DE2952380C2 - Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf FernsprechleitungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen
durch gleichzeitiges Übertragen je einer Signalfrequenz von mehreren Frequenzgruppen in Abhängigkeit der
Daten einer Datenendeinrichtung, welche den Frequenzgruppen zugeordnete Adresseninkrementgeber
ansteuern und jeweils ein Signal auslösen als Adresseninkrement zur Fortschaltung zyklisch zu durchlaufender
Adressen taktgesteuerte auf die Werte der zu erzeugenden Signalspannungen bezogener Adressenspeicher,
deren abgetastete Adressen taktgesteuert zu einem Festwertspeicher gelangen, welcher durch taktgesteuertes
Abfragen die unter den jeweiligen Adressen gespeicherten die jeweilige Signalspannung repräsentierende
Inhalte über einen Digital-Analog-Wandler und ein Tiefpaßfilter auf eine Fernsprechleitung schaltet.
Das Fernsprechnetz ist für die Übertragung von Gesprächssignalen ausgelegt mit einem Frequenzband von
300 bis 3400 Hz. Eine Datennachricht kann daher über das Fernsprechnetz nicht als Gleichstromsignal übertragen,
sondern muß speziell dazu aufbereitet werden. In der Regel handelt es sich dabei um Modulationseinrichtungen
zur Erzeugung modulierter Trägerschwingungen, die auf der Empfangsseite natürlich wieder demoduliert
werden müssen. Die Teilnehmerstationen müssen daher mit Modulations- und Demodulationseinrichtungen
versehen sein, und man nennt derartige Einrichtungen deswegen auch Modem.
Bei einem bekannten Übertragungsverfahren werden drei Signalfrequenzen gleichzeitig übertragen, die jeweils
aus einer Frequenzgruppe, welche vier Frequenzen umfaßt, stammen. Diese Signalfrequenzen werden
in Abhängigkeit von Steuersignalen einer Datenendeinrichtung auf der Sendeseite erzeugt, wofür Oszillatoren
mit umschaltbaren Spulen und Kondensatoren eingesetzt werden. Die Ausgangsspannungen dieser Oszillatoren
werden dann über Additions- und Anpaßschaltungen auf die Fernsprechleitungen gegeben. Der Aufbau
dieser auch als Datensender bezeichneten Oszillatoren ist wegen der Umschalteinrichtungen sehr aufwendig
und erfordert darüber hinaus umfangreiche Abgleichvorgänge bei der Herstellung, so daß diese Art der
zur Datenübertragung erforderlichen Aufbereitung ins-
gesamt als unbefriedigend gilt
Eine weitere Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen geht aus der DE-AS
25 43 356 hervor. Bei dieser Schaltungsanordnung werden die Daten durch gleichzeitiges Übertragen je einer
Signalfrequenz von mehreren Frequenzgruppen mit einer Tastenwähleinrichtung ausgelöst Mit dieser Tastenwähleinrichtung
werden den Frequenzgruppen zugeordnete Adresseninkrementgeber angesteuert und
die ausgelösfxa Adresseninkremente schalten zyklisch
zu durchlaufende Adressen taktgesteuerter auf die Werte der zu erzeugenden Signalspannungen bezogene
Adressenspeicher fort Mit diesen Adressen wird ein Festwertspeicher taktgesteuert abgefragt, wobei die unter
den jeweiligen Adressen gespeicherten die jeweilige Signalspannung repräsentierenden Inhalte nach einer
Korrektur verflochten über einen Digital-Analog-Wandler
und ein Tiefpaßfilter auf die Fernsprechleitung gelangen. Diese Schaltungsanordnung erzeugt jedoch
Signalfrequenzen mit ungünstiger Amplitudencharakteristik, welche das Ausfiltern der Störprodukte erschwert
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung vorzusehen, die in der Lage ist
die gewünschten Signalfrequenzen zur Datenübertragung mit geringem Aufwand und wenig Störprodukten
zu erzeugen. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Maßnahme ermöglicht den Aufbau eines Datensenders sowohl mit diskreten Baustufen
als auch mit einem programmierbaren Mikrocomputer. Die festgelegten Beziehungen zwischen den
zu erzeugenden Signalfrequenzen und einer Grundfrequenz sowie zwischen der Taktfrequenz und der Grundfrequenz
erleichtern dabei den Aufbau der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung, weil hierdurch der Einsatz
einfacher Logikbausteine möglich wird.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Schaltungsanordnung zur Datenübertragung mit diskret dargestellten Baustufen und
Fig.2 eine mit einem programmierbaren Mikrocomputer aufgebaute Schaltungsanordnung.
