DE3105752C2 - Verfahren zur kontinuierlichen, fotometrischen, unmittelbaren Messung der spezifischen Oberfläche eines dispersen Feststoffs - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen, fotometrischen, unmittelbaren Messung der spezifischen Oberfläche eines dispersen Feststoffs

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Abstract

Die kontinuierliche On-line-Messung der spezifischen Oberfläche disperser Feststoffe ist noch nicht befriedigend gelöst. Es werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen fotometrischen On-line-Messung der spezifischen Oberfläche vorgeschlagen, bei denen der Feststoff gleichmäßig suspendiert in einem Strömungsmittel durch eine im Querschnitt flache, insbesondere etwa rechteckige kurze Strömungsstrecke geleitet wird, in der die Messung vorgenommen wird. Die Transportkonzentration des Feststoffes wird über eine Absorptionsschwächung eines Gamma-Strahls oder eines Radionuklid-Strahls bestimmt, der senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Breitenerstreckung des Strömungsmittels dieses durchdringt. An der gleichen Stelle wird die Abschwächung (Extinktion) eines Lichtstrahls, der senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Dickenerstreckung der Strömungsstrecke diese durchdringt, bestimmt und daraus unter Berücksichtigung der Transportkonzentration die fotometrische spezifische Oberfläche, insbesondere mit einer Auswerteinrichtung, z.B. einem Rechner, bestimmt.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen, fotometrischen, unmittelbaren Messung der spezifischen Oberfläche eines dispersen Feststoffs gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. 6.
Die kontinuierliche Messung der spezifischen Oberfläche disperser Festoffe ist nach wie vor ein technisch nicht befriedigend gelöstes Problem.
Für die diskontinuierliche Messung der spezifischen Oberfläche disperser Feststoffe werden vornehmlich drei physikalische Grundprinzipien angewendet; nämlich
1. die Messung der Sorption eines Gases oder einer Flüssigkeit an der Oberfläche der Feststoffe,
2. die Messung des Druckverlusts τκ-t der Durchströmung von Packungen aus den Feststoffen und
3. die Messung der Extinktion, d. h. Schwächung eines weißen oder monochromatischen Lichtstrahls bei der Durchstrahlung einer Suspension der Feststoffe.
Nur das letztgenannte physikalische Prinzip ist für die kontinuierliche, unmittelbare Messung von spezifischen Oberflächen disperser Feststoffe geeignet.
Die fotometrische Oberflächenmessung wurde bisher nur diskontinuierlich angewandt. Dabei wird eine Suspension bekannter Feststoffvolumenkonzentration hergestellt und in einer lichtdurchlässigen Küvette von einem Lichtstrahl enger oder weiter Apertur, d. h. Öffnungswinkel, durchleuchtet. Befinden sich zum Zeitpunkt der Messung noch Partikel aller Größenklassen im Lichtstrahl, so ist die Schwächung oder Extinktion des Lichtes nach Durchtritt durch die Suspensionsschicht ein Maß für die fotometrische Oberfläche der Gesamtheit aller im Lichtstrahl befindlichen Partikel.
Die volumenbezogene fotometrische Oberfläche läßt sich anhand einer aus dem Lambert-Beerschen Gesetz abgeleiteten Gleichung berechnen.
Vphnt
CyJ
= 6 Γ
K[x)qi(x)ux
(1)
Dabei ist 7O= Iq/loo das Verhältnis der Lichtintensitäten vor und nach Durchdringen der in einer Küvette enthaltenen Suspension, 7Ό wird Transmission genannt. K(x) ist der Extinktionskoeffizient, * die Panikelgröße, Cy0 die Feststoffvolumenkonzentration, Z-die Länge des Lichtweges durch die Suspension und qtfx) die Konzentration der Partikel der Größe x. Auf diese Weise läßt sich eine kontinuierliche Messung der spezifischen Oberfläche nicht durchführen, da die Konzentration unbekannt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung der volumenbezogenen fotometrischen Oberfläche zu schaffen, das einfach und betriebsssicher in der Durchführung ist, dabei aber eine hohe Meßgenauigkeit zu erzielen gestattet.
