren, d. h., falls die Flamme erlischt, die
Brennstoffzufuhr nicht schnell genug stoppen. Dazu kommt, daß Fotozellen eine verhältnismäßig hohe Speisespannung
erfordern und außerdem einen komplizierten Signalverarbeitungsschaltkreis, während Halbleiterfühler,
Fotowiderstände, Fototransistoren u.dgl. auf Schwankungen der Umgebungstemperatur zu empfindlich
reaeieren.
So arbeitet eine bekannte Brennersteuerung (DE-OS 24 29 289) bei der Überwachung der Flamme mit einem
Fotowiderstand und mit Hilfe eines Analogverstärkers innerhalb der Signalverarbeitung dieses Widerstandes,
wobei eine Auswahl des Spektralbereiches nicht möglich ist Die Zündung der Flamme erfolgt auch nicht
elektronisch mit einem vorgeschaltetere ZeitglK*d, sondern
mit Hilfe eines Bimetallelementes.
Bei einem anderen bekannten Flammendetektor (DE-OS 29 15 884) erfolgt die Erfassung der Flamme
ebenfalls mit Hilfe eines Fotowiderstandes, während die Signalverarbeitung in einem aus digitalen Elementen
gebildeten Schaltkreis geschieht wobei zur Auswahl des Spektralbereiches optische Filter verwendet werden.
Bei einem weiteren bekannten Flammenwächter (DE-OS 2439 812) wird ein Flammendetektor als strahlungsempfindliches
Element benutzt, das aber ein passives Bauelement ist beispielsweise ein Widerstand oder
Kondensator, der sich in Abhängigkeit von der Strahlung der Flamme ändert und zu einem Schaltkreis mit
analogem Verstärker gehört Auch in diesem Fall kommt ein Transistor zum Einsatz, dessen Steuerspannung
sich nicht nur in Abhängigkeit von dem Widerstand des Flammendstektors ändert, sondern auch von
anderen verschiedenen Umgebungsparametern, so daß der Transistor keine konstante, für einen verläßlichen
Betrieb des Flammenwächters erforderliche Schwellenspannung aufweist
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, die Steuervorrichtung der gattungsgemäßen Art so auszubilden,
daß mit ihr nicht nur die Zündung bzw. wiederholte Zündung des Brennstoffgemisches, sondern auch
die Überwachung der Flamme nach der Zündung des Gemisches bei höheren Temperaturen bis etwa 200°C
unter Verwendung einer geringeren Anzahl von Schaltungselementen bzw. weniger empfindlichen Schaltungselementen
möglich ist afs dies bisher der Fall gewesen ist, wobei darüberhinaus die Betriebssicherheit
aufgrund des vereinfachten Aufbaus der Steuervorrichtung so erhöht werden soll, daß ihr Einsatz insbesondere
in automatisch arbeitenden Feuerungsanlagen über lange Zeit eine ausreichende Betriebssicherheit garantiert.
Diese Aufgabe wird gemäß dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen Konstruktion bestellen darin, daß die Fotodiode im Gegensatz
zum Fotowiderstand selbst Strom erzeugt dessen Intensität der Beleuchtungsstärke proportional ist.
Da diese Diode keine Hilfsenergie benötigt, können die erzeugten Signale über eine große Entfernung übertragen
werden, beipsielsweise über mehrere hundert Meter und nicht nur zwanzig bis dreißig Meter wie bei den
bekannten Konstruktionen. Desweiteren ist die aus SiIizium mit Hilfe der Planartechnologie hergestellte Fotodiode
bis zu Temperaturen von etwa 200" C arbeitsfähig und nicht nur bis zu etwa 70 oder 80° C wie die bekannten
fotoelektrischen Widerstände. Darüberhinaus ist die Fotodiode im ganzen Bereich des sichtbaren und un-
eo sichtbaren Lichtes, also sowohl im ultravioletten als auch im sichtbaren und im infraroten Strahlungsbereich,
funktionsfähig.
Die Signalverarbeitungsschaltung der Vorrichtung arbeitet nach dem Prinzip der digitalen Datenverarbeitung,
wobei das von der Fotozelle ausgesandte Signal so verarbeitet wird, daß bei Anwesenheit einer Flamme ein
positives Digitalsignal erzeugt wird und dann, wenn keine Flamme vorhanden ist, ein Signal entgegengesetzter
Polarität, also ein negatives Signal. Dies bedeutet eine
wesentliche Erhöhung der Betriebssicherheit der gesamten Heizungsanlage.
Der verwendete Leitungstreiber ist mit einer integrierten Schaltung versehen und kann zwei Fotodioden
bedienen, wodurch eine erhebliche Vereinfachung der Überwachung mehrerer Rammen erreichbar ist.
