DE3017323C2 - - Google Patents

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DE3017323C2
DE3017323C2 DE3017323A DE3017323A DE3017323C2 DE 3017323 C2 DE3017323 C2 DE 3017323C2 DE 3017323 A DE3017323 A DE 3017323A DE 3017323 A DE3017323 A DE 3017323A DE 3017323 C2 DE3017323 C2 DE 3017323C2
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F41A9/01Feeding of unbelted ammunition
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    • F41A9/10Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging
    • F41A9/11Movable ammunition carriers or loading trays, e.g. for feeding from magazines pivoting or swinging in a horizontal plane
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Description

Die Erfindung betrifft eine automatische Ladevorrichtung für ein Kampffahrzeug mit einem großkalibrigen automatischen Geschütz, wobei die Ladevorrichtung für den Transport von Geschossen von einem innerhalb des Panzerturms angeordneten Magazin ausgebildet ist und ein Hebewerk aufweist, das mit einem von einem Rahmen geführten Wagen versehen ist, der ein Geschoß in einer unteren Position aufnimmt und in einer von der Höhenrichtstellung des Geschützes abhängigen oberen Position am Verschlußstück zur Anlage gebracht wird und das Geschoß ansetzt, wobei der Rahmen im oberen Bereich auf einer Kreisbahn um die Höhenrichtachse verläuft.
Man ist allgemein bestrebt, Panzer mit einer möglichst niedrigen Silhouette auszurüsten, damit sie dem Feind ein weniger deutliches und gut zu treffendes Ziel bieten. Solche Panzer mit niedriger Silhouette, mit denen das Geschütz mehr oder weniger getrennt vom Panzerchassis und oberhalb desselben angeordnet ist, sind bekannt (DE-Z: Soldat und Technik 7/1978, Seiten 358 bis 366, Fig. 13).
Bei anderen Anwendungen ist das Geschütz nicht oberhalb des Chassis getrennt angeordnet, sondern in dasselbe integriert. Hier ist es dann bekannt, eine Ladevorrichtung der eingangs genannten Art vorzusehen, mit der das Geschütz zumindestens weitgehend unabhängig vom Höhenrichtwinkel geladen werden kann (US-PS 24 74 975). Da der Rahmen, der den Wagen führt, im oberen Bereich auf einer Kreisbahn um die Höhenbahnachse verläuft, kann unabhängig vom Höhenrichtwinkel geladen werden.
Der Nachteil dieser vorbekannten Ladevorrichtung besteht darin, daß für sie hinter dem Verschlußstück verhältnismäßig viel Platz gelassen werden muß, der in seiner Länge der kombinierten Länge von Projektil und Treibladung entspricht und der in seiner Höhe durch den Höhenrichtbereich des Geschützes bestimmt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine automatische Ladevorrichtung für getrennt zu ladende, großkalibrige Munition zu schaffen, die raumsparend ist und trotzdem eine hohe Zufuhrgeschwindigkeit ermöglicht.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß die Ladevorrichtung zum getrennten Zuführen von Projektil und Treibladung zur Aufnahmeposition des Wagens ausgebildet ist, daß das Projektil im Wagen oberhalb der Treibladung angeordnet ist und nach dem Ansetzen des Projektils der Wagen zum Ansetzen der Treibladung weiter nach oben bewegt wird.
Es sind also beim Ladevorgang Projektil und Treibladung nicht hintereinander, sondern übereinander angeordnet. Zunächst wird das Projektil und anschließend die Treibladung angesetzt. Der Raum hinter dem Verschlußstück, der für die Ladevorrichtung vorgesehen werden muß, entspricht dann im wesentlichen nur noch der Länge, die von dem Projektil oder der Treibladung eingenommen wird, je nachdem welche dieser beiden länger ist.
