DE314407C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/50—Insulators or insulating bodies characterised by their form with surfaces specially treated for preserving insulating properties, e.g. for protection against moisture, dirt, or the like
Landscapes
- Insulators (AREA)
- Insulating Bodies (AREA)
Description
In der Elektrotechnik sind Isolatoren bekannt, die aus Faserstoffschichten bestehen, die
mit isolierenden Lacken oder Harzen getränkt sind.
Beispielsweise wird zur Herstellung von zylindrischen Isolatoren ein Papierband verwendet,
das. auf einem Dorn oder Kern in mehreren übereinanderliegenden Lagen fortlaufend
aufgewickelt wird. Die einzelnen Lagen
ίο werden hierbei mit Lacken oder Harzen getränkt.
Plattenförmige Isolatoren werden in ähnlicher Weise derart hergestellt, daß Papierblätter
unter Beifügung von Harzen oder Lacken aufeinander geschichtet und gepreßt werden.
Nach einem anderen bekanntgewordenen Verfahren werden an Stelle von Bändern aus
Papier solche aus Gewebe verwendet, die mit Lacken oder Harzen getränkt und die spiral-
. förmig in mehreren Lagen auf einem zylindrisehen
oder kugelförmigen Kern aufgewickelt werden. Die bei der Herstellung der Isolatoren
entstehenden Fugen werden durch Lacke oder Harze ausgefüllt.
Die nach diesem Verfahren hergestellten Isolatoren besitzen den Nachteil, daß ihre
elektrische Widerstandsfähigkeit nicht in allen Teilen des Isolierkörpers gleich ist, da auf der
Oberfläche Nähte und Fugen zutage treten. Es hängt dies damit zusammen, daß die elektrische
Widerstandsfähigkeit senkrecht zu den Schichten größer ist als in der Richtung parallel zu
denselben.
Aus diesem Grunde sind die aus spiralförmig aufgewickelten Gewebebändern hergestellten Isolatoren
in elektrischer Beziehung sehr unzuverlässig. :
Die aus Papierbändern gewickelten Isolatoren können nur in Zylinderform hergestellt werden,
ebenso die aus Papierblättern zusammengesetzten Isolatqren nur in Form von ebenen
Platten. Beispielsweise können nach diesem Verfahren keine zylindrischen Isolatoren mit
wulstförmigen oder kugelförmigen Ansätzen hergestellt werden.
Bei Herstellung solcher Isolatoren, aus Papierblättern
würde es sich nicht vermeiden lassen, daß an der Übergangsstelle von der Zylinderform
zur Wulst- oder Kugelform zwischen den Schichten Hohlräume entstehen, wodurch die
elektrische Widerstandsfähigkeit wesentlich herabgesetzt wird. Es ist eine bekannte Tatsache,
daß Hohlräume im Innern eines Isolators die elektrische Festigkeit erheblich vermindern, da
die Hohlräume bei hinreichend starken elektrischen Krafteinwirkungen derart ionisiert werden,
daß im Innern Glimmentladungen auftreten; die eine Zerstörung des Isolators infolge
der durch die Glimmentladung hervorgerufenen starken Erwärmung bewirken.
Nach vorliegender Erfindung werden zur Herstellung von Isolatoren zwar ebenfalls Gewebe
verwandt, die mit isolierenden Lacken, Harzen o. dgl. getränkt sind, und die in übereinanderliegenden
Schichten angeordnet sind. Die Gewebeschichten werden jedoch nicht aus Bändern oder Blättern aufeinander gewickelt oder geschichtet,
sondern sind derart angeordnet, daß jede Schicht in sich vollkommen geschlossen
ist, und daß sich die eineinen Schichten vollkommen konzentrisch umschließen, ohne daß
die Oberfläche Nähte oder Fugen aufweist.1^ Sie
stellen also konzentrisch übereinanderliegende nahtlose Hüllen dar.
Diese Hüllen werden dadurch hergestellt, daß die einzelnen Schichten nahtlos und fugenlos ·
übereinander gewebt oder geklöppelt oder nach einem sonstigen Webeverfahren ausgeführt werden.
