DE307446C - - Google Patents

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DE307446C
DE307446C DENDAT307446D DE307446DA DE307446C DE 307446 C DE307446 C DE 307446C DE NDAT307446 D DENDAT307446 D DE NDAT307446D DE 307446D A DE307446D A DE 307446DA DE 307446 C DE307446 C DE 307446C
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wheel
lever
sheets
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H9/00Registering, e.g. orientating, articles; Devices therefor
    • B65H9/14Retarding or controlling the forward movement of articles as they approach stops

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATE N TAMIL
Die bisher bekanntgewordenen selbsttätigen Bogenzuführvorrichtungen für Falzmaschinen, Schnellpressen und ähnliche Einrichtungen besitzen fortwährend sich drehende Streichräder, welche von einem Papierstapel die Bogen nacheinander entnehmen und sie zur Weiterbeförderung einer Transportwalze oder Greifervorrichtung zuführen. Die Transportvorrichtung" der Falzmaschine oder
ίο Schnellpresse muß eine erheblich größere Bogengeschwindigkeit besitzen, als sie die Bogen durch die an der Bogenzuführvorrichtung angebrachten Streichräder besitzen. Diese Geschwindigkeitsdifferenzen erfordern, daß die Streichräder in dem Augenblicke,"wo die Transportwalzen oder die Greifervorrichtung den Bogen erfassen, ausgeschaltet werden, damit ein Zerreißen der zu transportierenden Bogen vermieden wird. Bei den bekannten Einrichtungen wird dieses Ausschalten der Streichräder dadurch erzielt, daß diese Räder 1 vom Bogenstapel abgehoben werden und so die von der Transportvorrichtung erfaßten Bogen vollkommen ungehindert durchlaufen können. Zwischen dem Abheben der Streichräder und dem Inwirkungtreten der Transportvorrichtung liegt aber ein mehr oder weniger langer Zeitraum, während dessen A^erlauf der Bogen vollständig fühfungslos auf
■30 der Bogenzuführvorrichtung liegt. Eine zweite Eigentümlichkeit dieser Einrichtungen beruht noch darin, daß die einzelnen Streichräder 'erst dann abgehoben werden, wenn der Bogen jeweils an eine der beiden vor den Transportwalzen angeordneten Anlegemarken antrifft. Es wird also in den !meisten Fällen das. eine oder das andere Streichrad später angehoben, und das noch auf dem Bogen liegende transportiert dann den s Bogen einseitig weiter, bis auch die ihm zunächst liegende Kante die Anlegemarken berührt und die Ausschaltung des Streichrades he-rbeiführt. Dieses Geradeschieben der anzulegenden Bogen wird aber durch diese Einrichtungen ebenfalls nur teilweise erreicht, weil, wie schon vorstehend angedeutet, der anzulegende Bogen auf der anderen Seite vollkommen frei und führerlos auf der Unterlage aufliegt und somit beim einseitigen Streichen nicht nur auf der Streichseite,weitergeschoben wird, sondern auch auf der freigegebenen ; Seite etwas fbrtwandert. Er-schiebt sich also über die gleichzeitig mit dem Streichrad hochgehobene Anlegenmarke hinaus, und es wird somit ein·. Geradeschieben -nur teilweise erreicht. Bei besonders schnellem Gang der Maschine und beiderseitig angehobenen Streichrädern wird der führerlose Bogen durch die Erschütterung in seiner Lage fortwährend verändert. Durch die neue Vorrichtung sollen die eben. ■ ■ ■ beschriebenen Nachteile der Bogenzuführvorrichtungen mit Streichrädern vermieden wer-, den, und zwar wird der technische Fortschritt dadurch erreicht, daß die in der Vorrichtung befindlichen Streichräder, von denen je nach Breite der Vorrichtung zwei oder noch mehr angeordnet sein können, nicht mehr vom • Stapel λ oder von dem zu transportierenden - Bogen abgehoben werden, sondern, wie zwar schon bekannt, auf diesem liegen bleiben, jedoch von ihren Antriebselementen ent-
kuppelt werden. Die Streichräder werden somit in dem Moment des Auftreffens der Bogenkante auf ihre zugehörigen Vordermarken von ihrer Welle gelöst und können sich somit auf ihrem Lagerzapfen frei und ungehindert bewegen. Der Bogen wird dann von diesen lose laufenden Streichrädern so lange beeinflußt und geführt, bis die. hintere Bogenkante dieselben verlassen hat, wobei sich
ίο die Streichräder wiederum der neuen- Geschwindigkeit des Bogens-, wie sie durch die Bogenzuführvorrichtüngen der Falzmaschinen und Schnellpressen gegeben, ist, anpassen können.
