DE3134443C2 - Vorrichtung zum elektroerosiven Senkbearbeiten eines Werkstücks - Google Patents
Vorrichtung zum elektroerosiven Senkbearbeiten eines WerkstücksInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
elektroerosiven Senkarbeiten eines Werkstückes.
Die US-PS 40 49 942 betrifft eine Vorrichtung, bei welcher
die momentane Elektrodenstellung mittels einer
Meßeinrichtung erfaßt wird und die elektrischen
Entladebedingungen im Arbeitsspalt zwischen Elektrode und
Werkzeug mit einer weiteren Meßeinrichtung überwacht
werden. In Abhängigkeit dieser beiden erfaßten Größen wird
der Elektrodenvorschub gesteuert. Für die Erfassung der
Stellung der Elektrode 1 bezüglich des Werkstückes wird
von einem Detektor ein digitales Signal erzeugt, das in
einem Komparator mit einem Bezugszählwert verglichen wird.
Bei der offenbarten Vorrichtung kann außerdem mittels
eines an der Vorrichtung angebrachten Knopfes eine
Referenzposition der Elektrode bezüglich des Werkstückes
festgelegt werden. Wenn bei der Vorwärtsbewegung die
Elektrode durch die Referenzposition läuft, kann durch das
Ausgangssignal des Positionssensors dieses Durchlaufen der
Referenzposition detektiert werden.
In der DE 21 17 670 B2 ist eine Vorrichtung zum
elektroerosiven Senkbearbeiten eines Werkstückes mit einer
Elektrode beschrieben, bei der eine Meßeinrichtung
vorgesehen ist, in der ein bestimmter Negativ-Vorschub der
Elektrode um einen bestimmten Abstand detektiert werden
kann. Dieser Abstand entspricht normalerweise dem normalen
Abstand zwischen der momentanen Bearbeitungsposition der
Elektrode und dem Werkstück. Bewegt sich die Elektrode um
den in der Meßeinrichtung voreingestellten Referenzwert
zurück, wird durch die Betätigung eines Mikroschalters in
der Meßeinrichtung eine derartige
Negativ-Vorschub-Bewegung um den genannten Abstand
detektiert.
Bei der in der DE 23 13 263 C2 beschriebenen
Regelanordnung zum Regeln eines Bearbeitungsparameters für
eine elektrische Entladungsmaschine wird eine
Zähleinrichtung verwendet, die bei der
Negativ-Vorschub-Bewegung der Arbeitselektrode in
bezug auf das Werkstück Impulse zählt. Wenn eine
vorgegebene Anzahl von Impulsen durch die Zähleinrichtung
gezählt ist, dann erzeugt diese ein Ausgangssignal. Die
Zähleinrichtung wertet außerdem verschiedene Arten von
Impulsen aus, die an dem Spalt anliegen und aufgrund
dessen Auswertung die Zähleinrichtung einen ungünstigen
Zustand des Arbeitsspaltes erfassen kann. Die
Zähleinrichtung enthält außerdem ein Zwei-Richtungs-Zähler
mit Ausgängen für den Zählerstand 0 bis 9, die zehn
schrittweise veränderliche Größen von elektrischen
Bearbeitungsparametern entsprechen, wie beispielsweise dem
Abstand oder der Länge der relativen Rückführung der
Arbeitselektrode aus der Bearbeitungsstellung oder
dem Zeitintervall zwischen benachbarten
Rückführungsperioden entsprechen.
Die US 36 70 136 betrifft eine Vorrichtung zum
elektroerosiven Bearbeiten eines Werkstückes, bei der eine
intermittierende Impulsspannung zwischen dem Werkstück und
der gegenüberliegenden Elektrode angelegt wird.
Entsprechend den sich im Arbeitsspalt ergebenden
Spannungsbedingungen wird eine Pausenzeit, die jeder
Impulsspannung folgt, in vorgegebenen kleinen Beträgen
geändert.
Bei einer Vorrichtung zum elektroerosiven Bearbeiten eines
Werkstückes wird eine elektrische Entladung hervorgerufen,
die zwischen einander gegenüberstehenden Elektroden
erzeugt wird, indem eine Elektrode und ein Werkstück
einander durch eine isolierende Arbeitsflüssigkeit
hindurch gegenüberstehen.
Die beiliegende Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum
elektroerosiven Senkarbeiten eines Werkstückes, bei der
eine Elektrode zum Bearbeiten eines Werkstückes 3 dem
Werkstück 3, das in einem Arbeitstank 2 eingebracht
ist, über einen Arbeitsspalt G mit einer isolierenden
Arbeitsflüssigkeit 4 dazwischen gegenüberliegt. Eine
Energiequelle 5 für die Bearbeitung weist eine Gleichspannungsstromquelle
50, ein Schaltelement 52 zum Schalten
der Bearbeitungs-Energiequelle 5, einen
Strombegrenzungswiderstand 53 und einen Oszillator 54 zur
Steuerung des Schaltvorgangs des Schaltelements auf und
führt einen geschalteten Strom (I) zwischen Elektrode (1) und
Werkstück (3) zu. Der geschaltete Strom (I) läßt sich mit dem
Ausdruck
wiedergeben, und die Zwischenelektrodenspannung (Vg) wird
während Lichtbogenentladung 20 bis 30 V, 0 V während Kurzschluß,
und E, wenn keine Entladung stattfindet. Die Zwischenelektrodenspannung
(Vg) nimmt 0 V an, wenn das Schaltelement
(52) sperrt. Wenn die Zwischenelektrodenspannung Vg
festgestellt und durch eine Glättungsschaltung (6) gemittelt
wird, kann der Arbeitsspalt durch den gemitteten Wert der
Zwischenelektrodenschaltung (Vg) gesteuert werden. Genauer gesagt,
wenn der Arbeitsspalt groß ist, tritt kaum Entladung
auf, so daß die gemittelte Spannung (Vs) hoch wird, während,
wenn der Spalt sehr eng ist, ein Kurzschluß zwischen
Werkstück und Elektrode auftritt, der sich dann leicht entlädt,
wodurch die mittlere Spannung verringert
wird. Wenn also die Spannung (VS) mit einer Bezugsspannung
(Vr) verglichen und die Differenzspannung zwischen diesen
beiden in eine Zwischenelektrodenservoschaltung eingegeben
wird und folglich die Differenzspannung durch einen Verstärker
(7) verstärkt und die verstärkte Differenzspannung in
eine Hydraulikservospule (8) eingegeben wird, wird ein Hydraulikservomechanismus,
zu dem eine Hydraulikpumpe (9),
ein Hydraulikzylinder (10) und eine die Elektrode tragende
Kolbenstange (11) usw. gehören, so gesteuert, daß der Zwischenelektrodenspalt
(G) im wesentlichen konstant wird. Der
Zwischenelektrodenservokreis und der Hydraulikservomechanismus
stellen Elektrodenvorschubmittel dar.
Die allgemeinste Maßnahme zur Bestimmung des geeigneten Bearbeitungszustandes
des Werkstücks durch eine herkömmliche
elektrische Entladungsbearbeitungsapparatur ist die, die
mittlere Elektrodenspannung Vg zu beobachten. Wenn
die Zwischenelektrodenspannung Vg klein ist, ist die Zwischenelektrodenimpedanz
klein. Hiervon kann angenommen werden,
daß zwischen Elektrode und Werkstück ein Kurzschluß
auftritt, eine kontinuierliche Lichtbogenentladung, Bearbeitungsrückstände
zwischen den Elektroden und dazwischen
angesammelter Schlamm usw. Da aufgrund der thermischen
Zersetzung der Arbeitsflüssigkeit Kohlenstoff erzeugt
wird, wenn die gefährlichste abnorme elektrische Lichtbogenentladung
einmal während einer elektrischen Lichtbogenentladungsbearbeitung
aufgetreten ist, tritt eine elektrische
Entladung zwischen Kohlenstoff und dem Werkstück auf, wodurch
die Zwischenelektrodenimpedanz ansteigt mit der Folge,
daß die Feststellung der Entartung im Zwischenelektrodenzustand
aufgrund der durchschnittlichen Spannung
unmöglich wird.
