DE2938352C2 - Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials

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DE2938352C2 DE2938352A DE2938352A DE2938352C2 DE 2938352 C2 DE2938352 C2 DE 2938352C2 DE 2938352 A DE2938352 A DE 2938352A DE 2938352 A DE2938352 A DE 2938352A DE 2938352 C2 DE2938352 C2 DE 2938352C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials, das im wesentlichen aus einem Polymerisat und einem anorganischen, ferrodielektrischen Pulver besteht, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials mit sowohl hoher Flexibilität als auch hohem piezoelektrischen Effekt.
Bekannte Materialien mit piezoelektrischem Effekt sind beispielsweise Kristalle, wie Bergkristall und Rochelle-Salz, sowie keramische Materialien, wie Bariumtitanat. Diese Materialien zeigen zwar einen hohen piezoelektrischen Effekt, sie sind jedoch hart und brüchig, so daß es große Schwierigkeiten bereitet, aus aus diesen Materialien bestehenden großen dünnen Filmen piezoelektrische Elemente herzustellen.
Es ist ferner bekannt, daß ein in eine Richtung gereckter Film eines Aminosäurepolymerisats, z. B. PoIybenzylglutamat, und einem organischen Material, z. B. Polyvinylchlorid oder Polyamid, einen piezoelektrischen Effekt aufweist. Der piezoelektrische Effekt dieser Materialien ist jedoch niedrig. So zeigt beispielsweise ^-Polyvinylidenfluorid, das unter derartigen Materialien den höchsten piezoelektrischen Effekt aufweisen soll, lediglich einen solchen von etwa 6,2 χ 10-l2 m/V der piezoelektrischen Konstante t^i des Längenausdehnungsmodus (length extentional mode).
Es wurde auch bereits ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material mit einer Matrix aus einem thermoplastischen Polymerisat und einem darin befindlichen piezoelektrischen keramischen Pulver, wie Bleizirkonattitanat, vorgeschlagen. Dieses zusammengesetzte piezoelektrische Material, das einen relativ hohen piezoelektrischen Effekt aufweist, läßt sich relativ einfach zu einem dünnen Film ausformen. Der piezoelektrische Effekt dieses zusammengesetzten Materials hängt jedoch in hohem Maße von der Menge des in der Matrix enthaltenen piezoelektrischen keramischen Pulvers ab. Sicherlich läßt sich der piezoelektrische Effekt
ίο durch Erhöhen der Menge des in der Matrix befindlichen Pulvers steigern, durch die erhöhte »Füllung« sinkt jedoch in erheblichem Maße die Flexibilität des zusammengesetzten Materials. Dies hat zur Folge, daß die mechanischen Eigenschaften, z. B. die Härte und Brüchigkeit, solcher zusammengesetzter Materialien den entsprechenden Eigenschaften anorganischer Kristalle oder von keramischen Materialien nahekommen. Unter diesen Umständen beträgt die optimale Menge an in der Polymerisatmatrix enthaltenem piezoelektrisehen keramischen Pulver praktisch (nur) etwa 75 Gew.-%.
Ferner wurde bereits vorgeschlagen, als Polymerisatmatrix zur Verbesserung der piezoelektrischen Eigenschaften unter Erhaltung der Flexibilität und Verarbeitbarkeit des zusammengesetzten Materials auf einem akzeptablen Wert einen fluorierten Kautschuk in Form eines Hexafluorpropylen/Tetrafluoräthylen-Mischpolymerisats zu verwenden. In jedem Falle krankt aber ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material aus einer Polymerisatmatrix und einem darin enthaltenen piezoelektrischen keramischen Pulver daran, daß es keine ausreichend hohen piezoelektrischen Eigenschaften und keine akzeptable Flexibilität aufweist. So soll beispielsweise die Menge der Polymerisatmatrix bzw. des Bindemittels mindestens 10 Gew.-°/o betragen, damit das zusammengesetzte Material eine akzeptable Flexibilität erhält. In diesem Falle ist jedoch der piezoelektrische Effekt des zusammengesetzten Materials unvermeidlich nicht mehr akzeptabel. Weiterhin bereitet es Schwierigkeiten, das keramische Pulver gleichmäßig in der Matrix zu dispergieren, da beispielsweise während des Verknetens des Gemischs aus dem zur Ausbildung der Polymerisatmatrix verwendeten Polymerisat und dem piezoelektrischen keramischen Pulver unvermeidlich eine ungleichmäßige Temperaturverteilung zu verzeichnen ist. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß wegen der fehlenden gleichmäßigen Verteilung des keramischen Pulvers die Eigenschaften des zusammengesetzten Materials nur schlecht reproduzierbar sind.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials hoher Flexibilität und hohen piezoelektrischen Effekts zu schaffen, bei weichem das erhaltene zusammengesetzte Material eine hohe thermische Stabilität erhält.