Der sogenannte Schwellenwertverstärker eröffnet die Möglichkeit, das Erfassungsspektrum selektiv zu ändern,
wodurch die Steuervorrichtung dem Flammentyp angepaßt werden kann. Es ist also möglich, sowohl gelbe
ölflammen als auch blaue Gasflammen sowie farblose
Flammen von Gasen mit hohem Inertanteil zu Oberwachen. Letztere Möglichkeit ist vor allem in den Ländern
wichtig, in denen viele Gasquellen mit über 60%-igem Kohlendioxydgehalt industriell benutzt werden, beispielsweise
in der Glasindustrie.
Die Zündung der Flamme erfolgt bei der Vorrichtung durch ein elektronisches Element, das, gemäß einer vorteilhaften
Ausführungsform, mit einem elektronischen Zeitglied verbunden ist, welches Bestandteil des digitalen
Systems der Signalverarbeitungsschaltung ist
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in den Figuren dargestellt Es zeigen:
F i g. 1 ein Schaltschema für die erfindungsgemäße Steuervorrichtung und
F i g. 2 die Kennlinie der Siliziumplanar-Fotodiode.
- Im Strahlenweg der Lichtstrahlen, die in die an der Grenzfläche 2 der Heizanlage vorhandene Öifnung gelangen, befindet sich eine Siliziumplanar-Fotodiode 3, deren einer Pol über einen variablen Widerstand 4 an den Eingang eines Schwellenwertverstärkers 5 und den Teilpunkt einer Teilerkette geführt ist, bestehend aus einem Widerstand 6 und einer Diode 7. Der Ausgang des Schwellenwertverstärkers 5, der durch einen Schmidt-Trigger oder jede andere Schaltung mit digitalem Ausgang gebildet werden kann, ist an den Eingang des integrierten Leitungstreibers 8 angeschlossen.
- Im Strahlenweg der Lichtstrahlen, die in die an der Grenzfläche 2 der Heizanlage vorhandene Öifnung gelangen, befindet sich eine Siliziumplanar-Fotodiode 3, deren einer Pol über einen variablen Widerstand 4 an den Eingang eines Schwellenwertverstärkers 5 und den Teilpunkt einer Teilerkette geführt ist, bestehend aus einem Widerstand 6 und einer Diode 7. Der Ausgang des Schwellenwertverstärkers 5, der durch einen Schmidt-Trigger oder jede andere Schaltung mit digitalem Ausgang gebildet werden kann, ist an den Eingang des integrierten Leitungstreibers 8 angeschlossen.
Dieser ar sich bekannte im Vergleicherbetrieb arbeitende
Leitungstreiber 8 ist ein für rechentechnische Zwecke ausgerüsteter, für Signalübertragung über Leitungen
geeigneter Antrieb, der gegenüber Umgebungstemperatur und Schwankungen der Speisespannung in
hohem Maße unempfindlich ist, eine hohe Geräuschunterdrückung und Treiberfähigkeit für Leitungen mit
niedrigem Widerstand und einen inneren Kurzschlußschutz aufweist. Sein Ausgangssignal wechselt bei Änderung
des Eingangssignals die Polarität.
Zwischen dem Ausgang des integrierten Leitungstreibers 8 und der Null-Leitung der Speisespannungsquelle
sind zwei antiparallel geschaltete lichtemittierende Dioden 9, 10, geschaltet, die zweckmäßigerweise unterschiedliche
Farben besitzen. Der Ausgang des integrierten Leitungstreibers 8 ist über einen variablen Widerstand
11 an den Eingang eines im Schaltbetrieb arbeitenden ersten Verstärkers 12 geführt, dessen Ausgang
über die Wicklung des Relais 13 an der positiven Speisespanung liegt, und zwar hinter dem Zeitglied 14. An
dieser Stelle ist auch das in der Brennstofförderleitung 21 eingesetzte Magnetventil 20 angeschlossen, gefolgt
von dem Signalgenerator 22, dessen Steuerelektrode über das im Ruhezustand geschlossene Kontaktpaar 26
des Relais 13 gesteuert wird. Der Ausgang des Signalgenerators 22 ist an den Eingang eines im Schaltbetrieb
arbeitenden zweiten Verstärkers 23 angeschlossen, dessen Ausgang wiederum an die Primärwicklung des
Hochspannungstransformators 24 der Zündeinheit angeschlossen ist. Der Hochspannungstransformator 24
kann ein zur Zündung der Kraftfahrzeuge dienender, handelsüblicher Transformator sein, wobei die Hochspannung
von der Sekundärseite, zweckmäßigerweise durch ein bei Kraftfahrzeugen übliches Zündkabel, über
den Zündausgang 25 an eine der im Feuerraum vorhandenen Zündelektroden geführt ist, wobei die andere
Elektrode selbstverständlich geerdet ist
Die Vorrichtung wird über die Speisespannungsquelle 31, die Sicherung 32 und einen hier nicht dargestellten
ίο Netzhauptschalter von dem Transformator 33 und dem Gleichrichter 34 mit Strom versorgt, wobei letztere eine
negative Leitung, eine Null-Leitung und eine positive Leitung aufweist Die gesamte Speisespannung wird
von der zwischen der negativen und der positiven Leitung liegenden Spannung geliefert, während die Null-Leitung
zur Speisung der im obigen mit 3 bis 10 bezeichneten Elemente des Schaltkreises dient
An den positiven Ausgang des Gleichrichters 34 ist der im Ruhezustand geöffnete Startknopf 15 angeschlossen,
der von einer Leitung C(V"r das im Ruhezustand
geöffnete Kontaktpaar 27 des Relais 13 kurzgeschlossen wird, an die sich über den im Ruhezustand
geschlossenen Abstellknopf 16 der Eingang des Zeitrelais 14 anschließt, wobei einer der Ausgänge des letzteren.
