DE2938580C2 - Durchbiegungssteuerbare Walze - Google Patents
Durchbiegungssteuerbare WalzeInfo
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Description
Um diese Verlagerung zu bewältigen, ist es aus der dem Oberbegriff zugrundeliegenden DE-AS 26 32 452
und für eine lagerfreie Walze aus der DF.-OS 25 50 366 bekannt, den Abschlußdeckel entsprechend ausgleichsfähig
zu machen, indem eine Ausführung aus mehreren gegeneinander beweglichen Teilen oder mit einem
nachgiebigen Balg vorgesehen wird.
Wegen der hohen Relativgeschwindigkeiten an der Dichtstelle, die bis zu 1000 m/min betragen können,
kommen nur sehr hochwertige Drehdichtungen in Betracht Meist handelt es sich um aus Kunststoff
bestehende radial aufsitzende Lippendichtungen, deren Lippe durch eine über den Umfang verlaufende, auf Zug
vorgespannte Schraubenfeder in Anlage an der Gegenfläche gehalten werden. Diese Dichtungen H
besitzen bei einwandfreien Verhältnissen zwar gleichzeitig eine gute Dichtwirkung und hohe Lebensdauer,
doch leiden diese Eigenschaften z. B., w<:nn Dichtung
und Gegenfläche nicht genau koaxial zueinander liegen. Geringe Verlagerungen können die erwähnten Lippen- ·?ο
dichtungen zwar ausgleichen; dies macht je grade ihre Eignung für solche Dichtungszwecke aus. Für größere
Verlagerungen jedoch sind derartige Dichtungen nicht gerüstet. Die Praxis zeigt, daß bei großen Walzen der in
Rede stehenden Art an der Dichtung durchaus mit radialen Verlagerungen in der Größenordnung bis etwa
2 mm gerechnet werden muß. Bei den bekannten Ausführungsformen erfordert ein Ausgleich der in
Betracht kommenden Verlagerungen gewisse Kräfte zur Bewegung der Teile des Abschlußdeckels gegeneinander.
Diese Kräfte können zu einer erheblichen, das zulässige Maß übersteigenden Verformung einer
nachgiebigen Drehdichtung führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Walze der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrunde- Ji
liegenden Art so auszugestalten, daß die Drehdichtung der Walze bei allen vorkommenden Belastungen und
Durchbiegungen des Kerns von unzulässigen Beanspruchungen freigehalten wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegeben.
Die aus dem Abschlußdeckel und den Dichtungsanordnungen bestehende Baueinheit ist also so ausgestaltet,
daß sie den auftretenden Verlagerungen folgen kann, ohne daß in der Dichtung selbst die Dichlfunktion
beeinträchtigende Veränderungen auftreten. Dies gelingt dadurch, daß der Abschlußdeckel in sich beweglich
ist und die Drehdichtung von dem Drehlager radial gestützt und immer in gleichbleibendem Abstand von
der Dichtfläche gehalten wird, so daß die Dichtungsan- =>o
Ordnung von den Verlagerungen geometrisch im wesentlichen unbeeinflußt bleibt. Der Abschlußdeckel
kann dabei aus im wesentlichen starren Teilen bestehen, so daß seine Formsteifigkeit in Umfangsrichtung
ausreichend ist, um die durch die Drehdichtung μ übertragenen Umlauf-Reibungskräfte schwingungsfrei
abzufangen.
Gemäß Anspruch 2 kann das neben der Drehdichtung angeordnete Drehlager ein Bronzeringlager sein. Ein
solches Lager verträgt die hohen Relativgeschwindig- w>
keiten, weil es auf einer hydrodynamischen Ölschicht läuft, und läßt sich außerdem raumsparend mit großen
Durchmessern verwirklichen.
Häufig umfaßt der Abschlußdeckel einen im wesentlichen achsparallelen sowie einen im wesentlichen br>
radialen Abschnitt. Der achsparallele Abschnitt steht an einer Seite mit dem Ende der Hohlwelle in Wirkverbindune.
während der radiale Abschnitt zum Kern hinführt und dort festgelegt oder abgedichtet ist.
Es hat sich als zweckmäßig herausgestellt, die Trennung des Abschlußdeckels in zwei Teile im Bereich
des radialen Abschnitts vorzusehen. Dies kommt dem Umstand entgegen, daß die durch die Durchbiegung des
Kerns verursachten Verlagerungen vorwiegend ebenfalls in radialer Richtung verlaufen.
