DE309403C - - Google Patents

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DE309403C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B23/00Uppers; Boot legs; Stiffeners; Other single parts of footwear
    • A43B23/08Heel stiffeners; Toe stiffeners
    • A43B23/081Toe stiffeners
    • A43B23/086Toe stiffeners made of impregnated fabrics, plastics or the like

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM'
PATENTSCHRIFT
- M 309403 -~ KLASSE 71 a. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. April 1917 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk mit Versteifungskappe.
Bei der Herstellung von Schuhwerk war es bisher üblich, entweder eine Versteifungsmasse (Gummi) in flüssigem oder weichem Zustande auf ein Kappenstück aufzubringen, nachdem der Schaft zusammengefügt ist, oder eine unter gewöhnlichen Umständen steife Kappe zu ver-
wenden, welche durch Wärme erweicht wird. Im ersten Fall wird das Oberleder unmittelbar iiber die Kappe geholt und aufgezwickt, während irri zweiten Fall die Steifkappe erst eingedampft oder erwärmt wird, ehe das Über- holen und Aufzwicken möglich ist. In beiden Fällen wird erst nach Verlauf einer gewissen Zeit die Kappe hart. Die Verwendung von Versteifungsgummi ist nachteilig, weil der flüssige oder weiche Gummi leicht die Schuhteile durchdringt und Flecke verursacht. Auch darf das Schuhwerk nicht längere Zeit stehen, ehe das Überholen und Aufzwicken vollendet ist.
Man ist daher in vielen Fällen zu gewöhnlich steifem Verstärkungsstoff übergegangen, welcher durch Hitze erweicht werden muß.
Aber auch dieses letztere Verfahren hat Nachteile, denn es ist erwünscht, die Versteifungskappe an dem Oberleder durch eine Naht zu befestigen; aber infolge der Steifigkeit des Werk-
stückes brechen häufig die Nadeln der hierzu benutzten Maschine. Ferner erfordert eine solche Kappe zweimaliges Eindampfen, einmal vor dem Überholen und einmal vor dem Aufzwicken, da sie nach der Abnahme von der Eindampfvorrichtung sehr schnell steif wird.
Außerdem nimmt eine Kappe dieser Art viel Raum ein und dies erschwert zusammen mit dem raschen Hartwerden das Aufzwicken, so daß eine glatte Spitze schwer herauskommt Daher pflegt man bei Anwendung dieses Verfahrens die etwa entstandenen Falten nachträglich wieder zu beseitigen, indem die Spitze mit hoch erhitztem Eisen ausgebügelt wird. Diese Nachteile will die vorliegende Erfindung beseitigen, gemäß der beider Herstellung von Schuhwerk in den noch nicht aufgezwickten Schaft: eine Kappe eingefügt wird, welche gewöhnlich biegsam, dabei aber frei von Flüssigkeit oder leimärtigem Stoff ist. Auf diese Kappe wird; das Oberleder aufgezwickt und schießlich versteift. Hierzu benutzt man einen Stoff, welcher mit gepulvertem oder gekörntem Schellack überzogen ist, der später nachdem Aufzwicken durch Hitze geschmolzen und durch Abkühlen versteift wird.
Derartige Kappen können auch für sich in den Handel gebracht werden.
Ih der Zeichnung erläutert Fig. 1 schaubildlich eine Kappe gemäß der vorliegenden Erfindung. Fig. 2 zeigt im. Schnitt einen mit dieser Kappe hergestellten Schuh.
Die Kappensteife f besteht aus zwei Stücken oder Lagen von Stoff 2, 3, zwischen denen eine Schicht oder Überzug 5 aus gepulverter oder gekörnter Masse beispielsweise Schellack untergebracht ist. Der Schmelzpunkt dieser Masse ist verhältnismäßig niedrig, so daß die Masse leicht geschmolzen werden kann, ohne daß das Leder beschädigt wird.