zvx Ausgangsklemme 17 zwecks Steuerung der technischen Einrichtungen, beispielsweise des Ventilators,
geführt wird.
Falls die Brennstofförderleitung 21 so groß ist, daß zu ihrer Schließung das Magnetventil 23 ungeeignet ist,
könnte zur Erreichung der entsprechenden elektrischen Leistung ein an der Netzspannung liegendes Magnetventil
oder ein mit einer Spannung betriebenes Magnetventil verwendet werden, die die Speisespannung übersteigt
In diesem Fall verfügt die Vorrichtung über ein in gestrichelten Linien dargestelltes Hochspannungsleitungssystem,
während sonst in der Zeicunungsfigur ein
Netzspannungssystem dargestellt ist, wobei aber jede
vom Transformator 33 abgenommene Spannung verwendet werden könnte. Im betreffenden Fall wird als
Startknopf 15 ein im Ruhezustand offener Doppelkreis-Druckknopf verwendet, über dessen eines Kontaktpaar
die Hochspannungsleitung geführt ist, wobei jedoch dieses Kontaktpaar von einer Leitung überbrückt wird, in
der sich ein im Ruhezustand offenes Kontaktpaar 28 befindet. Die genannte Leitung läuft durch das Zeitrelais
14 hindurch, wobei der Speisestromkreis über die Wicklung des Magnetventils 18 geschlossen wird. Die
Benutzung des mit geringer Spannung arbeitenden Magnetventils 20 und des mit höherer Spannung gespeisten
Magnetventils 18 für die Brennstofförderleitungen 19, 21 ist alternativ, wobei jede Brennstofförderleilung zur
Erfüllung desselben Zweckes dient.
Fails in der Heizanlage die Flamme erlöschen kann, ohne daß dadurch die Feuerung gestört wird, kann die
Vorrichtung mit einem Kondensator 29 versehen werden.
Beim Betrieb der in der oben beschriebenen Weise aufgebauten Vorrichtung wird nach dem Einschalten
des Netzschalters der integrierte Leitungstreiber 8 und der im Schaltbetrieb arbeitende Verstärker 23 mit Speisespannung
versorgt.
Beim Drücken des Startknopfes 15 wird das Zeitrelais, 14 unter Spannung gesetzt, wodurch über die Ausgangsklemme
17 ein Te;> der technischen Einrichtung, beispielsweise
der Ventilator, der die Ingangsetzung der Feuerung vorbereitet, so beispielsweise den Feuerraum
belüftet, mit Spannung versorgt wird, wobei der Startknopf 15 in seinem eingedrückten Zustand belassen
wird. Nach dem Ablauf der durch das Zeitrelais 14 eingestellten
Zeitspanne öffnet das Magnetventil 18 oder 20.
Gleichzeitig wird über die Wicklung des Relais 13 die
ganze Anlage unter Spannung gesetzt, wodurch die weitere Punktion sichergestellt ist, vorausgesetzt, daß der
Stromkreis des Relais 13 sich auf der anderen Seite schließt, wofür Bedingungen maßgeblich sind, die noch
erläutert werden. Wenn das im Ruhezustand geschlossene Kontaktpaar 26 des Relais 13 öffnet, wird der Signalgenerator
22 in Betrieb gesetzt und steuert den im Schaltbetrieb arbeitenden Verstärker 23, der Vierecksignale
hoher Induktivität in die Primärwicklung des Hochspannungstransformators 24 der Zündeinheit einspeist.
