DE310668C - - Google Patents

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DE310668C
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grenade
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training
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hand
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B8/00Practice or training ammunition
    • F42B8/12Projectiles or missiles
    • F42B8/26Hand grenades

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

Es ist bereits der Vorschlag gemacht worden, zu Sportzwecken Handgranaten, die ebenso wie die scharfen Handgranaten explodieren, aber natürlich möglichst wenig Schaden anrichten, zu benutzen. Es liegt auf der Hand, daß derartige Handgranaten zur Aus-, bildung von Rekruten kaum geeignet sein werden, da sie immerhin Beschädigungen und Verletzungen veranlassen können, außerdem
ίο aber sich im Gebrauch auch zu teuer stellen, weil immer wieder neue Granaten benutzt werden müssen. Der Erfindung gemäß wird nun, um eine zur Ausbildung brauchbare Übungshandgranate zu erhalten, die entsprechend schwach bemessene Ladung in einer nach außen mündenden "Kammer des nicht zerstörbaren Granatenkörpers untergebracht. Im übrigen kann die Zündung wie bei scharfen Handgranaten eingerichtet sein, so daß auch die Handhabung dieselbe ist. Statt der Explosion der Granate ergibt sich nur ein Knall, da die Gase aus der nach außen mündenden Kammer austreten können und der Granatenkörper nicht zerstört wird. Be-Schädigungen und1 Verletzungen sind ausgeschlossen, und derselbe Granatenkörper kann immer wieder . nach frischer Ladung benutzt werden.
Die Form der Übungshandgranate kann sich in ihrer äußeren Form den verschiedenen gebräuchlichen Handgranaten anschließen; die Form der Kammer für die Übungsladung, die Art der letzteren sowie die Art der Zündung ist beliebig. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel in der Form einer Stielhandgranate dargestellt. ■ .
Fig; ι zeigt den Längsschnitt durch' die · Stielhandgranate, die aus beliebigem Material angefertigt werden kann. »Im Kopf derselben ist eine Verbrennungskammer α aus Temperguß angebracht, die im Boden durchlocht, mit dem Kanal b, der durch den Stiel führt, in Verbindung steht. Der Kanal b endet in einem Hohlraum c am Ende des Stieles, der durch eine Blechkapsel d, die in Fig. 3 besonders dargestellt ist, geschlossen wird.
Fig. 2 zeigt den Längsschnitt der zur Übungshandgranate gehörigen Übungsladung. Dieselbe besteht aus einer an beiden Enden durch Pfropfen, die durch Würgedrähte V gehalten werden, verschlossenen Papphülse a'., aus der ein etwa 6 cm langes Papprohr d' hervorragt. Im Innern der Papphülse .sind etwa 2 ecm Schwarzpulver untergebracht. Im Rohr liegt die zur Entzündung des"Schwarzpulvers dienende Zeitzündschnur von 51Z2 Sekunden Brenndauer. ■
Am Ende von c (Fig. 1) ist bei d ein Knallsatz angebracht, der sich durch Zug an dem langen, dünnen,, am Ende hakenförmig umgebogenen Abreißdraht e (Fig. 2) entzündet. Ein Bügel / dient zur Entfernung der verbrauchten Papphülse aus der Verbrennungskammer. Bei g ist der um die ganze Papphülse führende Bügel f im Bogen von der Hülse abgeführt.
Der Abreißdraht der Übungsladung. wird vom Innern der Verbrennungskammer α (Fig. 1) aus durch den Kanal & geführt, tritt bei c aus demselben heraus und wird in einem im Innern der Blechkapsel d angebrachten Ringe befestigt.. Die Hülle der Übungs-
ladung klemmt sich mittels des Bügelstückes g
im Verbrennungsraum fest. Die Blechkapsel d j wird auf den Stiel der Übungshandgranate · aufgeschoben und wird dort durch einen | Bajonettverschluß gehalten. ..■·.;■
In Fig. 3 ist die Blechkapsel mit Verschluß i besonders dargestellt. Diese Einrichtung
dient als Sicherung1 dazu, eine unbeabsichtigte
Entladung zu verhindern. Sie kann auch mit
ίο Vorteil an den scharfen Stielhandgranaten i angewendet werden. In der Blechkapsel d ist | die rechtwinklige Führung für den Stift s an- I gebracht, der die Blechkapsel festhält; über I den Stift legt sich ein federnder Draht t, der ' seinerseits eine unbeabsichtigte Verschiebung j der Kapsel verhindern soll. Zur leichteren j Handhabung kann die Blechkapsel mit rauher j Oberfläche versehen werden. Durch eine Rechtsdrehung wird die Blechkapsel gelöst
und durch Abreißen des Drahtes c die Zündschnur wie bei einer scharfen Handgranate
in Brand gesetzt. Die Ladung der nun geworfenen Handgranate explodiert nach 51^
Sekunden mit heftigem Knall und starker
Rauchentwicklung, ohne daß jedoch selbst unmittelbar bei der sich entladenden Handgranate stehende Personen verletzt werden können. Die Übungshandgranate erleidet selbst keinerlei Veränderung, da nur ,die Ladung explodiert. Die Übungsladung kann sofort wieder mit neuer Ladung versehen werden.

Claims (3)

  1. P ATENT-AN SPRÜCHE:
    ι. Übungshandgranate, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung in einer nach außen mündenden Kammer des nicht zerstörbaren Granatenkörpers untergebracht ist. ■ -
  2. 2. Übungshandgranate nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungskammer durch einen besonderen hülsenartigen Einsatz verstärkt ist.
  3. 3. Granate nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladung in einer in die Verbrennungskammer einsetzbaren — zweckmäßig mit Abreißzündung versehenen — besonderen Patrone untergebracht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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