DE3129727C2 - "Ausblendschaltung" - Google Patents
"Ausblendschaltung"Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausblendschaltung insbesondere
für Rundfunkempfangsgeräte.
Eine Ausblendschaltung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
ist aus dem US-Patent 3,876,945 bekannt. Diese Schaltung
blendet ein Nutzsignal aus, sobald ein unerwünschtes Stör
signal festgestellt wird.
Es sind auch von Hand steuerbare Ausblendschaltungen be
kannt, mit denen ein Benutzer unerwünschte Information aus
blenden kann, wie Reklameansagen oder Kommentare von Rund
funksprechern, z. B. zwischen aufeinanderfolgenden Musik
stücken.
Häufig arbeiten Empfangsgeräte für Tonsignale mit PCM-Signa
len. Es ist schwierig, solche PCM-Signale in solcher Weise
auszublenden, daß beim Vornehmen der Ausblendung keine
Stör-, insbesondere Knackgeräusche auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausblend
schaltung anzugeben, bei der es auch beim Ausblenden von
PCM-Signalen nicht zu Störgeräuschen kommt.
Die Erfindung ist durch die Merkmale von Anspruch 1 gegeben.
Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens
sind der nachfolgenden Beschreibung sowie dem beigefügten
Unteranspruch zu entnehmen.
Der Grundgedanke der Erfindung geht dahin, die EIN-
bzw. AUS-Schaltung des Nutzsignals so vorzunehmen, daß der
Momentanpegel des Nutzsignals, insbesondere dessen Null
durchgang berücksichtigt wird. Die erfindungsgemäße Lösung
bietet damit den Vorteil, daß Stör- oder Knack
geräusche bei der Ausblendschaltung und insbesondere bei der
Wiedereinschaltung dem Nutzsignals zuverlässig vermieden
werden.
Eine vorteilhafte Ergänzung der Erfindung sieht vor,
die Umschaltung des Nutzsignals bei der Aus- bzw. Wieder
einblendung mit kurzzeitiger Verzögerung zwangsweise auch
dann auszulösen, wenn ein Nulldurchgang des Nutzsignals
innerhalb einer konstant vorgebbaren Zeitperiode vom Augen
blick des Wechsels des Ausblendsignals nicht festgestellt
wird.
Die erfindungsgemäße Schaltung enthält eine Ausblend
steuerschaltung, welche entsprechend dem Ausblendsignal
die EIN/AUS-Schaltoperation der zwischen einer Eingangs
klemme und einer Ausgangsklemme angeordneten Schaltanordnung
besorgt und insbesondere den Verlauf und Momentanpegel
des Eingangsnutzsignals (Tonsignals) abfragt und den Schalt
vorgang jeweils in einem Augenblick auslöst, wenn der Signal
verlauf des Nutzsignals sich einem Nullpegel bzw. Null
durchgang nähert.
Mit der zuvor erwähnten vorteilhaften Ergänzung dieser Steu
erschaltung können auch besondere Signalformen des Nutzsignals
berücksichtigt werden, für die der jeweilige Schaltanordnungs-
Umschaltvorgang unter Berücksichtigung eines Zeitfaktors, ge
messen vom Polaritätswechsel des Ausblendsignals, und des
Verlaufs oder Momentanpegels des Eingangssignals ausgelöst
wird.
Ausführungsformen der Erfindung sowie vorteilhafte Einzelheiten
werden nachstehend unter Bezug auf eine Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1A bis 1C in zeitbezogenen Signaldarstellungen die
Relation zwischen dem Eingangs- Nutzsignal (Ton
signal) und dem ausgeblendeten Ausgangssignal,
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungs
form der Erfindung, und
Fig. 3 ein detailliertes Schaltbild einer zweiten Aus
führungsform der Erfindung.
In Fig. 1A bis 1C ist die Relation zwischen dem Eingangs-Tonsig
nal und dem ausgeblendeten Ausgangssignal gezeigt. Wenn die
Ausblendschaltung zu einem Zeitpunkt TM er
folgt, in dem der Wellenzug des Eingangssignals nicht die Null
pegelachse kreuzt, wie das bei herkömmlichen Ausblendschaltungen
der Fall ist, dann wird das Ausgangs-Tonsignal gemäß Fig. 1B
zu diesem Zeitpunkt TM schlagartig auf den Nullpegel reduziert.
