DE309136C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R21/00—Variable-resistance transducers
- H04R21/02—Microphones
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Piezo-Electric Transducers For Audible Bands (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Mikrophon, das infolge seiner hohen Empfindlichkeit
hauptsächlich als Horch- oder Lauschrnikrophon dienen soll. Besonders eignet es sich dazu, Schallwellen, die aus großer Entfernung
kommen und nur sehr geringe Wirkung haben, aufzunehmen und auf ein Telephon
zu übertragen.. Ebenso vermögen geringe Erderschütterungen oder Geräusche,
ίο die mit dem menschlichen Ohr nicht mehr
wahrzunehmen sind, das neue Mikrophon noch derart zu erregen, daß vermittels eines
Telephons die Natur und Klangfarbe dieser
. Geräusche deutlich festgestellt werden kann.
Selbst bei einem kräftig gebauten Mikrophon schwingt beim Sprechen die ganze
Kapsel mit ihrem Boden und dem darauf angebrächten Kohlenklötzchen mehr oder \veniger
mit. Mögen diese Bewegungen auch noch
ao so gering sein, so können sie sowohl in gewissem Maße mit den Schwingungen der
Membran übereinstimmen, als auch in entgegengesetzter Weise wirken. In beiden
Fällen werden diese Schwingungen die genaue Übertragung der Schallwellen auf den
Widerstand des Mikrophonstromkreises beeinträchtigen.
Die Güte der telephonischen Verständigung ergibt, sich sowohl aus der Empfindlichkeit
bzw. der Lautstärke, als auch aus der Klarheit und Deutlichkeit. Ferner kommt es
darauf an, in welchem Maße alle die Sprechverständigung störenden Nebengeräusche beseitigt
werden. Bei den empfindlichsten bekannten Horchmikrophonen, wie sie z. B. für Schwerhörige gebaut werden, kann man
durchweg beim Einschalten ein dauerndes Rauschen bemerken, welches den Benutzer stark irritiert. Hiermit ist nicht etwa das
bei allen Mikrophonen mitunter auftretende Geräusch gemeint, welches durch unrichtige
Lage der Kohlenkörner oder durch abwechselnde Erhitzung und Abkühlung derselben
verursacht wird. Eingehende \~ersuche haben ergeben, daß das störende Geräusch vielmehr
auf folgende Ursache zurückzuführen ist.
Die Mikrophone befinden sich z. B. auf dem
Die Mikrophone befinden sich z. B. auf dem
Tisch oder
irgendeinem
Gegenstand, der
seinerseits mit der Erde mehr oder weniger fest in Verbindung steht. Nun befindet sich
aber die Erdmasse, namentlich an verkehrsreichen Orten, stets in Bewegung, und somit
nimmt das Mikrophon sowohl mit dem Kohlenklötzchen, d. h. der feststehenden Elektrode,
als auch mit der Membran, d. h. der beweglichen Elektrode', an diesen Schwingungen
teil. Der Mikrophonstrom unduliert hierdurch ständig, so daß diese Undulationen
neben denen des Sprechstromes herlaufen und letzteren zum Teil verwischen. .
Von dieser Störungsursache geht die Erfindung aus. Ihr Hauptkennzeichen besteht
darin, daß abweichend von allen bisher bekannten Mikrophonen eine der beiden Elektroden,
sei es ein Kohlenklötzchen oder eine Membran, mittel- oder unmittelbar mit einem
Körper von verhältnismäßig großem Gewicht und schwerer träger Masse verbunden ist,
der mit der betreffenden Elektrode derart im Räume angeordnet ist, daß er gegenüber der
anderen Elektrode als völlig träge Masse im Räume wirkt und keine störenden Schwin-
gungen aufnehmen kann. Zu diesem Zwecke erhält der schwere Körper mit der zugehörigen
Elektrode beispielsweise eine elastische und nachgiebige Unterstützung beliebiger
Art. Es genügt nicht, lediglich die feststehende Elektrode mit der Mikrophonkapsel
starr zu verbinden oder der Kapsel eine etwas kräftigere Ausführung zu geben, viel-■
mehr muß sie mit einem besonderen ■ Körper
ίο von verhältnismäßig großem Gewicht beschwert
sein oder selbst ein solches besitzen, um die erwähnte Wirkung zu erzielen. Dem
Erfindungsgedanken liegt das Prinzip des Seismographen zugrunde, eines Apparates,
dessen Wirkungsweise nebst den in Frage kommenden, physikalischen Gesetzen als bekannt
angenommen werden darf. Auch läßt sich ein Vergleich mit der Anatomie des
menschlichen Gehörorganes anstellen, bei dem besonders harte und schwere Knochen den
schallübertragenden Teilen des Mittelohres eine starken Widerstand bieten. Es muß also
. eine schwere, völlig ruhige Masse vorhanden sein. Diese ist unter allen Umständen so
schwer zu bemessen, daß sie durch diejenigen Schwingungen, welche die Sprechverständigung
noch hindern könnten, nicht ins Pendeln gerät, denn sonst würde eine charakteristische
Übertragung von vornherein aus-.30 geschlossen sein.
