DE2948705C2 - - Google Patents
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- F16D65/00—Parts or details
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- F16D65/52—Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bremsbelagverschleiß-
Nachstelleinrichtung in einer druckmittelbetätigten
Vollscheibenbremse, insbesondere für eine Druckluft
bremsanlage eines Kraftfahrzeugs, gemäß dem Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Für Nutzfahrzeuge der oberen Gewichtsklasse (z. B. ab
12 t) mit reiner Druckluftbremsanlage sind Vollschei
benbremsen von Vorteil. Es handelt sich dabei um
Vollscheibenbremsen mit umlaufendem Bremsgehäuse und
zwischen den Gehäusehälften (Bremsscheiben) in Um
fangsrichtung fest, aber axial beweglich angeordneten,
die Bremsbeläge tragenden Bremsringen, mit einer
zwischen den Bremsringen gelagerten pneumatischen
Spreizeinheit sowie einem die Bremsringe tragenden
stationären Bremsträger. Die zwischen den Bremsringen
angeordnete pneumatische Spreizeinheit ist dabei als
Ringzylinder und Ringkolben ausgebildet, wobei der
Querschnitt des Ringzylinders ein liegendes U bilden
kann.
Durch die Abnutzung der Bremsbeläge entsteht in der
Spreizeinheit ein Totvolumen, welches bei je einem
Millimeter Belagabnutzung z. B. um etwa 0,15 l pro Rad
zunimmt, was bei einem üblichen Wert von etwa 8 mm
(4/5 zulässige Abnutzung) eine maximale Totvolumenver
größerung von etwa 1,20 l pro Rad ergibt.
Ein derart entstandenes Totvolumen muß bei jedem
Bremsvorgang zusätzlich belüftet werden, das bedeutet,
daß mit fortschreitendem Belagverschleiß die Druck
luft-Erzeugeranlage immer mehr Druckluft fördern muß,
um die steigende, aus den Behältern entnommene Druck
luftmenge, nachfüllen.
Durch die Volumenzunahme entsteht außerdem eine
unzulässige Verschlechterung des Zeitverhaltens der
Bremse.
Eine Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung, welche
das durch Bremsbelagverschleiß entstandene Totvolumen
nachstellt, ist in der DE-OS 25 14 085 beschrieben.
Diese Einrichtung ist jedoch in ihrer Bauweise dadurch
relativ aufwendig, daß sich ein mit in Umfangsrichtung
ansteigenden Schrägflächen ausgerüsteter Nachstellring
auf entsprechenden Schrägflächen eines Betätigungs
gliedes abstützt und der Nachstellring durch eine in
Umfangsrichtung wirkende Feder vorgespannt ist. Die
Nachstellung bei dieser bekannten Einrichtung voll
zieht sich im übrigen abgestuft nach bestimmten
Abnutzungsgraden.
Eine Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung der
eingangs genannten Art ist aus der DE 26 46 870 A1,
insbesondere aus deren Fig. 1 bis 1c, bekannt.
Diese weist einen Bremskolben (dort 5), eine Brems
kammer (dort 19) und einen Bremszylinder (dort 1, 4)
auf. Der Bremszylinder ist zweiteilig ausgebildet. Er
schließt mit der der Bremskammer gegenüberliegenden
Fläche des Bremskolbens eine zweite Bremskammer (dort
23) ein, die mit dem Druck eines zweiten Druckmittels
beaufschlagbar ist. Durch Druckbeaufschlagung der
Bremskammer (dort 19) ist eine Betriebsbremsanlage,
durch Druckbeaufschlagung der zweiten Bremskammer ist
eine Hilfsbremsanlage betätigbar. Parallel zur zweiten
Bremskammer ist zwischen dem Bremskolben und einem
zugeordneten Teil (dort 1) des Bremszylinders ein
Füllstück (dort 6) angeordnet. Bei Betätigung der
Betriebsbremsanlage durch Druckbeaufschlagung der
Bremskammer wird die Kraft des Bremskolbens über das
Füllstück auf den Teil (dort 1) des Bremszylinders
übertragen und von diesem Teil weitergeleitet. Bei
Betätigung der Hilfsbremsanlage durch Druckbeauf
schlagung der zweiten Bremskammer wird die der soeben
genannten Kraft entgegengerichtete Kraft des Brems
kolbens auf einen Teil (dort 4) des Bremszylinders
übertragen und von diesem weitergeleitet. Das Füll
stück liegt also bei Betätigung der Betriebsbrems
anlage im Kraftfluß und bei Betätigung der Hilfs
bremsanlage nicht im Kraftfluß.
