DE2931008A1 - Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung - Google Patents

Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung

Info

Publication number
DE2931008A1
DE2931008A1 DE19792931008 DE2931008A DE2931008A1 DE 2931008 A1 DE2931008 A1 DE 2931008A1 DE 19792931008 DE19792931008 DE 19792931008 DE 2931008 A DE2931008 A DE 2931008A DE 2931008 A1 DE2931008 A1 DE 2931008A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
catalyst particles
reactor system
catalytic
regenerated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19792931008
Other languages
English (en)
Inventor
John George Sikonia
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell UOP LLC
Original Assignee
UOP LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by UOP LLC filed Critical UOP LLC
Priority to DE19792931008 priority Critical patent/DE2931008A1/de
Publication of DE2931008A1 publication Critical patent/DE2931008A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/08Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with moving particles
    • B01J8/12Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with moving particles moved by gravity in a downward flow
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G35/00Reforming naphtha
    • C10G35/04Catalytic reforming
    • C10G35/10Catalytic reforming with moving catalysts
    • C10G35/12Catalytic reforming with moving catalysts according to the "moving-bed" method

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zum katalytischen Reformieren
  • einer Kohlenwasserstoffbeschickung Di Erfindung betrifft eine verbesserte Methode zur katalytischen Umwandlung eines kohlenwasserstoffhaltiger Reaktionspartnerstromes in einem mehrstufigen Reaktionssystem, worin der Reaktionspartnerstrom in Serie durch mehrere Reaktionszonen strömt und die Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft durch jede Peaktionszone bewegbar sind. Spezieller ist die beschriehene Methode für die Benützung in Dampfphasensystemen anpassbar, worin die Umwandlungsreaktionen grundsätzlich endotherm sind und worin der Fluß des kohlenwasserhaltigen Reaktionspartnerstromes bezüglich der Abwärtsrichtung der Katalysatorteilchenbewegung in Cleichstrom und seitlich radial verläuft.
  • Mehrstufiqe Reaktionssysteme haben allgemein eine der beiden folgenden Formen: (1.) Seite an Seite mit Zwischenerhitzung zwischen den Reaktionszonen, wobei der Reaktionspartnerstrom oder das Reaktionspartnergemisch in Serie von einer Zone zur andere strömt, und (2.) eine übereinandergestapelte Anordnung, worin eine einzelne Reaktionskammer oder mehrere Reaktionskammerr; die mehrere katalytische Kontaktstufen enthalten. Die Erfindung ist besonders geeignet für die Benützung in jenen Verfahren, wo die Umwandlungsreaktionen in der Dampfphase bewirkt werden und Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft bewegbar sind und wo das Reaktionssystem in einer Beziehung Seite an Seite vorliegt oder wo zwei oder mehrere katalytische Kontaktzonen übereinander angeordnet sind oder wo eine oder mehrere zusätzliche Reaktionszonen Seite an Seite mit der Anordnung übereinander vorgesehen sind.
  • Die vorliegende Methode betrachtet auch das Abziehen von Katalysatorteilchen von einem Bodenabschnitt einer Reaktionszone und die Einführung von frischen oder regenerierten Katalysatorteilchen in den oberen Abschnitt einer zweiten Reaktionszone. Auch ist die vorliegende Methode dazu bestimmt, auf jene Reaktionssystdm angewendet zu werden, worin der Katalysator als eine ringförmiae Schicht angeordnet ist und der Fluß des Reaktionspartnerstromes in Serie von einer Zone zur anderen senkrecht oder seitlich radial zu der Bewegung der Katalysatorteilchen verläuft.
  • Ein Reaktionssystem mit radialem Fluß besteht allgemein aus röhrenförinigen Abschnitten mit variierenden nominalen Querschnitts flächen, die vertikal und koaxial angeordnet sind und so den Reaktionsbehälter bilden. Das System umfaßt eine Reaktionskammer, die ein koaxial angeordnetes, katalysatorzurückhaltendes Sieb mit einer nominalen inneren Querschnittsfläche kleiner als die Kammer und einem perforierten Mittelrohr mit eier nominalen inneren Querschnittsfläche, die kleiner als das den Katalysator zurückhaltende Sieb ist, enthält. Der Reaktionspartnerstrom wird in Dampfphase in den ringförmigen Raum eingeführt, der zwischen der Innenwand der Kammer und der Außenfläche des den Katalysator zurückhaltenden Siebes gebildet wird. Letzteres bildet eine ringförmige katalysatorhaltige Zone mit der Außenfläche des perforierten Mittelrohres. Der dampfförmig Reaktionspartnerstrom fließt seitlich und radial durch das Sieb und die Katalysatorzone in das Mittelrohr und aus der Reaktionskammer. Obwohl die röhrenförmiga Gestalt der verschiedenec Reaktionspartnerkomponent irgendeine geeignete Form, wie eine dreieckig, quadratische, längliche oder rhombische haben kann, bestimmen viele Betrachtungen bezüglich des Aussehens, der Herstellung und der Technik die Vorteile einer Verwendung von Teilen, die im wes-ntlicht kreisförmigen Querschnitt besitzen.
  • Ein Beispiel eines mehrstufigen übereinandergestapelten Reastorsystems mit unter Schwerkraft fließenden Katalysatorteilchen, auf das die Erfindung besonders anwendbar ist, ist in der US-PS 3 706 536 gezeigt. Die Überführung der unter der Schwerkraft fließenden Katalysatorteilchen von einer Reaktionszone zur anderen sowie die Einführung von frischen Katalysatorteilchen und das Abziehen von "verbrauchten" Katalysatorteilchen erfolgt durch die Benützung mehrerer Katalysatorüberführurgsleitungen. Deaktivierte Katalysatorteilchen werden aus der letzten Reaktionszone abgezogen und zu einem Regenerierturm überführt, durch welchen sie auch unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind.
  • Kurz zusammengefaßt besteht die vorliegende erfinderische Idee in einem Verfahren mit zwei getrennten Reaktorsystemen von denen jedes ein bis drei einzelne Reaktionszonen enthält, von denen jede mit einem getrennten Regenerierturm integriert ist. Jedes System enthält einer. Katalysator mit u.terschiedlicher Aktivität und Stabilität gegenüber demjenigen in dem anderen System. Spezieller ist das hier beschriebene V-rfahren dazu bestimmt, beim katalytischen Reformieren einer Kohlenwasserstoffbescickung für die Gewinnung hoher Ausbeuten eins normalarweise flüssigen Produktes mit eier hohen Gemischoktanzahl benützt zu werden.