Bei einer derartigen Unterbrechung des Signal-Wellenzugs entsteht
unvermeidbar ein Stör- bzw. Knackgeräusch.
Die Erfindung ist darauf gerichtet, derartige scharfe Signal
sprünge dadurch zu vermeiden, daß die Ausblend
schaltung in einen dem Zeitpunkt TM unmittelbar folgenden
Zeitpunkt TS verlegt wird, wo der Pegel des Eingangs- Tonsig
nals gerade Null wird.
Bei der in Fig. 2 als Prinzip-Blockschaltbild dargestellten
ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Ausblendschal
tung 1 gelangt das Eingangs-Tonsignal über eine Eingangsklemme
2 in einen Schalterkreis 3 sowie in eine Pegeldetektorstufe 6
einer außerdem noch eine Zeitbestimmungsstufe 7 enthaltenden
Ausblendsteuerschaltung 5. An diese beiden Stufen 6 und 7
ist durch manuelle Betätigung einer Taste 8 o. dgl. ein Ausblend
signal mit niedrigem Pegel "L" anlegbar; in der Ruhe
stellung dieser Taste herrscht der entgegengesetzte Signalzu
stand "H".
Die Pegeldetektorstufe 6 tastet im Falle einer zuvor erwähnten
Ausblendschaltung jeweils den Momentanpegel des Ein
gangs-Tonsignals ab und bringt den mit der Ausgangsklemme 4
der Ausblendschaltung 1 verbundenen Schalterkreis 3 durch Zu
führen des Ausblendsignals in seinen Aus-Zustand, sobald der
Signalpegel sich dem Nullpegel nähert und z. B. kleiner als
-60 dB geworden ist. Wird der Ausblendbefehl z. B. für das
an der Eingangsklemme 2 anliegende Eingangs-Tonsignal gemäß
Fig. 1A zu dem Zeitpunkt T gegeben, dann erfolgt die AUS-
Schaltung der Schaltanordnung 3 zu dem Zeitpunkt TS, wo der
Signal-Wellenzug nach Fig. 1A die Nullinie kreuzt. Dabei steht
an der Ausgangsklemme 4 ein stör- und knackgeräuschfreies
Ausgangssignal gemäß Fig. 1C zur Verfügung.
Für den Fall, daß der Eingangsklemme 2 ein Nutz- bzw. Tonsignal
aus einem Gleichstromverstärker zugeführt wird, besteht mög
licherweise keine Übereinstimmung zwischen dem Bezugs- und dem
Massepegel, und dann kann es bei niedrigem Eingangssignalpegel
o. dgl. vorkommen, daß der Pegel des Signalwellenzugs an keiner
Stelle die Nullinie erreicht und folglich bei Auftreten eines
Ausblendbefehls die Schaltanordnung 3 nicht AUS-geschaltet
wird. Diese Fehlermöglichkeit wird erfindungsgemäß durch die
in der Ausblendsteuerschaltung 5 enthaltene Zeitbestimmungs
stufe 7 grundsätzlich vermieden. Diese Stufe 7 besorgt, sobald
nach dem Wechsel des Ausblendsignals vom Pegel "H" auf "L"
ein festgelegter Zeitraum von z. B. 100 ms verstrichen ist, eine
Zwangsabschaltung der Schaltanordnung 3. Auf diese Weise wird
selbst in Fällen, wo z. B. aufgrund von Bezugspegeländerungen
des Eingangs-Nutz- bzw. Tonsignals kein Nulliniendurchgang
teilbar ist, ein sicheres AUS-schalten der Schalt
anordnung 3 gewährleistet.
So kann erfindungsgemäß nicht nur das Ausblenden sondern auch
das Wiedereinblenden des Nutzsignals an der Ausgangsklemme 4
bei Durchgang des Nutzsignal-Wellenzugs durch die Nullinie
störungsfrei durchgeführt werden. Ferner kann eine Ausblendung
nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums zwangsläufig aufge
hoben werden.
Ferner kann sich der Abtastpegel bei Ablauf des gegebenen
Zeitraums nach dem Wechsel des Ausblendsignals erhöht haben.
