DE29727C - Röhrenverbindung mit Dichtung durch Flüssigkeitsdruck - Google Patents
Röhrenverbindung mit Dichtung durch FlüssigkeitsdruckInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16L17/10—Joints with packing adapted to sealing by fluid pressure the packing being sealed by the pressure of a fluid other than the fluid in or surrounding the pipe
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. April 1884 ab.
Mittelst der dargestellten Einrichtungen kann man auf bequem auszuführende Weise eine
vollständig dichte Verbindung von Röhren mit Dichtung durch Flüssigkeitsdruck herstellen.
Die Fig. 1, 2 und 2 a stellen zwei verschiedenartige
Rohrverbindungen für gufseiserne Röhren, Fig. 3 und 4 für Bleirohre, · Fig. 5 und 6 Abände^
rungen der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Anordnung, Fig. 7 eine Verbindung eines Wasserhahnes
mit dem Bleirohr der Leitung dar.
In Fig. ι besteht diese Verbindung aus einer Muffe oder einem cylindrischen äufseren Ring A,
in welchen ein hohler, aus nachgiebigem Stoff hergestellter Ring B eingeschoben wird, dessen
hohler, innerer Raum mit dem Druckrohr d in Verbindung steht. Die zu verbindenden gufseisernen
Rohrenden sind entweder glatt oder mit beliebig gestalteten Erhöhungen oder Riefen, in
der Zeichnung mit kreisförmigen Nuthen c c versehen. Durch den Flüssigkeitsdruck wird der hohle
Bleiring von innen aus einerseits gegen die Muffe A, andererseits gegen die Rohrstücke CC
derart geprefst, dafs das Blei in die Nuthen c c dringt und an den Mantelflächen der Rohrenden
fest anliegt, somit die Rohrenden CC vollständig dichtet. Nach erfolgter Verbindung wird
das Druckrohr d dicht bei B zusammengedrückt und oberhalb abgeschnitten.
In Fig. 2 ist eine Abänderung der in Fig. 1 dargestellten Anordnung gezeigt, während Fig. 2 a
die Muffe ΑΛ mit Bleiring B1 darstellt. Die
äufsere Muffe A1 ist an ihren Enden trichterförmig, nach innen verengt, gestaltet und an
den Enden EE mit Riefen oder Schraubengewinde versehen. Der innere Bleiring B1 ist
derart geformt, dafs der mittlere Theil zwischen der inneren Mantelfläche von A' und der
äufseren von Βλ einen geringen hohlen, ringförmigen
Raum D1 zur Aufnahme der Flüssigkeit
bildet. Dieser Raum kann auch erst durch den Druck erzeugt werden, Fig. 2 a. Die zu
verbindenden guiseisernen Rohrenden C1C sind wie in Fig. ι mit Nuthen cx c1 versehen.
Die Hülfskeilringe F F -werden nach innen getrieben
, wodurch eine vollständige Dichtung zwischen der Muffe A1 bei EE und dem Bleiring
B1 erzielt wird. Die Durchbohrung d1 in
der Muffe Ax dient zur Zuleitung der einzupressenden
Flüssigkeit. Diese drückt den Bleiring B' in die Nuthen C1C1 und an die äufseren
Mantelflächen von C1 C1, dafs die Rohrenden vollständig dicht verbunden werden. Nöthigenfalls
kann nach ' erfolgter Dichtung durch d'
dieselbe Flüssigkeit, z. B. Wasser oder ein breiartiger Stoff, der nach der Einpressung erhärtet,
bis an den oberen Rand von dx nachgefüllt
und dann mittelst der zum Muttergewinde in d' gehörigen Schraube S und Kupferscheibe K,
Fig. 3, nochmals geprefst und vollständig dicht abgeschlossen werden. In Rohre, welche nicht
die zum Verdichten erforderliche Widerstandsfähigkeit besitzen, setzt man einen inneren Rohrstutzen
als Kernstück ein; die zu verbindenden Rohrenden müssen dann dem Rohrstutzen entsprechend
erweitert sein, Fig. 3 und 4. In Fig. 3 ist die Verbindung zwischen Muffe und Bleirohr derart abgeändert, dafs statt An-
"Wendung der Hülfskeilringe der innere Bleiring
B% mit der äufseren Muffe A2 fest verlöthet
ist. Der äufsere Mantel des Rohrstutzens oder Kernstückes H ist mit Riefen oder Gewinde
versehen. Durch Druck auf die Aufsenfläche des Bleiringes B"' erfolgt ein festes Zusammenpressen
der sich berührenden Flächen von 2?2 und C2C2 unter gleichzeitigem Einpressen
der inneren Flächen der Rohrenden in die Riefen des Stutzens H. Fig. 4 ist eine Abänderung
der in Fig. 2 dargestellten Anordnung, wobei die Hülfskeilringe F3 F3 und die Riefen
E3 E3 in A3 angeordnet sind, in Verbindung
mit dem Rohrstutzen H3.
Ist der Stoff der zu verbindenden Rohre von solcher Widerstandsfähigkeit, dafs er den entsprechenden
Druck zwar auszuhalten vermag, aber dennoch ein Eindringen eines härteren
Körpers gestattet, wie z. B. Zinnrohr, so kommt die in Fig. 5 dargestellte Einrichtung zur Anwendung.
