DE3011908A1 - Dosismesser zum messen gasfoermiger schmutzstoffe - Google Patents
Dosismesser zum messen gasfoermiger schmutzstoffeInfo
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Description
DR.-ING. WALTER ABITZ DR. DIETER F. MORF DIPL.-PHYS. M. GRITSCHNEDER
Manchen, 27. März 1980
Postanschrift / Postal Addrei« Totfach ΒΘΟ1Ο9. BOOO Mundinn Be
Telefon Θ8 32 22
Telex: CO) 6 23993
FP-6108
E.I.DU PONT DE NEMOURS AND COMPANY
10th and Market Streets, Wilmington, Del. 19898,
V.St.A.
Dosismesser zum Messen gasförmiger Schmutzstoffe
030041/07A8
Die Erfindung ist auf einen Dosismesser zum Registrieren gasförmiger Schmutzstoffe in der Atmosphäre gerichtet.
Im besonderen betrifft die Erfindung einen integrierenden Dosismesser, der zur Messung dos Niveaus geeignet
ist/ dem eine Person durchschnittlich während eines gegebenen Zeitraums einem gasförmigen Schmutzstoff ausgesetzt
wird.
Die überwachung der Schmutzstoffe in der Luft wird immer
wichtiger, da die schädlichen Wirkungen solcher Schmutzstoffe offensichtlich werden. In großen Arbeitsstätten wurde
z.B. eine Vorrichtung für diesen Zweck verwendet, bei der eine Pumpe vorgesehen ist, welche die zu prüfende Luft mit
einem kontinuierlichen gleichmässigen Strom über ein Fühlelement fördert. Solche Vorrichtungen ergeben jedoch
keine genaue überwachung der Bedingungen, dem eine sich bewegende Person innerhalb des großen zu prüfenden Bereichs
ausgesetzt wird.
Persönliche Prüfvorrichtungen, die von den einzelnen Arbeitern
getragen werden und passiv die Schmutzstoffe sammeln, wurden ebenfalls verwendet. Vorrichtungen, welche
die molekulare Diffusion des überwachten gasförmigen Schmutzstoffs
zum Sammeln der Probe verwenden« sind beispielsweise in den US-Patentschriften 3 924 219 und 3 985 017 beschrieben.
Viele Vorrichtungen, die es dem gasförmigen Schmutzstoff ermöglichen, zu einem Sammelmedium zu diffundieren,
können ungenaue Anzeigen der durchschnittlichen Schmutzstoff konzentrat ion geben, da die Vorrichtungen veränderliche
Mengen des Schmutzstoffes sammeln, da sie in unerwünschter Weise durch den jeweiligen Verlauf der atmosphärischen
Zirkulation oder durch die Bewegung des einzelnen
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FF-6108 /
ε 3011903
Trägers der Vorrichtung beeinflußt werden.
Die Lösung, dieses Problems, die bei den bekannten Vorrichtungen
verwendet werden und die im wesentlichen auf die Beschränkung der Diffusionsgeschwindigkeit gerichtet
sind, hat die Vorrichtung oft etwas unempfindlich für niedrige Konzentrationen der gasförmigen Schmutzstoffe
gemacht. Es besteht daher die Notwendigkeit für einen Dosismesser, der von der relativen atmosphärischen Bewegung
unabhängig ist und bei niedrigen Schmutzstoffkonzentrationen zufriedenstellend arbeitet.
Gegenstand der Erfindung ist ein Dosismesser zur Messung der durchschnittlichen-Konzentration eines gasförmigen
Schmutzstoffes in der Atmosphäre über einen gegebenen Zeitraum. Der Dosismesser besitzt eine flache
Basis mit einem flachen Hohlraum, eine Detektorsubstanz zur Wechselwirkung mit dem in dem Hohlraum befindlichen
gasförmigen Schmutzstoff und eine Abdeckplatte, die über der Basis liegt und deren Innenseite mit- dem Hohlraum
in der Basis so übereinstimmt, daß die Detektorsubstanz eingeschlossen und dicht zwischen dem Hohlraumbett und
der Abdeckplatte angeordnet ist, wobei zumindest einer der Teile Basis und Abdeckplatte mit einer Anzahl durchgehender
kreisförmiger Kanäle versehen ist, von denen jeder ein Länge/Durchmesser-Verhältnis von mindestens
3 hat, so daß die Kanäle die einzige Verbindung zwischen der Atmosphäre und der Detektorsubstanz bilden.
