DE31368C - Injektionsapparat für Weinstöcke und andere Pflanzen zur Vertilgung der Reblaus und ähnlicher Parasiten - Google Patents

Injektionsapparat für Weinstöcke und andere Pflanzen zur Vertilgung der Reblaus und ähnlicher Parasiten

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DE31368C
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DE
Germany
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phylloxera
grapevines
eradicate
plants
injection device
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31368D
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English (en)
Original Assignee
A. B. ESCOURROU in Moux, Frankreich
Publication of DE31368C publication Critical patent/DE31368C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01M—CATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M7/00—Special adaptations or arrangements of liquid-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
    • A01M7/0025—Mechanical sprayers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Parasiten.
Der Apparat besteht aus einer Pumpe, welche sowohl zur directen Füllung von Injectionsspritzen, wie im Patent No. 25058 angegeben, dienen, zugleich aber auch mittelst der Gummischläuche q dazu benutzt werden kann, verschiedene andere mittelst Hahnverschlusses an diese Schläuche angehängte Apparate zu speisen, um verschiedenartige Krankheiten der Weinstöcke zu bekämpfen.
Der vollständige, in Fig. 1 gezeigte Apparat besteht aus zwei im wesentlichen übereinstimmenden Füllvorrichtungen, welche in einem gemeinschaftlichen, durch eine Scheidewand getrennten Behälter c angebracht sind. Die eine Vorrichtung/" ist für die Anwendung flüssiger Mittel bestimmt und wird durch eine Saug- und Druckpumpe betrieben, die andere / ist für Gase eingerichtet und steht mit einem Gebläse (System Enfer oder dergleichen) in Verbindung. Das Gebläse s dient zur Trockenschwefelung mittelst der in Fig. 3 und 1 gezeigten Mundstücke. Die in Fig. 3 angegebene Streubüchse pflegte man bisher mit Schwefelstaub zu füllen und letzteren auf die Weinstöcke aufzustreuen, wobei jedoch viel Schwefel verloren geht. Wie in Fig. 1 dargestellt, wird diese Streubüchse d durch einen Schlauch oder ein Rohr q mit dem Gebläse s in Verbindung gesetzt; vorn ist ein trichterförmiges Mundstück aufgelöthet oder sonstwie befestigt.
Die Benutzung geschieht in der Weise, dafs man die Streubüchse mit der Hand schwenkt, wobei der Schwefel in den Trichter geschüttelt, dort von dem Gebläsewind erfafst und in feinen Staubwolken vertheilt wird, die sich überall am Rebstock festsetzen. Je stärker die Büchse geschwenkt wird, je mehr Schwefel gelangt in den Trichter und je kräftiger wird die Staubwolke; es liegt also in der Hand des Arbeiters, die Vertheilung des Schwefels zu reguliren.
Die Luftpumpe dient zum Verstäuben der in dem Behälter r befindlichen flüssigen Beizmittel oder Chemikalien, welche mit der Rohrleitung nicht in Berührung kommen sollen.
Fig. 2 und 4 zeigen einen Apparat, welcher vom Arbeiter auf dem Rücken getragen werden kann. Zur Tödtung der Eier der Reblaus und ,anderer Insekten, Schmetterlinge u. dergl. wird der Behälter t, der in einem Korb oder dergleichen getragen wird, mit einem Beizmittel gefüllt und mit dem Mundstück zum Ausspritzen durch ein Rohr von geeigneter Länge verbunden.
Der Arbeiter hält dieses Rohr mit der einen Hand an der Handhabe p1, mit der anderen Hand dreht er an der Kurbel o, welche mit dem halbkreisförmigen, durchlöcherten Mundstück u durch eine Schnur oder Kette in Verbindung steht.
Die Flüssigkeit im Behälter t wird durch die Pumpe f und den Schlauch q unter Druck gehalten.
Auf diese Weise wird der Stamm oder Ast von allen Seiten, von unten und oben bespritzt, und es bleibt keine Stelle unzugänglich. Der Hahn r1 dient zur Regulirung der Ausspritzung.
Mit demselben Instrument kann ein brennbares Gas gegen den Stamm geleitet, an der Mündung angezündet und mittelst des drehbaren Halbkreises von allen Seiten gegen die schädlichen, zu vertilgenden Schmarotzer oder Pilze geleitet werden. Wird eine starke Flamme verlangt, so steckt man das in Fig. ι gezeichnete Mundstück a1 auf.
Will man anstatt flüssiger Beizmittel oder brennbarer Gase nur heifses Wasser zur Tödtung des Ungeziefers benutzen, so bringt man nur einen Gummischlauch mit dem Kochkessel in Verbindung und mischt Salz in das kochende Wasser, um die Temperatur zu erhöhen und eine geringe Dampfentwickelung hervorzurufen. Das Wasser geht dann unter dem Dampfdruck durch den Apparat hindurch und spritzt aus dem halbkreisförmigen Mundstück mit genügendem Hitzegrad aus. Wenn dies auch in unterbrochenen, feinen Strahlen geschieht, so genügt es doch, um alle Insekten zu tödten, denn die Strahlen dringen in alle Ritzen und Spalten der Rinde ein und fliefsen nach allen Richtungen wieder heraus; die Wirkung ist eine vollständige.
Durch den vorliegenden Apparat wird mindestens die Hälfte der Flüssigkeit gespart, die man sonst zu gleichem Zweck verbrauchen mufste, und die Arbeit dauert, bei vollkommenem Erfolg, kaum den vierten Theil der bis jetzt darauf verwendeten Zeit. Der Arbeiter braucht einestheils nicht fortwährend das kochende Wasser zu schöpfen und die Ver-. theilung auf den Stamm geschieht mit absoluter •Sicherheit ringsherum durch einfache Drehung der Kurbel v.