Durch diese neue Anordnung wird, der technische Fortschritt erreicht, daß die der verarbeitenden Maschine zugeführten, fort-
f während in zwangläufiger Führung stehenden Bogen gerade gerichtet sind und daß' beim Fortführen der Bogen durch die Transport-; vorrichtung der Falz- Oder Druckmaschine unter Vermittlung der unabhängig voneirian-. der frei drehbaren, durch den jeweiligen Bogen jn Drehung versetzten 'Streichräder ein Ausstreichen der Bogen stattfindet. Es wird durch den erreichten technischen'Fortschritt nicht nur ein exakteres Arbeiten des Anlegers erzielt,. sondern auch ein Materialausschuß nach Möglichkeit vermieden.. -
30. Auf den Zeichnungen ist-die neue Bogenzuführvorrichtung dargestellt, und zwar zeigt die Fig. ι die Vorrichtung in Vorderansicht,-während die Fig. 2 einen Aufriß auf dieselbe unter Förtlassüng aller für die Erfindung nicht in Betracht kommenden Teile darstellt.
Wie die Figuren erkennen lassen, sind die Streichräder ι (in Fig. 2 ist nur ein Streichrad dargestellt) auf einem Zapfen 2 lose gelagert, welcher, wiederum vermittels des Kapselgehäuses 3 um die Achse 4 beliebig schwenken und sich in seiner Höhenlage zum Zuführuiigstisch 5 anordnen kann. In dem Kapselgehäuse 3 sind die Antriebsräder 6, 7. und 8 drehbar gelagert, welche die umlaufende Bewegung der Welle 4 auf den Zapfen 2 übertragen und diesen in dauerndem Umlauf erhalten. Auf dem Zapfen 2 ist ferner^ eine aus zwei Gegenkonen bestehende - Friktiöns-' kupplung 10· und 11 achsiäl verschiebbar angeordnet, die im . angestellten Zustande das Streichradi fest mit dem Zapf en 2 kuppelt, so daß das Streichrad 1 in 'diesem Zustande die Umlaufsbewegurig des Zapfens 2 mit ausführen muß. Die Friktionskupplung 1.0, 11 kann durch einen Gabelhebel 12 im geeigneten Moment gelöst werden. Das , Lösen : dieser Friktionskupplung wird wiederum bewirkt: durch einen Winkelhebel 13, der bei ,14 am Gestell der Bogenzuführvorrichtung drehbar gelagert ist und an dem wagerechten Armende 15 eine Keilfläche 15° besitzt, die wiederum mit einer dieser entsprechenden, im Gabelhebel 12 sitzenden . Gegenkeilfläche 16 zusam-' men arbeitet und durch ihre Verschiebung eine Lösung bzw. Einrückung der Kegelkupplung i 0, 1,1 herbeiführt. Der durch das Streichrad ι den .Transportwalzen 1.7 und 18 der Falzmaschine, zugeführte Bogen stößt bei seinem Vorwärtsgange an die in seine Bewegungsbahn hineinragende Anlegemarke19 an und bringt dadurch, die Schaltklinke 20 mit dem ,dauernd, umlaufenden Schaltrad 21 in Eingriff. Die Schaltklinke.20 ist wiederum an einem verschiebbar gelagerten Keilschieber 22 gelenkig angeordnet und bringt diesen beim Eingriff. in das Schaltrad 21 in eine aufsteigende Bewegung, wobei durch die schräge Anlauf fläche 23 der einarmige Knaggenhebel 24 zum Ausschlag gebracht wird.. Am un- ; , teren Ende des einarmigen Knaggenhebels 24 * ist die Knagge 25 angeordnet, welche mit der ' Knagge 26 des Winkelhebels 13 zusammen arbeitet. Beim Ausschlagen des Hebels 24 wird, die Knagge.26 des Winkelhebels 13 frei, und das auf diesem Winkelhebel ruhende ,Gewicht 27 gelangt zur Wirkung und bringt den Hebel 13 zum Ausschlag, ·: wobei dieser αμ^άι die beiden Keilflächen 15" und 16 die 'Entkupplung der Streichräder herbeiführt. Um nun zu verhüten, daß bei einer Höhenveränderung des Streichrades 1 ein unsicheres Lösen der Kupplung Ip und Ii bewirkt- wird, ist der Hebel 28 angeordnet (Fig. 2), welcher durch sepe· 'geradlinige Bewegungsfläche 29 einen Ausgleich der Höhenlage · der Äktioriskeile ι Sa und 16 herbeiführt! Die Daumenscheibe 30^ die die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit wie. das Schaltrad. 