Das Füllstück bildet in Verbindung mit einem Arbeits
zylinder (dort 7) zugleich eine Feststellbremseinrich
tung und die Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrich
tung. Die Feststellbremseinrichtung ist, ausgehend von
betätigter Hilfsbremsanlage, d. h. druckbeaufschlagter
zweiter Bremskammer, betätigbar. Im gelösten Zustand
ist der Arbeitszylinder (dort 7) mit dem Druck eines
dritten Druckmittels beaufschlagt. Wird bei druckbe
aufschlagter zweiter Bremskammer der Arbeitszylinder
druckentlastet, so wird das Füllstück durch eine Feder
in eine Stellung gezogen, in der es den Teil (dort 1)
des Bremszylinders und damit diesen selbst und den
Bremskolben in der Hilfsbremsstellung verriegelt. Bei
Druckentlastung der zweiten Bremskammer bleibt diese
Verriegelungsstellung als Feststellbremsstellung
erhalten. Gelöst wird die Feststellbremseinrichtung,
indem nach erneuter Druckbeaufschlagung der zweiten
Bremskammer der Arbeitszylinder druckbeaufschlagt
wird.
Die Bremsbelagverschleiß-Nachstellung erfolgt bei
diesem Gegenstand in der Weise, daß durch eine Klemm
einrichtung innerhalb des Arbeitszylinders (siehe
insbesondere Fig. 1c) der Rückhub des Füllstücks bei
Druckbeaufschlagung des Arbeitszylinders nach Maßgabe
des eingetretenen Bremsbelagverschleißes geringer ist
als der Betätigungshub des Füllstücks bei Druckent
lastung des Arbeitszylinders. Erzielt werden die
Feststellbremswirkung und die Bremsbelagverschleiß-
Nachstellwirkung dadurch, daß das Füllstück und
der Bremskolben in dem Bereich, in dem sie in Wirk
verbindung treten, keilförmig verlaufende Stirnflächen
aufweisen.
Diese Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung setzt
also das Vorhandensein einer zweiten Bremskammer,
eines Arbeitszylinders, eines zweiten und eines
dritten Druckmittels, eines Füllstücks und aufwendig
herzustellende keilförmig verlaufende Stirnflächen an
Füllstück und Bremskolben voraus. Diese Bremsbelag
verschleiß-Nachstelleinrichtung erfordert daher einen
erheblichen Aufwand.
Aus Fig. 6 der bereits genannten DE 26 46 870 A1 ist
es bekannt, in einer Vollscheibenbremse ohne Brems
belagverschleiß-Nachstelleinrichtung den Bremskolben
der Spreizeinheit auf einen Hauptkolben (dort 122) und
einen Nebenkolben (dort 120) aufzuteilen, wobei der
Hauptkolben und der Nebenkolben teleskopartig gegen
einander verschiebbar so angeordnet sind, daß ihre
Flächen die der Bremskammer zugewandte Fläche des
Bremskolbens bilden.
Aus der DE 25 58 953 B2 ist es bekannt, in einer
Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung eine Ver
riegelungseinrichtung einzusetzen. Die Verriegelungs
einrichtung verschiebt hier einen Nachstellring (dort
18) gegenüber dem Gehäuse (dort 13) nach Maßgabe des
eingetretenen Belagverschleißes und fixiert den
Nachstellring in der sich so ergebenden Stellung bei
unbetätigter Bremse.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brems
belagverschleiß-Nachstelleinrichtung der eingangs
genannten Art mit einfachen Mitteln so fortzubilden,
daß sie mit einem verringerten Aufwand ausführbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1
aufgeführte Erfindung gelöst.
