DE293243C - - Google Patents

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DE293243C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B63/00Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
    • A01B63/02Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors
    • A01B63/06Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements for implements mounted on tractors operated mechanically by tractor motor

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Aushebevorrichtung für Motorpflüge, bei welcher der Pflugrahmen durch Einrückung einer zwischen einer gewöhnlich untätigen Hubvorrichtung und dem Zugrad des Motorpfluges vorgesehenen Kupplung ausgehoben bzw. eingesetzt werden kann, wenn sich die Welle des Zugrades um i8o° dreht.
Die Welle des Trieb- oder Zugrades sitzt
ίο lose in ihren Lagern, wird aber gewöhnlich durch irgendeine Bremsvorrichtung gegen Drehung festgehalten. Sie steht ferner unter der Einwirkung zweier besonderer Bremsorgane, welche sie in ihren der Hoch- oder
!5 Tief stellung des Pflugrahmens entsprechenden Endstellungen abfängt, so daß sie nicht über die Totlage hinausschwingt und durch Anziehen der Hauptbremsvorrichtung endgültig festgestellt werden kann. Wenn der Pflugrahmen ausgehoben oder eingesetzt werden soll, wird nach erfolgter Lösung der Wellenbremse eine Kupplung eingeschaltet, durch welche die Mitnahme der Welle durch das Triebrad bewirkt wird. Nach einer Drehung dieser um i8o° erfolgt eine selbsttätige Auslösung der Kupplung, so daß die Welle an der weiteren Drehung des Zugrades nicht mehr teilnimmt.
Eine Ausführungsform einer Aushebevorrichtung gemäß der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht, in welchen bedeutet
Fig. ι die Seitenansicht eines mit der neuen Aushebevorrichtung ausgerüsteten Motorpfluges,
Fig. 2 eine Draufsicht hierzu,
Fig. 3 eine Ansicht des Pfluges, von vorn gesehen,
Fig. 4 einen Schnitt durch . die Kupplung,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Küpplungsnabe des Zugrades,
Fig. 7 ein schematisches Schaubild der Kupplungshebelführung.
Zwischen den Längsträgern des Fahrgestelles ι ist auf einer Achse 2 ein mit Greifern 3 versehenes Zugrad 4 drehbar gelagert. Dasselbe erhält seinen Antrieb durch einen Motors, eine Kupplung 6, ein Getriebe 7, zwei Kegelräder 8, 9 sowie ein Stirnrad 10, welches mit der Innenverzahnung 11 des Zugrades 4 in Eingriff steht. Gesteuert wird der Pflug durch das.hintere Steuerrad 12, welches von dem im Bereich des Sitzes 13 des Pflugführers befindlichen Handrad 14 gesteuert wird. Gegen Kippen ist das Fahrgestell durch ein seitliches Laufrad 15 gesichert, obwohl das "Rad 4 an sich vorzugsweise bereits schon so breit ist, daß ein Kippen des Fahrgestelles verhindert wird.
An beiden Enden der Welle 2 sitzen Exzenter 16, mit deren Exzenterringen 17 ein Tragrahmen 18 verbunden ist, dessen senkrechte Auf- und Abwärtsbewegung durch Böcke 19 gesichert wird. An das obere Ende dieses Rahmens 18 greift eine Tragkette 20 und ein Zugseil 21 an. Die Kette 20 ist mit den durch Träger 22 verstrebten Trag- und Führungsgabeln 23 des Pflugrahmens 24 ver-
(3. Auflage, ausgegeben am
bunden, welche oben geschlossen sind und die Achse 2 übergreifen. In der Tiefstellung der Exzenter 17 ruht so das vordere Ende des Pflugrahmens 24 direkt auf der Achse 2. Die Tief lage kann jedoch durch Tieferstellen von Querstücken 25 auf den Gabeln 23 geändert werden.
Das Seil 21, dessen Länge durch irgendeine geeignete Vorrichtung geregelt werden kann, läuft über Rollen 26 und 27 nach dem hinteren Ende des. Pflugrahmens 24. Wenn sich die Exzenter 17 aus der in Fig. 1 dargestellten Tieflage um i8o° nach oben drehen, wird durch den Rahmen 18 die Kette 20 und das
.15 Seil 21 an- und der Pflugrahmen 24 ausgeho-. ben. Der eine Längsträger des Pflugrahmens ist bei 28 gekröpft, so daß die Achse des Laufrades 15 das Ausheben des Pflugrahmens nicht: behindert. Dieser selbst ist mit einer beliebigen Anzahl von Scharen 29 irgendwelcher Ausführung versehen.
