DE30575C - Neuerung an Gasmotoren - Google Patents

Neuerung an Gasmotoren

Info

Publication number
DE30575C
DE30575C DENDAT30575D DE30575DA DE30575C DE 30575 C DE30575 C DE 30575C DE NDAT30575 D DENDAT30575 D DE NDAT30575D DE 30575D A DE30575D A DE 30575DA DE 30575 C DE30575 C DE 30575C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
valve
gas engines
cylinder
innovation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30575D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication of DE30575C publication Critical patent/DE30575C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
EDWARD COBHAM in STEVENAGE (England). Neuerung an Gasmotoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1884 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Gasmotoren, welche ohne Zusammendrückung des explodirenden Gemisches arbeiten.
Die beiliegende Zeichnung zeigt den Verticalschnitt eines Gasmotors.
Der Motor besteht aus einem Cylinder A mit Kolben B, dieser ist durch eine Stange C mit der Kurbelscheibe D verbunden, welche auf die Welle des Schwungrades F aufgesetzt ist. Der Cylinder ist von einem Mantel oder einer Jacke G umgeben, wie bei anderen Gasmotoren, und ruht auf einer hohlen Grundplatte E, welche als Dämpfungskammer dient.
An dem äufseren Ende des Cylinders ist ein Deckel H angeschraubt, welcher als Lufteinlafs O, Gaseinlafs N, Ventilsitz und Führung für die Ventilspindel / dient. Der Deckel H ist in einem Stücke mit einer achsialen Röhre gegossen, deren inneres Ende eine durchbrochene Scheibe bildet, welche in die Bohrung des Cylinders pafst und als Ventilsitz dient, während das äufsere Ende eine seitliche Oeffnung N' für Einlafs des brennbaren Gases besitzt. Die Ventilspindel / ist in* der Achse des Cylinders angeordnet und trägt am inneren Ende ein leichtes Scheibenventil K. Dieses kann am Ventilsitze aufruhen und an der Spindel zwischen dem erweiterten Kopfe der letzteren und dem Ventilsitze gleiten. Dieses Ventil ist aus dünnem Eisenblech oder Stahl gemacht und von etwas geringerem Durchmesser als die Bohrung des Cylinders, um der Gas- und Luftmischung einen hinreichenden Durchlafs zu bieten.
Das innere Ende der Spindel wird in achsialer Richtung von einer Hülse geführt, welche in den Ventilsitz eingesenkt ist, während das äufsere Ende durch eine Stopfbüchse hindurchgeht und mit einem Schraubengewinde versehen ist, welches eine Mutter M trägt; diese soll die Spannung der Feder L adjustiren, die zwischen der Stopfbüchse und der Mutter angeordnet ist. Der Zweck dieser Feder ist der, das Ventil K mit veränderlichem Drucke gegen seinen Sitz zu halten. Der ringförmige Raum O um die achsiale Röhre des Cylinderdeckels H dient als Lufteinlafs und communicirt durch einen verticalen Kanal des Cylinders mit der Dämpfungskammer E. Diese Kammer hat eine Anzahl abwechselnd angeordneter Platten P P' und wird durch den Flantsch Q. der Grundplatte abgeschlossen. Die Dämpfungskammer hat den Zweck, die freie Fortpflanzung des durch den Betrieb der Ventile oder die Explosion der Gas - und Luftmischungen hervorgebrachten Schalles durch die Saugröhre des Motors dadurch zu verhindern, dafs in der Luftleitung Hindernisse angeordnet sind, welche geeignet sind, irgend welche Schallwellen, welche vom Innern des Cylinders in die Saugröhre gelangen, zu brechen, zu zerstreuen oder gänzlich zu zerstören.
Statt der abwechselnd angeordneten Platten PP', welche die Schallwellen zwingen, einen Zickzacklauf zu nehmen, können corrugirte Platten, durchbrochene Scheidewände, Kieselsteine oder andere ähnliche Hindernisse verwendet werden. Die Luftzuführung für den Entzündungsapparat RST ist ebenfalls von der Dämpfungskammer E abgeleitet, um jeden Schall zu brechen, welcher vom Zündschieber kommen könnte. In sonstiger Beziehung kann
der Entzündungsapparat sowohl als der Auslafs für die Verbrennungspro ducte wie bei anderen Gasmotoren angeordnet sein.
Der Motor wirkt folgendermafsen:
Wenn der Kolben B sich in seiner innersten Stellung befindet und den Hub nach aufsen beginnt, wird das leichte Ventil K durch Saugung von seinem Sitze abgehoben, so dafs Luft durch den Kanal O und Gas durch den Kanal JV in den Cylinder eindringen' kann; sobald sich der Kolben um die Distanz weiter bewegt hat, welche nöthig ist, die Entzündung der in den Cylinder gesaugten Mischung zu verursachen, schliefst die Druckerhöhung, welche der Explosion folgt, das Ventil K plötzlich und treibt den Kolben B an das Ende seines Hubes. Beim Beginne des Rückganges wird der Auslafs, welcher vorher geschlossen wurde, auf die gewöhnliche Weise geöffnet und das Ventil K bleibt geschlossen, so dafs während des Rückganges des Kolbens, welcher durch die im Schwungrade angesammelte Kraft bewerkstelligt wird, die Verbrennungspro ducte ausgetrieben werden.
In Gasmotoren, in welchen der Einlafs der explodirenden Mischung durch Ventile controlirt wird, welche von der Kurbelwelle aus in Bewegung gesetzt werden, wird der Einlafs allmälig verringert oder gar gänzlich abgeschnitten, bevor die Explosion stattfindet, während die Geschwindigkeit des Kolbens zunimmt. Infolge dessen wird die Gasmischung hinter dem Kolben ausgedehnt und der Widerstand gegen die Bewegung des Kolbens unmittelbar vor der Explosion erhöht. Indem ich den Gas- und Lufteinlafs durch ein Ventil controlire, welches durch die Differenz des Druckes an der Front- und Rückseite des Ventiles gesteuert wird, erziele ich ein rasches Oeffnen und Schliefsen des Luft- und Gaseinlasses zur gehörigen Zeit, eine gleichförmige Mischung des explodirenden Gemenges und eine vereinfachte Construction.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    In Gasmotoren, welche ohne Zusammenpressung des explodirenden Gemenges arbeiten: ι. Die Combination des Ventilsitzes JV O, welcher als Gas- und Lufteinlafs dient, mit Saugventil K, Spindel /, Feder L und Mutter M.
  2. 2. Die Dämpfungskammer E, welche unter dem Maschinencylinder angeordnet und mit den abwechselnd angeordneten Platten P P' versehen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT30575D Neuerung an Gasmotoren Expired - Lifetime DE30575C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE30575C true DE30575C (de)

