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Die Erfindung betrifft ein hydraulischcs Mehrwalzwerk
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zum Mahlen, Dispergieren, Mischen, Homogenisieren oder dergleichen
von pastösen Nassen mit zumindestens zwei im wesentlichen parallel zueinander angeordneten,
zusammenarbeitenden, an beiden Stirnseiten gelagerten Walzen, deren beide Stirnlager
jeweils durch eine doppelwirkende Hydraulik-Kolbun-Zyl inderanordnung miteinander
verbunden und durch Anlegen von Hydraulikdruck an die Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnung
aufeinander zu- oder voneinander weg mit einer Klelsm- bzw. Lösekraft beaufschlagbar
sind.
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Derartigo, im allgemeinen mit drei bis fünf Walzen arbeitende Mehrwalzwerke
werden zur Verarbeitung von flüssigen bis hochpastösen Massen, z.B. von Druckfarben,
Anstrichfarben, Pigmentdispersionen, Farbstiftmassen, Beschichtungsmassen, Toilettenseife,
Kakao- und Schokoladenmassen, Confiseriemassen, verwendet. Das zu verarbeitende
Material wird über einen Wiege- und Dosierbehälter oder eine Pumpe in den Aufgabespalt
an der Aufgabewalze eingegeben und dann von einer Walze auf die nächste übergeben.
Die Walzen weisen dabei vom Aufgabespalt zur Abnahmewalze zunehmende Geschwindigkeiten
auf, d.h., sie arbeiten mit unterschiedlichen Drehzahlen.
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Im allgemeinen wird die oberste Walze von einem Motor über Keilriemen
angetrieben. Die übrigen Walzen werden von der oberen Walze über an einer Stirnseite
vorgesehene Zahnräder angetrieben.
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Allgemein können derartige Mehrwalzwerke in zwei Arbeitspositionen
betrieben werden. Bei der Betriebsweise "Walzen" wird die eingegebene pastöse Masse
kontinuierlich von der Aufgabewalze aus durch die verschiedenen Passagen
zwischen
den Walzen zur Abnahmewalze kontinuierlich gefördert.
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An der Abnahmewalze befindet sich üblicherweise ein Abstreifer, welcher
die zu einer flachen Bahn ausgewalzte Masse von der Abnahmewalze abstreift.
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Um in jedem Walzenspalt die für die optimale Verarbeitung der pastösen
Massen erforderlichen Preß- oder Klemmdrücke verwirklichen zu können, ist es schon
bekannLy--orden, die beiden Stirnlager zumindest einiger Walzen an Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen
aufzuhängen und so eine hvdrau lische Walzendruckeinstellung über Druckeinstellventile
vorzunehmen. Im allgemeinen wird für jede Seite einer Walze ein Druckeinstellventil
vorgesehen, damit durch individuelle Druckeinstellung an beiden Stirnseiten über
die gesamte Arbeitslänge ein paralleler Walzenspalt erzielt werden kann.
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Die Walzendruckeinstellungen an den beiden Stirnseiten einer Walze
sind in der Regel nicht gleich, weil der Antrieb der Walzen einseitig ist und sich
auf die Walzendruckeinstellungen auswirkt.
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Eine weitere Betriebsweise "Mischen" besteht darin, daß die Abnahmewalze
von den übrigen Walzen abgehoben wird, worauf die pastöse Masse mehrmals durch die
erste Passage der Aufgabewalzen hindurchgeführt wird, bis der erwünschte Mischunasgrad
erzielt wird.
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Schließlich gibt es bei Mehrwalzwerken auch noch- die dritte Betriebsweise
'rLösen", bei der die Walzen durch entsprechend an die Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnung
ausgelegten Lösedruck hydraulisch voneinander getrennt werden. Diese Betriebsweise
ist z.B. für das Reinigen der Walzen erforderlich.
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Nachteilig an den bekannten hydraulischen Mehrwalzwerken ist, daß
bei mehr als zwei relativ zueinander verstellbaren Walzen mindestens ein Druckeinstellventil
pro Seite verstellt -werden muß. Z.B. sind bei einem Dreiwalzwerkmit zwei Passagen
bis zu
vier und beim Fünfwalzwerk bis zu acht Druckeinstellventile
erforderlich, um über die gesamte Länge der Walzenspalte einen gleichmäßigen Walzendruck
einstellen zu können. Da diese Einstellungen meistens von Hand vorgenonmien werden,
besteht weiter die Gefahr1 daß der Druck durch runaufmerksamkeit auf falsche Werte
eingestellt wird, so daß eine- otpbrnale Vermahlung bzw. Dispergierung nicht mehr
aew,zhrleistet ist und zudem die Walzen beschädigt werden können.
