-
Die vorliegende Erfindung beinhaltet eine Befestigung einer Schaltungsplatte auf einem Träger, wobei die Schaltungsplatte in zumindest zwei sich gegenüberliegenden Randbereichen von am Träger in diesen Randbereichen angeordneten Stegen übergriffen wird und wobei zusätzlich zu diesen Stegen in einem der Randbereiche federnde Anschläge vorgesehen sind, die ein Lösen der befestigten Schaltungsplatte vom Träger senkrecht zur Plattenebene verhindern.
-
Eine derartige Befestigung einer Schaltungsplatte ist beispielsweise durch das DE-GM 75 26 707 bekannt. Hierbei ist die zu befestigende Schaltungsplatte gegen die Kraft einer in einem der Randbereiche einsteckbaren Blattfeder soweit verschiebbar, bis sie unter die Schaltungsplatte übergreifenden Stegen zu liegen kommt. Da Schaltungsplatten bei ihrer Herstellung in geringen Grenzen schwankende Fertigungsungenauigkeiten aufweisen, muß es bei einer derartigen bekannten Befestigung der Schaltungsplatte an dem Träger als nachteilig erachtet werden, daß die Blattfeder im montierten Zustand der Schaltungsplatte ständig auf diese einen Druck ausübt, so daß auch ein geringfügiges Verschieben der Schaltungsplatte nicht mehr möglich ist.
-
Durch die GB-PS 14 43 240 ist eine Anordnung bekannt, bei der die Schaltungsplatte am Gehäuse mittels zweier sich gegenüberliegender federnder Zungen geklemmt gehalten ist, während ihre Lagesicherung durch in Richtung auf die Schaltungsplatte aus dem Gehäuserahmen herausgedrückte Stege erfolgt.
-
Das DE-GM 19 18 282 zeigt eine Anordnung, bei der die Schaltungsplatte wiederum von zwei ihre jeweils gegenüberliegenden Randbereiche übergreifenden federnden Elementen gehalten ist, die mittels Nieten am Träger befestigt sind. Während bei der zuvor erwähnten Anordnung nach der britischen Patentschrift die Schaltungsplatte in einem zusätzlichen Arbeitsschritt durch Herausdrücken der Stege in ihrer endgültigen Lage fixiert ist, bedarf es bei der Anordnung nach dem zuletzt genannten Gebrauchsmuster zur Befestigung der federnden Elemente ebenfalls zusätzlicher Hilfsmittel, so daß dadurch der Arbeitsaufwand erhöht wird.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Befestigung der Schaltungsplatte auf einem Träger aufzuzeigen, durch die einmal die genannten Fertigungsungenauigkeiten in bestimmten Grenzen ausgeglichen werden können und durch zum anderen ein leichter und schneller Ein- und Ausbau der Schaltungsplatte möglich ist.
-
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die federnden Anschläge durch einen Freischnitt im Träger gebildet sind und an ihrem freien Ende einen rechtwinklig zu ihrer Längsachse verlaufenden und auf die Schaltungsplatte gerichteten Ansatz besitzen.
-
Durch das DE-GM 79 08 323 ist zwar eine Anordnung bekannt, bei der die Schaltungsplatte in parallel zueinander verlaufenden Nuten geführt ist. Eine Fixierung der Schaltungsplatte in ihrer Endlage erfolgt durch Rastfedern, die am Gehäuse angeordnet sind und in Ausnehmungen der Leiterplatte eingreifen. Zum Lösen der Schaltungsplatte von dem Gehäuse müssen gleichzeitig die Rastfedern angehoben werden.