Die Erfindung schafft eine Bremsbelagverschleiß-Nach
stelleinrichtung, die vom Vorhandensein eines anderen
oder anderer Druckmittel unabhängig sein kann.
Die vorgeschlagene Lösung nutzt die Tatsache, daß eine re
lativ große Bremskolbenfläche zur Verfügung steht, so daß,
wie die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen, der
Bremskolben in einen Hauptkolben und einen Nebenkolben
mit zwei getrennten Beaufschlagungsflächen teilbar ist.
Bei Beginn einer jeden Betätigung gleicht der Nebenkolben
zunächst den evtl. vorhandenen Verschleiß aus und dann
folgt der durch eine Feder zurückgehaltene Hauptkolben,
wobei die Bewegung des Hauptkolbens eine Verriegelung
zwischen Haupt- und Nebenkolben auslöst. Hierbei nimmt
zwar das zu belüftende Volumen entsprechend dem Verschleiß
hub, multipliziert mit der der Bremskammer zugewandten Fläche des Nebenkolbens, zu.
Diese Volumenzunahme ist jedoch so klein, daß sie sich nicht
auf das Zeitverhalten der Bremse auswirkt.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unter
ansprüchen zu entnehmen, wobei die unterschiedlichen Ver
riegelungsmittel aufgeführt sind.
Das im Patentanspruch 11 aufgeführte Mittel für eine Entriege
lung benutzt in vorteilhafter Weise das über ein entsprechen
des Ventil zugeführte Druckmittel der Bremsanlage als Ent
riegelungskraft.
Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen, wel
che in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert wer
den.
Es zeigt
Fig. 1 eine Vollscheibenbremse mit einem aus einem
Hauptkolben und aus einem Nebenkolben bestehen
den Bremskolben und einer Verriegelung, welche
aus einem von beiden Teilkolben gebildeten keil
förmigen Ringraum und aus darin freibeweglich
angeordneten Verriegelungskugeln zur Kraftüber
tragung besteht,
Fig. 2 eine Vollscheibenbremse mit einer Nachstellein
richtung gemäß Fig. 1, jedoch mit einem Neben
kolben, dessen Stößel den Hauptkolben abgedich
tet zentral durchdringt,
Fig. 3 eine Vollscheibenbremse mit einer gleichfalls
aus einem Haupt- und Nebenkolben bestehenden
Bremskolben, jedoch mit einer über ein Axial
lager und ein Gewinde wirkenden Nachstellein
richtung,
Fig. 4 den Ausschnitt einer Vollscheibenbremse mit
Nachstelleinrichtung gemäß Fig. 1, jedoch mit
einem keilförmigen Verriegelungsring oder keil
förmigen ringförmig angeordneten Verriegelungs
körpern anstelle von Verriegelungskugeln und
Fig. 5 den Ausschnitt einer Vollscheibenbremse mit einer
Nachstelleinrichtung gemäß Fig. 1 und mit einer
die Verriegelungskugeln aus ihrer Verriegelung
lösenden pneumatischen Löseeinrichtung.
Anhand der Fig. 1 werden nachfolgend Aufbau und Funktion ei
ner Vollscheibenbremse sowie deren automatische Nachstellung
bei Bremsbelagverschleiß ausführlich beschrieben.
Eine nicht dargestellte Achse eines Fahrzeuges trägt auf
Lagern eine Nabe 1, an der mittels Radbolzen und Radmut
tern ein Rad 2 befestigt ist. Schrauben 3 verbinden das
aus Bremsscheiben 4 und 5 bestehende Gehäuse der Schei
benbremse mit der Nabe 1.