Ein diese Aufgabe lösendes Verfahren ist im Patentanspruch 1 und hinsichtlich seiner Ausgestaltungen in den Ansprüchen 2 bis 5 gekennzeichnet. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ergibt sich aus Anspruch 6 und hinsichtlich seiner Ausgestaltungen aus den Ansprüchen 7 und 8.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, neben einer volumenbezogenen fotometrischen unmittefbaren Extinktionsmessung, wie sie für diskontinuierliche Verfahren bekannt ist (Chemie-Ingenieur-Technik 46 (1974) 23, S. 984/987), eine unmittelbare Messung der Volumenkonzentration mittels eines Gamma- oder Radionukleidstrahls während der Extinktionsmessung bei bestimmten, sich unterscheidenden Schichtdicken des Strömungsmittels durchzuführen. Die Messung der Volumenkonzentration des in einem Strömungsmittel enthaltenen Feststoffs mittels Gammastrahlen ist bekannt (DE-AS 21 16 942).
Gleichung (1) läßt sich auch auf die kontinuierliche unmittelbare Messung von volumenbezogenen fotometrischen Oberflächen anwenden, wenn die Volumenkonzentration Cvo. die das Verhältnis von Feststoffvolumen V50 der im Lichtstrahl die Schwächung hervorrufenden Partikel zu dsm vom Lichtstrahl durchleuchteten Suspensionsvolumen V51, darstellt, durch die sogenannte Transportkonzentration
40
(2)
ersetzt wird, die das Verhältnis des in der Zeiteinheit r> den Lichtstrahl passierenden Partikclvolumens, des Partikelvolumenstrom V1, zu dem in der Zeiteinheit den Lichtstrahl passierenden Suspensions- oder Aerosolvolumen, des Aerosol- oder Suspensionsvolumenstroms V5,, darstellt.
Im Gegensatz zu bisher verwendeten Systemen kann deshalb die Messung der volumenbezogenen fotometrischen Oberfläche nicht nur kontinuierlich, sondern auch in Aerosolen, d. h. in Feststoff-Gasgemischen, durchgeführt werden. Dies iat in vielen technischen Anwendungsfällen, insbesondere bei der Überwachung der Zerkleinerungsprozesse von Massengütern, was meist trocken geschieht, ein erheblicher Vorteil.
Wie Gleichung (1) zu entnehmen ist, ist eine Ermittlung der volumenbezogenen fotometrischen Oberfläche nur möglich, wenn einerseits die Schwächung des Lichtstrahls, d. h. T0, gemessen wird und andererseits die Feststoffvolumenkonzentration Cv0 bekannt ist. Bei diskontinuierlichen Meßverfahren kann Cvo aus der in ein bestimmtes Flüssigkeitsvolumen <,, eingewogenen Feststoffmasse /η, = ρρν, bestimmt werden. Bei einem kontinuierlichen Verfahren ist dies nicht möglich: dort ist vielmehr die Transportkonzentration CT kontinuierlich zu messen.
Die Feststoffkonzentrationsmessung mittels Gammastrahlen folgt der nachfolgend angegebenen Gleichung:
-^. CVn- L*
Dabei ist T* die Transmission, d. h. die Schwächung der Gammastrahlen, L * die Dicke der durchstrahlten Schicht und μ5 der lineare Absorptionskoeffizient des durchstrahlten Stoffes. Für den Fall der fotometrischen Oberflächenmessung eines Aerosolstroms ist in Gleichung (3) die Absorption der Luft gegenüber der des Feststoffes vernachlässigt worden. Faßt man die Gleichungen (1) und (3) zusammen, so erhält man die Auswertegleichung für die volumenbezogene fotometrische Oberfläche.
= 4/v, ·
InT0L* \nT*L
Die Gleichungen (3) und (4), die zu.i vorbekannten Stand der Technik gehören, dienen lediglich der Klarstellung. Sie sind in den am Anmeldetag eingereichten Unterlagen nicht enthalten.