In diesem Fall ist die Ausblendschaltung auch bei einem so hohen
Pegel mit Zeitverzug möglich. Außerdem ist es erfindungsgemäß
möglich die Ausblendung in Verbindung mit einer Kombination
aus Pegel + Zeit durchzuführen.
Als zweite Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 3 eine
Ausblendschaltung 11 als Schaltbild dargestellt, welche zum
Ausblenden eines digitalen Tonsignals wie eines PCM-Tonsignals
eingerichtet ist, das in eine Eingangsklemme 12 eingespeist
wird und im vorliegenden Fall 14 Bits pro Wort umfaßt. Hierbei
werden die einzelnen Amplitudenwerte eines abgetasteten ana
logen Tonsignals in Verbindung mit einem gegebenen Tastsignal
festgelegter Frequenz (z. B. 44 kHz) abgetastet und beispiels
weise unter Anwendung der Methode einer Bildung des Komplements
von 2 in 14-Bit-Daten umgesetzt, um 14 Bits pro Wort umfassende
PCM-Tonsignale zu bilden.
Das PCM-Tonsignal ist ein Seriendatensignal, worin durch ab
wechselndes Abtasten des rechten und linken Signalkanals die
Rechtskanal- und Linkskanal-Daten eines Stereotonsignals Wort
für Wort auf der Zeitachse hintereinanderliegend angeordnet
sind. Mittels einer geeigneten Torsteuerschaltung mit z. B. ei
nem Signal mit einer Abtastfrequenz von hier 44 kHz sowie einem
Tastverhältnis von 50% können gezielt die Daten für den Rechts-
oder den Linkskanal abgezweigt werden.
Das über die Eingangsklemme 12 eingegebene PCM-Tonsignal gelangt
über die Schaltanordnung 13 zum Ausgangsanschluß 14 und wird fer
ner einer Pegeldetektorstufe 16 über ein Exclusiv-ODER-Glied 21
eingegeben, dessen zweiter Eingang mit dem Q-Ausgang einer z. B.
als D-Flip-Flop ausgebildeten Halteschaltung 22 verbunden ist.
An den Signalhalteeingang dieser Halteschaltung geht ein Ein-
Wort-Periodenimpuls einer Wortrücksetzausgangsschaltung 23 zu
einem dem ersten Bit eines o. a. Wortes entsprechenden Augen
blick (oder gemeinsamer Anschluß MSB), um das MSB dieses Wortes
der Eingangsdaten festzuhalten. Im Fall der erwähnten Bildung
des Komplements von 2 ist der das positive oder negative Symbol
repräsentierende Inhalt des MSB = "0" oder "1". Die Ausgangs
daten des Excl.-ODER-Gliedes 21 sind den Absolutwerten der Ein
gangsdaten entsprechende reine Binärdaten, ganz gleich ob die
Eingangsdaten positiv oder negativ sind.
In der Pegeldetektorstufe 16 gelangt der von Glied 21 stammende
Ausgang über ein ODER-Glied 24 zum Dateneingang eines D-Flip-
Flop 25, dessen Q-Ausgang zum ODER-Glied 24 rückgekoppelt ist.
Ein nachstehend als WBC bezeichneter Worttakt geht in einen
Takteingang, und der Pulsausgang der zuvor erwähnten Ausgangs
schaltung 23 an einen Takteingang CL von D-Flip-Flop 25. Solange
die aufeinanderfolgenden Bit-Inhalte eines Wortes der Eingangs
daten vom MSB alle "0" sind bleibt der Q-Ausgang "0"; sobald
nur ein einziges Bit "1" ist wird dieser Dateninhalt "1" über
ein ODER-Glied 24 an den Dateneingang rückgeführt, und folglich
bleibt der Q-Ausgang "1" bis mit dem Auftreten des MSB des näch
sten Wortes eine Rücksetzung erfolgt. Der -Ausgang bleibt "1"
bis ein Bitinhalt "1" vom MSB des einen Wortes vorkommt, und
daran anschließend bleibt der Bitinhalt dauernd "0".