Damit der Schellack zwischen den beiden
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Stofflagen 2 und 3 sicher gehalten wird, kann ein Klebstoff angewandt werden. Bei der dargestellten Ausführungsform ist zur Herstellung, der Kappe der bekannte Verstärkungsstoff benutzt, welcher aus einem Stück Webstofif besteht, dessen eine Fläche mit einem Guttapercha enthaltenden Klebstoff bedeckt ist. Um die Kappe herzustellen, wird eine entsprechende Menge des gepulverten oder gekörnten Schellacks auf den Verstärkungsstoff aufgestäubt oder gestreut, auf welchen ein zweites Stück aufgelegt wird; dann wird die Kappe ausgestanzt.
Damit der Schellack nicht das Futter des Schuhes während der Erhitzung durchdringt, kann ein Stück Papier 12 oder eine andere nicht durchlässige Masse an einer oder beiden Seiten aufgebracht werden.
Bei der Herstellung eines Schuhes wird die Kappe in den Schaft zwischen das Futter 8 und die Lederkappe 10 eingebracht, beispielsweise durch eine Naht 7, die zugleich zum Befestigen der Kappe an dem Vorderblatt dient. Der Schaft wird dann auf dem Leisten mit der Sohle zusammengefügt und der Schuh in üblicher Weise übergeholt und aufgezwickt, während die Versteifungsmasse noch ihren pulverförmigen Zustand besitzt; die Kappe ist zu dieser Zeit noch immer biegsam. Um sie zu versteifen, wird nach dem Aufzwicken der vordere Teil des Schuhes in eine Erweichungsvorrichtung eingeführt, welche die Spitze des Schuhes, ,soweit die Kappe reicht, umschließt und einer durch Gas, Dampf oder Elektrizität erzeugten Wärme ausgesetzt, die den Schellack schmilzt, so daß die einzelnen Teilchen zusammenlaufen, den Stoff der Kappe durchdringen und diese beim Erhärten des Schellacks versteift.
Sobald der Schaft aufgezwickt ist, wird die Spitze des Schaftes zusammen mit der Versteifungskappe fest um die Leistenspitze herumgezogen, wobei das Leder eine beträchtliche Spannung erhält. Wenn sich infolge der Anwendung einer zu dicken Schicht von Schellack Falten an dieser Stelle gebildet haben, so glättet der Zug des Leders diese Falten aus, wenn der Schellack erweicht wird, so daß eine vollständig glatte nach der Leistenspitze geformte Kappe entsteht. Es hat sich gezeigt, daß -man für die beschriebene Versteifungskappe zweckmäßig eine Wärme von 180 bis 240° für eine Stunde einwirken läßt. Die Kappe ist sofort nach dem Herausnehmen aus der Erweichungsvorrichtung hart. Man kann schließlich auch den Schellack zunächst als Lösung aufbringen und ihn nach dem Trocknen durch eine Rolle laufen lassen, damit die Schellackschicht feinkörnig gebrochen und biegsam wird.
Die Art der Einfügung der Kappe in den Schaft ist unwesentlich; statt der Befestigungsnaht kann man auch eine Verbindung durch Kleben anwenden, auch kann die Verbindung gänzlich weggelassen werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: 6S
1. Verfahren zur Herstellung von Schuhwerk, in dessen Oberleder eine zum Versteifen dienende Kappe eingeführt wird, , dadurch gekennzeichnet, daß eine den schmelzbaren Versteifungsstoff (Schellack
o. dgl.) in losem, trockenem Zustande enthaltende Kappe in kaltem und biegsamem Zustande eingeführt und mit dem Oberleder an den Leisten angeschmiegt wird, worauf durch Anwendung von Hitze der Versteifungsstoff zum Schmelzen gebracht und durch darauffolgendes Erkalten zu einer harten steifen Schicht umgewandelt wird.
2. Eine Steifkappe für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus einer mit einer Schicht von Schellackpulver überzogenen Stoffschicht besteht, die in der Kälte biegsam ist und durch Hitze versteift wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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