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Das Ziel der Erfindung besteht somit darin r ein hydraulisches Mehrwalzwerk
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem zur Veränderung des Walzendruckes
eine einzige Einstellung ausreicht, ohne daß die Genauigkeit der individuellen Druckeinstellung
für einen parallelen Walzenspalt an jeder Walzenstirnseite beeinträchtigt wird.
Außerdem soll ein versehentliches Einstellen eines zu hohen, für die Walzen und
ihre Lagerung gefährlichen Klemmdruckes ausgeschlossen sein.
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Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß zumindest an
die in Klemmrichtung wirkenden linken und rechten Kammern der Hydraulik-Kolben-Zylinder-Anordnung
jeweils eine individuell fest voreingestellte, der maximal zulässigen Klemmkraft
an dieser Seite entsprechende hydraulische Druckquelle angelegt ist und wenigstens
die in Löserichtung wirkenden Kammern eines Walzenpaares, vorzugsweise jedoch mehrerer
und insbesondere aller Walzenpaare gemeinsam an eine einzige regelbare Gegendruckquelle
angeschlossen sind.
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Erfindungsgemäß wird also beispielsweise schon im Herstellerwerk oder
von einem Fachmann an Ort und Stelle im Betrieb des Walzwerkbenutzers der optimale
und maximale Druck in den Klemmkammern fest voreingestellt.Von Hand, halbautomatisch
oder vollautomatisch wird dagegen im Betrieb lediglich der für alle Lösekammern
gleiche Gegendruck verstellt. Dies hat nicht nur den Vorteil, daß durch Bestätigung
einer einzigen Regelung gleichzeitig sämtliche Walzendrücke gemeinsam und um gleiche
Beträge
verstellt werden, sondern daß darüber hinaus der maximal mögliche Anpreßdruck von
vornherein fest voreingestellt ist und durch die Verstellung des Gegendrucks nur
erniedrigt, nicht aber erhöht werden kann. Indem man die fest voreingestellten individuellen
Druckwerte -von vornherein auf für das zu verarbeitende Produkt bzw. das Walzwerk
nicht zu hohe Werte begrenzt, wird so jede versehentliche Uberlastung der Walzen
und ihrer Lagerungen wirksam vermieden.
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Die Walzen werden je nach Mahlgutzähigkeit bombiert. Für eine aufgeschliffene
Bombierung gibt es nur einen engen Walzendruckbereich, der optimale Resultate ergibt.
Dieser kann nun erfindungsgemäß durch eine einzige Einstellung verwirklicht werden.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die individuell fest voreingestellten
Druckquellen Druckreduzierventile aufweisen und alle Druckreduzierventile an die
gleiche Hauptdruckquelle angeschlossen sind. Des weiteren soll auch die regelbare
Gegendruckquelle ein Druckreduzierventil aufweisen. Auch letzteres soll vorzugsweise
an die gleiche Hauptdruckquelle angeschlossen sein.
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Die Hauptdruckquelle muß also zumindest den maximal erforderlichen
Klemmdruck für die am stärksten zu klemmende Walzenseite liefern können.
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Bei einem Walzwerk mit mehr als zwei aufeinander zu- bzw.
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voneinander weg bewegbaren Walzen, z.B. bei einem Drei-bzw. Fünfwalzwerk
sieht die Erfindung nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform vor, daß die
Klemmkammern aller Walzen jeweils an individuell fest voreingestellte Druckquellen
angeschlossen sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel kann also an jeder Walzenseite
der optimale maximale Basisdruck voreingestellt werden, während der regelbare Gegendruck
für die zugehörigen Lösekammern der Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen wieder
gleich ist.
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Insbesondere bei einer mit nur drei Walzen arbeitenden Anordnung kann
es jedoch aus Vereinfachungsgründen auch zweckmäßig sein, wenn die Klemmkammern
auf jeder Seite der Walzen an die gleiche individuell fest voreingestellte Druckquelle
angeschlossen sind. In diesem Fall sind die Klemmdrücke in beiden Passagen an den
entsprechenden Stirnseiten gleich.