Zweckmäßigerweise wird man aus Sicherheitsgründen, um Expolosionen innerhalb des Panzerchassis zu vermeiden, die Treibladungen in einem Außenmagazin vorsehen, wie dies offenbar auch beim oben erwähnten Kampffahrzeug der DE-Z Soldat und Technik verwendet wird. In diesem Fall ist zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Ladevorrichtung mit einem ersten horizontal angetriebenen Förderer versehen ist, der von einem Außenmagazin zur unteren Position des Wagens führt, daß am Ende des ersten Förderers und an der unteren Position des Wagens ein Drehtisch angeordnet ist, um die Ladungen aufzunehmen, wobei der Drehtisch in einer Ebene parallel zum Boden des Fahrzeuges drehbar angeordnet ist, und die vom ersten Förderer aufgenommene Treibladung nach Drehung an den Wagen abgibt.
Wenn die Projektile senkrecht im Panzerturmmagazin vorgesehen sind, wird zweckmäßigerweise vorgesehen, daß die Ladevorrichtung mit einer Kippeinrichtung zum Kippen eines senkrecht in einem Panzerturmmagazin gelagerten Projektils in eine horizontale Stellung versehen ist, aus der das Projektil mittels eines zweiten Förderers in den Wagen eingesetzt wird.
Zweckmäßigerweise wird vorgesehen, daß der vertikal angetriebene Wagen mit zwei an der Oberseite einander gegenüberliegenden, bewegbaren Träger- und Greifelementen versehen ist, die in der unteren Position des Wagens die Aufnahme von Projektil und Treibladung ermöglichen und anschließend Projektil und Treibladung halten.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird anhand der folgenden Figuren beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 Teile eines Kampffahrzeuges, teilweise im Längsschnitt;
Fig. 2 das Kampffahrzeug gemäß Fig. 1 in der Vorderansicht;
Fig. 3 das Kampffahrzeug gemäß den Fig. 1 und 2 in der Draufsicht;
Fig. 4a-4b ein im Kampffahrzeug enthaltenes Hebewerk mit seinem Wagen, der in vertikaler Richtung in die untere Position oder die Aufnahmeposition angetrieben werden kann, in der Seitenansicht und der Ansicht von hinten;
Fig. 4c eine Einzelheit der Fig. 4a;
Fig. 5 das Innere eines im Kampffahrzeug gemäß Fig. 1-3 enthaltenen Panzerturms;
Fig. 6a-6b das Hebewerk gemäß Fig. 4a und 4b mit dem Wagen in der Ansetzposition hinter dem Verschlußstück der Laufbuchse; und
Fig. 6c eine Einzelheit der Fig. 6b.
Die Fig. 1-3 zeigen ein Kampffahrzeug in Form eines Panzers 1 von der Seite, von vorne und von oben. Das Fahrzeug ist mit einem drehbaren sogenannten Kompaktpanzerturm 2 versehen, der mit einem langen und schmalen oberen Teil 2a über das restliche Chassis des Fahrzeuges hinausragt. Dieser obere Teil ist mit einem kleinen vorderen Abschnitt 2b versehen, von dem aus die Seiten und oberen Flächen des oberen Teils gerade nach außen/nach oben und nach rückwärts geneigt sind. Eine großkalibrige Schußwaffe 3 in Form eines 105 mm Geschützes ist auf dem oberen Teil in einer an sich bekannten Zapfenaufhängung aufgenommen, die in der Fig. 1 durch die Kennziffer 4 bezeichnet ist.
Das Verschlußstück des Geschützes ist durch die Ziffer 3a bezeichnet. Der Vorderteil 2b ist mit einer Öffnung 2b′ versehen, durch die die Laufbuchse des Geschützes nach vorne herausragt und durch die die Laufbuchse angehoben und abgesenkt werden kann.