Gegenstand der Erfindung ist in den Patentansprüchen näher gekennzeichnet.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Im einzelnen zeigt
F i g. 1 eine graphische Darstellung, aus der die Beziehung zwischen dem Bleizirkonattitanat-Gehalt und der Zugfestigkeit von nach dem Verfahren gemäß der Erfindung bzw. nach einem bekannten Verfahren hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materialien hervorgeht, und
F i g. 2 eine graphische Darstellung, aus der die Beziehung zwischen dem Bleizirkonattitanat-Gehalt und
der Konstante d3\ von nach dem Verfahren gemäß der Erfindung bzw. nach einem bekannten Verfahren hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materialien hervorgeht
Erfindungsgemäß wird ein anorganisches dielektrisches Material derart mit einer latexhaltigen Dispersion behandelt, daß die Pulverteilchen zur Gewinnung eingekapselter Pulverteilchen mit Kautschuk beschichtet werden. Nach dieser Behandlung wird die e-haltene Masse durchgeknetet und ausgeformt, wobei man ein zusammengesetztes Material mit einem sehr gleichmäßig dispergierten Pulver aus einein anorganischen dielektrischen Material erhält Durch die erfindungsgemäß durchgeführte spezielle Technik kann man den Gehalt an dem anorganischen dielektrischen Material erheblich erhöhen, ohne die mechanischen Eigenschaften und Flexibilität des zusammengesetzten Materials zu beeinträchtigen. Das nach dem Ausformen der Masse erhaltene zusammengesetzte Niaterial wird danach einer Polarisierungsbehandlung unterworfen, wobei man ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material hoher Flexibilität und hervorragenden piezoelektrischen Effekts erhält.
Im folgenden wird eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung näher erläutert.
Als anorganisches dielektrisches pulverförmiges Material wird ein solches einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1,0 bis 80, vorzugsweise von 1,5 bis ΙΟμπι, das durch Pulverisieren eines beispielsweise bei einer Temperatur von 120O0C gesinterten anorganischen dielektrischen Materials hergestellt worden war, verwendet. Im einzelnen wird das Pulver mit Wasser gemischt, worauf die erhaltene Mischung zur Bildung einer Suspension bewegt wird. Danach wird die Suspension unter Rühren des wäßrigen Systems mit einem Latex versetzt, um die Oberflächen der Pulverteilchen mit Kautschuk zu beschichten. Danach wird dem System zur Koagulation der Kautschukteilchen ein Koaguliermittel zugesetzt, wobei man ein zusammengesetztes Material aus einer Kautschukhülle und darin eingehüllten Pulverteilchen aus dem anorganischen dielektrischen Material erhält. Die eingekapselten Teilchen werden mit Wasser gewaschen, getrocknet, beispielsweise mittels eines Walzenstuhls durchgeknetet und dann beispielsweise mit Hilfe eines Walzenkalanders zu einer Folie ausgeformt. Zum Ausformen kann man sich auch eines Preßformverfahrens bedienen. Schließlich wird die erhaltene Folie einer Poiarisierungsbehandlung unterworfen. Zu diesem Zweck werden an beiden Seiten der Folien Elektroden befestigt, worauf an die Elektroden ein elektrisches Gleichspannungsfeld von 20 bis 500 kV/cm angelegt wird. Die Behandlung erfolgt in einem auf einer Temperatur von Raumtemperatur bis zum Fp. des Kautschuks gehaltenen Siliconöl während 15 min bis 24 h. Erforderlichenfalls wird danach das Siliconöl auf Raumtemperatur gekühlt. Bei dieser Behandlung werden dem zusammengesetzten Material piezoelektrische Eigenschaften verliehen.
Erfindungsgemäß kann jedes anorganische dielektrische pulverförmige Material zum Einsatz gelangen, bevorzugt werden piezoelektrische keramische Materialien von Perovskitstruktur der allgemeinen Formeln A2+B4+O3, A1 + B5+O3 und A3+B3+O3. Der Gehalt des zusammengesetzten piezoelektrischen Materials an dem anorganischen dielektrischen Material sollte zweckmäßigerweise 20 bis 97, vorzugsweise 80 bis 96 Gew.-% betragen.
Als Latex kann erfindungsgemäß eine wäßrige kolloidale Lösung von Kautschukteilchen oder -partikeln, z. B. teilchenförmiger Naturkautschuk oder Synthesekautschuk, wie Acrylnitril/Butadien-Kautschuk, Styrol/ Butadien-Kautschuk, modifizierter Acrylesterkautschuk und Butadienkautschuk, verwendet werden. Der Kautschukanteil des zusammengesetzten Materials sollte zweckmäßigerweise 3 bis 80, vorzugsweise 4 bis 20 Gew.-% betragen. Ferner sollte de·. Feststoffgehalt des Latex zweckmäßigerweise 10 bis 60, vorzugsweise 40
ίο bis 51 Gew.-% ausmachen.
