DE302256C - - Google Patents

Info

Publication number
DE302256C
DE302256C DENDAT302256D DE302256DA DE302256C DE 302256 C DE302256 C DE 302256C DE NDAT302256 D DENDAT302256 D DE NDAT302256D DE 302256D A DE302256D A DE 302256DA DE 302256 C DE302256 C DE 302256C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
black
selenium
line
reading
stylus
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT302256D
Other languages
English (en)
Publication of DE302256C publication Critical patent/DE302256C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B21/00Teaching, or communicating with, the blind, deaf or mute
    • G09B21/001Teaching or communicating with blind persons
    • G09B21/007Teaching or communicating with blind persons using both tactile and audible presentation of the information

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 302256 KLASSE 21 a. GRUPPE
HANS DRÄNERT in EILENBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1916 ab.
Für den Blinden besteht die Möglichkeit, Schwarzdruck zu lesen, in dem Einwirken von Lichtstrahlen durch Schwarzdruckpapier hindurch auf Selenzellen.
Die dadurch hervorgerufene wechselnde Leitfähigkeit der Selenzellen sollte bei den bisherigen Versuchen in ihrer Wirkung auf elektrische Membranen die Art des wiederzugebenden Buchstabens durch Bildung verschiedener
ίο Töne und Geräusche selbst unterscheiden und so die Buchstaben für den Blinden abhörbar machen. -
Die relative Gleichheit der Oberfläche der gewöhnlichen Schwarzdruckbuchstaben und ihre große Ähnlichkeit miteinander bringt es mit sich, daß die erzielten Töne und Geräusche nur sehr schwer voneinander unterschieden werden können.
Die Erfindung beseitigt nun diese Ubelstände: Sie erspart durch Benutzung einer neuen Einzeilenschrift für Blindendruck der Selenzelle das Erkennen der Buchstaben an sich und überläßt ihr nur die leichtere Aufgabe, zu erkennen, an welcher Stelle derBuchstabenzeile der betreffende Buchstabe auftritt. Das Erkennen der Art des Buchstabens geschieht dann weiterhin vermittels der Schriftkenntnis der Blinden oder durch geeignete Mechanismen.
Bei Anwendung der neuen Einzeilenschrift und der Selenzelle kann der Blinde Schwarzdruck mit der Hand lesen und maschinell vorgelesen bekommen.
Die Schwarzdruckschrift wird aus Buchstaben zusammengesetzt, deren Bedeutung durch ihre jeweilige Lage in einer quer zur Leserichtung verlaufenden Zeile bestimmt' ist, z. B. durch die aus dreißig Punkten zusammengesetzte Universalzeilenblindenschrift R (Fig. i).
Der Film E (Fig. i) besitzt nach dem System der Schwarzdruckschrift den Drucktext in Form von lichtundurchlässigen Buchstaben, beispielsweise runden oder eckigen Punkten, welche maschinell von Selenzellen S '-3° (Fig. 3) abgetastet werden.
Der in einen Kasten eingebaute Apparat (Fig. 2) wickelt die Filmrolle E von einer Walze A auf eine andere Walze A1.
Jede Lesezeile R des Films E (Fig. x) besteht : aus dreißig Feldern. Die in jedem dieser FeI-der erscheinenden schwarzen Punkte bilden gemeinsam den Schwarzdrucktext. Jeder Buchstabe hat den für ihn bestimmten Platz in einem der dreißig Felder der Lesezeile (z. B. Buchstabe a, c, I in Fig. 1); er kann auch den Raum mehrerer Felder einnehmen; z. B. ai undei = a-i, äuundeu = o-i.
Eine Hohltrommel .RT, in welcher Luftdruck zur Wirkung gebracht wird, befindet sich über dem Film E (Fig. 2, 3);. sie dient zur ständigen Zuführung von Luftdruck für alle Taststifte FF'-3° der Leseleiste Z (Fig. 3), während die Verteilung der mechanischen Kräfte* welche ebenfalls auf die Taststifte W 1^0 wirken, von den Selenzellen besorgt wird. *
Entsprechend den dreißig Buchstabenpunkten der Lesezeilen R sind dreißig Selenzellen S '-3° und dreißig Metallstifte angebracht,
welche in der Lufttrommel K enden und unter dem Einfluß von Elektromagneten M"1^0 (Fig. 3) stehen.
• Diese dreißig Metallstifte wirken sämtlich an der der Hohltrommel K abgewendeten Seite mit je einer Selenzelle oder Selenzellengruppe ; S'"3° (Fig. 3) zusammen, welche ständig durch je eine Leitung O (Fig. 2) von einem elektrischen Strome durchflossen sind; in jeder Leitung O liegt einer der dreißig Elektromagnate M"1^0: Dieser Strom durchfließt die Leitung O in annähernd voller Stärke, sobald die Selenzelle S belichtet wird; er wird dagegen geschwächt, sobald die Seelenzelle verdunkelt wird; dies geschieht, sobald sich ein Schwarzdruckbuchstabe vor die Selenzelle schiebt.
Die vorher verdunkelte, als Widerstand wirkende Selenzelle leitet bei Belichtung die ihr zugeführte elektrische Energie unter Aufgäbe ihres Widerstandes durch einen der jeweiligen Elektromagnate M1^0, der seinen zugehörigen Metallstift anzieht.
Diese beeinflussen die Taststifte W 1^0 in der Leseleiste Z.
Die Taststifte W '"3° stehen aber nicht nur zu bestimmten Zeiten unter Beeinflussung der Elektromagnete M '"3°, die sie zurückhalten, sondern sie stehen ständig gleichzeitig unter Luftdruck in der Hohltrommel K.
Diese beiden Kräfte werden so eingestellt, daß sie sich ausgleichen oder daß der elektromagnetische Krafteinfluß größer ist.
Der Schwarzdruckfilm E gleitet nun selbsttätig zwischen der Lichtquellle N und den dreißig Selenzellen S '-3° hindurch (Fig. 2, 3). Die natürlichen oder künstlichen Lichtstrahlen scheinen durch das Filmpapier, beleuchten die Selenzellen 5 '-3°, machen sie leitfähig und halten so durch die elektromagnetische Kraft der Anker M'-3° die Taststifte W'-3°, welche sich sonst durch den Luftdruck heben würden, in ihrer Ruhelage.
Erscheint hinter der Lichtquelle ein Schwarz-
• druckbuchstabe des Films E, so wird die betreffende Selenzelle verdunkelt, ihre Leitfähigkeit fast aufgehoben, und der Magnetismus des Ankers M verschwindet fast gänzlich, so daß der zugehörige Taststift W für die ständige Einwirkung des Luftdruckes freigegeben wird.
Der Taststift W hebt sich nun über die Leseleiste Z hinaus und wird auf dieser mit der Hand oder maschinell abgetastet. Bei darauffolgender Belichtung der Selenzelle, welche durch das Weiterlaufen des Films bewirkt wird, tritt deren Leitfähigkeit wieder ein.
Der Taststift W wird magnetisch zurückgezogen. Auf der Zeichnung/Fig. 3 ist maschinelles Abtasten vorgesehen.- Die Stifte W'"3° greifen, hier als Sprechmaschinenstifte ausgebildet, in die für sie bestimmten Lautrillen einer Universalsprechplatte (17, Fig. 3, 4) ein, deren konzentrische Kreise je einen bestimmten Laut wiedergeben.
Diese Lautschwingungeri werden weitergegeben durch Membranen Y 1^0 (Fig. 2, 3), ein Membrangestänge P, eine Mikrophonmembran V und eine Sprechleitung X an den Hörer H
Die Schwingungen der Sprechstifte können
auch unmittelbar auf eine gemeinschaftliche Membran übertragen werden.
Die wechselnde Leitfähigkeit der Selenzellen S'-3° kann die Taststifte W 1^0 auch unmittelbar beeinflussen. Die durch die Einwirkung der Selenzellen veränderte elektromagnetische Kraft wirkt dann, ohne in Wechselwirkung mit einer anderen Kraftquelle zu stehen, unmittelbar auf die Taststifte.
Die Schwarzdruckbuchstaben können auch negativ sein oder sie sind zur besseren Einwirkung der Lichtstrahlen auf die Selenzellen in Schwarzpapier gestanzt (Fig. 5.) Es tritt dann die umgekehrte Wirkung aller Mechanismen zu demselben Endzweck ein.
Außer Schwarz kann jede andere- Farbe und Imprägnierung des Papieres gewählt werden, bei welcher die Selenzelle gleiche Eigenschaften zeigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, um Blinden das Lesen Unter Benutzung von Schwarz- oder Buntdruck zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, daß die untereinander gleichen Buchstabenzeichen (z. B. Punkte), deren Bedeutung durch ihre jeweilige Lage in einer quer zur Leserichtung verlaufenden Zeile bestimmt ist, die Beleuchtung einer die Zeilen nach-: einander abtastenden Reihe von Selenzellen beeinflussen, die ihrerseits durch Stromänderung auf eine entsprechende Reihe von gleichartigen Bewegungsmechanismen einwirken, deren jeder ein Abtastglied oder eine Übertragungsvorrichtung in Tätigkeit setzt. . e ■.·■■'■■■■
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT302256D Active DE302256C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE302256C true DE302256C (de)