Die Muffe A* mit Bleiring B1 ist dieselbe wie in Fig. 3. Auf die zu verbindenden
Rohrenden werden Ringe L L von härterem Stoff als Blei und Zinn, ζ. B. Ringe aus sehr
weichem Eisen, geschoben, welche beim Einpressen der Flüssigkeit einerseits in den Bleiring
2?4 und andererseits in die Rohrenden C C
eindringen.
Es kann auch als Dichtungsmasse eine Masse M, die weicher als Blei oder Zinn ist, z. B. Kautschuk,
verwendet werden, welche sich in Vertiefungen der Muffe und der Rohrenden einprefst,
Fig. 6. Alsdann versieht man die Innenfläche des Bleiringes B5 und die Aufsenfläche
der Rohrenden C5 C5 mit Riefen oder Nuthen, in welche sich die Masse M einprefst.
In Fig. 7 ist die in Fig. 3 beschriebene Anordnung zur Verbindung eines Wasserhahnes
mit der Leitung dargestellt. Das Rohr R -wird mit Nuthen oder Gewinde versehen, und die
Dichtung erfolgt entweder mittelst der in Fig. 3 oder der in Fig. 4. dargestellten Anordnungen.
Claims (5)
- Patent-AnSprüche:
Bei Röhren verbindungen:
Die Anwendung von Muffen oder cylindrischen äufseren Ringen A von genügender Widerstandsfähigkeit gegen den zum Verdichten erforderlichen Flüssigkeitsdruck in Verbindung mit hohlen, nachgiebigen inneren Ringen B, welche durch Flüssigkeitsdruck von innen (D) einerseits gegen die Muffe A, andererseits gegen die an einander s|:ofsenden glatten, mit Riefen c oder Erhöhungen versehenen Enden der zu verbindenden Rohrstücke CC derart geprefst werden, dafs die Rohrenden CC, Fig. 1, vollständig dicht verbunden werden. - Die Anwendung solcher hohlen Muffen, deren äufserer Mantel Αλ (A2 A3 A4J aus gleichem Stoff, wie bei 1., und deren innere Wandung B' (B2B3 B1) aus nachgiebigem Stoff hergestellt ist, durch Flüssigkeitsdruck im Innern Dx der Wandungen dieser Muffen die innere nachgiebige Fläche B1 derselben gegen die Enden der zu verbindenden Rohre C C^ gedrückt wird und diese vollständig dicht verbindet.
- Bei i. und 2. die Anwendung von Hülfskeilringen F(F3), Fig. 2 und 4.
Bei i. und 2. die Anwendung von inneren Rohrstutzen H(H3) als Kernstücken mit oder ohne Nuthen für solche Fälle, in denen das Rohr nicht die zum Verdichten erforderliche Widerstandsfähigkeit besitzt, Fig. 3, 4 und 7, - Bei i, und 2. die Anordnung, zwischen Muffe AB bezw. A1 B\ AiBi und Rohr C C härtere Ringe L einzuschieben, welche sich in beide eindrücken, mit oder ohne Verwendung der unter 3. genannten Hülfskeilringe F oder der unter 4. genannten Rohrstutzen H, Fig
- 5. Bei 5. die Anordnung, zwischen Muffe A1 B\ und Rohr C C weichere Körper M einzuschieben, welche Vertiefungen in beiden (B und CyI, Fig. 6, ausfüllen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29727C true DE29727C (de) |
Family
ID=305887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29727D Active DE29727C (de) | Röhrenverbindung mit Dichtung durch Flüssigkeitsdruck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29727C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2523716A (en) * | 1946-11-18 | 1950-09-26 | Edward L Parr | Hydraulic coupling |
| US2871034A (en) * | 1953-08-10 | 1959-01-27 | Sumner D Wiltse | Pressure actuated resilient sleeve type tube coupling |
| DE1282372B (de) * | 1967-11-29 | 1968-11-07 | Hans Lingl | Dichtmuffe fuer Rohre, insbesondere Kanalisationsrohre |
| US3473829A (en) * | 1967-05-08 | 1969-10-21 | Dennis Daniels | Inflatable connector |
| DE3706216A1 (de) * | 1987-02-26 | 1988-09-29 | Marinetechnik Gmbh | Durch fluiddruck anbringbarer rohrverbinder |
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2523716A (en) * | 1946-11-18 | 1950-09-26 | Edward L Parr | Hydraulic coupling |
| US2871034A (en) * | 1953-08-10 | 1959-01-27 | Sumner D Wiltse | Pressure actuated resilient sleeve type tube coupling |
| US3473829A (en) * | 1967-05-08 | 1969-10-21 | Dennis Daniels | Inflatable connector |
| DE1282372B (de) * | 1967-11-29 | 1968-11-07 | Hans Lingl | Dichtmuffe fuer Rohre, insbesondere Kanalisationsrohre |
| DE3706216A1 (de) * | 1987-02-26 | 1988-09-29 | Marinetechnik Gmbh | Durch fluiddruck anbringbarer rohrverbinder |
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