Als Koaguliermittel kann erfindungsgemäß beispielsweise Ameisen- oder Essigsäure, ein Alkohol, ein Keton oder eine wäßrige oder alkoholische Lösung eines mehrwertigen Salzes, wie Calciumnitrat und Calcium-
li chlorid, verwendet werden.
Erfindungsgemäß kann erforderlichenfalls ein Vulkanisiermittel, z. B. ZnO, ein Vulkanisationsbeschleuniger, ein Vulkanisationscobeschleuniger, ein Aktivator, ein Alterungsinhibitor, ein Dispergiermittel, ein Stabilisator, ein Emulgator, ein Dickungsmittel, ein Netzmittel und dergleichen, in der Suspension oder dem Latex mitverwendet werden.
Bei der beschriebenen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung wird der Latex einer wäßri-
_>5 gen Suspension eines anorganischen dielektrischen pulverförmigen Materials zugesetzt. Es ist jedoch auch möglich, das anorganische dielektrische pulverförmige Material einer wäßrigen Dispersion des Latex einzuverleiben. Ferner ist es möglich, das Pulver und den Latex gleichzeitig in Wasser einzutragen. In jedem Falle wird hierbei das anorganische dielektrische pulverförmige Material mit einer latexhaltigen Dispersion derart behandelt, daß die Oberflächen der Pulverteilchen mit Kautschuk beschichtet werden. Ferner kann das bei dieser Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung als Dispersionsmedium verwendete Wasser durch einen niedrigen Alkohol, z. B. Äthanol, oder ein Keton, z. B. Aceton, ersetzt werden.
Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung wird das anorganische dielektrische pulverförmige Material mil einer sowohl ein durch Radikalkettenpolymerisation polymerisierbares Vinylmonomeres als auch einen Latex enthaltenden Dispersion behandelt. In diesem Falle wird ein anorganisches dielektrisches pulverförmiges Material einer durchschnittlichen Teilchengröße von zweckmäßigerweise 1,0 bis 80, vorzugsweise 1,5 bis 10 μίτι, das durch Pulverisieren eines beispielsweise bei einer Temperatur von 12000C gesinterten anorganischen dielektrischen Materials hergestellt worden war, in einer Behandlungsdispersion mit einem durch Radikalkettenpolymerisation polymerisierbaren Vinylmonoineren und einem Latex suspendiert, worauf die erhaltene Suspension mittels eines Walzenstuhls und dergleichen 0,2 bis 5 h lang bei einer Temperatur von Raumtemperatur bis zum Fp. des Kautschuks, beispielsweise 60°C, bewegt wird. In diesem Falle wird zunächst das Vinylmonomere auf der Oberfläche der Pulverteilchen abgelagert, worauf zwischen dem Vinylmonomeren und dem Latex eine Pfropfmischpolymerisation stattfindet. Hierbei wird auf den Oberflächen der Pulverteilchen ein Pfropfmischpolymerisatkomplex gebildet. Die Pulverteilchen mit dem darauf gebildeten Pfropfmischpolymerisatkomplex zwischen dem Vinylmonomeren und dem La-
b5 tex werden danach mit Wasser gewaschen, getrocknet, durchgeknetet, ausgeformt und schließlich polarisiert. Diese Maßnahmen erfolgen, wie bei der ersten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung be-
schrieben. Hierbei erhält man dann ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material verbesserter mechanischer Festigkeit und ölbeständigkeit. Diese Verbesserungen beruhen vermutlich auf der Pfropfmischpolymerisation zwischen dem Vinylmonomeren und dem Kautschuk.
Im vorliegenden Falle ist es möglich, der Bchandlungsdispersion ein als Bisulfitquelle für die Dispersion dienendes Material, z. B. gasförmiges SO2, eine wäßrige Bisulfitlösung oder ein Gemisch aus einem Sulfit und Säure, einzuverleiben. Die Menge dieses Zusatzes sollte, ausgedrückt als SO2, 0,001 bis 10 Gew.-% des anorganischen dielektrischen Materials ausmachen.
Als durch Radikalkettenpolymerisation mischpolymerisierbare Vinylmonomere können erfindur.gsgemäß Monomere der allgemeinen Formeln
CH2=CHCOOC„H2tl
CH,
CH2=CHCOOC„H2+I
(n=0 bis 8) sowie Acrylester, Acrylnitril, Methacrylnitril, Epoxide der Acryl- oder Methacrylsäure, Styrol, Acrylsäureamid, Vinylacetat, Methylvinylketon, Acrolein, Äthylvinyläther, Diäthylenglycoldimethacrylat, Diäthylenglycoldiacrylat, Diäthylenglycoltriacrylat und Diäthylenglycoltrimethacrylat, zum Einsatz gelangen. Diese Monomeren können alleine oder in Kombination verwendet werden. Erforderlichenfalls kann auch ein Pfropfmischpolymerisationsanspringmittel, z. B. Kaliumpersulfat. Ammoniumpersulfat oder Benzoylperoxid, der Behandlungsdispersion bei der Durchführung der Pfropfmischpolymerisationsreaktion zwischen dem Vinylmonomeren und dem Kautschuk zugesetzt werden. Die Menge an dem Vinylmonomeren sollte, bezogen auf die Menge des anorganischen dielektrischen Materials. 0,5 bis 10 Gew.-% betragen.