Die Ansprüche 4 und 6 geben alternative Ausführungsbeispiele der Dichtungsanordnungen wieder.
Ansprüche 7 und 8 kennzeichnen Ausbildungen der Trennstelle des Abschlußdeckels.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Ende einer sogenannten schwimmenden Walze mit Antrieb, welche
eine dem Stand der Technik angehörende Abdichtung mittels eines Abschlußdeckels aufweist;
F i g. 2 bis 4 sind schematische Teillängsschnitte durch den Bereich des Abschlußdeckels bei verschiedenen
Ausführungsformen.
In Fig. 1 ist eine als Ganzes mit 10 bezeichnete schwimmende Walze dargestellt, die eine umlaufende
Hohlwalze 1 umfaßt. Der Walzspalt ist gemäß Fig. 1
oben gelegen. Die Hohlwalze 1 ist von einem feststehenden Kern 2 durchgriffen, der aus dem Ende
der Hohlvalze 1 beidseitig vorsteht und dort über eine eine Durchbiegung des Kerns 2 zulassende Kugelflächenabstützung
3 in einem Walzenständer 4 gelagert ist. Der Innenumfang 5 der Hohlwalze 1 beläßt Abstand
zum Außenumfang 6 des Kerns, so daß sich der Kern 2 in der Hohlwalze 1 um einen gewissen Betrag
durchbiegen kann, ohne an dem Innenumfang 5 anzustoßen und die Hohlwalze 1 beim Umlauf zu
behindern.
Der Zwischenraum zwischen Kern 2 und Hohlwalze 1 ist durch nicht dargestellte-, etwa in halber Höhe des
Kerns 2 an diesem befestigte Längsdichtungen und durch an den !Enden vorgesehene Querdichtungen 7
abgeteilt, wodurch eine Längskammer 8 auf der Seite des Walzspalts gebildet ist, die mit Drucköl eines
steuerbaren Drucks gefüllt werden kann. In der Längskammer 8 grenzt das Drucköl unmittelbar an den
Innenumfang 5 der Hohlwalze 1 und überträgt seinen Druck auf diese. Auf der anderen Seite stützt sich das
Drucköl gegen den Kern 2 ab, der diese Gegenkräfte unter Biegung aufnimmt. Die Hohlwalze 1 kann also im
Walzspalt einen Liniendruck ausüben, ohne sich dabei selbst durchzubiegen. Die Durchbiegung wird ihr von
dem Kern 2 abgenommen.
An den Enden ist die Hohlwalze 1 über Wälzlager 9 auf dem Kern 2 abgestützt. Diese Abstützung
ermöglicht es, die Durchbiegung der Hohlwalze 1 bzw. den Liniendruckverlauf sogar in einer bestimmten
Weise über den Druck in der Längskammer 8 zu steuern.
Die Längskammer 8 ist durch die Längsdichtungen und die Querdichtungen 7 nicht vollkommen hermetisch
abgeschlossen, sondern es tritt notwendigerweise unter den Längsdichtungen hindurch eine gewisse Menge
Lecköl auf, die sich in der gegenüberliegenden Kammer 11 ansammelt, von wo sie in der aus F i g. 1 erkennbaren
Weise durch die Lager 9 hindurchtritt und deren S?hmierung übernimmt.
Die Hohlwalze 1 ist über einen Antriebszapfen 12 antreibbar, welcher in einer axialen Ausnehmung 13 des
Kerns 2 koaxial zu diesem auf Lagern 14 gelagert ist. Am in die Ausnehmung 13 eingreifenden Ende besitzt
der Antriebszapfen 12 eine innere Bogenzahnanord-
nung 15, mit der er an einer entsprechenden äußeren Bogenzahnanordnung eines Sonnenrades 16 angreift,
welches achsgleich zu dem Wellenzapfen 12 angeordnet
ist und am in die Ausnehmung 13 hineinweisenden Ende eine Stirnradverzahnung 17 aufweist. Das Sonnenrad 16
ist ungelagert. Es wirkt mit auf dem Kern gelagerten Planetenrädern 18, 19 zusammen, die wiederum mit
einer Innenverzahnung in einer mit dem Ende der Hohlwalze fest verbundenen Antriebshülse 20 kämmen.