Es wurde bisher eine weitere herkömmliche Methode zum Feststellen
abnormer elektrischer Lichtbogenentladungen zwischen
Elektroden bekannt, welches die Schritte der Beobachtung mit
einer mechanischen Lehre wie etwa einer Meßuhr, die Betätigung
der Elektroden und die Bestimmung des Elektrodenschwingungszustands
und der Stabilität der Bearbeitung des Werkstücks
während der Bearbeitungszeit enthält. Diese Methode
muß für die Beobachtung in der Nähe der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine
ausgeführt werden. Es ist deshalb
unmöglich, die Entartung des Zwischenelektrodenzustandes während
elektrischer Entladung von einem von der elektrischen
Entladungsbearbeitungsmaschine während eines bedienungslosen
Betriebs von fern festzustellen.
Aus der vorhergehenden Beschreibung wird deutlich, daß der
Zustand zwischen der Elektrode gut bestimmbar ist, wenn der
mit Hilfe der genannten Meßuhr festgestellte Ausgangswert in
ein elektrisches Signal umgesetzt wird, da das elektrische
Signal wie die oben genannte Durchschnittspannung an einem
Ort beobachtet werden kann, der von der elektrischen Entladungsbearbeitungsapparatur
abgetrennt ist. Für den Fall, daß
ein Signal entsprechend der Stellung der Elektrode jedoch beoabachtet
wird, kann nur eine Vielfalt von überlagerten numerischen
Werten untersucht werden hinsichtlich des Vibrationszustandes
mit einem digitalen numerischen Signal, jedoch enthält
es keine Daten, aus denen der Vibrationszustand erkannt
werden kann. Es ist unmöglich und nutzlos, unendlich kleine
Schwankungen mit Hilfe eines Analogsignals abzulesen, das eine
Auflösung von einigen Mikron hat, weil, wenn der gesamte
Bewegungshub von einigen hundert Millimeter beobachtet werden
soll, auch dann, wenn z. B. ein Mikro in 1 mV umgesetzt wird,
der gesamte Hub mehreren hundert Volt entspricht und die Mikrominiaturschwankungen
von der abgelesenen Spannung ausgelesen
werden müssen.
Der Vorteil einer Meßuhr ist der, daß, wenn die Meßuhr pro mm
eine Umdrehung ausführt, eine Verschiebung von 10 µm als eine
Verstellung von 3,6° beobachtet werden kann, und daß der gesamte
Hub durch vielfachen Umlauf des Meßuhrzeigers abgedeckt
wird.
Es war jedoch bisher unmöglich, die Funktion in eine elektrische
Meßgröße umzuwandeln, damit diese an einem von der Apparatur
entfernten Ort beobachtet werden kann, und das Auftreten
einer Abnormalität zwischen den Elektroden gut zu erkennen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Vorrichtung zum elektroerosiven Senkbearbeiten eines
Werkstückes anzugeben, bei welcher Störungen im
Arbeitsspalt schnell und genau erkannt werden können, um
möglichst schnell in den Bearbeitungsprozeß eingreifen zu
können, um die Störung zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zum
elektroerosiven Senkbearbeiten eines Werkstückes gelöst,
die die Merkmale des Patentanspruchs 1 umfaßt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt die Vorrichtung
zum elektroerosiven Senkbearbeiten eines Werkstückes also
Elektrodenpositionsdetektormittel zum Feststellen
des Unterschiedes zwischen der gegenüber dem Werkstück am
weitesten vorgeschobenen Stellung der Elektrode und der
momentanen Bearbeitungsposition der Elektrode, und Zwischenelektrodenzustand-
Kennzeichnungsmittel zum Kennzeichnen des entarteten
Zustands des Zwischenelektrodenzustands, wenn der Unterschied
groß wird, wodurch dann ein Signal abgegeben wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß elektrische
Entladungsbearbeitungsapparaturen geschaffen werden mit
einer Einheit zum Feststellen der Weite des Zwischenelektrodenspaltes
und zum Erkennen des Zwischenelektrodenzustandes,
in der elektrische Bearbeitungsbedingungen für
den Zwischenelektrodenzustand auf der Basis der Erkennung
durch diese Einheit, d. h. ein elektrischer Entladungsspitzenstromwert,
fortlaufende elektrische Entladungszeit, Abschaltzeit,
zugeführte Spannung usw. automatisch vorgegeben werden,
wodurch die optimale elektrische Entladungsenergie gesteuert
wird.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, eine
elektrische Entladungsbearbeitungsapparatur zu schaffen mit
einer Einheit zum Feststellen der Weite des Zwischenelektrodenspaltes,
zum Erkennen des Zwischenelektrodenzustands und
dafür, diesen in einen gewünschten Zustand zu bringen, in
dem der Spalt zwischen Elektrode und Werkstück zwingend erweitert
und das Verhältnis des Erweiterungsbetrages zur Bearbeitungszeit
automatisch abhängig vom festgestellten Ausgangswert
der Einheit gesteuert wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß elektrische
Entladungsbearbeitungsmaschinen geschaffen werden,
bei denen die tatsächliche Weite des Zwischenelektrodenspaltes
festgestellt und die Geschwindigkeit oder die
Servoverstärkung des Zwischenelektrodenservo aufgrund des
festgestellten Ausgangswertes variiert wird, so daß der Zwischenelektrodenservo
zu hoher Stellgeschwindigkeit veranlaßt
wird, wenn der Zwischenelektrodenspalt weit ist, während der
Zwischenelektrodenservo mit geringer vorbestimmter Geschwindigkeit
sehr genau gesteuert wird, wenn der Zwischenelektrodenspalt
eng ist.
Eine weitere Eigenschaft der Erfindung besteht darin, elektrische
Entladungsbearbeitungsapparaturen zu schaffen, bei denen
ein dem tatsächlichen Zwischenelektrodenspalt zwischen den
Elektroden entsprechender Wert als ein elektrisches Analogsignal
erzeugt, der Zwischenelektrodenzustand außerdem auf
der Basis dieses Signals ermittelt und diese Signale genau
zu einem von den Elektroden getrennten Platz übertragen werden.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnungen näher
erläutert.
In den beigefügten Zeichnungen:
Fig. 1 ist ein Schemadiagramm
des Aufbaus einer herkömmlichen Maschine;
Fig. 2 ist ein
Diagramm, das ein Beispiel einer elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine
gemäß der Erfindung zeigt, die die Anordnung
einer herkömmlichen Maschine hat, der Elektrodenpositionsdetektormittel
und Zwischenelektrodenzustanderkennungsmittel
hinzugefügt sind;
Fig. 3 ist ein anderes Ausführungsbeispiel
einer Maschine;
Fig. 4 ist ein
Diagramm, das ein weiteres Ausführungsbeispiel der Maschine
zeigt;
Fig. 5 ist das Diagramm eines abermals
anderen Beispiels der Maschine, die
eine Anordnung hat, welche gegenüber der Anordnung nach Fig. 2
um Steuermittel ergänzt ist;
Fig. 6 ist ein Diagramm, das
die Steuermittel aus Fig. 5 im einzelnen zeigt;
Fig. 7 ist
ein das Prinzip eines wiederum anderen Ausführungsbeispiels
der Maschine zeigendes Diagramm;
Fig. 8
ist ein Diagramm der schematischen Anordnung der Steuermittel
aus Fig. 7;
Fig. 9a ist ein Schaubild, das die Charakteristik
der in Fig. 7 gezeigten Apparatur darstellt;
Fig. 9b ist
ein Schaubild, das die Charakteristik der Maschine aus Fig. 7
wiedergibt;
Fig. 9c ist ein Schaubild, das die Charakteristik
der Maschine nach Fig. 7 wiedergibt;
Fig. 10 ist ein
Diagramm, das die wesentliche Anordnung eines bestimmten Beispiels
der Steuermittel aus Fig. 7 zeigt;
Fig. 11a ist ein
Diagramm, das die wesentliche Anordnung eines wiederum anderen
Beispiels der Maschine zeigt und
Anzeigemittel enthält, die an einem von den Elektroden getrennten
Ort vorgesehen sind; und
Fig. 11b ist ein Diagramm,
das die Anordnung zeigt, in der ein Signal über eine verdrillte
Doppelleitungsgruppe zur Anzeigeeinrichtung geleitet wird.