Im Folgenden wird die Erfindung beispielsweise in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben
und zwar zeigen:
Fig. 1 eine auseinandergezogene Darstellung eines Dosismessers, bei welchem sowohl die Basis als auch
-1 /0 74S
die Abdeckplatte Diffusionskanäle enthalten;
Fig. 2 eine Schnittansicht des in Fig. 1 dargestellten Dosismessers in zusammengebauter Form, wobei der
Schnitt nach der Linie 2-2 geführt ist;
Fig. 3 eine teilweise auseinandergezogene Darstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
welche die zusammengebaute Vorrichtung nach Fig. 1 kombiniert mit einer zweiten Detektorsubstanz
zeigt;
Fig. 4 eine Ansicht des in Fig. 3 dargestellten Dosismessers voll zusammengebaut im Schnitt nach der
Linie 4-4.
Der hier beschriebene Dosismesser sammelt zur nachfolgenden Analyse einen gasförmigen Schmutzstoff im- Verhältnis zu
siner durchschnittlichen Konzentration in der Atmosphäre während der Sammelperiode. Der Dosismesser prüft den gasförmigen
Schmutzstoff dadurch passiv, daß er eine Diffusion des Schmutzstoffes durch eine Anzahl Kanäle in einen Innenteil des Dosismessers ermöglicht, wo er durch eine Detektorsubstanz gehalten wird, bis er analysiert ist.
Die Arbeitsweise des Dosismessers beruht auf dem Fickschen Gesetz, welches einen mathematischen Ausdruck für die molekulare Diffusion oder überführung eines gasförmigen Schmutzs toffes in der Luft durch einen Kanal gibt. In relevanter
Form ergibt sich folgender Ausdruck:
M - D'C · t*A/L - 6 -
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FF-6108
wobei
M = Menge des überführten gasförmigen Schmutzstoffes
(mg)
D = Diffusionskoeffizient des gasförmigen Schmutzstoffes
durch Luft (cm /min)
C = Konzentration des Schmutzstoffes in der Atmosphäre
(mg/cm )
t = Exponierungszeit (Minuten)
A = Querschnittsfläche des Kanals (cm )
L = Entfernung in der Diffusionsrichtung, hier Kanallänge (cm).
Die Werte für D von verschiedenen gasförmigen Schmutzstoffen
sind leicht aus der Literatur erhältlich. Das Ficksche Gesetz trifft auf jeden Kanal im Dosismesser zu.
In Fig. 1 und 2 ist ein Dosismesser gezeigt, der eine Basis
1 mit einem flachen Hohlraum 2 besitzt, in welchem eine Schicht einer Detektorsubstanz 3 angeordnet ist, die das
flache Bett des Hohlraums 2 vollständig bedeckt.
Eine Abdeckplatte 5, die in ihrer Länge und Breite der Basis 1 entspricht, ist mit einem vorstehenden Teil 10 ausgebildet,
der mit Reibungssitz mit den Wänden des Hohlraums
2 dicht paßt, wie in Fig. 2 gezeigt. Wenn die Abdeckplatte 5 und die Basis 1 zusammengesetzt sind, ist die Detektorsubstanz
3 dicht zwischen dem vorspringenden Teil 10 und dem Bett des Hohlraums 2 eingesetzt, so daß kein Raum zwi-
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sehen der Detektorsubstanz und entweder dem Hohlraumbett
oder dem Vorsprung bleibt. Der gewünschte Dichtesitz wird dadurch unterstützt, daß die Basis 1 mit Flanschen 7 versehen
wird, die den Flanschen 8 an der Abdeckplatte 5 entsprechen. Jedes Flanschenpaar 7 und 8 wird dadurch zusammengespannt,
daß es in den entsprechenden Schlitz einer der Endkappen 9 eingesetzt wird, wie gezeigt.