Family

ID=556073

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT302256D Active DE302256C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE302256C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2733076A1 (de) Elektronischer drucker zum schreiben von alphanumerischen zeichen
DE1069411B (de) Anordnung zum photoelektrischen Abtasten und Auswerten von Zeichen. 24. 12. 5-2. V. St. Amerika
DE2935319A1 (de) Matrixdrucker
DE2229500A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur lieferung einer information ueber den bedarf an druckerschwaerze einer druckform
DE302256C (de)
DE270136C (de)
DE2735943A1 (de) Vorrichtung zum feststellen der bedruckung von mehrfarbig bedruckten blaettern
DE1179746B (de) Einrichtung zum maschinellen Lesen von Symbolen
DE2826566C2 (de) Verfahren zum Bedrucken und Zuführen von Belegen zu einem Drucker
DE1264829B (de) Verfahren zur Guetebestimmung von Druckzeichen und Anordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1524344A1 (de) Schriftzeichenableseeinrichtung
DE924485C (de) Verfahren und Einrichtung zur Auswertung von Schriftzeichen (Buchstaben und Ziffern) mit Hilfe der lichtelektrischen Ablesung
DE302265C (de) Lese-und Vortragsmaschine fuer blinde und schlechtsehende
DE1083583B (de) Aufdruck auf Aufzeichnungstraegern, wie Briefen od. dgl., zur nachfolgenden automatischen Sortierung
DE216451C (de)
DE303418C (de)
DE2253312C3 (de) Abfühleinrichtung für in Buchungsund Schreibmaschinen verwendete Journal- und Kontoblätter
DE126847C (de)
DE89833C (de)
DE184002C (de)
DE1029445B (de) Bezeichnungsglied fuer Klemmen von elektrischen Leitern
DE313294C (de)
DE891764C (de) Vorrichtung zum Steuern von Bueromaschinen
DE98052C (de)
DE474473C (de) Verfahren zur Herstellung von gravierten Platten, z. B. fuer die Gravierung von Noten oder von gewoehnlichen Original- oder Pauszeichnungen, die als Kopiervorlage fuer Tiefdruckformen dienen