Zwischen den Bremsscheiben 4 und 5 sind Bremsringe 6 und 7
als Träger von Bremsbelägen 8 und 9 angeordnet, die sich
über Fortsätze auf einem Träger 10 abstützen, der mittels
nicht dargestellter Schrauben mit einem Achsrohr 11 ver
bunden ist.
Zwischen den Bremsringen 6 und 7 befindet sich eine Spreiz
einheit, welche aus einem ringförmigen Bremszylinder 12 und
aus einem Bremskolben 13, 14 gebildet ist, wobei der Bremskol
ben 13, 14 aus einem ringförmigen Hauptkolben 13 und
aus einem ringförmigen Nebenkolben 14 besteht. Die beiden
winkelförmig ausgebildeten Kolben 13 und 14 sind derart
ineinander beweglich angeordnet, daß der waagerechte Schen
kel des Hauptkolbens 13 mit seiner Außenfläche 15 auf der
Innenfläche 16 des waagerechten Schenkels des Nebenkolbens
14 verschiebbar ist. Die beiden derart zusammenwirkenden
Hauptkolben 13 und Nebenkolben 14 werden als eine Einheit
dem Bremskolben 13, 14, in dem als liegendes "U" ausgebil
deten Bremszylinder 12 geführt, wobei die Stirnfläche des
Bremskolbens 13, 14 mit dem Bremszylinder 12 eine Brems
kammer 17 bildet, welche über einen Anschluß 18 mit einem
nicht dargestellten Bremsventil in Verbindung steht. Über
den Anschluß 18 und die Bremskammer 17 ist somit eine klei
ne Fläche 19 des Nebenkolbens 14 und eine große Fläche 20
des Hauptkolbens 13 mit Druckluft beaufschlagbar.
Der Schenkel des Hauptkolbens 13, dessen Außenfläche 15
auf der Innenfläche 16 des Nebenkolbens 14 gleitet, ist
an seinem Ende derart abgeschrägt, daß diese Schrägflä
che mit der geraden Innenfläche 16 des Schenkels des Ne
benkolbens 14 einen keilförmigen Ringraum bildet. In diesem
keilförmigen Ringraum sind Verriegelungskugeln 21 angeordnet,
deren Lage durch ein an der Stirnseite des abgeschrägten
Schenkels des Hauptkolbens 13 angebrachtes Sicherungs
blech 22 gesichert ist. Zur Stabilisierung der Verriege
lungskugeln 21 in ihrer Lage ist das Sicherungsblech 22
federnd ausgebildet oder bei Verwendung eines nicht ge
federten Bleches 22 übernimmt eine zwischen dem Haupt
kolben 13 und dem Nebenkolben 14 angeordnete Zugfeder 23
diese Aufgabe.
Eine Feder 24 ist zwischen dem Hauptkolben 13 und einem
Vorsprung 25 des Zylinders 12 derart angeordnet, daß die
Spannung dieser Feder 24 dem Druck in der Kammer 17 ent
gegenwirkt.
Die Funktion der Scheibenbremse und deren automatische
Nachstellung bei Bremsbelagverschleiß ist gemäß Fig. 1
wie folgt:
Bei Betätigung der Betriebsbremse wird die Kammer 17 über
deren Anschluß 18 belüftet. Der sich darin aufbauende Druck
bewegt auf der einen Seite den Bremszylinder 12 mit dem
Bremsring 6 und dem Bremsbelag 8 gegen die umlaufende Brems
scheibe 5 und auf der anderen Seite bewirkt der in entgegen
gesetzter Richtung auf die Flächen 19 und 20 des auf dem
Hauptkolben 13 und aus dem Nebenkolben 14 bestehenden Brems
kolbens 13, 14 eine Bewegung des Bremskolbens 13, 14 mit dem
Bremsring 7 und dem Bremsbelag 9 gegen die andere umlaufende
Bremsscheibe 4. Da der Hauptkolben 13 entgegen dessen Spreiz
richtung mittels der Feder 24 vorgespannt ist, bewegt sich
zunächst der Nebenkolben 14 in Spreizrichtung und danach
folgt der Hauptkolben 13, nachdem der in der Kammer 17 sich
aufbauende Druck die Spannkraft der Feder 24 überwunden
hat, dieser Bewegung.