Wie aus der Darstellung nach F i g. 1 hervorgeht, können von einer symbolisch angedeuteten Datenendeinrichtung
1 drei Adresseninkrementgeber 2,3,4 angesteuert
werden. Die für jede Frequenzgruppe eingezeichneten vierten Leitungen sind festlegungsgemäß
nicht tatsächlich vorhanden, sondern ein Signal, das hier erscheinen sollte, wird am Fehlen von Signalen auf allen
der anderen drei Leitungen erkannt. Diesen drei Adresseninkrementgebern
2, 3, 4 sind jeweils vier Signalfrequenzen zugeordnet, deren Verhältnisse zu einer
Grundfrequenz darin gespeichert sind. Die Ausgangssignale dieser Adresseninkrementgeber 2, 3, 4 stellen
Adresseninkremente (Adressenzunahmen) dar, die jeweils einem Eingang je einer digitalen Addierstufe 5,6,7
zugeleitet sind. Neben diesen Adresseninkrementen erhalten diese Addierstufen 5,6,7 von zugeordneten taktgesteuerten
Adressenspeichern 8,9,10 einmal pro Taktperiode den jeweiligen Inhalt zur Addition zugeleitet.
Das Additionsergebnis wird anschließend wieder in die zugeordneten Adressenspeicher 8,9,10 eingegeben, so
daß die Adressen in den auf die Werte der zu erzeugenden Signalspannungen bezogenen Adressenspeichern
taktabhängig fortgeschaltet werden. Ein taktgesteuerter Multiplexer 11 tastet dann reihum die Adressen der
Adressenspeicher 8,9,10 ab und schaltet diese auf einen
die Werte der zu erzeugenden Signalspannungen enthaltenden Festwertspeicher 12, der auch als programmierbarer
Festwertspeicher aufgebaut werden kann. Mit einem taktgesteuerten Demuldplexer 13 werden
dann die jeweiligen Werte, die insgesamt eine Periode von Sinusfunktionswerten bilden, auf drei den Frequenzgruppen
zugeordnete Zwischenspeicher 14,15,16 aufgeteilt und anschließend einer digitalen Addierstufe
17 zur Erzeugung eines Summensignals zugleitet Dieses Summensignal wird danach mit einem Digital-Analog-Wandler
18 in ein Analogsignal gewandelt und über ein Tiefpaßfilter 19 auf eine Fernsprechleitung gegeben.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung kann, wie' F i g. 2 zeigt, auch mit einem Mikrocomputer an
Stelle von diskreten Baustufen 2 bis 17 aufgebaut werden. Der Mikrocomputer 25, dessen Schaltfunktionen
durch einen auf Schaltkontakte einwirkenden Pfeil 26 symbolisch angedeutet sind, gibt dabei die von ihm synthetisch
erzeugten Signalfrequenzen auf den Digital-Analog-Wandler 18, der hier durch Widerstände dargestellt
ist Das nachgeschaltete Tiefpaßfilter 19 ist hier in seinen Schaltungseinzelheiten dargestellt, und es besteht
aus einem aktiven Tiefpaßfilter 27 mit einem vorgeschalteten aktiven Sperrfilter 28. Das Sperrfilter 28
enthält als frequenzbestimmendes Glied ein Doppel-T-RC-Glied
29,30, das zwischen dem Ausgang des Digital-Analog-Wandlers
18 und dem nichtinvertierenden Eingang eines für den Aufbau des aktiven Sperrfilters erforderlichen
Operationsverstärkers 31 liegt. Zur Erzielung der gewünschten Filterfunktion ist das Doppel-T-RC-Glied
einerseits durch einen Kondensator 32 belastet und andererseits sind davon die Querglieder auf
den Ausgang des Operationsverstärkers geschaltet. Der invertierende Eingang dieses Operationsverstärkers 31
ist dabei direkt mit seinem Ausgang verbunden. Das aktive Sperrfilter 28 dient zur Versteilerung der Dämpfungskurve
des nachfolgenden aktiven Tiefpaßfilters 27, das aus zwei den Ausgang des Sperrfilters 28 mit dem
nichtinvertierenden Eingang eines Operationsverstärkers 33 verbindenden Längswiderständen 34 und einem
vom nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers 33 nach Masse führenden Kondensator 35 besteht.