Fig. 2 stellt ein Schemadiagramm dar, das die Anordnung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine
gemäß der Erfindung zeigt, worin gleiche
Bezugszeichen äquivalente oder gleiche Teile und Komponenten
bezeichnen, die in Fig. 1 gezeigt sind. In Fig. 2 ist ein
digitales Längenmeßgerät (13) mit einer Elektrodentragstange (11) verbunden
und erzeugt Positiv-Vorschubimpulse SP, wenn die Elektrode (1)
sich in Fig. 2 nach unten bewegt, und Negativ-Vorschubimpulse SN,
wenn die Elektrode (1) sich in Fig. 2 aufwärtsbewegt. Das
digitale Längenmeßgerät (13) erzeugt auf diese Weise einen Impuls mit
einer Impulsbreite von weniger als 10 µm pro Impuls,
womit die Weite des Zwischenelektrodenspaltes genau erfaßt
werden kann. Dieses Beispiel wird in Verbindung mit einem Impuls
vom digitalen Längenmeßgerät beschrieben, das eine Impulsbreite
von 5 µm/Impuls hat.
Der Positiv-Vorschubimpuls SP vom digitalen Längenmeßgerät wird direkt dem
Negativeingang (14a) eines Zweirichtungszählers (14)
zugeleitet, und der Negativ-Vorschub-Impuls SN vom
digitalen Meßgerät 13 wird über ein ODER-Gatter 15 dem
Positiv-Eingang 14b des Zählers 14 zugeleitet. Der
Zwei-Richtungs-Zähler 14 enthält z. B. dreizehn Stellen und
kann so die Strecke der Aufwärtsbewegung der Elektrode
entsprechend 5 µm × (2¹⁴ - 1), also 82 mm, speichern.
Die Ausgänge der einzelnen Stellen von 2⁰ bis 2¹³ des
Zählers 14 sind jeweils mit den Eingängen eines
Digital/Analog-Wandlers 16 verbunden, der daraus ein
Ausgangssignal V₀ erzeugt. Das Ausgangssignal V₀ vom
Wandler 16 wird anschließend der Negativ-Eingangsklemme
eines Komparators 17 zugeführt. Die Positiv-Eingangsklemme
des Komparators 17 ist geerdet. Der Komparator 17
vergleicht somit das Ausgangssignal V₀ vom Wandler 16
mit 0 Volt der geerdeten positiven Eingangsklemme. Wenn
also das Ausgangssignal V₀ vom Wandler 16 Null ist, d. h.
wenn der Inhalt des Zählers "0" ist, erzeugt der
Komparator 17 ein Ausgangssignal, das einem Eingang eines
UND-Gatters 19 zugeführt wird. Ein Impulsausgang eines
Impulsoszillators 18 wird dem anderen Eingang des
UND-Gatters 19 zugeführt. Wenn das Ausgangssignal vom
Komparator 17 an dem UND-Gatter 19 in der beschriebenen
Weise ankommt, gibt das UND-Gatter 19 ein Additionsimpuls
LP über ein ODER-Gatter 15 an den Positiv-Eingang 17b
des Zwei-Richtungs-Zählers 14 ab.
Bei kontinuierlichem Vorschub der Elektrode enthält der
Zwei-Richtungs-Zähler 14 somit immer nur die Werte 0 oder
1, da bei dem Vorschub der Elektrode 1 der Zwei-Richtungs-
Zähler 14 durch einen Positiv-Vorschub-Impuls SP auf 0
erniedrigt wird, worauf über den Komparator 17, UND-Gatter
19 und ODER-Gatter 15 durch den Additionsimpuls LP des
Zwei-Richtungs-Zählers 14 über den Positiv-Eingang 14b
wieder auf 1 erhöht, bei weiterem Vorschub aber durch
einen Positiv-Vorschub-Impuls SP wieder erniedrigt wird,
usw. Das heißt, daß der Zwei-Richtungs-Zähler 14 immer
dann zwischen 0 und 1 pendelt, wenn sich die Elektrode in
ihrer bis dahin am weitesten vorgeschobenen Position
befindet. Muß die Elektrode jedoch aufgrund einer
Verunreinigung im Arbeitsspalt oder sonstiger Störungen
zurückgezogen werden, so wird der Zwei-Richtungs-Zähler 14
durch die Negativ-Vorschub-Impulse SN hochgezählt, und
das Signal V₀ entspricht dann der Größe der
Rückzugsbewegung. Bei erneutem Vorschieben der Elektrode
zählt der Zwei-Richtungs-Zähler 14 wieder runter, bis er,
wenn die Elektrode ihre bis dahin am weitesten
vorgeschobene Position erreicht, wieder den Wert 0
aufweist.
Da also der Ausgangswert vom Digital/Analog-Wandler (16) eine
Spannung proportional der Weite des Arbeitsspaltes ist, wie oben beschrieben,
kann, wenn der Ausgang V₀ vom Wandler (16) ermittelt
und verarbeitet wird, der augenblickliche Zwischenelektrodenspaltzustand
beobachtet und daraufhin überprüft werden,
ob er richtig ist. D. h., wenn der Ausgang V₀ vom Wandler (16)
hoch ist, befindet sich der Zwischenelektrodenspalt in einem
Zustand weg von der am weitesten vorgeschobenen Position.
Entsprechend können auf diese Weise gut Schwierigkeiten festgestellt
werden, wie wenn z. b. sich Schlamm zwischen den Elektroden
durch Ansammlung von Bearbeitungsspänen angesammelt
hat, die Arbeitsflüssigkeit (4) durch einen abnormalen Lichtbogen
thermisch zersetzt worden ist und dadurch Kohlenstoff
auftritt, die Elektroden zum Teil gebrochen sind und dann die
abgebrochenen Stücke sich im Spalt (G) zwischen den Elektroden
aufhalten.
Wenn derartige Schwierigkeiten für kurze Zeit auftreten, dann
ändert sich die Zwischenelektrodenimpedanz dauernd, und folglich
wird sogar, wenn der bezeichnete Unterschied für kurze
Zeit auftritt, nicht immer entschieden, daß der Zwischenelektrodenzustand
entartet ist. Es ist nötig, die Eigenart des
Zwischenelektrodenspalt-Zustands zu bestimmen, indem ermittelt
wird, daß der Ausgangswert V₀ vom Analog/Digital-Wandler
(16) oberhalb eines vorbestimmten Pegelwertes für eine bestimmte
Dauer angehalten hat.
Der Ausgangswert V₀ vom Digital/Analog-Wandler (16) wird
auch auf die negative Eingangsklemme eines Spannungskomparators
(21) in Fig. 2 gegeben, und eine bestimmte Spannung V₁
wird andererseits der positiven Eingangsklemme des Spannungskomparators
(21) zugeführt. Somit vergleicht der Spannungskomparator
(21) den Ausgangswert V₀ vom Digital/Analog-Wandler
(16) mit dem vorbestimmten Spannungspegel V₁ und bestimmt
auf diese Weise, ob der Ausgangswert V₀ größer oder kleiner
als die vorbestimmte Spannung V₁ ist. Ist V₀ < V₁, gibt der
Komparator (21) einen negativen Spannungsausgangswert ab,
der dann über einen Basiswiderstand (22) auf die Basis eines
Schalttransistors (23) geführt wird, wodurch der Transistor
(23) gesperrt wird. Dadurch wird ein Zeitmeßkondensator (24),
der mit einer Seite mit dem Kollektor des Transistors (23)
und mit der anderen Seite gemeinsam mit dem Emitter des Transistors
(22) mit Erde verbunden ist, über einen Widerstand
(25) aufgeladen, der an einer Seite mit dem Kollektor des
Transistors (23) und an der anderen Seite mit einer bestimmten
Spannung V₄ verbunden ist, so daß am Kondensator (24) eine
Spannung V₃ anliegt, die durch folgende Gleichung geschrieben
ist:
worin r₂ den Widerstandswert des Widerstandes (25), c die Kapazität
des Kondensators (24) und t die Zeit repräsentieren.
Die Spannung V₃ am Kondensator (24) wird ihrerseits auf den
Negativeingang eines Spannungskomparators (26) geführt, und
eine Bezugsspannung V₂ wird andererseits dem Positiveingang
des Komparators (26) eingegeben. Somit vergleicht der Komparator
(26) die Spannung V₃ vom Kondensator (24) mit der
Bezugsspannung V₂. Da der Ausgang des Spannungskomparators
(26) wenn V₃ < V₂ nicht negativ wird, kann eine
Leuchtdiode (29), der über einen Widerstand (28) das Ausgangssignal
vom Komparator (26) zugeführt wird, nicht aufleuchten.