Family

ID=306688

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT30575D Expired - Lifetime DE30575C (de) Neuerung an Gasmotoren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE30575C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE30575C (de) Neuerung an Gasmotoren
EP3452704B1 (de) Zweitakt-brennkraftmaschine
EP3660285B1 (de) Gemischgeschmierter viertaktmotor, handgeführtes arbeitsgerät mit einem viertaktmotor und verfahren zum betrieb eines gemischgeschmierten viertaktmotors
DE125837C (de)
DE692863C (de) Freiflugkolben-Brennkraftmaschine mit durch den Kompressionsdruck bzw. Zuenddruck im Brennkraftzylinder betriebenem Steuerorgan
DE482152C (de) Steuerung fuer das Ein- und Auslassventil von Zweitaktbrennkraftmaschinen
DE181419C (de)
AT16891B (de) Arbeitsverfahren für Explosionskraftmaschinen.
AT154849B (de) Verfahren und Einrichtung zur Vermischung des Brennstoffes und der Verbrennungsluft bei Brennkraftmaschinen.
DE708392C (de) Kohlenstaubmotor
DE274799C (de)
AT39716B (de) Zweitakt-Verbrennungskraftmaschine mit getrennter Verdichtungspumpe.
AT40017B (de) Verbundmaschine mit mehreren konzentrisch angeordneten Zylindern.
DE451694C (de) Zweitaktvergasermaschine
DE525025C (de) Im Zweitakt nach dem Dieselprinzip arbeitender Kraftgaserzeuger mit Verdichter
DE470605C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Gemischtemperatur, des Mischungsverhaeltnisses und der Kuehlung bei Hoehenmotoren
DE132380C (de)
DE209203C (de)
DE77060C (de) Spielzeug-Gasmotor
DE158316C (de)
DE185187C (de)
DE626559C (de) Regelungsvorrichtung fuer Aus- und Einlassorgane von Verbrennungsmotoren
DE19942904B4 (de) Brennkraftmaschine
DE274801C (de)
DE433220C (de) Verbrennungsmotor mit von den Auspuffgasen gesteuertem Hilfsauslassventil