Außerdem ist vom Ausgang des Operationsverstärkers 33 noch ein Kondensator 36 zur Rückkopplung
auf den Verbindungspunkt der Längswiderstände 34 geschaltet, während der invertierende Eingang direkt mit
dem Ausgang verbunden ist.
Bei der Realisierung der Schaltungsanordnung mit einem Mikrocomputer ist es offensichtlich, daß der
Schaltungsaufbau oder Teile seines gespeicherten Programms nicht den jeweiligen Schaltstufen der Schaltungsanordnung
nach Fig. 1 entsprechen, sondern das Programm bildet die jeweilige Funktion auf Grund der
besonderen technischen Gegebenheiten des Mikrocomputers in vorteilhafter Weise nach.
Die erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen nach F i g. 1 und F i g. 2 werden dimensioniert und arbeiten
wie folgt:
Die möglichen Signalfrequenzen werden zuerst als ganzzahlige Vielfache einer Grundfrequenz dargestellt
oder innerhalb zulässiger Toleranzen hierdurch angenähert. Gleichzeitig wird die Taktfrequenz, mit welcher
die Adressenspeicher, der Multiplexer und der Demultiplexer getaktet werden, festgelegt, die mindestens das
Doppelte der gegebenenfalls um die Datenübertragungsrate erhöhten größten Signalfrequenz beträgt und
ebenfalls ein ganzzahliges Vielfaches der erwähnten
Grundfrequenz ist. Im Hinblick auf einen möglichst einfachen Aufbau der Schaltungsanordnung nach F i g. 1
ist das Verhältnis der Taktfrequenz zur Grundfrequenz vorzugsweise auf eine ganzzahlige Potenz von 2 festgelegt.
Im Festwertspeicher 12, der sowohl als reiner Festwertspeicher als auch als programmierbarer Festwertspeicher
aufgebaut sein kann, sind die Funktionswerte der zu erzeugenden sinusförmigen Signalspannungen
zu äquidistanten Argumenten gespeichert, so daß sich gerade eine volle Periode der Signalspannung ergibt
und die Zahl der gespeicherten Funktionswerte gleich dem Verhältnis der Taktfrequenz zur Grundfrequenz
ist In den Adresseninkrementgebern, wofür auch Speicher oder Speicherteile des Festwertspeichers 12 benutzt
werden können, sind die Verhältnisse aller der möglichen Signalfrequenzen zur Grundfrequenz gespeichert,
wobei das Ausfallen einer ganzen Frequenzgruppe durch eine gespeicherte Null bewirkt wird. Die
zuvor erwähnten Vorausetzungen gelten, wie bereits erwähnt, sowohl für die Schaltungsanordnung nach
F i g. 1 als auch für die nach F i g. 2, wo die diskret dargestellten Baustufen durch einen mit Speicher- und Ein-
und Ausgabebausteinen versehenen programmierbaren Mikrocomputer realisiert sind.
Die Signalfrequenzen werden durch die zu übertragenden Daten ausgelöst, und zwar sowohl durch Ansteuerung
der Adresseninkrementgeber nach F i g. 1 als auch der Eingabebausteine nach F i g. 2. Dadurch werden
in Abhängigkeit der festgelegten Frequenzverhältnisse Adresseninkremente den jeweiligen Addierstufen
zugeleitet, die von den zugeordneten taktgesteuerten Adressenspeichern einmal pro Taktperiode deren Inhalt
zugeschaltet bekommen. Adresse und Adresseninkrement werden addiert und als neuer Adreßwert in den
jeweiligen Adressenspeicher eingeschrieben. Die Addition erfolgt modulo der Sinusspeicherlänge, damit sich
eine Sinusperiode nahtlos an die andere reiht. Innerhalb jeder Taktperiode werden nacheinander die Adressen
aller den Frequenzgruppen zugeordneten Adressenspeicher durch den Multiplexer abgetastet und damit
der Festwertspeicher adressiert. Die adressierten Funktionswerte werden aus dem Festwertspeicher ausgelesen
und durch den Demultiplexer auf die den einzelnen Frequenzgruppen zugeordneten Zwischenspeicher verteilt
In der nachfolgenden Addierstufe 17 wird aus den Einzelsignalen ein Summensignal gebildet das nach
Wandlung im Digital-Analog-Wandler 18 über das Tiefpaßfilter 19 auf eine Fernsprechleitung gegeben wird.