Die Abdeckplatte 5 ist mit einer Vielzahl von kreisförmigen Kanälen 6 versehen, die sich von ihrer oberen Aussenfläche
durch den Ansatz 10 erstrecken. Die Basis 1 ist ebenfalls mit einer Vielzahl von kreisförmigen Kanälen 4 versehen,
die sich vom Bett des Hohlraums 2 durch die entgegengesetzte Seite der Basis 1 erstrecken. Wenn die Abdeckplatte
5 und die Basis 1 zusammengesetzt werden, so daß die Detektorsubstanz 3 eingeschlossen ist, bilden die
Kanäle 4 und 6 die einzigen Verbindungen zwischen der Atmosphäre und der Detektorsubstanz 3.
Wenn der Dosismesser in Betrieb ist, diffundiert der gasförmige Schmutzstoff durch die Kanäle 4 und 6 nach dem Fickschen
Gesetz und wird durch die Detektorsubstanz 3 gehalten, bis die Analyse durchgeführt werden muß. Die Detektorsubstanz
kann ein beliebiges Material sein, das absorbiert, adsorbiert, reagiert oder sich in anderer Weise mit dem
gasförmigen Schmutzstoff verbindet. Unabhängig von der Art und Weise, in welcher die Detektorsubstanz, wie erwähnt,
mit dem gasförmigen Schmutzstoff in Wechselwirkung tritt, soll ihre Menge oder Stärke ausreichend sein, um mit der
Gesamtschmutzstoffmenge, die sie kontaktiert, vollständig in Wechselwirkung zu treten. Die Detektorsubstanz ist oft
spezifisch für den besonderen gasförmigen Schmutzstoff, der überwacht werden soll. Beispiele von Detektoren, die für
verschiedene Schmutzstoffe verwendet werden können, sind aktivierter Kohlenstoff oder Aktivkohle, Silikagele, poröse
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Polymere und aktivierte Tonerde. Der Kohlenstoff oder die Tonerde können beispielsweise in einem polymeren Bindemittel,
wie Polytetrafluoräthylen, eingebettet werden.
Die Abdeckplatte 5 und die Basis 1 werden vorzugsweise aus Materialien hergestellt/ die nicht hygroskopisch und
sowohl chemisch als auch physikalisch für den zu überwachenden gasförmigen Schmutzstoff inert sind. Beispiele solcher
Materialien sind Polyäthylen, Polypropylen, Polymere oder Copolymere von Tetrafluoräthylen und Hexafluoräthylen,
rostbeständiger Stahl und verschiedene Metalle. Die vorerwähnten Polymere werden bevorzugt, da sie leicht im
Spritzgußverfahren verarbeitet werden können.
Damit ein Privatdosismesser eine genaue Anzeige der Konzentration im zeitlichen Durchschnitt eines gasförmigen Schmutzstoffes
in der Atmosphäre gibt, soll er durch Luftbewegung mit bezug auf den Dosismesser unbeeinflußt bleiben und
ausreichend empfindlich sein, um eine angemessene Masse selbst bei niedrigen Itmzentrationen zu sammeln. Bei dem
erfindungsgemäßen Dosismesser geschieht das Sammeln des gasförmigen Schmutzstoffes durch die Kanäle, deren Enden
direkt in die Detektorsubstanz führen, so daß kein Luftraum
um den Detektor herum bleibt. Es wurde festgestellt, daß bei einer solchen Gestaltung, wenn die Kanäle ein Länge/Durchmesser-Verhältnis
von mindestens 2,5, vorzugsweise mindestens 3,0, und noch mehr bevorzugt mindestens 3,4 haben,
der Dosismesser von den Geschwindigkeitswirkungen der Umgebung im wesentlichen unabhängig ist. Obwohl der Querschnitt
der Kanäle normalerweise rund ist, können auch Kanäle von anderen Querschnittsformen vorgesehen werden. In solchen
Fällen können die vorerwähnten Länge/Durchmesser-Verhältnisse (L/D) für kreisförmigen Querschnitt umgewandelt werden,
auf Länge/Querschnittsfläche-Verhältnisse, um eine Entspre-
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chung für andere Querschnittsformen zu entwickeln.