  • Somit betrifft eine Ausführungsform der Erfindung ei Verfahren zum katalytischen Reformieren einer kohlenwasserstoffhaltigen Beschickt, das darin besteht, daß man folgende Stufen nacheinander durchführt: daß man (a) das Beschickungsmaterial und Wasserstoff in Berührung mit einem ersten Katalysator umsetzt, welcher in einem ersten Reaktorsystem angeordnet ist, durch welches Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, (b) weiterhin den resultierenden Auslauf des ersten Reaktorsystems in Berührung mit einem zweiten Katalysator umsetzt, welcher in einem zweiten Reaktorsystem angeordnet ist, durch welches Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, wobei der zweite Katalysator eine andere Aktivität und Stabilität als der erste Katalysator hat, (c) wenigstens periodisch deaktivierte Katalysatorteilchen aus dem ersten Reaktorsystem abzieht und diese abgezogenen Katalysatorteilchen in einen ersten Regenerierturm einführt, durch welchen Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, (d) wenigstens periodisch deaktivierte Katalysatorteilchen aus dem zweiten Reaktorsystem abzieht und diese abgezogenen Katalysatorteilchen in einen zweiten Regenerierturm entführt, durch welchen Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, () die ersten und die zweiten Katalysatorteilchen in dem ersten und dem zweiten Regenerierturm in Berührung mit Luft, Halogen und Wasserdampf darin regeneriert und die resultierenden regenerierten Katalysatorteilchen trocknet, (f) getrocknete regenerierte Katalysatorteilchen aus dem ersten Regenerierturm abzieht und wnigstens periodisch diesen regenerierten ersten Katalysator in das erste Reaktorsystem einführt und (g) getrocknete regenierierte Katalysatortoilche aus dem zweiten Regenerierturm abzieht und wenigstens periodisch diesen regenerierten zweiten Katalysator in das zweite Reaktorsystem einführt.
  • Bei einer spezielleren Ausführungsform enthalten der erste und zweite Katalysator jeweils wenigstens eine Edelmetallkomponente der Gruppe VIII und eine Halogenkomponente, die mit einem hitzebeständigen anorganischen Oxid zusammengesetzt sind, und der Unterschied hinsichtlich der Aktivität und Stabilität wird durch differierende Edelmetallkonzentrationen bewirkt.
  • In einer anderen sDezielleren Ausführungsform enthalten der erste und zweite Katalysator jeweils eine Edelmetallkomponente der Gruppe VIII und wenigstens ein katalytisches Metallmodifiziermittel, und der Unterschied hinsichtlich der Aktivität und Stabilität wird durch unterschiedliche katalytische Modifizier -mittel bewirkt.
  • Die Erfindung ist hauptsächlich für die Benützung in Reaktorsystemen gedacht, worin die Hauptreaktionen endotherm sind und in der Dampfphase erfolgen.Obwohl die folgende Diskussion sich speziell mit dem katalytischen Reformieren von im Naphtha-Siedebereich bzw. Leuchtöl-Siedebereich siedenden Fraktionen befaßt, soll die Erfindung doch nicht hierauf beschränkt sein.
  • Katalytisches Reformieren sowie viele andere Verfahren zeigten mehrere Entwicklungsphasen, die derzeit in dem System enden, in welchem die Katalysatorschichten die Form einer absteiger.-den Säule in einem oder in mehreren Reaktionsbehältern sinreh men. Typischerweise werden die Katalysatoren in Kugelform mit einem Nominaldurchmesser im Bereich von 0,8 bis 4,0 mm benützt, um einen freie Fluß zu ergeben, der die absteigende Säule oder Katalysatorsäulen in dem Gesamtreaktorsystem weder überbrückt noch blockiert.
  • In einem mehrstufigen System sind die Reaktionskammern allgemein vertikal übereinander gestapelt oder angeordnet, und mehrere (allgemein etwa 6 bis 16) Leitungen mit relativ kleinem Durchmesser werden verwendet, um Katalysatorteilchen von einer Reaktionszone in die nächst niedrigere Reaktionszone (unter der Schwerkraft) zu überführen und letztlich Katalysatorteilchen aus der letzten Reaktionszone abzuziehen. Die letzteren werden gewöhnlich zur Spitze einer Katalysatorregenerieranlage transportiert, die auch mit einer absteigenden Säule von Kátalysatorteilchen arbeitet. Regenerierte Katalysatorteilchen werden dann zur Spitze der obersten Reaktionszone des Stapels transportiert.
  • Um den Fluß unter der Schwerkraft in jedem Reaktionsbehälter sowie von einer Zone zur anderen zu erleichtern und zu verbesser, ist es besonderes wichtiq, daß die Katalysatorteilchen einen relativ kleinen nominalen Durchmesser und einen solchen besitzen, der vorzugsweise geringer als 4,0 mm ist.
  • In einem Umwandlungssystem mit den einzelnen Reaktionszonen Seite ar. Seite werden Katalysatortransportbehälter (von dem in der US-PS 3 839 197 beschriebenen Typ) für die Überführung der Katalysatorteilchen vom Boden einer Zone zu der Spitze der nachfolgenden Zone und von der letzten Reaktionszone zur Spitze der Regenerieranlage verwendet.
  • Katalytisches Reformieren von im Naphtha- oder Leuchtöl bzw.
  • Benzin-Siedebereich siedenden Kohlenwasserstoffen, ein Verfahren in der Dampfphase, wird bei Umwandlungsbedingungen durchgeführt, die Katalysatorbettemperaturen im Bereich von 371 bis 549 °C einschließen. Andere Bedingungen schließen allgemein einen Druck von 4,4 bis 69,0 Atmosphären, eine stündliche Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit (definiert als Volumenteile frischer Beschickung je Stunde je Volumenteil Gesamtkatalysator) von 0,2 bis 10,0 und ein Molverhältnis von Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff im Bereich von 1,0 : 1,0 bis zu 10,0 : 1,0 ein.
  • Wie für den achmann auf dem Gebiet der Erdölraffinerietechnik erkennbar ist, bietet das beschriebene kontinuierliche regenerative Reformiersystem zahireiche Vorteile im Vergleich mit bekannen System und feststehenden Betten (fixed-bed systems).