Die Feststoffkonzentrationsmessung mittels Absorption von Gamma-Strahlen oder Radionuklid-Strahlen, wobei diese Strahlen etwa senkrecht zu dem Lichtstrahl das Meiivolumen bzw. die Strömungsstrecke durchdringen, führt dazu, daß im gleichen Querschnitt der Strömungsstrecke sowohl die Lichtextinkttons- als auch die Volumenkonzentrationsmessung durchgeführt werden, so daß durch größere zeitliche Verschiebungen keine Ungenauigkeiten entstehen.
Der bevorzugte Querschnitt an der Stelle, an der der Lichtstrahl und der Gamma- oder Radionuklid-Strahl die Strömungsstrecke durchdringen, ist rechteckig deshalb, weil dann Ungenauigkeiten der Lage der Strahlen keinen Einfluß auf die Meßgenauigkeit haben, weil die Länge des Licht- und Strahlungswegs durch Jen Aerosol- oder Suspensionsstrom konstant bleibt. Die »Ecken« des Strömungsquerschnitts können abgerundet sein.
Die Messung erreicht überraschenderweise eine hohe Genauigkeit. Sofern die Strömungsstrecke, in der die Messung durchgeführt wird, nicht die angegebene flache Form aufweist, sondern kreisrund oder quadratisch ist, lassen sich keine brauchbaren Meßergebnisse erzielen.
Durch die Verwendung eines Aerosol- oder Suspensionsstroms flachen, angenähert rechteckigen Querschnitts läßt sich bei konstanter Feststofftransportkonzentration über dem Querschnitt durch Anpassung der von dem jeweiligen Strahl durchsetzten Dicke des Aerosol oder Suspensionsstroms eine gleichzeitige Messung der Feststoffkonzentrationsmessung und der Lichtstrahlmessung durchführen. Durch die Erfindung ist eine kombinierte Anwendung von z. B. weißem Licht und Radionuklidstrahlung möglich, weil ohne Erhöhung der Feststoffkonzentration eine ausreichende Radionuklidstrahlungs-Absorptionsschwächung erzielbar ist. Bei rechteckiger Strömungsstrecke verläuft der Lichtstrahl parallel zur kurzen Rechteckseite und der Gamma· oder Radionuklidstrahl parallel zur langen Rechteckseite.
Bei Vorgabe eines Rechteckprofils für den Aerosoloder Suspe^sionsstrom müssen deshalb die Richtungen der jeweiligen Strahlen angenähert senkrecht zueinander stehen.
An das Verhältnis von Dicken- zu Breitenerstreckung
des Querschnitts in der Strömlings- oder Meßstrecke sind gewisse Mindestanforderungen zu stellen, wie sie insbesondere im Anspruch 2 angegeben sind, um gleichzeitig die vorgesehene Messung der Feststofftransportkonzentration und der Extinktion bzw. der ■ Lichtschwächling zu ermöglichen.
In vielen Fällen gelingt eine genaue Messung bei einem Verhältnis von I : 50, wenn also die lange Rechteckseite 150 mm die kurze Rechteckseite 3 mm beträgt. Eine für alle Meßaufgaben genaue Angabe des "' Verhältnisses von Dicken- zu Breitenerstreckung läßt sich nur schwer angeben. d;i die Schwächung des Lichtstrahls von der zu messenden Partikelgrölienvertcilung bzw. deren spezifischer Oberfläche abhängt. Aus diesem Grunde sollte der Querschnitt des Stroms aus i> Feststoffpartikeln und Strömungsmittel im Bereich von t : 5 bis 1 : 100 wählbar sein können.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Lichtstrahl und der Gamma- oder Radionuklidstrahl den Aerosol- oder Suspensionsstrom in Transportrichtung angenähert an '· derselben Stelle durchdringen. Das Verfahren läßt sieh zwar auch ohne Einhaltung dieser Vorschrift durchführen, sofern sichergestellt ist. daß sich die Feststoffkonzentration zwischen der Extinktionsmeßstelle und der Konzentrationsmeßstelle nicht ändert. Dies ist jedoch r> für die meisten technischen Anwendungsfälle auszuschließen, da nicht verhindert werden kann, daß sich Schwankungen in der Feststoffkonzentration ausbilden, die so hoch sein können, daß nur eine fehlcrbehaftete Messung möglich ist. Daher ist die beste verfahrenstech- m nische Lösung diejenige, die die gleichzeitige Messung an demselben Ort oder an zwei Meßstellen, die sich nur wenig voneinander entfernt befinden, vorsieht.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der Erfindung, bei der die Messung in einem sogenannten r> Freistrahl durchgeführt wird, die Strömung aus Feststoff und Strömungsmittel also im Bereich der Meßstellen, an denen der Lichtstrahl und der Gamma- oder Radionuklid-Strahl die Strömung durchdringen, nicht durch (für die Strahlung durchlässige) Wände begrenzt oder ■»« geführt ist. Zwar ist die Durchführung des Verfahrens auch möglich, wenn der Strom an den Meßstellen in einem Kanal geführt wird. Die Sauberhaltung der für die jeweilige Strahlung durchlässigen Wände und deren Verschleiß sind oft ein nicht zu unterschätzendes -»5 Problem.