Das Verschlußstück erstreckt sich nach rückwärts bis zu der Vorderseite eines Zwischenraumes 2b, der hoch oben im oberen Teil 2a für einen Mannschaftsplatz angeordnet ist, der einem Fahrzeugführer zugewiesen sein kann. Der Zwischenraum 2b ist am weitesten hinten und am höchsten im oberen Teil 2a angeordnet, so daß ein Sitz 5b für den in Frage stehenden Besatzungsplatz mit der Oberseite 1a des Fahrzeugchassis in Verbindung steht, während der Kopf 5a einer Person normaler Größe in der Nähe der Oberseite 2b′ des Zwischenraumes 2b sich befindet. Der Zwischenraum ist an der Rückseite geschlossen und ermöglicht innerhalb des Panzerturms den Kontakt nach vorne mit einem anderen Besatzungsmitglied. An sich bekannte Betrachtungs- oder Visiereinrichtungen 2b′′ sind an der Oberseite 2b′ angeordnet.
Der Panzerturm 2 ist so aufgehängt, daß er auf an sich bekannte Art und Weise um eine vertikale Drehachse 7 in einer drehbaren Aufhängung 2c geschwenkt werden kann, so daß für das Geschütz eine Schwenkfunktion erhalten wird. Die Schwenk- und Höhenricht-Funktionen werden auf an sich bekannte Art und Weise im Fahrzeug erzielt.
Durch die oben erwähnte Anordnung wird für den Fahrzeugführer 5 ein Raum erhalten, der im höchsten Teil des Fahrzeuges gelegen ist, mit guten Beobachtungsmöglichkeiten rundum über die besagten Betrachtungseinrichtungen 2b′′ und mit vergleichsweise gutem Schutz durch die kleine Stirnfläche 2b des Panzerturms und die Gestaltung des restlichen langen und schmalen oberen Teils des Panzerturmes. Die lange und schmale Ausbildung stellt sicher, daß die Waffe ihre Lafettenrücklaufbewegungen ausführen kann, obwohl der Raum 2b direkt hinter dem Verschlußstück angeordnet ist.
In den unteren Teilen des Panzerturmes ist auf einer Seite des Geschützes ein Raum für ein zweites Besatzungsmitglied 8 angeordnet, dessen Sitz durch die Bezugsziffer 8a gekennzeichnet ist. Ein auf der anderen Seite des Geschützes befindlicher Raum dient zur Aufnahme von Magazinen, die an sich bekannt sind und im folgenden beschrieben werden, für Geschosse in Form von Projektilen und/oder Granaten 9. Ladungen, beispielsweise Beutelkartuschen 10 sind in einem sogenannten Außenmagazin 11 am äußersten rückwärtigen Ende des Fahrzeuges oder in einem an sich bekannten und hier nicht dargestellten hinten angehängten Magazin aufgenommen, welches hinter dem Chassis am rückwärtigen Teil des Fahrzeuges angeordnet ist. Es wird vorausgesetzt, daß dieses Magazin 11 drei Abteile für Ladungen enthält und an den unteren Teilen des mittleren Abteils mit einer gemeinsamen Ausgangsposition 11a versehen ist. Darüberhinaus enthält das Magazin an sich bekannte Einrichtungen 11b zur seitlichen Verschiebung, durch die Ladungen von den äußeren Abteilen in das mittlere Abteil befördert werden können.
Ein Förderer 12 führt von der gemeinsamen Ausgangsposition 11a zu einer Zuführposition 12a innerhalb des Panzerturmes. In dem Förderer sind Trägerelemente 12b und zwei Führungsschienen 12c angeordnet, auf denen die Ladungen vom Magazin zur Zuführposition 12a gerollt werden. Der Förderer erstreckt sich entlang und in der Mitte des Fahrzeugbodens in einem trommelähnlichen Kanal. Der Förderer führt auch unter dem Panzerturmboden zu einem Drehtisch 13, der im folgenden im einzelnen beschrieben wird, und der so angeordnet ist, daß seine vertikale Drehachse mit der vertikalen Drehachse 7 des Panzerturmes übereinstimmt.