Die in der Sekundärwicklung erzeugte Hochspannung ruft an den Zündelektroden einen kontinuierlichen
Funken hervor. Dadurch, daß infolge des öffnens des Magnetventils !S oder 20 der Gas- oder Olstrom ;r·
der Brennstofförderleitung IS oder 21 in Gang gesetzt wird, führt der Brenner die Zündung durch.
Bei einer erfolgreichen Zündung gelangen die Lichtstrahlen der Siüziumplanar-Fotodiode 3 durch die in der
Grenzfläche 2 der Heizanlage vorhandene Öffnung, wodurch die Fotodiode einen Spannungsimpuls abgibt. Dadurch
ändert der integrierte Leitungstreiber 8 die Polarität am Ausgang, wobei das Ausgangssignal des im
Schaltbetrieb arbeitenden Verstärkers 12 das Relais 13 geöffnet hält und dadurch die beschriebene Funktion
der Vorrichtung sichert. Der sich einstellende Zustand wird solange aufrechterhalten, bis mit Hilfe des Abstellknopfes
16 die Feuerung abgestellt wird oder die Flamme durch irgendeinen Fehler erlöscht, beispielsweise
durch zu starken Zug ausgeblasen wird oder der Brennstoffstrom unterbrochen wird. In diesem Fall liefert
dann die Siliziumplanar-Fotodiode 3 keinen Fotostrom mehr der Ausgang des Leitungstreibers 8 wechselt wieder
die Polarität, und da der im Schaltbetrieb arbeitende Verstärker 12 seine Funktion einstellt, fällt das Relais 13,
wodurch die Anlage stromlos wird und die Feuerung vollkommen abgestellt wird.
Eine ähnliche Wirkung entsteht auch dann, wenn in der von der Siliziumplanar-Fotodiode 3, dem Schwellenwertverstärker
5, dem Widerstand 6 und der Diode 7 gebildete Brückenschaltung ein Element entweder infolge
eines Kurzschlusses oder einer Unterbrechung schadhaft wird. Auch in diesem Fall wechselt der Ausgang
des integrierten Leitungstreibers 8 die Polarität, wodurch die Vorrichtung dasselbe Fehlersignal wahrnimmt,
das dann entsteht, wenn das Feuer erlischt, so daß auch in dieseiii Fall die hier beschriebene Steuervorrichtung
ihre Sicherheitsfunktion erfüllt
In diesem Zusammenhang wäre noch die Funktion der variablen Widerstände 4 und 11 zu erläutern. Die
spektrale Empfindlichkeit der entsprechend gewählten Siliziumplanar-Fotodiode 3 ist in F i g. 2 dargestellt, wobei
im Sperrspannungszustand der Diode der Quotient IR/fRm„ als unabhängige Veränderliche zu betrachten
ist Wie ersichtlich, erreicht die Fotodiode die höchste Empfindlichkeit im Infrarotbereich 39, während im blauen
Bereich 35 die Empfindlichkeit am geringsten ist und über den grünen Bereich 36, den gelben Bereich 37 und
den roten Bereich 38 etwa linear ansteigt. Mit Hilfe des veränderlichen Widerstands 4 läßt sich der Spitzenwert
der Kennlinie auf die Grenzlinie 40 beschränken, wodurch der Empfindlichkeitsbereich der Fotodiode 3 des
Regelbereiches 4 durch entsprechende Auswahl des Widerstandes 4 geändert werden kann.
Es ist ersichtlich, daß beispielsweise bei einem Wert
von IR/IRmax = 0,4 der Empfindlichkeitsbereich innerhalb
der Wellenlängen zwischen 500 und llOOnm beinahe linear ist, so daß eine solche Änderung der Charakteristik
auch eine Änderung der Empfindlichkeit mit sich bringt. Der veränderliche Widerstand 11 hat die Aufgabe,
diese Änderung zu kompensieren, wodurch die geeignete Verstärkung im weitest möglichen Bereich sichergestellt
werden kann.
Im Hinblick darauf, daß bei der Änderung des Zu-
Im Hinblick darauf, daß bei der Änderung des Zu-
in stands des integrierten Leitungstreibers 8 die Polarität
des Ausgangssignals wechselt, zeigen die antiparallel geschalteten, lichtemittierenden Dioden 9, 10 mit verschiedenen
Farben den jeweiligen Zustand der Funktion der Vorrichtung genau an, da die Dioden an die
Null-Leitung des Gleichrichters angeschlossen sind. Die Zenerdiode 30 stabilisiert die Speisespannung des Signalgenerators
22.