Wenn der Zustand N₀ < N₁ für eine bestimmte Zeit anhält,
wird der Kondensator (24), der mit dem Kollektor des
Transistors (23) verbunden ist, dauernd wie oben beschrieben
aufgeladen, und entsprechend steigt die Spannung V₃ am Kollektor
und entsprechend am Kondensator (24), bis eventuell
V₃ < V₂ wird. Wenn V₃ < V₂ ist, wird das Ausgangssignal des Komparators
(26) negativ, das dann über den Widerstand (28) der
Leuchtdiode (29) zugeleitet wird. Damit gibt die Diode (29)
Licht ab und zeigt an, daß ein abnormaler Elektrodenspaltzustand
aufgetreten ist.
Das andere Ende des Widerstands (25) auf der Spannung V₄ ist,
wie oben beschrieben, mit dem Abgriff eines Schalters (27)
verbunden, der entweder auf einen Kontakt (27a) zur Bestimmung
des Zwischenelektrodenspaltzustandes in Übereinstimmung
mit der Größe des Ausgangswertes
V₀ vom Analog/Digital-Wandler (16) und der Zeit geschaltet
werden kann, oder auf einen Kontakt (27b) zur Bestimmung des
Zwischenelektrodenspaltzustands in Übereinstimmung nur mit
der Funktion der Zeit. D. h., der Kontakt (27a) des Schalters
(27) ist mit dem Ausgang V₀ des Wandlers (16) verbunden,
und wenn der Schalter (27) auf dem Kontakt (27a) steht, wird
die Spannung V₀ vom Digital/Analog-Wandler (16) über den Widerstand
(25) dem Kondensator (24) zugeleitet. Das Auftreten
eines abnormalen Zwischenelektrodenspaltzustands kann somit
schnell als Funktion des Ausgangswerts V₀ des
Wandlers (16) und der Zeit festgestellt werden, wie in Fig. 2
gezeigt, da der Ladestrom des Kondensators (24) erhöht ist,
so daß die Spannung V₃ am Kondensator (24) rasch die Bezugsspannung
V₂ erreicht, wenn der Ausgangswert V₀ vom Wandler
(16) erhöht ist. Das Feststellen abnormer Zwischenelektrodenspaltzustände
während der Bearbeitung nur mit der Zeit ist
schwierig, so daß z. B. auf die oben genannte Weise das plötzliche
Auftreten von Rissen aufgrund eines Lichtbogens bei der
Bearbeitung extraharter Legierungen, das Auftreten von Fehlern
von Wolfram usw. schnell aufgedeckt werden kann. Der
Kontakt (27b) des Schalters (27) wird mit einer Spannung +V
der Spannungsquelle zum Zuführen einer Kollektorspannung über
den Widerstand (25) zum Kollektor des Transistors (23) verbunden.
Wenn der Schalter (27) auf den Kontakt (27b) geschaltet
ist, kann nur die Zeitdauer des abnormen Zwischenelektrodenspaltzustandes
festgestellt werden, wie oben beschrieben.
Aus der vorangehenden Beschreibung anhand der Anordnung gemäß
Fig. 2 geht hervor, daß durch Überwachen des Ausgangswertes
V₀ vom Digital/Analog-Wandler (16) unmittelbar mit einem
Voltmeter der Unterschied zwischen der am weitesten vorgeschobenen
Position der Elektrode (1) gegenüber dem Werkstück (3)
und der Augenblickposition der Elektrode (1) beobachtet werden
kann, so daß das Voltmeter als eine Überwachungseinrichtung
für den Zwischenelektrodenspaltzustand verwendet werden
kann.
Nach obigem Beispiel wird eine Verzögerungsschaltung
mit dem Kondensator und dem Widerstand (25) für die Messung
der Zeit eingesetzt, wenn der Zwischenelektrodenspaltzustand
entartet ist. Statt der Verzögerungsschaltung kann jedoch
auch eine genaue Integrationsschaltung mit einem Operationsverstärker
ohne Schwierigkeit verwendet werden, so
daß die Zeit exakt gemessen werden kann.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer Anordnung
einer dielektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine,
mit dem elektrische Bearbeitungsbedingungen
wie die Bearbeitungsbedingung, die Energiequellenbedingung,
usw., geschaltet werden können. In der Fig. 3 bezeichnen gleiche
Bezugszeichen die entsprechenden Teile und Komponenten,
die bereits in Fig. 2 gezeigt und beschrieben sind, so daß
deren Erläuterung der Einfachheit halber entfallen kann.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 wird das Spannungsausgangssignal
V₅ von einer Erkennungseinrichtung für Zwischenelektrodenentartung
einer Bearbeitungsstromquelle (5) zusammen mit den
binären Digital-Werten der Ausgänge 2⁰ bis 2¹³ vom Zähler
(14) zugeleitet, um den Unterschied zwischen der vorgeschobenen
Position der Elektrode und der Augenblickposition der
Elektrode festzustellen. Die Bearbeitungsenergiequelle (5)
wird für das Schalten der elektrischen Bearbeitungsbedingungen
gesteuert, und zwar gemäß dieser Ausgangssignale von der
Erkennungseinrichtung für die Zwischenelektrodenentartung und
des Zählers (14).
Fig. 4 zeigt ein ins einzelne gehende Schaltbild der Bearbeitungsleistungsquelle
(5) in Gestalt eines bevorzugten Ausführungsbeispiels,
bei dem die Bearbeitungspausenzeit und die
zugeführte Spannung mittels der Ausgangssignale von der Erkennungseinrichtung
für Zwischenelektrodenentartung und dem
Zähler wie oben beschrieben gesteuert werden. Es sei festgehalten,
daß, wenngleich die Entladungspausenzeit oder -abschaltzeit
und die zugeführte Spannung Einflüsse auf den
Arbeitsspalt haben, die Pausenzeit und die zugeführte
Spannung doch die Rauhigkeit der bearbeiteten Oberfläche
des Werkstücks und den Verbrauch der Elektrode nicht
zu sehr beeinflussen, und in diesem Beispiel sind diese
Merkmale oder Eigenheiten berücksichtigt, doch können andere
elektrische Bedingungen ebenso für eine dem obigen ähnliche
Steuerung im Hinblick auf das Bearbeitungsziel ebenso
im Rahmen der Erfindung eingesetzt werden.
Das heißt, wie aus der vorangehenden Beschreibung hervorgeht,
daß der elektrische Entladungsspitzenstromwert, die Stromwellenform,
die Spannungswellenform, die Impulsbreite, usw.
auch in demselben Verfahren, wie oben beschrieben, innerhalb
des Bereichs gesteuert werden können, in dem keine nachträglichen
Auswirkungen auf die tatsächliche Bearbeitungsvorgänge
auftreten.