Bei einer dritten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung wird das anorganische dielektrische Material mit einer Dispersion mit einer polaren Fluorpolymerisatdispersion und einem Latex behandelt. In diesem Falle wird ein anorganisches dielektrisches pulverförmiges Material einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1,0 bis 80 μίτι. das durch Pulverisieren eines beispielsweise bei einer Temperatur von 1200° C gesinterten anorganischen dielektrischen Materials hergestellt worden war, mit Wasser gemischt, worauf die erhaltene wäßrige Suspension der Pulverteilchen mit einer polaren Fluorpolymerisatdispersion versetzt wird. Danach wird dem wäßrigen System unter Rühren desselben ein Latex zugesetzt, um die Oberflächen der Pulverteilchen und der Fluorpolymerisatteilchen mit Kautschuk zu beschichten. Schließlich wird zu dem System zur Koagulation des Kautschuks ein Koaguliermittel zugesetzt
Erfindungsgemäß kann als polare Fluorpolymerisatdispersion eine kolloidale Lösung eines polaren Fluorpolymerisats, beispielsweise Polyvinylidenfluorids, Vinylidenfluorid/Trifluoräthylen-Mischpolymerisats, Polytrifluorchloräthylens oder Polyvinylfluorids. das in einem anorganischen polaren Lösungsmittel, wie Dimethylphthalat oder Dimethylformamid, dispergiert ist verwendet werden. Der Fluorpolymerisatgehalt des zusammengesetzten Materials sollte höchstens 983, vorzugsweise 80 bis 96 Gew.-% betragen.
Das erhaltene zusammengesetzte piezoelektrische Material mit dem polaren Fluorpolymerisat zeigt eine hohe piezoelektrische Konstante du und einen hohen piezoelektrischen Effekt.
ι Wie bereits ausgeführt, gestattet das Verfahren gemäß der Erfindung in seinen verschiedenen Varianten die Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials hoher Flexibilität, hohen piezoelektrischen Effekts und hoher thermischer Stabilität.
ίο Je nach dem Gebrauchszweck des piezoelektrischen Materials können auch dessen ölbeständigkeiis-, Hitzebeständigkeits- oder Lösungsmittelbeständigkeitseigenschaften, Flexibilität und dergleichen durch geeignete Wahl des jeweils verwendeten Latex noch
1) weiter verbessert werden.
Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren gemäß der Erfindung näher veranschaulichen.
Beispiel 1
50 g Bleizirkonattitanat-Pulver, d. h. ein anorganisches dielektrisches pulverförmiges Material einer durchschnittlichen Teilchengröße von 5 μιη, werden zur Zubereitung einer Suspension in 200 ml entionisiertem Wasser dispergiert. Die erhaltene Suspension wird
2) danach mit 6,4g Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 2,6 g versetzt, worauf das erhaltene Gemisch zum Dispergieren des Latex in der Suspension gründlich gerührt wird. Schließlich werden in die gerührte Suspension nach und nach 40 ml einer
«ι wäßrigen Lösung mit 0,1 Mol/l Calciumchlorid eintropfen gelassen, um den Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex zu koagulieren. Die Pulverteilchen mit dem darauf koagulierten Kautschuk werden mit Wasser gewaschen und danach getrocknet, wobei ein
r> zusammengesetztes Material mit 95,0 Gew.-°/o Bleizirkonattitanat-Pulver und Acrylnitril/Butadien-Kautschuk erhalten wird.
Das erhaltene zusammengesetzte Material wird auf einem Walzenstuhl durchgeknetet, worauf die durchgeknetete Masse mit Hilfe eines Walzenkalanders derart ausgeformt wird, daß die Länge der ausgewalzten Masse das Sfache vor dem Auswalzen beträgt (Verlängerungsgrad: 5). Hierbei erhält man eine 148μΐτι dicke Folie.
4-, Nun werden an beiden Seiten der Folie durch Vakuumbedampfen unter einem Druck von unter 4,7x10-" Pa (3,5x10-* Torr) Ag-Elektroden einer Stärke von jeweils 2 μπι gebildet. Durch Anlegen eines elektrischen Gleichspannungsfeldes von 210kV/cm an
-,ο die Elektroden während 1,5 h in einem Siliconölbad einer konstanten Badtemperatur von 120° C wird die Folie aus dem zusammengesetzten Material einer Polarisierungsbehandlung unterworfen. Nach der l,5stündigen Behandlung wird die Temperatur des Siliconölbades auf Raumtemperatur gesenkt um die Folie aus dem zusammengesetzten Material abzukühlen. Eine Messung der piezoelektrischen Eigenschaften des erhaltenen zusammengesetzten piezoelektrischen Materials zeigt daß die piezoelektrische
bo Konstante i/31 des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode) 0,94 χ 10-" m/V beträgt
Das geschilderte Verfahren wird wiederholt wobei jedoch 12^0 g Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 5,0 g verwendet werden. In
t>5 diesem Falle besitzt das 90,9 Gew.-°/o Bleizirkonattitanat enthaltende zusammengesetzte piezoelek-. trische Material eine piezoelektrische Konstante chi von 0,73x10-" m/V.