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Hierdurch wird eine gewisse Vereinfachung erzielt.
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Damit jedoch die Abnahmewalze bei den Betriebsweisen "Mischen" und
"Lösen" von der vorangehenden Walze abgehoben werden kann, sollen die Klemmkammern
der Aufgabewalzen direkt, die Klemmkammern der Abnahmewalze jedoch jeweils über
gesteuerte Rückschlagventile an die individuell fest voreingestellten Druckquellen
angeschlossen sein, wobei die Steueranschlüsse an einer Steuerleitung anliegen,
die bei der Betriebsweise "Walzen" unter Druck steht und so die Rückstellventile
öffnet sowie bei der Betriebsweise "Mischen" und "Lösen" drucklos ist und so die
Rückschlagventile schließt. Außerdem sollen bei dieser Ausführungsform die Klemmkammern
der Abnahmewalze jeweils auch über normale Rückschlagventile an der Steuerleitung
anliegen, damit bei einem Lösevorgang der Druck aus der betreffenden Klemmkammer
entweichen kann.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Druck:¢eduzierventile der individuell
fest voreingestellten Druckguellen über ein Zwei-, vorzugsweise Dreistellungs-Mehrwegeventil
an die IJauptdru£telI e angeschlossen sind, wobei die Druckreduzierventile in den
Stellungen "Walzen" und "Mischen" an die Hauptdruckquelle angelegt sind und in der
Stellung "Lösen" am Rücklaufbehälter anliegen.
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Das Gegendruckreduzierventil soll dagegen unter Umgehung des Dreistellungs-Mehrwegeventils
direkt an die Hauptdruckquelle angelegt sein. Der das Lösen hervorrufende Gegendruck
liegt somit unabhängig von der Stellung des Dreistellungs-Mehrwegeventils stets
an den Lösekammern an, so daß auch beim Schalten des Mehrwegeventils eine kurzzeitige
oder zufällige unerwünschte Drucksteigerung über das gewünschte Maß hinaus vermieden
wird.
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Vorteilhafterweise ist auch die Steuerleitung über das ZweiT,vorzugsweise
Dreistellungs-Mehrwegeventil an die Hauptdruckquelle angelegt. Das Zwei-, vorzugsweise
Dreistellungs-Mehrwegeventil dient somit gleichzeitig dazu, die Steuerleitung mit
den für die verschiedenen Betriebsweisen erforderlichen Drücken zu versorgen.
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Vorteilhafterweise ist das Gegendruckreduzierventil Bestandteil eines
elektrisch stufenlos regelbaren Servo-Druckregelventils, welches über ein Sollwertpotentiometer
auf einen bestimmten Druck einstellbar ist. Jedem einzustellenden Walzendruck kann
dabei ein Sollwertpotentiometer zugeordnet sein.
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Auf diese Weise können je nach dem zu verarbeitenden Material oder
den erwünschten Eigenschaften die erforderlichen Walzendrücke in einem einzigen
Schaltschritt für sämtliche Walzenseiten eingestellt werden.
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Besonders vorteilhaft ist es weiter, wenn der Gegendruck in Abhängigkeit
von der Walzenspaltbreite derart regelbar ist, daß bei zunehmender Spaltbreite der
Gegendruck erhöht wird.
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Hierzu kann ein Walzenspaltgeber an das Servo-Druckregelventil angeschlossen
sein. Während für die Verarbeitung von
pastösen Massen der optimale
Walzendruck an jeder Walzenseite entsprechend der aufgeschliffenen Bolflbierung
die erste Priorität hat, d.h., daß zunächst immer unabhängig von der Spaltgröße
mit dem optimalen Walzendruck gefahren werden soll, muß aber dennoch Vorsorge getroffen
werden, daß beim Arbeiten mit dem idealen Walzendruck der Mahlspalt nicht zu groß
oder zu klein wird. Bei geringen Mahlspaltbreitenschwankungen sollte die Spaltbreite
über die Mahlguttemperatur, d.h. über die Walzenkühlung, angepaßt werden. Wegen
der Viskositätsänderung des Produktes ergibt eine hohe Walzentemperatur aber einen
kleinen und eine tiefe Walzentemperatur einen großen Walzenspalt.