In der Zeichnung der Fig. 4 kennzeichnet (501) eine vielstellige
Koinzidenzerkennungsschaltung. Die Ausgänge von den entsprechenden
Stellen von 2⁰ bis 2¹³ des Zählers (14) zum Erkennen
des Positionsunterschiedes werden auf die vielstellige Koinzidenzerkennungsschaltung
(501) geleitet. Außerdem erhält
die Erkennungsschaltung (501) die Ausgangswerte der entsprechenden
Stellen eines Pausen- oder Ausfallzeiteinstellzählers
(502), und die Erkennungsschaltung (501) stellt die Koinzidenz
zwischen den Ausgangswerten vom Zähler (14) und vom Pausenzeiteinstellzähler
(502) fest und erzeugt ein Koinzidenzausgangssignal,
wenn Koinzidenz herrscht. Das Konzidenzausgangssignal
von der Erkennungsschaltung (501) wird einem Eingang
eines UND-Gatters (503) zugeleitet. Andererseits wird
das Signal (V₅) von der Erkennung des Zwischenelektrodenentartungszustandes,
das vom Spannungskomparator (26) in der
anhand der Fig. 2 und 3 beschriebenen Weise erzeugt wird,
dem anderen Eingang des UND-Gatters (507) zugeführt, das seinerseits
ein Koinzidenzausgangssignal über ein ODER-Gatter
(504) dem Rückstelleingang (R) eines R-S-Flipflops (505) zuleitet
und dieses Flipflop (505) rückstellt. Wenn das Erkennungssignal
(V₅) eines Zwischenelektrodenentartungszustandes
jedoch nicht auftritt, d. h., ein Logik-Wert "1" der V₅-Eingangsklemme
der Bearbeitungsenergiequelle (5) zugeführt wird,
dann kann das entsprechende Erkennungssignal (V₅) für Zwischenelektrodenentartungszustand
durch einen von Hand einstellbaren
Drehschalter (506) eingestellt werden. Die entsprechenden
Ausgangswerte vom Pausenzeiteinstellzähler (502) sind mit den
entsprechenden Kontaktklemmen des Schalters (506) verbunden,
und die gemeinsame Kontaktklemme des Schalters (506) ist mit
einem Eingang eines UND-Gatters (503) verbunden. Andererseits
wird das Signal (V₅) dem anderen Eingang des UND-Gatters (503)
zugeführt, das in der Folge einen entsprechenden Koinzidenzausgangswert
erzeugt, der über ein ODER-Gatter (504) dem
Rückstelleingang R des Flipflops (505) zugeleitet wird und
das Flipflop (505) dadurch rückstellt. In diesem Fall ist
das UND-Gatter (507) gesperrt. So wird das Ausgangssignal
vom Flipflop (505) über einen Verstärker (508) dem Eingang
eines Endstufenschaltelementes (52) zugeführt, wodurch das
Schaltelement (52) getrieben wird, das in der Folge einen
Ein-Aus-Impuls der Spannung (E) zwischen Elektrode (1) und
Werkstück (3) über die Ausgangsklemmen der Bearbeitungsleistungsquelle
abgibt, wie dargestellt. Die Impulsdauer wird
nach Belieben eingestellt, wie im einzelnen beschrieben
wird. Der Koinzidenzausgang vom ODER-Gatter (504) wird außerdem
einem Eingang eines Impulsbreiteneinstellzählerrs (509) zugeführt,
der daraufhin unterschiedliche Impulsbreitenausgangssignale
erzeugt, die mit den entsprechenden Kontaktklemmen
eines Schalters (510) zur Auswahl der Impulsbreite
eines bestimmten Wertes verbunden sind. Der Schalterabgriffskontakt
des Schalters (510) ist mit dem Setzeingang S des
Flipflop (505) verbunden. Wenn der Schalter (510) in einer beliebigen
Wahlstellung ist, wird das für die ausgewählte Impulsbreite
maßgebliche Ausgangssignal vom Schalter (510) dem
Setzeingang des Flipflops (505) zugeführt, das daraufhin ein
Ausgangssignal der gewählten Impulsbreite über den Verstärker
(508) zum Schaltelement (52) liefert, wodurch die Impulsbreite
des vom Schaltelement (52) erzeugten Impulses nach Wahl
eingestellt ist. Der Q-Ausgang vom Flipflop (505) wird außerdem
einem Eingang eines UND-Gatters (511) zugeleitet, das an
seinem zweiten Eingang ein Ausgangssignal von einem Originaloszillator
(54) erhält, und sein Ausgangssignal dem anderen
Eingang des Impulsbreiteneinstellzählers (509) zuführt. Außerdem
wird der Q-Ausgang des Flipflops (505) auf einen Eingang
eines UND-Gatters (512) geleitet, und der Ausgang vom
Originaloszillator (27) mit dem anderen Eingang des UND-Gatters
(512) zugeführt. So wird der Ausgang vom Oszillator (27)
abwechselnd durch das UND-Gatter (511) bzw. (512) ausgewählt,
und der Ausgang vom Gatter (512) wird einem Eingang des Pausenzeiteinstellzählers
(502) eingegeben über die Ausgangsklemmen
und Q des Flipflop (505), wodurch die Pausenzeitbreite
und die Impulsbreite des Impulses, der zwischen Elektrode
und Werkstück wirksam werden soll, eingestellt werden.
Das Detektorsignal (V₅) für Zwischenelektrodenentartungszustand
wird auch dem Eingang eines Spannungsregulators (513)
zugeleitet, der dazu dient, die Abnahme der anliegenden Spannung
(E) zwischen Elektrode und Werkstück zu regulieren, wenn
aufgrund einer Zwischenelektrodenentartung der
Arbeitsspalt erweitert ist, damit der so erweiterte Arbeitsspalt
zwischen Elektrode und Werkstück, der aufgrund
störender Einflüsse von Bearbeitungsrückständen, die
sich im Spalt angesammelt haben, sich erweiterrt hat, für
die elektrische Entladung wieder geeignet ist und auf normalen
Wert angenähert wird.
Bei den oben beschriebenen Beispielen, wird, wenn das Feststell-
Signal für Zwischenelektrodenentartungszustand (V₅)
den logischen Wert "0" annimmt, die Pausenzeitenbreite automatisch
auf einen Wert eingestellt, der dem Unterschied zwischen
dem am stärksten vorgerückten Wert der Elektrode und
dem augenblicklichen Wert der Elektrode entspricht, und
zwar in der Weise, daß, je größer der Unterschied wird, umso
länger die Pausenzeitbreite ansteigt, mit dem Ergebnis,
daß die Bearbeitungsmenge abnimmt, und dabei das Entstehen
von Bearbeitungsrückständen verringert wird, wodurch der Zwischenelektrodenzustand
normalisiert wird. Ist die Differenz dagegen
klein, wird die Pausenzeitbreite auf einen vorbestimmten
Wert eingestellt.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der elektrischen
Entladungsbearbeitungsmaschine der Erfindung. Bei dieser
Anordnung wird die Ausgangsspannung (V₅) von einer Erkennungseinrichtung
für Zwischenelektrodenzustandsentartung
einer Steuereinrichtung (30) zum Steuern des
Arbeitsspaltes zugeführt. Die binären Digital-Werte
der Ausgänge 2⁰ bis 2¹³ vom Zähler (14) für die Feststellung
der Differenz zwischen der am weitesten vorgeschobenen Position
der Elektrode und ihrer Augenblickposition werden
auch auf entsprechende Eingänge der Steuereinrichtung (30)
geführt, die dadurch ein Ausgangssignal für zwangsweise Erweiterung
des Arbeitsspalts zwischen
Elektrode und Werkstück erzeugt, wodurch automatisch der
Erweiterungsbetrag des Arbeitsspaltes dazwischen abhängig
vom Zwischenelektrodenzustand gesteuert wird.
Ein weiteres bevorzugtes Beispiel für eine elektrische Entladungsbearbeitungsapparatur
der Erfindung zeigt Fig. 6 in
Form einer genauen Zeichnung der Steuereinrichtung (30)
für die Steuerung des Arbeitsspaltes
zwischen Elektrode und Werkstück. In diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel wird die Dauer des Signals für die aufgezwungene
Ausweitung des Arbeitsspaltes durch die vorgenannten
Signale gesteuert, wodurch das Verhältnis der Ausweitungsstrecke
des Arbeitsspaltes, die Bearbeitungszeit
und die Ausweitungsbetätigungszeit gesteuert werden.
In der in Fig. 6 dargestellten Zeichnung bezeichnet (301) eine
vielstellige Koinzidenzidentifikationsschaltung (ein Digitalkomparator).
Die Ausgänge 2⁰ bis 2¹³ vom Zähler (14) für das
Ermitteln der Positionsdifferenz werden der vielstelligen
Koinzidenzidentifikationsschaltung (301) zugeleitet, und die
Ausgänge von entsprechenden Stellen eines Zählers (302) zum
Einstellen der Zeit für die zwangsweise Arbeitsspaltaufweitung
werden auch dem Identifikationsschaltkreis (301) zugeführt,
der dann Koinzidenz zwischen den Ausgängen des Zählers
(14) und den Ausgängen vom Einstellzähler (302) feststellt
und ein Koinzidenzsignal abgibt, wenn Übereinstimmung
herrscht. Das Koinzidenzausgangssignal von der Identifikations-
oder Erkennungsschaltung (301) wird dem Rücksetzeingang
R eines R-S-Flipflops (303) zugeführt, das dadurch rückgesetzt
wird, wenn die Ausgänge vom Zähler (14) mit denen
vom Einstellzähler (302) übereinstimmen. Die Zeit für die
zwangsweise Aufweitung des Arbeitsspaltes, die durch den
Zähler (302) vorzugeben ist, wird das Produkt aus der Periode
des Taktimpulses von einem Bezugstaktimpulsgenerator (304)
und dem Wert des Ausgangs vom Zähler (14) für die Feststellung
der Positionsdifferenz, wenn, wie oben beschrieben, Koinzidenz
herrscht. So wird das Q-Ausgangssignal vom Flipflop
(303) an einen Analogschalter (305) abgegeben, der ein die
Elektrode zwangsweise anhebendes Signal (SM) an die Zwischenelektrodenservokreise
(7) und (8) aus Fig. 1 abgibt, wodurch
der Schalter (305) betätigt wird. Der Q-Ausgang vom Flipflop
(303) nimmt den Pegel "1" während der der Positionsdifferenz
entsprechenden Zeit an, während der die Elektrode
zwangsweise nach oben bewegt wird. Der -Ausgang vom
Flipflop (303) wird auf einen Eingang eines Taktimpulseingabe-
UND-Gatters (307) eines Bearbeitungszeiteinstellzählers
(306) gegeben. Wenn das R-S-Flipflop (303) rückgesetzt
ist, tritt am Q-Ausgang des Flipflop (303) der Pegelwert
"0" auf, während der Invertausgang des Flipflops (303)
dagegen den Pegelwert "1" annimmt, der dann dem einen Eingang
des UND-Gatters (307) zugeführt wird, und dieses öffnet.