  • Unter diesen findet sich die Möglichkeit eines effizienten Betriebs bei vergleichsweise niedrigeren Drücken, wie 4,4 bis 14,6 Atmosphären, und höheren stündlichen Flüssigkeitsraumgeschwindigkeiten, wie 3,0 : 1,0 bis 8,0 : 1,0. Als ein Ergebnis der kontinuierlichen Katalysatorregenerierung können höhere Einlaßkatalys atorbettemperaturen aufrechterhalten werden, wie 510 bis 543 OC. Außerdem bekommt man eine entsprechende Steigerung sowohl der Wasserstoffproduktion als auch der Wasserstoffreinheit in der rückgeführten Dampfphase aus der Produkttrennanlage.
  • Katalytische Reformierreaktionen schließen die Dehydrierung von Naphthenen zu Aromaten, die Dehydrocyclisierung von Paraffinen zu Aromaten, das Hydrokracken langkettiger Paraffine zu einem niedriger siedenden normalerweise. flüssigen Material und in einigem Umfang die Isomerisierung von Paraffinen ein.
  • Diese Reaktionen, von denen das Nettoergebnis endotherm ist, werden durch die Benützung eines oder mehrerer Edelmetalle der Gruppe VIII (wie Platin, Osmium, Iridium, Rhodium, Ruthenium, Palladium)., vereinigt mit einem Halogen (wie Chlor und/oder Fluor) und einemporösen Trägermaterial, wie Tonerde, bewirkt.
  • Jüngste Untersuchungen zeigten, daß vorteilhaftere Ergebnisse durch die Mitverwendung eines katalytischen Modifiziermittels erhältlich sind. Diese Modifiziermittel werden allgemein aus der Gruppe Eisen, Kobalt, Kupfer, Nickel, Gallium, Zink, Germanium, Zinn, Kadmium, Rhenium, Wismut und Vanadium sowie Gemischen derselben ausgewählt.
  • Katalytisches Reformieren benützt allgemein mehrere Stufen,von denen jede eine unterschiedliche Katalysatormenge, allgemein ausgadrückt als Volumenprozente, enthält. Der Reaktionspartnerstrom, Wasserstoff, und der Kohlenwasserstoffstrom fließen in Serie durch die Reaktionszonen in einer Anordnung steigenden Katalysatorvolumens mit Erhitzen zwischen den Stufen. In einem System mit drei Reaktionszonen sind die Katalysatorbeladungen typischerweise folgende: erstens 10,0 % bis 30,0 %, zweitens 20,0 % bis 40,0 % und drittens 40,0 % bis 60,0 %. In einem System mit vier Reaktionszonen wäre eine geeignete Katalysatorladung folgende: erstens 5,0 % bis 15,0 %, zweitens 15,0 % bis 25,0 %, drittens 25,0 % bis 35,0 % und viertens 35,0 % bis 50,0 %.
  • Ungleiche Katalysatorverteilucg, die in der Richtung des Reaktionspartnerstromflusses ansteigt, erleichtert und verbessert die Verteilung der Reaktionen sowie die Gesamtreaktionswärme.
  • Wesentlich für die Erfindung ist die Benützung unähnlicher Reformierkatalysatoren, die dadurch gekennzeichnet werden können, daß sie unterschiedliche kombinierte Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften besitzen. Zum Zwecke der weiteren Erklärung werden verschiedene Definitionen erläutert. Wenn hier der Begriff "Aktivität" verwendet wird, so ist er als der Härtegrad der Betriebsbedingungen definiert, der erforderlich ist, um eine bestimmte erwünschte Oktanzahl bezüglich des normalerweise flüssigen reformierten Produktauslaufs, d. h. der Pentane und schwereren Kohlenwasserstoffe, zu bekommen. Betrachtet man beispielsweise ein Endprodukt mit einer Oktanzahl (clear research octane rating) von 100,0, wobei alle Variablen, mit Ausnahme der Katalysatorbettemperatur konstant sind, so ist ein Katalysator, der das angegebene Produkt bei 507 OC erzeugt, aktiver als einer, der eine Temperatur von 518 OC erfordert. Wenn die Katalystorbettemperatur konstant gehalten wird und die stündliche Flüssigkeitsraumgeschwicdigkeit (LHSV) so eingestellt wird, daß die Zieloktanzahl erreicht wird, so ist gleichermaßen ein Katalysator, der das erwünschte Ergebnis bei einer LHSV von 2,0 erreicht, aktiver als einer, der eine LEISV von 1,75 erfordert.
  • Die "Katalysatorstabilität" ist hier als die Geschwindigkeit der Aktivitätsverändorung bezüglich der Katalysatorlebensdauer definiert, gemessen als Kubikmeter Beschickung je kilogramm Katalysator (m3/kg), der in der Reaktionskammer angeordnet ist.
  • Die Stabilität wird am häufigsten ausgedrückt in Einheiten der Temperatursteigerung je Einheit der Katalysatorlebensdauer, um eine konstant Zieloktanzahl bezüglich des normalerweise flüssigen Produktauslaufs aufrecht zu erhalten, und dies wird gewöhnlich als OC/m3/kg ausgedrückt. Somit ist ein Katalysator, der eine Deaktivierunggeschwindigkoit von 4,0 OC/m3/kg hat, wesentlich stabiler, als einer, der mit einer Geschwindigkeit von 12,7 OC/m3/kg deaktiviert. Für die Auswahl der Katalysatoren zur Verwendung in Reformiersystem benützt man auch die Ausbeute an Pentanan und schwereren Produkten und die Wasserstoffreinheit in den gasförmigen Produkten.
  • Reformierkatalysatoren sind einzigartig, indem sie Doppelfunktionalität besitzen. Obwohl dies auf unterschiedlichen Wegen definiert werden kann, erfolgt dies am üblichsten in der Weise, daß man sagt, daß solche Katalysatoren gleichzeitig saure Eigenschaften und metallische Hydrier- Dehydrierfunktionalität besitzen. Unähnlichkeit der im vorliegenden Verfahren verwendeten Katalysatoren wird hauptsächlich durch Variieren des Doppelfunktionscharakters der Katalysatoren erreicht. Wie oben ausgeführt, zeigen die Katalysatoren unterschiedliche kombinierte Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften. Bei der Erklärung wird angenommen, daß ein weites Spektrum von Reformierkatalysatoren Aktivitäts- und Stabilitätstests unterzogen wird und im Vergleich mit einem Standardkatalysator und im Vergleich untereinander auf der Basis einer Bewertungsskala von 1 bis 10 bewertet wird, wobei letzterer Wert höchste Aktivität und größte Stabilität bedeutet. Gemäß dieser willkürlich ausgewählten Skala, worin der Katalysator "A" eie Aktivität von 5 und eine Stabilität von 10 besitzt, während der Katalysator "B" eine Aktivität von 10 und eine Stabilität von 5 besitzt, haben die Katalysatoren unter schiedlich~ kombinierte Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften. Wenn beide Katalysatoren eine Aktivität von 8 haben und einer eine Stabilität von 8 hat, während der zweite eine Stabilität von 3 besitzt, haben sie eine unterschiedliche kombinierte Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaft für die Erfindung.
