DE293573C - - Google Patents

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DE293573C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B31/00Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means
    • G03B31/02Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means in which sound track is on a moving-picture film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Two-Way Televisions, Distribution Of Moving Picture Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 293573 KLASSE 57a. GRUPPE
MESSTER-FILM G. m. b. H. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Dirigieren einer Musikkapelle durch das kinematographisch wiedergegebene Bild eines Dirigenten, und zwar soll gemäß der Erfindung sowohl die Kapelle wie die Zuhörer den Dirigenten, der Wirklichkeit entsprechend, sehen, d. h. die Wiedergabe der kinematographischen Bilder soll so erfolgen, daß das Bild des Dirigenten mit dem Rücken dem
ίο Publikum und mit dem Gesicht dem Orchester zugekehrt ist.
Diese Anordnung ist nötig, um genau dieselbe Wirkung hervorzubringen, die der lebende Dirigent im Konzertsaal erzielt. Im wesentliehen hat die Erfindung Bedeutung für die Wiedergabe der Dirigentenkunst berühmter Dirigenten, wodurch auch die Erhaltung dieser Kunst für spätere Geschlechter ermöglicht wird. Im Konzertsaal wird bei dem Publikum bei der Erfindung im Gegensatz zu einem bekannten Verfahren, bei dem von dem Dirigenten nur die dem Orchester zugekehrte Seite kinematographisch aufgenommen bzw. vorgeführt wird, ein durchaus ästhetischer Eindruck gewahrt, da das Publikum den Dirigenten an der gewohnten Stelle und in der gewohnten Ansicht sieht, d. h. der Dirigent kehrt dem Publikum den Rücken zu, so daß das Publikum nicht durch seinen Gesichtsausdruck beeinflußt wird. Die Musiker sehen den Dirigenten ebenfalls an der gewohnten Stelle und erkennen aus dem Bilde das vom Dirigenten gegebene Tempo und die von dem Dirigenten den verschiedenen Instrumenten gegebenen Zeichen für Einsätze, Betonungen usw.
Um das Verfahren durchzuführen, wird wie folgt vorgegangen:
Bei der Aufnahme wird gemäß Fig. 1 (Oberansicht) der Dirigent α mittels zweier synchron laufender Kinematographen b, b1 von vorn und 4<> von rückwärts gleichzeitig kinematographisch aufgenommen. Hierbei sind beide Kinematographen durch Schirme c, c1 bis zu den Objektiven abzudecken, damit die Apparate nicht mit auf dem Bilde erscheinen.
Für jeden der beiden Kinematographen wird ein Bildband benutzt, auf welchem die Bilder nur bis zur Hälfte der Bandbreite aufgenommen werden, wie dies Fig. 2 und 3 veranschaulichen. Es entstehen somit zwei Bildreihen A und B, die sodann nach an sich bekanntem Verfahren gemäß Fig. 4 so kopiert werden, daß ein Bildband mit zwei nebeneinanderliegenden Bildreihen A1, B1 entsteht, von denen die eine Bildreihe die Aufnahme des Dirigenten von rückwärts und die andere die Aufnahme des Dirigenten von vorn darstellt, und wobei die früher synchron äufgegenommenen Einzelbilder jeder Bildreihe derart aneinanderzureihen sind, das neben jedem Rückenbild das entsprechende Vorderbil'd des Dirigenten zu liegen kommt.
Um dem Publikum und den Musikern die entsprechenden Bilder richtig zu zeigen, muß eine der Aufnahmen durch einen Spiegel o. dgl. erfolgen.
Bei der Wiedergabe werden mittels eines im Orchesterräum aufzustellenden Kinematographen d beide Bildreihen auf eine Projektionswand D derart untereinanderliegend pro-
jiziert, daß auf dem unteren Teil f dieser Projektionswand die Bilder derjenigen Bildreihe erscheinen, welche die Vorderseite des Dirigenten zeigen, so daß also das Orchester den Dirigenten in der üblichen Weise zu sehen vermag. Die dem Publikum zugekehrte Fläche f dieses Teiles der Proj ektionswand D ist abgedeckt, also nicht transparent, demgemäß das Publikum die die Bilder der Vorderseite des
ίο Dirigenten enthaltende Bildreihe nicht sehen kann. Dagegen sieht das Publikum die Bilder der oberen, die Rückseite des Dirigenten, darstellenden Bildreihe dadurch; daß der obere Teil f1 der Projektionswand D transparent ist.