Der Bremsbelagverschleiß gleicht sich in einfacher Weise
bei jeder Bremsbetätigung automatisch aus, da der Neben
kolben 14 sich so lange allein verschiebt, bis der Verschleiß
weg überbrückt ist und der dann folgende, mittels der Fe
der 24 zurückgehaltene Hauptkolben 13 sich mit dem Neben
kolben 14 bei seiner nachfolgenden Bewegung zu einer ge
meinsamen Bremskolbeneinheit 13, 14 verriegelt. Dabei bil
den die in dem von den Flächen 15 und 16 der waagerechten
Schenkel der beiden Teilkolben 13 und 14 gebildeten keil
förmigen Ringraum angeordneten Verriegelungskugeln 21 eine
formschlüssige Verbindung zwischen den Teilkolben 13 und
14.
In der Fig. 2 sind die Bauteile, welche der Ausführung
einer Scheibenbremse gemäß Fig. 1 entsprechen, mit den
selben Bezugszahlen versehen.
Der Hauptkolben ist bei der Scheibenbremse nach Fig. 2
mit 30 und der Nebenkolben mit 31 gekennzeichnet. Ein
Stößel 32 des Nebenkolbens 31 durchdringt bei dieser Aus
führung abgedichtet den Hauptkolben 30, wobei die Stirn
fläche 33 des Stößels 32 die kleinere, vom Druck der Kam
mer 17 beaufschlagbare Fläche bildet, während der Haupt
kolben 30 über seine größere Fläche 34 beaufschlagt wird.
Eine abgeschrägte Fläche 35 des Hauptkolbens 30 und eine
gerade Fläche 36 des Nebenkolbens 31 bilden den keilförmi
gen Ringraum für die Verriegelungskugeln 37, welche durch
das Blech 38 gehalten werden. Eine zwischen dem Bremszylin
der 12 und dem Nebenkolben 31 angeordnete Zugfeder 39 kann
auch hier die federnde Ausgestaltung des Bleches 38 er
setzen. Die Vorspannung des Hauptkolbens 30 wird bei
dieser Ausführungsform durch eine Feder 40 erzielt.
Eine Beschreibung der Funktion der in Fig. 2 dargestell
ten Ausführung erübrigt sich, da die Beschreibung gemäß
Fig. 1 voll übertragbar ist.
Gemäß der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform besteht
die Verriegelung aus einem Verriegelungselement 50, wel
ches über ein Axiallager 51 und ein Gewinde 52 die Ver
bindung zwischen Schenkelausbildungen 53 und 54 des Haupt-
und Nebenkolbens 55 und 56 herstellt. Das mittels eines
Sicherungsringes 57 gehaltene Axiallager 51 verbindet die
Schenkelausbildung 54 des Nebenkolbens 56 mit dem Verrie
gelungselement 50, während eine Verbindung des Verriege
lungselementes 50 mit der Schenkelausbildung 53 des Haupt
kolbens 55 über das Gewinde 52 besteht.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform vollzieht
sich die Verriegelung zwischen dem Hauptkolben 55 und dem
Nebenkolben 56 wie folgt:
Der sich über den Anschluß 18 in der Kammer 17 aufbauende
Druck bewirkt zunächst eine Spreizbewegung des Nebenkolbens
56. Dabei bewirkt ein evtl. vorhandenes Spiel durch Brems
belagverschleiß über das Axiallager 51 eine Drehbewegung
des Verriegelungselementes 50 im feststehenden Gewinde 52
der Ausbildung 53 des Hauptkolbens 55. Das Verriegelungs
element 50 kommt dabei zur Anlage an den Nebenkolben 56.
