DE293116C - - Google Patents
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- DE293116C DE293116C DENDAT293116D DE293116DA DE293116C DE 293116 C DE293116 C DE 293116C DE NDAT293116 D DENDAT293116 D DE NDAT293116D DE 293116D A DE293116D A DE 293116DA DE 293116 C DE293116 C DE 293116C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18 c. GRUPPE
Ofen mit Öl- oder Teerfeuerung für industrielle Zwecke,
Vorliegende Erfindung betrifft eine Neuerung an öfen für industrielle Zwecke, wie z. B.
Schmiede-, Glüh- und Härteöfen, bei welchen Rohöl oder Schweröl usw. ohne Zuhilfenahme
gepreßter Luft als Feuerungsmaterial zur Verwendung gelangen kann.
Gemäß der Erfindung ist bei einem solchen Ofen wenigstens ein Kanalsystem vorgesehen,
welches drei oberhalb und unterhalb des Glühraumes sowie rückwärtig desselben, der Einführungstür gegenüber, nebeneinanderliegende Kanäle
aufweist. Von diesen Kanälen dienen die seitlich gelegenen als Abzugskanäle der verbrannten
Gase, während der mittlere Kanal teils als Luftzuführungskanal und teils als Vergasungskanal
für Aufnahme des Brennstoffes dient.
Diese Kanäle können aus drei Kanalsteinen zusammengesetzt und diese in das Ofenmauerwerk
hineingefügt werden, wodurch schnelle und billige Reparaturen möglich sind.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und es zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Achsialschnitt durch den Ofen, .
Fig. ι einen senkrechten Achsialschnitt durch den Ofen, .
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B der
Fig. i,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. i,
Fig. 4 eine schaubildliche Darstellung eines Teiles des Ofens.
Der dargestellte Ofen besitzt ein System von drei nebeneinanderliegenden Kanälen, welche
in drei übereinanderliegend in den Ofen eingesetzten Kanalsteinen 18, 19 und 20 vorgesehen
sind und von welchen der aus den Teilen 1, 8, 9 und 10 bestehende mittlere Kanal als Vergasungs-
bzw. als Luftzuführungskanal dient, während die beiden je aus den Teilen 13, 14
und 15 bestehenden seitlichen Kanäle als Gasabzugskanäle dienen. Die Kanalsteine 18, 19
und 20 und die in denselben vorgesehenen Gas- und Luftkanäle umgeben den Glühraum 7 von
oben, hinten und von unten her.
Der untere Kanalstein 20 schließt die Teile 1 und 10 des mittleren Kanals und die Teile 13
der beiden seitlichen Kanäle ein, der mittlere Kanalstein 19 weist den Teil 9 des mittleren
Kanals und die Teile 14 der beiden seitlichen Kanäle auf, und der obere Kanalstein 18 besitzt
den Teil 8 des mittleren Kanals sowie die Teile 15 der beiden seitlichen Kanäle. Die
Kanäle 8 und 10 münden mit Öffnungen 6 und 21, die durch eine Wand 23 voneinander getrennt
sind, in den Glühraum 7. Der Kanalstein 19 ragt mit einem vorspringenden Wandteil
22 in den Kanal 10 und bildet hier eine Umführungswand für die Luft. Die Kanäle 10
und 13 des unteren Kanalsteines 20 stehen hinten mit den Kanälen 9 und 14 des Kanalsteines
19 in Verbindung und letztere wiederum mit den Kanälen 8 und 15 des oberen Kanalsteines
18. Die Kanäle 13 sind vorn verschlossen und
münden mit Öffnungen 12 in den Glühraum 7 aus, während die Kanäle 15 vorn ebenfalls verschlossen
sind und mit Austrittsöffnungen 16 in den Kamin 17 ausmünden. Die Teile 1
und 8 des mittleren Kanals sind nach vorn hin offen; der Teil 1 ist durch eine Schiebetür 5.,
welche zur Regulierung des Eintrittes der Primärluft dient, und der Teil 8 durch den Schieber
11, welcher zur Regulierung des Eintrittes der Sekundärluft dient, abschließbar.