Ein so gebautes Mikrophon gewährt eine Verständigung, welche die geringsten Geräusche
auf weite Entfernungen hin deutlich erkennen läßt. Bei Apparaten, die in Schallfänger
zum Anzeigen von Geräuschen herannahender Flugzeuge eingebaut sind, läßt sich noch deutlich der Gang der Motoren erkennen.
Leise gesprochene Worte in einem Räume können mühelos verstanden und die
Gespräche belauscht werden. Dringt zu dem Mikrophon kein fremdes Geräusch, so kann
man selbst das menschliche Atmen, besonders dasjenige schlafender Menschen, hören und
überwachen. Legt man den Apparat mit der schweren Masse auf die Herzgegend, so ist
der Schlag des Herzens in seinen einzelnen Phasen gut ζΊΐ verfolgen. Wenn man dagegen
ein gewöhnliches Mikrophon ohne schwere Masse z. B. auf einem Resonanzboden anbringt,
so wird man finden, daß die vielfachen Geräusche im Mikrophon zwar sehr stark sind, daß aber die Verständigung durchaus
undeutlich wird. Der ganze Körper des Mikrophons gerät eben durch die Bewegung
des Resonanzbodens in-.Schwingungen.'
Man kann auch gegen die Membran eines beschwerten Horchmikrophons der vorerwähnten
Bauart einen Stift oder eine Nadel legen, die ihrerseits mit dem Erdboden in fester Verbindung steht. Es werden dann die
geringsten erdlichen Schwingungen Überträgen S und deutlich wiedergegeben. Dies erklärt sich
ι dadurch, daß sich die Schwingungen von dem Erdboden auf die Nadel und die Membran
j übertragen, während die mit der schweren Masse in Verbindung stehende feste Elektrode
ganz unbeeinflußt bleibt. Hierbei ist natürlich wieder vorausgesetzt, daß die Masse
nicht in pendelnde Schwingungen gerät, was durch eine, genügend große Abmessung des
Gewichtes und geeignete Unterstützung leicht vollständig" erreicht werden, kann.
Solche Horchmikrophone zum Anzeigen
ι von Schwingungen in festen Körpern können den 'verschiedensten- Zwecken dienen, z. B.
! für den Nachweis von unterirdischen Ge-] rauschen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im Querschnitt
dargestellt. .
In Fig. ι ist das Kohlenklötzchen a mit
dem Sockel b des schweren Mikrophonkörpers c starr verbunden. Letzterer besteht
j aus Eisen oder anderem schweren Material und besitzt ein Gewicht von etwa 500 g.
Mittels der winkelförmigen Ringe d und e, der
; Gummiplatte / und des Rahmens g ist der Mikrophonkörper c so befestigt, daß sich etwaige
Erschütterungen von außen auf ihn nicht übertragen können. Der Körper c wirkt
also zusammen mit dem Kohlenklötzchen α als völlig träge Masse im Räume gegenüber
der anderen Elektrode, nämlich der Membran k. Der Verschlußring h ist einerseits
mit dem Sprechtrichter i, anderseits durch den Metallring m mit der Membran k schalleitend
verbunden. Er ist dagegen* ebenso wie die Membran, am Mikrophonkörper c mittels
einer nachgiebigen Zwischenlage, Gummiring I, angelegt. Beim Auftreffen der Schallwellen
auf den Sprechtrichter i teilt sich die Resonanz desselben dem Verschlußstück h,
dem Ring in und der Membran k mit, während
der Körper c mit dem Kohlenklötzchen a völlig unbeeinflußt vom Schall bleibt.