In der Fig. 1 sind die Drehelemente des Drehtisches mit der Bezugsziffer 14 und die Antriebe für den Förderer 12b mit 15 bezeichnet.
Innerhalb des Panzerturmes ist auch ein Hebewerk angeordnet, bestehend aus einem Rahmen 16 und einem auf diesem vertikal angetriebenen Wagen 17, der in einer unteren Position oder Aufnahmeposition oberhalb des Drehtisches 13 eingestellt werden kann, um die Übertragung einer zum Drehtisch transportierten Ladung auf den Wagen 17 zu ermöglichen. Auch die Granaten oder Geschosse können auf den Wagen 17 in dessen Aufnahmeposition übertragen werden. Durch Einrichtungen des Wagens 17 werden das Geschoß/Granate und die Ladung nach oben in Verbindung mit dem Verschlußstück 3a des Geschützes transportiert, wo das Ansetzen des Geschosses/Granate und der Ladung stattfindet. Der Rahmen 16 ist mit einem gekrümmten Teil 16a versehen, der so angeordnet ist, daß das Ansetzen unabhängig vom Höhenrichtwinkel der Schußwaffe oder des Geschützes stattfinden kann.
Der Rahmen ist mit seinem Wagen 17 zwischen dem Verschlußstück und den vorderen Teilen des Mannschaftsabteils 2b angeordnet.
In den Fig. 4a-5 ist das Prinzip der Übertragung der Geschosse/Granaten und der Ladungen mehr im Detail sowie die Positionierung der Geschosse/Granaten 9 im Panzerturmmagazin gezeigt.
Die Antriebselemente für den Wagen 17 sind durch Triebketten 18 an den Seitenteilen des Rahmens sinnbildlich dargestellt, der außerdem Führungsnuten 19 zur Begrenzung der Kippstellung des Wagens in verschiedenen Höhen aufweist, die Führungsnut ist dann zur Anpassung an die verschiedenen Höhenrichtwinkel des Geschützes an der Unterseite gerade und an der Oberseite gekrümmt. In den Fig. 4a und 4b ist der Wagen 17 in seiner unteren Position oder der Aufnahmeposition 20 dargestellt. Der Wagen hat obere und untere Träger und Aufnahmeelemente 17a und 17b, die beidseitig an der Oberseite des Wagens 17 angeordnet sind.
Fig. 5 zeigt wie die Geschosse/Granaten 9 auf dem Rand stehend im Panzerturmmagazin angeordnet sind. Da davon ausgegangen wird, daß Zuführeinrichtungen in derartigen Magazinen bereits bekannt sind, sind sie hier nicht im einzelnen dargestellt oder beschrieben. Zur Bildung eines Ausgangskanals sind Führungswände 21 und 22 in Verbindung mit diesen Magazinen angeordnet. Weitere Führungswände 23, 24 und 25 sind in Verbindung mit dem Drehtisch 13 angeordnet, der in Übereinstimmung mit der Fig. 5 zwischen einer ersten Drehposition 13′′, in der der Ladungsträgerteil des Drehtisches quer zur Längsachse des Fahrzeuges liegt und einer zweiten Drehposition 13′, in der der Trägerteil des Drehtisches mit der Längsachse des Fahrzeuges übereinstimmt, um seine Drehachse drehbar ist. In der ersten Drehposition kann der Drehtisch 13 eine Ladung 10′′ aufnehmen, die auf den Führungschienen 12c vom Magazin 11 zugeführt ist. In der zweiten Drehposition hat der Drehtisch die Ladung gedreht, die so eine Position erhalten hat, in der sie auf das Hebewerk 16, 17 übertragen werden kann.