In dem Teil 1 des mittleren Kanals befindet sich eine Blechschale 2 zur Aufnahme des Öles
bzw. Teers, welches durch eine Rohrleitung 3 aus dem Ölreservoir 4 der Schale 2 zufließt.
Zum Betriebe des Ofens entzündet man das in die Schale 2 fließende Öl oder Teer, welches
dieser Schale 2 in regelmäßiger Menge zugeführt wird. Zum Anfeuern dient eine Lunte, die
durch die Schiebetür 5 hindurch eingeführt wird. Die alsdann diesem Kanal 1 entsteigenden
Gase entströmen durch die Austrittsöffnung 6 in den Glühraum 7, wo sie sich mit der
aus dem Kanal 8, 9. und 10 durch die Öffnung 21 einströmenden Sekundärluft, die durch den
Luftschieber 11 reguliert wird, im hinteren Teil ■ des Glühraumes 7 mischen und zur restlosen
Verbrennung gelangen. Die verbrannten Gase entweichen durch die zwei Austrittsöffnungen
12 in die beiden unteren Seitenkanäle 13, strömen
von dort nach rückwärts und gelangen alsdann durch die beiden rückwärtigen Seitenkanäle
14 nach oben in die beiden oberen Seitenkanäle 15, wo sie alsdann vorn in die Ausmündungen
16 zum Kaminabzug 17 führen.
Die verbrannten Gase, welche aus dem Glühraum 7 durch die Austrittsöffnungen 12 in die
Kanäle 13 eingetreten sind, erwärmen zuerst die Seitenwände des Kanals 1, wodurch die
Vergasung immer intensiver wird. Auf ihrem weiteren Wege durch die Kanäle 14 und 15
geben sie die ihnen noch innewohnende Hitze an den Luftkanal 10, 9 und 8 ab und verlassen
dann schließlich bei. den Austrittsöffnungen 16 das Ofeninnere. Der mittlere Kanal
8, 9 und 10 erwärmt die durch die Schiebetür 11 eingetretene Sekundärluft, und es wird
letztere selbsttätig durch die in den Glühraum 7 eingetretenen Gase angesaugt. Je wärmer der
Ofen wird, um so intensiver wird die Luft auf dem durch die Pfeilrichtung in Fig. 1 und 3
angedeuteten Wege erhitzt. Einige Zeit nach Anfeuerung wird die Gas- und Luftmischung
im Innern des Glühraumes 7 immer heißer zusammenströmen, wodurch der Verbrennungseffekt beständig verbessert wird, so daß der
Ofen 30 bis 40 Minuten nach Anfeuerung zur Weißgluthitze übergeht. Die Hitzeregulierung
kann alsdann beliebig erfolgen durch Einstellung des Öl- bzw. Teerzuflusses. Sobald der
Ofen eine gewisse Wärme erreicht hat, ist die Primäiiuftzuführung durch den Schieber 5 zurückzuregulieren
und der Schieber 11 zur Zuführung der Sekundärluft entsprechend zu
öffnen.
Bei größeren Öfen, insbesondere bei tiefen Glühräumen, können mehrere solcher Kanal-Systeme
hintereinander angebracht werden, die dann auch entsprechend mehr Vergasungs- und
Luftkanäle erhalten. Bei dieser Anordnung befindet sich die Eingangstür nicht vorn, sondern
seitlich des Glühraumes. Die Gas- und Luftkanäle können auch gemauert sein.
Claims (2)
1. Ofen mit öl- oder Teerfeuerung für industrielle Zwecke, dadurch gekennzeichnet,
daß sich oberhalb, rückwärts und unterhalb des Glühraumes (7) wenigstens ein System
von drei nebeneinandeiiiegenden Kanälen (14, 9, 14) befindet, von welchen der
mittlere Kanal (9) der Vergasung bzw. Luftzuführung, die Seitenkanäle (14) dem Abzug
dienen.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Kanäle in drei
Kanalsteinen, einem oberen (18), einem mittleren (19) und einem unteren (20) vorgesehen
sind, welche in das Ofenmauerwerk eingesetzt sind und den Glühraum von oben, hinten
und unten einschließen. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE293116C true DE293116C (de) |
Family
ID=547813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT293116D Active DE293116C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE293116C (de) |
-
0
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