DE294760C - - Google Patents
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- DE294760C DE294760C DENDAT294760D DE294760DA DE294760C DE 294760 C DE294760 C DE 294760C DE NDAT294760 D DENDAT294760 D DE NDAT294760D DE 294760D A DE294760D A DE 294760DA DE 294760 C DE294760 C DE 294760C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/24—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for spark-gap arresters
Landscapes
- General Induction Heating (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 294760 KLASSE 21 c. GRUPPE
Schwachstromanlagen.
Zum Schutz von Schwachstromanlagen gegen Starkstrombeeinflussung sind Sicherungseinrichtungen
bekannt, die mit parallel zu den Fernleitungen oder zwischen diese und Erde eingeschalteten, als empfindliche Spannungssicherungen
ausgebildeten Funkenstrekken versehen sind. Diese zumeist bereits bei
wenigen hundert Volt ansprechenden und hierauf angenähert als Kurzschluß wirkenden
Funkenstrecken haben den Mangel, daß sie sehr leicht unempfindlich bzw. zerstört werden,
und zwar namentlich dann, wenn größere Leistungen abzuführen sind oder gar die Einwirkung
größerer Energiemengen auf die Funkenstrecken verhältnismäßig oft eintritt bzw. längere Zeit dauert. Zur Vermeidung dieses
Übelstandes sind bereits empfindliche Abschmelzsicherungen vorgesehen worden, durch
die die Funkenstrecken bei Überlastung abgeschaltet werden. Hierdurch ist aber wiederum
der Nachteil bedingt, daß die Sicherungen leicht durchschmelzen, so daß die Apparate
der Schwachstromanlage oder Teile des Leitungsnetzes sehr oft abgeschaltet werden, und
zwar meist dann, wenn die Schwachstromanlage (Telephon- oder Signalanlage) gerade
am notwendigsten zur raschen Beseitigung der Störung gebraucht wird. Die hierdurch hervorgerufenen
Betriebsstörungen sind besonders deswegen lästig, weil das Ersetzen der durchgegangenen Sicherungen und Funkenstrecken
bei den oft sehr ausgedehnten Anlagen jedesmal großen Zeitverlust verursacht.
Ferner ist vorgeschlagen worden, in den
Stromkreis der Spannungssicherung die Wick- ^5
lung eines Schaltelektromagneten einzuschalten, der beim Arbeiten der Spannungssicherung
die zu schützenden Apparate abschaltet und außerdem infolge des Widerstandes seiner
Wicklung die kurzschließende Wirkung der Spannungssicherung verhindert. Diese Anordnung hat jedoch den Mangel, daß die '
Spannungssicherung immer noch, besonders bei lange dauernder oder sehr häufiger Beanspruchung
gefährdet ist und außerdem die Isolation der Wicklung des Schaltelektromagneten namentlich bei hochfrequenten Entladungen
leicht zerstört werden kann.
Gemäß der Erfindung sind die vorher dargelegten Übelstände auf einfache Weise dadurch
beseitigt, daß der Funkenstrecke oder den Funkenstrecken ein induktionsloser Widerstand
vorgeschaltet ist, durch den ein zum Schutz der Funkenstrecken dienender Kurzschluß
derselben hervorgerufen wird. Dieser Kurzschluß schaltet sich beim Auftreten größerer
Störungsleistungen selbsttätig ein, während er sich beim Verschwinden der Störungsleistungen wieder selbsttätig öffnet. Das
Kurzschließen der Funkenstrecken kann durch einen Elektromagneten herbeigeführt werden,
der durch das beim Stromdurchgang auftretende Spannungsgefälle des induktionslosen
Widerstandes zum Ansprechen gebracht wird. Auch kann die Erwärmung des induktionslosen
Widerstandes in an sich bekannter Weise benutzt werden, um eine Überbrückung der Funkenstrecke herbeizuführen, vorausge-
setzt, daß ein verzögertes Arbeiten der Einrichtung zulässig oder erwünscht ist.
In Fig. ι und 2 der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes schematisch veranschaulicht.
Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Funkenstrecken α parallel zu den Fernleitungen
l·, c geschaltet. Den Funkenstrecken ist ein induktionsloser Widerstand d vorgeschaltet,
der der elektrischen Symmetrie wegen zweckmäßig in zwei gleiche Teile getrennt ist,
die auf die beiden Pole der Funkenstrecke verteilt sind.