Wenn wie hier ein Wort der PCM-Daten aus 14 Bits besteht, dann
entspricht etwa das 10te Bit -60 dB, und mit dem Auftreten die
ses 10ten Bit kann dem Q- oder -Ausgang entnommen werden, ob
der Pegel des Wellenzugs der Originaleingangs-PCM-Daten unter
-60 dB liegt. Aus diesem Grund ist der -Ausgang von D-Flip-
Flop 25 über ein ODER-Glied 26 mit einer Unterscheidungsschal
tung 27 verbunden, und ein der 10ten Binärstelle (dem 10ten Bit)
entsprechender Impuls wird von einer Impulsausgangsschaltung 29
in einen Halteeingang der Unterscheidungsschaltung 27 einge
speist, so daß deren Q-Ausgang mit der Erkenntnis, daß die
Eingangsdaten unter -60 dB liegen, "1" wird. Die Unterscheidungs-
und Halteschaltung 27 kann ein D-Flip-Flop sein, in dessen
Löscheingang der Impulsausgang der Wortrücksetzschaltung 23
eingegeben wird.
Der Q-Ausgang der Unterscheidungs- und Halteschaltung 27 geht
innerhalb einer für eine unabhängige Ausblendung auf dem Links-
und Rechtskanal vorgesehenen Kanaltrennstufe 30 in zwei NAND-
Glieder 31 und 32, und die zweiten Eingänge dieser NAND-
Glieder werden mit einem Rechtecksignal von 44 kHz und einem Tast
verhältnis von 50% beaufschlagt. Da dieses Rechtecksignal von einer Klemme 33
direkt in das NAND-Glied 32 jedoch über einen Inverter 34 pha
sengedreht in das andere NAND-Glied 31 übertragen wird, tritt
ein Phasenunterschied von 180° auf.
Die Ausgänge der NAND-Glieder 31, 32 gehen in jeweils einen
Halteeingang einer Halteschaltung 35 bzw. 36, und in die Daten
eingänge dieser Halteschaltungen gelangt ein Ausblendsignal,
welches von einer nicht dargestellten manuell betätigbaren
Taste o. dgl. erzeugt wird und zur Signalanpassung über einen
Inverter 37 und eine Halteschaltung 38 zugeführt wird.
Das Ausblendsignal hat in seinem Aktivzustand den Pegel "1",
im Ruhezustand den Pegel "0". Es wird in den Halteschaltungen
35 und 36 entsprechend den Ausgangsimpulsen der NAND-Glieder
31 und 32 zwischengespeichert.
Die -Ausgänge der Halteschaltungen 35, 36 sind zwecks Aus
blendung mit je einem von zwei NAND-Gliedern 41, 42 innerhalb
des erwähnten Schalterkreises 13 verbunden. Die 44-kHz-Recht
eckwelle mit dem Tastverhältnis von 50% wird direkt auf das
NAND-Glied 42, jedoch über einen Inverter 44 gegenphasig in
das andere NAND-Glied 41 übertragen, wie bei der oben erläu
terten Kanaltrennschaltung. Jedoch eilt hier das an den Ein
gang 33 der Kanaltrennstufe 30 gelangende Signal 44K′ dem an
den Eingang 43 der Schaltanordnung 13 gelangenden Signal 44K
in der Phase um 90° vor. Die Ausgänge der NAND-Glieder 41, 42
führen zu den durch eine ODER-Schaltung gebildeten negierenden
Eingängen eines NAND-Gliedes 45. Statt dessen könnten auch
UND-Glieder in der durch 41 und 42 gebildeten ersten Stufe
sowie ODER-Glieder in der durch Glied 45 gebildeten zweiten
Stufe verwendet werden. Der Ausgang des NAND-Gliedes 45 wird
einem UND-Glied 46 zugeleitet, welches im Datensignalweg zwi
schen Eingangsklemme 12 und Ausgangsklemme 14 liegt.