Aus diesem Grunde ist eine besonders lang andauernde störungsfreie Betriebsweise nur zu erwarten, wenn die Messungen im Freistrahl durchgeführt werden. Vi
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand einer Zeichnung näher erläutert, in der zeigt
F i g. 1 eine Prinzipskizze des Meßverfahrens und
F i g. 2 eine Prinzipskizze der Meßvorrichtung.
In Fig. 1 ist im mittleren Kreisabschnitt die « Strömungsstrecke angedeutet, in die der in einem Strömungsmittel suspendierte Feststoff von links her eintritt und rechts austritt. Diese Strömungsstrecke kann, muß aber nicht durch Wände begrenzt sein. Um sicherzustellen, daß die Feststoffkonzentration über den ti Strömungsquerschnitt konstant ist. ist im allgemeinen ein Dosier-Dispergier-System vorzuschalten. Um den Feststoff nach '\ustritt aus der Strömungsstrecke nicht ohne weiteres in die Atmosphäre austreten zu lassen, kann der Strömungsstrecke ein Abscheider in Form -^ eines Zyklons. Filters od. dgl. mit Absauggebiäse nachgeschaltet sein.
Die Lichtextinktionsmessung bzw. Lichtabsorptionsschwächungsmessung erfolgt parallel zur Dickenerstreckung bzw. schmalen Kantenseite der rechteckigen Strömungsstreckc. in der die Messung vorgenommen wird. d. h. im Bild von oben nach unten. Oberhalb tritt ein Lichtstrahl aus einer Lichtquelle eines Fotomclers mit der Intensität /n in die Strömungsstrecke aus und verläßt diese mit der Intensität /, die von einem Fotoempfänger bestimmt wird.
Die Konzentrationsbestimmung erfolgt aufgrund einer Intensitätsabnahme eines senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Breitenerstreckung durch die Slmmunc geleiteten Gamma- oder Radionuklid-Strahls, der vn einer Röntgenröhre oder Gammastrahler erzeugt wird, fir tritt mit der Intensität /V, in die Slrömungsstreckc ein und mit der geringeren Intensität /V aus ihr aus. Sie wird bestimmt durch einen Szintillationszähler.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Meßverfahrens, wie sie in F i g. 2 dargestellt ist. ist auf die Erzeugung und Messung eines in einem gaslormigen .Strömungsmittel suspendierten Feststoff, also in einem Aerosolstrom, abgestellt. Das Aufgabegut wird einem Dosier- und Dispergiersystem zugeführt. Dieses besteht aus einer Fließbetteinriehtting 1. die mit Druckluft betrieben wird und der das Aufgabcgut von oben oberhalb eines Siebs und die Druckluft von unten unterhalb eines Siebs zugegeben wird In einer anschließenden Dispergierzone 2 wird das trockene Aufgabegut in einem Hochgeschw indigkeits-Luftstrahl dispergiert und in einen nachgeschalteten Strömungskanal 3 rechteckigen Querschnitts auf die Geschwindigkeit beschleunigt, die in tiner Strömungsstrecke 4 herrschen soll, die sich an den Auslaßquerschnitt des Strömungskanals 3 anschließt. Der Strömungskanal 3 hat einen flachen Auslaßquerschnitt, der die Strömung in der Strömungsstrecke, in welcher die Messung durchgeführt wird, bestimmt. Der Querschnitt ist etwa rechteckig. Da hinter dem Auslaß des Strömungskanals 3 kein weiterer, durch Wände begrenzter Kanal vorgesehen ist. tritt der Strom aus Feststoffpartikel und Strömungsmittel als sogenannter Freistrahl aus.