Jede Gewebeschicht wird für sich mit isolierendem Lack oder Harz getränkt. Es wird also
zuerst die unterste Gewebeschicht getränkt, auf diese wird dann die folgende Schicht nahtlos
gewebt, die dann ebenfalls getränkt wird usw., bis die Gewebe- und Lackschichten die erforderliche
Dicke erreicht haben. Die Anzahl der mit Lack getränkten Gewebeschichten richtet sich
nach der elektrischen Durchschlagfestigkeit, die
ao von dem Isolierkörper verlangt wird.
Um die in dieser Weise hergestellten Isolatoren, falls erforderlich, zur Aufnahme größerer
mechanischer Zug- oder Druckkräfte geeignet zu machen, wird ein fester, möglichst aus Isoliermaterial
bestehender Kern verwendet, um den die einzelnen sich umschließenden Hüllen nahtlos
herumgewebt werden. Es ist zweckmäßig, die Armaturen des Isolators, die die Zugkräfte
auf den Isolatorkern übertragen, derart anzuordnen, daß die Gewebeschichten nur auf Druck
beansprucht werden.
Es bietet keine Schwierigkeiten, die vorerwähnten Gewebeschichten derart um den Kern
herumzuweben, daß alle Seiten desselben vollkommen umschlossen werden, auch dann, wenn
es sich beispielsweise um einen stabförmigen Kern mit kugel- oder wulstförmigen Enden
oder um einen solchen Kern handelt, der Verdickungen in der Mitte besitzt. Das gleiche
trifft auch bei kugel-, röhren-, platten- oder würfelförmigen Kernen zu.
Die einzelnen Schichten werden nach diesem Verfahren derart übereinander angeordnet, daß
im Innern des Isolators keine Hohlräume entstehen.
Bei Isolatoren dieser Art. können die spannungsführenden* Metallarmaturen in beliebiger
Art angebracht ^werden. Es wird immer erreicht, daß die von den Mstallarmaturen ausgehenden
'elektrischen Kraftlinien auf die Gewebeschichten senkrecht gerichtet sind.
In den Fig. 1 bis 6 sind einige Ausführungsbeispiele von Isolatoren nach vorliegender Erfindung
dargestellt.
Fig. ι stellt einen Schnitt durch einen stabförmigen
Druckisolator dar, Fig. 2 den Schnitt durch einen stabförmigen Zugisolator mit wulstförmigen
Enden, Fig. ,3 den Schnitt durch einen stabförmigen Zugisolator, der sich von dem in
Fig. 2 dargestellten dadurch unterscheidet, daß in der Mitte des Stabes noch eine wulstförmige
Verdickung angebracht ist.
Fig. 4 zeigt den Schnitt durch einen plattenförmigen Druckisolator, Fig. 5 den Schnitt durch
einen kegelförmigen Druckisolator, ferner Fig. 6 den Schnitt durch einen röhrenförmigen Isolator.
• Bei allen diesen Ausführungsformen ist 1 der Kern, 2 die erste Gewebeschicht, 3 die zweite
Gewebeschicht und 4 sind spannungsführende Metallarmaturen, die durch den Isölationskörper
gegeneinander isoliert werden sollen. An Stelle von zwei Gewebeschichten können auch nach
Bedarf mehrere Schichten vorgesehen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Isolator mit zug-, oder druckfestem Kern und einer Umkleidung aus einer oder mehreren mit isolierenden Lacken oder Harzen getränkten Gewebeschichten, gekennzeichnet dadurch, daß die Gewebeschichten, dicht übereinanderliegend, den Kern auf allen Seiten dicht anliegend, nahtlos und fugenlos umschließen, so daß zwischen den Gewebe-. schichten einerseits und zwischen den Schichten und dem Kern anderseits keine Hohlräume bestehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE314407C true DE314407C (de) |
Family
ID=567225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT314407D Active DE314407C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE314407C (de) |
-
0
- DE DENDAT314407D patent/DE314407C/de active Active
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