DE29944C - Verfahren zum Entbittern von Lupinen - Google Patents

Verfahren zum Entbittern von Lupinen

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DE29944C
DE29944C DENDAT29944D DE29944DA DE29944C DE 29944 C DE29944 C DE 29944C DE NDAT29944 D DENDAT29944 D DE NDAT29944D DE 29944D A DE29944D A DE 29944DA DE 29944 C DE29944 C DE 29944C
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DE
Germany
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lupins
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lupine
debittering
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Application number
DENDAT29944D
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English (en)
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R. HABERMANN in Berlin, Manteuffelstrafse 75
Publication date
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Publication of DE29944C publication Critical patent/DE29944C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/32Removing undesirable substances, e.g. bitter substances by extraction with solvents

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  • Agronomy & Crop Science (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Lupine konnte bis jetzt in der Landwirthschaft nicht die ihr gebührende Stellung als Viehfutter einnehmen, weil sie durch ihren bitteren Geschmack dem Vieh widerstand. Man suchte daher Mittel und Wege, diesen bitteren Geschmack zu entfernen und ersann in dieser Intention verschiedene Verfahren. Diese waren jedoch sämmtlich nicht im Stande, die Lupine mit Erfolg der Landwirthschaft als Viehfutter dienlich zu machen, da mit der Entbitterung der Nährwerth in einem so bedeutenden Mafse verloren ging, dafs ein Nutzen durch ein Füttern der Lupine nicht ersehen werden konnte. Ein Verfahren, dem genannter Mangel am meisten anhaftet, besteht darin, die Lupinen bei 80 bis ioo° C. trocken zu darren und dann mit Wasser auszulaugen oder sofort mit Wasser zu kochen.
Die Folgen dieser Ueberhitzung sind die, dafs ein Theil der Prote'inkörper in unlöslichen Zustand übergeht und somit das Futter den gröfsten Theil seines Nährgehaltes verliert. Ein weiterer Fehler in der Trockenbehandlung besteht darin, dafs die Lupinen nach dem Darren nicht mehr mit heifsem Wasser behandelt werden dürfen, wenn man nicht ein vollständiges Gerinnen der Eiweifskörper und damit eine vollständige Vernichtung des Nährstoffes veranlassen will. . Ein Auslaugen mit warmem Wasser ist jedoch zur Entbitterung nöthig. Es handelt sich daher darum, die Lupine dazu vorzubereiten, dafs sie ohne einen Verlust ihrer Nährfähigkeit mit heifsem Wasser ausgelaugt werden kann. Darin besteht die Neuerung des Verfahrens, die Lupine in ein Stadium zu bringen, bei dem das Auslaugen mit heifsem Wasser die Eiweifskörper nicht mehr gerinnen läfst; eine neue Wirkung, welche alle seitherigen Verfahren nicht besitzen und nur durch das vorliegende erzielt werden kann.
Der Erfinder darrt zur Erreichung seines Zieles die Lupinen, so dafs dieselben nicht höher als 700C. erwärmt werden, dadurch treten die Eiweifskörperchen in einen Zustand über, welcher sie vor dem Gerinnen bewahrt, wenn sie in Wasser (behufs Auslaugung des Bitterstoffes) geschüttet werden, dessen Temperatur zwischen 65 und 850C. liegt. Würde man die Lupinen in Wasser von unter 650C. bringen, so wird ein bedeutender Theil des Eiweifsstoffes aufgelöst und so der Lupine direct genommen. Bringt man auf obige Weise gedarrte Lupinen in Wasser von mehr als 85° C. Wärme, so. gerinnt das Eiweifs wie bei ungedarrten, und es geht dabei ein sehr grofser Procentsatz in unlöslichen Zustand über und ist damit für Nährzwecke verdorben. Benutzt man Lupinen, die nicht auf obige Weise gedarrt sind, und ist die Temperatur des Wasserbades höher als 650C, so coagulirt das Eiweifs und wird zum Theil unlöslich, während die nach obigem Verfahren gedarrten Lupinen eine Temperatur im Wasserbade von 65 bis 850C. vertragen können, ohne dafs deren Eiweifskörperchen coaguliren. Also im Wasserbäde von unter 65° C. wird das Eiweifs ausgelaugt und in solchem von über 650C. wird es in nicht nach diesem Verfahren präparirten . Lupinen coagulirt; auf jeden Fall gehen dabei 40 bis
■ $o pCt. des Nährwerthes. verloren, was bei dem hier angegebenen Verfahren nicht ' der Fall ist. . '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Entbitterung von Lupinen ohne Verlust an Nährstoffen, indem man erstere in der Darre erwärmt, ohne dafs die Temperatur der Lupinen 700 C. übersteigt, dadurch die Eiweifskörperchen in einen Zustand überführt, welcher gestattet, dafs sie einem Wasserbade von 65 bis 850C. ausgesetzt werden können, ohne dafs sie in unlöslichen Zustand übergehen, und endlich in einem Wasserbade von 65 bis 850C. den Bitterstoff auslaugt.
DENDAT29944D Verfahren zum Entbittern von Lupinen Expired DE29944C (de)

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DE29944C true DE29944C (de) 1900-01-01

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DE (1) DE29944C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3544387A1 (de) * 1985-12-14 1987-06-19 Buehler Ag Geb Schaelverfahren fuer bohnenartige fruechte und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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