Andererseits wird dem anderen Eingang des UND-Gatters (307)
vom Generator (304) der Bezugstaktimpuls zugeführt. Wenn das
UND-Gatter (307) offen ist, gelangt der Bezugstaktimpuls
vom Generator (304) durch das UND-Gatter (307) in einen Bearbeitungszeiteinstellzähler
(306), wodurch dieser Zähler (306)
eingestellt wird. Verschiedene Bearbeitungszeiteinstellausgangssignale
sind mit den entsprechenden Kontaktklemmen eines
Bearbeitungszeiteinstellschalters (308) verbunden, dessen gemeinsamer
oder Abgriffkontakt mit einem Eingang eines ODER-
Gatters (310) verbunden ist. Das Bearbeitungszeiteinstellsignal
vom Schalter (308) wird über das ODER-Gatter (310) dem
Setzeingang S des Flipflop (303) zugeführt. So wird der Q-
Ausgang des Flipflop (303) den Pegelwert "0" während der
durch den Schalter (308) in dieser Weise eingestellten
Zeit annehmen. Der Q-Ausgang des Flipflop (303) wird dem
Analogschalter (305) zugeführt, wodurch dieser geöffnet und
eine gewöhnliche Servosteuerschaltung zwischen Elektrode
und Werkstück auf der Basis des Zwischenelektrodensignals
(Vs) und der Bezugsspannung (VR) in Differenz geführt wird,
die von einem Spannungskomparator erzeugt wird, welchem sowohl
das Signal (Vs) als die Spannung (VR) zugeleitet werden,
wie gezeigt. Ein Widerstand (311) ist zwischen die Signalausgangsklemme
(SM) des Analogschalters (305) und den Komparator
gelegt, um den Komparator zu schützen, dem das Signal
(Vs) und die Bezugsspannung (VR) zugeführt werden, wenn das
Elektrodenzwangsanhebungssignal (SM) vom Analogschalter (305)
erzeugt wird.
Weiter wird das Zwischenelektrodenzustandsentartungsdetektorsignal
(V₅) dem Inverseingang eines UND-Gatters (309) und
wird der Bezugstaktimpuls vom Generator (304) einem anderen
Eingang des UND-Gatters (309) des Zwangsaufweitungszeiteinstellzählers
(302) für den Bearbeitungsspalt zugeführt. Wenn
das Signal (V₅) den Pegelwert "0" hat, d. h., der Zwischenelektrodenspalt
entartet ist, wird der oben beschriebene Vorgang
durchgeführt, wie im einzelnen jetzt beschrieben wird. Der
Q-Ausgang vom Flipflop (303) wird dem anderen Eingang des
UND-Gatters (309) eingegeben. Außerdem wird das Signal (V₅)
auch dem anderen Eingang des ODER-Gatters (310) zugeführt.
Damit wird das Signal (V₅) durch das UND-Gatter (309) und das
ODER-Gatter (310) entschieden. Wenn das Signal (V₅) den Pegelwert
"1" hat, erzeugt das ODER-Gatter (310) den Ausgangswert
"1", der anschließend dem Setzeingang S des Flipflop (303)
zugeführt wird und das Flipflop (303) setzt. Für diesen Fall
ist der Q-Ausgang des Flipflop (20) auf "0"-Pegel, wodurch der
Analogschalter (305) geöffnet wird und von ihm kein Elektrodenanhebsignal
(SM) ausgeht. Es wird also die übliche Zwischenelektrodenservosteuerung
im Arbeitsspalt zwischen Elektrode
und Werkstück ausgeführt.
Bei den beschriebenen Beispielen wird die Elektrodenanhebzeit
wie vorangehend beschrieben gesteuert, doch ist die Erfindung
auch auf die Steuerung des Arbeitsspalts zwischen
Elektrode und Werkstück gerichtet, um den Zustand des
Arbeitsspalts aufgrund des Feststellsignals
einer Arbeitsspaltentartung gerichtet, und die
Steuerung des Arbeitsspaltes zwischen Elektrode und Werkstück
kann durch die oben beschriebenen Signale wie Bearbeitungszeit,
Elektrodenanhebgeschwindigkeit, Anheb- und Bearbeitungsperioden,
Servobezugsspannung, Servosystemverstärkung,
usw., zusätzlich zur Elektrodenanhebzeit durchgeführt werden,
ohne daß für den Fachmann technische Schwierigkeiten auftreten.
Die Fig. 7 bis 9 zeigen das Grundprinzip eines wiederum
anderen Ausführungsbeispiels der Maschine
für elektrische Entladungsbearbeitung, wobei mit denselben
Bezugszeichen äquivalente oder entsprechende Teile und Komponenten
bezeichnet sind, die auch in der Fig. 5 dargestellt
sind, so daß ihre nochmalige Beschreibung entfallen kann. Die
Fig. 9a bis 9c sind Graphiken der Beziehung zwischen dem
Verstärkungsgrad und dem Unterschied D zwischen der am weitesten
vorgeschobenen Position der Elektrode und der Augenblicksposition
der Elektrode für dieses Beispiel.
Fig. 7 bis 9 zeigen eine Schaltungsanordnung der elektrischen
Entladungsbearbeitungsmaschine, bei der der Verstärkungsgrad
entsprechend der Spannung V₀ durch ein Servosystem
gesteuert ist. Die Ausgänge 2⁰ bis 2¹³ vom Zweirichtungszähler
(14) werden auf entsprechende Eingänge eines multiplizierenden
Digital/Analog-Wandlers (320) geleitet, der darauf
die Differenzspannung Va (Va = VR - Vs) zwischen der
mittleren Arbeitsspaltspannung Vs und der Bezugsspannung
VR durch die Positionsdifferenz zwischen der am weitesten
vorgeschobenen Position und der Augenblicksposition der
Elektrode multipliziert, d. h. Va x (am weitesten vorgeschobene
Position - Augenblicksposition) = V₁, und erzeugt einen
Ausgangswert V₁ durch einen Spannungskomparator, dem die
mittlere Arbeitsspannung Vs und die Bezugsspannung
VR zugeführt werden, um die Differenzspannung Va zu erzeugen,
wie gezeigt, die dann dem Eingang des Wandlers (320)
zugeleitet wird.
Gemäß der Erfindung kann der Verstärkungsfaktor G des Servosystems
proportional zur Differenz D zwischen der am weitesten
vorgeschobenen Stellung und der Augenblicksstellung der Elektrode,
also der Werte des Arbeitsspaltes,
variiert werden. Genauer gesagt, wird für den Fall eines
engen Bearbeitungsspaltes, der für sehr feine und genaue
Steuerung benötigt wird, der Verstärkungsfaktor G auf einen
Wert eingestellt. Liegt dagegen ein weiterer Bearbeitungsspalt
vor, der für den Pumpvorgang erforderlich ist, um zwischen
den Elektroden den Schlamm herauszubringen, wird der Verstärkungsfaktor
auf einen hohen Wert eingestellt, wodurch dynamisch
mit hoher Geschwindigkeit gearbeitet wird.
In Fig. 9 ist an die Ordinate der Verstärkungsfaktor und an
die Abszisse die Differenz zwischen der am weitesten vorgeschobenen
Position und der Augenblicksposition der Elektrode
angetragen.