Um zu vermeiden, daß das Orchester auch die Bilder dieser oberen Reihe sieht, wird ein Schirm g in etwa wagerechter Ebene so angeordnet, daß die Bilder der oberen, nur dem Publikum vorzuführenden Bildreihe für das Orchester abgedeckt sind, also auf dieses nicht störend einwirken.
Man kann auch die Aufnahmen der Vorder- und Rückseite des Dirigenten unter Benutzung besonderer Spiegeleinrichtungen und unter Benutzung nur eines Aufnahmeapparates direkt nebeneinander auf demselben Bildband herstellen, dann ein Positivband umkopieren und in der vorbeschriebenen Weise vorführen. Man könnte auch mittels zweier getrennter Apparate je eine Bildreihe vorführen. In diesem Falle befindet sich der eine !Cinematograph hinter dem Publikum und führt die der Rückseite des Dirigenten entsprechenden Bilder vor, während der andere Kinematograph, der wiederum im Orchesterraum aufzustellen ist, nur die der Vorderseite des Dirigenten entsprechenden Bilder vorführt. In diesem Falle müssen selbstverständlich beide Kinematographen synchron laufen.
Die Projektionsfläche ist undurchsichtig. Die Aufnahmen können für eine derartige Projektion auch die ganze Bildbreite auf jedem Film einnehmen. Um das vom Dirigenten angegebene Tempo genau einhalten zu können, ist es notwendig, daß die Aufnahmeapparate und die Wiedergabeapparate mit einer Einrichtung versehen sind, welche einen vollständig gleichmäßigen Lauf gewährleistet. Vorteilhaft könnten Registriertachometer benutzt werden, oder es könnten die Apparate mit einer Zeigereinrichtung gekuppelt werden, die sich beispielsweise mit dem Sekundenzeiger einer Uhr während der Aufnahme und Wiedergabe dauernd decken muß. Selbstverständlich wären die Aufnahmen zu wiederholen, wenn diese Anzeigevorrichtungen Abweichungen in der Geschwindigkeit erkennen lassen.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zum Dirigieren einer Musikkapelle unter Benutzung eines die Person des Dirigenten vorführenden Kinematographien, dadurch gekennzeichnet, daß die Person des Dirigenten durch zwei kinematographische Bildreihen derart vorgeführt wird, daß das Orchester das Vorderbild des Dirigenten und das Publikum dessen Rückenbild sieht.
2. Die Aufnahme des Dirigenten für die Durchführung des Verfahrens nach Anspruch ι in der Weise, daß die Vorderseite und die Rückseite des Dirigenten gleichzeitig kinematographisch aufgenommen werden, wobei der oder die Aufnahmeapparate nach einer Einrichtung angetrieben werden, welche den Gleichlauf beider Apparate gewährleistet (Tachometer, Uhren
o. dgl.).
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vorführung zwei synchron arbeitende Kinematographen verwendet werden, mittels welcher die beiden Bildreihen unter Benutzung zweier Filmbänder vorgeführt werden, von denen die eine, die Rückseite des Dirigenten zeigende Bildreihe, dem Publikum und die andere, die Vorderseite des Dirigenten zeigende Bildreihe, dem Orchester zugekehrt ist, und wobei die zur Aufnahme der Projektionsbilder dienende Projektionswand undurchsichtig ist.
4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorführung beider Bildreihen mittels nur eines im Orchesterraum aufgestellten Kinematographen und unter Benutzung eines einzigen Bildbandes erfolgt, welches nebeneinanderliegend die Kopien der Bildreihe der Vorderseite des Dirigenten und der Bildreihe der Rückseite des Dirigenten aufweist, wobei die Vorderseite des Dirigenten auf einem undurchsichtigen Schirm nur den Musikern sichtbar erscheint, während die Rückseite des Dirigenten auf einer daneben-, darüber- oder darunterliegenden transparenten Projektionsfläche für das Publikum sichtbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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