DE306449C - - Google Patents
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64F—GROUND OR AIRCRAFT-CARRIER-DECK INSTALLATIONS SPECIALLY ADAPTED FOR USE IN CONNECTION WITH AIRCRAFT; DESIGNING, MANUFACTURING, ASSEMBLING, CLEANING, MAINTAINING OR REPAIRING AIRCRAFT, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; HANDLING, TRANSPORTING, TESTING OR INSPECTING AIRCRAFT COMPONENTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B64F1/00—Ground or aircraft-carrier-deck installations
- B64F1/22—Ground or aircraft-carrier-deck installations for handling aircraft
- B64F1/221—Ground or aircraft-carrier-deck installations for handling aircraft for handling seaplanes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
J </
KLASSE
Sowohl beim Zuwasserbringen wie beim Bergen eines Wasserflugzeuges treten als
Fplge der notwendigen Überführung des Flugzeuges vom Land aufs Wässer bzw. vom
Wasser aufs Land besondere Schwierigkeiten auf, denen man durch Anwendung eines Plattformwagens,
auf welchem das Flugzeug vom Land aufs Wasser bzw. vom Wasser aufs
Land bislang überführt wurde, nicht Herr zu
ίο werden vermochte.
Schon das Aufsetzen eines Wasserflugzeuges mittels seiner Schwimmer auf einen Plattformwagen
ist auch bei sonst günstigsten Verhältnissen technisch bedenklich, weil die leichten
Schwimmerhäute unter dem bedeutenden Gewicht des Großflugzeuges in der Regel beschädigt
werden.
Ganz unzulänglich erscheint die Verwendung eines Plattformwagens bei der Bergung eines
Großflugzeuges, wenn die See auch nur mäßig bewegt ist. Dann ist nämlich infolge der
relativen Schwankungen der Schwimmer zum Plattformwagen ein glattes Aufsetzen derselben
auf die Plattform, ohne daß sie erheblich beschädigt werden, nahezu ausgeschlossen.
Alle diese Schwierigkeiten werden durch das neue Verfahren des Startens und Bergens
eines Wasserflugzeuges beseitigt. Das Verfahren besteht darin, daß besondere getrennte
Radsätze vor der Überführung des Flugzeuges vom Land aufs Wasser bzw, umgekehrt über
die Schwimmer geschoben und mit diesen bzw. den Schwimmergestellen gekuppelt werden
und nach der Bergung bzw. nach erfolgter Überführung aufs Wasser von den Schwimmern
entkuppelt und eingeholt werden. Hierdurch wird die Verwendung besonderer Plattform,
wagen überflüssig gemacht, zudem ermöglicht daß das Flugzeuggewicht nicht mehr durch
die Schwimmerwände aufzunehmen ist, sondern lediglich vom Schwimmergestell unmittelbar
auf die Radsätze übertragen wird.
Bei der Einholung des Flugzeuges vom Wasser aufs Land wird dabei insbesondere so
vorgegangen, daß die Radsätze, die zu diesem Zwecke als aufrecht schwimmfähige Körper
ausgebildet sind, mit Wurfleinen an die Schwimmer herangeholt, über diese geschoben
und mit ihnen etwa durch Bolzen befestigt werden. Um auch bei schwerstem Seegang
ein Anstoßen der Radsätze an die Schwimmer und dabei Beschädigung der Schwimmer zu
vermeiden, ist am Flugzeug zweckmäßig eine Wippe vorgesehen (ein schwenkbarer Ausleger)
mit Seilrollen an den Enden, über welche die Wurfleinen zur Heranholung der Radsätze geführt
werden, dermaßen, daß die etwa mittels eines Bootes in die Nähe des Flugzeuges gebrachten
Radsätze an den Wurfleinen festgemacht und nun durch Anziehen derselben
herangeholt werden, wobei ein Anstoßen an die Schwimmer ausgeschlossen ist.