In dem Fall, wo die Elektrode periodisch springt durch externes
zwangsweises Zuführen eines Kurzschlußzustandssignals zu
einer elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine, wenn die
einmal angehobene Elektrode zurückgekehrt ist, wurde zuvor
nur die Zwischenelektrodenspannung festgestellt, um festzulegen,
ob die Elektrode in der Originalposition eingestellt
war oder nicht. Folglich konnte die Position der Elektrode
nicht eher festgestellte werden, als bis das Kurzschlußsignal
erzeugt wird. Damit ist stets ein Überschwingen aufgetreten,
so daß die Elektrode das zu bearbeitende Werkstück berührt
hat, was Nachteile bringt. Da gemäß der Erfindung der Verstärkungsfaktor
in Abhängigkeit vom Abstand zur Originalposition
der Elektrode variiert und die Bewegungsgeschwindigkeit
der Elektrode automatisch verzögert werden kann, läßt
sich dieses Überschwingen oder über das Ziel Hinausschießen,
das bei herkömmlichen Apparaturen auftritt, vermeiden. Außerdem
ist, je weiter der Arbeitsspalt zwischen Elektrode
und Werkstück ist, die Bewegungsgeschwindigkeit der Elektrode
höher. Somit wird, wenn der Zwischenelektrodenzustand durch
Erweitern des Arbeitsspaltes zwischen Elektrode und
Werkstück wieder hergestellt wird, eine kürzere Zeit benötigt,
was eine Verbesserung der Bearbeitungseffektivität der erfindngsgemäßen
Apparatur bedeutet.
Es sei bemerkt, daß zwar die vorangehende Beschreibung auf
eine elektrische Entladungsbearbeitungsmaschine gerichtet
ist, bei der der Verstärkungsfaktor G sich geradlinig proportional
zur Differenz D zwischen der am weitesten vorgeschobenen
Position der Elektrode und der Augenblicksposition der
Elektrode ändert, gerichtet ist, d. h. also eine Beziehung gemäß
Kurve der Fig. 9A hat, die Änderung des Verstärkungsfaktors
nicht unbedingt geradlinig sein muß, sondern auch einen
Verlauf gemäß Fig. 9B oder auch in zwei oder mehr Arten polygonallinear
gemäß Fig. 9C sein kann, wobei entsprechend der
vorangehenden Beschreibung dieselben Eigenheiten und Vorteile
erzielt werden.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der elektrischen
Entladungsbearbeitungsmaschine der Erfindung zeigt Fig. 10
auf der Basis des in Fig. 7 bis 9 gezeigten Grundprinzips speziell
in Gestalt einer detaillierten Schaltungsanordnung der
Steuereinrichtung (30), die dabei verwendet wird.
In Fig. 10 sind die Ausgänge 2⁰ bis 2¹³ vom Zweirichtungszähler
(14) für das Feststellen der Position der Elektrode in
entsprechenden Eingängen eines multiplizierenden Digital/Analog-
Wandlers (320) in der Steuereinrichtung (30) zugeführt.
Die Einzelheiten der Steuerschaltung (30) für die Steuerung
des Verstärkungsgrades eines Servosystems werden aufgrund der
Ausgänge vom Zähler (14) mit Bezug auf Fig. 10 beschrieben.
Das Zwischenelektrodenentartungszustandsdetektorsignal (V₅)
wird direkt einem Analogschalter (321) und durch einen Inverter
(323) einem Analogschalter (322) zugeleitet. Wenn kein
entarteter Zustand des Arbeitsspaltes
auftritt und deshalb das Detektorsignal (V₅) den Pegelwert
"1" hat, wird das invertierte Signal "0" durch den Inverter
(323) in den Analogschalter (322) eingeführt, der dadurch
geöffnet ist, während das Detektorsignal "1" dem Analogschalter
(321) direkt zugeleitet wird, der dadurch geschlossen
wird.
Außerdem werden eine mittlere Arbeitsspaltspannung
Vs und eine Bezugsspannung VR einem Spannungskomparator zugeführt,
der daraus als Zwischenelektrodenservosignal eine
Differenzspannung Va erzeugt, die über einen Verstärker (324)
mit vorbestimmten Verstärkungsfaktor K und den geschlossenen
Analogschalter (322) zum Eingang eines Servoverstärkers (7)
kommt, wodurch das Werkstück mit gewöhnlicher Verstärkung bearbeitet
wird.
Wenn ein entarteter Zustand zwischen den Elektroden auftritt
und das Detektorsignal (V₅) den Pegelwert "0" annimmt, kommt
über den Inverter (323) das invertierte Signal "1" zum Analogschalter
(321), der dadurch geschlossen wird, während das
Detektorsignal "0" direkt dem Analogschalter (322) zugeführt
wird dieser dadurch geöffnet ist. Das Zwischenelektrodenservosignal
Va vom Komparator wird auch auf den anderen Eingang
des multiplizierenden Digital/Analog-Wandlers (320) gegeben,
der danach das Servosignal Va, das ihm von den Digitalausgängen
2⁰ bis 2¹³ vom Zähler (14) zugegangen ist, multipliziert
und dadurch einen Analogausgang V₁ = Va x (am weitesten vorgerückte
Position - Augenblicksposition) erzeugt. Der Ausgang
V₁ vom Wandler (320) wird dann über den geschlossenen Analogschalter
(321) auf den Eingang des Servoverstärkers (7) geführt,
wodurch der Servoverstärkungsfaktor proportional zur
Differenz zwischen der am weitesten vorgeschobenen Position
der Elektrode und der Augenblicksposition der Elektrode gesteuert
wird. Je höher also die Differenz ist, d. h., je
stärker der Entartungszustand ist, desto höher wird der Servoverstärkungsfaktor,
und desto schneller wird die Bewegungsgeschwindigkeit
der Elektrode. Die Auswirkung der Veränderung
des Arbeitsspaltes zwischen Elektrode und Werkstück,
wenn die Elektrode sehr abrupt gegenüber dem Werkstück bewegt
wird, sorgt für schnelles Herausfördern des im Arbeitsspalt
angesammelten Schlamms oder irgendwelcher Chips
oder Späne oder verteilt sie.
Die vorstehende Beschreibung ist zwar auf eine Veränderung
des Servoverstärkungsfaktors in Abhängigkeit von der Differenz
zwischen der am weitesten vorgeschobenen Position und
der Augenblicksposition der Elektrode gerichtet, wenn der
Arbeitsspalt einen Entartungszustand annimmt, doch kann
derselbe Vorteil auch nur durch Erhöhen des Servoverstärkungsfaktors
erwartet werden. In diesem Fall jedoch nähert sich
der am weitesten vorgeschobene Wert dem Augenblickswert der
Elektrode, so daß eine hohe Verstärkung auch unmittelbar vor
dem Kurzschluß zwischen Elektrode und Werkstück erhalten
bleibt. Eine zu starke Annäherung der Elektrode an das Werkstück
ist deshalb zu vermeiden. Wenn der oben genannte Digital/
Analog-Wandler wirksam in der erfindungsgemäßen Apparatur
eingesetzt wird, kann der Servoverstärkungsfaktor automatisch
so gesteuert werden, daß, wenn die Elektrode sich dem
Werkstück sehr stark nähert, der Verstärkungsfaktor verringert
wird, so daß eine überaus starke Annäherung von Elektrode
und Werkstück und ein Aufschaukeln zu Schwingungen vermieden
werden.
Fig. 11a und 11b zeigen ein wiederum anderes Ausführungsbeispiel
der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine,
welches Anzeigemittel enthält, um den
Zwischenelektrodenzustand auf der Basis eines Ausgangssignals
von der Elektrodenpositionsdetektoreinrichtung (20)
oder eines Ausgangssignals von der Zwischenelektrodenzustandserkennungseinrichtung
(12) anzuzeigen.
In der Schaltungsanordnung der Fig. 11a wird das Ausgangssignal
V₀ von der Elektrodenpositionserkennungseinrichtung
(12) über eine Übertragungsleitung (41) einer Empfangsschaltung
(40) zugeleitet, und das Zwischenelektrodenentartungszustandsdetektorsignal
(V₅) von der Zwischenelektrodenzustandserkennungseinrichtung
(20) wird über eine Übertragungsleitung
(41) für die Übertragung des Signals (V₅) der
Empfängerschaltung (40) zugeführt. Das Ausgangssignal V₀ des
Digital/Analog-Wandlers in der Elektrodenpositionsdetektoreinrichtung
(12) kann somit direkt durch ein Voltmeter (401)
ausgelesen werden, das über die Übertragungsleitung mit der
Erkennungseinrichtung verbunden ist. Durch Beobachtung von
V₀ des Wandlers läßt sich die Differenz zwischen der am weitesten
vorgeschobenen Position der Elektrode (1) gegenüber
dem Werkstück (3) und der Augenblicksposition der Elektrode
(10) direkt am Voltmeter ablesen, womit dieselbe Wirkung wie
durch Beobachten eines mechanischen Meßgerätes erzielt wird.