  • Reformierkatalysatoren, wie sie oben bezeichnet sind, umfassen wenigstens eine Edelmetallkomponente der Gruppe VIII, Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und/oder Iridium, und eine sauer-wirkende Halogenkomponente, allgemein Chlor, Fluor oder beides. Diese werden bei der Herstellung mit einem hitzebeständigen anorganischen Oxid aus der Gruppe Tonerde, Kieselsäure, Zirkonoxid, Strontiumoxid, Magnesia, Hafniumoxid und Gemischen hiervon kombiniert. Katalytische Modifiziermittel des oben beschriebenen Typs werden oftmals zum Zwecke der Einstellung des Verhältnisses von Aktivität zu Stabilität mit ihnen vereinigt.
  • Die Edelmetallkomponente oder die Edelmetallkomponenten der Gruppe VIII liegen in einer Menge von 0,1 bis 2,0 Gew.-%, berechnet auf Elementengrundlage, vor. Ausgezeichnete Ergebnisse sind erhältlich, wenn der Katalysator 0,3 bis 0,9 Gew.-% der Edelmetallkomponente oder der Edelmetallkomponenten der Gruppe VIII enthält. Halogen kann mit dem Trägermaterial während der Imprägnierung des letzteren mit den aktiven Metallkomponenten vereinigt werden. Die Halogenmenge, ob Chlor, Fluor oder beides, ist derart, daß der fertige Katalysator 0,1 bis 1,5 Gew.-% und am üblichsten 0,3 bis 1,2 Gew.-%, berechnet auf Elementengrundlage, enthält. Bezüglich der katalytischen Metallmodifiziermittel ist zu sagen, daß diese vorzugsweise in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 5,0 Gew.-%, wiederum auf Elementengrundlage, vorliegen. Ungeachtet der absoluten Mengen oder des Charakters dieser katalytischen Modifiziermittel liegt das Atomverhältnis des Edelmetalls der Gruppe VIII zu dem katalytischen Modifiziermittel in dem Katalysator vorzugsweise im Bereich von 0,1 : 1,0 bis 3,0 ; 1,0, wobii ausgezeichnete Ergebnisse mit einem Atomverhältnis von 0,5 : 1,0 bis 1,5 : 1,0 erhältlich sind.
  • In besonderen Situationen mit bestimmten Beschickungen, die im Naphtha- bzw. Benzin-Siedebereich sieden, kann es erwünscht sein, die saure Funktion des ausgewählten Katalysators zu schwächen. Dies erfolgt durch Zugabeeiner alkalischen Metallkomponente in der Menge von 0,01 bis 1,5 Gew.-%. Diese Komponente wird aus der Gruppe Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, Barium, Strontium, Calcium, Magnesium, Beryllium und Gemischen hiervon ausgewählt. Reformierkatalysatoren werden nach ihrer Herstellung und Calcinierung einer im wesentlichen wasserfreien Reduktion in Wasserstoff unterzogen. Die Reduktion kann bequemerweise in sitii als eine integrale Stufe einer Anlauffolge durchgeführt werden, vorausgesetzt, daß Vorkehrungen getroffen werden, das System auf einem im wesentlichen wasserfreien Zustand vorzutrocknen. Katalytische Reformierverfahren können verbessert werden. wenn der reduzierte. Katalysator einer Vorsulfidierung unterzogen wird, um 0,05 bis 0,5 Gew.-% Schwefel auf Elementengrundlage einzuarbeiten.
  • Der Ünterschied hinsichtlich der Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften kann durch Veränderungen der physikalischen Eigenschaften und/oder chemischen Eigenschaften erreicht werden.
  • Letzteres würde die scheinbare Schüttdichte, den Porendurchmesser (nominal) und die Oberfläche, allgemein gemessen in Quadratmetern je Gramm Katalysator, einschließen. Veränderungen der chemischen Zusammensetzungen bieten einen breiteren Bereich an Aktivitäts- und/oder Stabilitätseigenschaften und sind daher bevorzugt. Betrachtet man zunächst den hitzebeständigen anorganischen Oxidträger, so wird Tonerde selbst im Vergleich mit einer solchen, die etwa 20,0 Gew.-% Kieselsäure enthält, eine eine andere Aktivität und Stabilität zeigen ungeachtet des gleichen Edelmetalls der Gruppe VIII und der gleichen Halogenkonzentration. Im Interesse der Kürze und Klarheit wird die folgende Diskussion auf Reformierkatalysatoren beschränkt, die einen insgesamt aus Tonerde bestehenden Träger und Chlor als die Halogenkomponente benützen. Es ist jedoch nicht beabsichtigt, die Erfindung hierauf zu beschränken.
  • Wenn die Katalywat-oren beide Platin als Metallkomponente der Gruppe VIII enthalten, kann der Unterschied hinsichtlich der Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften (A/S-Eigenschaften) einfach dadurch erreicht werden, daß man die Konzentration des Platine variiert. So hat ein Katalysator mit Tonerde 0,9 Gew.-% Chlor und 0,75 Gew.-% Platin andere kombinierte A/S-Eigenschaften als ein Katalysator aus Tonerde, 0,9 Gew.-% Chlor und 0,375 Gew.-% Platin. Ähnlich hat ein Platin/Tonerde-Katalysator, der 1,0 Gew.-% Chlor enthält, eine andere A/S-Eigenschaft als einer, der im wesentlichen frei von Chlor ist. Andererseits können die Chlorkonzentrationen variiert werden, um die Veränderung der A/S-Eigenschaften zu bewirken. Außerdem kann ein Katalysator Platin als die einzige Metallkomponente der Gruppe VIII enthalten, während der zweite sowohl Platin als auch Iridium enthalten kann Zweimetallzusammensetzungen unterscheiden sich von Einmetallzusammensetzungen, wie sich Dreimetallzusammensetzungen auch von Viermetallzus@mmensetzungen unterscheiden.
