DE314019C - Kopf-schutzmaske fur vieh der raudebehandlung durch gaseinwirkung - Google Patents
Kopf-schutzmaske fur vieh der raudebehandlung durch gaseinwirkungInfo
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Description
Für die Behandlung von räudebehaftetem Vieh mit milbentötendem Gase, ζ. Β. mit
SO2 (nach dem Noellerschen Verfahren), sind Einrichtungen bekannt, die aus einer geschlossenen,
mit Gas zu beschickenden Zelle bestehen, in die das räudige Pferd usw. eingestellt
wird; dabei hat es nur den von einer sackartigen gasdichten Manschette eingefaßten
Kopf nach außen stirnabwärts in der Haupt sache frei, denn Atmungsorgane und Augen
müssen unbeeinträchtigt bleiben. Bisweilen hat man noch die Augen durch eine Brille
besonders zu schützen versucht.
Die vorliegende Erfindung besteht' nun in
einer Schutzmaske, in Verbindung mit einer gasdichten Kopfüberfanghülle, wodurch ermöglicht
wird, daß sich die Gasbehandlung bis nahezu über den ganzen Kopf, ausgenommen
die Maulteile und die in Rahmenöffnungen frei bleibenden Augen, erstreckt und namentlich
die Kehlgegend am Haisanschluß mit umfaßt werden kann, wo erfahrungsgemäß die Räudeherde hartnäckig und besonders schwer
zu behandeln sind. Bei der bisherigen An-Ordnung der Kopfschutzhülle war einesteils
die Unischlußanbringung am Kopf des Pferdes umständlich und nur unsicher zu erreichen,
andernteils mußte man eine Nachbehandlung an den nicht beeinflußten Kopf- und HaIs-■30
teilen vornehmen.
Auf beifolgender Zeichnung ist in Fig. 1 die Seitenansicht der Vorrichtung dargestellt;
Fig. 2 ist die perspektivische Innenansicht des aus den beiden Augenrahmen und dem
Maulrahmen gebildeten Maskengestells, mit Weglassung der dazu gehörigen Hülle. Fig. 3
zeigt den Rahmen, an den die Manschettenhülle anschließt, und Fig. 4 stellt im Schnitt
einen der Hilfsbefestigungsriemen dar, die mit Pelotten besetzt sind.
Der Zellenkasten ist in Fig. 1 mit A bezeichnet.
Die eigentliche Maske oder Kopfschutzhülle a, die aus präpariertem, gasdichtem
Stoff (Guttapercha usw.) gefertigt wird, bildet eine sackartige Anschlußmanschette, die mittels ■
Rahmen r, r1 (vgl. Fig. 3) an der ovalen Zellentüröffnung
ringsherum festgelegt wird, nachdem man den Kopf des Tieres dichtschlüssig
damit ausgerüstet hat. Zur inneren Ausrüstung gehört das der Hülle α den Versteifungshalt
gebende Maskengestell, welches in Fig. 2 besonders veranschaulicht ist und das aus den drei Hauptbestandteilen, den Augenrahmen
u, ν und dem Maulumschlußrahmen w, besteht. Die beiden Augenrahmen, die ebenso
wie der Teil w mit Leder- bzw. mit Gummiwulstfütterung o. dgl. elastischen-Dichtungsmitteln
versehen sind, haben eine stirnseitige Verbindung mittels eines Bügels s aus Band- ν
eisen u. dgl. und lassen sich nachgiebig an die Augenumgebung des Tieres anpassen. Übrigens
sind sie nicht brillenartig gedeckt, weil es weit vorteilhafter ist, die Augen für Luft zugänglich
zu belassen, wodurch eine Abdichtungsnachhilfe bei etwaigem Durchtritt von Gas
mittels feuchten Wattebausches usw. ermöglicht wird. Der Maulrahmen w ist mittels der seitlichen
Schienen -p, q (und zwar verstellbar) mit
den Augenrahmen u, ν verbunden, damit der Kopfschutz für alle Kopfgrößen paßt. Für
die Verstellbarkeit sind die schlaufenformigen Beschläge i und die Klemmschrauben k vor-
gesehen. Mittels Schnalle β kann man den Maulrahmen w auf die gehörige Weite einstellen und gasdicht um das Maul des Tieres
herum anpressen, so daß vermöge des Polsters 5 oder Futters eine völlige Abdichtung oberhalb
der Nüstern und um den Unterkiefer herum stattfindet. In Angrenzung an den Maulrahmen
ist die gasdichte Kopfschutzhülle a (in Fig. 2 nicht mit dargestellt) angebracht zu
ίο denken, und'zwar mit Anschluß rings an den
Augenrahmen u, ν und mit sackartiger Ausstülpung
wegen des von innen sich dagegen stützenden Stirnbügels s.