Zu Vergleichszwecken wird ein Gemisch aus 50 g Bleizirkonattitanat-Pulver einer durchschnittlichen Teilchengröße von 5 μίτι und 2,6 g Acrylnitril/Butadien-Kautschuk auf einem Walzenstuhl durchgeknetet, worauf die erhaltene Knetmasse durch Walzenkalandrieren weiterverarbeitet wird. Hierbei ist es unmöglich, eine Folie herzustellen. Somit wird die Menge an Acrylnitril/Butadien-Kautschuk auf 5 g erhöht. Insbesondere wird also ein Gemisch aus 50 g des genannten Bleizirkonattitanat-Pulvers und 5 g Acrylnitril/Butadien-Kautschuk auf einem Walzenstuhl durchgeknetet, worauf die erhaltene Knetmasse mittels einer Presse zu einer 148 μίτι dicken Folie ausgeformt wird. Die erhaltene Folie wird zu Vergleichszwecken in derselben
Tabelle i
Weise wie das erfindungsgemäß hergestellte folienartige zusammengesetzte piezoelektrische Material einer Polarisierungsbehandlung unterworfen.
Die folgende Tabelle I enthält Angaben über die
·-, Durchschlagsfestigkeit, dielektrische Konstante, den dielektrischen Verlust, die piezoelektrischen Konstanten d}\ und du, die Zugfestigkeit und den Young-Modul der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten beiden Proben und der Vergleichcprobe.
ίο Die Zugfestigkeit wird mit Hilfe eines Instron-Testgeräts an einer folienartigen Probe des zusammengesetzten Materials, die mittels eines hanteiförmigen Lochers Nr. 3 gelocht ist, ermittelt.
Gehalt an Blei- Durch- Dielek Dielek Young-Modul d}\") d33") Zug
zirkonattitanat schlags- trische trischer festig
festig- Konstante Verlust keit in
keit in
kV/cm 1 kHz 1 kHz N/m* m/V m/V kg/cm2
Beispiel 1 243 86 0,0522 3,5x109 9,4 χ 10-12 20,2 χ 10-'2 45
(95,0 Gew.-%)
Beispiel 1 251 81 0,0511 2,9x10' 7,3x10-'* 14,8x10-'-' 49
(90,9 Gew.-o/o)
Vergleichsbeispiel es kann kein folienartiges zusammengesetztes Material hergestellt werden
(95,0 Gew.-%)
Vergleichsbeispiel 208 74 0,0508 6,8xlO9 2,8XlO"'2 6,IxIO-12 22
*) Piezoelektrische Konstante des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode).
**) Piezoelektrische Konstante des Dickenausdehnungsmodus (thickness extensional mode).
Aus Tabelle I geht hervor, daß ein erfindungsgemäß hergestelltes zusammengesetztes piezoelektrisches Material dem Vergleichsmaterial in der Durchschlagsfestigkeit, den piezoelektrischen Eigenschaften und den mechanischen Eigenschaften überlegen ist, wenn der Kautschukgehalt des Materials gleich oder geringer ist als bei der Vergleichsprobe. Bei der Vergleichsprobe können das anorganische dielektrische Material und der Kautschuk miteinander nicht gleichförmig gemischt werden. Erfindungsgemäß sind jedoch die Oberflächen der Pulverteilchen aus dem anorganischen dielektrischen Material gleichmäßig mit dem Kautschuk beschichtet. Darüber hinaus ist das anorganische dielektrische Material in dem zusammengesetzten Material gleichmäßig dispergiert. Die erwähnte Gleichmäßigkeit bzw. Gleichförmigkeit ist vermutlich für die hervorrE(Tenden Eigenschaften des erfinili2n€TS€Terriäß hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materials verantwortlich.
Beispiel 2
50 g eines keramischen Pulvers vom Bleititanattyp einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2,4 μπι werden zur Zubereitung einer Suspension in 200 ml entionisierten Wassers dispergiert, worauf die erhal- eo tene Suspension mit 5,8 g eines Acrylsäureester-Mischpoiymerisatlatex eines Feststoffgehalts von 2,6 g versetzt wird. Danach wird das Gemisch zum Dispergieren des Latex in der Suspension gründlich gerührt, worauf zum Koagulieren des Latex nach und nach 40 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,01 Mol/l Schwefelsäure in die Suspension eintropfen gelassen werden. Die keramischen Pulverteilchen mit dem darauf koagu-
55 lierten Kautschuk werden mit Wasser gewaschen und dann getrocknet, wobei ein zusammengesetztes Material aus dem keramischen Pulver vom Bleititanattyp und dem Acrylsäureester-Mischpolymerisat erhalten wird. Das erhaltene zusammengesetzte Material wird auf einem Walzenstuhl durchgeknetet und dann durch Walzenkalandrieren bei einem Verlängerungsgrad von 10 weiterverarbeitet. Hierbei erhält man ein folienförmiges zusammengesetztes Material einer Stärke von 206 μπι. Entsprechend Beispiel 1 werden an beiden Seiten der Folie Elektroden ausgebildet, worauf eine Polarisierungsbehandlung durchgeführt wird. Hierbei erhält man ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material einer piezoelektrischen Konstante c/31 des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode) von 8,9 χ 10"'2 m/V.