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Wird jedoch die Spaltbreite durch die Temperatursteuerung noch nicht
erreicht, so muß gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich der an sich optimale
Walzendruck verändert werden, um den Walzenspalt nicht zu groß oder zu klein werden
zu lassen.
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Mit besonderem Vorteil können hierbei das Verfahren und die Vorrichtung
zur Regulierung der Spaltbreite zwischen zwei in einem Mehrwalzwerk zusammenarbeitende
Walzen gemäß der mit dieser Bezeichnung gleichzeitig eingereichten Patentanmeldung
der Anmelderin angewandt werden.
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Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung
beschrieben; in dieser zeigt: Fig. 1 eine schematische Darstellung nach Art eines
Blockschaltbildes eines erfindungsgemäßen Zweiwalzwerkes, Fig. 2 eine entsprechend
schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Fünfwalzwerkes und Fig. 3 eine
schematische Darstellung nach Art eines Blockschaltbildes eines erfindungsgemäßen
Dreiwalzwerkes.
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Nach Fig. 1 sind zwei parallel zueinander angeordnete und miteinander
einen Walzenspalt 34 bildende Walzen 15, 16 durch Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnungen
33 auf einem vorbestimmten mehr oder weniger geringen Abstand gehalten, welcher
in Fig. 1 allein aus Darstellungsgründen zu Null angenommen ist. Zum Betrieb liegt
stets ein mehr oder weniger großer Abstand vor. In der Praxis wird die Lagerung
der Walzen so wie nach Fig. 3 vorgenommen, und zwar sind die Walzenlager 35 der
Walze 15 um parallel- zur Walzenachse 37 verlaufende Schwenkachsen 36 am nichtdargestellten
Walzwerk gestell schwenkbar gelagert, während die Walze 16 fest im Maschinengestell
drehgelagert ist. An dem den Gelenken 36 diametral gegenüberliegenden Ende der Lager
35 befindet sich dann zwischen den Lagern 35 benachbarter Walzen die Hydraulik-Kolben-Zylinderanordnung
33. Die Darstellung in Fig.- 1 ist also rein schematisch zu verstehen und zeigt
nicht die im übrigen dem Stand der Technik entsprechenden baulichen Einzelheiten.
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Jede Kolben-Zylinderanordnung 33 besteht aus einem doppelwirkenden
Zylinder 38 und einem darin axial verschiebbar angeordneten Kolben 39. Der Kolben
39 unterteilt den Zylinder in Klemmkammern 11a, lib und Lösekammern 12a, 12b. Werden
die Klemmkammern lla, lib mit Druck beaufschlagt, so kommt es zu einem Gegeneinanderklemmen
der Walzen 15, 16. Werden die Klemmkammern 1 1a, 1 1b mittels des Mehrwegeventils
27 (Fig. 3) drucklos geschaltet, dann wirkt nur noch der Gegendruck von Ventil 14
und löst die Walzen 15, 16 voneinander.
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Erfindungsgemäß sind nun die Klemmkammern 11a, 11b über individuell
fest voreingestellte Druckreduzierventile 13a bzw. 13b an eine Hauptdruckquelle
P angelegt. Mit 28 ist der Rücklaufbehälter des hydraulischen Systems bezeichnet.
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Manometer 40 gestatten eine Druckanzeige.
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Die Lösekainmern 12a, 12b sind dagegen gemeinsam an ein Gegendruckreduzierventil
14 angeschlossen, welches ebenfalls von der Hauptdruckquelle P mit Druck beaufschlagt
wird.
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Während die Druckeinstellglieder 41a, 41b der Druckreduzierventile
13a, 13b nur in der Fabrik oder im Betrieb des Benutzers von einem ausgebildeten
Fachmann fest voreingestellt werden können und ansonsten für den Benutzer des Walzwerkes
nicht ohne weiteres zugänglich sind, ist der Einstelldrehknopf 42 des Gegendruckreduzierventils
14 für den Benutzer des Walzwerks zugänglich, so daß er auf einen beliebigen Wert
eingestellt werden kann.