Die so am Ausgang synthetisierte elektrische Spannung kann man sich auch als Funktion über der Zeit
eines idealen durch »Sample-and-Hold« erzeugten
Spannungsveriaufs vorsteiien. Die Summe der sinusförmigen
Spannungen mit den gewünschten Frequenzen gleicher Amplitude wird mit der genannten Taktfrequenz
(Samplingsrate) abgetastet jeder Abtastwert quantisiert und bis zur nächsten Abtastung, d. h. für den
Zeitraum der Abtastperiode, festgehalten. Bei den synthetisch erzeugten Signalspannungen treten auch ungewünschte
Störprodukte auf, die mit Hilfe des nachgeschalteten Tiefpaßfilters abgesiebt werden. Wenn die
höchste zu erzeugende Signalfrequenz (einschließlich des oberen Seitenbandes) mit fg und die Taktfrequenz /j
bezeichnet wird, so ergibt sich für die Amplitude einer zu erzeugenden Signalspannung ein Multiplikationsfaktor folgender Form:
sin
frf/fs)
nf/fs
Das bedeutet, die Amplitude einer Signalspannung wird umso stärker herabgesetzt, je höher die Signalfrequenz
ist, und es treten Störungen bei Frequenzen ab
fs-fZfs-fg
auf. Außerdem tritt sogenanntes Quantisierungsrauschen auf allen harmonischen Frequenzen der Grundfrequenz
auf. Das nachgeschaltete Tiefpaßfilter mit einer Korrekturcharakteristik bis fg und einem Sperrbereich,
welcher zwischen fg und fs — fg beginnt, stellt den
gewünschten zeitlichen Spannungsverlauf in guter Annäherung her. Für das Tiefpaßfilter ist dabei ein mit
einem aktiven Sperrfilter versehenes aktives Tiefpaßfilter eingesetzt, das besonders dann, wenn der Analog-Digital-Wandler
mit einem diskreten Widerstandsnetzwerk aufgebaut ist, vorteilhaft in die die Charakteristik
bestimmenden Glieder des Tiefpaßfilters eingeschlossen werden kann.
Bei einem praktischen Anwendungsbeispiel ist für den Mikrocomputer ein Mikroprozessor mit einer Taktfrequenz
von ca. 3,2 MHz eingesetzt. Damit können gleichzeitig drei Tonfrequenzsignale, und zwar je eine
Frequenz aus drei jeweils vier Signalfrequenzen umfassenden Frequenzgruppen synthetisiert und zur Übertragung
aufbereitet werden. Der Mikrocomputer ist dabei so programmiert, daß die Funktionswerte während je
25 ms, das sind bei einer Frequenz / /740 Hz Signalperioden, in 128 Schritten abgetastet werden, d. h. der jeweils
gespeicherte Wert der Signalspannungen wird abgefragt Die Signalfrequenzen der drei Frequenzgruppen
sind bei diesem Anwendungsbeispiel auf jeweils ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz von 40 Hz
festgelegt. So umfaßt eine Gruppe die Signalfrequenzen 920, 1000, 1080, und 1160Hz, eine zweite Gruppe die
Signalfrequenzen 1320,1400,1480 und 1560 Hz und eine
dritte Gruppe die Signalfrequenzen 1720,1800,1880 und
1960 Hz. Im Festwertspeicher des Mikrocomputers ist eine Periode von Sinusfunktionswerten in 128 Elementarschritten,
d. h. von 2,81° zu 2,81° gespeichert. Das für jede Signalfrequenz /notwendige Vorrücken im Speicher
um einen Schritt von //40 Hz erfordert eine Taktfrequenz von 5,12 kHz. Bei
jedem der 5,12-kHz-Abtastschritte wird reihum die digitale
Steuerinformation für eine der drei Signalfrequenzen abgefragt und der jeweils gespeicherte Wert
//40 Hz für die Speicherschrittweite auf den neuesten Stand gebracht Außerdem werden die drei von der vorigen
Abtastung festgehaltenen Speicherorte (Adressen) um die zugehörigen Speicherschrittweiten (Adresseninkremente)
vorgerückt, wobei beim Überschreiten des Speicherendes vom Speicheranfang an weiter gezählt
wird. Die hiernach aus dem Speicher gelesenen Augenblickswerte der drei einzelnen sinusförmigen
Signalspannungen werden anschließend addiert und auf einen Digital-Analog-Wandler gegeben. Das Ausgangssignal