Mit den beschriebenen Apparaten kann man sowohl Trockenschwefelung, wie schon oben erläutert, als auch Schwefelung auf nassem Wege bewirken. Letztere geschieht, indem man schwefelsaures Kali dem Wasser beimischt und letzteres mittelst einer Pumpe und Brause oder eines Strahlrohres \, Fig. i, verspritzt. Sind dann der Stamm, die Blätter und Trauben durchnäfst, so sind sie überall mit einer unendlich feinen Schicht Schwefel bedeckt, welche den Traubenschimmel (O'idium) zerstört und die Ansteckung durch Kryptogamen verhütet.
Zur Bekämpfung von Brand-, Rost- und anderen Krankheiten der Pflanze werden andere chemische Mittel benutzt, jedoch immer mit denselben Apparaten.
Der kleine Apparat r, Fig. ι, kann unter Wirkung des Gebläses der Pumpe 5 als Injector für den Schwefel zur Vertilgung des O'idiums dienen.
Die Vorrichtung b1, Fig. i, dient zur Füllung von kleinen Injectorspritzen, so dafs der Arbeiter dieselben neu füllen kann, ohne jedesmal einen solchen Apparat von der Füllmaschine herbeiholen zu müssen.
Mittelst der allen vorkommenden Verhältnissen angepafsten Abänderungen der Sprengapparate , wie sie in vorstehendem erläutert worden sind, ist man im Stande, alle bis jetzt bekannten Krankheiten des Weinstockes, als Wickler, Reblaus auf den Wurzeln, Reblauseier auf der Rinde, Mehlthau, Brand, Oi'dium u. s. w., erfolgreich zu bekämpfen, und zwar auf trockenem und nassem, kaltem und heifsem Wege selbst mit offener Flamme.
Alle diese verschiedenen Vorrichtungen können mit der in Fig. ι dargestellten Pumpe gespeist werden. Wenn letztere zwischen zwei Reihen Weinstöcke gestellt und die Gummischläuche rechts und links den Arbeitern, welche die Cultur besorgen, dargereicht werden, so genügen zwei Mann zur Bedienung, welche den Apparat mittelst Handgriffe oder auf einer Tragbahre tragen oder auf Rädern fahren, wobei der eine Mann die Pumpe bedient, während der andere die Flüssigkeit oder sonstige Agentien vertheilt. Die Versorgung kann sich zugleich auf mehrere Reihen von Rebstöcken erstrecken.
Die mit der Pumpe geschleuderten Strahlen schwefelhaltigen Wassers tödten einestheils die Insekten direct, anderentheils zerreifsen sie auch die von denselben, z. B. von den Wicklern, gesponnenen Nester und Gewebe, so dafs die nicht unmittelbar zerstörten Insekten verjagt werden. Die Pumpe kann auch direct zur Bewässerung des Weinberges benutzt werden, ebenso auch die Injectionsspritzen an den Stellen, wo die Pumpe schwer transportabel, z. B. an steilen Hängen, ist.
Nach der Berechnung von De Gasparin giebt ein Weinstock durchschnittlich jeden Tag 33 g Wasser durch Verdunstung ab. Nimmt man an, dafs bei grofser Dürre der nächtliche Thau und die geringe Feuchtigkeit des Humus ihm noch 15 bis 18 g Wasser zuführen, so ist zur Herstellung der für die normale Entwickelung nothwendigen Verdunstung ein Zuflufs von 15 bis 18 g täglich erforderlich. Wird nun an jedem Weinstock ein Wasserinjector von 1000 g Inhalt angesetzt, so liefert derselbe, und zwar Tag und Nacht, den Bedarf für so viel Tage, als der Verbrauch (15 bis 18 g) in ι 000 enthalten ist.
Es kann hiernach jeder Weinberg mittelst der Apparate in beständig normalem Zustande erhalten werden. Zeigt sich das Auftreten der Reblaus und werden die Blätter gelb, so nehmen sie bei rechtzeitiger Behandlung bald wieder das gesunde Grün an. Bringt man zur Zeit, wo der Saft treibt, in die in Bewegung begriffenen, den ganzen Weinstock durchdringenden Säfte ein geeignetes chemisches Agens, so kann man die Entwickelung von
Blüthe und Traube mächtig befördern, und es kommt schliefslich auch wenig darauf an, ob die Reblaus völlig vertilgt ist, weil der regenerirte Saft aus dem Rebstock neue Wurzeln treiben wird, wenn die alten von dem Insekt zerstört oder entkräftet sein sollten.
Man kann geradezu den Saft der heimischen Rebstöcke durch chemische Agentien so umgestalten, dafs er auf die Reblaus einwirkt bezw. sich widerstandsfähig erweist, wie die amerikanischen Reben, wodurch man die heimischen Weinberge von der Plage befreit.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Der in den Fig. ι und 3 dargestellte Apparat, bestehend aus einem Behälter c mit zwei Abtheilungen, mit einer Saug- und Druckpumpe und einem Gebläse s, zwei Füllapparaten fl und einer Anzahl an diese anschliefsender Schläuche q zur Verrichtung verschiedenartiger Culturarbeiten, als Ausspritzung reinen oder mit Chemikalien vermischten Wassers, Füllung von Injectoren mit Flüssigkeiten oder Gasen, Verstäubung pulverförmiger Agentien oder Abgabe brennbarer Gase durch verschiedenartige Mundstücke % b1 d r a1.
    Das halbkreisförmig gebogene, mit Durchbohrungen versehene Mundstück u, Fig. 2, welches an der Zuleitung f1 befestigt und durch Kurbel ν und Schnur oder Kette drehbar ist, zum Zerstäuben beliebiger Stoffe.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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