2i: besitzt und gleichfalls auf der Welle 31 gelagert und mit ihr fest verbunden ist, bringt bei ihrem ■ Umlaufe den entsprechenden Arm ;des^ Winkelhebels 13 in seine Arbeitsstellung bzw. Höchstlage zurück, und das selbsttätige Einfallen des Knaggenhebels '24 stellt die gesicherte Arbeitstage der Einrichtung' wieder her. Eine dar-. gestellte, aber für die Erfindung vollkommen t belanglose , Sperrvorrichtung verhindert ein vorzeitiges Niedergehen des Schiebers 22 mit der Anlegemarke 19. Diese beiden Elemente , werden; in'dem Zeitpunkt freigegeben, wo die 1x0 Daumenscheibe 30 den Winkelhebel, 13 in seine HÖchstlage. zurückgeführt hat.
Beim Erfassen des vorgeschobenen Bogens durch die Zuführwalzen 17 und 18 der Falzmaschine oder Schnellpresse wird der Bogen unter den Streichrädern ι hindurchgezogen ;und diese werden dadurch in Umlauf versetzt, deren .Umfangsgeschwindigkeit sich der Bogengeschwindigkeit ohne; weiteres anpaßt. Die Streichräder werden hierbei den 'Bogen iao gleichzeitig ausstreichen und-ihm eine sichere Führung so lange geben, bis die hinterste
Bögenkante die Streichräder verlassen hat. In diesem Falle wird der ,Bogen sich zum größten Teile schon in den Führungsorganen der Falzmaschine oder Schnellpresse befinden, und . es ' wird . somit nicht nur eine absolut sichere Führung der einzelnen Bogen stattfinden, sondern es wird auch gleichzeitig vermieden werden, daß die anzulegenden Bogen, sofern sie gerade gerichtet sind, sich irgendwie
ίο während ihres Weges, vom Bogenstapel zur Verarbeitungsmaschine selbsttätig verändern, jedoch bei schiefer Lage der vorderen Bögenkante auf dem Zuführtische durch die Streichräder ausgerichtet werden. Die neue Einrjchtung erzielt daher den technischen Fortschritt, daß die eingeführten Bogen auf ihrem ganzen . Wege fortwährend unter dem Em=- flusse von das Geraderichten der Bogen bewirkenden Führungselementen, stehen und sich auch nicht im geringsten Zeitraum selbst überlassen bleiben. ·

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:'
    Bögenzuf ührvorrichtung für Falzmaschinen, Schnellpressen oder ähnliche Ein- richtungen, bei welchen die Bogen durch Streichräder den Zuführorganeh der die Bogen verarbeitenden Maschine zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß durch die in die Bahn der Bogen ragenden Anlegemarken (19) in Verbindung mit je einem durch. Schaltrad (21) und Schaltklinke (20) angetriebenen, geradlinig" geführten Schieber (22) und je einem doppelarmigen Gabelhebel (12): eine Entkupplung des entsprechenden, iii seiner Höhen-" lage nicht veränderbaren Streichrades bewirkt wird. ', . . ■ ' 1 '■"■.;
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin . gedruckt in ügr reichsdruckerei.
DENDAT307446D Active DE307446C (de)

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