DE2936749C2 - Munition - Google Patents

Munition

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DE2936749C2
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Dipl.-Phys. Helmut Dr. 8051 Sünzhausen Hessberg
Dipl.-Ing. Karl 8898 Schrobenhausen Rudolf
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Airbus Defence and Space GmbH
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Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
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    • F42B12/56Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
    • F42B12/58Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles
    • F42B12/62Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles the submissiles being ejected parallel to the longitudinal axis of the projectile
    • F42B12/625Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles the submissiles being ejected parallel to the longitudinal axis of the projectile a single submissile arranged in a carrier missile for being launched or accelerated coaxially; Coaxial tandem arrangement of missiles which are active in the target one after the other
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    • F42B12/16Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect of armour-piercing type with shaped or hollow charge in combination with an additional projectile or charge, acting successively on the target

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Description

Schwächung selbst bei hohen Fluggeschwindigkeiten und schrägem Zielanflug nur mäßige Belastungen. Somit kann von einer für derartige Gefechtsköpfe bislang erforderlichen massiven und festen Ausbildung der Gefechtskopfaußenstruktur Abstand genommen werden, s und zwar zugunsten eines entsprechend höheren Sprengladungsanteils an der gesamten Gefechtskopfmasse, was für die Wirksamkeit im Zielinnern förderlich ist
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert Es zeigen in Form von Prinzipskizzen
F i g. 1 bis 4 verschiedene Munitionsausführungen mit einer Platte als Inertmaterial, die ohne oder zumindest ohne nennenswerte Formänderung sprengtechnisch be- is schleunigbar ist,
Fig.5 einen Flugkörper mit einem Eindring-Gefechtskopf und einer letzterem vorgeordneten Plattenladung wie sie beispielsweise in Fig. 1 zur Darstellung gelangt ist, und zwar im Augenblick des Zielkontaktes seiner Haube,
F i g. 6 Gefechtskopf und P!attenladung gemäß F i g. 5 nach erfolgter Beschleunigung in Richtung auf das Ziel und
F i g. 7 die mit der gemäß F i g. 6 beschleunigten Platte in einer leichtgepanzerten oder mittelschwer gepanzerten Zielaußenwand erreichbare Zielvorschwächung. F i g. 1 zeigt eine Platte la aus Stahl oder dergleichen Inertmaterial mit eben ausgebildeter Vorderseite 2a und eben ausgebildeter Rückseite 3a. An letztere grenzt vollflächig eine Sprengladung 4 an, der zur zentrischen Ladungsinitiierung bei 5 ein Zünder 6 zugeordnet ist Im Initiierungsfall kommt es hierbei zu einer Beschleunigung der Platte la in Pfeilrichtung 7, und zwar ohne oder zumindest ohne nennenswerte Veränderungen von Plattenform und Plattengröße.
Dasselbe trifft auch für die Ausführungen gemäß den F i g. 2 bis 4 zu, bei denen ebenso wie in F i g. 1 Sprengladung und Zündei mit 4 bzw. 6 bezeichnet sind. Dabei ist in F i g. 2 an die Stelle der beidseitig eben ausgebildeten Platte la aus Inertmaterial eine solche \b mit konkaver Vorderseite 2b und konvexer Rückseite 3b getreten. Im Unterschied hierzu weist die Plattenladung gemäß F i g. 3 eine aus Inertmaterial wie Stahl bestehende Platte Ic auf, bei welcher Vorderseite 2c und Rückseite Zc kegelförmig ausgebildet sind. F i g. 4 ist schließlich eine Platte id aus Inertmaterial entnehmbar, deren Plattenstärke als Resultat einer konkaven Ausbildung ihrer Vorderseite 2d und einer ebenen Ausbildung ihrer Rückseite 3d radial von innen nach außen zunimmt.
In Fig.5 hat sich aus Pfeilrichtung 8 mit einer Geschwindigkeit vo ein Flugkörper 9 einem halbgepanzerten Zielobjekt genähert, und zwar so weit, da3 es zwischen seiner ogivalen Haube 10 und der mit 12 bezeichneten Zielaußenwand gerade zu einem Kontakt gekommen ist.
Besagter Flugkörper 9 bietet in seiner Außenhülle 11 u. a. einem Eindring-Gefechiskopf 13 sowie einer Plattenladung 14 beispielsweise derjenigen gemäß Fig. 1 Platz. Die Plattenladung 14, an deren Stelle auch eine der Ladungsausführungen gemäß F i g. 2 bis 4 treten kann, ist hierbei dem Gefechtskopf 13 achsgleich vorgeordnet, und zwar mit einem als Beschleunigungsstrecke für ihre Platte la dienenden Abstand zum vorderen Flugkörperende und einem bei der detonativen Umsetzung ihrer Sprengladung 4 störende Einflüsse auf den Gefechtskopf 13 ausschließenden Abstand zu letzterem. Als Zünder 6 ist im vorliegenden Fall der Sprengladung 4 ein Abstandszünder zugeordnet, der beispielsweise bei Zielkontakt der Flugkörperhaube 10 anspricht Aufgrund dessen kommt es rechtzeitig vor einer Zielberührung des Gefechtskopfes 13 zur Initiierung der Sprengladung 4. Als Folge dieser Ladungsinitiierung eilt die Platte la als Ganzes dem Gefechtskopf 13 auf seinem Weg zum Ziel mit erheblicher Geschwindigkeitsdifferenz voraus, was in F i g. 6 wiedergegeben ist
Die Vorschwächung, welche die Zielaußenwand 12 durch die derart beschleunigte Platte la erfährt, ist F i g. 7 entnehmbar. Sie besteht aus einem Loch 15 von einer lichten Weite in der Größenordnung des Gefechtskopfkalibers, durch das der nachfolgende Gefechtskopf 13 ohne oder zumindest ohne nennenswerte Strukturbelastungen weiter ins Zielinnere vorzudringen vermag.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