Von den möglichen Aissführungsformen der im obigen
beschriebenen Vorrichtung sollen einige erwähnt werden.
Wenn die der Zündung vorangehende Durchlüftung nicht erforderlich ist, kann das Zeitrelais 14 weggelassen
werden. In diesem Fall werden die Zündung und die Brennstoffströmung beim Eindrücken des Startknopfes
15 sofort in Gang gesetzt. Bei einer Heizanlage mit verhältnismäßig kleiner Leistung bietet auch diese
Möglich teit eine entsprechende Sicherheit.
Wenn die Speiseleitung 21 einen kleineren Durchmesser
aufweist, wird ein Magnetventil 20 mit Niedrigspannung verwendet. In diesem Fall erübrigen sich das
in gestrichelten Linien dargestellte Leitungssystem, ferner das Magnetventil 18 sowie das Kontaktpaar 28 des
Relais 13. Der Startknopf 15 läßt sich dann mit einem einzigen Stromkreis ausstatten. Auch könnten das Magnetventil
20 und die Leitung 21 aus dem Schaltkreis entfernt werden.
Bei Verdopplung der Siliziumplanar-Fotodiode 3, des veränderlichen Widerstands 4, des Widerstands 6 und
der Diode 7, wobei gleichzeitig zwei integrierte Leitungstreiber 8 Verwendung finden oder die handelsübliche,
in einem Gehäuse eingebaute Zwillingsversion verwendet wird, oder dann, wenn das Ausgangssignal des
aus den aneinandergereihten Schaltungselementen bestehenden Schaltkreises über ein UND-Tor in den integrierten
Leitungstreiber 8 geleitet wird, besteht die Möglichkeit einer doppelten Flammenüberwachung.
Sollte der Signalpegel des Steuerkreises nicht hoch genug sein, so könnte das Ausgangssignal des integrierten
Leitungstreibers 8 über das UND-Tor dem im Schaltbetrieb arbeitenden Verstärker 12 zugeführt weraen. In
diesem Fall könnten der Anfang und das Ende eines Reihenbrenners, der beispielsweise Bestandteil einer
langen Heizungsanlage ist, oder zwei auf verschiedenen Höhen bzw. Tiefen liegende Punkte des Feuerraumes
beobachtet werden. Letzteres ist in Spezialheizanlagen von Vorteil.
Falls die Flamme im Betrieb wiederholt kurzzeitig vom Brenner abreißt und die vielen sich wiederholenden
Fehlersignale in der Steuervorrichtung zu einer Störung führen, könnte die Vorrichtung durch die Zwischenschaltung
des gestrichelt dargestellten Kondensators 29 in bezug auf die momentanen Fehlersignale unempfindlich
gemacht werden. Die Unempfindlichkeitsdauer wird von dem Widerstand 11 und dem Kondensator
29 als Zeitkonstante des RC-Glieds bestimmt
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Steuervorrichtung an Gas- oder ölbrennern für
Heizanlagen, die mit einem lichtempfindlichen Flammendetektor, einem mit diesem verbundenen Signalverarbeitungsschaltkreis
sowie einer Zündeinheit versehen sind, wobei die Zündeinheit einen elektronisch
angetriebenen Hochspannungstransformator aufweist dadurch gekennzeichnet,
daß der Flammendetektor mit wenigstens einer SiIiziumpIanar-Fotodiode (3) versehen ist, deren einer
Pol über einen variablen Widerstand (4) an einen Schwellenwertverstärker (5) geführt ist, dessen Ausgang
zur Signalverarbeitung an einen integrierten Leitungstreiber (8) angeschlossen ist, dessen Ausgang
wiederum über einen variablen Widerstand (11) an eine1» ersten Verstärker (12) geführt ist, an
dessen Ausgang über ein Relais (13) ein Signalgenerator (22) angeschlossen ist, der einen im Schaltbetrieb
arbeitenden zweiten Verstärker (23) steuert, und daß der zweite Verstärker (23) an den Hochspannungstransformator
(24) der Zündeinheit angeschlossen ist
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Signalgenerator (22) über
ein mit einem Schaltorgan (65) betätigtes Zeitglied (14) mit der Speisespannungsquelle des Systems verbunden
ist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spei&spannungsquelle aus
einem Transformator (3s) und einem diesen nachgeschalteten Gleichrichter (34) bes 2ht.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang des Leitungstreibers (8) und die Null-Leitung des Gleichrichters
(34) der Speisespannungsquelle zwei antiparallel geschaltete lichtemittierende Dioden (9, 10) angeschlossen
sind.
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