Im Freistrahl findet an angenähert derselben Stelle und senkrecht zueinander die Messung der Lichtabsorptionsschwächiing und die Absorptionsschwächung der Gammastrahlung bzw. Radionuklidstrahlung statt. Mit einem Fotometer aus einer Lichtstrahlungsquelle 6 und einem Lichtintensitätsmeßgerät 7 kann eine Extinktionsmessung vorgenommen werden. Der von der Lichtstrahlungsquelle 6 ausgesandte Lichtstrahl verläuft senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Dickenerstreckung des flachen Freistrahls. Die 1 'chtstrahlungsquelle 6 sendet einen Lichtstrahl angenähert parallelen Lichtsaus.
Für die Konzentrationsmessung wird entweder eine Röntgenstrahlungsquelle oder ein geeignetes Radionuklid. z. B. PU-238. verwendet. Die Strahlungsquelle 8 sendet ihre Strahlen nach Kollimation senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Breitenerstreckung des Stroms aus Feststoff und Strömungsmittel aus. und zwar an der gleichen Stelle, an der der Lichtstrahl den Strom durchdringt. Die Strahlung wird nach Durchtritt durch den Strom von einem Strahlungsintensitäts-Meßgerät, z. B. einem Szintillationszähler, gemessen. Die beiden Strahlungsrichtungen bilden untereinander einen Winkel von etwa 90°. Der Aerosol- oder Suspensior.sstrom wird mittels einer Absauge- und Abscheideeinheit, bei kleineren Einheiten z. B. mittels eines Haushaltsstaubsaugers, aus der Meßstrecke 4 über
ein Rohr 5 mit einem fiinlaßtrichter abgesaugt.
Die Meßergebnisse werden von einer Auswertcinrichtung, z. B. einer Datenverarbeitungsanlage oder einem Rechner. /.. B. Mikroprozessor, ausgewertet.
Im Fall der Aerosolherstellung, ausgehend von einem trockenen Pulver, ist eine der Meßvorrichtung vorgeschaltete Dosier- und Dispergiereinrichtting erforderlich, die sicherstellt, daß der Meßvorrichtung ein gut dispergtcrtes Aerosol zugeführt wird.
Wird das Aerosol einem verfahrenstechnischen Prozeß entnommen, in dem der Feststoff bereits in einem Gas oder in einer Flüssigkeil ausreichend dispergiert vorliegt, so kann die Aiifgabegutvorbcrettung in der Dosier- und Dispergiereinrichuing entfallen. Fs ist jedoch sicherzustellen, daß dem Prozeß oder dem Prozeßstrom eine repräsentative Probe des zu analysierenden Feststoffs entnommen wird, /.. B. durch eine isokinetische Teilstromabsaugung (d.h. durch eine geschu üidigkeitsgleiche Absaugung eines Aerosolteilstromes aus dem Äerosoihauptstroni).
Der Aerosolstrom kann deshalb auch direkt einem Prozeß oder einem Prozeßstrom entnommen werden und nach der Messung in den Prozeß bzw. den Prozeßstrom wieder zugerückgeführt werden. Im Gegensatz zu der anhand von F i g. 2 beschriebenen Meßvorrichtung ist dann der Feststoff nicht abzuscheiden.
In der Auswerteinrichtung kann aus der Gamma- oder Radionuklidstrahlungsschwächungsmessung zunächst die Volumenkonzentration errechnet und mit deren Hilfe aus der Lichtextinktionsmessung die fotometrische spezifische Oberfläche errechnet werden. Fs kann natürlich bei entsprechender Ausbildung der Auswerfeinrichtung 10 auch aus den Meßwerten der Sirahlungsintensitätsmeßeinrichtung 9 und der l.iehtinlensitätsmcßeinrichtung 7 des Fotonieters unmittelbar die fotometrische spezifische Oberfläche errechnet. Auf die Finhaltung einer bestimmten Reihenfolge der Messungen und deren Auswertung kommt es nicht an. Die Errechnung der fotometrischen spezifischen Oberfläche erfolgt nach der gemäß Gleichung 2 abgewandelten Gleichung i aus der !.icniexuiikiiuii üi'iu der Strahlungsabsorption.