  • In gleicher Weise wird ein Katalysator, der Platin, Vanadin und Chlor enthält und mit Tonerde zusammengesetzt ist, hinsichtlich der A/S-Eigeschaften anders sein als der gleiche Katalysator ohne Vanadin. Ein Platin/Tonerde/Chlor-Katalysator zeigt andere Eigenschaften als ein Palladium/Tonerde/Chlor-Katalysator. Wenn der Katalysator die gleiche Komponente der Gruppe VIII und die gleiche Chlorkonzentration enthält, kann der Unterschied durch die Verwendung des gleichen Modifiziermittels in untersc hiedlichen Konzentrationen erreicht werden.
  • Ob nun ein calcinierter und reduzierter Katalysator einer Sulfidierung vor der Verwendung unterzogen wird, beeinflußt auch dessen A/S-Eigenschaften, wie auch eine unterschiedliche Schwefelkonzentration, wo die anderen Komponenten und Konzentrationen identisch sind. Es ist keine spezielle Methode des Verfahrens nach der Erfindung wesentlich, vorausgesetzt, daß die Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften unterschiedlich werden.
  • Kurz gesagt benützt die Erfindung zwei getrennte Reaktorsysteme, von denen durch jedes die Katalysatorteilchen unter Schwerkraft abwärts bewegbar sind. Jedes System hat mit ihm integriert seinen eigenen individuellen Regenerierturm, durch welchen die Katalysatorteilchen ebenfalls unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind. Jedes Reaktorsystem enthält einen Katalysator, der andere Aktivitäts- und Stabilitäts-Eigenschaften hat als jener Katalysator, der in dem anderen Reaktorsystem angeordnet ist.
  • Katalysatorteilchen werden wenigstens periodisch von jedem der Reaktorsysteme abgezogen und in die betreffenden Regeneriertürme eingeführt. Die Regenerierung erfolgt in der Weise, daß man die deaktivierten Teilchen mit Luft, Halogen und rfasserdampf in Berührung bringt und anschließend in im wesentlichen feuchtigkeitsfreier Luft trocknet. Die Katalysatorteilchon können einer Reduktionsmethode entweder in einem getrennten Behälter oder in einzelnen Behältern, die mit den einzelnen Reaktorsystemen integral verbunden sind, unterzogen werden Ungeachtet dessen werden die regenerierten und getrockneten Teilchen wenigstens periodisch in die einzelnen Reaktorsysteme eingeführt. Die für die Katalysatorregenerierung und -rekonditionierung (Halogenwiedereinstellung) verwendeten genauen Methoden sind,kein wesentliches Merkmal für die Erfindung, denen jede bekannte Methode, die Kombinationen von Luft, Wasserdampf und Halogen verwendet, ist hierfür ausreichend.
  • Bezüglich der beiden Reaktorsysteme ist zu sagen, daß jedes wenigstens eine Reaktionszone umfaßt. Es sind viele verschiedene Gestaltungen für die Erfindung möglich. Beispielsweise kann ein System zwei oder drei einzelne Reaktionszonen enthalte, während das zweite System aus einer oder zwei einzelnen Zonen besteht. Wie oben ausgeführt, enthalten die Reaktionszone variierende Katalysatormengen, die allgemein in der Richtung des Reaktior,spartnerstromflusses ansteigen. Katalytisches Reformieren, das insgesamt ein endothermes Verfahren ist, erfordert ein Erhitzen zwischen den einzelnen Stufen, und daher hängt die genaue Zahl der einzelnen Reaktionszonen und die genau Katalysatorverteilung primär von den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Zwischenbeschickung und von den Schätzucge bezüglich der Verteilung der Reaktionen und der Gesamtreaktionswärme ab. Wie oben ausgeführt wurde, schließt das katalytische Reformieren vier Hauptreaktionen ein, deren Gesamtergebnis eine Temperaturabnahme bzw. ein endothermes System ist. Betrachtet man nur zur Erläuterung ein System mit vier Reaktionszonen und einer Katalysatorverteilung von 10,0 %, 15,0 %, 25,0 % und 50,0 %, so dient die letzte Reaktionsozone dazu, im wesentlichen die gesamten naPhthenischen Kohlenwasserstoffe unter Bildung von Aromaten zu dehydrieren, was eie stark endotherme Reaktion ist. In der zweiten Reaktionszone werden nach Zwischenerhitzung, um die Temperatur des Auslaufs zur ersten Zone anzuheben, die restlichen Naphthene dehydriert, und es erfolgt eine Dehydrocyclisierung von Paraffinen unter Bildung von Aromaten. Auch diese Reaktionen sind endotherm.
  • Letztere findet auch in der dritten Reaktionszone zusätzlich zu einer Isomerisierung von Normalparaffinen unter Bildung der isomeren Gegenstücke statt. Etwas Isomerisierung findet in der vierten Reaktionszone zusammen mit dem Hydrokracken langkettiger Hydroparaffine zu niedermolekularen, normalerweise flüssigen Paraffinen statt. Das vorliegende Erfindungskonzept verbessert un bei Verwendung zweier/ähnlicher Katalysatoren und bei Benützung in Verbindung mit kontinuierlicher Katalysatorregenerierung /katalytischem Reformieren, wobei Katalysatorteilchen unter der Schwerkraft fließend bewegbar sind, weiter die vielen Vorteile von letzterem und ergibt ein Verfahren, das auf die Beschickungsmateriãleigenschaften und die erwünschten Ergebnisse zugeschnitten werden kann.
  • Bei der weiteren Beschreibung des Erfindungskonzeptes und des dabei erhaltenen katalytischen Reformierverfahrens wird auf die beiliegende Zeichnung Bezug genommen, die dazu dient, eine oder mehrere Ausführungsformen der Erfindung zu erläutern. Sie enthält ein vereinfachtes schematisches Fließschema, in welchem nur die Hauptteile der Anlage gezeigt sind. Diese sind: Ein Reaktorsystem I mit zwei übereinandergestapelten Reaktionszonen und mit einem Katalysatorzuführtrichter 1, ein System II mit zwei Reaktionszonen und dessen Regenerierturm II mit einem Katalysatoreinführtrichter 2. Einzelheiten, wie Pumpen und Kompressoren, Erhitzer und Kühler, Kondensatoren, Wärmeaustauscher und Wärmerückgewinnungskreisläufe, Umlaufleitunger, Ventile und ähnliche Hardware wurden als nicht wesentlich für ein klares Verständnis der Methode weggelassen.