Innerhalb der Beschränkungen der vorstehend angegebenen Verhältnisse können beliebige Längen oder Durchmesser,
beispielsweise bei kreisförmigen Kanälen, verwendet werden, obwohl eine obere Grenze von etwa 10 für L/Dzweckmässig
ist. Kanallängen im Bereich von etwa 0,1 bis 1,O cm sind bevorzugt, da es Durchmesser von etwa 0,04 bis O,25 cm
ergibt. Die gewünschte Größe des Dosismessers bestimmt jedoch im allgemeinen die praktisch oberen Grenzen der Kanalabmessungen.
Wie sich aus dem Fickschen Gesetz ergibt, beeinflußt die Zahl der Kanäle die Menge des gesammelten gasförmigen
Schmutzstoffes, da sie die zur Überführung verfügbare Gesamtquerschnittsfläche beeinflußt. Der Dosismesser hat
jedoch eine für den Handel annehmbare Empfindlichkeit bei geringer Konzentration mit nur wenigen, beispielsweise
50, Kanälen.
Obwohl Fig. 1 und 2 Kanäle sowohl in der Abdeckplatte 5 als auch in der Basis zeigen, ist die Leistung des Dosismessersnatürlich
äquivalent, wenn die Kanäle nur in dem einen oder anderen dieser Teile enthalten sind. Ferner ist
es nicht erforderlich, daß, wenn beide Kanäle enthalten, jeder die gleiche Anzahl enthält. Vorzuziehen ist jedoch,
daß 200 bis 350 Kanäle vorgesehen sind und noch mehr bevorzugt sind 275 bis 325 Kanäle sowohl in der Abdeckplatte
als auch in der Basis.
Im Gebrauch wird der vorangehend beschriebene Dosismesser von der Person getragen, die dem gasförmigen Schmutzstoff
ausgesetzt ist, gewöhnlich durch Anbringen des Dosismessers an der Kleidung in der Weise, daß die Kanäle freiliegend
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bleiben. Gegebenenfalls kann der Dosismesser an einer Stelle angeordnet werden, an welcher er einer Umgebungsluftprobe
ausgesetzt wird, die der Luft entspricht, welcner die jeweilige Person ausgesetzt ist. Nachdem sie während
eines gemessenen Zeitraums exponiert worden ist, wird die Detektorsubstanz nach dem Inhalt des gasförmigen Schmutzstoffes
analysiert. Werte für Niveaus des vorhandenen gasförmigen Schmutzstoffes können mathematisch zur Umgebungskonzentration durch die Anwendung des Fickschen Gesetzes
in Beziehung gebracht werden, wodurch die durchschnittliche Umgebungskonzentration während der Exponierungsperiode
erhalten wird.
Die Analyse kann in der Weise durchgeführt werden, daß die
Detektorsubstanz entfernt und dann herkömmliche analytische Verfahren angewendet werden, um Veränderungen in den
thermischen, chemischen oder physikalischen Eigenschaften der Detektorsubstanz zu messen. Die Gaschromatographie ist
ein bevorzugtes analytisches Verfahren. Wenn der gasförmige Schmutzstoff von der Detektorsubstanz isoliert werden
soll, können solche herkömmlichen Desorptionslösungsmittel, wie Schwefelkohlenstoff, Methylenchlorid, Äther und Alkohole
zuerst verwendet werden, den Schmutzstoff vom Detektor abzuziehen.
Fig. 3 und 4 zeigen eine andere Ausführungsform der Erfindung,
bei welcher der Dosismesser nach Fig. I und 2 (die Bezugsziffern 1-6 und 10 sind wie in Verbindung mit
Fig. 1 und 2 beschrieben) ferner mit einem System zum Erkennen von Störungen im Sammelvorgang der Detektorsubstanz
kombiniert werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 hat der Dosismesser 14, welcher die zusammengebaute Vorrichtung nach
Fig. 1 und 2 ohne die Flansche 7 und 8 und die Endkappen 9
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0300A1 / 07 AS
FF-6108 .λ%· 301ISC
ist, Reibungssitz in einer Mulde 12 des Schichtträgers 11. In der Mulde 12 ist eine Schicht aus Detektorsubstanz 13
angeordnet, welche das flache Bett der Mulde 12 vollständig bedeckt. Wenn der Dosismesser 14 in der Mulde 12 mit luftdichter
Kupplung sitzt, ist die Detektorsubstanz 13 dicht zwischen der Basis 1 und dem Bett der Mulde 12 eingeschlossen,
so daß kein Raum zwischen der Detektorsubstanz und weder dem Muldenbett oder der Basis 1 vorhanden ist. Die Größe
der Mulde 12 entspricht in der Länge und in der Breite derjenigen der Basis 1.
Wenn die Vorrichtung nach Fig. 3 und 4 in Betrieb ist, diffundiert
der gasförmige Schmutzstoff in der Atmosphäre die Detektorschicht 3 nur durch Kanäle 6 und kann die Detektorschicht
13 nur durch Diffusion durch Kanäle 4 erreichen, was nur geschieht, wenn eine Störung beim Sammeln durch die
Detektorsubstanz besteht. Solche Störungen kommen beispielsweise vor, wenn die Detektorsubstanz 3 mit gasförmigem Schmutzstoff
gesättigt wird, die Detektorsubstanz 13 ist normalerweise das gleiche Material wie die Detektorsubstanz 3.
Durch eine Untersuchung der Detektorsubstanz 13 wegen der Anwesenheit des gasförmigen Schmutzstoffes läßt sich feststellen,
ob eine Sättigung der Detektorsubstanz 3 stattgefunden hat. Eine wahre Messung der durchschnittlichen Konzentration
des gasförmigen Schmutzstoffes kann nicht vorgenommen werden, wenn die Detektorsubstanz vor dem Ende
der Exponierungsperiode gesättigt wird. Im allgemeinen können, wenn die Detektorsubstanz 13 mehr als 15 Gew.Teile Schmutzstoff
je 100 Gew.Teile reine Detektorsubstanz 3 enthält, Bestimmungen, welche auf den durch den Detektor 3 gesammelten
Mengen beruhen, ungenau sein.
Weitere Hinweise zur Bestimmung der Genauigkeit der Schmutz-
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Stoffsammlung durch eine Detektorsübstanζ sind gegeben
in MeIcher, Langner und Kagel "Criteria for the Evaluation
of Methods for the Collection of Organic Pollutants in Air using Solid Sorbents", American Industrial Hygiene Association Journal,
Band 39, Seite 349, Mai 1978.
Der Nachweis der Unabhängigkeit des Dosismessers von der relativen Bewegung der Atmosphäre kann vorgenommen werden
durch Vergleichen der experimentellen Ergebnisse des Dosismesser-Betriebs unter verschiedenen Bedingungen mit theoretischen
Werten, die durch das Ficksche Gesetz vorausgesetzt werden. Die vorangehend beschriebene Ficksche Gleichung
kann wie folgt neu angeschrieben werden:
D.A/L -
wobei jedes Symbol seine vorerwähnte Bedeutung hat. Da A und L in jedem besonderen Dosismesser Konstante sind, und
D,der Diffusionskoeffizient, von der Konzentration (C), der
Zeit (t) und der Massekollektion (M) ist, ist der mathematische Ausdruck D«a/L eine Konstante für jeden besonderen
Dosismesser.
Zur Erläuterungϊ mehrere Dosismesser nach Fig. 1 und 2 (bei
welchen (1) die Abdeckplatte 5 und die Basis 1 je 291 Kanäle hatten; (2) jeder Kanal einen Durchmesser von 0,11 cm und
eine Länge von 0,352 cm hatte und (3) die Detektorsubstanz Aktivkohle war, die in einer Matrix aus Polytetrafluoräthylen)
wurden hergestellt. Es wurden insgesamt drei verschiedene Tests durchgeführt, bei jedem von welchen swei Dosismesser
in eine Kammer gebracht wurden, in welcher Luft
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mit einer bekannten Konzentration von Benzol an den Dosismesser in einer Richtung parallel zu den Aussenflächen
der Basis und der Abdeckplatte von jedem vorbeigeblasen wurde. Die -Dosismesser wurden so 30 Minuten exponiert, worauf
die Detektorsubstanz von jedem entfernt wurde, das gesammelte Benzol mit Schwefelkohlenstoff desorbiert wurde
und die Menge des Benzols mit einem vorher geeichten GasChromatographen bestimmt wurde. Die Ergebnisse sind
in der nachfolgenden Tabelle angegeben:
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C t M M "3
Benzol- Luftgeschwindigkeit Exponierungs- gesammeltes Ct <*
„ . konzentration (m/min) (feet/min) zeit Benzol . , 3, t , £
(ttg/cm3
»
IQ5)
(min.) (mg χ IQ2) (-/*»·>
1 11,4 9,9 32,5 30 31,9 93,4
11,4 9,9 32,5 30 28,6 83,8
σ
<=> ι 2 2,14 49,53 162,5 30 5,7 88,8
J^ *- 2,14 49,53 162,5 30 5,49 85,8
2 3 1,024 99 325,0 30 2,99 97,3
*~ 1,024 99 325,0 30 2,85 92,8 cn
FF-6108 Ah. 3 O 1 Ί Ώ Π 8
Der Diffusionskoeffizient von Benzol bei der Testtemperatur,
etwa 23° C, ist 5,592 cm2/min (International Critical
Tables). Bei diesen Tests hat der Ausdruck D-A/L einen Wert, der wie folgt bestimmt wird:
A/L = 5,592
2 χ 291
= 87,8
cm min.
0,352
Die experimentellen Ergebnisse, die für M/(C«t) erhalten wurden,
stimmen im wesentlichen mit dem theoretischen Wert für D-A/L von 87,8 cm /
Gleichung vorausgesagt.
Gleichung vorausgesagt.
für D-A/L von 87,8 cm /min überein, wie durch die Ficksche
Bei einem weiteren Nachweis der Unabhängigkeit von der relativen atmosphärischen Bewegung wurden sechs Sätze von
je 2 Dosismetern nach Fig. 1 und 2, jedoch mit Kanälen nur in der Abdeckplatte 5, gebaut. Die Detektorsubstanz war
Aktivkohle, die in einer Matrix aus Polytetrafluoräthylen eingebettet war. Jeder Satz unterschied sich von irgendeinem
anderen Satz in der Zahl der Kanäle, der Kanallänge oder des Kanaldurchmessers. Ein Dosismesser jedes Satzes wurde
in eine Kammer gebracht, in welcher Luft mit einer Benzolkonzentration von 1,152 χ 10 mg/cm in einer Richtung
parallel zur Aussenfläche der Abdeckplatte von jedem geblasen wurde. Die Geschwindigkeit der Luft mit bezug auf den
Dosismesser betrug 1,524 m/min (5 ft./min). Nach 3 Stunden wurde die Menge Benzol, die durch jeden Dosismesser gesammelt
wurde, in der vorangehend beschriebenen Weise bestimmt. Der Test wurde mit dem übrigen Dosismesser mit der Ausnahme
wiederholt, daß eine relative Luftgeschwindigkeit von 487,68 m/min (160 ft./min) verwendet wurde.
- 16 -
Ö300A1/07AS
Für jeden Satz von Dosismessern wurde die Wirkung der Veränderung in der Geschwindigkeit wie folgt berechnet:
Geschwindigkeitswirkung =
M1 cr. - Mc χ 100 %
XbU b
wobei
M16O = 9esamrnelte Masse bei 487,68 m/min (160 ft/min)
Mr = gesammelte Masse bei 1,524 m/min (5 ft/min.
Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben:
- 17 -
030041 /0745
|
Dosismesser-
satz |
Zahl der
Kanäle |
L Kanallänge (cm) |
d Kanaldurch messer (cm) |
L/d | Geschwindigkeits wirkung |
| 1 | 96 | 0,60 | 0,20 | 3,0 | t 0,0 % |
| 2 | 177 | 0,48 | 0,14 | 3,43 | 1,6 % |
| 3 | 401 | 0,32 | 0,08 | 4,0 | + 1,9 % |
| 4 | 401 | 0,635 | 0,08 | 7,94 | 1,4 % |
| 5 | 177 | 0,32 | 0,14 | 2,29 | + 18,8 % |
| 6 | 1 | 0,97 | 3,15 | 0,31 | + 313,0 % |
FF-6108
Wie ersichtlich, zeigen die erfindungsgemäßen Dosismesser,
d.h. die Dosismesser 1-4, bei welchen L/d ^ 2,5 eine
vernachlässigbare Veränderung in der Massesammlung von der Veränderung in der ümgebungsgeschwindigkeit. Die Kontrolldosismesser 5 und 6, die nicht unter den Rahmen der Erfindung fallen, zeigen eine wesentliche Veränderung. Der Dosismesser zeigt die extremen Wirkungen der Umgebungsgeschwindigkeit, wenn L/d weit geringer als die untere Grenze der Erfindung ist.
vernachlässigbare Veränderung in der Massesammlung von der Veränderung in der ümgebungsgeschwindigkeit. Die Kontrolldosismesser 5 und 6, die nicht unter den Rahmen der Erfindung fallen, zeigen eine wesentliche Veränderung. Der Dosismesser zeigt die extremen Wirkungen der Umgebungsgeschwindigkeit, wenn L/d weit geringer als die untere Grenze der Erfindung ist.
Ende der Beschreibung.
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0041/074B
Claims (5)
- Patentansprüche :Dosismesser zum Messen der zeitlichen durchschnittlichen Konzentration eines gasförmigen Schmutzstoffes in der Atmosphäre, gekennzeichnet durch eine flache Basis (1) mit einem flachen Hohlraum (2) in dieser, eine Detektorsubstanz (3) zur Wechselwirkung mit dem gasförmigen Schmutzstoff innerhalb des erwähnten Hohlraums und eine Abdeckplatte (5), die auf der Basis aufliegt und deren Innenseite dem Hohlraum (2) in der Basis so angepaßt ist, daß die Detektorsubstanz (3) eingeschlossen und dicht zwischen dem Hohlraumbett und der Abdeckplatte (5) angeordnet ist, wobei mindestens einer der Teile Basis (1) und Abdeckplatte (5) mit einer Vielzahl von durchgehenden kreisförmigen Kanälen (4 bzw. 6) versehen ist, von denen jeder ein Länge/Durchmesser-Verhältnis von mindestens drei hat und die Kanäle die einzige Verbindung zwischen der Atmosphäre und der Detektorsubstanz bilden.
- 2. Dosismesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle eine Länge von etwa 0,1 bis 1,0 cm und030041/0745FF-6108einen Durchmesser von etwa 0,04 bis 0,25 cm haben.
- 3. Dosismesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Abdeckplatte (5)als auch die Basis (1) mit 200 bis 350 Kanälen versehen ist.
- 4. Dosismesser nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektorsubstanz aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Aktivkohle, aktiviertem Kohlenstoff, Silikagelen, aktivierterTonerde und porösen Polymeren besteht.
- 5. Dosismesser zum Messen der zeitlichen durchschnittlichen Konzentration eines gasförmigen Schmutzstoffes in der Atmosphäre, gekennzeichnet durch einen flachen Schichtträger (11) mit einer flachen Mulde (12), eine erste Detektorsubstanz (3), die mit dem gasförmigen Schmutzstoff innerhalb der Mulde (12) in Wechselwirkung treten kann, eine flache Basis (1) mit einem flachen Hohlraum (2) in ihrer einen Seite, die in der erwähnten Mulde (12) so sitzt, daß die erste Detektorsubstanz (3) eingeschlossen und dicht zwischen dem Muldenbett und der Seite der Basis, die dem flachen Hohlraum gegenüberliegt, angeordnet ist, eine zweite Detektorsubstanz (13) zur Wechselwirkung mit dem innerhalb des Hohlraumes befindlichen gasförmigen Schmutzstoff und eine Abdeckplatte (5), die über der Basis (1) liegt, deren Innenseite zu dem Hohlraum in der Basis (1) paßt, so daß die zweite Detektorsübstanζ (13) eingeschlossen und dicht zwischen dem Hohlraumbett und der Abdeckplatte angeordnet ist,0 3 o"o 117 0 7 4 5FF-61O8wobei sowohl die Abdeckplatte (5) als auch die Basis (1) eine Anzahl von durchgehenden kreisförmigen Kanälen (4 bzw.- 6) aufweist, von denen jeder ein Länge/Durchmesser-Verhältnis von mindestens drei hat, die Kanäle in der Basis die einzige Verbindung zwischen der ersten und der zweiten Detektorsubstanz bilden und die Kanäle in der Abdeckplatte die einzige Verbindung zwischen der Atmosphäre und der zweiten Detektorsubstanz bilden.030041/0745
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