DE295763C - - Google Patents

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DE295763C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T1/00Measuring X-radiation, gamma radiation, corpuscular radiation, or cosmic radiation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 295763 KLASSE 21 g. GRUPPE
FRANKFURT-ASCHAFFENBURG m.b.H. und FRIEDRICH DESSAUER in FRANKFURT a. M.
Verfahren zur Messung der Härte von Röntgenstrahlen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Juni 1914 ab.
Das Verfahren zur Messung der Durchdringungsfähigkeit von X-Strahlen, welches den Gegenstand der Erfindung bildet, beruht auf folgendem Gedankengang: wenn man zwei Körper, welche in irgendeiner Weise auf Röntgenstrahlen reagieren, in einem Röntgenstrahlungsfelde miteinander vergleicht, nachdem der eine von der vollen Strahlung des Feldes, der andere aber von der Strahlung erst nach Durchdringung eines Absorptionsmediums getroffen wird, so kann man darauf eine Nullmethode gründen, welche direkt an einer Skala die Durchdringungsfähigkeit bzw. den Absorptionskoeffizienten abzulesen gestattet. Man entfernt den einen der beiden Reagenzkörper so weit, daß durch die quadratische Abnahme seine Reaktion in gleicher" Weise schwach wird, wie die Reaktion des anderen Körpers in geringerem Abstande durch die Absorption geschwächt wurde, und führt so die Absorption auf eine reine Dispersionsabnahme zurück.
Nach der vorliegenden Erfindung wird dafür nun ein neues Mittel verwendet. Die Messung geschieht optisch. Irgendwelche auf Röntgenstrahlen hin stark fluoreszierende Substanzen, wie Zinkblende, Bariumplatincyanür o. dgl., werden in Fluoreszenz gebracht. Die Fluoreszenz wird dann optisch verglichen. Um den Vergleich zu ermöglichen, müssen die beiden fluoreszierenden Punkte, obwohl sie im Strahlenfelde verschiedenen Abstand zur Röhre haben, bei der Beobachtung nebeneinander liegen. Das geschieht entweder durch Verwendung von gebogenen Glasstäben aus klarem, weißem Glase, die- mit sehr geringem Verlust fähig sind, Lichteffekte, die an einer Schnittfläche auftreten, an die andere Schnittfläche weiter zu leiten, oder durch Linsen zur Parallelisierung des Lichtes und Spiegel oder Prismen. Auf dem ersten der beiden Mittel beruhen ja viele elektromedizinische Beleuchtungsgeräte u. dgl. Es ist dasselbe Prinzip, wie es an den Leuchtfontänen zur Anwendung kommt. Erhöht wird die Wirkung, wenn man die Glasstäbe nach außen mit einer Silberschicht überzieht. Die Fig. 1 und ia stellen einen derartigen Apparat dar. Die beiden Glasstäbe A und B stehen in verschiedenem Abstand, z. B. der eine in einem Abstand von 25, der andere von 35 cm von der Röhre. Sie sind gebogen und führen in einen Beobachtungskasten, der ähnlich wie ein Kryptoskop gebaut ist, in dem die beiden Stäbe dicht nebeneinander münden. Die beiden Stäbe sind an der oberen Schnittfläche mit Bariumplatincyanür bestrichen. Die Stäbe erhalten eine möglichst zweckmäßige Form. Sie können so geformt werden, daß sie gleiche Länge und gleiche Biegung haben. Sie können überdies konisch sein, so daß das mit Leuchtmasse bestrichene Ende größer ist als das beobachtete. Die bestrichenen Enden werden in das Strahlenfeld gebracht. Vor dem Ende des näher an der Röhre liegenden Stabes befindet sich nun ein Absorptionskörper k, dessen Schichtdicke variabel ist. Er kann z. B.
so gebaut sein, daß er ι, 2, 3 bis 20 mm Aluminium dick ist. Nun wird lediglich dieser Absorptionskörper so lange gedreht, bis bei der Beobachtung mit dem Kasten die beiden Lichteffekte gleich sind. In diesem Augenblick ist der Absorptionsverlust gleich dem Dispersionsverlust von 10 cm Längenentfernung, und es läßt sich, vorausgesetzt, daß der Abstand der Leuchtflächen vom Röhrenfokus mittels einer geeigneten Vorrichtung V konstant gehalten wird, aus einer Tabelle dann ohne weiteres der Absorptionskoeffizient der Strahlung ablesen. Die Rechnungsformel, welche der Tabelle zugrunde liegt, ist:
= 2 [log (a +O)- log«]
" d log e
Darin bedeuten: α den Abstand der oberen Leuchtfläche vom Fokus, & den Abstand der leuchtenden Flächen voneinander, d die Dicke der absorbierenden Schicht und β die Basis der natürlichen Logarithmen.
Eine zweite Anordnung (Fig. 2 und 2 a),
welche dazu dient, die beiden vom Fokus verschieden weit abstehenden Leuchtflächen für die Beobachtung nebeneinander zu bringen, besteht aus Linsen und einem reflektierenden Spiegel. In den Fig. 2 und 2 a bedeuten A und B die zur Fluoreszenz erregten Leuchtflächen, deren jede sich in der Brennebene einer Linse (L1 und L2) befindet. Es entstehen zwei Parallelstrahlenbündel, welche durch einen unter 45 ° gegen die Strahlenrichtung geneigten ebenen Spiegel nach dem Auge des Beobachters reflektiert werden und so verglichen werden können.
Die Methode ist sehr genau, da das Auge zwei unmittelbar nebeneinanderliegende leuchtende Stellen in ihrer Helligkeit sehr leicht vergleicht. Die Methode ist so genau wie irgendein Photometer.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Messung der Härte von Röntgenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschied im Leuchten zweier Fluoreszenzschirme, die sich in verschiedenen Entfernungen von der Antikathode der Röhre befinden, durch einen Absorptionskörper veränderlicher Dicke ausgeglichen wird, welcher dem der Antikathode ?näheren Schirm vorgehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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