Da die Geschosse/Granaten in einer aufrechten Position sind, müssen sie, bevor sie auf das Hebewerk übertragen werden können, gedreht werden. Für diesen Zweck ist eine an sich bekannte Geschoß/Granaten-Umdreheinrichtung 26 in Verbindung mit dem Ausgangskanal des Panzerturmmagazins angeordnet. In der Fig. 5 ist ein der Umdreheinrichtung 26 zugeführtes auf dem Boden stehendes Geschoß/Granate durch die Bezugsziffer 9′ bezeichnet und ein durch diese Umdreheinrichtung 26 nach unten umgedrehtes Geschoß/Granate durch die Bezugsziffer 9′′ bezeichnet. Das nach unten umgedrehte Geschoß/Granate ist mit Hilfe seitlicher Verschiebeeinrichtungen, die im vorliegenden Fall einen Hydraulikzylinder 27 und einen mit dessen Kolben verbundenen Teil 28, der mit dem Geschoß/Granate 9′ zusammenwirkt, seitlich verschoben. Die besagten Einrichtungen 27, 28 bewegen das Geschoß/die Granate in Richtung der Querachse des Fahrzeuges. Diese Verschiebung findet auf der Grundplatte 29, wie in der Fig. 4b gezeigt, statt.
Die besagten Trägerelemente 17a auf dem Wagen 17 bestehen im Prinzip aus einem Trog dessen Seitenträger 17a′ und 17a′′ so angeordnet sind, daß sie das Geschoß/die Granate 9′′′ tragen, die von der Grundplatte 29 auf das Trägerelement 17a gerollt ist. Um das Hereinrollen des Geschosses/der Granate 9′′′ zu ermöglichen, kann der eine Seitenträger 17a′′ während dem Hereinrollvorgang nach unten gedreht werden.
Der Drehtisch 13 umfaßt zwei einander gegenüberliegende längliche Seiten, zwischen denen eine nach unten auf den Drehtisch gerollte Ladung zwischen zwei Haltefedern 13a, 13b, die an jeder Längsseite angeordnet sind, gehalten wird und die so angeordnet sind, daß die an der unteren Greifeinrichtung befindlichen Backen 17b′ und 17b′′ die Ladung 10′′ ergreifen können. Um ein Abrollen vom Förderer 12 zu erlauben, ist eine der Längswände des Drehtisches so angeordnet, daß sie, wie in der Fig. 4c gezeigt, nach unten gekippt werden kann.
Das in die oberen und unteren Träger und Aufnahmeglieder 17a und 17b eingesetzte Geschoß/Granate 9′′′ und die Ladung 10′′ können dann nach oben in vertikaler Richtung transportiert werden, wobei das Geschoß/die Granate dann oberhalb der Ladung angeordnet ist.
Die Träger 12b sind auf Gurten 12d angeordnet, die auf besagten Führungsschienen 12c getragen und durch Antriebselemente 15 in an sich bekannter Art und Weise angetrieben sind.
Die Fig. 6a und 6b zeigen das Ansetzen bei bis zur äußersten Grenze gedrücktem Geschütz. Der Rahmen 16 ist so weit hinter dem Verschlußstück des Geschützes angeordnet, daß die Lafettenrücklaufbewegung des Geschützes ermöglicht ist. Bei dieser Lafettenrücklaufbewegung wird der Wagen 17 in seine unteren Positionen eingesetzt. Fig. 6a zeigt die Position des Wagens 17 zum Ansetzen des Geschosses/der Granate 9′′′ und Fig. 6b zeigt die Ansetzposition für die Ladung 10′′, in der das Geschoß/die Granate bereits angesetzt ist und sich in der Kammer befindet. Die Ansetzeinrichtungen des Geschützes können von an sich bekannter Art und Weise sein. Das Geschoß/die Granate und die Ladung sind durch die besagten Trägerelemente und Backen 17a und 17b so befestigt, daß eine Längsverschiebung aus diesen heraus stattfinden kann. Da die Ansetzelemente mit dem Geschoß/der Granate von oben und mit der Ladung von unten zusammenwirken müssen, sind deshalb die Ansetzelemente mit einer drehbaren Klaue ausgestattet, die mit den entsprechenden rückwärtigen Teilen des Geschosses/der Granate und der Ladung zusammenwirken kann.