An dem stirnseitigen Ende der Antriebshülse 20 ist ein Ring 21 vorgesehen, der eine Umfangsfläche 22
aufweist, auf welcher ein Lippendichtung 23 radial von außen aufsitzt, der am äußeren Rand 24 eines
Abschlußdeckels 25 aufgebracht ist. Der Abschlußdekkel 25 sitzt unmittelbar auf dem Kern 2 und ist
gegenüber diesem mittels O-Ringen 26 abgedichtet.
Das aus der Kammer 11 stammende öl tritt also nach
dem Durchsetzen der Lager 9 in den die Getriebeanordnung 16, 18, 19, 20 enthaltenden Innenraum 27 der
Abdeckkappe 25 ein und füllt diese zur Schmierung der Getriebeanordnung aus. Das öl wird ständig aus einem
Auslaß 28 abgezogen, wobei in dem Innenraum 27 ein vorbestimmter Druck aufrechterhalten werden kann.
Das Problem liegt in der Dichtungsanordnung 22, 23. Beim Auftreten eines Liniendrucks auf der Arbeitsseite
der Hohlwalze 1 biegt sich der Kern 2 gemäß F i g. 1 nach unten durch, so daß er in Höhe der Kugelflächenlagerstücke
3 eine Winkeländerung nach links unten erfährt, die von der Kugelfläche aufgenommen wird. Die
Abschlußkappe 25 ist in der Nähe der Kugelflächenlagerstücke 3 auf dem Kern 2 festgelegt und behält
somit ihre Höhenlage gemäß F i g. 1 im wesentlichen bei. Die Hohlwalze I, die im wesentlichen gerade
verbleibt, ist über die Wälzlager 9 auf dem Kern 2 abgestützt, wobei sich die Abstützungsstelle durch die
Durchbiegung des Kern 2 nach unten verlagert. Die mit der Hohlwalze 1 verbundene Gegenfläche 22 des
Lippendichtrings 23 verlagert sich also nach unten, so daß der Lippendichtring 23 unten zusammengedrückt
wird und oben mehr Luft bekommt. Hierdurch verschlechtert sich natürlich die Dichtung und verschleißt
der Lippendichtring 23 durch die erhöhte Beanspruchung im unteren Bereich auch schneller. Der
Lippendichtring 23 kann schon nach unten versetzt in den Abschlußdeckel 25 eingebaut werden, so daß er bei
Vorliegen einer bestimmten Belastung der Hohlwalze 1 entsprechenden Durchbiegung des Kerns 2 gleichmäßig
belastet wird. Bei von der vorbestimmten Last abweichenden Lasten treten aber die Probleme mit der
ungleichmäßigen Beanspruchung des Lippendichtrings 23 ciTicüt äüi.
In F i g. 2 ist eine als Ganzes mit 100 bezeichnete Walze dargestellt, bei der diese Probleme behoben sind.
Mit der Hohlwalze 1 ist die Antriebshülse 120 fest verbunden, die an ihrem vorstehenden Ende eine die
Gleitfläche für den Lippendichtring 23 bildende Umfangsfläche 122 aufweist. Der Lippendichtring sitzt
im axialen Teil 130 eines als Ganzes mit 125 bezeichneten Abschlußdeckels in der Nähe dessen der
Hohlwalze 1 zugewandten Randes. Der Abschlußdeckel 125 besitzt als Ganzes etwa Topfform, wobei der Boden
einen gegen den Kern 2 hin verlaufenden radialen Teil 131 bildet Im Bereich dieses radialen Teils 131 ist der
Abschlußdeckel 125 in zwei voneinander getrennte Teile 125', 125" unterteilt von denen der Teil 125" auf
der Welle 2 fest und dicht angeordnet ist und sich der Teil 125' in einer in dem Teil 125" gebildeten Nut 132 im
Sinne des Pfeiles 133 verlagern kann. Der Teil 125' ist in der Nut 132 geführt und durch O-Ringe 134 abgedichtet.
Innenseitig des Lippendichtrings 23 ist in dem
Abschlußdeckel 125 bzw. dessen Teil 125'ein als Ganzes
mit 135 bezeichnetes Drehlager angeordnet, welches einen äußeren, in dem Teil 125' sitzenden Lagerring 136
sowie einen auf der Antriebshülse 120 aufsitzenden Teil 137 umfaßt. Die Teile 136, !37 liegen über eine
Kugelfläche 138 aufeinander an, auf der ein Ölfilm aufrechterhalten wird, auf welchem die Ringe aufeinander
in Umfangsrichtung gleiten können.