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In der Fabrik bei der Herstellung des Walzwerkes werden die Druckreduzierventile
13a, 13b mittels der Einstelldrehknöpfe 41a, 41b auf feste, optimale Maximalwerte
eingestellt. Die Einstellung erfolgt beispielsweise in der Weise, daß der Gegendruck
auf 8 bar eingestellt wird. Dann wird der Walzendruck entsprechend der aufgeschliffenen
Bombierung links und rechts optimal eingestellt und auf beiden Seiten um z.B. 5
bar erhöht. Damit ist der maximal tolerierbare Walzendruck eingestellt und darf
mittels der Druckminderventile 13a, 13b nicht mehr verändert werden. Jede weitere
Walzendruckeinstellung erfolgt jetzt ausschließlich mit dem Gegendruckreduzierventil
14 über den Einstelldrehknopf 42. Der gewünschte optimale Walzendruck wird jetzt
mit dem Gegendruckventil 14 eingestellt. Hierzu wird der Gegendruck von 8.bar auf
ca. 12,5 bar erhöht, wodurch wegen der unterschiedlichen Kolbenflächen der Überdruck
von 5 bar wieder kompensiert wird. Durch entsprechende Erhöhung des Gegendruckes
kann der Walzendruck also beliebig herabgesetzt werden, bis er schließlich ganz
verschwindet.
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Mit nur einer einzigen Einstellung am Knopf 42 kann somit der günstigste
Walzendruck eingestellt werden. Eine Überlastung der Walzen 15, 16 ist nicht möglich,
weil der zulässige Druck der Reduzierventile 13a, 13b fest voreingestellt wurde
und nicht mehr von außen veränderbar ist. Mit dem Gegendruckreduzierventil 14 läßt
sich dieser maximale Druck nur erniedrigen, nicht aber erhöhen.
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Nach Fig. 1 kann statt eines Handeinstelldrehknopfes 42 auch ein Servoantrieb
29 für das Druckreduzierventil 14 vorgesehen sein, welcher beispielsweise über Sollwertpotentiometer
30 beaufschlagt wird. Der Walzendruck kann auf diese Weise einfach eingestellt und
programmiert werden. Jedem gewünschten Walzendruck kann ein Sollwertpotentiometer
30 zugeordnet sein.
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Auf diese Weise lassen sich z.B. beim Farbwalzwerk der Mischdruck,
der Abfülldruck usw. vorprogrammieren, ohne daß der vorgewählte optimale Walzendruck
jeweils verändert werden muß.
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Bedienungsfehler sind somit ausgeschlossen. Durch eine einfache Drdiknopfeinstellung
oder mittels Wahlschaltern lassen sich so die entsprechenden Potentiometer anwählen,
und eine Signallampe oder die Wahlschalterstellung zeigen an, mit welchem Sollwertpotentiometer,
d.h. mit welchem Walzendruck gerade gearbeitet wird.
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Schließlich kann der Servoantrieb 29 auch durch einen Walzenspaltgeber
31 über einen Signalformer 32 angesteuert werden, um bei vorbestimmbaren Uberschreitungen
oder Unterschreitungen einer Sollspaltbreite bei 34 den Klemmdruck zur Verkleinerung
der Spaltbreite zu erhöhen bzw. zur Vergrößerung der Spaltbreite zu erniedrigen.
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Fig. 2 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem schematisch dargestellten
Fünfwalzwerk, welches insgesamt vier Passagen bzw.
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Walzenspalte 34 aufweist.
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Gleiche Bezugszahlen bezeichnen entsprechende Teile wie in Fig. 1.
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Zu den Walzen 15, 16 kommen jetzt die weiteren Walzen 17, 18, 19 hinzu,
welche sämtlich parallel und hintereinander angeordnet sind. Zwischen je zwei Walzen
befinden sich an den Stirnseiten Kolben-Zylinderanordnungen 33 mit Klemmkammern
11a bis h bzw. Lösekammern 12a bis 12h. Die Klemmkammern 11a bis 11h sind wiederum
an individuelle fest voreingestellte Druckreduzierventile 13a bis 13h angeschlossen,
welche von einer gemeinsamen Hauptdruckquelle P beaufschlagt werden.
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Festeinstellbare Regulierglieder 41a bis 41h gestatten es, die Druckreduzierventile
13a bis 13h auf die für ein optimales Walzergebnis erforderlichen optimalen Maximaldruckwerte
einzustellen. Die Einstellglieder 41a bis 41h sind nach der im Hersteller-werk erfolgten
Einstellung für den Benutzer nicht mehr zugänglich.
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Ebenso wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die zweite Walze
16 fest im Maschinengestell drehgelagert.