Beispiel 3
50 g eines keramischen Pulvers vom Bleititanattyp einer durchschnittlichen Teilchengröße von 1,9 μπι werden zur Zubereitung einer Suspension in 210 ml entionisierten Wassers dispergiert, worauf 6,4 g eines Styrol/Butadien-Latex eines Feststoffgehalts von 2,6 g zugegeben werden. Danach wird das Gemisch zum Dispergieren des Latex in der Suspension gründlich gerührt Schließlich werden zum Koagulieren des Latex nach und nach in das wäßrige System 40 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,01 Mol/l Schwefelsäure eintropfen gelassen. Die keramischen Pulverteilchen mit dem darauf koagulieren Kautschuk werden dann mit Wasser gewaschen und schließlich getrocknet, wobei ein zusammengesetztes Material aus dem keramischen
Pulver vom Bleititanattyp und dem Styrol/Butadien-Kautschuk erhalten wird. Das erhaltene zusammengesetzte Material wird auf einem Walzenstuhl durchgeknetet und dann durch Preßformen während 20 min bei einer Temperatur von 13O0C und unter einem Druck von 12 262,5 kPa zu einem 148 um dicken folienartigen zusammengesetzten Material ausgeformt. Schließlich werden entsprechend Beispiel 1 an beiden Seiten des zusammengesetzten folienartigen Materials Elektroden vorgesehen, worauf ebenfalls entsprechend Beispiel 1 eine Polarisierungsbehandlung durchgeführt wird. Hierbei erhält man ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material einer piezoelektrischen Konstante c/31 des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode) von 6,9 χ ΙΟ"12 m/V.
Beispiel 4
300 g Bleizirkonattitanat/Kobaltwolframat-Pulver einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2 μπι, 1,15 g als Härtungsmittel wirkendes ZnO und 23 g Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 2,6 g werden in 520 ml entionisierten Wassers dispergiert, worauf zum Koagulieren des Acrylnitril/ Butadien-Kautschuklatex in das wäßrige System 480 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,1 Mol/l schwefeligei Säure eintropfen gelassen werden. Die koagulierten Teilchen werden mit Wasser gewaschen und dann getrocknet, wobei ein zusammengesetztes Material mit 7,12 Gew.-% Kautschuk erhalten wird. Das erhaltene zusammengesetzte Material wird mittels eines Walzenstuhls durchgeknetet und dann durch Walzenkalandrieren bei einem Verlängerungsgrad von 8 zu einer 203 μπι dicken Folie aus einem zusammengesetzten Material ausgeformt.
Das erhaltene folienartige zusammengesetzte Material wird einem Zugfestigkeitstest und einem Ölbeständigkeitstest unterworfen. Der Zugfestigkeitstest erfolgt entsprechend Beispiel 1. Der Ölbeständigkeitstest wird entsprechend der US-Standardvorschrift ASTM Nr. 3 derart durchgeführt, daß die Zugfestigkeit der Folie nach 70stündigem Eintauchen der Folie in ein Standardöl einer Temperatur von 100°C ermittelt wird. Das folienartige zusammengesetzte Material zeigt eine Zugfestigkeit von 35 kg/cm2 und ölbeständigkeitseigenschaften, d.h. eine Zugfestigkeit nach dem Eintauchen in das öl, von 28 kg/cm2.
10
Beispiel 5
300 g Bleizirkonattitanat/Kobaltwolframat-Pulver einer durchschnittlichen Teilchengröße von 2 μΐη, 1 g ) als Härtungsmittel wirkendes ZnO, 3 g n-Butylacrylat, 20 g eines Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 2,6 g, 480 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,1 Mol/l schwefeliger Säure und 10 ml 0,1 nwäßriger Salzsäurelösung werden zur Zubereitung einer Suspension in 520 ml entionisierten Wassers dispergiert. Danach wird die Suspension in eine Kugelmühle überführt und darin 2 h lang bei einer Temperatur von 300C bewegt. Während des Bewegens erfolgt zwischen dem zunächst auf die Oberflächen der Pulverteilchen aufgetragenen n-Butylacrylat und dem Acrylnitril/Butadien-Kautschuk eine Pfropfmischpolymerisation. Die mit dem Pfropfmischpolymerisat beschichteten Pulverteilchen werden mit Wasser gewaschen und dann getrocknet, wobei ein mit einem Pfropfmischpolymerisat versehenes zusammengesetztes Material mit 6,7 Gew.-% Polymerisat erhalten wird.