Sobald über die nicht dargestellte Taste manuell das Ausblend
signal gegeben wird, gelangt ein Signal "1" an die Dateneingänge
der Halteschaltungen 35, 36. Jetzt ermittelt die Pegeldetektor
stufe 16 für jedes jeweils einem abgetasteten Wert entsprechende
Wort den Pegel des an der Eingangsklemme 12 anstehenden Eingangs-
Datensignals. Ferner wird durch die Stufe 16 in Verbindung mit
der Unterscheidungs- und Halteschaltung 27 festgestellt, ob die
Bits des MSB eines Wortes bis zu dem -60 dB entsprechenden 10ten
Bit alle "0" sind; wenn ja, wird der Q-Ausgang der Schaltung 27
"1" und gelangt an die NAND-Glieder 31 und 32 der Kanaltrennstufe
30, um durch einen Komplementärbetrieb von Glied 31 und 32 zu
ermitteln, ob das relevante Wort des Eingangs-Datensignals zum
Links- oder Rechtskanal gehört. Wird dafür die Daten eines
Links- Kanalwortes ein Pegel unter minus 60 dB festgestellt,
dann hält die Halteschaltung 35 einen Halteimpuls vom NAND-
Glied 31 um das Ausblendsignal "1" zu halten. Der nach dem
erwähnten Haltevorgang auf "0" gegangene -Ausgang der Halte
schaltung 35 geht zum NAND-Glied 41 der Schaltanordnung 13 und
wird ferner synchron zum Wortumschalttakt des Eingangs-Daten
signals über das NAND-Glied 45 dem UND-Glied 46 zugeführt.
Nach dem erwähnten Haltevorgang bleibt der Ausgang von NAND-
Glied 45 nur während der. Wortperiode des Links-Kanals "0",
und die Ausblendung an dem über das UND-Glied 46 zur Ausgangs
klemme 14 gelangenden Ausgangs-Datensignal erfolgt in der
Weise, daß sämtliche Linkskanal-Wortbits Null sind.
Selbstverständlich erfolgt die Ausblendung am Rechts-Kanal
in ähnlicher Weise, wenn die Wortinhalte des Rechts-Kanals
einem unter -60 dB liegenden Pegel entsprechen.
Zur Durchführung einer Zwangsausblendung nach Ablauf eines
festgelegten Zeitraums nach dem Übergang des oben erwähnten
Ausblendsignals von "0" auf "1" oder von "1" auf "0" dient eine
Zeitermittlungsschaltung 17. Zur Ermittlung der Pegeländerung
des über die Eingangsklemme 28 ankommenden Ausblendsignals
werden in diesem Fall das Eingangs- und Ausgangssignal der
Halteschaltung 38 einem Exkl.-ODFR-Glied 48 zugeführt, dessen
Ausgang über einen Inverter 49 mit dem Löscheingang einer
Zeitzählschalung 47 verbunden ist. Diese Schaltung 47 kann
z. B. ein Schieberegister enthalten, durch das die Eingangs
daten laufend in Verbindung mit einem konstanten Taktimpuls
signal von z. B. 16 ms hindurchgeschoben werden. Das Aus
gangssignal "1" dieser Schaltung 47 gelangt in das ODER-
Glied 26. Ein 8-Bit-Schieberegister hat einen Zeitmeßbereich
bis zu 128 ms. Wenn der oben erläuterte Nullpegel bzw. ein
unter -60 dB liegender Pegel bis zum Ablauf eines Zeitraums
von 128 ms nach Auftreten des Ausblendsignals nicht festge
stellt werden kann, dann wird der Unterscheidungs-Halte
schaltung 27 über das ODER-Glied 26 der Ausgang "1" der
Zeitzählschaltung 47 zugeführt und damit zwangsläufig der
oben erläuterte Ausblendvorgang eingeleitet.
Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird gleichzeitig
ein Überlauf festgestellt, wenn der Spitzenwert des eingangs
erläuterten Kammpegels oder der Daten 14 Bits überschreitet.