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Die Lösekammern 12a bis 12h sind gemeinsam an ein Gegendruckreduzierventil
14 angeschlossen, das ebenfalls von der Hauptdruckquelle P beaufschlagt wird. Mittels
eines einzigen Einstellknopfes 42 können so sämtliche Walzendrücke im Betrieb gemeinsam
auf optimale Werte eingestellt werden.
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Ein an eine der Walzen (in Fig.1,2 z.B. die Aufgabewalze 15) angeschlossener
walzenspaltgeber 31 gestattet es wieder über einen Signalformer 32 und einen Servoantrieb
29 das Gegendruckreduzierventil 14 automatisch anzusteuern.
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In einer vereinfachten Ausführungsform könnten die Kolbenzylinderanordnungen
33 zwischen den Walzen 16, 17- und/oder 17,18 wegfallen, wenn man in mehreren Walzen
im wesentlichen gleiche Druckverhältnisse haben möchte.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 beaufschlagt die Hauptdruckquelle
P über ein übliches Rückschlagventil 43-ein Dreistellungs-Mehrwegeventil 27 in der
dargestellten Weise. Das Ventil weist die drei Stellungen Lösen "Mischen", "walzen"
auf. Das Ventil hat drei Eingänge 1, 2, 4 und drei Ausgänge 3, 5, 6. Die durch das
Ventil zwischen Ein- und Ausgängen hergestellten Verbindungen sind durch entsprechende
Pfeile markiert. Der Eingang 1 ist an den Rücklaufbehälter 28 angeschlossen, während
der Eingang 2 den Steueranschluß 44 eines gesteuerten Rückschlagventils 45 beaufschlagt.
Der Eingang 4 liegt an der Hauptdruckquelle P an.
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Der Ausgang 3 des Mehrwegeventils 27 ist so an die hydraulische Betätigungseinrichtung
der Abstreiferanordnung 46 angeschlossen, daß bei Druckbeaufschlagung der Abstreifer
von der Abnahmewalze 19 gelöst wird, während der Ausgang 6 über ein Druckreduzierventil
47 an die hydraulische Betätigungseinrichtung der Abstreifanordnung 46 im umgekehrten
Sinne angelegt ist, d.h. daß bei Druckbeaufschlagung durch das Reduzierventil 47
der Abstreifer in seine Wirkposition an der Abnahmewalze 19 gebracht wird. Der jeweils
nicht mit Druck beaufschlagte Ausgang 3 bzw. 6 ist dementsprechend an den Rücklaufbehälter
28 angeschlossen. In den Stellungen "Mischen" und "Lösen" ist der Abstreifer der
Abstreiferanordnung 46 also abgestellt, während er sich bei der Postition "Walzen"
des Mehrwegeventils 27 in seiner Wirklage befindet.
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Oben links und rechts in Fig. 3 sind die beiden Stirnseiten des Dreiwalzwerks
schematisch dargestellt, und zwar links die Antriebsseite und rechts die Kühlungsseite.
Während die Aufgabewalze 15 und die mittlere Walze 16 bei 36 schwenkbar gelagert
sind, sind die Lager 35 der Abnahmewalze 19 bei 48 unbeweglich am Walzwerkgestell
angeordnet. Zwischen der Aufgabewalze 15 und der mittleren Walze 16 befinden sich
an den
Stirnseiten Abdichtkeile 49, welche in Richtung der Walzenachsen
in gesteuerter Weise mit hydraulischem Druck beaufschlagt sind. Zu diesem Zweck
sind die an den beiden Stirnenden vorgesehenen Keile 49 an nichtdargestellte Hydraulik-Kolben-Zylinder-Anordnungen
angeschlossen, die gemeinsam über das gesteuerte Rückschlagventil 45 von einem Druckreduzierventil
50 beaufschlagt werden, das an den Ausgang 5 des Mehrwegeventils 27 angeschlossen
ist.
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In den Positionen "Walzen" und "Mischen" werden demgemäß die Keile
49 mit dem am Reduzierventil 50 eingestellten Druck beaufschlagt. In der Stellung
"Lösen" entfällt der Druck an den Keilen 49, und das gesteuerte Rückschlagventil
45 wird wegen der Zuschaltung des Druckes am Eingang 2 geöffnet, so daß der Druck
entweichen kann.