Die Empfangsschaltung (40) der Fig. 11a und folglich die
Anzeigeeinrichtung können an einem von der Elektrode (1)
getrennten Ort aufgestellt werden.
Ein wiederum anderes Ausführungsbeispiel der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine
zeigt Fig. 11b, bei der der Ausgang
V₀ nicht als Analog-Signal sondern als Digital-Signal
weitergeleitet wird, und der Digital-Ausgang V₀ über einen
Digital/Analog-Wandler in eine Analogspannung umgesetzt wird,
die dann beobachtet wird, so daß ein Signal V₀ in einer Umgebung
mit starken elektrischen Störungen übertragen werden
kann.
Bei dieser Schaltungsanordnung nach Fig. 11b wird das Ausgangssignal
vom Zweirichtungszähler (14) der Elektrodenpositionsdetektoreinrichtung
(12) über einen Puffer (42), der
das Signal V₀ verstärkt, und über eine abgeschirmte Übertragungsleitungsgruppe
(43) der Empfängerschaltung (40) zugeleitet
und dort in einen Digital/Analog-Wandler (402) eingegeben,
der dann die Digitalsignale in eine Spannung V₀ entsprechend
dem Analog-Signal V₀ umsetzt.
Da die Eigenheiten des Arbeitsspaltzustandes
der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine
an einem von der Elektrode entfernten Platz genau beobachtet
werden können, können im voraus Fehlvorgänge im Bearbeitungsvorgang
der elektrischen Entladungsbearbeitungsmaschine nach
der Erfindung vermieden werden.
Es versteht sich aus der vorangehenden Beschreibung, daß die
in den Fig. 11a und 11b dargestellten Anzeigeeinrichtungen
auch bei den Beispielen der elektrischen Entladungsbearbeitungsmachine
der Fig. 3 und 4 sowie der Fig. 5 bis
8 eingesetzt werden können.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum elektroerosiven Senkbearbeiten eines
Werkstückes (3), mit
- a) einer dem Werkstück (3) gegenüberliegenden Elektrode (1);
- b) einer Meßeinrichtung zum Erfassen einer Bewegung der Elektrode (1) durch Erzeugung und Auswertung von impulsförmigen Signalen; und
- c) eine Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Bearbeitungsvorrichtung in Abhängigkeit der von der Meßeinrichtung erfaßten Bewegung der Elektrode (1);
wobei die Meßeinrichtung umfaßt:
- d1) ein digitales Längenmeßgerät (13), welches beim Vorschieben bzw. Zurückziehen der Elektrode (1) gegenüber dem Werkstück (3) Positiv-Vorschub-Impulse (SP) bzw. Negativ-Vorschub-Impulse (SN) erzeugt, die jeweils einer bestimmten Wegstrecke entsprechen; und
- d2) eine Einrichtung (14, 15, 16, 17, 18, 19) zur
Zählung und Auswertung der Positiv-Vorschub-
(SP) bzw. Negativ-Vorschub-Impulse (SN),
zur Bestimmung einer Referenzposition, die einer während der Bearbeitung am weitesten vorgeschobenen Position der Elektrode (1) entspricht, die die Elektrode (1) bei Vorschub in Richtung des Werkstücks erreicht, bevor sie in eine momentane Bearbeitungsposition zurückbewegt wird; und
zur Erzeugung eines den Abstand der Elektrode (1) zwischen der Referenzposition und der momentanen Bearbeitungsposition anzeigenden Ausgangsignals.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zähleinrrichtung das Ausgangssignal auf den
Wert Null hält, wenn sich die Elektrode (1) in der
Referenzposition befindet und das Ausgangssignal beim
Zurückbewegen der Elektrode (1) vom Werkstück (3) auf
einen Wert setzt, der dem Abstand der Elektrode (1)
zwischen der momentanen Bearbeitungsposition und der
Referenzposition entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zähleinrichtung bei Vorschub der Elektrode
(1) von der Referenzposition in Richtung des
Werkstückes (3) das Ausgangssignal auf dem Wert Null
hält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangssignal an der Referenzposition den
Wert Null besitzt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangssignal, das den Abstand der Elektrode
(1) zwischen der momentanen Bearbeitungsposition und
der Referenzposition anzeigt, ein Zählwert der
gezählten Negativ-Vorschub-Impulse (SN) des
digitalen Längenmeßgeräts (13) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zähleinrichtung umfaßt:
- a) einen Zwei-Richtungs-Zähler (14) zum Zählen der vom Längenmeßgerät (13) abgegebenen Positiv-Vorschub-Impulse (SP) bzw. Negativ-Vorschub-Impulse (SN) und zur Abgabe eines entsprechenden Zählwertes;
- b) einen Digital/Analog-Wandler (16) zum Umwandeln des digitalen Zählwertes auf der Ausgangsseite des Zwei-Richtungs-Zählers (14) in eine Analoggröße;
- c) einen ersten Komparator (17) zum Vergleichen der Analoggröße des Wandlers (16) mit einem vorgegebenen Wert und zum Erzeugen eines Ausgangssignals in Abhängigkeit vom Vergleichsergebnis;
- d) einen Impulsoszillator (18) zum Erzeugen von Impulsen mit vorgegebener Zeitdauer;
- e) eine erste Gate-Schaltung (19), der das Ausgangssignal des ersten Komparators (17) und das Ausgangssignal vom Impulsoszillator (18) zugeführt wird; und
- f) eine zweite Gate-Schaltung (15), die das Ausgangssignal von der ersten Gate-Schaltung (19) und das Negativ-Vorschub-Impulsdigitalsignal (SN) für die Negativ-Vorschub-Impulse vom Längenmeßgerät (13) erhält zur Erzeugung eines Eingangssignals für den Zwei-Richtungs-Zähler (14).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ausgangssignal des Zwei-Richtungs-Zählers
(14) auf dem Wert Null gehalten wird, wenn sich die
Elektrode (1) während der Bearbeitung an der
Referenzposition befindet und das Ausgangssignal des
Zwei-Richtungs-Zählers (14) beim Zurückbewegen der
Elektrode (1) vom Werkstück (3) einem Abstand der
Elektrode (1) zwischen der Referenzposition und der
momentanen Bearbeitungsposition entspricht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6, gekennzeichnet,
durch eine Überwachungseinrichtung (20) zur
Überwachung des Abstandes der Elektrode (1) zwischen
der Referenzposition und der momentanen
Bearbeitungsposition der Elektrode (1).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungseinrichtung (20) umfaßt:
einen zweiten Komparator (21) zum Vergleichen der Ausgangsgröße des Wandlers (16) mit einem vorgegebenen Wert (VI), an dessen Ausgangsseite eine Verzögerungsschaltung (24, 25) vorgesehen ist.
einen zweiten Komparator (21) zum Vergleichen der Ausgangsgröße des Wandlers (16) mit einem vorgegebenen Wert (VI), an dessen Ausgangsseite eine Verzögerungsschaltung (24, 25) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überwachungseinrichtung (20) außerdem umfaßt:
- - ein Schaltelement (23), das so gesteuert wird, daß es in Übereinstimmung mit dem Ausgangssignal des zweiten Komparators (21) leitend ist; wobei die Verzögerungsschaltung (24, 25) mit dem Schaltelement (23) verbunden ist, und
- - einen dritten Komparator (26) zum Vergleichen der Ausgangsgröße vom Verzögerungskreis (24, 25) mit einem vorbestimmten Wert und zum Erzeugen eines Ausgangssignals abhängig von dem Vergleichsergebnis.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß
- - das Schaltelement (23) ein Transistor ist, der im Ansprechen auf das Ausgangssignal des zweiten Komparators (21) leitend wird, und
- - ein Schalter (27) vorgesehen ist, welcher wahlweise das Ausgangssignal der Meßeinrichtung für die Elektrodenposition oder ein bestimmtes Konstantpotential an den Kollektor des Transistors (23) legt.
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