Das Rad 4 ist lose drehbar auf der Welle 2 gelagert, welche ihrerseits drehbar in Lägern 30 ruht, aber gewöhnlich durch eine Bremsvorrichtung gegen Drehung gesichert ist. Diese Bremsvorrichtung ist in der Zeichnung als eine vom Sitz 13 aus mittels eines Fußtrittes 32 zu bedienende Bremse angedeutet, welche in ihrer Bremsstellung irgendwie gesichert werden kann. Jedoch kann selbstverständlich auch eine Bremsvorrichtung anderer Art Verwendung finden.
Auf der Welle 2 ist undrehbar befestigt eine Muffe 33, an welcher mindestens ein Paar diametral einander gegenüberliegender Kupplungshebel 34 gelagert ist. Die Drehzapfen 35 liegen so, daß die Hebel 34 in der durch die Mittelachse der Welle 2 gehenden Ebene schwingen. Die Hebel stehen im übrigen unter der. Einwirkung von Federn 36, welche sie gewöhnlich in der in Fig. 4 unten veranschaulichten Lage- zu halten suchen. Der kürzere, als Kupplungsorgan ausgebildete Hebelarm 37 eines jeden Hebels 34 ist mit einer Vertiefung 38 versehen, deren Zweck weiter unten erläutert ist. Das Ende der anderen radial nach außen stehenden Arme 39 der Hebel 34 läuft zwischen dem von zwei Führungsringen 40 und 41 gebildeten Führungsschlitz 42 um, welcher sich im wesentlichen aus zwei Hälften von verschiedener Weite zusammensetzt. Der weite Teil beginnt genau, an der Oberseite und endigt in einer Entfernung von rund i8o° auf der gegenüberliegenden Unterseite. Die beiden Führungsringe 40, 41 werden durch Bügel 43 im Abstand gehalten und sind auf irgendeine Weise undrehbar an dem Rahmen 1 befestigt.
An der dem Hebelarm 37 gegenüberliegenden Seite ist die Nabe des Laufrades 4 mit einer Anzahl von radial vorstehenden Kupplungsg'abeln 44 ausgerüstet, zwischen welche die Enden der Arme 37 einzutreten vermögen. Die Anzahl dieser Kupplungsgabeln 44 kann beliebig groß sein; die in Fig. 6 veranschau- 6g lichte Darstellung zweier solcher Kupplungs-' gabeln ist deshalb lediglich als beispielsweise Anordnung" aufzufassen. Die Kupplungsgabelri 44 sind mit Knaggen 45 ausgerüstet, welche in die A^ertiefungen 38 der Arme 37 einzuschnappen vermögen, wenn die Hebel 34 ■ in die Kupplungsstellung bewegt werden. Die Kraft der Federn 46, unter deren Einwirkung die Knaggen 45 stehen, ist größer als die Kraft der Federn 36, welche die Hebel 34 aus ihrer Kupplungsstellung zurückzudrehen suchen, so daß die einmal in Kupplungsstellung bewegten Hebel so lange in dieser festgehalten werden, bis sie durch die Führung 42 zwangsweise wieder entkuppelt werden. Die Einrückung der Hebel 34, von denen immer einer in der Hoch- oder Tiefstellung des Pflugkörpers senkrecht nach oben steht, erfolgt durch einen bei 47 drehbar am Rahmen 1 ' gelagerten Hebel 48, an welchen ein auf dem Führungsring 40 in der Achsenlängsrichtung verschiebbar' gelagerter Schieber 49 angelenkt ist. Die Drehung des Hebels 48 erfolgt durch einen auf einem Bock 50 drehbar gelagerten Kupplungshebel 51 (Fig. 1) entgegen der Wirkung einer Feder 52/welche den Schieber 49 gewöhnlich nach der Rahmenaußenseite zu bewegen sucht.
An der Muffe 33 sitzen zwei exzentrische Bremsscheiben 53, 54, deren Mittelpunkte um i8o° gegeneinander versetzt sind. Die Bremsscheiben 5.3, 54 sind so angeordnet, daß sie innerhalb der Ringe 41, 40 liegen, an welchen . die Enden von Bremsbändern 55 und 56 befestigt sind, die den Brenisscheiben 53, 54 zu- geordnet sind. Das Bremsband 55 befindet sich in der Tiefstellung des Pflugrahmens 24 in Eingriff mit dem Umfang der Bremsscheibe 53, während umgekehrt dasBremsband 56 sich dann an seine Bremsscheibe 54 anlegt, wenn die Welle 2 um i8o° gedreht und der Pflug· angehoben worden ist. In diesem Falle besitzt die Bremsscheibe 53 nur einen losen Eingriff mit ihrem Bremsband 55, während die Bremsscheibe 54 und ihr Bremsband 56 in der Tief stellung des. Pfluges einen eigentlichen Bremseingrifr nicht besitzen. Infolge dieser Anordnung findet also eine ausgesprochene Bremswirkung durch diese Organe nur dann statt, wenn die Hubexzenter 17 sich in ihrer Tief- oder in ihrer Hochstellung befinden. Infolgedessen kann eine Drehung der Welle 2 und damit das Ausheben oder Einsetzen des Pflugrahmens mit Leichtigkeit erfolgen, während die Endstellungen der Welle 2 durch die alsdann erfolgende Bremswirkung gesichert ■ werden, so daß eine Überdrehung der Welle
um die eine oder andere Endlage nicht erfolgt • und sie durch Anziehung der Bremse 31 festgestellt werden kann.