In der Ansetzposition können die Seitenteile der Träger 17a′ und 17a′′ im Trägerteil 17a nach außen geschwenkt werden (siehe Fig. 6c) um das fortgesetzte nach oben Drücken des Wagens 17 nach dem Ansetzen des Geschosses/der Granate zu erlauben, und die Ladung 10′′ wird nach oben in eine Linie mit der Achse der Bohrung bewegt. Die Backen 17b′ und 17b′′ können selbstverständlich in der Aufnahmeposition 20 des Wagens geöffnet werden, um ein Ergreifen der Ladung 10′′ zu ermöglichen.
Durch die oben beschriebene Ausbildung der Ladevorrichtung werden die Ladungen eine nach der anderen auf den Drehtisch übertragen, der dann in eine Position fluchtend mit der Längsachse des Fahrzeuges gedreht wird. Der Wagen 17 ist in die Aufnahmeposition 20 eingesetzt und beide, das Geschoß/die Granate und die Ladung werden dann auf den Wagen übertragen, der danach in die Ansetzposition gebracht wird, in der das Ansetzen stattfinden kann. Nach dem Ansetzen kehrt der Wagen in die Aufnahmeposition zurück, etc.
Die Steuerung und Koordination der zahlreichen Einrichtungen und Funktionen der vorstehend beschriebenen Ladevorrichtung für Einzellademunition kann auf eine an sich bekannte Art und Weise und mit an sich bekannten Einrichtungen erfolgen, so daß ein optimierter Transport der Geschosse von den Magazinen zum Geschütz erzielt werden kann.
In Übereinstimmung mit den Fig. 6a und 6b handelt es sich bei dem Geschütz um ein solches Geschütz, welches einen an sich bekannten Schiebekeilverschluß 3d verwendet. Dieser Keilverschluß kann in einem begrenzteren Raum im Panzerturm als beispielsweise ein Schraubverschluß verwendet werden. Letzterer würde größere Abmessungen, vor allem der Höhe, des Panzerturmteils 2a erfordern.
Die Verwendung des Keilverschlusses erfordert jedoch die Verwendung von Kartuschenflanschen oder -böden am rückwärtigen Ende der Ladungen. Um im vorliegenden Fall zu verhindern, daß die Kartuschenböden das Besatzungsmitglied (den Panzerführer 5) treffen, wird für die Kartuschenböden eine Fangeinrichtung verwendet. Um die Klarheit nicht zu beeinträchtigen ist diese Fangeinrichtung in der Fig. 4a lediglich symbolisch dargestellt und durch die Ziffer 30 bezeichnet. Die Fangeinrichtung ist so ausgebildet, daß sie federn oder beiseite geschwenkt werden kann, wenn der Wagen in die Ansetzposition bewegt wird. Das Beiseitefedern oder -schwenken der Fangeinrichtung kann mit Hilfe der Wagenbewegungen gesteuert werden. Die Fangeinrichtung lenkt die Kartuschenböden nach unten auf den Panzerturmboden ab, wo sie in einem Spezialkorb oder dgl. (nicht dargestellt) aufgefangen werden können.
Durch die oben beschriebene Ausgestaltung kann eine kleine Stirnfläche des Kampffahrzeuges erhalten werden. Im Prinzip kann diese Stirnfläche als einem im wesentlichen rechteckigen auf seiner Unterkante stehenden ersten Abschnitt zugehörig betrachtet werden, auf dessen Oberseite ein zweiter rechteckiger oder quadratischer Abschnitt angeordnet ist. Der erste Abschnitt hat bevorzugt eine Gesamtfläche von 5 bis 6 m², kann jedoch innerhalb des Bereiches von 4 bis 8 m² gewählt werden.