Der wesentliche Zweck des Drehlagers 135 besteht darin, den Abstand 29 zwischen den Gegenflächen des
Lippendichtrings 23 im wesentlichen aufrechtzuerhalten, um eine gleichmäßige Belastung des Lippendichtrings
23 beizubehalten.
Wenn sich bei Durchbiegung des Kerns die Gleitfläche 122 des Lippendichtrings 23 nach unten
verlagert, nimmt das Drehlager 135 den Teil 125' des Abschlußdeckels 125 im Sinne des Pfeiles 133 mit nach
unten, so daß der Lippendichtring 23 davon nicht wesentlich betroffen ist. Durch die Durchbiegung des
Kerns 2 tritt allerdings auch eine Winkeländerung auf, bei der sich der Teil 125" des Abschlußdeckels 125
gemäß F i g. 2 nach unten links schräg stellt. Die Gegenfläche 122 bleibt jedoch mit der Hohlwalze 1
zusammen im wesentlichen gerade. Die Winkeländerung zwischen den Teilen 125' und 122 wird durch die
Kugelfläche 138 aufgenommen. Als Kugelradius wird ein mittlerer Wert gewählt, der im Bereich der am
häufigsten vorkommenden Biegeradien liegt. Die geringe axiale Verlagerung des Teils 125' gegenüber der
Antriebsbüchse 120 kann durch ein entsprechendes axiales Verrutschen des Teils 137 des Drehlagers 135
ausgeglichen werden. Das Teil 137 braucht ja nicht fest auf der Antriebsbüchse 120 zu sitzen, weil es keine
Dichtfunktion hat. Die durch die Winkeländerung erfolgende geringfügige Zusammendrückung des Lippendichtrings
23 im oberen Bereich spielt keine Rolle, sondern liegt im Bereich der Toleranzen, die der
Lippendichtring im Rahmen seines normalen Betriebs aufzunehmen in der Lage ist. Diese Veränderungen der
Distanz 29 liegen um eine Größenordnung unter den Verlagerungen, die ohne das Drehlager 135 und die
innere Nachgiebigkeit des Abschlußdeckels 125 an dieser Stelle auftreten würden.
In F i g. 3 ist eine Walze 200 dargestellt bei der kein Antrieb und keine Antriebshülse vorhanden sind. Der
Lippendichtring 23 sitzt hier vielmehr auf einer die Gleitfläche bildenden, unmittelbar am Umfang der
Hohlwalze 1 angebrachten Gleitfläche 222 auf. Der Lippendichtring 23 ist in dem axialen Teil 130 eines als
Ganzes mit 225 bezeichneten Anschlußdeckels festgelegt der ähnlich wie bei der Walze aus zwei Teilen 225'
und 225" besteht, die radial gegeneinander beweglich sind. Innenseitig des Lippendichtrings 23 ist auch hier
ein Drehlager 235 in Gestalt eines Bronzerings angebracht der den radialen Abstand zwischen der
Gleitfläche 222 und dem Innenumfang des axialen Teils des Abschlußdeckels 225 aufrechterhält Im Bereich des
radialen Teils 131 ist der radiale Teil des Teils 225' in einer radialen Nut 132 des Teils 225" des Abschlußdekkels
225 geführt, wobei die Abdichtung wieder durch einen O-Ring 134 erfolgt
Im Gegensatz zu der Walze 200 ist jedoch der Teil 225" des AbschluBdeckels 225 nicht auf dem Kern
festgelegt sondern unmittelbar an dem feststehenden Walzenständer 4 verschraubt Die Abdichtung des
Innenraums gegen den Walzenständer 4 erfolgt über
eine Dichtung 201.
Bei einer Durchbiegung des Kerns 2 nach unten verlagert sich die Hohlwalze I gemäß Fig.3 ebenfalls
nach unten und nimmt dabei den Teil 225' des Abschlußdeckels 225 mit, der sich in der Nut 132 nach
unten verschiebt. Probleme mit Winkeländerungen treten hierbei nicht auf, weil die Walze 1 im allgemeinen
so gesteuert wird, daß sie gerade bleibt, d. h. ihre Orientierung gegenüber dem Teil 225" nicht verändert.