  • Unter spezieller Bezugnahme auf die Zeichnung ist zu sagen, daß dort das übereindergestapelte Reaktorsystem I so gezeigt ist, daß es die beiden einzelnen Reaktionszonen 5 und 6 besitzt, wobei darin ein Katalysator aus gamma-Tonerde, 0,95 Gew.-% gebundenem Chlor und etwa 0,75 Gw.-% Platin angeordnet ist und dieser Katalysator einen nominalen Durchmesser von 1,6 mm besitzt. Auf der willkürlich ausgewählten Wertungsgrundlage von 1 bis 10 hat dieser Katalysator eine Aktivitätsbewertung von etwa 8 und eine Stabilitätsbewertung von etwa 6. Ein hiervon unähnlicher Katalysator aus gamma-Tonerde, 0,95 Gew.-% gebundenem Chlor und 0,375 Gew.-9s Platin, der auch einen nominalen Durchmesser von 1,6 mm hat und außerdem bis zu einem Schwefelgehalt von 0,25 Gew.-t vorsulfidiert wurde, befindet sich in den Reaktionszonen 64 und 65 des übereinandergestap e lten Reaktorsystems II. Dieser Katalysator besitzt einen Aktivitätswere von 4 und -iren Stabilitätswert von etwa 9. Somit kommt bei diesem Beispiel die frische Beschickung zunächst in Berührung mit d-m Katalysator mit vnrgleichsweise hoher Aktivität und niedriger Stabilität und anschließend mit dem Katalysator mit vergleichsweise niedriger Aktivität und hoher Stabilität.
  • In einigen Situationen, die grundsätzlich Betrachtungen der Beschickungseigenschaften und der Gesamtreaktionswärme einschließer, können die Katalysatorzusammensetzungen umgedreht werden, d. h. ein Katalysator niedriger Aktivität und hoher Stabilität gefolgt von einem Katalysator hoher Aktivität und riedriger Stabilität.
  • Die Beschickung mit Naphtha-Siedebereich wird im Gemisch mit einer durchgeführten wasserstoffreichen Dampfphase über Leitung 59 in eie Katalysator enthaltende Vorreduktionszone 4 eingeführt.
  • Diese Behältertype, in der der Katalysator in einem mittigen Abschnitt 20 angeordnet ist und der Beschickungsreaktionspartnerstrom in den Ringraum strömt, der durch das zylindrische Gehäuse 21 und die Innenwand der Zone 4 gebildet wird, ist von dem in der US-PS 3 706 536 beschriebenen Typ. Das Molverhältnis von Wasserstoff zu Kohlenwasserstoff liegt bei etwa 6,0 : 1,0, der Druck bei etwa 7,8 Atmosphäre und die stündliche Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit bei etwa 1,5, bezogen auf die Gesamtmenge an Katalysator in allen vier Reaktionszonen 5, 6, 64 und 65. Vor dem Eintritt in die katalysatorhaltige Zone 4 wird die Temperatur des vereinigten Wasserstoff/Kohlenwasserstoff-Beschikkungsstromes soweit erhöht, daß die Einlaßtemperatur in der Reaktionszone 5 etwa 510 OC beträgt. Der Reaktiosparterstrom fließt seitlich und radial aus den Ringraum zwischen der Innenwand der Reaktionszone 5 und den Katalysator zurückhaltenden Sieb 23 in und durch das ringförmige Katalysatorbett 22 und in das perforierte Mittelrohr 24, aus welchem der resultierende Produktauslauf mit Hilfe der Leitung 60 abgezogen wird.
  • Nach Durchlaufen eines nicht gezeigten Reaktionszonanzwischenerhitzers geht der Produktauslauf weiter durch die Leitung 60 und wird dabei in die Reaktionszone 6 eingeführt. Der Reaktionspartnerstrom geht wieder lateral und radial durch das ringförmige Katalysatorbett 25, das von dem katalysatorzurAckhaltenden Sieb 26 und von dem perforierten Mittelrohr 27 begrenzt ist. Reaktionsproduktauslauf geht durch die Auslauföffnung 28 und die Leitung 29 mit erhöhter Temperatur und wird dabei in die Katalysatorhaltezone 32 eingeführt. Wie oben bezüglich des übereinandergestapelten Reaktorsystems I festgestellt wurde, werden Katalysatorteilchen aus dem Regenerierturm II, die über die Einlaßöffnung 33 eintreten, in dem iialteabschnitt 34 in dem zylindrischen Gehäuse 35 vorerhitzt und vorreduziert.
  • Die Reaktionszone 64 enthält auch ein ringförmiges Katalysatorbett 36, das von dem perforierten Mittelrohr 38 und dem katalysatorzurückhaltenden Sieb 37 gebildet wird und durch welches der Reaktionspartnerstrom seitlich und radial fließt. Die Einlaßtemperatur des Reaktionspartnerstromes ist 510 OC Reaktionsproduktauslauf aus der Reaktionszone 64 wird durch Leitung 61 abgezogen, in der Temperatur auf 510 °C erhöht und in dip RQaktionszone 65 eingeführt. Der Reaktionspartnerstrom fließt seitlich und radial aus dem äußeren Ring, der von dem katalysatorzurückhaltenden Sieb 40 und der Innenwand der Reaktionskammer 65 gebildet wird, in und durch das ringförmige Katalysatorbett 39 und in das perforierte Mittelrohr 41. Der Endproduktauslauf wird durch die Auslaßöffnung 62 und die Leitung 63 abgezogen und dabei in den Kühler/ Koks densator und die Trannanlage nicht erläutert) transportiert, um das normalerweiss flüssige Produkt und eine wasserstoffreiche Dampfphase zu bekommen. Ein Teil der letzteren wird aus dem System mit Hilfe einer Drucksteuerung abgeblasen, der Rest wird zu dem übereinandergestapelten Reaktorsystem I durch Leitung 59 zurückgeführt.
  • Die Auslaufleitungen 60 und 61 beginnen in einem handelsüblichen System am untersten Ende des perforierten Mittelrohres 24 bzw.
  • 38. Wie gezeigt, verlaufen sie von den Seiten der Reaktionszonen 5 und 64 aus lediglich aus Beguemlichkeitsgründen und zur Vereinfachung der Zeichnung.