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Erfindungsgemäß sind zwei individuell einstellbare Druckreduzierventile
13a, 13b an den Ausgang 5 des Mehrwegeventils 27 angeschlossen. Mittels der Einstelldrehknöpfe
41a, 41b können die Druckreduzierventile wie bei den Ausführungsbeispielen nach
den vorangehenden Figuren wieder im Herstellerwerk auf fest vorgegebene Maximalwerte
voreingesteILtwerden.
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Die Ausgänge der Reduzierventile 13a, 13b sind an die Klemmkammern
11a bzw. 11b an den entgegengesetzten Stirnseiten der beiden relativ zueinander
beweglichen ersten Klemmwalzen 15, 16 angeschlossen, so daß hier wieder die beiden
fest voreingestellten Basisdrücke herrschen.
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Die beiden zwischen den beiden Walzen 16, 19 vorgesehenen Klemmkammern
11c, 11d sind über gesteuerte Rückschlagventile 20 bzw. 21 ebenfalls an die Ausgänge
der Reduzierventile 13a, 13b angelegt. Die Steueranschlüsse 22, 23 der gesteuerten
Rückschlagventile 20, 21 sind mit einer Steuerleitung 26 verbunden, die an dem Eingang
6 des Mehrwegeventils 27 anliegt.
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Bei Druck auf der Steuerleitung 26 öffnen die Ventile 20, 21, während
sie bei Abwesenheit von Druck in der Steuerleitung 26 als normale Rückschlagventile
arbeiten.
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Außerdem sind zwischen die Klemmkammern 11c und 11d und die Steuerleitung
26 noch normale Rückschlagventile 24, 25 geschaltet, welche zum Druckablaß beim
Lösen dienen.
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Erfindungsgemäß ist das auch bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
3 vorgesehene und gemeinsam die Lösekammern 12a, c bzw. 12 b, d beaufschlagende
Gegendruckreduzierventil 14 vor dem Mehrwegeventil 27 an die Hauptdruckquelle P
angeschlossen. Zwischen dem Ausgang des Gegendruckventils 14 und dem Ausgang 3 des
Mehrwegeventils 27 befindet sich erfindungsgemäß noch ein weiteres Rückschlagventil
51, das öffnet, wenn der Druck am Ausgang des Gegendruckreduzierventils 14 den am
Ausgang 3 übersteigt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind also jeweils die Lösekammern
12a und 12c bzw. 12b und 12d des Ausführungsbeispieles nach Fig. 2 in einem einzigen
Raum dadurch zusammengefaßt, daß die beiden Kolben 39 in einem gemeinsamen Zylinder
38 arbeiten und der Ausgang des Gegendruckreduzierventils 14 zwischen den beiden
Kolben 39 mündet.
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Im Unterschied zudem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden also bei
dem Dreiwalzwerk nach Fig. 3 die beiden Klemmkammern 11a, 11c bzw. 11b, 91d jeweils
vom gleichen fest > voreingestellten Druckreduzierventil 13a bzw. 13b und damit
vom gleichen Druck beaufschlagt, was eine gewisse Vereinfachung darstellt.
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Es wäre aber auch möglich, durch Anordnung von weiteren zwei individuellen
Druckreduzierventilen in allen Klemmkammern 11a bis 11d individuelle voreingestellte
Maximaldrücke herzustellen.
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Zwischen dem gesteuerten Rückschlagventil 21 und der Klemmkammer lid
ist noch ein Drosselrückschlav<ntil 52 angeordnet, welches beim Umsteuern der
Walzen von "Lösen" auf 'E^;alzen" ein gleichzeitiges Anlegen rechts wld Links (gewährleisten
soll.
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Hierzu ist das Drosselrückschlageventil 52 erfindungsgemäß in seinr
Drosselwirkung einstellbar.
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Der Rücklauf der Reduzierventile 13a, 13b ist über eine Überdrucksicherungsstufe
53 an den Rücklaufbehälter 28 angeschlossen. In den Walzenspalt eindringende Fremdkörper
rufen in dieser Sicherungsstufe 53 einen Überdruck hervor und schalten so das Walzwerk
ab.
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Im Betrieb des in Fig. 3 dargestellten Dreiwalzwerkes muß lediglich
das Dreistellungs-Mehrwegeventil 27 in die gewünschte Stellung und der Einstelldrehknopf
42 auf den gewünschten Walzendruck eingestellt werden. Das Walzwerk ist dann bei
optimaler Einstellung aller Druckwerte betriebsbereit.
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