Das erhaltene zusammengesetzte Material wird mittels eines Walzenstuhls durchgeknetet und derart auf einem Walzenkalander ausgewalzt, daß die Länge der ausgewalzten Masse das 8fache der Länge vor dem Auswalzen beträgt (Verlängerungsgrad: 8). Hierbei erhält man ein folienartiges zusammengesetztes Material einer Stärke von 203 μπι. Danach werden an beiden Seiten der Folie entsprechend Beispiel 1 zur Durchführung einer Polarisierungsbehandlung der Folie Silber-AG-Elektroden vorgesehen. Insbesondere wird das zusammengesetzte folienartige Material in ein auf einer Temperatur von 1300C gehaltenes Siliconöl gelegt, worauf an die Elektroden 2 h lang ein elektrisches Gleichspannungsfeld von 200 kV/cm angelegt wird. Danach wird das Siliconöl auf Raumtemperatur abgekühlt. Das erhaltene zusammengesetzte piezoelektrische Material zeigt eine piezoelektrische Konstante du des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode) von 0,9 χ 10"" m/V und eine piezoelektrische Konstante i/33 des Dickenausdehnungsmodus (thickness extensional mode) von 2,4χ 10""m/V. Es werden noch weitere Versuche durchgeführt, wobei die in der folgenden Tabelle II angegebenen Verlängerungsgrade eingehalten werden. Die Tabelle II enthält ferner Angaben über die Eigenschaften der erhaltenen zusammengesetzten piezoelektrischen Materialien.
Tabelle II
venangerungsg:ad
Young-Aiodui Piezoelektrische Konsianie
d33
2 3,5 χ HP N/m2 O^ xlO-11 m/V 1,1 xl0-»i m/V
4 3,5XlO9NZm2 0,65x10-» m/V UxIO-" m/V
6 3,5 χ 1(P N/m2 0,8x10-" m/V 2,0x10-" m/V
8 3,5x109 N/m2 03 XlO-" m/V 2,4x10-" m/V
Mit dem zusammengesetzten folienartigen Material eines Verlängerungsgrades von 8 werden die im Beispiel 4 beschriebenen Zugfestigkeits- und ölbeständigkeitstests durchgeführt Im Gegensatz zu den Werten von 35 kg/cm2 bzw. 28 kg/cm2 des Beispiels 4 besitzt die Folie im vorliegenden Falle einen Zugfestigkeitswert von 72 kg/cm2 und Ölbeständigkeitseigenschaften, d.h. eine Zugfestigkeit nach dem Eintauchen in ein
heißes ölbad, von 63 kg/cm-. Die im Beispiel 5 erreichbare Verbesserung beruht vermutlich auf der erfolgten Pfropfmischpolymerisation zwischen dem Vinylmonomeren und dem Kautschuk.
Beispiel 6
60 g Bleititanatpulver eines durchschnittlichen Teilchendurchmessers von 1,4 um, 40 g monomeres Methyl-
acrylat, 1,5 g monomeres Butylacrylat, 10 g eines Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 2,6 g und 40 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,01 Mol/l schwefeliger Säure werden in 200 ml entionisierten Wassers suspendiert, worauf die erhaltene Suspension in eine Kugelmühle überführt und darin bei einer Temperatur von 8O0C 2 h lang bewegt wird. Während des Bewegens werden zunächst auf die Oberflächen der Pulverteilchen das monomere Methylacrylat und das monomere Butylacrylat aufgetragen, worauf zwischen den Monomeren und dem Acryl-
nitril/Butadien-Kautschuk eine Pfropfmischpolymerisation stattfindet. Die mit dem Pfropfmischpolymerisat beschichteten Pulverteilchen werden mit Wasser gewaschen und dann getrocknet, wobei ein ein Pfropfmischpolymerisat enthaltendes zusammengesetztes Material mit 2,16 Gew.-% Polymerisat erhalten wird. Aus dem das Pfropfmischpolymerisat enthaltenden zusammengesetzten Material wird entsprechend Beispiel 1 ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material hergestellt. Dieses besitzt die in der folgenden Tabelle III zusammengestellten Eigenschaften:
Tabelle 111 Stärke
μίτι
B ei s ρ i Young-Modul Dielek
trische
Konstante
Ausgangs
spannung
«1
Verlän
gerungs-
grad
240 3,3xlO9N/nV 70 30OmV 0,49x10-" m/V
3 240 3,3x109 N/m* 84 58OmV 0,95x10-" m/V
7 el 7 gleichsverfahren . Die Punkte A und B in F i g. 1 ent-
100 g eines Bleizirkonattitanat-Pulvers einer durchschnittlichen Teilchengröße von 5 μπι werden in 200 ml entionisierten Wassers suspendiert. In die erhaltene Suspension wird eine wäßrige Dispersion eines Vinylidenfluorid/Trifluoräthylen-Mischpolymerisats eines Feststoffgehalts von 2,8 g unter Rühren eintropfen gelassen. Danach werden in die weitergerührte Mischung 12,8 g eines Acrylnitril/Butadien-Kautschuklatex eines Feststoffgehalts von 5,2 g eingetragen. Schließlich werden zum Koagulieren der Dispersion des Latex in die Mischung noch unter Rühren 40 ml einer wäßrigen Lösung mit 0,1 Mol/l Calciumchlorid eintropfen gelassen. Die koagulierten Materialien werden mit Wasser gewaschen und dann getrocknet, wobei ein zusammengesetztes Material mit Bleizirkonattitanat, einem Vinylidenfluorid/Trifluoräthylen-Mischpolymerisat und einem Acrylnitril/Butadien-Kautschuk erhalten wird. Aus diesem Material wird entsprechend Beispiel 1 ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material hergestellt Dieses zeigt eine piezoelektrische Konstante dz\ des Längenausdehnungsmodus (length extensional mode) von 3,5 χ 10-" m/V.