-
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung erfolgt dagegen das Befestigen der Schaltungsplatte in der Weise, daß die Schaltungsplatte nach dem Einschieben unter die Stege zunächst mit ihrem Randbereich an die federnden Anschläge angelegt wird. Durch Druck auf die Stege federn diese soweit in Richtung Trägerrand zurück, daß die Platte an den an dem gegenüberliegenden Trägerrand angeordneten Stegen vorbei auf den Träger aufgelegt werden kann. Nach Freigabe der Schaltungsplatte federn die Stege nur soweit zurück, daß die Platte in bestimmten Grenzen verschoben werden kann, ohne daß sie sich senkrecht zu ihrer Plattenebene von dem Träger lösen kann. Eine Abnahme der Schaltungsplatte von dem Träger erfolgt ebenso einfach in der umgekehrten Reihenfolge. Dabei lassen sich die Anschläge bei der Herstellung des vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Trägers in einem Arbeitsgang mitspritzen, so daß im Gegensatz zu den zuvor erwähnten bekannten Anordnungen keine zusätzlichen Montagekosten anfallen.
-
Die Verschiebbarkeit der Schaltungsplatte auf dem Träger wird noch dadurch erleichtert, daß sie auf am Träger angeordneten Nocken gleitet. Diese Nocken gestatten je nach Bemessung ihrer Länge eine Bestückung der Schaltungsplatte mit elektrischen Bauelementen auf ihrer dem Träger zugewandten Seite.
-
Die Erfindung soll im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden.
-
Es zeigt
-
Fig. 1 eine Aufsicht auf die Befestigung der gedruckten Schaltungsplatte auf dem Träger,
-
Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht des Sektors A in Fig. 1,
-
Fig. 3 eine geschnittene Seitenansicht des Trägers ohne die Schaltungsplatte.
-
Die in den Figuren dargestellte und mit elektrischen Bauelementen 2 bestückte Schaltungsplatte 1 soll auf dem Träger 3 schwimmend gelagert werden, d. h., die Schaltungsplatte soll parallel zu ihrer Ebene in Längs- und Querrichtung verschiebbar auf dem Träger 3 angeordnet sein. Senkrecht zu ihrer Ebene soll ein sicherer Halt gewährleistet sein. Der Träger 3 besitzt zu diesem Zweck mehrere die Schaltungsplatte übergreifende Stege 4 und 5, die vom Randbereich des Trägers 3 aus die Schaltungsplatte 1 soweit übergreifen, daß ein Ausweichen bzw. Abheben vom Träger senkrecht zur Plattenebene verhindert ist. Die Schaltungsplatte 1 weist im Bereich dieser Stege in der Weise dimensionierte Ausnehmungen 6 bzw. 7 auf, daß ein Verschieben in Längs- und Querrichtung der Schaltungsplatte möglich ist.
-
Um eine Begrenzung und einen Anschlag beim Einlegen der Schaltungsplatte 1 zu erreichen, sind an einer die Stege enthaltenden Seite des Trägers 3 federnde Anschläge 8 und 9 angeordnet, die durch einen Freischnitt 10 in dem Träger gebildet sind. Diese Anschläge 8 und 9 besitzen einen in Richtung der Schaltungsplatte weisenden Ansatz 11, der beim Einlegen der Schaltungsplatte auf den Träger an dieser zur Anlage gelangt. Beim Einsetzen der Schaltungsplatte wird diese zunächst an die federnden Anschläge 8 und 9 angelegt, sowie unter die Stege 5 im Randbereich und in der Mitte des Trägers 3 geschoben. Durch Druck auf die Anschläge 8 und 9 federn diese soweit in Richtung Trägerrand zurück, daß die Schaltungsplatte an den Stegen 4 vorbei auf den Träger aufgelegt werden kann. Nach Freigabe der Schaltungsplatte drücken die Anschläge 8 und 9 die Schaltungsplatten in eine Lage, die ihre Verschiebung in bestimmten Grenzen ermöglicht, ohne daß sich die Platte senkrecht zu ihrer Ebene von dem Träger lösen kann.
-
Die Verschiebbarkeit der Schaltungsplatte auf dem Träger wird noch dadurch erleichtert, daß sie auf an dem Träger vorgesehenen Nocken 12 gleitet. Diese Nocken 12 gestatten je nach Bemessung ihrer Länge eine Bestückung der Schaltungsplatte mit elektrischen Bauelementen auf ihrer dem Träger zugewandten Seite.