Iier7ii I Blatt Zeichnungen

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
    J. Verfahren zur kontinuierlichen, fotometrischen, unmittelbaren Messung der spezifischen Oberfläche eines dispersen Feststoffs, dadurch gekennzeichnet,
    daß der Feststoff gleichmäßig suspendiert in einem flüssigen oder gasförmigen Strömungsmittel durch eine im Querschnitt flache, kurze Strömungsstrecke geleitet wird,
    daß in der Strömungsstrecke senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Breitenerstreckung des Strömungsmittels die Absorptionsschwächung eines Gamma-Strahls oder eines Radionuklidstrahls bestimmt wird,
    daß in der Strömungsstrecke gleichzeitig senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Dickenerstreckung der Strömungsstrecke die Absorptionsschwächung eines Lichtstrahls bestimmt wird, und daß aus der Messung der Absorptionsschwächung des Gamma-Strahls oder des Radionuklidstrahls die Feststoffvolumenkonzentration sowie aus der Messung der Absorptionsschwächung des Lichtstrahls unter Verwendung der Feststoffvolumenkonzentration die volumeubezogene fotometrische Oberfläche ermittelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der suspendierte Feststoff durch eine Strömungsstrecke von etwa rechteckigem Querschnitt geleiiu wird, bei der das Verhältnis von Dickenerstreckung zu Breiter ,rstreckung 1 :5 bis 1 : 100, insbesondere 1 : ^O bis 1 :70, insbesondere etwa 1 :50, beträgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtstrahl und der Gamma- oder Radionuklidstrahl etwa an derselben Stelle die Strömungsstrecke senkrecht zueinander durchdringen.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom aus Feststoff und Strömungsmittel in der Strömungsstrecke an der oder den Stellen, an denen der Lichtstrahl und der Gamma- oder Radionuklidstrahl ihn durchdringt, als von keinen Wänden begrenzter Freistrahl strömt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom aus Feststoff und Strömungsmittel durch eine Strömungsstrecke geleitet wird, die in einem diese umhüllenden Kanal mit für die Licht- und Gamma- oder Nuklidstrahlung durchlässigen Wänden ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch
    einen Strömungskanal (3), dessen Auslaßquerschnitt flach ist und der in eine im Querschnitt flache Strömungsstrecke (4) mündet, durch eine Strahlungsabsorptionsschwächungsmeßeinrichtung aus einer Gamma- oder Radionuklid-Strahlungsquelle (8) und einem Strahlungsintensitätsmeßgerät (9), deren Gamma- oder Radionuklidstrahl senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Breitenerstreckung die Strömlingsstrecke durchdringt, durch eine Lichtabsorptionsschwächungsmeßeinrichtung aus einer Lichtstrahlungsquelle (6) und einem Uchtintensitätsmeßgerät (7), deren Meßlichtstrahl senkrecht zum Gamma- oder Radionuklidstrahl die Strömungsstrecke senkrecht zur Strömungsrichtung und parallel zur Dickenerstreckung der Strömungsstrecke durchdringt,
    und durch eine an das Strahlungsintensitätsmeßgerät (9) und das Lichtintensitätsmeßgerät (7) angeschlossene Auswerteinrichtung (10) zur Ermittlung der spezifischen Oberfläche des Feststoffs aus deren Ausgangssignalen.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßquerschnitt des Strömungskanals (3) rechteckig ist, ein Verhältnis von Dickenerstreckung zu Breitenerstreckung von 1 :5 bis 1 : 100, insbes. 1 :30 bis I : 70, insbes. etwa 1 :50, aufweist und in eine rechteckige Strömungsstrecke (4) mündet
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsstrecke (4) eine Abscheide- und Absaugeinrichtung nachgeordnet ist.
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