Bei der Einrichtung nach Fig. ι wird durch
J5 -die an den Klemmen des induktionslosen
Widerstandes d beim Stromdurchgang auftretende Spannung ein Elektromagnet e zum Ansprechen
gebracht, dessen Wicklung entsprechend dem induktionslosen Widerstand ebenso falls in zwei gleiche Teile getrennt ist. Durch
den beim Anziehen des Elektromagneten auf seinen Arbeitskontakt bewegten Schalthebel /
werden die Funkenstrecken α kurzgeschlossen. An den Transformator t sind in bekannter
Weise die zu schützenden Apparate angeschlossen. Zweckmäßig werden beim Anziehen
des Elektromagneten e die Apparate durch Fortbewegung der Schalthebel g, h von ihren
Ruhekontakten abgeschaltet. Beim Verschwinden der Störungsspannungen wird der Elektromagnet e wieder stromlos, so daß die
Schalthebel ihre Ruhestellung einnehmen.
Der bei der Einrichtung nach Fig. 2 ,vorgesehene, induktionslose Widerstand d ist mit
Thermokontakten i an sich bekannter Art versehen. In diesem Falle wird durch die beim
Auftreten größerer Störungsleistungen stattfindende Erwärmung des induktionslosen
Widerstandes eine Überbrückung der Funkenstrecken α herbeigeführt.
Eine Änderung der Ansprechempfindlichkeit der Funkenstrecken wird durch die Anwendung
des induktionslosen Vorschaltwiderstandes nicht herbeigeführt.
Durch das vorher beschriebene Zusammenwirken des induktionslosen Widerstandes mit
der zum Überbrücken der Funkenstrecken dienenden Schaltvorrichtung ist eine praktisch
wirksame Schonung der Funkenstrecken auch bei dauernder Störung durch Starkstrom gewährleistet.
Eine unzulässige Spannungserhöhung an den Klemmen des zu schützenden Apparates
bzw. eine schädliche Belastung der Einrichtung kann durch vorgeschaltete Abschmelzsicherungen
k (Fig. 1 und 2) verhütet werden. Ein häufiges Durchgehen derselben ist durch
den Vorschaltwiderstand d vermieden.
Die Funkenstrecken bleiben dauernd angeschaltet und können daher einen unmittel-
baren, induktionslosen Weg für hochfrequente, besonders atmosphärische Entladungen bilden.
Gewöhnlich wird jedoch die Hauptenergie über die Brücke der Funkenstrecken übertragen.
. Die Wicklung des bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. ι vorhandenen Schaltelektromagneten
e ist beim Auftreten hochfrequenter Entladungen durch den parallel geschalteten,
induktionslosen Widerstand d gegen Durch- T°
schlagen geschützt.
Die vorliegende Sicherungseinrichtung ist auch für solche Funkenstrecken geeignet, die
zwischen Fernleitung und Erde eingeschaltet sind.
Claims (4)
1. Sicherungseinrichtung mit Funkenstrecken für durch Starkstrom gefährdete
Schwachstromanlagen, gekennzeichnet durch einen in Reihe mit der oder den Ftinkenstrecken (α.) geschalteten, induktionslosen
Widerstand (d), dessen bei einer Störung auftretendes Spannungsgefälle
oder auf eine Thermokontaktvorrichtung (i). wirkende Erwärmung zur Überbrückung der Funkenstrecken (α)
während der Dauer der Störung nutzbar gemacht wird.
2. Sicherungseinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß
: gleichzeitig mit der überbrückung der Funkenstrecke der zu schützende Teil der
Anlage abgeschaltet wird. 9^
3. Sicherungseinrichtung nach Anspruch ι oder 2, gekennzeichnet durch
einen die Umschaltungen herbeiführenden Elektromagneten (e), dessen Wicklung
parallel zu dem induktionslosen Widerstand (d) geschaltet ist.
4. Sicherungseinrichtung nach Anspruch I, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der induktionslose Widerstand (d) und die Wicklung des Schaltelektromagneten
(e) je in zwei gleiche Teile getrennt auf die beiden Pole der Funkenstrecke
(α) verteilt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE294760C true DE294760C (de) |
Family
ID=549298
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT294760D Active DE294760C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE294760C (de) |
-
0
- DE DENDAT294760D patent/DE294760C/de active Active
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