DE294760C - - Google Patents

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DE294760C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/24Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for spark-gap arresters

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  • General Induction Heating (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 294760 KLASSE 21 c. GRUPPE
Schwachstromanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1915 ab.
Zum Schutz von Schwachstromanlagen gegen Starkstrombeeinflussung sind Sicherungseinrichtungen bekannt, die mit parallel zu den Fernleitungen oder zwischen diese und Erde eingeschalteten, als empfindliche Spannungssicherungen ausgebildeten Funkenstrekken versehen sind. Diese zumeist bereits bei wenigen hundert Volt ansprechenden und hierauf angenähert als Kurzschluß wirkenden Funkenstrecken haben den Mangel, daß sie sehr leicht unempfindlich bzw. zerstört werden, und zwar namentlich dann, wenn größere Leistungen abzuführen sind oder gar die Einwirkung größerer Energiemengen auf die Funkenstrecken verhältnismäßig oft eintritt bzw. längere Zeit dauert. Zur Vermeidung dieses Übelstandes sind bereits empfindliche Abschmelzsicherungen vorgesehen worden, durch die die Funkenstrecken bei Überlastung abgeschaltet werden. Hierdurch ist aber wiederum der Nachteil bedingt, daß die Sicherungen leicht durchschmelzen, so daß die Apparate der Schwachstromanlage oder Teile des Leitungsnetzes sehr oft abgeschaltet werden, und zwar meist dann, wenn die Schwachstromanlage (Telephon- oder Signalanlage) gerade am notwendigsten zur raschen Beseitigung der Störung gebraucht wird. Die hierdurch hervorgerufenen Betriebsstörungen sind besonders deswegen lästig, weil das Ersetzen der durchgegangenen Sicherungen und Funkenstrecken bei den oft sehr ausgedehnten Anlagen jedesmal großen Zeitverlust verursacht.
Ferner ist vorgeschlagen worden, in den
Stromkreis der Spannungssicherung die Wick- ^5 lung eines Schaltelektromagneten einzuschalten, der beim Arbeiten der Spannungssicherung die zu schützenden Apparate abschaltet und außerdem infolge des Widerstandes seiner Wicklung die kurzschließende Wirkung der Spannungssicherung verhindert. Diese Anordnung hat jedoch den Mangel, daß die ' Spannungssicherung immer noch, besonders bei lange dauernder oder sehr häufiger Beanspruchung gefährdet ist und außerdem die Isolation der Wicklung des Schaltelektromagneten namentlich bei hochfrequenten Entladungen leicht zerstört werden kann.
Gemäß der Erfindung sind die vorher dargelegten Übelstände auf einfache Weise dadurch beseitigt, daß der Funkenstrecke oder den Funkenstrecken ein induktionsloser Widerstand vorgeschaltet ist, durch den ein zum Schutz der Funkenstrecken dienender Kurzschluß derselben hervorgerufen wird. Dieser Kurzschluß schaltet sich beim Auftreten größerer Störungsleistungen selbsttätig ein, während er sich beim Verschwinden der Störungsleistungen wieder selbsttätig öffnet. Das Kurzschließen der Funkenstrecken kann durch einen Elektromagneten herbeigeführt werden, der durch das beim Stromdurchgang auftretende Spannungsgefälle des induktionslosen Widerstandes zum Ansprechen gebracht wird. Auch kann die Erwärmung des induktionslosen Widerstandes in an sich bekannter Weise benutzt werden, um eine Überbrückung der Funkenstrecke herbeizuführen, vorausge-
setzt, daß ein verzögertes Arbeiten der Einrichtung zulässig oder erwünscht ist.
In Fig. ι und 2 der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Funkenstrecken α parallel zu den Fernleitungen l·, c geschaltet. Den Funkenstrecken ist ein induktionsloser Widerstand d vorgeschaltet, der der elektrischen Symmetrie wegen zweckmäßig in zwei gleiche Teile getrennt ist, die auf die beiden Pole der Funkenstrecke verteilt sind.
