DE30291A - Neuerungen in der Herstellung der Kohlen für elektrische Glühlampen - Google Patents

Neuerungen in der Herstellung der Kohlen für elektrische Glühlampen

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DE30291A
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threads
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alcohol
coagulated
coals
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Application number
DENDATS2335
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English (en)
Original Assignee
J. W. SWAN in Bromley, Grafsch. Kent, England
Publication of DE30291A publication Critical patent/DE30291A/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Mai 1884 ab.
Um elektrische Glühlampen auf den höchsten Grad von Leistungsfähigkeit zu bringen, mufs man den in ihnen zur Verwendung kommenden Kohlenfilamenten oder -Fäden eine homogene und compacte Textur, sowie einen überall gleichen Querschnitt geben.
Es ist bisher mit grofsen Schwierigkeiten verknüpft gewesen, Kohlen mit solchen Eigenschaften zu erzeugen. Durch vorliegende Erfindung aber sollen diese Schwierigkeiten behoben werden. Man nimmt ein carbonisirbares Material von der später zu beschreibenden Art in plastischem oder halbflüssigem Zustande und" preist es durch Löcher oder Matrizen, wodurch sich dünne Fäden oder Filamente von beliebiger Länge, beliebigem, überall gleichem ■ Querschnit und durchweg homogener Beschaffenheit bilden. Das Material ist eine Lösung von Nitrocellulose in Essigsäure oder anderem Lösungsmittel. Mit der Nitrocellulose läfst sich anderes carbonisirbares Material combiniren, oder man kann die Nitrocelluloselösung allein benutzen oder durch Hitze plastisch gemachte ■ Nitroglucose verwenden.
Man läfst die Fäden oder die Filamente beim Austritt aus dem Formloch oder der Matrize in 70 bis 8oprocentigen Alkohol oder eine andere Flüssigkeit, welche deren Masse zu coaguliren, d. h. ihnen eine gröfsere Cohärenz zu verleihen vermag, eintreten.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 in Vorderansicht und in Fig. 2 im Verticalschnitt ein Apparat veranschaulicht, mittelst dessen die vorliegende Erfindung zur Ausführung gebracht werden kann. Derselbe ist jedoch nur als Beispiel mitgetheilt, zum Zweck, das volle Verständnifs dieser Erfindung zu ermöglichen, und beschränkt sich Erfinder keineswegs für den vorliegenden Zweck nur auf die Anwendung dieser einen speciellen Form des Apparates.
A stellt einen starken, den Körper des Apparates bildenden hohlen Metallcylinder dar. Derselbe wird mittelst eines Deckelstückes -B geschlossen, welches man durch Aufschrauben der Kappe C fest auf die Dichtung D aufprefst. E ist ein von dem Luftreservoir einer Compressionspumpe herkommendes und mit dem Düsenstock F verbundenes Rohr, welches durch dessen Bohrung G mit dem Innern des Cylinders A in Communication gesetzt werden kann. Letzterer ist mit einem durch ein Zwischenfutter I aus Pariser Gyps in seiner Lage erhaltenen Glascylinder H ausgefüttert, welcher unten in einen mit feiner Oeffnung versehenen und durch den Boden von A vortretenden Nabel h endigt. J ist ein Hahn oder Schraubenpfropfen, mittelst dessen die Düsenbohrung G abgesperrt werden kann, während die Luft in der an E angeschlossenen Pumpe comprimirt wird. Der Apparat kann auf einen Ständer, beispielsweise wie K, Fig. 1, gesetzt werden, so dafs sich die Oeffnung in h über einem Gefäfs L befindet, in welches das Material eintaucht, sowie es aus h austritt.
Das carbonisirbare, in plastischem oder halbflüssigem Zustande befindliche Material wird in den Cylinder A gefüllt und dieser dicht geschlossen, ebenso der Hahn /. Jetzt wird so lange Luft in das Reservoir der Pumpe gepumpt, bis genügend Druck- erzeugt ist, worauf man den Hahn J wieder öffnet. Der Druck
strömt nach A und preist das carbonisirbare Material langsam durch die Oeffnung in h und kann dasselbe unmittelbar in das mit der angezeigten Flüssigkeit gefüllte Gefä'fs L eintreten. Nachdem die Fäden oder die Filamente in beschriebener Weise hergestellt worden, behandelt man dieselben so lange mit einer Lösung von Schwefelammonium oder einem anderen äquivalenten desoxydirenden Mittel, bis sie die Fähigkeit, mit Explosion zu verbrennen, verloren haben. Hierauf trocknet man dieselben, bringt sie in die Form, in welcher sie in den Lampen zur Anwendung kommen sollen, und carbonisirt sie in irgend einer passenden Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Herstellung von Kohlen für elektrische Glühlampen in der Weise, dafs man eine Lösung von Nitrocellulose in Essigsäure (oder anderem Lösungsmittel) allein oder in Vermischung mit sonstigem carbonisirbaren Material, oder aber durch Hitze plastisch gemachte Nitroglucose durch Hindurchpressen durch Löcher oder Matrizen in Fäden formt, diese Fäden durch eine geeignete Flüssigkeit, wie Alkohol, coagulirt oder in einen cohärenten Zustand versetzt, sowie hierauf mit einem desoxydirenden Mittel behandelt und schliefslich carbonisirt. Zur Verwendung bei dem unter i. beanspruchten Verfahren ein Apparat, bestehend in einem Behälter A, aus welchem das in Fadenform zu verwandelnde Material aus einer feinen Mündung herausgeprefst wird, und einem mit Alkohol oder einer anderen coagulirenden Flüssigkeit versehenen Reservoir zum Auffangen der aus der feinen Mündung heraustretenden Fäden.
    Fäden aus einer Lösung von Nitrocellulose in Essigsäure (oder anderem Lösungsmittel) oder aus solcher Lösung in Vermischung mit anderen carbonisirbaren Substanzen, oder aus Nitroglucose, welche mittelst Alkohols oder anderer Flüssigkeit coagulirt sind und denen durch Behandlung mit einer Lösung von Schwefelammoniüm oder einem anderen desoxydirenden Mittel die Fähigkeit, mit Explosion zu verbrennen, benommen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDATS2335 Neuerungen in der Herstellung der Kohlen für elektrische Glühlampen Pending DE30291A (de)

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