1 2 tion eingangs genannter Gattung zu entwickeln, mit der Patentansprüche: sich ohne nennenswerten Materialaufwand eine Zielvorschwächung in Kalibergröße oder annähernd KaIi-
1. Munition zur Bekämpfung gepanzerter Ziele bergröße ergibt
mit zusätzlichen Mitteln zur Vorschwächung dersel- 5 Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, ben, dadurch gekennzeichnet, daß die daß die Mittel aus einer formbeständigen Platte mit Mittel aus einer formbeständigen Platte (la bis Id) einer an der Plattenrückseite angeordneten Sprenglamit einer an der Plattenrückseite (3a bis 3d) ange- dung bestehen, deren Dicke in -axialer Richtung so abgeordneten Sprengladung (4) bestehen, deren Dicke in stimmt ist, daß die Platte als Ganzes im wesentlichen axialer Richtung so abgestimmt ist, daß die Platte (la 10 unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Form bebis \d) als Ganzes im wesentlichen unter Beibehal- schleunigt wird,
tung ihrer ursprünglichen Form beschleunigt wird. Platten mit an der Plattenrückseite angeordneter
2. Munition nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Sprengladung sind zwar aus den US-Patentschriften zeichnet, daß die Sprengladung (4) auf der Platten- 36 95 141 und 38 02 342 bereits bekannt, aufgrund der rückseite (3a bis 3d) und/oder die Platte {id) selbst 15 großen axialen Sprengladungsausdehnung ist aber bei im peripheren Plattenbereich dicker als im zentralen der Ladungsdetonation eine Plaitenumformung zu ei-Plattenbereich ausgebildet ist. nem Projektil zu verzeichnen. Da diese Anordnungen
mit ihren Sprengladungen jeweils das ganze Geschoß
g ausfüllen, können sie auch keinen Hinweis auf zusätzli-
'"* 20 ehe Mittel zur Zielvorschwächung geben.
Die erfindungsgemäß ergriffenen Maßnahmen lassen
Die Erfindung betrifft eine Munition zur Bekämpfung sich auf einfache, kostensparende Weise realisieren. Sie
gepanzerter Ziele mit zusätzlichen Mitteln zur Vor- haben eine Plattenladung zum Resultat, die in leichte
Schwächung derselben. oder mittlere Panzerungen darstellendem Zielmaterial
Aus der FR-PS 14 00 814 ist eine Munition eingangs 25 ein Loch von einer lichten Weite in der Größenordnung genannter Gattung bekannt, welche als Mittel zur zu- desjenigen Kalibers herbeizuführen vermag, welches sätzlichen Zielvorschwächung Schneidladungen in ring- die Plattenladung vor der sprengiechnischen Beschleu- oder kreuzförmiger Anordnung aufweist. Folgendes nigung ihrer Platte aufweist Der Fall ist dies deshalb, wird hierbei als nachteilig empfunden: Zum einen lassen weil die sprengtechnisch beschleunigte Platte im Unterderartige Mittel zur Zielvorschwächung keine axial ge- 30 schied zu den Auskleidungen von Hohlladungen, BeIedrängte Munitionsbauweise zu. Zum anderen vermögen gungen von Flachladungen und Belegungen herkömmlidie Schneidladungen genannter Zweckbestimmung bei eher projektilbildender Ladungen mit einem Durchmesschrägem Zielanflug die in sie gesetzten Erwartungen ser im Zielmaterial wirksam wird, der ihrem Durchmesnicht zu erfüllen. In diesem häufig vorkommenden Fall ser vor der sprengtechnischen Beschleunigung entist nämlich ein zufriedenstellende Schnittleistungen ge- 35 spricht bzw. von diesem nur unwesentlich nach oben währleistender Abstandsbereich zwischen detonieren- oder unten abweicht. Bleibt in diesem Zusammenhang den Schneidladungen und Ziel