Die zugehörigen Werte für den zweiten Abschnitt liegen entsprechend bei ungefähr 0,7 m² und 0,5 bis 1,0 m². Der erste Abschnitt ist durch die Breite B1 und die Höhe H1 in der Fig. 1 gebildet. Der zweite Abschnitt ist in entsprechender Art und Weise durch die Höhe H2 und die Breite B2 gebildet.
Der Fahrzeugführer 5 enthält eine Position oberhalb des höhenrichtbaren Systems und sein Sichtfeld wird in keiner Richtung durch die höhenrichtbaren Teile versperrt. Innerhalb des Panzerturmes behält er darüberhinaus einen guten Kontakt (Sichtkontakt) mit dem Besatzungsmitglied 8, der als Fahrer oder Schütze dienen kann. Die zündbare Munition ist weit weg von der Besatzung plaziert und selbst wenn die vergleichsweise gut geschützten Munitionsladungen an den rückwärtigen Teilen des Fahrzeuges einem Treffer unterworfen sein sollten, wird die hieraus resultierende Zerstörung begrenzt sein und wird nicht auf die anderen Funktionen innerhalb des Fahrzeuges einwirken. Das Magazin 11 kann mit Durchschmelzwänden versehen sein, die eine weitere Zerstörung verhindern. Die Anordnung der Granaten und Geschosse weit unten im Panzerturm machen es schwierig, diese zu treffen. Unbeschadet der vorstehend beschriebenen Vorteile kann das Fahrzeug mit einer großkalibrigen Schußwaffe und mit einem zugehörigen, wirksamen automatischen Ladesystem für getrennte Munition ausgestattet sein.

Claims (4)

1. Automatische Ladevorrichtung für ein Kampffahrzeug mit einem großkalibrigen automatischen Geschütz, wobei die Ladevorrichtung für den Transport von Geschossen von einem innerhalb des Panzerturms angeordneten Magazin ausgebildet ist und ein Hebewerk aufweist, das mit einem von einem Rahmen geführten Wagen versehen ist, der ein Geschoß in einer unteren Position aufnimmt und in einer von der Höhenrichtstellung des Geschützes abhängigen oberen Position am Verschlußstück zur Anlage gebracht wird und das Geschoß ansetzt, wobei der Rahmen im oberen Bereich auf einer Kreisbahn um die Höhenrichtachse verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladevorrichtung zum getrennten Zuführen von Projektil (9) und Treibladung (10) zur Aufnahmeposition des Wagens (17) ausgebildet ist, daß das Projektil (9) im Wagen (17) oberhalb der Treibladung (10) angeordnet ist und nach dem Ansetzen des Projektils (9) der Wagen (17) zum Ansetzen der Treibladung (10) weiter nach oben bewegt wird.
2. Kampffahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladevorrichtung mit einem ersten horizontal angetriebenen Förderer (12) versehen ist, der von einem Außenmagazin (11) zur unteren Position (20) des Wagens (17) führt, daß am Ende (12a) des ersten Förderers und an der unteren Position (20) des Wagens ein Drehtisch (13) angeordnet ist, um die Ladungen aufzunehmen, wobei der Drehtisch in einer Ebene parallel zum Boden des Fahrzeuges drehbar angeordnet ist, und die vom ersten Förderer (12) aufgenommene Treibladung nach Drehung an den Wagen (17) abgibt.
3. Kampffahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladevorrichtung mit einer Kippeinrichtung (26) zum Kippen eines senkrecht in einem Panzerturmmagazin gelagerten Projektils in eine horizontale Stellung versehen ist, aus der das Projektil mittels eines zweiten Förderers (29) in den Wagen (17) eingesetzt wird.
4. Kampffahrzeug nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikal angetriebene Wagen (17) mit zwei an der Oberseite einander gegenüberliegenden, bewegbaren Träger- und Greifelementen (17a, 17b) versehen ist, die in der unteren Position (20) des Wagens die Aufnahme von Projektil und Treibladung ermöglichen und anschließend Projektil und Treibladung halten.
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