  • Periodisch werden regenerierte Katalysatorteilchen durch die Anhebeleitung 17 transportiert und in die katalysatorhaltende Vorheizzone 4 über die Einlaßöffnung 19 eingeführt. Katalysatorteilchen werden von dem Bett 20 über mehrere Uberführungsleitungen, allgemein etwa 6 bis 16 an der Zahl, in ein ringförmiges Katalysatorbett 22 abgezogen. Die Teilchen fließen unter der Schwerkraft von dort durch mehrere weitere Überführungsleitungen in das ringförmige Katalysatorbett 25 der Reaktionszone 6. Deaktivierte Katalysatorteilchen werden aus der untersten Reaktionszone 6 durch mehrere Auslaßöffnungen 30 und Leitungen 31 entfernt.
  • Diese Teilchen werden in einen Feststoffabzugs- und -transportbehälter des in der US-PS 3 856 662 gezeigten Typs eingeführt, der aber in der vorliegenden Zeichnung nicht erläutert ist.
  • Die abgezogenen Katalysatorteilchon werden über die Anhebeleitung 20 in den Einführtrichter 1 transportiert. Der Einführtrichter 1 dient dazu, Katalysatorfeinstoffe und staubartige Teilchen zu entfernen, die durch Leitung 3 zu einer geeigneten Metallgewinnungsanlags entfernt werden.
  • Die Katalysatorteilchen werden durch die Auslaßöffnung 7 abgezogen und fließen durch mehrere Überführungsleitungen 8 in den Regenerierturm I. Diese deaktivierten Katalysatorteilchen sind darin als ein ringförmiges Katalysatorbett 9 angeordnet, das durch ein zylindrisches katalysatorzurückhaltendes Sieb 10 und das Verbrennungsprodukt Abgasmittelrohr 11 begrenzt ist.
  • Ein Gemisch von Luft, Wasserdampf und chlorhaltiger Verbindung wird über Leitung 12 eingeführt, mit zurückgeführtem Abgas aus der Leitung 13 vermischt und in den oberen Kohlenstoffverbrennungs/Halogenierungsabschnitt des Regenerierturmes I eingeführt.
  • In diesem Abschnitt werden Koks und andere kohlenstoffhaltige Materialien entfernt, und der Chloridgehalt des Katalysators wird auf seinen ursprünglichen Wert eingestellt. Im wesentlichen trockene Luft wird in den unteren Abschnitt des Regenerierturmes I, den Trockenabschnitt, mit Hilfe der Leitung 14 eingeführt, um im wesentlichen dio gesamte Restfeuchtigkeit aus den Katalysatorteilch-tn zu entfernen. Abgasverbrennungsprodukte werden durch das Mittelrohr 11 mit Hilfe der Leitung 18 abgezogen. Ein Teil derselben wird durch Leitung 13 umgelenkt, um mit dem Gemisch von Wasserdampf, chlorhaltiger Verbidung und Luft, das durch Leitung 12 eingeführt wird, vereinigt zu werden. Verdünnung mit Abgas auf dies Weise ist ratsam, um den Sauerstoffgehalt in dem Kohlenstoffverbrennungsabschnitt auf etwa maximal 2,0 % auf molarer Basis zu halte.
  • Getrocknete regenerierte Katalysatorteilchen werden vom untersten Abschnitt 15 durch die Auslaßöffnung 16 abgezogen und über die Anhebeleitung 17 zu der Katalysator enthaltenden Zone 4 transp ortiert. Eine Anhebeverbindung oder ein Katalysatorabzugs- und Transportbehälter des bekannten Typs wird bei dieser Tätigkeit verwendet In gleicher Weise werden deaktivierte chloridarme Katalysatorteilchen aus dem übereinandergestap=lter Reaktorsystem II durch mehrere Auslaßöffnungen 42 und Leitungen 43 abgezogen. Diese werden mit Hilfe der Anhebeleitung 44 i den Auftrenntrichter 45 transportiert, um Feinstoffe und anderes staubartiges Material durch die Leitung 46 zu entfernen. Katalysatorteilchen werden durch di Auslaßöffnung 47 entfernt und durch mehrere Übeführungsleitungen 48 ir. den Peaenerierturm II einführt und sid als ringförmiges Bett 49 angeordnet. Letzteres wird von dem Abgasmittelrohr 50 und dein katalysatorzurückhaltenden Sieb 51 gebildet. Luft, Wasserdampf und eine chlorhaltige Verbindung im Gemisch mit zurückgeführten Abgasverbrennungsprodukten aus der Leitung 53 werden in den oberen Kohlenstoffverbrennungsabschnitt ü.b-r Leitung 52 eingeführt. Wie oben bezüglich des Regenerierturmas I gesagt wurde, werden Koks und anderes kohlenstoffhaltiges Material aus den Katalysatorteilchen ausgebrannt, und d-r Chloridgehalt wird auf den ursprünglichen Wert eingestellt. Ein im wesentlichen trockener Luftstrom tritt in den unteren Trockenabschnitt mit Hilfe einer Leitung 54 ein.
  • Die gasförmigen Verbrennungsprodukte werden durch das Abgasmittelrohr 50 und die Leitung 58 abgezogen. Wenigstens ei Teil hiervon wird durch Leitung 53 umgelenkt, um zu dem Kohlenstoffverbrennungs/Halogeneinstellungsabschnitt zurückgeführt zu werden. Regenerierts, im wesentlichen feuchtigkoitsfroie rekorditionierte Katalysatorteilchen werden vom untersten Abschnitt 55 durch die Auslaßöffnung 56 abgezogen und über die Anhebeleitung 57 zu der katalysatorenthaltenden Zone 32, die an der Spitze des Reaktionssystems II angeordnet ist, transportiert.