für mehr oder weniger noch auf die ohne weiteres gegebene Möglichkeit hingroße Zielabschnitte nicht mehr gegeben. Auf dem Weg zuweisen, über Plattenform, Plattenabmessungen, Plaldahin ist somit bei den Schneidladungsschneiden eine tenmaterialwahl, Höhe oder Plattenbeschleunigung und Auflösung in Einzelpartikel zu verzeichnen, die be- 40 Plattenabstand zum Ziel zu Beschleunigungsbeginn Ein kanntlich stark verminderte Durchschlagsleistungen ha- büßen der Plattenstruktur durch Abplatzeffekte gezielt ben. Zusätzlich zur schlechten Schneidwirkung kommt zu unterbinden.
es bei einem außerhalb des optimalen Zielabstandes lie- Die erfindungsgemäßen zusätzlichen Mittel sind min
genden Zielteil in Schrägstellung zu einem wesentlich beliebigen Wirkkörperarten kombinierbar und ergeben
größeren Durchmesser des Perforationskranzes; die 45 stets eine im Vergleich zum Stand der Technik axial
Zielvorschwächung wird hier für den nachfolgenden gedrängte Munitionsbauweise. Werden sie z. B. in ei·
Gefechtskopf nicht mehr wirksam. Wo Zielmaterial — nem Flugkörper mit einem Eindringgefechtskopf in
wie vorbeschrieben — linienförmig durchtrennt oder im achsgleicher Anordnung vor diesem unter Einhaltung
ungünstigen Fall bei Schräganflug linienförmig perfo- eines Wechselwirkungen ausschließenden Abstandes
riert wird, ist noch etwas zu bedenken. 50 verwendet, kann die Zielwirksamkeit des Eindringge-
Impuls- und Energiebetrachtungen zeigen nämlich, fechtskopfes merklich gesteigert werden, und zwar daß bei hohen Geschwindigkeiten (z. B. im Überschall- dann, wenn die Platte ein Kaliber in der Größenordnung bereich) die anteilige Belastung eines Eindringgefechts- des Gefechtskopfkalibers aufweist und die Sprenglakopfes bei Zieldurchtritt ohne Zielvorschwächung sich dung auf der Plattenrückseite vor Zielkontakt des Einverteilt auf Scherarbeit und Beschleunigungsarbeit be- 55 dringgefechtskopfes zur Detonation gebracht wird. Vor züglich des ausgestanzten Zielmaterials, und zwar in einer Zielberührung des letzteren kommt es im vorlieeinem Verhältnis von größenordnungsmäßig 1 :10. Das genden Fall nämlich zu einer effektiven Vorschwächung heißt, daß nicht so sehr das Ausstanzen des Zielmateri- des Zieles durch die in Zielnähe dem Gefechtskopf mit als den betrachteten Gefechtskopf belastet, sondern erheblicher Geschwindigkeitsdifferenz vorauseilende vielmehr die Beschleunigung bei Verdrängen des ausge- 60 Platte der rechtzeitig aktivierten Plattenladung. Diese stanzten Zielmaterials in der Gefechtskopfbahn. So wie Vorschwächung hat in einer Zielaußenwand vom leichtdie Dinge liegen, wird also im Anwendungsfall der be- gepanzerten oder mittelschwer gepanzerten Typ ein kannten in Rede stehenden Ausführung bestenfalls alle Loch von einer lichten Weite in der Größenordnung des Scherarbeit dem Gefechtskopf abgenommen, während Gefechtskopfkalibers zum Ergebnis. Durch ein Loch der sich auf etwa 90% belaufende Hauptanteil Verdrän- 65 solchen Ausmaßes vermag der Gefechtskopf ohne oder gungsarbeit verbleibt. ohne nennenswerte Behinderung weiter ins Zielinnere
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu- vorzudringen. Hierbei ergeben sich für seine Außengrunde, eine einfach herzustellende, zuverlässige Muni- struktur anders als bei Fehlen der geschilderten Zielvor-
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