F i g. 1 zeigt die Beziehung zwischen dem Bleizirkonattitanat-Gehalt und der Zugfestigkeit des gemäß Beispiel 7 bzw. des gemäß dem Vergleichsverfahren hergestellten zusammengesetzten piezoelek-
ivtaLci lata. 111 uci
TI i_t1 J
l^rai stellung UCl
F i g. 1 ist der Bleizirkonattitanat-Gehalt auf der Abszisse, die Zugfestigkeit auf der Ordinate aufgetragen. Die Kurven (a) und (b) von F i g. 1 entsprechen dem Verfahren gemäß der Erfindung bzw. dem Ver· titanat-Gehalte an den Formgebungsgrenzen A und B sind 98,5 bzw. 90 Gew.-%.
Aus F i g. 1 geht hervor, daß die erfindungsgemäß hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materialien selbst bei deutlich erhöhtem Bleizirkonat-
JO titanat-Gehalt eine ausreichend hohe Zugfestigkeit behalten. Auch ist der Bleizirkonattitanat-Gehalt an der Formgebungsgrenze recht hoch.
Aus F i g. 2 geht die Beziehung zwischen dem Bleizirkonattitanat-Gehalt und der piezoelektrischen Kon-
j5 stante cft, (m/V) der gemäß Beispiel 1 bzw. nach dem Vergleichsverfahren hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materialien hervor. In der graphischen Darstellung von F i g. 2 ist die piezoelektrische Konstante d3, (m/V) auf der Ordinate, der Bleizirkonattitanat-Gehalt auf der Abszisse aufgetragen
Die Kurven (c) und (d) in F i g. 2 entsprechen der Erfindung bzw. dem Vergleichsverfahren. Aus F i g. 2 geht hervor, daß der Wert der piezoelektrischen Konstante c/31 des erfindungsgemäß hergestellten zusammengesetzten piezoelektrischen Materials höher ist als die entsprechende Konstante des nach dem Vergleichsverfahren erhaltenen piezoelektrischen Materials, wenn die Bleizirkonattitanat-Gehalte der beiden Proben gleich sind. Es sei darauf hingewiesen, daß erfindungsgemäß die Formgebungsgrenze höher liegt als im Vergleichsfall. Daraus folgt daß man durch Erhöhen des Bleiziikönaüiia.iai-Gehalis des jeweiligen Materials erfindungsgemäß ein zusammengesetztes piezoelektrisches Material herstellen kann, das einen extrem hohen Wert für die piezoelektrische Konstante c/31 aufweist
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten piezoelektrischen Materials aus einem anorganischen dielektrischen pulverförmigen Material in einer Polymerisatmatrix, dadurch gekennzeichnet, daß man das pulverförmige Material derart mit einer wäßrigen Dispersion auf Basis von Natur- oder Synthesekautschuklatex behandelt, daß die Oberflächen der Pulverteilchen mit den in dem Latex enthaltenen Kautschukteilchen unter Bildung eingekapselter Pulverteilchen beschichtet werden, daß man die eingekapselten PuI-verteüchen durchknetet, die durchgeknetete Masse ausformt und die ausgeformte Masse polarisiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man, bezogen auf das Gewicht des zusammengesetzten piezoelektrischen Materials, 20 bis 97 Gew.-% des anorganischen dielektrischen pulverförmigen Materials verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Behandlung des anorganischen dielektrischen pulverförmigen Materials das Pulver in die latexhaltige Dispersion einträgt, das erhaltene Gemisch bewegt, dem Gemisch zum Beschichten der Oberflächen der Pulverteilchen mit den Kautschukteilchen ein Koaguliermittel einverleibt, die mit Kautschuk beschichteten Pulverteilchen mit Wasser wäscht und die gewaschenen Pulverteilchen trocknet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man beim Ausformen eine Walzenkalandrierung durchführt.
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