In der Zeichnung sind Einrichtungen zur Ausübung
des Verfahrens in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen erläutert. Es zeigt:
Fig. ι zwei Radsätze J1 und P, die mit
dem Schwimmer s schon gekuppelt sind, wie dies bei Überführung des Flugzeuges vom
Wasser aufs Land notwendig ist. Die Radsätze bestehen dabei zweckmäßig aus jochartigen
Traversen, deren lichte' Weite der Schwimmerbreite entspricht, mit je einem Rad-
paar. Diese Radjoche sind selbst schwimmfähig gemacht, so daß sie aufrecht schwimmen
und, wie in Fig. 2 erläutert, durch Wurfleinen an den Schwimmer herangeholt und über
seinen Enden hinweggezogen werden können Damit nun die Schwimmer selbst vom Flugzeuggewicht
entlastet sind, ist die Einrichtungso getroffen, daß die vertikalen Raddrücke
direkt von den Schwimmergestellen auf die Joche übertragen werden, etwa indem an den
Schwimmerstreben und an den Radjochen
. Blechlappen angebracht sind, welche durca einen konischen Bolzen miteinander verbunden
werden. Um auch die Schwimmer von dem Horizontalschub der Räder zu entlasten, sind
besondere Konsole am Schwimmerkörper vorgesehen, durch welche diese Kräfte auf den
Längsspant des Schwimmers unmittelbar übertragen werden, so daß die Schwimmer wände
keinen sie irgendwie beschädigenden Kräften ausgesetzt sind. Aus Fig. 4 ist diese Abstützung
des Radjoches gegen den Schwimmer ersichtlich. Bei schwerem Seegang würde das Heranholen der schwimmfähigen Radjoche, wie
in Fig. 2 erläutert, immerhin noch ein Anstoßen der Radsätze an die Schwimmer selbst
möglich erscheinen lassen. Um auch diese Beschädigungsmöglichkeit der Schwimmer auszuschließen,
kann, wie in Fig. 3 der Zeichnung erläutert, eine Wippe W (ein schwenkbarer
Ausleger) vorgesehen sein, über deren Endrollen die Wurfleine zur Heranholung z. B.
des Radjoches J2 geführt ist. Es wird dann in unmittelbarer Nähe des Schwimmers das
Radjoch aus dem Wasser gehoben, so daß es keinesfalls mehr gegen den Schwimmerkörper
stoßen und diesen beschädigen kann.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zum Bergen und Zuwasserbringen von Wasserflugzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überführung des Flugzeuges vom Land auf das Wasser bzw. umgekehrt besondere getrennte schwimmfähige Radsätze an die Schwimmer herangebracht, über diese gezogen und mit ihnen gekuppelt werden, worauf diese Radsätze nach erfolgter Bergung bzw. nach erfolgtem Zuwasserbringen von dem Schwimmer wie-,der entkuppelt und eingeholt werden.
- 2. Verfahren zum Bergen und Zuwasserbringen von Wasserflugzeugen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Radsätze zwecks Überführung des Flugzeuges vom Wasser auf das Land und umgekehrt als aufrechte schwimmfähige Joche ausgebildet sind, an die Schwimmer herangeholt und über diese gezogen werden.
- 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Radjoche zur Entlastung der Schwimmer vom Flugzeuggewicht und zur unmittelbaren Aufnahme des Flugzeugewichtes mit den Schwimmerstreben etwa durch an diesen vorgesehene, sich auf die Joche aufsetzende Nocken unmittelbar verbunden sind.
- 4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Radjoche zwecks Übertragung der horizontalen Radschübe sich gegen am Längsverband des Schwimmers angreifende Konsole stützen, so daß die Schwimmerhäute auch in bezug auf die Horizontalschübe entlastet sind.
- 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung eines verschwenkbaren Auslegers am Flugzeug, über dessen Ende die Wurfleine zur Heranholung der Radjoche so geführt ist, daß beim Heranholen in der Nähe des Schwimmers das Radjoch aus dem Wasser gehoben und aus dem Bereich des Schwimmers gebracht wird, um auch bei schwerer See ein Anstoßen der Radjoche an die Schwimmer und eine Beschädigung derselben zu verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen:.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE306449C true DE306449C (de) |
Family
ID=559870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT306449D Active DE306449C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE306449C (de) |
-
0
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