Claims (9)

  1. Verfahren zum katalytischen Reformieren einer Kohlenwasserstoffbeschickung Patentansprüche 1. Verfahren zum katalytischen Reformieren einer Kohlenwasserstoffbeschickucg, dadurch gekennzeichnet, daß man a) das Beschickungsmaterial und Wasserstoff in Berührung mit einem ersten Katalysator umsetzt, der in einem ersten Reaktorsystem angeordnet ist, durch welches Katalysatorteilchen durch Fluß unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, b) den resultierenden Auslauf aus dem ersten System in Berührung mit einem zweiten Katalysator umsetzt, der in einem zweiten Reaktorsystem angeordnet ist, durch welches Katalysatorteilchen durch Fluß unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, wobei der zweite Katalysator andere Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften als der erste Katalysator hat, c) wenigstens periodisch deaktivierte Katalysatorteilchen aus dem ersten Reaktorsystem abzieht und die abgezogenen Ratalysatorteilchen in einen ersten Regenerierturm einführt, durch welchen Katalysatorteilchen durch Fluß unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, d) wenigstens periodisch deaktivierte Katalysatorteilchen aus dem zweiten Reaktorsystem abzieht und die abgezogenen Katalysatorteilchen in einen zweiten Regenerierturm einführt, durch welchen Katalysatorteilchen durch Fluß unter der Schwerkraft abwärts bewegbar sind, e) die ersten und zweiten Katalysatorteilchen in den ersten und den zweiten Regenerierturm in Berührung darin mit Luft, Halogen und Wasserdampf regeneriert und die resultierenden regenerierten Katalysatorteilchen trocknet, f) getrocknete regenerierte Katalysatorteilchen aus dem ersten Regenerierturm abzieht und wenigstens periodisch diesen regenerierten ersten Katalysator in das erste Reaktorsystem einführt und g) getrocknete regenerierte Katalysatorteilchen aus dem zweiten Regenerierturm abzieht und wenigstens periodisch diesen regeneriertan zweiten Katalysator in das zweite Reaktorsystem einführt.
  2. 2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein erstes Reaktorsystem verwendet, das mehrere Reaktioszonen umfaßt, wobei der erste Katalysator von einer Zone zu der nächstnachfolgenden Zone durch Fluß unter der Schwerkraft bewegbar ist.
  3. 3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein zweites Reaktorsystem verwendet, das mehrere Reaktionszonen umfaßt, wobei der zweite Katalysator von einer Zone zur nächstnachfolgenden Zone durch Fluß unter der Schwerkraft bewegbar ist.
  4. 4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Katalysator jeweils wenigstens eine Edelmetallkomponente der Gruppe VIII und wenigstens eine Halogenkomponente, die mit einem hitzebeständigen anorganischen Oxid vereinigt sind, enthält und der Unterschied hinsichtlich der Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften durch unterschiedliche Edelmetallkonzentrationen bewirkt ist.
  5. 5.)Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Katalysator jeweils eine Halogenkomponente enthält und der Unterschied hinsichtlich der Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften durch unterschiedliche Halogenkonzentrationen bewirkt ist.
  6. 6.)Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Katalysator jeweils eine Edelmetallkomponente der Gruppe VIII und wenigstens ei katalytisches metallisches Modifiziermittel enthalten und der Unterschied hinsichtlich der Aktivitäts- und Stabilitätseigenschaften durch unterschiedliche katalytische Modifiziermittel bewirkt ist.
  7. 7.)Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man ein erstes Reaktorsystem verwendet, das wenigstens zwei einzelne Reaktionszonen enthält, und ein zweites Reaktorsystem verwendet, das aus einer einzelnen Reaktionszone besteht.
  8. 8.)Verfahren nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Edelmetallkomponente der Gruppe VIII eine Platinkomponente verwendet.
  9. 9.)Verfahren nach Anspruch 1 bis 6 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß man ein erstes und zweites Reaktorsystem verwendet, von denen jedes zwei einzelne Reaktionszonen enthält.
DE19792931008 1979-07-31 1979-07-31 Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung Ceased DE2931008A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792931008 DE2931008A1 (de) 1979-07-31 1979-07-31 Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19792931008 DE2931008A1 (de) 1979-07-31 1979-07-31 Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2931008A1 true DE2931008A1 (de) 1981-02-05

Family

ID=6077236

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19792931008 Ceased DE2931008A1 (de) 1979-07-31 1979-07-31 Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2931008A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3879147T2 (de) Verfahren zur dampfdehydrierung von dehydrierbaren kohlenwasserstoffen unter gleichzeitiger oxydativer wiedererwaermung.
DE2839795C2 (de) Platingruppenmetall enthaltender Katalysator und dessen Verwendung
DE69915447T2 (de) Katalytisches Reformierverfahren mit drei Katalysatorzonen zurHerstellung von einem aromareichen Produkt
DE2438953C2 (de)
DE69802475T2 (de) Verfahren zur Herstellung von leichten Olefinen durch Dehydrierung der entsprechenden Paraffine
DE68902002T2 (de) Herstellungsverfahren fuer ethylenoxid.
DE2046853A1 (de) Kontinuierliches Reformier Rege nenerverfahren
DE2255497A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen umwandlung von kohlenwasserstoffen
DE2248826A1 (de) Katalytische hochtemperaturcrackung mit kristallinen zeolithkatalysatorn von niedriger koksbildung
DE2508291A1 (de) Verfahren zur hydro-entalkylierung von alkylaromatischen kohlenwasserstoffen
DE2458587A1 (de) Verfahren zur hydro-entalkylierung von alkylaromatischen kohlenwasserstoffen
DE3146203C2 (de)
DE2117019A1 (de) Verfahren zur stufenweisen Kontaktierung eines fluiden Reaktanten mit festem Material von aufwirbelbarer Teilchengröße
DE3229898C2 (de)
EP1732867A1 (de) Katalysator für die oxidation von wasserstoff, sowie verfahren zur dehydrierung von kohlenwasserstoffen
DE2720843A1 (de) Verfahren zum vergueten von feststoffhaltigen fluessigen kohlenwasserstoffoelen
DE2153475A1 (de) Verfahren zum katalytischen reformieren von benzinen
DE2931008A1 (de) Verfahren zum katalytischen reformieren einer kohlenwasserstoffbeschickung
DE2801754C2 (de) Mehrstufiges Verfahren zur katalytischen Reformierung oder Umwandlung eines Kohlenwasserstoffeinsatzmaterials in einem mehrstufigen Reaktorsystem
DE2362955A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung von kohlenwasserstoff-umwandlungskatalysatoren und deren verwendung
EP4601788A1 (de) Katalysatorsystem und verfahren zum katalytischen dehydrieren eines wasserstoffträgermaterials, reaktoranordnung mit einem derartigen katalysatorsystem sowie verfahren zum herstellen eines derartigen katalysatorsystems
DE2819753A1 (de) Mehrstufiges katalytisches verfahren zur umwandlung einer kohlenwasserstoffbeschickung
AT352245B (de) Verfahren zur katalytischen reformierung eines kohlenwasserstoff-ausgangsmaterials
DE2414653A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum abziehen und transportieren von feststoffen
DE3124647A1 (de) Verfahren zum abbrennen von schwefel-enthaltendem und stickstoff-enthaltendem koks von koks von koks-enthaltenden katalysatorteilchen

Legal Events

Date Code Title Description
OAP Request for examination filed
OD Request for examination
8131 Rejection