Insbesondere gelangt ein dem Absolutwert der Eingangsdaten
von dem Exkl.-ODER-Glied 21 entsprechender Binärwert über
einen Inverter 51 zu einem ODER-Glied 52 eines Spitzenwert
detektors 19, und dieser erkennt durch Rückkopplung des Aus
gangs von ODER-Glied 52 über eine Halteschaltung 53 auf 52
ob "1" als Bitinhalt eines Wortes vorhanden ist. Das Ergebnis
bildet eine Erkenntnis darüber ob "0" als Bit-Gehalt eines
Wortes der Ausgangsdaten des Exkl.-ODER-Gliedes 21 vorhanden
ist, und falls ja wird der Q-Ausgang der Halteschaltung 53
nachfolgend auf "1" gehalten. Der -Ausgang von 53 gelangt
an eine Spitzenwerthalteschaltung 54, die ferner von der
Impulsausgangsschaltung 29 für das 14te Bit des einen Wortes
einen Halteimpuls erhält. Wenn die Ausgangsdaten des Exkl.-
ODER-Gliedes 21 bis herauf zum LSB (= 14tes Bit) alle "1"
sind, ist auch der Q-Ausgang der Halteschaltung 54 "1", und
sie liefert folglich ein Spitzenerkennungssignal (oder Über
lauferkennungssignal) über eine Kanaltrennschaltung 56 an
eine Ausgangsklemme 55. Die Kanaltrennschaltung 56 enthält
zwei NAND-Glieder 57, 58 und ein UND-Glied 59. Wie in der
zuvor erwähnten Kanaltrennstufe 30 werden die beiden NAND-
Glieder 57 und 58 durch gegenphasige 44 kHz- Rechtecksignale
gesteuert.
Wie zuvor erläutert umfaßt die erfindungsgemäße Nutzsignal-
Ausblendschaltung einen zwischen Eingangs- und Ausgangsklem
men liegenden Schalterkreis und eine Ausblend
schaltung zur Betätigung der Schaltanordnung entsprechend dem
Ausblendsignal. Erfindungsgemäß wird der Wellenverlauf des
an der Eingangsklemme anstehenden Eingangssignals abgetastet
und die Schaltanordnung so gesteuert, daß die Ausblendung zu dem
Zeitpunkt erfolgt, wo das Nutzsignal sich der Nullinie nähert.
Als vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann
die in der Ausblendschaltung enthaltene Ausblendsteuerschal
tung so ausgelegt sein, daß der Schaltvorgang in der Schalt
anordnung auf der Grundlage einer Beziehung zwischen dem
nach einem Wechsel des Ausblendsignals verstrichenen Zeit
raum und dem Wellenverlaufpegel des Eingangssignals durch
geführt wird. Diese Ausführung hat den Vorteil, daß bei einem
Eingangs-Tonsignal auf der Basis eines Gleichstrompegels, der
die Bestimmung eines Nullpegels verhindert, die Ausblendung
zwangsweise durchgeführt oder aufgehoben werden kann.
Claims (2)
1. Ausblendschaltung, insbesondere für Rundfunkempfangs
geräte, mit einer zwischen einer Eingangsklemme (2; 12) und
einer Ausgangsklemme (4; 14) angeordneten Schaltanordnung
(3; 13), die von einer Ausblend-Steuerschaltung (6, 7; 16,
17) angesteuert wird, die ihrerseits von einem Ausblendsi
gnal angesteuert wird, das von einem Steuerkreis (35, 36,
38) erzeugt wird, und die den momentanen Signalpegel des an
der Eingangsklemme anliegenden Nutzeingangssignals abfragt
und den Schaltvorgang der Schaltanordnung auslöst, wenn sich
der momentane Pegel des Nutzsignals dem Signalnulldurchgang
nähert, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausblendung von PCM-
Signalen ein Abfragekreis (16) zur Abfrage des Bit-Musters des
PCM-Signals vorhanden ist, um daraus ein Abfrageergeb
nissignal zu erzeugen, wenn der Signalpegel des Signals, das
das PCM-Signal repräsentiert, einen vorgegebenen Wert unter
schritten hat, wobei die Schalteinrichtung (13) das jeweils
anstehende PCM-Ausgangssignal durch ein PCM-Signal mit einem
dem Nullwert entsprechenden Bit-Muster ersetzt, wenn sie das
Abfrageergebnissignal während des Vorhandenseins des Aus
blendsignals empfängt.
2. Ausblendschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß sie einen Zähler (47) zum Abmessen einer vorgegebe
nen, mit einem Wechsel des Ausblendsignals beginnenden Zeit
differenz aufweist, der ein Schaltsignal liefert, das die
Schaltanordnung (13) unter Berücksichtigung eines festlegba
ren Verhältnisses zwischen der Zeitdifferenz vom Augenblick
des Pegelwechsels des Ausblendsignals zum Momentanpegel des
Eingangssignals auslöst.
Applications Claiming Priority (1)
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