Das Gewicht des Körpers c kann nötigenfalls
beliebig vergrößert und dadurch die Wirkung erhöht werden. Auch kann man zweckmäßig
bei großen Entfernungen der festzustellenden Geräusche u. dgl. die Sprechtrichter in bekannter
Weise zu großen Schallfängern ausbilden.
In Fig. 2 ist ein Teil des Schnittes nach Fig. ι in doppelter Größe dargestellt.
Ferner ist beispielsweise die Ausführungsform eines am Mikrophon befestigten Ausläufers
μ zum Einsetzen in das Erdreich angegeben, der in Frage kommt, wenn es sich
darum handelt, Erdgeräusche oder Erderschütterungen zu übertragen. An eine bestimmte
Größe oder Form ist die Ausführung dieses Ausläufers oder . Schallaufnehmers η
nicht gebunden, sie muß nur die Aufgabe er-
. füllen, die Geräusche auf die Membram gut zu übertragen, ohne daß das schwere Gewicht
des Mikrophons in Mitschwingungen gerät.
Die Erschütterungen übertragen sich von dem Ausläufer η auf das Verschlußstück Ji1 den
Ring in und die Membran k, während der Körper c mit dem Kohlenklötzchen α wieder
von den Erdgeräuschen völlig unbeeinflußt
ίο bleibt und als völlig träge Masse wirkt. Zur
wirksameren Übertragung der Geräusche auf die Membran dient gegebenenfalls noch ein
auf diese einwirkender Stift o, der mit dem Schallaufnehmer η starr verbunden ist.
Man kann den Aufnehmer in bekannter Weise als ein Rohr ausführen, das in das
Erdreich eingedreht wird. Man kann auch" den schweren Mikrophonkörper in einer
hohlen Kugel mit großer Oberfläche, wie für η gezeichnet, erschütterungsfrei befestigen und
die Membran mit der Außenseite der Hohlkugel in schalleitende Verbindung bringen.
Ein solches Beispiel ist in Fig. 3 dargestellt. Die Bezeichnungen entsprechen denen in Fig. 1
und 2. Die Gummiplatte/ ist hier durch Fedem/1
ersetzt worden.
Es ist nun nicht immer unbedingt erforderlich, gerade die für gewöhnlich feststehende
Elektrode, wie das Kohlenklötzchen,-mit dem schweren Körper zu verbinden. Wenn z. B.
die Einwirkung auf die Membran durch einen Stift erfolgt, so kann dieser mit der ruhigen
Masse in Verbindung stehen und die Mikrophonkapsel mit dem Kohlenklötzchen an dem
schwingenden Körper (etwa an der im Erdreich eingelassenen Hohlkugel) befestigt sein.
Ferner kann man sich die Erfindung auf Kontaktmikrophone angewendet denken, bei
welchen keine der beiden Elektroden eine Membran darstellt.
Der Apparat eignet sich auch zur Aufnahme von Geräuschen und Signalen unter
Wasser. Der in das Wasser einzulassende Schallaufnehmer entspricht der Ausführung
nach Fig. 2 und 3 mittels des Teiles η oder einer anderen Ausführung auf Grund des vorerwähnten
Prinzips. Z. B, kann die Membran des schweren Mikrophons mit den zur Übertragung
von Unterwassersignalen gebräuchlichen Glocken oder Schalltrichtern in Verbindung
gebracht werden.
Claims (2)
1. Horchmikrophon, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Elektroden
(Kohlenklötzchen α oder Membran k) mittel- oder unmittelbar mit einem
schweren . Körper (c) verbunden ist, der mit der betreffenden Elektrode (z. B. a)
derart, z. B. durch elastische Unter-Stützung, im Räume angeordnet ist, daß
er gegenüber der anderen Elektrode (k) als völlig träge Masse in ihm wirkt und
keine störenden Schwingungen aufnehmen kann. 65,
2. Horchmikrophon nach. Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Membranabschlußring (A) mit dem schallauf-•nehmenden
Organ (Trichter i, Schallaufnehmer η ο. dgl.) und der Membran (k)
untereinander starr, mit dem schweren Mikrophonkörper (c) dagegen durch eine
elastische Zwischenlage (Z) verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE309136C true DE309136C (de) |
Family
ID=562328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT309136D Active DE309136C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE309136C (de) |
-
0
- DE DENDAT309136D patent/DE309136C/de active Active
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