DE3047693C2 - Vorrichtung zum Bearbeiten der zwei parallelen Ränder einer Materialbahn - Google Patents
Vorrichtung zum Bearbeiten der zwei parallelen Ränder einer MaterialbahnInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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- D05B25/00—Sewing units consisting of combinations of several sewing machines
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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Description
JO
Die Erfindung betrifft eine Vor· fchtung gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art ist der Elektromotor
des Trägerantriebs am seitlichen Ende des Verschiebebereiches der Arbeitseinrichtung gestellfest
angeordnet, wie z. B. aus der DE-OS 25 09 506 an sich bekannt ist. Die Motorwelle setzt eine Gewindespindel
in Drehung, deren motorfernes Ende in der Mitte der Vorrichtung ortsfest gelagert ist. Auf der Spindel sitzt
eine fest mit dem Träger verbundene Mutter, welche die
Spindelrotation in eine Translation des Trägers und damit der Arbeitseinrichtung umwandelt.
An diesen bekannten Vorrichtungen ist nachteilig, daß jede Arbeitsvorrichtung von einer Vorrichtungsseite
her nicht über die Vorrichtungsmitte hinaus auf die andere Vorrichtungsseite hinüber verschiebbar ist. weil
die beiden Gewindespindeln an dem in der Mitte der Vorrichtung zwischen den beiden Vorrichtungsseiten
angeordneten gemeinsamen Spindellager enden. Infolgedessen
muß die zu bearbeitende Materialbahn mit ihrer Mittellinie um so genauer der Vorrichtungsmitte
zugeführt werden, je schmaler sie ist. Bei einer seitlichen, d. h. außermittigen, Zuführung der Materialbahn
kann es sonst vorkommen, daß die Arbeitseinrichtung auf der von der Materialbahn weniger belegten Vorrichtungsseite
nicht ausreichend weit auf die andere Vorrichtungsseite verschoben werden kann, weil ihr
Träger oder die diesem zugeordnete Spindelmutter vorher an dem zentralen Spindellager anschlägt. t>o
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung der eingangs genannten ArI ohne diesen Nachteil zu schaffen, welche unabhängig von der Breite
und Zuführung der Materialbahn ohne weiteres deren Bearbeitung gestattet. M
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Damit wird vorteilhafterweise erreicht, daß beide Arbeitseinrichtungen,
deren mittlerer Abstand beim Betrieb der Vorrichtung der Breite der von ihr bearbeiteten
Materialbahn entspricht über die Vorriehiungsmiite hinaus verschoben werden können, so daß es möglich
ist, auch schmale Materialbahnen außermittig zuzuführen und zu bearbeiten. Es kann auch nicht vorkommen,
daß die Nachführung einer Arbeitseinrichtung vor oder an der Vorrichtungsmitte zwangsweise endet, w;e dies
bei den bekannten Vorrichtungen möglich ist.
Ein Vorteil der gemeinsamen Zahnstange besieht auch darin, daß diese den Herslellungsaufwand vermindert.
Bei einer bevorzugter» Ausführungsform der crfinünngsgemäßen
Vorrichtung sind als Elektromotoren Gleichstrommotoren vorgesehen, da diese sich besonders
einfach steuern lassen.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der durch die Zeichnung beispielhaft dargestellten, bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Bearbeiten der zwei parallelen Ränder einer Materialbahn
im einzelnen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine abgebrochen dargestellte teilweise Vorderansicht
der Ausführungsform;
Fig.2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß F i g. 1 in Verbindung mit einer Materialbahn; und
Fig.3 das Blockschaltbild eines Regeikreisabschniites
der Ausführungsform.
Die Ausführungsform ist eine Vorrichuing /um
gleichzeitigen Säumen und Benähen der zwei parallelen Ränder 5 eines bahnförmigen Gewirkes oder Gewebes
7, das eben und waagrecht durch eine in den l-'ig. I mul
2 dargestellte Säum- und Nähslation in seiner Längsrichtung
förderbar ist. Die nicht dargestellte Transporteinrichtung für das Gewebe 7 ist vorzugsweise wie in
dem DE-GM 80 33 659 offenbart ausgebildet.
Soweit die Ausführungsform in den F i g. 1 und 2 dargestellt ist, besteht spiegelbildliche Symmetrie ihrer beiden
Hälften in bezug auf eine vertiky1»: Ebene 10, zu der
die waagrechte Förderrichtung des Gewebes 7 parallel verläuft und in der bei mittiger Zuführung des Gewebes
dessen Mittellinie liegt. Es wird daher hinsichtlich ihrcr Einzelheiten nur eine Vorrichtungshiilfte beschrieben.