Die Stellung der beiden Kolben 55 und 56 zueinander hat
sich somit dem Verschleißspiel entsprechend im Gewinde 52
verschoben, und sie bilden bei nachfolgender Beaufschlagung
des Hauptkolbens 55 eine verriegelte Funktionseinheit.
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, welche als Ver
riegelung anstelle der Verriegelungskugeln keilförmige
Verriegelungskörper 60 oder einen keilförmigen Verriegelungsring vorsieht.
Das Ausführungsbeispiel einer pneumatischen Löseeinrich
tung für eine Verriegelung gemäß den Fig. 1, 2 und 4
zeigt die Fig. 5. Hier ist über einen Anschluß 70 ein
Entriegelungsglied 71 mit Druckluft beaufschlagbar, wel
ches die Kugeln 72 aus ihrer verriegelten Lage löst. Die
se Maßnahme kann beispielsweise bei Bremsbelagerneuerung
notwendig werden.
Gemäß Fig. 5 wird zum Lösen der Kugeln 72 der Anschluß 70
mit Druckluft beaufschlagt, so daß das beweglich angeord
nete Entriegelungsglied 71 die Kugeln 72 aus ihrer Verriege
lungsstellung löst.
Die Entriegelungseinrichtung kann bei allen beschriebenen
Ausführungsbeispielen, mit Ausnahme des Beispiels gemäß
Fig. 3, eingesetzt werden.
Claims (13)
1. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung in einer
druckmittelbetätigten Vollscheibenbremse, insbeson
dere für eine Druckluftbremsanlage eines Kraftfahr
zeugs, wobei die Vollscheibenbremse folgende Merk
male aufweist:
- a) Die Vollscheibenbremse enthält eine aus einem ringförmigen Bremszylinder (12) und aus einem Bremskolben (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) bestehende Spreiz einheit;
- b) der Bremskolben (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) ist im Brems zylinder (12) verschiebbar angeordnet;
- c) eine zwischen dem Bremszylinder (12) und dem Bremskolben (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) eingeschlossene Bremskammer (17) ist zur Erzielung jeweils einer Spreizbewegung des Bremszylinders (12) und des Brems kolbens (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) mit Druck beauf schlagbar,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- d) der Bremskolben (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) ist auf einen Hauptkolben (13; 30; 55; 61; 73) und einen Nebenkolben (14; 31; 56; 62; 74) aufgeteilt;
- e) der Hauptkolben (13; 30; 55; 61; 73) und der Nebenkolben (14; 31; 56; 62; 74) sind teleskopartig gegeneinander verschiebbar so angeordnet, daß die der Brems kammer (17) zugewandte Fläche des Bremskolbens (13, 14; 30, 31; 55, 56; 61, 62; 73, 74) aus der Fläche (20; 34) des Hauptkolbens (13; 30) und der Fläche (19; 33) des Nebenkolbens (14; 31) gebildet wird;
- f) eine Feder (24; 40) ist derart zwischen dem Bremszylinder (12) und dem Hauptkolben (13; 30) angeordnet, daß deren Spannkraft bei Druckbeauf schlagung der Bremskammer (17) den Hauptkolben (13; 30; 55; 61; 73) gegen die Kraft des auf dessen Fläche (20; 34) wirkenden Drucks bis zu einer von der genannten Spannkraft abhängigen Druckhöhe gegenüber dem Nebenkolben (14; 31; 56; 62; 74) zurückhält;
- g) es sind Mittel vorgesehen, welche den Hauptkol ben (13; 30; 55; 61; 73) und den Nebenkolben (14; 31; 56; 62; 74) bei einer Spreizbewegung des Hauptkolbens (13; 30; 55; 61; 73) verriegeln.
2. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zur Verriegelung folgende Merkmale aufweisen:
- a) Zwischen einander radial zugewandten Flächen (35 bzw. 36; 63 bzw. 64) des Hauptkolbens (13; 30; 61; 73) und des Nebenkolbens (14; 31; 62; 74) ist ein, in Richtung der Spreizbewegung gesehen, sich radial erweiternder keilförmiger Ringraum angeordnet;
- b) in dem Ringraum sind Verriegelungsglieder (21; 37; 60; 72) vorgesehen, die durch Federkraft in Richtung des engen Endes des Ringraums vorge spannt sind.
3. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der Ansprüche 1 oder 2,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) ein Stößel (32) des Nebenkolbens (31) durch dringt abgedichtet den Hauptkolben (30);
- b) die Stirnfläche des Stößels (32) bildet die der Bremskammer (17) zugewandte Fläche (33) des Nebenkolbens (31);
- c) die vom Stößel (32) durchdrungene Stirnfläche des Hauptkolbens (30) bildet dessen der Brems kammer (17) zugewandte Fläche (34).
4. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Verriegelungsglieder der Keil
form des Ringraums angepaßte Verriegelungskörper
(60) dienen.
5. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Verriegelungsglieder ein der
Teilform des Ringraumes angepaßter Verriegelungs
ring (60) dient.
6. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
Zur Sicherung der Verriegelungsglieder (21; 37; 60; 72) ist ein am Hauptkolben (13; 30; 61; 73) angeordnetes Sicherungsblech (22; 38; 65; 75) vorgesehen.
Zur Sicherung der Verriegelungsglieder (21; 37; 60; 72) ist ein am Hauptkolben (13; 30; 61; 73) angeordnetes Sicherungsblech (22; 38; 65; 75) vorgesehen.
7. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
Anspruch 6,
gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
Das Sicherungsblech (22; 38; 65; 75) ist zur Stabilisierung der Verriegelungsglieder (21; 37; 60; 72) federnd ausgebildet.
Das Sicherungsblech (22; 38; 65; 75) ist zur Stabilisierung der Verriegelungsglieder (21; 37; 60; 72) federnd ausgebildet.
8. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
zur Verriegelung folgende Merkmale aufweisen:
- a) zwischen dem Hauptkolben (55) und dem Neben kolben (56) ist ein Verriegelungselement (50) angeordnet;
- b) das Verriegelungselement (50) stützt sich über ein Axiallager (51) an dem Nebenkolben (56) ab;
- c) zwischen dem Verriegelungselement (50) und dem Hauptkolben (55) besteht eine Gewindeverbindung (52);
- d) das Verriegelungselement (50) ist so ausgebildet und angeordnet, daß es bei einer Spreizbewegung des Hauptkolbens (55) durch Verdrehung mittels des Gewindes (52) zur Anlage mit dem Nebenkol ben (56) kommt.
9. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
zwischen dem Hauptkolben (13; 55) und dem Neben kolben (14; 56) ist zur Stabilisierung der Ver riegelungsglieder (21; 50) eine Zugfeder (23; 58) angeordnet.
zwischen dem Hauptkolben (13; 55) und dem Neben kolben (14; 56) ist zur Stabilisierung der Ver riegelungsglieder (21; 50) eine Zugfeder (23; 58) angeordnet.
10. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
zwischen dem Bremszylinder (12) und dem Nebenkol ben (31) ist zur Stabilisierung der Verriegelungs glieder (37) eine Zugfeder (39) angeordnet.
zwischen dem Bremszylinder (12) und dem Nebenkol ben (31) ist zur Stabilisierung der Verriegelungs glieder (37) eine Zugfeder (39) angeordnet.
11. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
die Verriegelungsglieder (72) sind mittels eines mit Druckluft beaufschlagbaren, im engen Ende des Ringraum angeordneten Entriegelungsglieds (71) aus der Verriegelungsstellung in Richtung des weiten Endes des Ringraum stellbar.
die Verriegelungsglieder (72) sind mittels eines mit Druckluft beaufschlagbaren, im engen Ende des Ringraum angeordneten Entriegelungsglieds (71) aus der Verriegelungsstellung in Richtung des weiten Endes des Ringraum stellbar.