Die Wirkungsweise der neuen Aushebevorrichtung ist die folgende:
Wenn der Pflug ausgehoben werden soll, wird mittels Drehung des Hebels 51 nach erfolgter Lösung der Bremse 31 der gerade nachoben stehende Kupplungshebel 34 umgelegt, bis sein Arm 37 in die demnächst herannahende Kupplung-sgabel 44 der Nabe des Rades 4 eintritt. Die Kupplungsstellung wird alsdann durch Einschnappen der Knagge 45 in die Öffnung 38 des Armes 37 gesichert.
Der Kupplungshebel kuppelt nunmehr die Welle 2 undrehbar mit dem Zugrad 4, weshalb die Exzenter 16 gedreht werden. Dieselben heben hierbei den Rahmen 18 an, welcher durch die Kette 20 und das Zugseil 2.1 den Pflugrahmen 24 aushebt. Während dieser Aushebebewegung läuft der Arm 39 des gerade gekuppelten Kupplungshebels 34 in den weiten Teil des von den Ringen 40 und 41 gebildeten Führungsschlitzes 42. . In der Tieflage des Kupplungshebels läuft dieser in den engen Teil des Führungsschlitzes 42 ein derart, daß, wenn der Hebel genau senkrecht nach unten steht, durch die Anlage des Hebels an die Innenkante des Führungsringes 41 der Hebel 34 entgegen der Wirkung der Knaggenfeder 46 zurückgedreht wird, so daß er wieder unter die Einwirkung seiner Feder 36 gelangt und durch diese vollständig entkuppelt wird. . .
Während dieser Aushebebewegung hat sich die Muffe 33 und die daran sitzenden Bremsexzenter S3 und 54 um. i8o° nach unten gedreht, so daß im Augenblick der Ausrückung des Hebels 34 die Scheibe 54 sich in ihr Bremsband 56 einlegt und die Welle 2, so stark abbremst, daß sie auch nicht infolge der Reibung zwischen ihr und dem Zugrad .weitergedreht werden kann, wodurch ein Zurückfallen des Pfluges in seine Tiefstellung erfolgen würde. Die Bremse 31 wird nunmehr wieder festgezogen und dadurch die Welle 2 endgültig gegen Drehung gesichert. Der vorher in der Tiefstellung gewesene Kupplungshebel ragt nun senkrecht nach oben und gelangt seinerseits zur Verwendung, wenn das Einsetzen des Pfluges durch eine Weiterdrehung der Welle 2 um 180 ° erfolgen soll.
Es empfiehlt sich, mehr als zwei Kupplungshebel 34 zu verwenden, damit bestimmt immer einer der Hebel senkrecht nach oben in die Bahn des Einrückorgans 49 vorsteht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Motorpflug mit durch Kraftantrieb heb- Und senkbarem Pflugrahmen und mit lose auf seiner Welle sitzendem Zugrad, dadurch gekennzeichnet, · daß das Huborgan für den Pflugrahmen von einem fest auf der Zugradwelle sitzenden Exzenter gebildet wird (oder von mehreren auf der Welle sitzenden Exzentern), und daß für die Kupplung zwischen Zugrad und Welle zwei einander diametral gegenüberstehende Winkelhebel vorgesehen sind,; welche in einer fest auf der Welle sitzenden Buchse gelagert sind, und deren einer Arm durch eine am Pfluggestell feste Führung so gesteuert wird, daß die Kupplung nach jedesmaliger Einrückung selbsttätig wieder ausgerückt wird, nachdem das Hubexzenter eine halbe Umdrehung erfahren hat und aus seiner Hochstellung in die Tiefstellung oder umgekehrt gelangt ist.
2. Motorpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugradwelle außer den Hubexzentern ein Paar um i8o° gegeneinander: versetzte Bremsexzenter trägt, welche mit fest am Pfluggestell angeordneten Bremsbändern so zusammenarbeiten, daß die Zugradwelle sowohl bei. Erreichung der Hochstellung des Pflugrahmens als auch bei Erreichung der Tief stellung selbsttätig gebremst wird,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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