des Digital-Analog-Wandlers gelangt dann über das Tiefpaßfilter auf die Fernsprechleitung, wobei die
Amplituden durch das Tiefpaßfilter auf weniger als 1 dB Unterschied übereinstimmen. Außerdem verhindert das
Tiefpaßfilter, daß der Gesamteffektivwert der Störsignale ca. 5% des Gesamteffektivwertes der Nutzsignale
überschreitet Die Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters ist hierbei auf ca. £5 kHz bemessen, so daß die
Abtastfrequenz von 5,12 kHz wesentlich höher ist als die Grenzfrequenz des Tiefpaßfilters.
Die Speicherung einer ganzen Periode der Sinusfunktion an Stelle nur einer Halb- oder Viertelperiode ist
insofern vorteilhaft, als bei der heutigen Halbleiterspeichertechnologie
in der Regel genügend Speicherkapazität dafür ohne Mehraufwand zur Verfügung steht, so daß die Adressen- und Funktionswertumrechnung
für die einzelnen Quadranten entfällt. Beim Einsatz von Mikrocomputern ist dies für den Fall einer
kritischen Verarbeitungsgeschwindigkeit von Bedeutung.
Neben diesem Anwendungsbeispiel, das sich besonders als Sender für Außenstations-Parallelmodem nach
einer CCITT Empfehlung V. 20 und V. 19 eignet, ist es auch möglich, die erfindungsgemäßen Schaltungsanordnungen
zur Tonerzeugung für Mehrfachfrequenzwahlverfahren und Außenstations-Parallelmodems einer
weiteren CCITT-Empfehlung zu benutzen. Hierbei können z. B. zwei Gruppen zu je vier Signaifrequenzen im
Bereich von 697 — 1633 Hz vorgesehen werden und jeweils mit Toleranzen von je ±1,8% erzeugt werden.
Eine erweiterte Anwendungsmöglichkeit besteht insbesondere für die Schaltungsanordnung nach F i g. 2,
und zwar als nicht gleichzeitig mit dem Datensender arbeitender Rücksignalempfänger. Der für die Sendefunktion
eingesetzte Mikrocomputer kann in vorteilhafter Weise auch im wesentlichen die Funktion des Rücksignalempfängers,
und zwar als Frequenzzähler und Vergleichslogik übernehmen. Das Signal des Rückkanals
wird hierbei über ein Bandfilter einem Schmitt-Trigger zugeführt, der die jeweiligen Polaritätswechsel
dem Mikrocomputer meldet. Die Zeit zwischen den Polaritätswechseln wird durch den Mikrocomputer ausgezählt
und mit den zulässigen Grenzwerten verglichen. Die Vergleichslogik des Mikrocomputers liefert dann
das Rücksignal, das durch seine jeweilige Polarität angibt, ob gerade der Rücksignalton empfangen wurde
oder nicht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen durch gleichzeitiges Obertragen je einer Signalfrequenz von mehreren Frequenzgruppen in Abhängigkeit der Daten einer Datenendeinrichtung, welche den Frequenzgruppen zugeordnete Adresseninkrementgeber ansteuern und jeweils ein Signal auslösen als Adresseninkrement zur Fortschaltung zyklisch zu durchlaufender Adressen taktgesteuerter auf die Werfe der zu erzeugenden Signalspannungen bezogener Adressenspeicher, deren abgetastete Adressen taktgesteuert zu einem Festwertspeicher gelangen, welcher durch taktgesteuertes Abfragen die unter den jeweiligen Adressen gespeicherten die jeweilige Signalspannung repräsentierenden Inhalte über Digital-Analog-Wandler und ein Tiefpaßfilter auf eine Fernsprechleitung schaltet, dadurch gekennzeichnet, daß die Inhalte des Festwertspeichers(12) zu den Frequenzgruppen zugeordneten Zwischenspeichern (14,15, 16) geschaltet und anschließend in einer digitalen Addierstufe (17) zu einem einem Digital-Analog-Wandler (18) zugeführten Summensignal verarbeitet sind, und daß zum taktgesteuerten Abtasten der Adressenspeicher (8, 9, 10) ein Multiplexer (11) und zum taktgesteuerten Abfragen des Festwertspeichers (12) ein Demultiplexer(13) eingesetzt