12. Bremsbelagverschleiß-Nachstelleinrichtung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgendes Merkmal:
die der Bremskammer (17) zugewandte Fläche (19; 33) des Nebenkolbens (14; 31) ist kleiner als die der Bremskammer (17) zugewandte Fläche (20; 34) des Hauptkolbens (13; 30).
die der Bremskammer (17) zugewandte Fläche (19; 33) des Nebenkolbens (14; 31) ist kleiner als die der Bremskammer (17) zugewandte Fläche (20; 34) des Hauptkolbens (13; 30).
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792948705 DE2948705A1 (de) | 1979-12-04 | 1979-12-04 | Bremsbelagverschliess-nachstelleinrichtung in vollscheibenbremsen |
| IT68845/80A IT1133098B (it) | 1979-12-04 | 1980-12-03 | Dispositivo di represa dell usura delle guarnizioni nei freni a disco a contatto totale |
| GB8038722A GB2065250B (en) | 1979-12-04 | 1980-12-03 | Wear compensating arrangement in a disc brake |
| FR8025778A FR2471516A1 (fr) | 1979-12-04 | 1980-12-04 | Dispositif de rattrapage d'usure des garnitures de freins a garnissage circulaire |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792948705 DE2948705A1 (de) | 1979-12-04 | 1979-12-04 | Bremsbelagverschliess-nachstelleinrichtung in vollscheibenbremsen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2948705A1 DE2948705A1 (de) | 1981-07-02 |
| DE2948705C2 true DE2948705C2 (de) | 1989-12-07 |
Family
ID=6087561
Family Applications (1)
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| DE19792948705 Granted DE2948705A1 (de) | 1979-12-04 | 1979-12-04 | Bremsbelagverschliess-nachstelleinrichtung in vollscheibenbremsen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2948705A1 (de) |
| FR (1) | FR2471516A1 (de) |
| GB (1) | GB2065250B (de) |
| IT (1) | IT1133098B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19722591A1 (de) * | 1997-05-30 | 1998-12-03 | Abb Daimler Benz Transp | Kraftspeicher |
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| DE3204188A1 (de) * | 1982-02-06 | 1983-08-11 | Wabco Westinghouse Fahrzeugbremsen GmbH, 3000 Hannover | Betaetigungseinrichtung fuer hydraulische scheibenbremsen |
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| GB2381053B (en) * | 2000-07-07 | 2004-07-14 | Rohs Voigt Patentverwertunsgmb | Master cylinder |
| DE102012214509A1 (de) * | 2012-05-10 | 2013-11-14 | Continental Teves Ag & Co. Ohg | Vorrichtung zum Einstellen des Luftspalts zwischen den Bremslägen und der Bremsscheibe einer Bremse und entsprechende Bremse |
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| DE2514085A1 (de) * | 1975-03-29 | 1976-10-07 | Klaue Hermann | Vollscheibenbremse mit automatischer lueftspiel-einstellung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge |
| DE2558953C3 (de) * | 1975-12-29 | 1981-05-27 | International Harvester Company Mbh, 4040 Neuss | Stufenlos und selbsttätig wirkende Nachstellvorrichtung für Scheibenbremsen oder Kupplungen |
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1979
- 1979-12-04 DE DE19792948705 patent/DE2948705A1/de active Granted
-
1980
- 1980-12-03 GB GB8038722A patent/GB2065250B/en not_active Expired
- 1980-12-03 IT IT68845/80A patent/IT1133098B/it active
- 1980-12-04 FR FR8025778A patent/FR2471516A1/fr active Granted
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|---|---|---|---|---|
| DE19722591A1 (de) * | 1997-05-30 | 1998-12-03 | Abb Daimler Benz Transp | Kraftspeicher |
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| FR2471516B1 (de) | 1984-05-25 |
| IT8068845A0 (it) | 1980-12-03 |
| GB2065250B (en) | 1983-06-08 |
| FR2471516A1 (fr) | 1981-06-19 |
| DE2948705A1 (de) | 1981-07-02 |
| IT1133098B (it) | 1986-07-09 |
| GB2065250A (en) | 1981-06-24 |
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