Das Säumen der Geweberänder 5 geschieht mittels je eines nicht dargestellten trichterähnlichen Säumers, der
den Rand faltet. Das Benähen der gefalteten Geweberänder 5 erfolgt dann mittels je einer Industrie-Nähmaschine
12. die einschließlich ihres Antriebsmotor 14 an einem schlittenähnliehen Träger 16 befestigt ist der mittels
vier Rollen 18 auf zwei parallelen Schienen 20 läuft, die sich von einer Vorrichtungsseite zur anderen senkrecht
zur Ebene 10 erstrecken. Infolgedessen können die beiden Arbeitseinrichlungcn bildenden Nähmaschinen
12 quer zur Förderrichtung senkrcchl zur F.bcnc 10 hin und her verschoben werden.
Die hintere (in F i g. 2 obere) Schiene 20' ist mit einer parallelen Zahnstange 22 versehen, die in geiricblichcr
Verbindung mit je einem Ritzel 24 der zwei Zahnstangengetriebe 24, 22 steht. Das Ritzel 24 sitzt auf der
Welle eines als Gleichstrommotor ausgebildeten Kiektromotors
26, der ebenfalls am Träger 16 befestigt ist. Eine Drehung der Motorwelle in der einen oder der ihr
entgegengesetzten Richtung führt daher zu einer Verschiebung der Nähmaschine 12 zur Vorrichiiingsmiiic
bzw. zur benachbarten Vorrichtungsscitc. Die zwei Zahnstangengetriebe 24,22 weisen dieselbe Zahnstange
22 auf.
Vor dem Träger 16 ist an ihm ein U-förmig gestalteter
Ausleger 28 befestigt, an dem eine liöhcnverMellbare
Platte 30 gelagert ist, an deren oberem Ende sich eine Verstelleinrichtung 32 befindet, mittels deren eine prismatische
Lichtschranke 34 waagrecht und senkrecht zur Ebene 10 relativ zum Träger 16 verstellbar ist. Die im
Handel erhältliche Lichtschranke 34 arbeitet mit einem rechtwinkligen Strahlengang zwischen einer Lichtquelle
und einem lichtelektrischen Element (Photozelle), welcher durch Reflexion am Geweberand 5 zustande
kommt.
Die als Fühlglied dienende Lichtschranke 34 gibt bei Halbbcleuchtung ihres lichtelektrischen Elementes ein
elektrisches Normalsignal an einen Proportionalregler mit Vorhalt (PD-Regler) 36 ab, welcher seinerseits ein
elektrisches Steuersignal an den Gleichstrommotor 26 abgibt, wie Fig.3 veranschaulicht. Sobald die Halbbeleuchtung
des lichtelektrischen Elementes der Lichtschranke 34 dadurch verlorengeht, daß die Randkante 9
des Gewebes 7 seitlich auswandert wird der Gleichstrommotor 26 von der Lichtschranke 34 über den PD-Regler
36 so gesteuert, daß durch Nachführung der Lichtschranke 34 die Halbbeleuchtung ihres lichtelekuischcn
Elementes wieder hergestellt wird. Dies bedeutet eine Nachführung der Nähmaschine 12 in bezug auf die
auswandernde Randkante 9 des Gewebes 7, se daß die Säum- und Näharbeit ungestört vonstatten gehen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40
45
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Bearbeiten der zwei parallelen Ränder einer Materialbahn, die im wesentlichen
eben durch eine Bearbeitungsstation förderbar ist, wobei jedem der beiden parallelen Ränder der Materialbahn
eine Arbeitseinrichtung zugeordnet ist die dem von ihr zu bearbeitenden Bahnrand nachführbar
ist und dazu jeweils an einem mit einem unabhängigen Antrieb versehenen Träger angeordnet
ist, der eine auf diese Bahnkante ausgerichtete Lichtschranke trägt, die einen Elektromotor des jeweiligen
Antriebes so steuert daß die Halbbeleuchtung des lichtelektrischen Elementes der jeweiligen
Lichtschranke durch Nachführung ständig erneuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebe der beiden Arbeitseinrichtungen zwei Zahnstangengetriebe (24, 22) mit einer gemeinsamen
Zahnstange (22) aufweisen, die sich quer zur Förderrichtung der Materialbahn von einer Vorrichtungsseite
zur anderen erstreckt; und daß jeder Antriebs-Elektromotor (26) am zugeordneten Träger
(16) angebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß als Elektromotoren (26) Gleichstrommotoren
vorgesehen sind.
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| DE19803047693 DE3047693C2 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Vorrichtung zum Bearbeiten der zwei parallelen Ränder einer Materialbahn |
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