Bei der Einrichtung nach Fig. ι wird durch
J5 -die an den Klemmen des induktionslosen Widerstandes d beim Stromdurchgang auftretende Spannung ein Elektromagnet e zum Ansprechen gebracht, dessen Wicklung entsprechend dem induktionslosen Widerstand ebenso falls in zwei gleiche Teile getrennt ist. Durch den beim Anziehen des Elektromagneten auf seinen Arbeitskontakt bewegten Schalthebel / werden die Funkenstrecken α kurzgeschlossen. An den Transformator t sind in bekannter Weise die zu schützenden Apparate angeschlossen. Zweckmäßig werden beim Anziehen des Elektromagneten e die Apparate durch Fortbewegung der Schalthebel g, h von ihren Ruhekontakten abgeschaltet. Beim Verschwinden der Störungsspannungen wird der Elektromagnet e wieder stromlos, so daß die Schalthebel ihre Ruhestellung einnehmen.
Der bei der Einrichtung nach Fig. 2 ,vorgesehene, induktionslose Widerstand d ist mit Thermokontakten i an sich bekannter Art versehen. In diesem Falle wird durch die beim Auftreten größerer Störungsleistungen stattfindende Erwärmung des induktionslosen Widerstandes eine Überbrückung der Funkenstrecken α herbeigeführt.
Eine Änderung der Ansprechempfindlichkeit der Funkenstrecken wird durch die Anwendung des induktionslosen Vorschaltwiderstandes nicht herbeigeführt.
Durch das vorher beschriebene Zusammenwirken des induktionslosen Widerstandes mit der zum Überbrücken der Funkenstrecken dienenden Schaltvorrichtung ist eine praktisch wirksame Schonung der Funkenstrecken auch bei dauernder Störung durch Starkstrom gewährleistet.
Eine unzulässige Spannungserhöhung an den Klemmen des zu schützenden Apparates bzw. eine schädliche Belastung der Einrichtung kann durch vorgeschaltete Abschmelzsicherungen k (Fig. 1 und 2) verhütet werden. Ein häufiges Durchgehen derselben ist durch den Vorschaltwiderstand d vermieden.
Die Funkenstrecken bleiben dauernd angeschaltet und können daher einen unmittel- baren, induktionslosen Weg für hochfrequente, besonders atmosphärische Entladungen bilden. Gewöhnlich wird jedoch die Hauptenergie über die Brücke der Funkenstrecken übertragen. . Die Wicklung des bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. ι vorhandenen Schaltelektromagneten e ist beim Auftreten hochfrequenter Entladungen durch den parallel geschalteten, induktionslosen Widerstand d gegen Durch- schlagen geschützt.
Die vorliegende Sicherungseinrichtung ist auch für solche Funkenstrecken geeignet, die zwischen Fernleitung und Erde eingeschaltet sind.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Sicherungseinrichtung mit Funkenstrecken für durch Starkstrom gefährdete Schwachstromanlagen, gekennzeichnet durch einen in Reihe mit der oder den Ftinkenstrecken (α.) geschalteten, induktionslosen Widerstand (d), dessen bei einer Störung auftretendes Spannungsgefälle oder auf eine Thermokontaktvorrichtung (i). wirkende Erwärmung zur Überbrückung der Funkenstrecken (α) während der Dauer der Störung nutzbar gemacht wird.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß : gleichzeitig mit der überbrückung der Funkenstrecke der zu schützende Teil der Anlage abgeschaltet wird. 9^
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch ι oder 2, gekennzeichnet durch einen die Umschaltungen herbeiführenden Elektromagneten (e), dessen Wicklung parallel zu dem induktionslosen Widerstand (d) geschaltet ist.
4. Sicherungseinrichtung nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der induktionslose Widerstand (d) und die Wicklung des Schaltelektromagneten (e) je in zwei gleiche Teile getrennt auf die beiden Pole der Funkenstrecke (α) verteilt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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