Es tritt also lediglich eine geradlinige Verlagerung des Teils 225' ein. Aus diesem Grund braucht das Drehlager
235 auch nicht mit einer Kugelfläche versehen zu werden, sondern kann mit einer einfachen zylindrischen
Gleitfläche arbeiten.
Bei der Walze 300 der F i g. 4 ist der Teil 325' des als
Ganzes mit 325 bezeichneten Abschlußdeckels fest mit der Hohlwalze 1 bzw. einer mit dieser verbundenen
Antriebshülse 320 verbunden. In dem radialen Teil 131 des Abschlußdeckels 325 belassen dessen Teile 325' und
325" einen Abstand 301 voneinander, der durch einen ringförmigen Balg 320 überbrückt und dicht verschlossen
wird. Der Balg 302 ist in geeigneter Weise mit seinen Rändern an den Rändern der Teile 325', 325" festgelegt
und erlaubt eine Verlagerung der Teile 325', 325" in radialer und auch axialer Richtung gegeneinander.
Gleichzeitig aber vermag der Balg 302 so große Kräfte zu übertragen, daß er den Teil 325" bei der Drehung
mitnehmen kann. Der bei der Walze 300 in dem inneren Teil 325" angeordnete Lippendichtring 23 sitzt auf der
Gleitfläche 322 auf dem Kern 2 auf. Neben ihm ist ein Kugellager 303 angeordnet, welches den radialen
Abstand zwischen dem Innenumfang des Teils 325" und dem Außenumfang des Kerns aufrechterhält. Bei
Verlagerungen der Teile 325' und 325" gegeneinander werden die Verformungskräfte des Balges 302 also von
dem Kugellager 303 abgefangen und bleibt der Lippendichtring 23 davon unberührt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Durchbiegungssteuerbare Walze mit einer den arbeitenden Walzenumfang bildenden Hohlwalze,
die von einem feststehenden, ringsum Abstand vom Innenumfang der Hohlwalze belassenden Kern der
Länge nach durchgriffen und mit Abstand von den äußeren Unterstützungsstelien des Kerns auf dem
Kern gelagert und zwischen den Lagern gegen den Arbeitsdruck am Kern abgestützt ist, und mit
mindestens einem an einem Ende der Hohlwalze vorgesehenen, den Kern ringförmig umgebenden
Abschlußdeckel, der gegen den Austritt von öl aus dem Ende der Walze an seinem äußeren und inneren
Umfang durch eine Drehdichtung umfassende Dichtungsanordnungen abgedichtet und hinsichtlich
der bei Durchbiegungen des Kerns (2) auftretenden Verlagerungen ausgleichsfähig ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehrichtung (23) benachbart ein Drehlager (135,235,335) vorgesehen
ist, welches die Drehdichtung (23) in vorgegebenem Abstand zur Gleitfläche (122, 222, 322) hält, und der
Abschlußdeckei (125, 225, 325) aus zwei in Umfangsrichtung voneinander getrennten, gegeneinander
nicht drehbaren, jedoch radial verlagerbaren, gegeneinander abgedichteten Teilen (125', 125";
225', 225"; 325', 325") besteht.
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehlager ein Bronzeringlager ist.
3. Walze nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Abschlußdeckel einen im wesentlichen achsparallelen
sowie einen im wesentlichen radialen Abschnitt umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung
im Bereich des radialen Abschnitts (131) vorgesehen ist.
4. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehdichtung (23)
in einem ersten Teil (125') des Abschlui3deckels (125) angeordnet ist und radial auf einem axialen Ansatz
(120) der Hohlwalze (1) aufsitzt und der andere Teil (125") des Abschlußdeckels (125) auf dem Kern (2)
lest angeordnet ist.
5. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehdichtung (23)
auf dem einen Teil (225') des Abschlußdeckels (225) angeordnet ist und radial auf einem axialen Teil der
Hohlwalze (1) aufsitzt und der andere Teil (225") des Abschlußdeckels (225) mit der Abstützung (4) des
Kerns (2) fest verbunden ist.
6. Walze nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehdichtung (23)
in dem anderen Teil (325") des Abschlußdeckels (225) angeordnet ist und radial auf dem Kern (2)
aufsitzt und der eine Teil (325') des Abschlußdeckels (325) mit der Hohlwalze (1) fest verbunden ist.
7. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Teile (125',
125"; 225', 225") eine Umfangsnut (132) bildet, in die der andere Teil unter Belassung radialen Spiels im
wesentlichen radial eingreift.
8. Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (325', 325")
an der Trennstelle (301) durch einen ringförmigen Balg (302) miteinander verbunden sind.
Die Erfindung bezieht sich auf eine durchbiegungssteuerbare Walze der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
zugrundeliegenden Art.
Bei derartigen Walzen erfolgt die Abstützung der Hohlwalze gegen die Walzspaltkräfte, die die Hohlwalze
durchzubiegen trachten, meist mittels eines zwischen der Hohlwalze und dem Kern auf der Seite des
Walzspalts angeordneten hydraulischen Mediums. Bei der sogenannten schwimmenden Walze ist zwischen der
ίο Hohlwalze und dem Kern durch etwa in halber Höhe
angeordnete Längsdichtungen und an den Enden der Hohlwalze vorgesehenen entsprechenden Querdichtungen
auf der Walzspaltseite eine Längskammer abgeteilt, die mit Druckflüssigkeit füllbar ist. Durch die Steuerung
des Drucks kann die auf den Innenumfang der Hohlwalze ausgeübte Kraft gesteuert werden. Die Kraft
ist über die Länge der Längskammer gleichbleibend. Der Druck der Druckflüssigkeit wirkt auf der anderen
Seite gegen den Kern, der sich unter der Wirkung dieses Drucks vom Walzspalt hinweg durchbiegen kann.
Wegen des Abstandes zwischen Hohlwalze und Kern ist diese Durchbiegung möglich, ohne daß der Umlauf der
Hohlwalze um den Kern gestört wird. Durch die Durchbiegung des Kerns werden die im Walzspalt
benötigten Kräfte aufgebracht, ohne daß sich die Hohlwalze selbst durchbiegt.
Andere Ausführungsformen der in Rede stehenden Walzen besitzen gegen den Innenumfang der Hohlwalze
anliegende Gleitschuhe, die über im oder am Kern
»ο vorgesehene Zylinder/Kolbeneinheiten beaufschlagt
werden.
Die Gleitdichtungen der Längskammer müssen gegen den zum Teil mit sehr hoher Geschwindigkeit
umlaufenden Innenumfang der Hohlwalze abdichten.
Der notwendige Druck in der Längskammer läßt sich zwar problemlos herstellen, doch ist prinzipiell unvermeidlich,
daß kleine Mengen der Druckflüssigkeit unter den Längsdichtungen hindurch in die der Längskammer
abgelegene Kammer austreten. Dieses Öl sammelt sich im Laufe des Betriebs zu einer gewissen Menge an, die
abgeführt werden muß.
An den Enden der Hohlwalze ist diese auf dem Kern meist durch Wälzlager abgestützt. Diese Wälzlager
bedürfen einer Schmierung, wozu das als Druckflüssigkeit dienende Drucköl herangezogen wird. Insgesamt
ergibt sich also am Ende der Hohlwalze ein gewisser Ölanfall, der am Austritt aus der Hohlwalze gehindert
werden muß bzw. nur über eine bestimmte Leitung abgezogen werden darf. Um dies zu bewerkstelligen, ist
am Ende der Hohlwalze der ringförmige Abschlußdekkel vorgesehen, der an seinem Außenumfang mit der
Hohlwalze, an seinem Innenutnfang mit dem Kern oder dem feststehenden Walzenständer in dichtender Wirkverbindung
steht.
Im Betrieb erfolgt nun eine Durchbiegung des Kerns unter dem Einfluß des Liniendrucks. Die Hohlwalze ist
an ihrem Ende über die Wälzlager auf dem Kern abgestützt und hält somit in Höhe des Wälzlagers eine
bestimmte Lage zum Kern ein. Die mit der Hohlwalze zusammenwirkende Dichtungsanordnung an dem einem
Umfangsrand des Abschlußdeckels greift hier an. Am anderen Umfangsrand des Abschlußdeckels wirkt
dieser jedoch mit dem Kern oder dem Walzenständer mit einigem Abstand in axialer Richtung zusammen. Bei
einer Durchbiegung des Kerns kommt es also zu einer radialen Verlagerung mindestens einer der Dichtungsanordnungen an den beiden Umfangsrändern des
Abschlußdeckels.
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