ist, die je Taktperiode einmal synchron zueinander alle den einzelnen Frequenzgruppen zugeordnete Adressenspeicher (8, 9, 10) bzw. Zwischenspeicher (14,15, IG) abarbeiten.2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die als· Adresseninkrement wirkenden Signale der Adresseninkrementgeber (2,3,4) einer zugeordneten Addierstufe (5,6,7) zugeführt sind, die von einem zugeordneten taktgesteuerten Adressenspeicher (8, 9, 10) einmal pro Abtastperiode die gespeicherten Adresseninforma- to tionen erhalten, die nach Addition des Adresseninkrements einerseits dem Adressenspeicher (8, 9, 10) wieder eingegeben und andererseits zur Abtastung durch den Multiplexer (11) zur Verfugung stehen.3. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zu erzeugenden Signalfrequenzen als ganzzahliges Vielfaches einer Grundfrequenz gebildet sind, und daß die von der Datenendeinrichtung (1) steuerbaren Adresseninkrementgeber (2, 3, 4) das jeweilige Verhältnis einer Signalfrequenz zur Grundfrequenz repräsentieren.4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktfrequenz auf mehr als das Doppelte der höchsten zu erzeugenden Signalfrequenz festgelegt ist.5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Taktfrequenz zur Grundfrequenz auf eine ganzzahlige Potenz von 2 festgelegt ist.6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechenden Schaltstufen (2 bis 17) zur Auslösung und Erzeugung der Signalfrequcnzen durch einen von < >■> den Daten der Datenendeinrichtung (1) beeinflußbaren programmierbaren Mikrocomputer (25) realisiert sind.7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß für das Tiefpaßfilter (19) ein aktives Tiefpaßfilter (27) mit einem vor- oder nachgeschalteten aktiven Sperrfilter (28) eingesetzt ist8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das aktive Sperrfilter (28) aus einem Operationsverstärker (31) mit einem an seinem nichtinvertierenden Eingang liegenden und durch einen Kondensator (32) belasteten Doppel-T-RC-Glied (29, 30), dessen Querglieder zur Rückkopplung auf den Verstärkerausgang geschaltet sind, und einem gegebenenfalls aus einem vorgeschalteten Netzwerk bestehenden oder ein solches einschließenden Vorwiderstand besteht9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, wobei der Mikrocomputer (25) zusätzlich den Hauptteil der Funktion e;nes nicht gleichzeitig mit dem Sender arbeitenden Rücksignalempfängers übernimmt, bestehend in einer Frequenzzählung oder Periodenauszählung und einer Grenzwertüberwachung.
Priority Applications (1)
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| DE19792952380 DE2952380C2 (de) | 1979-12-24 | 1979-12-24 | Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen |
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| DE19792952380 DE2952380C2 (de) | 1979-12-24 | 1979-12-24 | Schaltungsanordnung zur Datenübertragung auf Fernsprechleitungen |
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| DE2952380A1 DE2952380A1 (de) | 1981-09-03 |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE2952380C2 (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE19548888A1 (de) * | 1995-12-29 | 1997-07-03 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren und Anordnung zur Übertragung von Daten über ein Modem |
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| DE19548888A1 (de) * | 1995-12-29 | 1997-07-03 | Deutsche Telekom Ag | Verfahren und Anordnung zur Übertragung von Daten über ein Modem |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: HAGENUK GMBH, 2300 KIEL, DE |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |