DE299867C - - Google Patents

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DE299867C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/0073Accessories for calenders
    • D21G1/0093Web conditioning devices

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich läßt sich bei einer bereits fertig getrockneten Papierbahn eine einseitige ,Glättung dadurch erzielen, daß die Papierbahn über eine Anfeuchtvorrichtüng und dann mit der angefeuchteten Seite, um einen Glättzylinder geführt und an diesen angedrückt wird." Es hat sich*, jedoch gezeigt, daß die hierbei zur Anwendung kommende, aus der Glättpresse und einem Satz Anfeuchtwalzen
ίο bestehende Vorrichtung nur bei einer bestimmten Arbeitsgeschwindigkeit und auch nur bei einer gewissen Papierstärke ein befriedigendes Ergebnis liefert, daß sich dagegen mit einer solchen für eine bestimmte Papierstärke und eine bestimmte Arbeitsgeschwindigkeit eingerichteten Vorrichtung nicht mehr sachgemäß arbeiten läßt, sobald es sich Um die einseitige Glättung wesentlich dünnerer oder dickerer Papiere handelt.
Die Erfindung betrifft eine solche Ausbildung der Vorrichtung, daß sie mit gleich gutem Erfolg zur einseitigen Glättung beliebig starker Papiere benutzt werden kann. Die Neuerung besteht darin, daß der üblichen Anfeucht Vorrichtung eine zweite, ausschaltbare Anfeuchtvorrichtung vorgeschaltet und außerdem zwischen beiden eine Leitwalze derart angeordnet ist, daß entweder nur die eine oder nur die andere Anfeuchtvorrichtung oder aber auch beide gleichzeitig in Wirkung treten und so die Anfeuchtung der jeweiligen Papierstärke und Arbeitsgeschwindigkeit angepaßt werden kann.
Eine besonders weitgehende Anpassung läßt sich dadurch erzielen, daß in der vorgeschalteten Anfeucntvorrichtung ein Tragfilz als Mittel zum Übertragen der Feuchtigkeit auf die Papierbahn zur Anwendung kommt, da durch einen solchen selbst bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit oder großer Papier- und Kar- tonstärke eine außerordentliche Gleichmäßigkeit der Anfeuchtung herbeigeführt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung.
Die eigentliche Glättpresse besteht in bekannter Weise aus dem Hochglanzpolitur besitzenden Trockenzylinder D, dem Glättfilz I, der Gummipreßwalze i, und der zweiten Preßwalze k, die-dazu dient, das von dem Glättfilz I aufgenommene Wasser auszupressen, damit dieser immer wieder trocken zwischen die Gummipreßwalze i und den Zylinder D gelangt. Das ausgepreßte Wasser wird von dem Trog ο aufgenommen.
Die Glättpresse ist in üblicher Weise mit einer aus dem Trog η und den Ubertragungs-. walzen h und i gebildeten Anfeuchtvorrichtung gebunden. Dieser Anfeuchtvorrichtung , ist eine zweite Anfeuchtvorrichtung vorgeschaltet, bei der ein Tragfilz c als Mittel zur ßo Übertragung der Feuchtigkeit auf die Papier- ' bahn dient. Der um Leitwalzen geführte . Tfagfilz c wird durch die Walze e an die in den Trog m tauchende Walze d gedrückt. Mittels der Spritzrohre r, s kann der Tragfilz c in verstärktem Maße genäßt werden.
Zwischen den beiden Anfeuchtvorrichtungen tu, d und h, n, i ist eine Leitwalze f derart angeordnet, daß die vom Tragfilz c kommende und über diese Walze geleitete Papierbahn — ohne Durchgang durch die zweite Anfeuchtvorrichtung h, i — über die dem Zylinder D
vorgeschaltete Leitwalze g hinweg unmittelbar in die Glättpresse eingeführt werden kann.
Befindet sich die einseitig zu glättende Papier-, Karton- oder Pappenbahn, wie dies bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung angenommen ist, in aufgerolltem Zustande, so wird die betreffende Rolle a in eine Abwickelvorrichtung gelegt und die abgewickelte Stoffbahn/) über die Leitwalze δ
ίο hinweg dem Tragfilz c zugeführt.
Handelt es sich um eine starke Stoffbahn, so wird diese unter starkem Nässen des Tragfilzes c nach dem Verlassen dieses Filzes auch noch über die Übertragungswalze h der zweiten Anfeuchtvorrichtung h, i geführt, so daß sie in stark genäßtem Zustande an den Glättzylinder D gelangt. Bei mittelstarken Stoffbahnen genügt die Anfeuchtung durch den entsprechend mehr oder minder feucht gehaltenen Tragfilz c allein; diese Stoffbahnen werden dann von der Leitwalze f aus unmittelbar der Leitwalze g und weiter dem Zylinder D1 zugeführt.
Soll eine ganz dünne Papierbahn einseitig
geglättet werden, so kann die Änfeuchtung entweder mittels des entsprechend gering genäßten Tragfilzes c oder mittels der Übertragungswalze h der zweiten Anfeuchtvorrichtung h, i allein bewirkt werden. Im letzteren Falle wird die vorgeschaltete, mit dem Tragfilz ausgestattete Anfeuchtvorrichtung /m, d durch Entleerung des Troges m und Abstellung der Spritzrohre r, s ausgeschaltet, so daß der Tragfilz c trocken läuft.
Es läßt sich sonach durch die Anordnung der vorgeschalteten Anfeuchtvorrichtung m, d die einseitige Anfeuchtung der einseitig zu glättenden Stoffbahn sowohl den verschiedensten Stärken der letzteren als auch den in Betracht kommenden Arbeitsgeschwindigkeiten aufs beste anpassen. Die Benutzung eines Tragfilzes als Übertragungsorgan der vorgeschalteten Anfeuchtvorrichtung m, i? bietet dabei den besonderen Vorteil einer überaus gleichmäßigen Anfeuchtung der zu glättenden Seite der Stoffbahn.
Wie Fig. 2 veranschaulicht, kann der Tragfilz c auch unmittelbar durch den Trog m hindurchgeführt und so in verstärktem Grade genäßt werden.
Soll der Papier-, Kartön- oder Pappenbahn auf der zu glättenden Seite gleichzeitig auch noch eine Sonderbeschaffenheit in Färbung, Glanz, Dichte usw. erteilt werden, so wird der Trog η mit einer entsprechenden Flüssigkeit gespeist und die Stoffbahn über die Übertragungswalze h geleitet.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung einseitig glatter Papiere, Kartons, Pappen usw., bei der die zu glättende Stoffbahn über eine Anfeuchtvorrichtung und dann mit der angefeuchteten Seite um einen Glättzylinder geführt und an diesen angedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Anfeuchtvorrichtung (h, i) eine zweite, ausschaltbare Anfeuchtvorrichtung (m, d) vorgeschaltet und zwischen beiden Anfeuchtvorrichtungen (h, i und m, d) eine Leitwalze (f) derart angeordnet ist, daß die Stoffbahn (ft) gegebenenfalls auch ohne N Beeinflussung durch die erstgenannte Anfeuchtvorrichtung (h, i) dem Glättzylinder (D) zugeführt werden kann. '
2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, ■ dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeschaltete Anfeuchtvorrichtung (m, d) die Feuchtigkeit mittels eines Tragfilzes (c) auf die vom Filz (c) der anderen Anfeuchtvorrichtung (η, i, h) oder dem Glättzylinder (D) zugeführte Stoffbahn (p) überträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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