Zur Anbringung der Maske wird die Hülle zunächst nach außen zurückgeschlagen, so daß
sich die vorbereitende Anschließung der Augenrahmen u, ν und Umlegüng des Maulrahmens
bequem bewerkstelligen läßt. Zur Befestigung dienen die ebenfalls inwendig am Maskengestell
frei hängenden Stränge oder Riemen b und d, deren einer (b) oben über dem Hals (Fig. 1)
verschnallt wird, während das andere Riemenpaar d in den Kehlwinkel zwischen Hals und
Kopf herumführt; durch beide Hilfsmittel läßt sich so eine haltbare Verbindung der Schutzmaske
mit dem Kopfe des Tieres erzielen, ohne daß, abgesehen von den Rahmen-Auflagezonen,
wesentliche Teile der Kopffläche dafür in Anspruch genommen werden. Damit
die Riemen b, d ebenfalls nur mehr punktweise aufliegen und die Haut bzw. das Fell unterhalb
derselben der Gaseinwirkung ausgesetzt bleibt, sind die Riemen mit Buckeln oder
Pelotten x, x, wie in Fig. 4 deutlicher dargestellt, versehen.
Nachdem in der beschriebenen Weise die Maske dem Tiere aufgesetzt und unter gesicherter
Abdichtung an den Rahmenzonen u, v, w befestigt ist, wird die Hülle α in die
richtige Lage (Fig. 1) zurückgeschlagen, und man hat den verstärkten Manschettenflansch
derselben zwischen den Rahmen r1, r festzulegen.
Die Befestigung geschieht hier ringsum mittels der Flügelmuttern f, die eine gasdichte
Zusammenspannung der Rahmen r, r1 gestatten, von denen letzterer als Einfassung der Öffnung
an der Vordertür der Zelle α festliegt. Der Gasraum der Zelle erstreckt sich sonach in die
Hülle α hinein, wodurch die Kopfteile bis auf
das freiliegende Maul und mit Ausnahme der umrahmten Augenfelder überall von dem Gase
umspült werden.
Der die Vergasung leitende Tierarzt hat während der Behandlungsdauer die Möglichkeit,
die Augen und das Atmungsverhalten des Tieres zu beobachten und eventuell für Unschädlichmachung
von Gas zu sorgen, das bei undichtem Abschlüsse etwa ausnahmsweise an
Maul oder Auge austreten sollte.
Claims (2)
1. Schutzmaske für Vieh bei der Räudebehandlung durch giftige Gase nach Nöller,
gekennzeichnet durch eine mittels Maskengestells gestützte Kopfschutzhülle, die bis
zur Grenze eines Maulrahmens (iv) den
Kopf des Tieres mit freiem Abstand, aber dichtschlüssig umgibt und an welcher die Augenöffnungen mit gepolsterten Abdichtungsrahmen
(u, v) eingefaßt sind.
2. Ausführungsform der Schutzmaske nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Augenrahmen (u, v) mittels Stirnbügels (s) untereinander und durch Schienen
(φ, q) stellbar mit dem Maulrahmen (w)
verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE314019T | 1918-10-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE314019C true DE314019C (de) | 1919-07-30 |
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ID=566858
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918314019D Expired DE314019C (de) | 1918-10-08 | 1918-10-08 | Kopf-schutzmaske fur vieh der raudebehandlung durch gaseinwirkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE314019C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2018094172A1 (en) | 2016-11-21 | 2018-05-24 | The Procter & Gamble Company | Low bulk, close-fitting, high-capacity disposable absorbent pant |
| WO2018213368A1 (en) | 2017-05-18 | 2018-11-22 | The Procter & Gamble Company | Incontinence pant with low-profile unelasticized zones |
-
1918
- 1918-10-08 DE DE1918314019D patent/DE314019C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2018094172A1 (en) | 2016-11-21 | 2018-05-24 | The Procter & Gamble Company | Low bulk, close-fitting, high-capacity disposable absorbent pant |
| WO2018213368A1 (en) | 2017-05-18 | 2018-11-22 | The Procter & Gamble Company | Incontinence pant with low-profile unelasticized zones |
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